www.region-stuttgart.org: Aktuelles https://www.region-stuttgart.org//sonder-seiten/rss-feed-news/rss.xml Aktuelle Neuigkeiten zur Region Stuttgart de Copyright::© Verband Region Stuttgart – Kronenstraße 25 – 70174 Stuttgart news-1041 Mon, 21 Jun 2021 10:20:58 +0200 Großartiges Zeichen für den Radsport: Rad-DM 2021 in Stuttgart und der Region presse/artikel/aktuell/grossartiges-zeichen-fuer-den-radsport-rad-dm-2021-in-stuttgart-und-der-region/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=89bb3614f9fbbbdb393ede0bedc70199 Maximilian Schachmann vom Team BORA-hansgrohe und Lisa Brennauer vom Ceratizit-WNT Pro Cycling Team heißen die neuen Deutschen Meister im Straßenradsport. Auf der Stuttgarter Waldau konnten sich heute die beiden gegen die Konkurrenz durchsetzen. Am Samstag holten sich Lisa Brennauer, Tony Martin (Jumbo-Vismo) und für die U23 Michel Heßmann (Jumbo-Visma Development Team) die Meistertrikots im Einzelzeitfahren in Gäufelden-Öschelbronn. Die Deutschen Straßenradmeisterschaften (Rad-DM) 2021 in und um Stuttgart sind am Sonntagnachmittag erfolgreich zu Ende gegangen – trotz der besonderen Ausgangslage aufgrund der Corona-Pandemie. Das aktuelle Infektionsgeschehen erlaubte bei der Spitzensportveranstaltung am 19. und 20. Juni nur 250 Zuschauerinnen und Zuschauer im Zielbereich. Die Landeshauptstadt Stuttgart und der Verband Region Stuttgart hatten sich gemeinsam mit dem Bund Deutscher Radfahrer e. V. (BDR) für eine Verschiebung der 2020 ausgefallenen Veranstaltung starkgemacht, um ein Zeichen für den Radsport in Stuttgart und der Region zu setzen. Alle Akteure – die Radsportlerinnen und Radsportler, das Organisationsteam und die weiteren Beteiligten – haben es möglich gemacht, dass dieser nahezu zuschauerfreie Event trotzdem ein großes Publikum fand: Die Fans konnten die Rennen online per Livestream auf SWR und sportschau.de verfolgen. Die nächste Radsportveranstaltung in Stuttgart und der Region soll wieder ein Live-Erlebnis für viele werden: Geplant ist der Breitensportevent Brezel Race Stuttgart & Region, der auf den 12. September verschoben wurde.

Der Bund Deutscher Radfahrer zog ein positives Fazit dieser Titelkämpfe. Uwe Rohde, BDR-Vize-Präsident Marketing und Kommunikation, meinte: „Wir haben an diesem Wochenende in Stuttgart sportlich hochwertige und sehr spannende Rennen erlebt, in denen sich die Favoriten durchsetzen konnten. Besonders herausragend war sicherlich Lisa Brennauer, die beide Titel, sowohl im Zeitfahren als auch im Straßenrennen gewinnen konnte. Die Veranstaltung in Stuttgart und der Region hat gezeigt, dass man trotz Corona großartige Events durchführen kann. Die FREUNDE Eventagentur um Albrecht Röder haben hervorragende Arbeit geleistet und eine beispielhaft organisierte Meisterschaft geboten. Ich persönlich habe mich gefreut, mal wieder in Stuttgart, an meiner alten Wirkungsstätte zu sein, denn ich war lange am Staatstheater engagiert.“

„Stuttgart erstrahlt im Licht des Radspitzensports. Die Zuschauerinnen und Zuschauer im Zielbereich der Rad-DM 2021 hier auf der Waldau haben für großartige Stimmung gesorgt und gezeigt, wie sehr sie die Stuttgarter Sportveranstaltungen und ganz besonders den Radsport vermisst haben“, sagt Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart. „Stuttgarts große Radsporttradition lebt. Dafür danke ich unseren starken Partnern, dem Verband Region Stuttgart, dem BDR und dem Ausrichter der Rad-DM 2021, der FREUNDE Eventagentur. Die Macher der Rad-DM reagierten auf  die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen in der Planungsphase der Veranstaltung immer mit größter Flexibilität“, ergänzt Nopper. „Wenn am 12. September noch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Brezel Race an den Start gehen können, ist das ein Happy End für das Radsportjahr 2021 und ein Hoffnungszeichen für ein normales, lang ersehntes Radsportjahr 2022“, so Dr. Nopper.

„Ganz Deutschland konnte heute Spitzensport der Extraklasse zu Hause live erleben“, unterstreicht Thomas Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart. „Das ist ein kleiner Trost für die eingeschränkte Zuschauerzahl vor Ort. Denn wir wissen, für welch großartige Stimmung die Radsportfans aus der Region normalerweise sorgen und haben dies sehr vermisst. Aber heute danken wir ausdrücklich allen, die angesichts der aktuellen Lage daheimgeblieben sind und am Bildschirm mitgefiebert haben. Wir hoffen auf eine Fortsetzung der Radrennen in unserer Region und im bewährten Verbund mit der Landeshauptstadt Stuttgart. Dann können wir wieder allen zeigen, wie schön Fahrradfahren hier ist.“

„Das waren wunderbare Deutsche Meisterschaften: Gutes Wetter, gute Stimmung – sprich: bester Radsport wurde geboten. Stuttgart und die Region haben sich als gute Gastgeber präsentiert. Allerdings waren es Titelkämpfe mit einer Träne im Auge – denn die Fans an der Strecke fehlten doch sehr. Jetzt freue ich mich schon sehr auf das Jedermann-Rennen Brezel Race am 12. September, bei dem ich starten werde“, so Matthias Klopfer, Vorsitzender der SportRegion Stuttgart und Oberbürgermeister von Schorndorf.

Unter Einhaltung der hohen Sicherheits- und Hygieneauflagen konnten die Siegerinnen und Sieger ihre Medaillen und Meistertrikots kontaktlos in Empfang nehmen. Nach der offiziellen Siegerehrung im Georgiiweg fand die Pressekonferenz im GAZi-Stadion auf der Waldau in Stuttgart-Degerloch statt.  „Die Deutschen Straßenradmeisterschaften fanden unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen statt. Dafür haben wir alle Auflagen, die für die Corona-Blase wichtig sind, erfüllt: Alle 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Rad-DM sowie die Betreuenden und Akteure haben einen PCR-Test gemacht. Wir sind sehr zufrieden, dass die gesamte Veranstaltung gut, ohne Zwischenfälle und bei bestem Wetter über die Bühne ging“, sagt Albrecht Röder, Veranstalter und Organisator der FREUNDE Eventagentur.

Am Samstag, 19. Juni, startete in Gäufelden-Öschelbronn der erste von drei Zeitfahrwettbewerben der Deutschen Straßenradmeisterschaften. Das Zeitfahren für Frauen, Männer und Männer U23 verlief wie geplant mit einer Streckenführung über 30,5 Kilometer mit Start und Ziel am Radstadion in Öschelbronn. Bei den Frauen gewann Lisa Brennauer (Ceratizit-WNT Pro Cycling Team) vor Lisa Klein (Canyon/SRAM Racing) und Hannah Ludwig (Canyon/SRAM Racing). Sieger bei den Herren war Tony Martin (Jumbo-Visma), gefolgt von Miguel Heidemann (Leopard Pro Cycling) und Maximilian Richard Walscheid (Team Qhubeka ASSOS). Bei den U23 kam Überraschungssieger Michel Hermann (Jumbo-Visma Development Team) mit kleinem Vorsprung vor Maurice Ballerstedt (Jumbo-Visma Development Team) ins Ziel. Auf Platz 3 landete Jon Knolle (Team SKS Sauerland NRW).

Am Sonntag, 20. Juni, konnten sich Maximilian Schachmann (BORA-hansgrohe), Jonas Koch (Intermarché Wanty Gobert) und Georg Zimmermann (Intermarché Wanty Gobert) beim Straßenrennen Herren Elite auf einem Rundkurs à 25 Runden mit einer Gesamtdistanz von 185,3 Kilometern als die Besten durchsetzen. Für das Team BORA-hansgrohe eine hervorragende Gesamtleistung und eine starke Empfehlung für die nächsten großen internationalen Rennen – die Tour de France beginnt am kommenden Samstag in der Bretagne.

Beim Straßenrennen Frauen Elite auf 14 Runden mit einer Gesamtdistanz von 107,2 Kilometern hatte die Top-Fahrerin Lisa Brennauer (Ceratizit-WNT Pro Cycling Team), die amtierende Deutsche Meisterin, am Sonntag die Nase vorn. Sie verteidigte ihr Meistertrikot und siegte souverän vor ihren Mitkonkurrentinnen Liane Lippert (Team DSM) und Ricarda Bauernfeind (RSG Ansbach).

Alle weiteren Informationen sind laufend unter www.raddm-stuttgart.de abrufbar. Zu den Rennergebnissen der Rad-DM geht’s unter https://abavent.de/anmeldeservice/raddm2021/ergebnisse.

Hintergrund/Ausblick

Die Deutschen Straßenradmeisterschaften waren vom 19. bis 21. Juni 2020 geplant. In diesem Rahmen hätte auch das „Brezel Race Stuttgart & Region“ seine Premiere gefeiert. Veranstalter der Deutschen Straßenradmeisterschaften ist der BDR und Ausrichter die FREUNDE Eventagentur. Der Gesamtevent ist ein von der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Verband Region Stuttgart gefördertes Gemeinschaftsvorhaben. Die Streckenplanung und Organisation für beide Rennen verantwortet der regionale Veranstalter FREUNDE Eventagentur aus Sindelfingen-Maichingen. Die Gesamtkommunikation zum neuen Jedermann-/Jedefrau-Rennen sowie zu den Deutschen Straßenradmeisterschaften 2021 begleitet das Stuttgarter Agenturtandem SANSHINE Communications und WortFreunde Kommunikation. Das „Brezel Race Stuttgart & Region“ soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden und sich in der Region langfristig etablieren. Auch das Finale der Schlussetappe der Deutschland Tour, neu geplant für Ende August 2022, wird von der Landeshauptstadt und dem Verband Region Stuttgart gemeinsam gefördert. Teil des Finales ist die Jedermann Tour mit Start und Ziel in Stuttgart und zwei Strecken durch die Region.

