Regionale Kofinanzierung Wirtschaft und Tourismus als Sprungbrett für vernetzte Projekte

Wettbewerb 2020 zeigt sich erneut innovativ und interkommunal

Seit 2014 schiebt der Verband Region Stuttgart mit dem „Programm zur Kofinanzierung regionaler Modellprojekte und Kooperationen im Bereich Wirtschaft und Tourismus“ interkommunale, innovative Vorhaben von Kommunen und kommunalen Einrichtungen an. Übernommen werden jeweils bis zu 50 Prozent der Projektkosten. 350.000 Euro stehen jährlich insgesamt zur Verfügung. Nachdem die Mittel im vergangenen Jahr nicht vollständig ausgeschöpft wurden, können in dieser Wettbewerbsrunde 389.750 Euro vergeben werden. In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung erhielten einstimmig vier Projekte den Zuschlag. 2020 waren die Anträge gleichmäßig auf Wirtschaft und Tourismus verteilt. Der Aspekt der Digitalisierung ist inzwischen Bestandteil fast aller beantragten und aller in diesem Jahr erfolgreichen Projekte. Eine Kofinanzierung von 110.798 Euro erhält die Initiative „Wirtschaftsförderung 4.0 – digitale Tools und Netzwerke im Standortmarketing“ der Städte Esslingen und Filderstadt. Das bisherige Standortmarketing soll durch digitale Tools, darunter eine „Digitale Pinnwand“ oder digitales „Speed Dating“ für Gründer und KMUs erweitert werden, um Unternehmen besser zu vernetzen und bei Gründungs- und Innovationstätigkeiten und Unternehmensnachfolge zu unterstützen.

Ein Netzwerk aus „Lauschpunkten“ wird zunächst über den Altstädten von Besigheim, Bietigheim-Bissingen und Bönnigheim, später auch entlang von Landschaftstouren gespannt. Es sorgt dafür, dass die Besucher über eine kostenlose App auf ihrem Endgerät die Informationen und Geschichten über Architektur, Natur, Menschen und die Besonderheiten des Orts umfassend und unterhaltsam informiert werden. Das „ansprechende“ Konzept soll auch auf Touren in der Landschaft des 3B-Landes mit seinen 10 Kommunen ausgeweitet werden und wird mit 24.167 Euro kofinanziert.
Auch das zweite Projekt aus dem Themenfeld Tourismus soll Interesse wecken und den Zulauf zu Highlights in der Region Stuttgart wie Museen oder Freizeiteinrichtungen steigern: Eine RegioCard für Stuttgart und Region. Wer sie erwirbt, bekommt damit die Möglichkeit für je einen Besuch in jeder der beteiligten Einrichtungen innerhalb von 365 Tagen ohne zusätzliche Eintrittszahlung. Damit sollen vor allem für Einheimische Anreize für Erst- und natürlich auch vermehrte Folgebesuche geschaffen werden. Für das Projekt wird mit 209.984 Euro die aktuell höchste Kofinanzierung geleistet.
Mit einer Kofinanzierung von 100.200 Euro wird das Projekt „InWert“ (Integrative Weiterentwicklung von Regionalvermarktung inklusive Transporte im Programm HEIMAT) unterstützt. Ziel des Projekts ist, vorhandene Ansätze wie die Marke „HEIMAT-nichts schmeckt näher“ mit konsequent auf Regionalität ausgerichteter Produktion, Vermarktung, Vertrieb sowie umweltschonendem und wirtschaftlichem Transport weiterzuentwickeln und dauerhaft wirtschaftlich tragfähige Strukturen dafür zu schaffen. Dafür soll auch eine professionelle Managementstruktur geschaffen werden.

Seit Beginn des Kofinanzierungsprogramms wurden 27 Projekte umgesetzt. Im Bereich Wirtschaft ermöglicht es das Programm auch, interkommunale Stellen für Wirtschafts- und Tourismusförderung für bis zu drei Jahre zu bezuschussen. Mit den seit 2014 eingesetzten Mitteln von 1,9 Millionen Euro konnten Investitionen in Höhe von 4,8 Millionen Euro ausgelöst werden. 14 Projekte, deren Kofinanzierungszeitraum bereits abgeschlossen ist, werden seither von den Projektantragsstellern finanziell eigenständig weitergeführt.

Die Presseinformation als PDF-Download
Kurzübersicht kofinanzierte Projekte 2020 als PDF-Download