Region bekräftigt Bedenken zum Luftreinhalteplan

Verlängerung des Busfahrstreifens am Neckartor und streckenbezogene Fahrverbote weiterhin abgelehnt. Verlagerung des Verkehrs auf andere Strecken und unabsehbare Folgen für das Verkehrsgeschehen befürchtet.

Der Verkehrsausschuss der Region Stuttgart hat in seiner heutigen Sitzung erneut Bedenken gegen den Lufteihalteplan für die Stadt Stuttgart geäußert. In der Stellungnahme vom Oktober 2018, die sich unter anderem auf die Verlängerung des Busfahrstreifens am Neckartor (Willy-Brandt-Straße bis Kreuzung am Neckartor/Heilmannstraße) bezog, wurden weitere Untersuchungen gefordert, die auch das aktuelle Gutachten nicht zufriedenstellend liefert.

So konnte beispielsweise die Frage, wie die im Gutachten als Voraussetzung für die Verlängerung des Busfahrstreifens unterstellte Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs bis Anfang Juni erreicht werden soll, nicht zufriedenstellend beantwortet werden. Zudem müssten vor der Realisierung der Busspur wie im Gutachten selbst gefordert eine Erhebung aktueller Verkehrszahlen und eine erneute Prüfung der Situation erfolgen. Aus Sicht der Region ist bei Einrichtung eines Busfahrstreifens mit massiven Rückstaubildungen und nicht absehbaren Folgen für den Kern der Region zurechnen.

Auch ein temporäres streckenbezogenes Verkehrsverbot für Dieselfahrzeuge unterhalb der Abgasnorm 6 auf der B14 zwischen der ADAC-Kreuzung und der Kreuzung Am Neckartor/Heilmannstraße ist nicht zustimmungsfähig. Hauptgrund ist die Verkehrsverdrängung auf dafür ungeeignete Straßen. Dadurch käme es mutmaßlich zu einer Zunahme der Streckenlänge mit Überschreitung des NO2-Jahresmittelgrenzwertes und gleichzeitig sehr geringer Reduzierung der NO2-Belastung am Neckartor. Darüber hinaus gibt es noch keine Informationen wie ein streckenbezogenes Fahrverbot ohne erhebliche Störungen des fließenden Verkehrs überwacht werden kann.

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