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news-1040 Thu, 17 Jun 2021 09:08:23 +0200 Weiterentwicklung des VVS-Tarifes Die Corona-Pandemie hat zu deutlichen Rückgängen der Fahrgastnachfrage und Einbrüchen bei den Fahrgeldeinnahmen im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) geführt. Fraktionen der Regionalversammlung fordern weitere Tarifentwicklungen. presse/artikel/aktuell/weiterentwicklung-des-vvs-tarifes/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=855d19bbbc4054ac8794902aeaf0687c Bereits im Jahr 2020 hatte die Corona-Pandemie gravierende Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen und damit auch Fahrgeldeinnahmen im VVS. Nun hat der Geschäftsführer des VVS, Horst Stammler, in der Sitzung des Verkehrsausschusses am Mittwoch erste Zahlen für das Jahr 2021 sowie geplante Gegenmaßnahmen angesichts der gesunkenen Fahrgastzahlen vorgestellt. Stammler sagte: „Wir hoffen, dass wir bei den Abonnenten im Sommer die Talsohle erreicht haben.“ Die eigentliche finanzielle Herausforderung liege im Jahr 2022, denn realistischerweise sei bis dahin bei den Fahrgastzahlen das ursprüngliche Niveau von 2019 noch nicht wieder erreicht und derzeit sei dafür auch kein ÖPNV-Rettungsschirm von Bund und Land in Sicht. Voraussichtlich dauere es noch zwei bis drei Jahre, bis sich die Fahrgastzahlen wieder erholt haben.

Die ersten Beratungen der VVS-Gesellschafter über die Entwicklungen werden in einem Tarifsymposium am 21. Juni erfolgen. Hier wird auch über Anträge der Regionalfraktionen mit Bezug auf die Tarifstruktur beraten. Die abschließende Behandlung dieser Anträge ist für den Verkehrsausschuss am 29. September 2021 geplant. In dieser Sitzung soll auch die Position des Verbands Region Stuttgart zu Änderungen in der Tarifstruktur im Jahr 2022 festgelegt werden, der VVS wird darüber voraussichtlich im November entscheiden. 

Im VVS wurden von Januar bis April 2021 rund 69,9 Millionen Fahrten mit Bahnen und Bussen durchgeführt. Gegenüber 2019 war das Fahrgastaufkommen um 46 Prozent rückläufig. Der Rückgang der Fahrgastzahlen ist demnach nicht so hoch wie im ersten Lockdown im Frühjahr 2020. Er verharrt jedoch schon seit Monaten auf relativ niedrigem Niveau, die Zahlen steigen nur langsam. Besondere Einbußen verzeichnete der Gelegenheitsverkehr. Auch bei den Abonnements, die zu Beginn der Pandemie noch recht stabil blieben, war ab Herbst ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen - vor allem von Abonnenten, die längere Strecken zurücklegen. Gegenüber dem Höchststand im März 2020 ist die Zahl der Abonnenten bisher um insgesamt 15 Prozent gesunken. Besonders stark verringerte sich die Zahl der Firmen-Abos mit 17 Prozent, während das Senioren-Abo mit einem Minus von 7 Prozent und das Ausbildungs-Abo mit einem Minus von 6 Prozent etwas weniger zurückging. Bei den Einnahmen in den ersten vier Monaten fehlen 47,0 Mio. Euro gegenüber 2019.

Maßnahmen

Der VVS hat zum 1. April 2021 als schnell umzusetzende Maßnahme ein 10er-TagesTicket eingeführt. Die Fahrgäste können dabei zehn Nutzungstage innerhalb eines Monatszeitraums frei wählen. In den ersten beiden Monaten wurden über die Apps von VVS, DB und SSB rund 2.300 dieser Tickets verkauft. Angesichts der Corona-Pandemie mit einem hohen Anteil an Kurzarbeit und Home-Office wird diese Nachfrage in den ersten Wochen als zufriedenstellend eingeschätzt. Als Maßnahme zur Kundenbindung haben alle VVS-Abonnenten und Inhaber eines Jahrestickets im April 2021 einen Treubonus in Höhe einer halben Monatsrate erhalten. Wegen der Schulschließungen hat das Land Baden-Württemberg 2020 zwei Monatsraten und 2021 eine Monatsrate beim Scool-Abo übernommen, um Kündigungen zu vermeiden. Von Dezember 2020 bis Februar 2021 hat der VVS ein Schnupper-Abo offeriert, damit bot er Neukunden ein niedrigschwelliges Einstiegsangebot. Trotz der Pandemie haben immerhin rund 1.800 Kunden davon Gebrauch gemacht. Alle Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg haben vereinbart, von Juni bis Oktober eine große (Wieder-) Einsteigerkampagne durchzuführen. Dabei erhalten Kunden, die ein neues Abo abzuschließen, einen Freimonat.

Stimmen aus den Fraktionen

„Die Gewinnung von Stammkunden im VVS ist wichtig“, sagte Rainer Ganske (CDU/ÖDP). Angesichts der aufgezeigten Entwicklungen forderte er, dass man verstärkt Arbeitgeber mit einbinden und bei ihnen für das bezuschusste Firmenticket werben solle. Mit Blick in die Zukunft meinte Ganske: „Die Zahlen sind schlecht, aber wir sollten nicht die falschen Schlüsse ziehen.“ Eine Deckungslücke 2022 erfordere eine Überbrückungsfinanzierung. Auch die flexiblen Angebote müsse man weiter ausbauen und zielgerichtete Produkte für ein verändertes Arbeits- und Einkaufsverhalten entwickeln. Philipp Buchholz (Bündnis 90/Die Grünen) ist im Hinblick auf die Rückgewinnung des Pendler- und Gelegenheitsverkehrs „positiv gestimmt“. Dennoch meinte er: „Es dürften noch etwas mehr 10er-Tickets verkauft werden.“ Buchholz lobte die Werbemaßnahmen des Landes für den ÖPNV wie die geplante Sommerferienaktion mit Freifahrten für Abo-Inhaber im ganzen Land. Bezüglich der regionalen Tarifanträge wünschte er sich eine frühzeitigere Rückmeldung vor den nächsten Haushaltsberatungen. Er äußerte sich „gespannt, welche Lösungen es für eine Aussetzung von einer Tariferhöhung geben wird.“ Bernhard Maier (Freie Wähler) fragte sich, wer die Finanzierungslücke durch den Einbruch der Fahrgastzahlen im Jahr 2022 schließe. Probleme sieht er insbesondere auf die Landkreise mit ihrer Zuständigkeit für den Busverkehr zukommen: „Eigenwirtschaftliche Busverkehre sind da nicht mehr zu leisten.“ Doch auch die Region als Aufgabenträger für die S-Bahn müsse die Entwicklung „gut im Auge behalten.“ Maier verwies zudem darauf, dass die Verkehrsunternehmen im VVS für die Tarifentwicklung maßgeblich sind. „Die Lage des ÖPNV ist angesichts der Pandemie weiterhin kritisch“, konstatierte Thomas Leipnitz (SPD) und fragte daher, wie es mit dem Rettungsschirm weitergehe. Neue Tarifmaßnahmen im VVS wie das 10er-Ticket begrüßte er, wofür seine Fraktion mit initiativ gewesen sei. Das 365-Euro-Ticket steht für die SPD „ganz oben auf der Tagesordnung“ und auch das Sozialticket will sie wieder auf die Agenda setzen. Eine Tariferhöhung sieht Leipnitz angesichts des Klimawandels kritisch. Holger Dorn (AfD) war zuversichtlich, dass sich der Erfolg bei den Fahrgastzahlen wieder einstelle. Dennoch meinte er: „In den nächsten ein bis zwei Jahren ist Sparsamkeit Trumpf.“ Daher sprach er sich gegen „Experimente wie das 365-Euro-Ticket“ aus. Der Erfolg des Firmenabos hängt für ihn je nach Branche davon ab, wie gut Homeoffice möglich ist. Armin Serwani (FDP) freut sich, dass wieder fast 60 Prozent der früheren Fahrgäste mit dem ÖPNV fahren. „Der ÖPNV ist Corona-sicher“, so Serwani. Er forderte, auch die Bedürfnisse der Arbeitgeber nach den Corona-bedingten Veränderungen zu berücksichtigen. Ebenso wünscht seine Fraktion ein 10er-Ticket, das nicht auf einen Monatszeitraum begrenzt ist. Michael Knödler (Die Linke/Pirat) sagte: „Eine Fahrpreiserhöhung hilft nicht, verlorene Kunden zurückzugewinnen.“ Er forderte ein 365-Euro-Ticket, in einem ersten Schritt solle man es als Sozial-, Senioren-, Schüler- und Studententicket einführen.

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news-1039 Thu, 17 Jun 2021 09:04:08 +0200 Netz regionaler Mobilitätspunkte soll wachsen Der Verband Region Stuttgart setzt sich für weitere Mobilitätspunkte ein presse/artikel/aktuell/netz-regionaler-mobilitaetspunkte-soll-wachsen/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=f11f0eb9a8a5105dce333cd53b5d2674 Seit etwa fünf Jahren entstehen in der Region Stuttgart mit Fördermitteln der Modellregion nachhaltige Mobilität und im Rahmen des RegioWIN-Programms in 13 Kommunen regionale Mobilitätspunkte. Diese werden nun im Sommer 2021 durch die Aufstellung von Infoterminals und Video-Reisezentren sichtbarer. Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat bereits im September 2020 beschlossen, das Netz der regionalen Mobilitätspunkte auszuweiten und weitere Schwerpunkte für die Qualitätsanforderungen zu setzen. In seiner Sitzung vom Mittwoch wurden nun Maßnahmen beschlossen, um den weiteren Ausbau zu unterstützen. Dafür werden den Kommunen regionale Fördermöglichkeiten angeboten. 

