Pläne für die Internationale Bauausstellung IBA 2027 StadtRegion Stuttgart

Bei seiner Antrittsrede vor der Regionalversammlung Ende April 2018 präsentierte IBA 2027-Intendant Andreas Hofer seine Pläne für das Projekt. Zentral ist dabei, sich in einem gemeinsamen Lernprozess mit den Akteuren der Region mit den drei verschiedenen inhaltlichen Bereichen auseinanderzusetzen: 

  • IBA-Quartiere:  Mit fünf bis sieben verschiedenen IBA-Quartieren sollen auf Brachen, Resträume und in bereits bebauten Gebieten der Region modellhafte, erlebbare, begehbare Antworten auf zentrale Fragen gegeben werden. Bis 2027 sollen diese sowohl im Zentrum als auch in den Randbereichen fertiggestellt und erlebbar sein. Dabei geht es um sozialen Wohnungsbau und soziale Gerechtigkeit.
  • IBA-Netze:  Netze der Infrastruktur, des Wissens und der regionalen Entwicklung sollen aufgebaut werden, in den Fragestellungen wie  „die Bauwirtschaft sucht Innovationen, Hochschulen entwickeln neue Bautechniken, der Neckar soll Teil des Landschaftsraums, Mobilität neu gedacht, Freiraum gestaltet und Informationsnetze aufgebaut werden“ behandelt werden.
  • IBA-Festivals: Von 2023 an sollen im Zweijahresrhythmus IBA-Festivals der experimentellen Architektur stattfinden, letztmalig dann im Jahr 2027 als zentraler Besuchsort der Internationalen Bauausstellung. Es sollen Pavillons und temporäre, experimentelle Gebäude entstehen, die für die Nachnutzungsmöglichkeiten gedacht werden oder die auch als Reserveflächen dienen können.

Insgesamt soll ein Schwerpunkt darauf liegen, das viele Projekte entstehen, die nach der IBA weitergenutzt werden können.

Pressemitteilung zur Rede des IBA Intendanten bei der Regionalversammlung zum PDF Download

IBA - Internationale Bauausstellung 2027

Angeregt durch die Regionalversammlung startete im Sommer 2016 der Plattformprozess für eine Internationale Bauausstellung (IBA). Erstes Ergebnis: das "Memorandum IBA 2027 StadtRegion Stuttgart", in dem vier Themen

  • Baukultur einer Neuen Moderne - angelehnt an die Weißenhofsiedlung aus dem Jahr 1927 und als kritische Bestandsaufnahme des Städtebaus im 20. Jahrhundert 
  • Integrierte Quartiere - mit gemischter Nutzung und bezahlbarem Wohnraum
  • Neue Technologien für die lebenswerte StadtRegion 
  • Region ist Stadt und Stadt ist Region

und vier Querschnittsqualitäten für eine mobile, nachhaltige, solidarische und partizipative Region niedergelegt wurden.

Als nächster Schritt wurde im September 2017 die Gesellschaft "Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH i.G." gegründet, an der der Verband mit 25,1 % und die WRS mit 19,9 % beteiligt sind. Hauptgesellschafter ist die Landeshauptstadt Stuttgart mit 45%, mit je 5 % sind die Architektenkammer Baden-Württemberg und die Universität Stuttgart beteiligt. Die Aufgabe der Gesellschaft ist es, in den kommenden zehn Jahren die Internationale Bauausstellung in der Region Stuttgart zu steuern. Die künstlerisch-inhaltliche Leitung der IBA 2027 übernahm im Januar 2018 der Architekt Andreas Hofer aus der Schweiz als Intendant.

Weitere Informationen rund um die IBA finden Sie unter www.iba2017.de