Für flexible und verständlichere VVS-Tarife

S-Bahn-Kurzstreckenticket bleibt auf der Tagesordnung – VVS prüft flexible Tageskarte und Mitnahmemöglichkeiten

STUTTGART: Mit großem Bedauern hat der Verkehrsausschuss heute darauf reagiert, dass der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) lediglich zwei Verbesserungsvorschläge der Region zum VVS-Tarif weiter untersucht. Geprüft werden soll eine flexible Tageskarte und Mitnahmemöglichkeiten für Inhaber von Wochen- Monats,- oder Jahreskarten.

Obwohl im VVS-Tarifausschuss momentan nicht mehrheitsfähig, solle ein Kurzstreckenticket nicht nur wie derzeit in Bussen und Stadtbahnen, sondern auch in S-Bahnen gelten. Spätestens, wenn der derzeitige Signalpreis von einem Euro erhöht werde, müsse ein S-Bahn-Kurzstreckenticket erneut überdacht werden, so Regionaldirektor Dr. Bernd Steinacher. Der Verband Region Stuttgart hat mit seinen im letzten Jahr unterbreiteten Vorschlägen das Ziel verfolgt, die Tarife möglichst einfach und verständlich zu gestalten. Dazu zählte auch der Antrag an den VVS, die heutige Einteilung der Tarifzonen zu vereinfachen.

Rainer Ganske (CDU) vermutete, dass die regionalen Anregungen nicht in aller Tiefe untersucht worden seien. Er sprach sich für ein Kurzstrecken-Ticket der S-Bahn aus. Dieses könne dazu beitragen, aus sporadischen Fahrgästen Dauerkunden zu machen. Auch nach Auffassung von Thomas Leipnitz (SPD) sei die Mehrheit im Tarifausschuss nicht bereit gewesen, neue Wege zu beschreiten. Das Thema S-Bahn-Kurzstreckenticket sei noch nicht vom Tisch. Auch eine neue Tarifzoneneinteilung sei noch nicht erledigt.