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Verband Region Stuttgart

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Bau am zweigleisigen Ausbau geht weiter

Arbeiten an den Eisenbahnüberführungen Scheuernlehre und Pfarräcker – Gesamtinvestitionen von knapp 26 Millionen Euro

Gemeinsame Pressemitteilung von Deutscher Bahn AG und Verband Region Stuttgart

Schwerpunkt der Arbeiten zum zweigleisigen Ausbau der S-Bahn-Strecke zwischen Freiberg (Neckar) und Benningen (Neckar) ist derzeit der Bau der Eisenbahnüberführungen (EÜ) Scheuernlehre und Pfarräcker. So wurde am Wochenende 19. und 20. Januar die neue EÜ Scheuernlehre für den Bahnverkehr in Betrieb genommen. Dazu entfernte ein Schienenkran die vorhandene Hilfsbrücke und hob die neue Brücke, die zwei Gleise aufnehmen kann, in ihre endgültige Position. Die Baumaßnahmen im Straßenbereich dieser Brücke werden Anfang Februar beendet sein. Darüber hinaus wurde an der EÜ Pfarräcker die eingleisige Brücke abgebrochen und durch eine Hilfsbrücke ersetzt. Ab Anfang Februar entstehen dort die neuen Widerlager sowie das neue zweigleisige Brückenbauwerk. Der Einbau soll im Sommer 2008 erfolgen. „Die Arbeiten am zweigleisigen Ausbau zwischen Freiberg und Benningen sind in vollem Gang. Bis Mitte 2009 wird das zweite Gleis zur Verfügung stehen“, sagte der Chefplaner des Verbands Region Stuttgart, Dr. Dirk Vallée, am Sonntag bei einem vor Ort-Termin.

Parallel zu den Brückenarbeiten werden Lärmschutz- und Gabionenwände gesetzt und der Damm für das zweite Gleis aufgeschüttet (Gabionen sind mit Steinen gefüllte Drahtkörbe). Ab Ende 2008 werden die Schienen des zweiten Gleises verlegt sowie die Weichenverbindungen in den Bahnhöfen Freiberg (Neckar) und Benningen (Neckar) an die neue Gleisgeometrie angepasst.

Die Bau- und Planungskosten für das vier Kilometer lange S-Bahn-Gleis einschließlich der Oberleitung, neuer Weichen, Stützwände und Lärmschutz belaufen sich auf knapp 26 Millionen Euro, die Bund, Land, der Verband Region Stuttgart, die Landeshauptstadt Stuttgart und die VVS-Kreise und Kommunen tragen. Der zweigleisige Ausbau der Strecke Freiberg und Benningen dient der Verbesserung der betrieblichen Situation bei der S 4 und ist Voraussetzung für den geplanten S-Bahn-Ringschluss zwischen Marbach und Backnang. Durch das zweite Gleis müssen die S-Bahnen nicht mehr im Bahnhof Freiberg (Neckar) warten, sondern können auf der Strecke zwischen Freiberg und Benningen aneinander vorbeifahren. Somit gewinnt der Fahrplan an Flexibilität.

Daten zum Projekt „Zweigleisiger Ausbau der S 4“: Beschreibung und Umfang der Baumaßnahme

Die bestehende eingleisige elektrifizierte S-Bahn-Strecke zwischen den Stationen Freiberg und Benningen ist durch ein auf der Nordseite gelegenes zweites elektrifiziertes Streckengleis zu erweitern. Eine Vielzahl von Bauwerken müssen erneuert, angepasst oder neu gebaut werden. Dabei handelt es sich beispielsweise um Stützwände aus Gabionen, Lärmschutzwände, signaltechnische Anlagen und die beiden Eisenbahnbrücken.

Wesentliche Bauwerke:

- 4.400 Meter Gleis
- 1.900 Meter Lärmschutzwände
- 600 Meter Gabionenwände (Lärmschutz und Hangsicherung)
- 1.100 Meter Erschütterungsschutz; Ausführung als Betonplatte unter dem Gleis im Ortsbereich Benningen
- 2 neue Weichen mit beweglichem Herzstück
- ca. 30.000 Kubikmeter Erdbau auf vier Kilometern Strecke
- Neubau der Entwässerungsanlagen am Gleis
- Neubau der Kabelführungssysteme und Neuverkabelung der Leit- undSicherungstechnik sowie der Telekommunikations-Anlagen
- Neu- und Umbau der Oberleitungsanlagen
- Zweigleisiger Neubau der Eisenbahnüberführungen Scheuernlehre und Pfarräcker

Lage des Bauvorhabens im S-Bahn Netz

Der Streckenabschnitt Freiberg–Benningen ist Bestandteil der S-Bahn-Linie S 4 Marbach (Neckar)–Schwabstraße (Stuttgart). Die Strecke zwischen Marbach und Ludwigsburg wird derzeit auf dem Abschnitt Marbach–Freiberg (Neckar) eingleisig und auf dem Abschnitt Freiberg (Neckar)–Ludwigsburg zweigleisig betrieben.

Die maximale Streckengeschwindigkeit auf den S-Bahn-Gleisen beträgt 100 Kilometer pro Stunde.

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