Maßnahmen zur Ausweitung

Das Netz regionaler Mobilitätspunkte soll vorrangig durch solche Stationen ausgebaut werden, die zu Orten mittelzentraler Funktion gehören, eine Verknüpfungsfunktion im Schienennetz haben oder auch voraussichtlich am Standort eines IBA‘27-Projektes (Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart) liegen und so die Erschließung neuer Wohn- und Gewerbeschwerpunkte optimieren können.

Mit dem attraktiven ÖPNV-Angebot in der Region, dem Ausbau von Ladeinfrastruktur und Sharing-Systemen, insbesondere den RegioRadStuttgart-Stationen, können inzwischen viele Stationen die Anforderungen für Mobilitätspunkte erfüllen. Sie können in das Netzwerk einbezogen werden, wenn sie ein Infoterminal oder Video-Reisezentrum in einem attraktiven Umfeld einrichten und bereit sind, die Mobilitätsangebote durch eine entsprechende Wegweisung zu verknüpfen. Die Region schafft die Möglichkeit, den Erwerb der Infoterminals und Wegweisung hälftig zu unterstützen, zudem versucht sie, geeignete Fördermittel für die Anlagen einzuwerben.

Ebenso kann an geplanten Mobilitätspunkten eine barrierefreie Verknüpfung der Mobilitätsangebote im Rahmen einer städtebaulichen Aufwertung durch einen Planungskosten- sowie Baukostenzuschuss gefördert werden. Auch die Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Attraktivierung des Bahnhofs kann künftig von der Region gefördert werden.

Zur verlässlichen Erreichbarkeit wird in Kooperation mit dem VVS und polygo eine durchgehende 24/7-Mobilitätsinformation an allen Mobilitätspunkten als Hotline eingeführt, die auch per Telefon erreichbar ist. Zudem kann sich die Region mit einem Zuschuss von bis zu 300.000 Euro an den Realisierungskosten eines Gebäudes für multimodale Mobilität mit besonderer Funktion und Gestaltung im Rahmen der IBA‘27 beteiligen.

Mit diesen Maßnahmen könnten rund 20 neue regionale Mobilitätspunkte in einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren am Schienennetz in der Region entstehen. Dazu hat die Region in diesem Jahr bereits 500.000 Euro im Haushalt vorgesehen. 

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news-1038 Wed, 16 Jun 2021 18:54:40 +0200 Region diskutiert Ergänzungsstation am Hauptbahnhof Der Verband Region Stuttgart kritisiert die vorgelegten Pläne des Verkehrsministeriums für eine Ergänzungsstation am Hauptbahnhof und sieht zum Teil nicht akzeptable Auswirkungen auf den S-Bahn-Verkehr. presse/artikel/aktuell/region-diskutiert-ergaenzungsstation-am-hauptbahnhof/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=e7a76ceaba6fa12e7f74b1e2ad30dcd2 Bereits im September 2020 hat die Regionalversammlung die Planungen für einen Ergänzungsbahnhof mit dem Hinweis abgelehnt, dass derzeit kein erkennbarer verkehrlicher Bedarf für einen solchen Bahnhof besteht und ein solcher Ergänzungsbahnhof regionalplanerischen Zielen entgegensteht. Zwischenzeitlich hat das Land die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vorgelegt. Die Ergebnisse dieser Studie wurden in der Sitzung des Verkehrsausschusses am Mittwoch vorgestellt, bewertet und erneut diskutiert. Sie wurden dem Verband Region Stuttgart im Mai zur Verfügung gestellt.

In der Machbarkeitsstudie hat sich das vom Land beauftrage Ingenieurbüro intensiv mit der Planung für eine 6-gleisige unterirdische Ergänzungsstation beschäftigt. Diese soll als Kopfbahnhof im Norden an den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof grenzen. Der zweigleisige Zulauf verläuft im Tunnel im Bereich des heutigen Gleisvorfelds bis zur neuen Station Mittnachtstraße. Dort verzweigt sich die Zulaufstrecke und bindet an den neuen S-Bahn-Tunnel nach Bad Cannstatt, an die Fern- und S-Bahn in Richtung Feuerbach und an die Panoramabahn an.

Städtebauliche und verkehrliche Auswirkungen

Grundsätzlich fehlt ein abgestimmtes Verkehrskonzept als wichtige Planungsgrundlage. Die vom Land aufgezeigten zusätzlichen Verkehre, die als Begründung für die Ergänzungsstation herangezogen werden, sind hauptsächlich S-Bahn-Verkehre und wenige Regionalexpresszüge. Ob diese Züge verkehrlich notwendig werden, ist in der Studie nicht nachgewiesen. Offen bleibt daher auch, wo die Züge starten und welche Ausbaumaßnahmen entlang des Laufweges erforderlich werden. Darüber hinaus wird es aufgrund der langen Bauzeit zu erheblichen Eingriffen in die städtebauliche Entwicklung des Rosensteinquartiers kommen.

Eine Beurteilung der Planung, ob sie die verkehrlichen Anforderungen erfüllen kann, ist daher nicht möglich. Aus Sicht der Region ergeben sich aber weitere teilweise erhebliche Auswirkungen auf den S-Bahn-Verkehr und die Ausbauoptionen für die S-Bahn. Dazu gehören umfangreiche Anpassungen an der P-Option, eine teilweise oberflächennahe Trassierung der T-Spange mit Einwirkungen im Bereich des Rosensteinparks, eine dauerhafte Geschwindigkeitsreduktion für die S-Bahn zwischen Pragtunnel und Nordbahnhof und mehr Mischverkehr bei den Zulaufstrecken.

Auch die Finanzierung ist aus derzeitiger Sicht als nicht gesichert zu bezeichnen, da weder konkrete Finanzierungsquellen aufgezeigt noch eine Nutzen-Kosten-Untersuchung vorgenommen wurde.

Aus Sicht des Verkehrsausschusses der Region hat die bestehende Ablehnung gegenüber der Planung daher weiterhin seine Gültigkeit. Nach der vollständigen Realisierung des Projekts Stuttgart 21 bestehen aufgrund weiterer Ausbaumöglichkeiten (T-Spange und Nordkreuz mit P-Option) und der möglichen Leistungssteigerung durch die Digitalisierung des Bahnknotens gute Möglichkeiten, das Angebot im Schienenpersonennahverkehr nachfragegerecht anzupassen und weiter zu entwickeln.

Stimmen aus den Fraktionen

Für Rainer Ganske (CDU/ÖDP) gibt es keinen Grund, an der bisherigen Beschlussfassung der Region etwas zu ändern. „Es gibt schlichtweg keinen Bedarf für die Ergänzungsstation“, so Ganske. Die Studie sage zwar aus, dass die Ergänzungsstation machbar sei. „Aber das ist nicht entscheidend.“ Die Engstellen seien nicht der Bahnhof, sondern die Zulaufstrecken. „Zudem produzieren wir wieder Verkehr, der in einem Sackbahnhof endet, diesen benötigen wir nicht“, sagt Ganske. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Verband Region Stuttgart Verkehr bestellt, für den es keinen Bedarf gibt.“ 

„Beim Bau eines Bahnknotens muss sichergestellt sein, dass er für mindestens 100 Jahre gültig ist“, so Prof. Dr. André Reichel (Bündnis 90/Die Grünen). Die Landesregierung habe die Notwendigkeit dieser Langfristigkeit erkannt. „Unsere Regionsfraktion nimmt den Koalitionsvertrag des Landes an, in dem auch der Gäubahntunnel geprüft wird, obwohl wir diesen kritisch sehen – das gleiche erwarten wir auch von der CDU-Fraktion für die Ergänzungsstation“, sagte Prof.  Dr. Reichel. Zudem müsse die Ergänzungsstation noch auf die Wirtschaftlichkeit geprüft werden: „Ist diese erwiesen, kommt die Station, wenn nicht, dann nicht.“

„Für uns hat sich an der Beschlussfassung der Region aus dem September 2020 nichts geändert“, sagt Bernhard Maier (Freie Wähler). „Es gibt keine Gründe für eine Veränderung. Wir lehnen die Ergänzungsstation ab – es gibt für ihn keinen Bedarf.“ Daran ändere auch die Machbarkeit des Bahnhofs nichts. „Jetzige Probleme der S-Bahn wie der Mischverkehr werden durch die Ergänzungsstation sogar verstärkt – dieser Bahnhof läuft unseren Plänen zuwider.“

„Aus unserer Sicht ist die Ergänzungsstation tot“, so Thomas Leipnitz (SPD). Sie sei ein Beispiel dafür, dass das Land keine angekündigte Politik des „hören und gehört werden“ verfolge.  „Der Städtebau wird ignoriert“, so Leipnitz weiter. Es sei nicht gelungen, den Bedarf einer solchen Station darzustellen. „Zudem gibt es keinerlei Aussagen des Verkehrsministeriums, ob es die benötigten Züge für den Mehrverkehr bereitstellt.“

Holger Dorn (AfD) sieht vorbehaltlich einer Änderung der Faktenlage keinen Grund, die Ergänzungsstation weiter zu verfolgen. „Der Nutzen ist einfach zu gering.“

„Hier soll eine Idee brachial gegen alle Wiederstände durchgesetzt werden“, sagt Hans Dieter Scheerer (FDP). Es werde nicht an die Beteiligten gedacht. Zudem gehe die Studie überhaupt nicht auf die derzeit rückläufigen Fahrgastzahlen im ÖPNV ein. „Wir wehren uns nicht gegen pragmatische Lösungen“, so Scheerer. Sie müssten aber erforderlich und geeignet sein.

