Die Remstal Gartenschau 2019

Unendliche Vielfalt erleben
Das hat es so noch nie gegeben: Im Remstal werden 80 Kilometer zur Ausstellungsfläche. Das Potenzial dafür liegt buchstäblich vor der Haustür. In nur wenigen wirtschaftlich so starken Räumen ist eine derart vielfältige und beeindruckende Landschaft zu finden. 16 Städte und Gemeinden veranstalten gemeinsam eine Gartenschau. Unterstützt werden sie dabei vom Verband Region Stuttgart, dem Regionalverband Ostwürttemberg, den Landkreisen und dem Land Baden-Württemberg. Die neuen Dimensionen einer Gartenschau spiegeln sich im Motto wider: „unendlich erleben“. Von 10. Mai bis 20. Oktober 2019 heißt die Remstal Gartenschau ihre Gäste von der Quelle bis zur Mündung der Rems willkommen.

Potenziale der Landschaft für die Raumentwicklung nutzen
Gemeinsam wollen sich die 16 Städte und Gemeinden fit für die Zukunft machen und den Lebensraum im Remstal mit einer langfristigen Wirkung gestalten. Es soll eine Vielzahl städtebaulicher, landschaftsgestalterischer und ökologischer Lebens- und Erlebnisräume entstehen. Über die raumplanerischen Intentionen hinaus wird das Ereignis auch ein sinnliches Erlebnis. Projekte und Aktionen der Gartenschau sollen die Menschen aus ihrem Alltag herauslocken, indem sie die Einzigartigkeit der Landschaft besser erlebbar machen oder einen völlig neuen Zugang zu längst bekannten Plätzen schaffen. Durch die geplanten Beiträge aller Städte zieht sich wie ein roter Faden die Idee, die Rems an ausgewählten Stellen leichter zugänglich zu machen. Ein weiteres Ziel aller ist es, die Lücken im Remstal-Radweg zu schließen und bis 2019 weitere landschaftlich reizvolle Abschnitte entlang der rund 80 Kilometer langen Rems zu schaffen. Das alles steigert die Attraktivität des Remstals als Erholungsgebiet.

Gemeinsam mit Profil
Der Ansatz, dass mehrere Städte und Gemeinden zusammen eine Gartenschau veranstalten, ist neu in Baden-Württemberg. Das besondere Potenzial liegt vor allem in den thematischen Verbindungen und der räumlichen Ausdehnung über 80 Kilometer. In den Chancen liegen aber auch große Herausforderungen: Die Orte sollen über ihre verbindenden Elemente wie Wasser und Wege sowie durch thematische Gemeinsamkeiten wie Lebensqualität im Ballungsraum, Baukultur oder Kulinarik, zusammenwachsen – und dennoch ihre individuelle Prägung nicht verlieren. Deshalb hat jeder Ort die Aufgabe, seine Eigenheiten in Attraktionen zu verwandeln, um sein individuelles Profil zu schärfen. Wegen der räumlichen Distanzen steht die nachhaltige Mobilität als gemeinsames wichtiges Projekt aller Partner auf der Agenda. Die Schlagkraft von 16 Rathäusern bietet die Chance, richtig etwas bewegen zu können.

Fördermittel als Impulse
Die Remstal Gartenschau ist mehr als ein Event. Sie liefert Impulse für städtische Entwicklungen und bietet den beteiligten Kommunen die Chance auf Fördermittel für wichtige und nachhaltige Projekte, die die Region langfristig stärken. Mit dem Zuschlag zur Gartenschau ist die Fördersumme von drei Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg verbunden. Ein Drittel der Landesförderung soll in gemeinsame Projekte fließen, die das Band zwischen den Kommunen stärken: neue Wanderwege, eine gemeinsame Kanuroute an einem Teilstück der Rems und das Schließen der Lücken im Remstal-Radweg sind angedacht. Zu diesen Projekten, an denen mehrere oder alle Kommunen beteiligt sind, will auch der Verband Region Stuttgart zwei Millionen Euro Fördermittel dazu geben. Die Kommunen müssen sich um die Gelder bewerben. Voraussetzung ist, dass die Projekte umgesetzt sind, wenn die Gartenschau im April 2019 beginnt und danach langfristig für die Erholungssuchenden erhalten bleiben. Über diese Fördermittel hinaus können die Kommunen weitere Mittel für Infrastruktur und Städtebau einwerben.

Vom Masterplan zur Remstal Gartenschau
Wichtiger Ausgangspunkt der Gartenschau im Remstal war der Masterplan Landschaftspark Rems. Unter Federführung des Verbands Region Stuttgart haben die Städte und Gemeinden dieses Gesamtkonzept  2006/2007 entwickelt, das bereits viele mögliche Projekte enthielt. Um den Schwung, den Gemeinschaftssinn und die guten Vorschläge aus diesem Planungsprozess zu bewahren, wurde die Idee einer interkommunalen Gartenschau geboren. Im Jahr 2009 wurde die Bewerbung dafür beim Land Baden-Württemberg eingereicht. Dank eines überzeugenden Gesamtkonzeptes erhielt die Remstal Gartenschau im Juni 2010 den Zuschlag. Dies war der Startschuss für einen innovativen, für das Land Baden-Württemberg und darüber hinaus neuartigen Ansatz einer Gartenschau über kommunale Grenzen hinweg.

Zahlreiche Projektpartner
Beteiligt sind Remseck am Neckar, Fellbach, Waiblingen, Korb, Kernen, Weinstadt, Remshalden, Winterbach, Schorndorf, Urbach, Plüderhausen, Lorch, Schwäbisch Gmünd, Böbingen, Mögglingen und Essingen. Inhaltlich einbringen möchten sich auch die Landkreise Ludwigsburg, Rems-Murr und Ostalb. Mit von der Partie sind auch die Region Ostwürttemberg sowie die Fördergesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen.