Die S-Bahn - bequem und umweltfreundlich

Der Verband Region Stuttgart ist laut Gesetz als Aufgabenträger für den "regionalbedeutsamen Schienennahverkehr mit Ziel und Quelle in der Region" zuständig. Er „bestellt“ den S-Bahn-Verkehr bei der DB Regio AG, gibt vor in welchem Takt die S-Bahn rollt und kümmert sich um die Finanzierung des S-Bahn-Verkehrs, aber auch der Nebenbahnen. Dazu zählen die Teckbahn (Kirchheim u. T. – Oberlenningen) und die Schusterbahn (Untertürkheim – Kornwestheim).

Mehr S-Bahn ab 12. Dezember 2021

Für eine klimafreundliche Mobilität in der Region bauen der Verband Region Stuttgart und DB Regio das Angebot der S-Bahn weiter aus. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 gibt es mehr 15-Minutentakt an Samstagen. Damit reagieren Verband Region Stuttgart und die S-Bahn darauf, dass der Verkehr am Wochenende mehr und mehr an Bedeutung gewonnen hat.So ist bei der S-Bahn die Nachfrage an Samstagen zwischen 2015 und 2019 um knapp 20 Prozent gestiegen.

Im neuen Fahrplan ab 12. Dezember 2021 gibt es bei der S-Bahn Stuttgart umfangreiche Verbesserungen, von denen die Fahrgäste profitieren:

Das sind die neuen Strecken und Zeiten des 15-Minuten-Takts am Samstag ab dem 12. Dezember 2021:

  • S1 Plochingen–Herrenberg: 8.30–18 Uhr, 
  • S2 Schorndorf–Stuttgart-Vaihingen: 13–18 Uhr,
  • S3 Backnang–Stuttgart-Vaihingen: 13–18 Uhr, 
  • S4 Marbach (Neckar)–Stuttgart Schwabstraße: 13–18 Uhr,
  • S5 Bietigheim–Stuttgart Schwabstraße: 13–18 Uhr, 
  • S6 Weil der Stadt–Stuttgart Schwabstraße, 8.30–18 Uhr.

In einem zweiten Schritt fahren dann ab Ende 2022 die S-Bahnen auch am Samstagvormittag auf allen Linien im 15-Minuten-Takt.

Weitere Angebotsverbesserungen ab dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021:

  • S2: Montags bis freitags von 6 bis 20.30 Uhr auf der gesamten Strecke zwischen Schorndorf und Filderstadt im 15-Minutentakt, damit verdoppelt sich das in dieser Zeit das Zugangebot an der Station in Bernhausen. 
  • S3: In den Zeitabschnitten, in denen die S2 im 15-Minuten-Takt zwischen Schorndorf und Filderstadt fährt, beginnt und endet die S3 in Stuttgart-Vaihingen. Außerhalb dieser Zeitabschnitte fährt die S3 wie bisher im gesamten Linienabschnitt Backnang–Stuttgart Flughafen/Messe. 
  • S60: In den Wochenendnächten und vor Nächten vor Feiertagen fährt jetzt auch die S60 Böblingen–Renningen durchgängig im Stundentakt. Die dafür notwendigen 17 neuen Zugfahrten pro Woche ersetzen die bisherigen Busse der Nachtlinie N60 und stellen den durchgängigen S-Bahn-Verkehr am Wochenende her.

Neues Design für die S-Bahn-Züge

Statt im klassischen Verkehrsrot werden die S-Bahnen künftig in hellem Lichtgrau mit prägnanten Farbelementen für Türen und Sonderabteile durch die Region rollen. Die ersten Züge im neuen Design sollen ab Ende 2021 auf die Schienen kommen. Der neue Anstrich wird bei den heute eingesetzten Fahrzeugen im Rahmen der turnusmäßigen Neulackierungen umgesetzt, die die Züge aus Witterungsgründen rund alle 15 Jahre benötigen. Die bereits im vergangenen Jahr in Auftrag gegebenen 58 zusätzlichen S-Bahnen werden bereits überwiegend im neuen Design geliefert. Mit der neuen Außenlackierung für die S-Bahnen möchten der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart eine bessere Fahrgast-Lenkung erreichen. Auch für das Fahrzeuginnere sind Neuerungen vorgesehen, die sich am Bedarf der Fahrgäste orientieren.

Erste S-Bahn im neuen Außendesign unterwegs

Ab der Weihnachtswoche wird ein erstes Fahrzeug der Baureihe 423 im neuen lichtgrauen Design im regulären Betrieb eingesetzt. Mit dem Einsatz eines Fahrzeugs bereits ein Jahr vor dem regulären Start werden vor allem hinsichtlich der Lackierung Erfahrungen gesammelt, die in die Planung des weiteren Lackierverfahrens einfließen. Mehr Info

Klare Farbflächen

Künftig sind die kompletten Bereiche der Sonderabteile in Blau beziehungsweise Gelb für die 1. Klasse eingefärbt und heben sich gut erkennbar für S-Bahn-Fahrgäste auch auf vollen Bahnsteigen ab. Hinzu kommen schwarzgraue Türen, die es erleichtern, am Bahnsteig direkt an der richtigen Stelle zu stehen. Die klaren farblichen Markierungen sollen den Fahrgästen die Orientierung beim Einsteigen erleichtern, und Haltezeiten reduzieren. Die Region als Auftraggeber und die Deutsche Bahn nehmen sich in ihrer Darstellung bewusst zurück und richten die S-Bahnen komplett auf die Bedürfnisse der Fahrgäste aus.

Neue Innenraumaufteilung

Erneuerungen wird es auch im Inneren der S-Bahn geben. Vor allem im Bereich der Mehrzweckabteile sollen Umbaumaßnahmen und Erweiterungen stattfinden. Statt nur an den jeweiligen Fahrzeugenden wird es künftig in der Mitte zwei zusätzliche Mehrzweckabteile geben. Diese werden für Fahrräder optimiert und bestehen komplett aus Klappsitzen sowie bequemen Elementen zum Anlehnen. Zudem können Fahrgäste mit Fahrrädern die Stellflächen von zwei Einstiegstüren aus erreichen, was einen weiteren Vorteil gegenüber den bisherigen Mehrzweckabteilen bedeutet. Auch bei den Mehrzweckabteilen vorne und hinten im Fahrzeug ermöglicht die veränderte Sitzplatzgestaltung für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen einen erleichterten Zugang.

Mehr Überblick und neue Technik

Die neuen Monitore in den Deckengondeln sorgen für eine verbesserte Reisenden-Information. Insgesamt werden pro Fahrzeug acht Deckengondeln mit je zwei Monitoren installiert, hinzu kommen vier Einzel-Monitore. So sind in Kurzzügen insgesamt 20 Monitore vorhanden. Ebenfalls eingeführt wird ein automatisches Fahrgastzählsystem, sodass künftig unter anderem eine gezielte Prognose zur Auslastung der Züge möglich wird. Eine weitere wichtige Neuerung sind Steckdosen, die in verschiedenen Bereichen aller Züge zu finden sein werden und für mehr Komfort sowie die notwendige Energie beim Arbeiten und in der Freizeit sorgen.

Kosten und Umsetzung

Alle vom Verkehrsausschuss der Regionalversammlung beschlossenen Redesign-Elemente können mit dem Vertragsabschluss zwischen S-Bahn Stuttgart und Bombardier im Rahmen des Budgets von 171,8 Millionen Euro umgesetzt werden. Die Bereitstellung des Budgets ist ein verbindlicher Teil des Verkehrsvertrags, dessen Verlängerung um vier Jahre bis 2032 im Januar 2019 beschlossen wurde. Am Anfang der Umsetzung des Redesigns stehen die technischen Konstruktionen, die noch in 2020 begonnen werden. Der Prozess der Erneuerung muss im laufenden Betrieb stattfinden und wird bis zum Umbau der kompletten Flotte entsprechend mehrere Jahre andauern.