Masterplan Landschaftspark Rems vorgestellt

Verband Region Stuttgart erarbeitet mit Partnern Leitlinien für die zukünftige „grüne Infrastruktur“ im Remstal

15 Städte und Gemeinden aus der Region Stuttgart und der Nachbarregion Ostwürttemberg haben unter der Federführung des Verbands Region Stuttgart ein Konzept für den Landschaftspark entlang der Rems erarbeitet – den Masterplan Landschaftspark Rems. Die Eigenart des Masterplans stellte Dr. Steinacher bei der Vorstellung im Planungsausschuss dar: „Der Ansatz ist beteiligungs- und anwendungsorientiert. Er soll in eine Politik der Spatenstiche münden“.

Der Masterplan bietet die Chance, die Rems zu gestalten und mit der Entwicklung von Natur und Landschaft den Wohn- und Arbeitsstandort Remstal zu stärken. Weitere Ziele des Masterplans sind die Stärkung des Tourismus und die Rems ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken.

Erfreulich ist die positive Resonanz und Mitarbeit der Remstal-Kommunen, die sich ein auf ihre eigene Tradition bezogenes Bild gegeben haben. Der beauftragte Landschaftsarchitekt Johann Senner skizzierte die Projekte entlang des gesamten Flusslaufs, der nahezu vollständig von der Quelle bis zur Mündung planerisch bearbeitet werden konnte. Im Vordergrund steht aber nicht alleine die Planung, sondern die Umsetzung konkreter Projekte.

Konkrete Projekte umsetzen Jede der beteiligten Kommunen plant die Umsetzung eines konkreten Starterprojekts, einige sind sogar schon im Entstehen oder umgesetzt. Ideen sind Landmarken zur Betonung besonderer Orte, Aussichtsplattformen oder Rast- und Spielplätze an der Rems. Hierfür können die Städte und Gemeinden 50 Prozent Co-Finanzierungsmittel des Verbands Region Stuttgart beantragen. Hinzu sollen interkommunale Projekte kommen, die die gemeinsame Identität des Remstales fördern und die Freiräume aufwerten können. Die neue Remstal-Radroute als durchgängiger Radweg ist eines der Projekte, das den Landschaftsraum erlebbar machen soll. Zukünftig soll der Radfahrer von der Mündung bis zur Quelle entlang der Rems fahren, ohne durch Gewerbegebiete geführt zu werden und ohne Umwege in Kauf nehmen zu müssen. Mit der Erweiterung und Ausschilderung der Remstal-Radroute konnte bereits im laufenden Jahr 2007 begonnen werden. Für die Kommunalpolitik soll der Landschaftspark auch zukünftig ein Thema bleiben, angedacht ist eine „Regionale“, die 2016 als dezentrale Gartenschau stattfinden könnte.

Renate Seibold-Völker (SPD) betonte die guten Ansätze, die Kulturlandschaft attraktiver und erlebbarer zu machen. Sie begrüßte die überregionale Zusammenarbeit.

Für die CDU-Fraktion hob Udo Goldmann die identitätsstiftende und überörtliche Wirkung des Masterplans hervor. Erfreut zeigte er sich über die überregionale Kooperation mit vielen Partnern auch aus der Nachbarregion Ostwürttemberg.

„Passende Vorschläge für das Remstal und eine positive Beteiligungskultur“ standen für Margit Riedingers Zustimmung für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Neben der wirtschaftlichen Bedeutung der Region stehe auch ein großes landschaftliches Potenzial, betonte Axel Ebert (Republikaner).

Mittwoch,7. November 2007, cg