Logistik in der Region Stuttgart - Basis wirtschaftlichen Erfolgs

Verband Region Stuttgart unterstreicht die Bedeutung der Logistik in der Region

Ohne sie stehen die Produktionsbänder still und die Regale sind leer: Die Logistikbranche als unentbehrliches Zahnrad der regionalen Wirtschaft stand heute im Mittelpunkt des regionalen Wirtschaftsausschusses. Dabei wurde der Wunsch der Fraktionen deutlich, zur Sicherung des Waren- und Güterflusses in der Region Stuttgart weiter intensiv mit den Kommunen zusammenzuarbeiten. Zentrales Thema war vor allem die Ansiedlung von Logistikbetrieben an geeigneten Standorten.

"Unsere ausdifferenzierte und exportorientierte Wirtschaft in der Region Stuttgart benötigt eine optimale Infrastruktur für Logistik", meinte Regionaldirektorin Jeannette Wopperer. Die Region ist hierfür bereits mit zahlreichen etablierten Logistikknoten gut aufgestellt. So stehen zum Beispiel in Kornwestheim und in den Häfen Stuttgart und Plochingen leistungsfähige Standorte an der Schnittstelle Schiene-Straße bzw. Wasserstraße zur Verfügung. Mit Kornwestheim, Bondorf, Sachsenheim und Kirchheim u.T. benennt der Regionalplan vier Standorte mit Flächenangeboten für Logistikbetriebe. Werner Bächle, Wirtschaftsexperte beim Verband Region Stuttgart, schlug vor, "zusammen mit den Kommunen Lösungen zu erarbeiten, wo und wie sich weitere Logistik-Betriebe bei Bedarf sinnvoll niederlassen können. Sinnvoll vor allem in Bezug auf Erreichbarkeit, Betriebszeiten, Verkehrsanbindung und verfügbaren, bezahlbaren Flächen, aber auch hinsichtlich der Auswirkungen auf die umliegenden Städte und Gemeinden. Das geht nicht ohne Kompromisse bei allen Beteiligten."

Der regionale Wirtschaftsausschuss sprach sich dafür aus, vor Ort für mehr Verständnis für die Logistikbranche zu werben und über die Chancen eines Logistikstandortes wie beispielsweise weitere, hochwertige Gewerbeansiedlungen und zukunftssichere Arbeitsplätze zu informieren. Zudem soll die Unterstützung ansiedlungswilliger Betriebe bei ihrer Standortsuche durch den Verband Region Stuttgart und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart als Impulsgeber fortgesetzt werden.

"Eine Treiberrolle" wünschte sich Werner Spec (CDU) für den Verband Region Stuttgart und die regionale Wirtschaftsförderung, um in der Vernetzung mit anderen Akteuren weiter an der Entwicklung der Logistikbranche in der Region zu arbeiten. Dr. Jürgen Zieger (SPD) sieht die Logistik in der Region gut funktionsfähig. Daher solle man "den Städten und Gemeinden weiterhin beratend zur Seite stehen, geeignete Flächen zu entwickeln." Andreas Hesky (Freie Wähler) überlegte, ob es zusätzlich zu den im Regionalplan bereits ausgewiesenen Logistikflächen noch weitere geeignete Flächen in der Region gebe. Die strategische Bedeutung der Schiene im Güterverkehr für die Umwelt hob Michael Lateier (GRÜNE) hervor.

Nach Erhebung des Wirtschaftsministeriums üben derzeit ca. 60.000 Personen in der Region Stuttgart Tätigkeiten in der Logistik aus; das sind annähernd so viele wie im Maschinenbau. Für Regionaldirektorin Jeannette Wopperer ist es daher wichtig, überholte Vorstellungen an die Realität anzupassen: "Die Logistik hat sich mit den internationalen Anforderungen gewandelt und ist heute eine hoch spezialisierte Branche. Sie bietet Beschäftigungsmöglichkeiten sowohl für hoch wie auch für gering qualifizierte Arbeitnehmer und sorgt so für ein gesichertes Einkommen für viele Bevölkerungsschichten. Solche Branchen brauchen wir in der Region Stuttgart."

Mittwoch, 9. Juni 2010/hö