Region unterstützt den Landestarif

Der Verband Region Stuttgart wird Gesellschafter an der Baden-Württemberg-Tarif GmbH – Langfristiges Ziel: mit nur einem Ticket durchs Land

Der Verband Region Stuttgart wird mit fünf Prozent Gesellschafter der Baden-Württemberg-Tarif GmbH und finanziert dafür jährlich etwa 100.000 Euro. Das hat die Regionalversammlung heute mit großer Mehrheit beschlossen. Die GmbH soll am 1. Januar 2018 an den Start gehen und schrittweise ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 den Tarifdschungel im ÖPNV lichten, so dass künftig in Bussen und Bahnen im Land nur noch ein Ticket notwendig wird. „Dadurch wird ÖPNV attraktiver und wir können neue Fahrgäste für den ÖPNV gewinnen“, unterstrich Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler. Was im VVS-Gebiet seit fast 40 Jahren gelinge, könne auch im Land möglich sein.  

Mit dem Landestarif wird der Tarif der Deutschen Bahn AG in Baden-Württemberg abgelöst. Ab Dezember 2018 soll der Landestarif zunächst für Zugfahren und für die Verkehrsmittel am Ankunftsort gelten. Allerdings immer nur dann, wenn man von einem in einen anderen der 22 Tarifverbünde unterwegs ist. Bis 2021 soll dieser neue Dachtarif im zweiten Schritt flächendeckend, also auch am Start der Fahrt umgesetzt sein. Für Fahrten innerhalb der Verbünde ändert sich nichts. Dort werden die jeweiligen Tarife auch weiterhin gelten. Zunächst soll mit Einzel- und Rückfahrscheinen gestartet werden, bevor dann in einer zweiten Stufe bis Ende 2021 alle üblichen Tarifangebote des BW-Tarifs (Tageskarten, Wochen-, Monats- und Jahreskarten usw.) angeboten werden. 

Neben dem Land (44 Prozent) und dem Verband Region Stuttgart (5 Prozent) als die beiden gesetzlichen Aufgabenträger für Schienenverkehre im Land, sind in der neuen Gesellschaft auch Verkehrsunternehmen (51 Prozent) zusammengeschlossen, die verbundüberschreitende  Schienenverkehre anbieten. Nach den Vorstellungen des Landes soll sich der Tarif selber tragen. Wichtig ist den Regionalpolitikern, dass die Finanzierung des Landestarifs nicht zu Lasten der Region geht. Mögliche wirtschaftliche Nachteile für die Verkehrsunternehmen bei der Einführung des Landestarifs sollen durch das Land ausgeglichen werden. Weil der BW-Tarif Einfluss auf die Fahrgeldeinnahmen hat und auch in der S-Bahn Stuttgart gilt, ist es wichtig, dass der Verband Region Stuttgart in der GmbH angemessen beteiligt ist. Er wird über einen Sitz im Aufsichtsrat verfügen, der von Dr. Jürgen Wurmthaler eingenommen werden wird.  

Die Verbünde sind in die Organisation des BW-Tarifs über einen Kooperationsvertrag eingebunden, sind aber nicht an der Gesellschaft unmittelbar beteiligt.

Pressemitteilung (als pdf-Datei)