VALUE+

VALUE + (sprich: Value added) ist ein Projekt aus dem europäischen INTERREG IVB Programm, das auf den Ergebnissen des erfolgreich abgeschlossen Projekts VALUE aufbaut. Dieses EU-Programm will dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen zu steigern, zum Beispiel durch die Verbesserung der Umwelt und der Attraktivität von Städten. In der Region Stuttgart soll eine „Route der Industriekultur“ weiterentwickelt werden. Diese, im Zusammenhang mit dem Masterplan Fils entstandene Idee, umfasst sowohl landschaftliche Verbesserungen in altindustrialisierten Standorten als auch Überlegungen zu nachhaltigen Nutzungskonzepten für (teilweise denkmalgeschützte) Bauten und Anlagen. Auch die touristische Vermarktung einer solchen Route wird eine Rolle spielen. Im Rahmen von VALUE+ können auch zusätzlich EU-Gelder für konkrete Landschaftsparprojekte eingesetzt werden. Geplant ist es, die Umsetzung neuer Projekte im Masterplangebiet Fils zu unterstützen.

Laufzeit: 2012-2015
Gesamtbudget:ca. 5.166 Millionen Euro
Budget Verband Region Stuttgart:450.000 Euro
Projektpartner in Deutschland:ILS - Research Institute for Regional and Urban Development gGmbH
Verband Region Stuttgart
Weiter Partner in:Belgien:
Services Promotion Initiatives en province de Liège
Université de Liège
Ville de Liège
Vlaamse Landmaatschappij Intercommunale Leiedal
Weiter Partner in:Frankreich:
Ecole des ingénieurs de la ville de Paris
Weiter Partner in:Großbritannien:
South Yorkshire Forest Partnership / Sheffield City Council
University of Sheffield
Community Forests North West Limited
Weiter Partner in:Niederlande:
Gemeente Amersfoort
Stichting Van Hall Larenstein
Abschlussveranstaltung:21./22. April 2015 in Liège (Info zur Konferenz)

Route der Industriekultur

Mit der Route der Industriekultur soll die industrielle Geschichte und Gegenwart des Filstals über touristische Angebote und Hinweise wieder erfahrbar werden. Wichtig ist also nicht nur der Blick zurück, sondern eine Betrachtung als Spiegel der industriellen Gegenwart. 
16 Städte und Gemeinden aus dem Filstal arbeiteten unterstützt von Experten öffentlicher und privater Archive sowie Vereinen, unter Federführung des Verbands Region Stuttgart an der „Route der Industriekultur“. Sie istTeil des Landschaftsparks Region Stuttgart. Ganz wesentlich ist dabei: der Sachverstand vor Ort und die Geschichten der Bürgerinnen und Bürger aus dem Filstal. An Ankerpunkten und Infoinseln werden Industriegeschichte(n) sichtbar und erlebbar. Thematisch setzt das Projekt sechs Schwerpunkte:

  • "Fils, Bahn & Co“ beleuchtet alles rund um die Infrastruktur der Industrialisierung.
  • "Unternehmen & Unternehmer/innen" richtet den Blick auf Persönlichkeiten. Hinter
  • "Erzeugnissen und Produkten" steht „made im Filstal“.
  • "Im Wandel der Zeit" zeigt das Werden und Vergehen von Betrieben, Branchen und Gebäuden. Repräsentative Unternehmervillen, bautechnische Meisterleistungen oder Arbeitersiedlungen wird unter
  • "Baukultur und Denkmal" zusammengefasst. Der Bereich
  • "Arbeitswelten" beschäftigt sich mit dem Arbeitsalltag, den Lebensbedingungen und den sozialen Verhältnissen im Filstal.

Begleitet wird dies durch ein „digitales Gedächtnis“ zur Industriekultur damals und heute: Und hier sind Sie gefragt! Mit Ihren persönlichen Erfahrungen und Geschichten aus dem Arbeitsleben (oder dem Ihrer Eltern oder Großeltern), mit Ihrem Wissen zu Unternehmen, Produkten und zum Arbeitsalltag im Filstal soll nach und nach ein lebendiges Geschichten- und Lesebuch zur Industriekultur im Filstal entstehen. Auf der interaktiven Webseite des Projektes www.industriekultur-filstal.de können Sie Ihren eigenen Beitrag zur Industriegeschichte des Filstals einreichen. Zudem finden Sie hier den aktuellen Arbeitsstand der bisher ausgewählten Orte und einen ersten Vorschlag für die Route der Industriekultur. Rückgrat der Route ist der Filstaltradweg. Hier finden Sie eine Karte mit voraussichtlichem Routenverlauf.