Michael Knödler (Die Linke/Pirat) sieht viele Kritikpunkte an der Ergänzungsstation: „Aber die gab es auch bei Stuttgart 21.“ Trotzdem habe die Region zugestimmt. „Wenn Stuttgart 21 in Betrieb ist und die Flächen zugebaut sind, ist keine Erweiterung mehr möglich“, so Knödler weiter. „Darum müssen wir uns jetzt fragen: Wollen wir eine Reserve haben oder wollen wir das ausschließen?“

„Pressemitteilung als PDF-Download“

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news-1037 Mon, 14 Jun 2021 13:22:02 +0200 Start frei für die Rad-DM in Stuttgart und der Region – das Radsporthighlight live und online erleben presse/artikel/aktuell/start-frei-fuer-die-rad-dm-in-stuttgart-und-der-region-das-radsporthighlight-live-und-online-erlebe/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=9557e87e4feb5e78397be0a7612906ed In fünf Tagen starten die Deutschen Straßenradmeisterschaften (Rad-DM) in Stuttgart und der Region Stuttgart. Eine besondere Veranstaltung am 19. und 20. Juni im Spitzensport, die in diesem Jahr nach der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg mit nur wenigen Zuschauern zugelassen wird. Die Landeshauptstadt Stuttgart und der Verband Region Stuttgart haben sich gemeinsam mit dem Bund Deutscher Radfahrer e. V. (BDR) für die Veranstaltung stark gemacht. Auch für die Profi-Sportlerinnen und -sportler und das Organisationsteam ist dieser nahezu zuschauerfreie Event mit nur wenigen Zuschauern im Zielbereich in Stuttgart sowie einem abgesperrten Rundkurs eine Herausforderung. Radsportfeeling pur gibt es dennoch: Alle können von zu Hause aus die DM-Titelkämpfe miterleben, die Straßenrennen am Sonntag im Fernsehen und per Live-Stream verfolgen und so mitfiebern.

Dr. Clemens Maier, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart, sagt: „Endlich kehrt der große Radsport wieder nach Stuttgart zurück! Gemeinsam mit der Region ist Stuttgart Gastgeber für die Rad-DM 2021 und führt so seine jahrzehntelange Radsporttradition fort. Wenn sich die deutschen Fahrerinnen und Fahrer beim Kampf um die Meistertitel messen, erwartet uns hochklassiger Spitzensport.“ Maier betont: „Dabei bitte ich alle Radsportfans um Verständnis dafür, dass die Corona-Verordnung des Landes derzeit nur eine begrenzte Zuschauerzahl an der Strecke zulässt. Alle ohne Ticket können das Rennen per Livestream oder TV verfolgen.“ Der Sportbürgermeister ergänzt: „Gemeinsam mit allen Breitensportlern hoffe ich natürlich, dass die Pandemie-Lage sich weiter entspannt und die Durchführung des Jedermann-Rennes Brezel Race am 12. September 2021 möglich ist.“

Dr. Nicola Schelling, Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart, sagt: „Wir wissen, dass viele Radsportfans aus der Region die Rennen gerne hautnah miterlebt hätten und bedauern, dass dies wegen den Corona-Einschränkungen nicht möglich ist. Gleichzeitig sind wir froh, dass wir das Beste daraus gemacht haben und es mit den Übertragungen eine attraktive Alternative gibt - zum Mitfiebern für alle. Ich wünsche allen Fans auch online spannende Rennen!“

Matthias Klopfer, Oberbürgermeister von Schorndorf und Vorsitzender der SportRegion Stuttgart: „Es freut mich sehr, dass die besten Radsportlerinnen und Radsportler in Stuttgart und der Region um die nationalen Titel kämpfen werden. Es ist ein tolles Zeichen, dass die Deutschen Meisterschaften nicht nur in Stuttgart direkt, sondern auch in der Region stattfinden werden. Da hier viele radsportbe­geisterte Menschen leben, ist es natürlich bedauerlich, dass coronabedingt die Möglichkeiten für Zuschauer, das Rennen direkt an der Strecke zu erleben, sehr begrenzt sind. Umso wichtiger ist es, dass eine umfangreiche Berichterstattung auf den unterschiedlichen Kanälen erfolgt.“

Grünes Licht für spannende Rennen – die deutschen Radstars kommen 

Am Samstag, 19. Juni, fällt am Öschelbronner Radstadion um 13.30 Uhr der Startschuss zum ersten von drei Wettbewerben im Einzelzeitfahren um die Deutsche Meisterschaft. Das Zeitfahren für Frauen, Männer und Männer U23 verläuft mit der bislang geplanten Streckenführung über 30,5 Kilometer mit Start und Ziel am Radstadion in Öschelbronn.

Am Sonntag, 20. Juni, folgen zwei weitere Rennen: Die Straßenrennen der Frauen und Männer, die in Filderstadt starten und auf einem Rundkurs mit 7,1 km Länge in Stuttgarts Süden ausgefahren werden. Die amtierende deutsche Meisterin Lisa Brennauer (Ceratizit-WNT Pro Cycling) wird beim Straßenrennen Frauen Elite auf 14 Runden mit einer Gesamtdistanz von 107,2 Kilometern ihr Trikot unter dem Fernsehturm verteidigen gegen starke Konkurrentinnen wie Franziska Brauße (Öschelbronn) sowie Lisa Klein (Canyon SRAM Racing) und Liane Lippert (Team DSM) aus Friedrichshafen.

Das Team BORA-hansgrohe will beim Straßenrennen der Männer geschlossen mit allen elf deutschen Fahrern antreten – darunter Pascal Ackermann, Emmanuel Buchmann, Lennard Kämna, Nils Politt und Maximilian Schachmann. Das ist eine Spitzenbesetzung bei der Rad-DM. Die Top-Fahrer haben eine Woche vor der Tour de France die Möglichkeit, sich in den DM-Titelkämpfen zu beweisen und sich für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren. Weitere Herausforderer beim Rennen mit einer Gesamtdistanz von 185,3 Kilometern sind Alexander Krieger (Alpecin-Fenix) aus Stuttgart und Jannik Steimle (Deceuninck-QuickStep) aus Schorndorf.

Sicherheit steht an erster Stelle – online und live mitfiebern

In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und den Sportfachverbänden wurde ein umfangreiches, strenges Hygienekonzept entwickelt, das unter anderem eine PCR-Test-Pflicht für alle Teilnehmenden und Betreuenden einschließt. „Wir wollen einen Event realisieren, der für alle Beteiligten so sicher wie möglich ist. Unterstützt uns in unserem Hygienekonzept und bleibt daheim. Es sind leider nur wenige Zuschauer im Zielbereich und keine Zuschauer an der Strecke zugelassen. Wir halten uns damit an die Corona-Verordnung des Landes und machen diesen Event für Stuttgart und Region möglich“, appelliert der Organisator Albrecht Röder, Geschäftsführer der Freunde Eventagentur. Sein Wunsch an die Radsportfans: „Schaut bitte im Fernsehen die Titelrennen an. Ihr könnt von zu Hause aus online in der Sportschau dabei sein.“ Gezeigt wird im Live-Stream unter www.swr.de/sport das Straßenrennen der Frauen Elite am 20. Juni von 9:30 – 11:00 Uhr und Männer Elite von 14:30 – 16:00 Uhr. Darüber hinaus gibt es eine 45-minütige Zusammenfassung am Sonntagnachmittag ab 16:30 Uhr im SWR Fernsehen.

Öffnung für wenige Zuschauer nach aktueller Pandemielage möglich

Albrecht Röder ist zuversichtlich: „Was vor vier Wochen noch unmöglich erschien: durch Erreichen des Öffnungsschritts 2 der Corona-Verordnung ist es nun möglich, dass insgesamt 250 Zuschauer zum Event, Zielbereich Georgiiweg, mit Eintrittskarte kommen können.“ Aktuell sind noch 100 Tickets verfügbar. Kostenfreie Tickets gibt’s unter dem folgenden Link: https://rad-dm2021.eventbrite.de . Als Voraussetzung für Zuschauer gilt die 3G-Regel: vollständig geimpft, genesen oder getestet. Hierfür ist ein negativer Schnelltest nicht älter als Samstag, 19. Juni, 12 Uhr, erforderlich. 

Alle weiteren Informationen sind laufend unter www.raddm-stuttgart.de abrufbar.

Hintergrund/Ausblick

Die Deutschen Straßenradmeisterschaften waren vom 19. bis 21. Juni 2020 geplant. In diesem Rahmen hätte auch das „Brezel Race Stuttgart & Region“ seine Premiere gefeiert. Veranstalter der Deutschen Straßenradmeisterschaften ist der BDR und Ausrichter die FREUNDE Eventagentur. Der Gesamtevent ist ein von Landeshauptstadt Stuttgart und Verband Region Stuttgart gefördertes Gemeinschaftsvorhaben. Die Streckenplanung und Organisation für beide Rennen verantwortet der regionale Veranstalter FREUNDE Eventagentur aus Sindelfingen-Maichingen. Die Gesamtkommunikation zum neuen Jedermann-/Jedefrau-Rennen sowie zu den Deutschen Straßenradmeisterschaften 2021 begleitet das Stuttgarter Agenturtandem SANSHINE Communications und WortFreunde Kommunikation. Das „Brezel Race Stuttgart & Region“ soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden und sich in der Region langfristig etablieren. Auch das Finale der Schlussetappe der Deutschland Tour, neu geplant für Ende August 2022, wird von der Landeshauptstadt und dem Verband Region Stuttgart gemeinsam gefördert. Teil des Finales ist die Jedermann Tour mit Start und Ziel in Stuttgart und zwei Strecken durch die Region.

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news-1036 Thu, 10 Jun 2021 17:04:10 +0200 Bahn frei für den Metropolexpress (MEX) im Filstal presse/artikel/aktuell/bahn-frei-fuer-den-metropolexpress-mex-im-filstal/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=5f4b0c8d8489a7511c78d9890e1681d8 „Komfortabler und flexibler dank verbessertem Takt und Nachtverkehr. Das erwartet die Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Filstalbahn mit Einführung der neuen Metropolexpress-Züge. Mit den MEX wächst die Landeshauptstadt Stuttgart enger mit ihrer Region zusammen. Nach dem Motto ‚MEXimal verbunden‛ wird die ganze Region zur Metropole“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL am Donnerstag (10. Juni) in Göppingen anlässlich des Starts der MEX-Züge auf der Filstalbahn.

Zum kleinen Fahrplanwechsel am 13. Juni startet auf der Filstalbahn das Angebot erstmals unter der neuen Zuggattung Metropolexpress, kurz MEX. Aus der bisherigen Regionalbahn „RB 16“ wird dann der „MEX 16“. Ein Logo auf den Zügen und eine begleitende Kampagne wird die MEX-Züge im Laufe des Jahres in der Region rund um Stuttgart sichtbar machen.

