S 60: Zweiter Abschnitt genehmigt

Baugenehmigung für den Bereich Sindelfingen liegt vor

Gemeinsame Pressemitteilung von Verband Region Stuttgart und der Deutschen Bahn AG

Der Bau der neuen S-Bahn-Linie S 60 zwischen Böblingen und Renningen geht planmäßig voran. „Wir haben diese Woche den Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahnbundesamtes für den zweiten Bauabschnitt ‚Sindelfingen’ erhalten“, teilten Regionaldirektor Dr. Bernd Steinacher vom Verband Region Stuttgart und Peter Wer, Projektleiter von DB Projektbau, heute mit.

Mit dem nun vorliegenden Beschluss sind die planrechtlichen Grundlagen für ein zweites Gleis zwischen dem umgebauten Bahnhof Sindelfingen und der nördlichen Stadtgrenze geschaffen. Zusammen mit den neuen Stationen Maichingen und Maichingen-Nord wird dadurch die viertgrößte Stadt in der Region mit ihren Arbeitsplatzschwerpunkten an das S-Bahn-Netz angeschlossen.

Nachdem der erste Bauabschnitt im Bahnhof Böblingen Ende März abgeschlossen worden war, können nun im Herbst die Bauarbeiten im zweiten Bauabschnitt im Bahnhof Sindelfingen und in Maichingen starten. Dafür wird es in Kürze ein Ausschreibungsverfahren mit einem Volumen von 40 Millionen Euro geben. Zum Umfang des Bauabschnittes zählen Umbauten im Bahnhof Sindelfingen zur Trennung von Rangiergleisen und Durchfahrgleisen, die Erweiterung und Ersatz von fünf Eisenbahnüberführungen in Maichingen, der Neubau einer Personenunterführung am künftigen Haltepunkt Maichingen sowie der Einbau Lärm- und Erschütterungsschutz. Hauptarbeiten im nächsten Jahr Für die Hauptarbeiten des zweiten Abschnitts würde die Strecke zwischen Sindelfingen und Renningen von April bis September 2008 gesperrt, kündigte Dr. Christoph Kessler-Kramer an. Dort wo heute täglich etwa 40 Güterzüge fahren würden dann in Teilabschnitten Betontröge als Erschütterungsschutz unter die Güter- und S-Bahngleise eingebaut und entlang der Strecke Lärmschutzwände errichtet.

Mit der Baugenehmigung für den dritten und letzten Bauabschnitt der S 60 von Magstadt/Renningen werde im Herbst 2007 gerechnet, so Dr. Bernd Steinacher für den Projektträger und Dr. Christoph Kessler-Kramer für die Bauherrin. Die ersten S-Bahn-Züge sollen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 fahren.

Bei der S 60 handelt es sich um die erste Tangential-Strecke im S-Bahn-Netz der Region Stuttgart. Die Gesamtkosten des Ausbaus liegen bei gut 120 Millionen Euro, davon 105 Millionen Euro Baukosten. Die Baukosten teilen sich der Bund (60 Prozent), das Land Baden-Württemberg (25 Prozent) und der Verband Region Stuttgart (15 Prozent), der auch die Planungskosten zu 100 Prozent übernimmt. Ansprechpartnerinnen: Ursula Eickhoff (Deutsche Bahn AG), Tel.-Nr. (0711) 2092-3498 Dorothee Lang (Verband Region Stuttgart), Tel.-Nr. (0711) 2 27 59-15