Attraktivität der Region Stuttgart erhalten

Statistisches Landesamt und Pestel-Untersuchung liegen um 500 Einwohner pro Jahr auseinander

STUTTGART: „Die Ergebnisse der regionalisierten Bevölkerungsvorausrechnung des Statistischen Landesamtes sind nahezu deckungsgleich mit unseren Annahmen über die Bevölkerungsentwicklung der Region Stuttgart“, hat Regionaldirektor Dr. Bernd Steinacher heute die Prognose des Landes kommentiert. „Wir dürfen die Augen vor einer möglichen, leicht rückläufigen Bevölkerung in der Region Stuttgart nicht mehr verschließen“, sagte er weiter.

„Optimierte Planung“ notwendig

Wichtig sei es nun, die richtigen Konsequenzen daraus und aus der älter werdenden Bevölkerung zu ziehen, um die Attraktivität des Standorts Region Stuttgart für Arbeitskräfte und Bevölkerung zu erhalten. Angesichts der laufenden Aktualisierung des Regionalplans sei eine „optimierte Planung“ notwendig. „Insbesondere beim Wohnungsbau müssen wir alle Chancen der Innenentwicklung und der Anbindung an vorhandene Infrastruktur nutzen“, so Dr. Steinacher. Eine künftige Angebotsplanung für Arbeiten, Wohnen und Verkehr müsse sich verstärkt an den Entwicklungsachsen und in den Zentralen Orten konzentrieren.

Im Jahr 2025 wird die Region Stuttgart nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes 2.630.800 Einwohner haben. Auf 2.620.435 Einwohner, also gerade mal 10.365 Einwohner weniger, kommt die vom Verband Region Stuttgart vor gut einem Jahr vorgelegte „Modellrechnung zur Zukunft von Leben, Wohnen und Arbeiten in der Region Stuttgart“ des Pestel-Instituts Hannover. Während das Statistische Landesamt einen Rückgang der Bevölkerung in der Region Stuttgart um 1,4 Prozent vorhersagt, geht der Verband Region Stuttgart von minus 1,78 Prozent aus. Umgerechnet auf 20 Jahre bedeutet dies eine Differenz der beiden Vorausrechnungen von jährlich 500 Personen.

Dr. Meister-Scheufelen im Planungsausschuss

Die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, Dr. Gisela Meister-Scheufelen, wird die Mitglieder des Planungsausschusses am Mittwoch, 7. März über die regionalisierte Bevölkerungsvorausrechnung informieren.