„Der MEX ermöglicht ein ‚S-Bahn-ähnliches‛ Angebot im Filstal. In seiner Funktion als Expresszug im S-Bahn-Netz profitieren die Reisenden von der kurzen Reisezeit in die Landeshauptstadt“, freute sich Thomas S. Bopp, Vorsitzender Verband Region Stuttgart. „Das neue Logo sorgt zudem für eine gute Wiedererkennung. Der MEX ist ein weiterer wichtiger Beitrag zur Integration des Landkreises Göppingen in den Verkehrsverbund Stuttgart (VVS). Der Verband Region Stuttgart übernimmt mit seinem Beitrag zur Finanzierung des MEX Verantwortung für eine bessere Anbindung innerhalb der Region. “

Was heißt das für die Filstalbahn?

Zum kleinen Fahrplanwechsel kommt der lange versprochene Nachtverkehr. Durch die Corona-Pandemie musste die Einführung immer wieder verschoben werden. Ab Dezember 2021 wird der Halbstundentakt dann auch auf der Murrbahn und auf der Remstalbahn sukzessiv weiter ausgebaut werden.

„Als passgenaue Alternative zur S-Bahn stellt der Metropolexpress im Filstal für uns das Rückgrat des ÖPNV dar. Deshalb müssen ein stabiler Takt und der weitere Ausbau ab 2025 das unverrückbare Ziel bleiben. Mit der starken Marke und den neuen Nachtverkehren ist ein vielversprechender Anfang gesetzt“, erklärte Landrat Edgar Wolff.

„Nach der vollen Integration Göppingens in den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart und unserem erfolgreichen StadtTicket ist der ‚MEX‘ der nächste konsequente Schritt, den öffentlichen Personennahverkehr für die tägliche Nutzung attraktiver zu gestalten“, sieht Göppingens Oberbürgermeister Alex Maier in dem 30-Minuten-Takt montags bis samstags zwischen 5 Uhr morgens und 0 Uhr nachts ein zeitgemäßes Angebot auch für Berufspendlerinnen und Pendler. „Nur wenn es uns gelingt, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, die ‚Öffis‘ zu nutzen, können wir die dringend erforderlichen Klimaziele zum Schutz unserer Erde erreichen“, so das Stadtoberhaupt. „Mit dem ‚MEX‘-Takt werden die unterschiedlichen Verkehrsmittel an der Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof Göppingen noch intelligenter miteinander verknüpft.“

„Wir freuen uns darüber, mit der Filstalbahn am Auftakt des zukunftsorientierten Metropolexpress-Konzeptes teilzuhaben! Nun geht es darum, die Vorzüge des MEX-Konzeptes gemeinsam mit der Mobilitätsmarke bwegt öffentlich zu vermitteln“, bekräftigte Gordon Lemke, Technischer Geschäftsleiter von Go-Ahead.

Der neue Fahrplan ist auf der Webseite des bedienenden Eisenbahnunternehmens Go-Ahead einsehbar: https://www.go-ahead-bw.de/unterwegs-mit-go-ahead/fahrplaene.html

Die Vorteile der MEX-Züge auf einen Blick

Entlang der Pendlerströme werden die regionalen Zentren Heilbronn, Murrhardt, Aalen, Geislingen und Göppingen, Tübingen, Horb und Pforzheim mit den MEX an die Landeshauptstadt Stuttgart angebunden. Nach dem Motto „erst einsammeln, dann express in die City“ fahren die MEX-Züge Montag bis Samstag zwischen 5 und 0 Uhr im 30-Minuten Takt. Außerhalb der Stuttgarter S-Bahn halten die Züge an allen Stationen. Innerhalb der S-Bahn halten die MEX nur noch an wenigen Stellen, so kommen sie express voran. „Das alles waren für uns sehr gute Gründe, die neue Zuggattung MEX einzuführen“, so Minister Hermann weiter.

Die Vorteile im Überblick

Bessere Verbindungen

•           MEX verbindet die Region im 30-Minuten Takt

•           besserer Anschluss auch außerhalb des S-Bahn-Netzes

•           Schneller in der Stadt

•           Die Region wächst zusammen

Mehr Komfort

•           Merkbare und verlässliche Fahrpläne

•           Einfach sitzenbleiben, dank durchgehender Verbindungen

•           Bequem und barrierefrei: moderne Züge mit WLAN

•           Mit dem bwtarif auch für verbundübergreifende Fahrten

Neue Möglichkeiten

•           Von früh bis spät flexibel unterwegs

•           Vorteile von Stadt und Land einfach kombinieren

•           Attraktive Möglichkeiten für Pendlerinnen und Pendler

•           Wohnorte entlang der MEX-Linien werden aufgewertet

Auf der bwegt-Webseitehttps://www.bwegt.de/bwegt/ueber-bwegt/mex finden sich Informationen zu den Strecken und wichtige Fragen und Antworten der Kundinnen und Kunden.

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news-1035 Thu, 20 May 2021 09:39:48 +0200 RegioRadStuttgart – neue Stationen und mehr Fördermittel Die Region schöpft Mittel des Programms „Zwei für eine“ voll aus und beschließt die Förderung von 13 weiteren RegioRadStuttgart-Stationen. Eine neue Förder-runde für das Jahr 2022 ist in Vorbereitung. presse/artikel/aktuell/regioradstuttgart-neue-stationen-und-mehr-foerdermittel/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=b16183cc6fc9f326b8ac38ec26ab8eb6 In knapp einem Jahr Laufzeit hat das regionale Förderprogramm „Zwei für eine“ den Weg freigemacht für den Bau von nun insgesamt 42 RegioRadStuttgart-Stationen. 13 davon sind durch einen einstimmigen Beschluss des regionalen Verkehrsausschusses am Mittwoch neu hinzugekommen. Darüber hinaus empfiehlt das Gremium der Regionalversammlung, die Aufstockung des Förderprogramms ab 2022 in die diesjährigen Haushaltsberatungen mit aufzunehmen.

Im Zuge der aktuellen Förderzusage werden je zwei neue Stationen in Weil der Stadt, Marbach am Neckar, Backnang, Winnenden und Leutenbach, Esslingen am Neckar sowie Steinheim an der Murr errichtet. Eine neue Station bekommt Remseck am Neckar. Bis auf letztere sind alle Antragstellerinnen neue RegioRadStuttgart-Kommunen, beteiligen sich also erstmals am regionalen Fahrrad- und Pedelecverleihsystem. Von den 29 geförderten Stationen aus den letzten Antragsrunden sind vier bereits eröffnet, die 25 weiteren sollen bis Ende des Jahres folgen.

Weitere Förderrunde im Jahr 2022

Damit beläuft sich die Summe der bislang bewilligten Fördermittel auf insgesamt rund eine Million Euro. Die im letzten Juni bereitgestellten Gelder sind aufgebraucht. Der Geschäftsstelle liegen jedoch bereits Interessensbekundungen von sieben Kommunen und einem Landkreis mit schätzungsweise rund 16 Stationen vor. Damit auch diese umgesetzt werden können, soll zu Beginn des neuen Haushaltsjahres 2022 eine weitere, letzte Förderrunde durchgeführt werden. Die Kommunen könnten im Vorfeld mit den notwendigen Vorbereitungen und Planungen beginnen und nach der Förderrunde Anfang nächsten Jahres zügig mit der Umsetzung starten. Dadurch kann eine Errichtung bis Ende Oktober 2022 noch gewährleistet werden. Neue Stationen werden vertraglich nur noch bis Oktober 2022 aufgebaut. Über die für diese letzte Förderrunde notwendigen Finanzmittel wird im Rahmen der diesjährigen Haushaltsberatung diskutiert und über die Höhe der Mittel entschieden. Die Geschäftsstelle stellt dem Gremium auf der Grundlage der bis dahin eingegangen Interessensbekundungen seitens der Kommunen eine Übersicht der voraussichtlich benötigten Fördermittel zur Verfügung.

Hintergrund: Ein dichtes Netz an RegioRadStuttgart-Stationen macht das regionsweite Fahrrad- und Pedelecverleihsystem zur flexiblen Ergänzung des ÖPNV. Dies unterstützt das Förderprogramm „Zwei für eine“ des Verband Region Stuttgart und gibt Impulse für den Bau von Gegen- und Ergänzungsstationen mit Förderungen von bis zu 50.000 Euro.

Stimmen aus den Fraktionen

Helmut Noë (CDU) bezeichnete das Förderprogramm als vollen Erfolg. Seine Fraktion freue sich über die positive Entwicklung. „Folgerichtig müssen wir nachlegen“, konstatierte er. Es sei zweckmäßig, im Rahmen der Haushaltsberatung „im Lichte der dann anstehenden Förderanträge und Nutzerzahlen darüber zu entscheiden, welche Summe wir im nächsten Jahr zur Verfügung stellen können und wollen“, führte Noë die Zustimmung seiner Fraktion zum Vorschlag der Geschäftsstelle aus.

„Um den ‚Drive‘ beizubehalten, müssen wir den Fördertopf unterjährig aufstocken“, war Philipp Buchholz (Bündnis 90/Die Grünen) überzeugt. Durch das Förderprogramm habe RegioRadStuttgart einen Durchbruch in der Region erlebt. Nun nicht sofort weitere Fördermittel bereitzustellen käme einer Vollbremsung gleich. „Es kann nicht im Interesse der Region sein, bis zum Jahreswechsel abzuwarten und die Kommunen hinzuhalten“, betonte Buchholz. Außerdem renne die Zeit davon, da der Bau neuer Stationen nur noch bis Oktober 2022 möglich ist. Buchholz appellierte: „Wir wollen nicht auf die Bremse treten, sondern den Schwung mitnehmen.“ Seine Fraktion stellte den Antrag, sofort 500.000 Euro aus der ÖPNV Rücklage für das Förderprogramm bereitzustellen, der aber mehrheitlich abgelehnt wurde.

