Mit Bus oder Teckbahn zur S 1 nach Kirchheim

S 1 - Verlängerung verläuft planmäßig - Bus/Schienen Konzept sichert Anschluss der Kleinen Teckbahn

STUTTGART: Der Bau der S-Bahn-Verlängerung von Plochingen nach Kirchheim/Teck geht planmäßig voran. „Nach Aussage der Bahn kann der Betrieb der S 1 nach Kirchheim/Teck wie geplant Ende des Jahres aufgenommen werden“, sagte Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler heute im Verkehrsausschuss.

Der Fahrplan der Kleinen Teckbahn (Kirchheim/Teck – Oberlenningen), die heute im Stundentakt unterwegs ist, soll mit einem Bus/Schienen-Konzept auf den Halbstundentakt der S 1 abgestimmt werden. „Damit ist gewährleistet, dass jede S-Bahn mit einem Bus oder der Teckbahn angebunden ist“, so Dr. Wurmthaler. Der Verkehrsausschuss hat heute einstimmig beschlossen, sich an einer Bus/Schienen-Lösung auf der Kleinen Teckbahn zu beteiligen. Wie hoch der finanzielle Anteil der Region sein wird, soll jetzt mit den Städten und Gemeinden an der Strecke geklärt werden.

Zusätzlich zu der Taktverdichtung verkehren – wie bereits heute schon - Busse am Vormittag, genauer in der Taktlücke, in der wegen des Güterverkehrs kein Personenverkehr auf der Schiene möglich ist. Damit wird der Anschluss an die S 1 sichergestellt. Da der heutige Schülerzug an die Grenzen seiner Kapazität stoßen wird, sollen künftig zusätzliche Busse im Lenninger Tal fahren. Ebenfalls neu ist eine direkte Busverbindung für Schülerinnen und Schüler zwischen Owen und Nürtingen – eine Hinfahrt und zwei Rückfahrten am Nachmittag.

Da mittelfristig kein Halbstundentakt auf der Schiene möglich sein wird, dies würde einen kostenintensiven Ausbau der Infrastruktur auf der Kleinen Teckbahn erfordern, lässt der Verband Region Stuttgart zusammen mit den Städten und Gemeinden untersuchen, welche anderen Verbesserungen der Infrastruktur sinnvoll und machbar wären. Ziel ist es, an Werktagen einen durchgängigen Stundentakt zu fahren, ohne dabei dem Güterverkehr in die Quere zu kommen. Andererseits sollen die Fahrtzeiten auf der Kleinen Teckbahn weiter verkürzt werden. Ein erster Schritt dahin ist die Erneuerung von Schienenschwellen und Schotter, die nach Angaben der DB Netz AG im Jahr 2010 erfolgen soll.

Zustimmung der Fraktionen

Die Bus/Schienen-Lösung stelle ein „schlüssiges Konzept“ dar, begrüßte Rainer Ganske (CDU) den Kompromiss. Helmut Staiger (AUF) sprach für die SPD-Fraktion von einer „besten Lösung unter den gegebenen Umständen“. Zustimmung auch von Alfred Bachofer (Freie Wähler): „Es handelt sich um eine sinnvolle Optimierung als adäquate Lösung“. Leise Zweifel äußerte Hans-Peter Kleemann (Grüne): „Mit Sorge sehen wir, dass außen liegende Strecken schlechter angebunden werden.“