Bekenntnis zur regionalen Kulturarbeit

Region fördert Jahresprojekt „Zukunftsmusik“ der KulturRegion und der Musik der Jahrhunderte Stuttgart e. V.

STUTTGART: Der Verband Region Stuttgart hat sich im Wirtschaftsausschuss heute zur KulturRegion bekannt. Auf welcher organisatorischen Grundlage die KulturRegion nach dem Austritt der Stadt Stuttgart weiterarbeitet, solle in den nächsten Monaten geklärt werden, sagte der Vorsitzende Christof Bolay. Es sei schlecht vorstellbar, „so weiter zu machen wie bisher“, sagte er und stellte „ein tragfähiges Konzept“ in Aussicht. Die Stadt Stuttgart hatte ihre Mitgliedschaft zum Ende des Jahres 2011 gekündigt.

„Zukunftsmusik 2010“ - neue musikalische Welten

Unabhängig davon, wie die KulturRegion ab 2011 organisiert sein wird, bewilligten die Regionalräte heute einstimmig einen Zuschuss von 40.000 Euro für das Jahresprojekt 2010 „Zukunftsmusik“ – ein Festival für innovative Musik in der Region Stuttgart. Von 1. bis 10. Oktober 2010 werden in zwölf Städten der Region Stuttgart eigens komponierte Werke aufgeführt. „Die Menschen werden einbezogen“, so Christine Fischer, Intendantin Musik der Jahrhunderte Stuttgart e.V., aus. Auch die lokalen Gegebenheiten würden bei den Kompositionen berücksichtigt. Das Festival möchte das Publikum in neue musikalische Welten entführen.

Werner Spec unterstützte für die CDU das Ansinnen, die KulturRegion Stuttgart auf neue Beine zu stellen. „Es wäre wünschenswert, wenn der Zukunftsmusik 2010 nicht die Endzeitstimmung folgen würde“, unterstrich er der die grundsätzliche Bedeutung der Kulturarbeit in der Region.

„Wir sollten versuchen, den Laden zusammenzuhalten“, brachte es Dr. Jürgen Zieger auf den Punkt. Professionelle Organisationsstrukturen für die KulturRegion seien auch in Zukunft notwendig, in welcher Art sei noch offen.

Andreas Hesky (Freie Wähler) machte deutlich: „Wir sind froh, dass das scheinbare Beben durch den Austritt Stuttgarts nicht eingetreten ist.“ Der notwendige Kurswechsel werde vorgenommen.

Auch Michael Lateier (Grüne) und Gabriele Reich-Gutjahr (FDP) sprachen sich dafür aus, die regionale Kulturarbeit fortzusetzen. Friedhelm Hoffmann (Linke) begrüßte die „Zukunftsmusik“ als „sehr gelungenes Nischenprojekt“. Ulrich Deuschle (Republikaner) kritisierte, dass die Interessen kleinerer Orte beim Projekt nicht ausreichend vertreten seien. Kleinere Kommunen könnten sich laut Christine Fischer noch beteiligen.

In folgenden Städten wird es Veranstaltungen des Festivals „Zukunftsmusik“ geben: Backnang, Ditzingen, Esslingen am Neckar, Göppingen, Leonberg, Ludwigsburg, Ostfildern, Rechberghausen, Remseck am Neckar, Schwäbisch Gmünd, Stuttgart und Waiblingen.