Bernhard Maier (Freie Wähler) teilte die Euphorie seines Vorredners nicht, seine Fraktion trage aber den Beschlussvorschlag der Verwaltung mit. „So bekommen die Kommunen, die Interesse bekundet haben, eine verlässliche Grundlage, es besteht Planungssicherheit und Einklang mit dem Haushaltsrecht“, konstatierte er. Da einige RegioRadStuttgart-Stationen wenig genutzt würden, sei auch die Frage nach dem Benutzeraufkommen berechtigt. „Wir wollen Bilanz ziehen zum Verhältnis zwischen Aufwand und Erfolg“, fasste Maier für seine Fraktion zusammen.

Für Jasmina Hostert (SPD) war der Vorschlag der Verwaltung ein guter Kompromiss. „So gibt es keine Vollbremsung für das Förderprogramm, das gut angenommen wird“, war sie überzeugt. Es sei wichtig, in den Haushaltsplanungen dann das Signal an die Kommunen zu senden, dass RegioRadStuttgart weiter ausgebaut werden soll.

Auch Armin Serwani (FDP) sprach sich für den Beschlussvorschlag aus. „Damit setzen wir jetzt das Signal, dass wir auch weiterhin Zuschüsse für das Verleihsystem geben wollen“, betonte er.

Michael Knödler (Die Linke / Pirat) sah die Verzögerung als vertretbar an, da neue Stationen im Frühjahr besser ankämen als im Herbst. „Ein interfraktioneller Antrag für den nächsten Haushalt ist für die Kommunen ein Zeichen, dass wir weiter fördern wollen“, schlug er vor.

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news-1034 Thu, 20 May 2021 09:36:26 +0200 Nachhaltiger Mobilitätswandel trotz der Pandemie Schwierige Prognose für die Fahrgastentwicklung in den kommenden Jahren bei der S-Bahn. presse/artikel/aktuell/nachhaltiger-mobilitaetswandel-trotz-der-pandemie/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=d83d84da8b029b219d35df4735adb8a8 Die Corona-Pandemie hat den ÖPNV in besonderer Weise betroffen: Die Fahrgastzahlen, die in den vergangenen zehn Jahren um 30 Prozent zugenommen haben, sind im Jahr 2020 um rund 41 Prozent eingebrochen und von über 130 Millionen auf 78,6 Millionen Fahrgäste zurück gegangen. Auch für das Jahr 2021 muss durch die vielen Einschränkungen im Öffentlichen Leben von weiterhin niedrigen Fahrgastzahlen ausgegangen werden. In der Sitzung des Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart wurden die aktuellen Zahlen aus 2020 im Detail vorgestellt und über die Konsequenzen für die kommenden Jahre diskutiert.

 „Wir müssen damit rechnen, dass es Jahre brauchen kann, bis die Fahrgastzahlen wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen“, so Dr. Jürgen Wurmthaler, Leitender Direktor für Verkehr und Wirtschaft beim Verband Region Stuttgart. Schwer einzuschätzen seien nachhaltige Änderungen wie vermehrte Homeoffice-Nutzung oder weniger Bereitschaft in volle S-Bahnen zurückzukehren. „Gleichzeitig ist es auch Aufgabe der Verkehrsunternehmen und -Träger, wie bereits in den vergangenen Monaten, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um das Infektionsrisiko zu senken und den Fahrgästen das Vertrauen in die Sicherheit des ÖPNV zurückzugeben“, sagte Dr. Jürgen Wurmthaler.

Fahrgastzahlen 2020

Der Rückgang der Fahrgastzahlen ab dem Frühjahr betraf alle Linien und Zeitlagen. Deutlich wird dies in der Einzelbetrachtung der Spitzenstunden. Konnten in den letzten Jahren insbesondere in der Stunde 7 bis 8 Uhr zahlreiche Abschnitte mit einer Sitzplatzauslastung über 125 Prozent ausgemacht werden, so kam 2020 kein Streckenabschnitt über einen Wert von 100 Prozent Auslastung. Gleichzeit wird aber auch deutlich, dass nicht alle Strecken gleichermaßen von den Einschnitten betroffen waren. Insbesondere die Auslastungen im innerstädtischen Bereich sind zurückgegangen. Dies hängt jedoch auch damit zusammen, dass in den Außenästen des Streckennetzes die Auslastung prinzipiell niedriger liegt als in den zentraleren Streckenabschnitten. Die größten Rückgänge sind im Zulauf zum Flughafen aufgetreten. Die Strecke Echterdingen – Flughafen/Messe war mit einem Rückgang der durchschnittlichen werktäglichen Besetzung um rund 56 Prozent gegenüber dem Jahr 2019 am schwersten betroffen.

Stimmen aus den Fraktionen

Laut Helmut Noë (CDU/ÖDP) wird es kein einfacher Weg, wieder die Vor-Corona-Fahrgastzahlen zu erreichen: „Wir sind aber optimistisch, dass mit der Öffnung von Läden und Gastronomie sowie mit dem Start von Veranstaltungen die Zahlen steigen werden.“ Gleichzeitig müsse klar sein, dass das Virus nicht einfach weg sein wird und viele Corona-Maßnahmen weiterhin nötig sein werden. „Es kommen große Herausforderungen auf uns zu und wir hoffen, dass wie im Jahr 2020 wieder ein Rettungsschirm möglich sein wird.“

Michael Lateier (Bündnis 90/Die Grünen) ist nicht nur unglücklich über ein mögliches nicht sofortiges Anknüpfen der Fahrgastzahlen an die des Jahres 2019. Er blickt hierbei vor allen auf bislang kritische Punkte wie die Hauptverkehrszeiten: „Es ist eine Chance die Spitzenlasten zu reduzieren. So gesehen hat das vermehrte Homeoffice auch positive Auswirkungen auf die S-Bahn“, so Lateier. Gleichzeitig müsse man sich natürlich Gedanken machen, was dies für die Tickets bedeutet.

 „Wie es weiter geht – eine Antwort auf diese Frage hat keiner“, so Bernhard Maier (Freie Wähler). Im Ausbildungs- sowie dem Veranstaltungs- und Tourismusverkehr werde man sicher schnell an alte Zahlen anknüpfen können, so Maier. Durch das verstärkte Homeoffice jedoch habe man eine Zeitenwende erreicht, die man nicht zurückholen werde. „Wir fahren ein Stückweit im Nebel, ohne zu wissen, welche Zahlen wir erreichen werden“, so Maier, Entsprechend sei es nun wichtig die Situation aufmerksam zu verfolgen und laufend und kurzfristig zu berichten.

Für Jasmina Hostert (SPD) ist es nicht überraschend, dass die Fahrgastzahlen gesunken sind: „Aber es ist frustrierend.“ Trotzdem bleibe man optimistisch, dass mit fallenden Inzidenzen und zunehmenden Impfungen die Zahlen wieder steigen. „Die Frage ist jedoch: Wie schaffen wir es, das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen, die in der Pandemie auf das Auto umgestiegen sind?“

Die Entwicklung der Fahrgastzahlen führe laut Gabriele Heise (FDP) dazu, dass man nun auf alle Investitionen genau schauen müsse und hinterfragen: „Müssen wir uns von der ein oder anderen Maßnahmen verabschieden, weil sie sich nicht mehr rechnet?“. Zugleich wünscht sich Heise von der S-Bahn, dass sie proaktiver, dafür wirbt, wie sicher der ÖPNV ist.

Wolfgang Hoepfner (Die Linke/Pirat) fordert, dass man auf den Rückgang der Fahrgastzahlen mit einem vielfältigeren Angebot reagieren müsse. „Es geht nicht nur um die Menge, sondern auch um die Verknüpfung zwischen den Verkehrsangeboten.“ So könne man in der Fläche mehr Alternativen für den ÖPNV schaffen.

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news-1033 Thu, 20 May 2021 09:33:00 +0200 Neues Park + Ride-Angebot an der Messe Die Region schafft zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 ein neues Park + Ride-Angebot am S-Bahn-Halt Flughafen/Messe. presse/artikel/aktuell/neues-park-ride-angebot-an-der-messe/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=a99e6b2ad1b70540694a1fddea6ce01d Insgesamt 250 Park + Ride-Parkplätze stehen Pendlern ab Ende des Jahres in unmittelbarer Nähe des S-Bahn-Halt Flughafen-Messe, sowie an der zukünftigen Stadtbahn-Haltestelle der U-Bahn-Linie U6 Messe West zur Verfügung. Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat in seiner Sitzung vom Mittwoch beschlossen, die notwendigen Fördermittel von 45.000 Euro jährlich bis ins Jahr 2026 zur Verfügung zu stellen.

Bei den Parkflächen handelt es sich um sogenannte Ausweichparkplätze, die bislang nur an Messetagen beziehungsweise Tagen mit hoher Fluggastnachfrage geöffnet werden. Diese befinden sich in der Parkgarage P22 und auf der Parkfläche P26. Die Garage ist für Umsteiger vom Pkw in die Linien S2, S3 und U6 an der Haltestelle Flughafen/Messe sowie in das vielfältige Angebot am Busterminal interessant. Der oberirdische Parkplatz P26 liegt ideal zur zukünftigen Stadtbahn-Haltestelle Messe West. Die Anfahrt erfolgt auf beide Parkmöglichkeiten über die Autobahnausfahrt 53a Stuttgart-Flughafen/ Messe und beträgt von der Autobahn etwa 1,5 Kilometer.

Im regulären Messe- und Flughafenbetrieb betragen die Parkgebühren für die Anlagen bis zu 80 Euro in der Woche und entsprechen so nicht der Erwartung von P+R-Nutzern nach einem kostenfreien oder sehr günstigen Stellplatz. Mit dem neuen P+R-Monatsticket Messe soll Pendlern künftig ein solches Angebot geschaffen und gleichzeitig verhindert werden, dass dieses auch von Fluggästen und Messebesuchern genutzt wird. Dieses Ticket wird nur Inhabern einer polygoCard mit den entsprechenden Tarifzonen zum Preis von 35 Euro monatlich gewährt. Die Region beteiligt sich mit einem Zuschuss von 15 Euro für jede verkaufte Monatskarte. Die Gesamtkosten für die Region betragen so jährlich maximal 45.000 Euro.  Das Angebot wird den P+R-Nutzern aufgrund von Messeveranstaltungen an jeweils 2 Werktagen im März, September und November nicht zur Verfügung stehen.

