Zweites Gleis der Wendlinger Kurve eröffnet die Option für den Ausbau der S-Bahn vom Flughafen in Richtung Kirchheim

Zumeldung zur Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg: Region befürwortet Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für das zweite Gleis der Wendlinger Kurve

Der baden-württembergische Landesverkehrsminister Winfried Hermann (MdL) und der Vorstand für Infrastruktur der Deutschen Bahn AG, Ronald Pofalla, haben heute den Finanzierungsvertrag für das zweite Gleis der Wendlinger Kurve unterzeichnet. Damit entsteht an der Schnittstelle zwischen der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm und der Neckartalbahn in Richtung Reutlingen/Tübingen die sogenannte Große Wendlinger Kurve.

„Die Große Wendlinger Kurve ist schon lange im Regionalplan verankert und Ziel der Regionalplanung“, betonte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. Durch die konkrete Ausführung werden einerseits Planungsüberlegungen des Verband Region Stuttgart einer S-Bahn-Verlängerung vom Flughafen in Richtung Kirchheim baulich offengehalten. Und - aufgrund der entstehenden Zweigleisigkeit verbessert und flexibilisiert sich das Angebot in Richtung Nürtingen: Im Falle einer S-Bahnverlängerung nach Nürtingen könnten die S-Bahnfahrgäste dann in die Metropolexpresszüge umsteigen. Der Verband Region Stuttgart, zuständig für den S-Bahn-Verkehr in der Region, gibt vor, in welchem Takt die S-Bahn rollt und kümmert sich um die Finanzierung. In dieser Funktion verfolgt er das Ziel, das Angebot in der Region kontinuierlich zu verbessern und zu steigern. Daher wurde bereits im Januar von der Regionalversammlung eine finanzielle Beteiligung des Verbands am Ausbau der Großen Wendlinger Kurve in der Höhe von maximal 12,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Voraussetzung hierfür sei aber eine gleichwertige Beteiligung der Region Neckar-Alb.  In derselben Sitzung wurde zudem die Beschaffung von 58 weiteren S-Bahn-Zügen sowie die finanzielle Beteiligung an der Digitalisierung des Schienenknotens beschlossen. Das Land beteiligt sich mit einer Kofinanzierung der Fahrzeuge und durch die Erhöhung der Regionalisierungsmittel um 0,8 Prozent an dieser Investition für die Zukunft.

Mit Hilfe von ETCS, einem europaweit standardisierten, digitalen Zugbeeinflussungssystem soll die Digitalisierung der Schiene gelingen. ETCS ermöglicht höherer Geschwindigkeiten und eine kürzere Zugfolge bei der S-Bahn. Daraus ergeben sich zeitliche Puffer, die für den Abbau von Verspätungen im bestehenden Fahrplan oder auch für längere Haltezeiten genutzt werden können – alternativ auch für bis zu 20 Prozent mehr Kapazität mit zusätzlichen S-Bahn-Fahrten.

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