Unterstützung für Stuttgarter Staatstheater aus Programm „Modellregion für nachhaltige Mobilität“

Kofinanzierung für eine nachhaltige betriebliche Mobilitätsstrategie

Die Staatstheater Stuttgart haben eine betriebliche Mobilitätsstrategie erarbeitet und setzen diese nun sukzessive um. Sie zielt darauf ab, den Fuhrpark von Verbrennungsantrieben auf Elektroantrieb umzustellen, zusätzliche Lasten-Pedelecs anzuschaffen, um sie für Kleintransporte einzusetzen, Dienstfahrten vermehrt vom Auto auf den öffentlichen Personennahverkehr und das Fahrrad zu verlagern sowie bei der Belegschaft noch stärkere Anreize für die Nutzung des Jobtickets zu setzen. Die Ladeinfrastruktur wird ausgebaut und es sollen noch mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden. Zur Umsetzung des Projekts hatten sich die Staatstheater Stuttgart um Kofinanzierungsmittel des Verbands Region Stuttgart aus dem Programm „Modellregion für nachhaltige Mobilität“ beworben. Dieser Antrag wurde mit Mitteln in Höhe von 59.750 Euro bewilligt. Das Kofinanzierungsrogramm wurde 2012 ins Leben gerufen und hat ein Gesamtvolumen von 7,5 Millionen Euro. Seither wurden mit regionaler Unterstützung 24 Projekte von Kommunen, Unternehmen oder Organisationen erfolgreich umgesetzt. Thomas S. Bopp, Verbandsvorsitzender des Verbands Region Stuttgart, betonte bei der Vorstellung der kofinanzierten Fahrzeuge der Staatstheater: „Wir hoffen, dass dieses Projekt in der Region und darüber hinaus Nachahmer findet, denn es zeigt, wie einfach es für Theaterhäuser, aber auch andere Institutionen sein kann, einen Beitrag zur Reduzierung von Schadstoffen und Lärm zu leisten.“

Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant: „Die Staatstheater Stuttgart haben aufgrund ihrer Verortung im Herzen des Kulturquartiers, der baulichen Situation im Stadtzentrum und der verkehrlichen Realität schon vor zwei Jahren begonnen, ein nachhaltiges Mobilitätskonzept zu entwickeln. Dies wird nun Schritt für Schritt umgesetzt. Der Verband der Region Stuttgart hat mit dem Programm „Modellregion für nachhaltige Mobilität“ und dem Prinzip der Kofinanzierung ein sehr kluges, da systemisches, Instrument geschaffen. Wir haben uns mit unseren Mobilitätserfordernissen dort sofort wiedergefunden und uns beworben. Ich danke dem Verband der Region Stuttgart sehr, dass wir bei der Förderung berücksichtigt worden sind. Das ist ein guter Beginn, unseren gesamten Fuhrpark Schritt für Schritt auf Nachhaltigkeit umzustellen.“

Die Staatstheater Stuttgart haben 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und stellen die Bühnendekorationen und Kostüme für jede Neuproduktion im Ballett, in der Oper und im Schauspiel in eigenen Werkstätten her. Zwischen dem Probenzentrum im Nord am Löwentor, dem Zentrallager an der Alten Zuckerfabrik in Bad Cannstatt und den  zentral im Oberen Schlossgarten gelegenen Spielstätten Opernhaus und Schauspielhaus sowie dem Kammertheater im Gebäude der Neuen Staatsgalerie gibt es ganz unterschiedliche Transporterfordernisse. Hendriks weiter: „Mit der Neukonzeption können wir die aktuellen Transporterfordernisse nun nachhaltig und klimafreundlich erfüllen. Dazu gehört auch die Einrichtung der notwendigen Ladeinfrastruktur. Außerdem möchten wir noch mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewegen, für den Weg zur Arbeit und nach Hause auf das Fahrrad umzusteigen oder sich für das günstige Jobticket zu entscheiden. Ein Lasten-Pedelec, das wir bereits vor drei Jahren selbst finanziert haben, hat sich so gut bewährt, dass wir zwei weitere im Frühjahr aus Mitteln der Projektförderung anschaffen werden.“

Pressebilder vom Vor-Ort-Termin zum Download: https://cloud.staatstheater-stuttgart.de/public/download-shares/zUVno3ZukFosfkSC5v9jp4fjZxn13Gum

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