E-Mobilität in der Region Stuttgart

Elektro-PKW

Die Region Stuttgart ist Spitzenreiter, wenn es um elektrische Mobilität geht. Während in der Region Stuttgart 3,5 Prozent aller PKWs deutschlandweit zugelassen sind, liegt der Anteil bei den Elektro-PKWs bei 6,5 Prozent. Das entspricht rund 8.700 E-Autos Anfang 2020 (Quelle: Kfz-Bundesamt). Bezogen auf das Land Baden-Württemberg heißt dies, dass 35% aller E-Autos in der Region Stuttgart zugelassen sind. Die Dynamilk ist dabei hoch: In 2019 nahm ihre Zahl in der Region um 57 Prozent zu. Insgesamt zeichnet sich aktuell ab, dass sich die Zulasssungszahlen 2020 gegenüber dem Vorjahr verdoppeln könnten.

Um die Elektro- und nachhaltige Mobilität weiter voranzutreiben, fördert die Region Stuttgart unterschiedliche Pilotprojekte. Dazu zählen insbesondere die Projekte des Kofinanzierungsprogramms "Modellprojekte für nachhaltigen Mobilität". Damit unterstützt der Verband zusätzlich auch die Förderprogramme von Bund und Land.

Auf der Plattform "Virtuelles Zentrum für Elektromobilität" www.emobil-region-stuttgart.de sind die Informationen zu Elektro-Kraftfahrzeugen, Pedelecs und Ladestationen ebenso wie zu Fördermöglichkeiten in der Region Stuttgart gebündelt. Sie wurde von der KFZ-Innung und der Stadt Stuttgart entwickelt und ist ein Projekt aus einem weiteren Kofinanzierungsprogramm des Verbands für interkommunale Modellprojekte aus den Bereichen Wirtschaft und Tourismus". 

 

Ladeinfrastruktur

Auch in Sachen Infrastruktur für elektrisch betriebene Fahrzeuge ist der Verband Region Stuttgart aktiv. Anfang 2020 gab es in der Region Stuttgart bereits an 857 Standorte mit 2409 Ladepunkten (Erhebung des KIT Karlsruhe und der Plattform www.lemnet.org), darunter 184 Schnellladepunkte mit 50 kW.

Für den weiteren Ausbau des Netzes sind zwei Aspkte zentral: insgesamt mehr Schnellladesmöglichkeiten und mehr Ladestellen je Standort. Nur so können für E-Fahrer verlässliche Lademöglichkeiten geschaffen werden, die in kurzer Zeit ermöglichen, viel Reichweite nachzuladen. 

Masterplan Schnellladeinfrastruktur Region Stuttgart

Die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen bestimmt sich insbesondere nach der verlässlichen Verfügbarkeit von Schnellladestationen sowie nach der Ladekapazität der Batterie, kurz: nach Reichweite und Ladedauer. Ziel der Region Stuttgart ist es, Angebot und Nachfrage in diesem Marktsegment zusammenzuführen und den weiteren Auf- und Ausbau von Schnellladeinfrastruktur, in enger Abstimmung mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, zu begleiten. Parallel zum Aufbau von Schnellladestationen an Bundesautobahnen und Fernstraßen (via Tank & Rast) sollen mit diesem Masterplan (auch) innerstädtische Standorte lokalisiert und entwickelt werden. Ziel ist es, die bundesweite Vorreiterrolle der Region Stuttgart als Elektromobilitätsregion in Deutschland zu behaupten und zu verstetigen.

Der Masterplan Schnellladeinfrastruktur Region Stuttgart wurde erstmals im Oktober 2017 vorgestellt. In der Folge haben sich zahlreiche Kommunen erfolgreich an den Förderaufrufen des Bundes beteiligt und mit Bundesmitteln u.a. Schnellladeinfrastruktur aufgebaut. 

In den beiden ersten Szenarien des Masterplans ging es um breite Abdeckung in der Region bzw. um die Erreichbarkeit von Schnellladeinfrastrukturen innerhalb von 5 bzw. 10 Minuten Fahrtzeit vom Wohnort. Bei einer Erreichbarkeit innerhalb von 10 Minuten wurden in diesen angebotsorientierten Szenarien 58 potenzielle Standorte für Schnell-Ladeinfrastrukturen identifiziert. Zwischenzeitlich wurden in der Region an 33 Standorten 65 Schnelllader eingerichtet.

Im dritten, nachfrageorientierten Szenario des Masterplans wurden Standorte lokalisiert, die ohne Umwege rasch anfahrbar sind und bei denen bei einer kurzen Fahrtunterbrechung aufgeladen werden kann, also Stellen mit hohem Durchgangsverkehr und einem attraktiven Kurz-Aufenthaltsort wie beispielsweise einem Café. Hier geht es darum, unterwegs zu laden, also um geeignete Standorte für einen Zwischenstopp. Die Suche unter den entsprechenden Kriterien lieferte 152 Standortvorschläge für Schnell-Ladeinfrastruktur in 17 Städten und Gemeinden, die mit Investoren, Herstellern und Betreibern umsetzt werden sollen. Diese Standortvorschläge werden im Okober 2020 in einer Online-Veranstaltung für Kommunen und weitere potenzielle Umsetzungspartner und Investoren vorgestellt (Anmeldung unter siehr@region-stuttgart.org). 

LINOx

Mit entsprechender Zielrichtung hat das Land das Projekt LINOx Baden-Württemberg (Ladeinfrastruktur zur Reduktion der Stickoxyd-Belatungen (NOx) in Baden-Württemberg", www.linox-bw.de) aufgesetzt, an dem der Verband Region Stuttgart beteiligt ist. Als Partner unterstützt der Verband Region Stuttgart konkret den Aufbau von Ladepunkten im privaten und halb-öffentlichen Bereich. Antragsberechtigt hierfür sind Kommunen, in denen in den Jahren 2018/2019  NOx-Grenzwertüberschreitungen festgestellt wurden und Unternehmen, die ihren Sitz in diesen Kommunen haben.

Das besondere Angebot von LINOx BW besteht darin, ganz unterschiedliche Lösungen für den Aufbau von Ladeinfrastruktur (Wallboxen, Gleichstrom- und Wechselstromladesäulen unterschiedlicher Leistung, in Tiefgaragen, auf privaten Parkplätzen und Firmenhöfen, in Parkhäusern oder am Straßenrand) zu ermöglichen. Die Forschungspartner analysieren diese Lösungen übergreifend und stellen die Auswertungen und Ergebnisse für einen systematischen Know-how-Transfer zur Verfügung (Link Leitfaden). 

 

(E-)Mobilität auf zwei Rädern

Neben den genannten Aktivitäten im Bereich Elektro-PKWs fördert der Verband Regoin Stuttgart auch die emissionslose Mobilität auf zwei Rädern. So ist der Verband inhaltlich bei der Planung und Umsetzung von Radschnellwegen beteiligt, setzt sich für das Thema "Bike & Ride" ein und engagiert sich stark im 2018 gegründeten RegioRadStuttgart-Verleihsystem. Via "Förderprogramm RegioRadStuttgart" unterstützt er den Bau von weiteren Verleihstationen als sogenannte Gegenstationen in den Kommunen, um das Netz weiter zu verdichten.