RegioRadStuttgart wird weiter ausgebaut

2022 ist RegioRadStuttgart erneut gewachsen – Verbesserte Tarife, einfachere Ausleihe und mehr Stationen in der gesamten Region

Der Verband Region Stuttgart unterstützt die Weiterentwicklung von RegioRadStuttgart. Im Verkehrsausschuss am Mittwoch informierten Ralf Maier-Geißer, Gesamtkoordinator von RegioRadStuttgart und die regionale RegioRadStuttgart-Beauftrage Lena Wenninger über vergangene und zukünftige Planungen des regionsweiten und interkommunalen Fahrrad- und Pedelecverleihsystems. Mit mehr als 50 beteiligten Städten und Gemeinden bietet das RegioRadStuttgart ein bundesweit einmaliges und nahezu flächendeckendes regionsweites Verleihsystem. Das Förderprogramm „Zwei für eine“ hat maßgeblich zum Ausbau in der Region und Verdichtung des Stationsnetzes beigetragen. Seit Jahresbeginn 2021 wurden über 60 weitere Stationen errichtet.

Angebotsausbau und Verbesserungen

Insgesamt ist RegioRadStuttgart mit 252 Stationen und 1.700 Fahrrädern und Pedelecs in der Region und über ihre Grenzen hinaus vertreten. Mit 700 Pedelecs und 35 Lastenpedelecs sowie den über 50 beteiligten Kommunen sticht das Angebot deutschlandweit hervor. Bis Mai 2023 werden weitere Stationen zur Verfügung stehen und u.a. in sechs neuen Kommunen verfügbar sein, wodurch die Nutzung noch flexibler wird. Neben den Kommunen sind auch Landkreise, Universitäten und weitere Kooperationspartner Teil von RegioRadStuttgart.

Der Verband Region Stuttgart fördert seit 2020 das öffentliche Verleihsystem mit dem Programm „Zwei für eine“. Mit dem Ansatz „ergänzen, verdichten, erweitern“ wurde die Kofinanzierung bis zu 50 % von 57 neuen Stationen beschlossen. Ergänzend werden die Stationen an Bahnhöfen schrittweise besser ausgeschildert. Durch einheitlich Hinweise auf dem Weg zu den Stationen wird der Umstieg erleichtert. Neben der Fahrt zu Arbeit und Erledigungen werden die RegioRäder und Pedelecs zunehmend für Freizeittouren und Ausflüge am Wochenende genutzt. Für Teamevents, kommunale Aktivitäten oder Veranstaltungen bietet das System ein attraktives Angebot und wird verstärkt nachgefragt. Auch die 15 Freiminuten bei Pedelecfahrten für polygoCard-Inhaber werden gut angenommen. Zwischen Mai und Juli 2022 stellte der Verband außerdem dem Verein „Bike Bridge e. V.“ in Ludwigsburg RegioRäder für einen Fahrradkurs für Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung zur Verfügung.

Entwicklung der Ausleihzahlen und Kapazitäten

Seit Juli 2022 vereinfacht ein neues System und Tarifupdate die Ausleihe und gestaltet sie überwiegend noch kostengünstiger. Insgesamt können die Nutzungszahlen des Verleihsystems noch nicht das Niveau vor der Corona-Pandemie erreichen. Dies ist insbesondere in einem veränderten Mobilitätsverhalten im Allgemeinen, zum Beispiel durch die zunehmende Arbeit im Homeoffice, begründet. Andererseits gibt es aktuell Einschränkungen in der Verfügbarkeit von Rädern. Maier-Geißer erläutert: „Eine ungewöhnliche Häufung von Beschädigungen an Rädern und Infrastruktur, außerhalb von Stationen abgestellten Rädern und personelle Engpässe in der Werkstatt sowie im Service des Betreibers DB Connect GmbH führen aktuell dazu, dass Verleihstationen zum Teil mit weniger Rädern bestückt oder sogar leer sind. Verzögerungen bei der Beschaffung von Ersatzteilen infolge der allgemeinen Lieferkettenproblematik verstärken die ohnehin schwierige Situation unseres Dienstleisters. Ziel muss es sein, zeitnah wieder einen attraktiven Service an allen Stationen bereitzustellen.“

Stimmen der Fraktionen

Mathias Rady (CDU/ÖDP) freute besonders, dass die Freiminuten und Gruppenbuchungen gut genutzt würden. Der Vandalismus mache ihm hingegen Bauchschmerzen. Seiner Meinung nach sei zudem die Ausstattung der Stationen nicht optimal, da der Austausch der Räder nicht richtig funktioniere.

„Die Früchte unserer guten Arbeit gedeihen langsam“, so Philipp Buchholz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Die Karte der Region färbe sich RegioRad-Blau und das Konzept der zwei Stationen habe sich bewährt. Ihm sei wichtig, dass die DB und DB Connect den Service verbessern.

Bernhard Meier (Freie Wähler) betonte: „Wir haben viel investiert, um ansprechende Voraussetzungen und insbesondere ein dichtes Netz zu schaffen.“ Er wünschte sich eine detaillierte Aufstellung des Aufwands und Erfolgs, um das Thema besser zu beurteilen.

Ines Schmidt (SPD) wünschte sich eine Anbindung an die VVS-App und Umstellungen bei der App künftig eher auf die Monate zu verschieben, in denen RegioRad weniger genutzt werde.

Für Holger Dorn (AfD/FR) sei das Konzept sicherlich lohnend und interessant, man müsse aber mehr auf die Kosten schauen. Er drücke dem Konzept die Daumen.

Armin Serwani (FDP) bezeichnet RegioRad Stuttgart als „Erfolgsangebot für die Bevölkerung“. Es müsse alles getan werden, um die Kunden wiederzugewinnen.

Für Michael Knödler (DIE LINKE/PIRAT) sie es ein „unschlagbares Angebot“. „Wir müssen den Menschen zeigen, wie günstig es ist.

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