Verband Region Stuttgart
S-Bahn zwischen Neckar und Weinbergen

Die S-Bahn - bequem und umweltfreundlich

Die S-Bahn ist das Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs im Gebiet des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart. Pro Tag erreichen rund 375.000 Menschen bequem und umweltfreundlich ihre Ziele. Bundesweit gehört die S-Bahn Stuttgart zur Spitzengruppe in Sachen Pünktlichkeit und Qualität. Das tröstet nicht darüber hinweg, dass das Fahrerlebnis in jüngster Zeit getrübt war.

Der Verband Region Stuttgart ist laut Gesetz als Aufgabenträger für den "regional bedeutsamen Schienennahverkehr mit Ziel und Quelle in der Region" zuständig. Er „bestellt“ den S-Bahn-Verkehr bei der DB Regio AG, gibt vor in welchem Takt die S-Bahn rollt und kümmert sich um die Finanzierung des S-Bahn-Verkehrs, aber auch der Nebenbahnen. Dazu zählen die Teckbahn (Kirchheim u. T. – Oberlenningen) und die Schusterbahn (Untertürkheim – Kornwestheim).

Sondersitzung zur Situation der S-Bahn

Im Jahr 2013 ließ die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der S-Bahn zunehmend zu wünschen übrig. Baustellen, zahlreiche Großstörungen, Einflüsse von Dritten und der missglückte Einsatz der neuen S-Bahnfahrzeuge ET 430 strapazierten die Nerven von S-Bahn-Fahrgästen. Ansatzpunkte und Zusagen der DB-Konzerntöchter, wie es bei der Stuttgarter S-Bahn wieder besser laufen könnte, brachte eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses am Mittwoch, 9. Oktober 2013. Experten aller beteiligten Konzerngesellschaften der Deutschen Bahn AG, des Fahrzeugherstellers Bombardier und des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) standen Rede und Antwort. Mehr Info.

Mehr 15-Minuten-Takt und längere Züge

Mehr Fahrten der S-Bahn im 15-Minuten-Takt nachmittags und am Abend, den Einsatz längerer S-Bahn-Züge auf der S1, die Spätanbindung des Flughafens mit der S3 über Vaihingen hinaus sowie zwei zusätzliche Fahrtenpaare auf der Schusterbahn. Das sind die Verbesserungen, die die Regionalversammlung kürzlich mit großer Mehrheit beschlossen hat. Die Kosten dafür betragen rund 3,6 Millionen Euro von, denen das Land etwa 750.000 Euro trägt.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 wird der 15-Minuten-Takt am auf allen S-Bahn-Linien spätestens gegen 15.30 Uhr beginnen, also 30 Minuten früher als heute, und 30 Minuten später, also etwa um 19.30 Uhr, enden. Allein diese Verbesserungen schlagen mit rund 2,3 Millionen Euro zu Buche. Zusätzlich sollen zwei Fahrten am Nachmittag auf der „kleinen S 1“ zwischen Esslingen und Schwabstraße so verlängert werden, dass sie zwischen Plochingen und Herrenberg verkehren. Damit beginnt der 15-Minuten-Takt auf der S1 bereits gegen 15.00 Uhr. Abends wird der 15-Minuten-Takt um die Fahrten Plochingen (ab 18.53 Uhr) – Hauptbahnhof (19.20 Uhr) – Herrenberg (an 19.58 Uhr) sowie in der Gegenrichtung um 18.32 Uhr ab Herrenberg und um 19.15 Uhr ab Böblingen ergänzt. 

Mehr Platz in den S-Bahnen
Um auf einigen Fahrten während der Hauptverkehrszeit mehr Platz in den S-Bahnen der Linie 1 zu schaffen, werden die vier zusätzlichen, neuen Fahrzeuge des Typs ET 430 eingesetzt werden. An Züge auf 16 Fahrten täglich soll jeweils ein zusätzliches Fahrzeug angehängt werden. Dies ist ein auch Beitrag dazu, die S-Bahn pünktlicher zu machen.

Die folgenden drei Optimierungen sollen zunächst für drei Jahre auf Probe erfolgen: Um rechtzeitig mit der S-Bahn zur Frühschicht der Firma Daimler zu kommen, sollen zwei zusätzliche Frühfahrten auf der S60 von Zuffenhausen nach Böblingen eingerichtet werden. Auf der Schusterbahn soll jeweils morgens und nachmittags/abends je ein weiteres Zugpaar fahren. Die S3 wird künftig werktags bis Betriebsschluss zum Flughafen fahren. Nach drei Jahren wird geschaut, wie die Angebote von den Fahrgästen angenommen wurden.

Qualität und Pünktlichkeit

S-Bahn Liniennetz