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news-1032 Tue, 11 May 2021 15:49:01 +0200 Bahnreisen ab Echterdingen: kompetente Beratung und Verkauf im DB Video-Reisezentrum Die Deutsche Bahn bietet neuen Verkaufsservice in Leinfelden-Echterdingen an der S-Bahn-Station Echterdingen. Persönliche Beratung und Verkauf für gesamte Angebotspalette. presse/artikel/aktuell/bahnreisen-ab-echterdingen-kompetente-beratung-und-verkauf-im-db-video-reisezentrum/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=0109660439a9db3be6139a5bff37ac2d Die Deutsche Bahn macht die klimafreundliche Schiene zum leistungsstarken Verkehrsträger. Dazu weitet die Bahn ihren Service in der Region Stuttgart weiter aus. Bürgerinnen und Bürger in Leinfelden-Echterdingen erhalten zu Bahnreisen jetzt kompetente Beratung und Verkauf in einem neuen DB Video-Reisezentrum an der S-Bahn-Station Echterdingen. Das Video-Reisezentrum hat sich seit acht Jahren in ganz Deutschland bewährt und wird bundesweit bereits an über 100 Stationen von Bahnkundinnen und Bahnkunden sehr gut angenommen.

„Das DB Video-Reisezentren vereint die Digitalisierung mit der persönlichen individuellen Beratung. Deshalb ist es ein lukratives Angebot für Städte und Gemeinden, in denen wir mit Reiseberaterinnen und Reiseberatern bisher nicht präsent sind“, sagt Reinhold Pohl, Leiter Regionaler Vertrieb Süd.

„Für die Menschen vor Ort ist das Video-Reisezentrum, und damit eine individuelle Beratungsmöglichkeit, ein großer Gewinn“, sagt Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verband Region Stuttgart. „Das Video-Reisezentrum ist ein enorm wichtiger Baustein auf dem Weg hin zu einer umfassenden zuverlässig verfügbaren Mobilitätsinformation und zum Erwerb von Fahrkarten inklusive Beratung.  Die Stadt Leinfelden-Echterdingen hat den Impuls des Verbandes für ein Netzwerk von Mobilitätspunkten engagiert aufgenommen. Neben dem S-Bahn-Halt Echterdingen werden weitere regional geförderte Mobilitätspunkte in der Stadionstraße, mit Anschluss an die neue U-Bahn, und im Teilort Stetten entstehen. Hier kann man in Zukunft ideal und abgestimmt zwischen den verschiedenen nachhaltigen Verkehrsmitteln umsteigen.“

Roland Klenk, Oberbürgermeister der Stadt Leinfelden-Echterdingen: „Ich freue mich sehr, dass die Stadt am Bahnhof Echterdingen mit seinen täglich rund 4.000 Fahrgästen ein Video-Reisezentrum bekommt. Das erleichtert das Reisen mit dem ÖPNV, was zur Entlastung der Straßen beiträgt. Und das gilt nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, sondern auch für die vielen Gäste aus dem In- und Ausland, die Leinfelden-Echterdingen besuchen und damit einen neuen Service bekommen.“

Der Verband Region Stuttgart hatte das digitale Format für Beratung und Verkauf 2019 für den Bereich der S-Bahn Stuttgart beschlossen. In diesem Jahr steigt die Zahl der Stationen mit einem DB Video-Reisezentrum von sechs auf 19 Standorte. Im Bereich der S-Bahn Stuttgart ist Echterdingen der zweite Standort im Landkreis Esslingen nach Kirchheim unter Teck. Darüber hinaus ist ein Video-Reisezentrum in der Mobilitätszentrale Nürtingen integriert. Die Bahn plant im August 2021 auch DB Video-Reiszentren zusätzlich zu den vorhandenen Reisezentren an den Bahnhöfen Esslingen (Neckar) und Plochingen zu öffnen.

Das mit Bildschirm, Mikrofon und Lautsprecher sowie einem modifizierten Fahrkartenautomaten ausgestattete Video-Reisezentrum bietet neben der persönlichen Beratung auch den Verkauf von Fahrscheinen per Video-Gespräch an. Die Bahnkundinnen und Bahnkunden erhalten im Video-Reisezentrum den gleichen Service, den sie aus einem DB Reisezentrum gewohnt sind. Die DB-Beraterinnen und DB-Berater sitzen in der Video-Zentrale in Ludwigsburg. Sie kennen sich in der Region gut aus und sind für die individuellen und regionalen Anliegen zum Fern- und Regionalverkehr geschult. Darüber hinaus profitieren die Bahnkundinnen und Bahnkunden dank digitaler Technologie von langen Öffnungszeiten für Beratung und Verkauf – auch an Samstagen, Sonn- und Feiertagen.

Die Servicezeiten sind:

Montag – Freitag                                   6:00 – 19:30

Samstag, Sonn- und Feiertag                8:00 – 18:00

Im Herbst 2021 werden die Bahn und der Verband Region Stuttgart die Zeiten weiter ausweiten.

So funktioniert das DB Video-Reisezentrum

Per Knopfdruck melden sich die Kundinnen und Kunden in der Video-Reisezentrum-Zentrale. Die Reiseberaterinnen und Reiseberater schalten sich auf und sind nun mit dem Fahrgast per Videokonferenz und Sprachverbindung verbunden. Auf einem zweiten Bildschirm verfolgen die Kundinnen und Kunden die Arbeitsschritte des Reiseberaters, wie zum Beispiel die Suche nach einer Verbindung oder einem günstigen Fahrpreis. Fahrkarten, Reservierungen und BahnCards werden direkt in der Kabine erstellt und können mit Bargeld, Girocard oder Kreditkarte bezahlt werden.

Hinweis für Redaktionen

Ein Medienpaket zum Video-Verkauf der Deutschen Bahn mit Themendienst, Standortgrafik, Grafik mit Zahlen, Daten, Fakten, Erklärfilm sowie Fotos finden Sie ergänzend hier: deutschebahn.com/vrz

Bild zum Download

https://datentransfer.region-stuttgart.org/#/public/shares-downloads/erHa9WD2ThvMTfOAHqKuMVnRezlApxBc

Bildunterschrift:

von links nach rechts: Reinhold Pohl, Leiter Regionaler Vertrieb Süd, Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart und Roland Klenk, Oberbürgermeister der Stadt Leinfelden-Echterdingen, haben heute das DB Videoreisezentrum mit einem symbolischen Schlüssel eröffnet.

Bildnachweis: DB

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news-1031 Fri, 07 May 2021 15:52:35 +0200 Nachhaltige Mobilität: RegioRadStuttgart eröffnet 200. Verleihstation presse/artikel/aktuell/nachhaltige-mobilitaet-regioradstuttgart-eroeffnet-200-verleihstation/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=6500a7a215150e3dd95cc71808d928cc Das kommunale und regionsweite Fahrrad- und Pedelecverleihsystem RegioRadStuttgart wächst immer weiter und ist mittlerweile über die Landeshauptstadt Stuttgart hinaus in über 40 Städten und Gemeinden in der Region mit Verleihstationen vertreten. Drei Jahre nach dem Start von RegioRadStuttgart ist nun die Inbetriebnahme der 200. Station am Ernst-Reuter-Platz in Stuttgart-Weilimdorf gefeiert worden.

Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, sagte bei der Einweihung: „Wir freuen uns sehr, dass die Eröffnung der 200. RegioRadStuttgart-Station in der Landeshauptstadt erfolgt. Seit dem Start des Verleihsystems im Frühjahr 2018 hat sich viel getan: Allein in Stuttgart können die Bürgerinnen und Bürger mittlerweile an 110 Stationen Fahrräder, Pedelecs und zehn Lastenpedelcs ausleihen. Das Angebot ist überaus beliebt und ein wichtiges Signal für eine umweltfreundliche und zukunftsorientierte Mobilität – sowohl in Stuttgart als auch der Region.“

Zusätzlich zu den Verleihstationen im Stuttgarter Stadtgebiet gibt es 90 weitere Stationen in mehr als 40 Städten und Gemeinden der Region. Insgesamt können an allen 200 Stationen mittlerweile rund 1.500 Fahrräder, Pedelecs und Lastenpedelecs entliehen werden.

Thomas Bopp, Vorsitzender des Verband Region Stuttgart, erklärte: „Um das RegioRadStuttgart als niederschwelliges, attraktives und nachhaltiges Mobilitätsangebot insbesondere in der breiten Fläche der Region Stuttgart zu unterstützen, hat der Verband Region Stuttgart im vergangenen Jahr unter anderem das regionale Förderprogramm ,Zwei für eine‘ beschlossen. Hierbei kofinanziert der Verband maximal zwei Stationen mit bis zu 50.000 Euro. Das Programm soll ein dichtes Netz von Stationen in der Region schaffen. Auch die Jubiläumsstation in Stuttgart-Weilimdorf ist Teil des Programms und damit eine von derzeit 29 RegioRadStuttgart-Stationen, die vom Verband Region Stuttgart kofinanziert werden. Im Mai beschließt der Verkehrsausschuss der Regionalversammlung zudem über die nächste Förderrunde.“

Jürgen Gudd, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutsche Bahn Connect GmbH, die das Bikesharing-System betreibt, sagte: „Für die DB ist der Ausbau klimafreundlicher Mobilität der zentrale Baustein für eine starke Schiene. Deswegen ist uns auch die Vernetzung mit dem ÖPNV – wie hier in Weilimdorf mit der Stadtbahn – ein großes Anliegen. So haben wir für jeden Anlass ein nützliches Angebot, sei es für die Fahrt zur Arbeit, spontane Kurzstrecken, touristische Unternehmungen oder Familien- und Freizeitausflüge.“

An der neuen Station am Ernst-Reuter-Platz in Stuttgart-Weilimdorf können vier Fahrräder und zwei Pedelecs ausgeliehen werden. Drei andere Stationen gibt es in dem Stadtbezirk bereits: am S-Bahnhof, am Löwenmarkt und am Bürgertreff Hausen. Ralf Maier-Geißer, Gesamtkoordinator von RegioRadStuttgart, berichtete: „Das Verleihsystem wird in Stuttgart-Weilimdorf gut nachgefragt und durch die neue Station weiter optimiert. Auch ist das interkommunale Verleihsystem in den angrenzenden Stadtbezirken und den Nachbarkommunen Gerlingen und Ditzingen gut vertreten.“

Ulrike Zich, Bezirksvorsteherin in Weilimdorf, ergänzte: „Mit der neuen RegioRadStuttgart-Station im Stadtteil Giebel bieten sich nun noch mehr Möglichkeiten die herrliche Landschaft am Rande des Strohgäus mit dem Rad und dem ÖPNV zu genießen, egal ob für Freizeitfahrer oder Berufspendler. Die Verbindung zwischen Stuttgart und dem Umland wird weiter aufgewertet.“

Hintergrund

Die Nutzung von RegioRadStuttgart ist simpel: Es bedarf lediglich einer Registrierung auf www.regioradstuttgart.de, der RegioRadStuttgart-App oder telefonisch. Im Anschluss können die RegioRäder und RegioPedelecs an jeder Station per polygoCard, App oder Telefon entliehen werden und an jeder beliebigen Station wieder zurückgegeben werden. Mit einer polygoCard erhält man bei jeder Fahrt 30 Freiminuten für Fahrräder und 15 Freiminuten für Pedelecs geschenkt. Die polygoCard kann kostenlos unter www.mypolygo.de bestellt werden. Weitere Informationen rund um das RegioRadStuttgart gibt es auf www.regioradstuttgart.de. Wer zudem Inspirationen für RegioRadStuttgart-Touren durch die Region sucht, findet diese unter www.stuttgart-tourist.de/radfahren-wandern-stuttgart-region/regiorad-stuttgart  sowie www.zugportal.de/sbahnstuttgart.

Die Deutsche Bahn Connect GmbH betreibt RegioRadStuttgart im Auftrag der Landeshauptstadt Stuttgart und den Kommunen der Region. Das Bikesharing-System ist Teil der Call a Bike-Familie. Damit stehen den Kunden deutschlandweit mehr als 16.000 Räder in über 80 Städten zur Verfügung.

Bild zum Download:

https://datentransfer.region-stuttgart.org/#/public/shares-downloads/7VKwtEhFf7ZhLLRqCyPECszPXRFAjHtL

Bildnachweis: Haben die 200. Verleihstation von RegioRadStuttgart in Weilimdorf gemeinsam eingeweiht (von links nach rechts): Jürgen Gudd, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutsche Bahn Connect GmbH, Ulrike Zich, Bezirksvorsteherin in Weilimdorf, Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Thomas Bopp, Vorsitzender des Verband Region Stuttgart, und Ralf Maier-Geißer, Gesamtkoordinator von RegioRadStuttgart. Foto: Leif Piechowski, Rechte LHS. Die zur Verfügung gestellten Bilder dürfen nur im Zusammenhang mit einer Berichterstattung verwendet werden.

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news-1030 Wed, 05 May 2021 14:16:26 +0200 Rad-DM in Stuttgart und der Region im Juni ohne Zuschauer - Verlegung des Brezel Race auf 12. September presse/artikel/aktuell/rad-dm-in-stuttgart-und-der-region-im-juni-ohne-zuschauer-verlegung-des-brezel-race-auf-12-septem/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=d57253092990e4142d7782ff8678f697 Nach der Verschiebung im Jahr 2020 starten in knapp sechs Wochen die Deutschen Straßenradmeisterschaften (Rad-DM) in Stuttgart und der Region Stuttgart. Gemeinsam mit dem Bund Deutscher Radfahrer e. V. (BDR) haben die Landeshauptstadt Stuttgart und der Verband Region Stuttgart entschieden, dass die Meisterschaften am 19. und 20. Juni 2021 unter Corona-Restriktionen ohne Zuschauer durchgeführt werden sollen. Die besten Radsportlerinnen und Radsportler haben damit die Chance, ihr Können eine Woche vor der Tour de France unter Beweis zu stellen und sich für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren. Aufgrund der Infektionsschutzmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie werden die Meisterschaften ohne Zuschauer geplant. Das Brezel Race Stuttgart & Region, das Radrennen für Jedermann und Jedefrau, wird auf das Ende der baden-württembergischen Sommerferien, den Sonntag, 12. September 2021 verlegt.

„Die Vorbereitungen mussten in den vergangenen Monaten ständig an die sich ändernden Bedingungen angepasst werden“, sagt Albrecht Röder, Geschäftsführer der Freunde Eventagentur. Die Rad-DM im Einzelzeitfahren für Frauen, Männer und U23 soll am 19. Juni 2021 rund um das Radstadion in Gäufelden-Öschelbronn stattfinden. Die Straßenrennen der Frauen und Männer starten in Filderstadt und werden auf einem Rundkurs mit 7,1 km Länge in Stuttgarts Süden ausgefahren. Diese beiden Straßenrennen sind für Sonntag, den 20. Juni 2021, geplant. Die aktuell gültige Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ermöglicht es, die Deutschen Straßenradmeisterschaften als Spitzen- und Profisportveranstaltung ohne Zuschauer durchzuführen.

Die Rennen werden medial bestmöglich aufbereitet, um sie dennoch live einem breiten Publikum präsentieren zu können. Für den Radsport sei dies eine gute Nachricht, ist Rudolf Scharping, Präsident des Bund Deutscher Radfahrer e.V., überzeugt: „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit den bisherigen Erfahrungen und den bewährten Konzepten für Sicherheit und Hygiene bei Radrennen die insgesamt fünf Meistertrikots im Juni ausfahren können. Dafür danke ich schon jetzt allen Beteiligten für ihre Flexibilität und das Durchhaltevermögen. Der BDR unterstützt die örtlichen Ausrichter auf allen Ebenen nach Kräften.“

„Uns fällt es nicht leicht, auf ein Radsportfest mit Publikum – wie bei der Deutschland Tour 2018 – zu verzichten", unterstreicht Dr. Clemens Maier, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart. „Die beteiligten Ämter der Stadt arbeiten eng mit dem Veranstalter zusammen, um ein Event zu realisieren, das für alle Beteiligten so sicher wie möglich ist. Gleichzeitig bedeutet die Verlegung des Brezel Race für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine höhere Chance darauf, dass das Jedermann-Rennen stattfinden kann“, sagt der Sportbürgermeister.

Parallel zu den üblichen Vorbereitungen wird in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden, Dienstleistern und den Verbänden ein umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept erstellt. Ziel ist es, alle Akteure bestmöglich zu schützen.

Unter anderem wird ein Corona-PCR-Testzentrum für alle Sportlerinnen und Sportler, Betreuende sowie das Organisationsteam vor Ort eingerichtet. Darüber hinaus gelten höchste Sicherheitsstandards zum Schutz der Bevölkerung.

„Die eingeschränkte Durchführung der Rad-DM in Stuttgart, Filderstadt und Öschelbronn und die Verschiebung des Brezel Race ist in der aktuellen Lage die beste Option“, sagt die Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart, Dr. Nicola Schelling. „Die Gesundheit aller Beteiligten hat absoluten Vorrang. Ich hoffe, dass das Brezel Race für Jedermann und Jedefrau möglich sein wird, es wäre ein willkommener Schritt zurück in die Normalität.“, betont Dr. Schelling. Bisher haben sich schon über 2.000 Breitensportlerinnen und -sportler für das Brezel Race angemeldet.

Die Verschiebung des Brezel Race auf den 12. September 2021 wurde gemeinsam mit der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Verband Region Stuttgart entschieden sowie mit allen Kommunen an der Strecke in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen abgestimmt. „Der 20. Juni kommt in diesem Jahr leider zu früh für einen Event mit Tausenden Teilnehmenden und Zuschauenden an der Strecke. Jetzt sind es noch gut vier Monate bis zum neuen Datum des Brezel Race, da sind wir zuversichtlich, einen reinen Breitensportevent für alle Radbegeisterten in dieser Dimension doch noch durchführen zu können“, so Albrecht Röder, Organisationschef Rad-DM und Brezel Race in Stuttgart. „Unser Dank gilt den Städten und Gemeinden, den Behörden und allen Interessierten für ihre Flexibilität und Unterstützung, das nahezu fertig geplante Brezel Race wieder zu verschieben.“ Die Teilnehmenden werden so schnell wie möglich per E-Mail und per Newsletter informiert. Alle weiteren Informationen sind laufend unter www.brezelrace.de abrufbar.

Hintergrund/Ausblick

Die Deutschen Straßenradmeisterschaften waren vom 19. bis 21. Juni 2020 geplant. In diesem Rahmen hätte auch das „Brezel Race Stuttgart & Region“ seine Premiere gefeiert. Veranstalter der Deutschen Straßenradmeisterschaften ist der BDR und Ausrichter die FREUNDE Eventagentur. Der Gesamtevent ist ein von der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Verband Region Stuttgart gefördertes Gemeinschaftsvorhaben. Die Streckenplanung und Organisation für beide Rennen verantwortet der regionale Veranstalter FREUNDE Eventagentur aus Sindelfingen-Maichingen. Die Gesamtkommunikation zum neuen Jedermann-/Jedefrau-Rennen sowie zu den Deutschen Straßenradmeisterschaften 2021 begleitet das Stuttgarter Agenturtandem SANSHINE Communications und WortFreunde Kommunikation. Das „Brezel Race Stuttgart & Region“ soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden und sich in der Region langfristig etablieren. Auch das Finale der Schlussetappe der Deutschland Tour, neu geplant für Ende August 2022, wird von der Landeshauptstadt und dem Verband Region Stuttgart gemeinsam gefördert. Teil des Finales ist die Jedermann Tour mit Start und Ziel in Stuttgart und zwei Strecken durch die Region.

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news-1029 Wed, 05 May 2021 06:52:19 +0200 Bahnreisen ab Rommelshausen: kompetente Beratung und Verkauf im DB Video-Reisezentrum Die Deutsche Bahn bietet neuen Verkaufsservice in Kernen im Remstal an der S-Bahn-Station Rommelshausen. Persönliche Beratung und Verkauf für gesamte Angebotspalette. presse/artikel/aktuell/bahnreisen-ab-rommelshausen-kompetente-beratung-und-verkauf-im-db-video-reisezentrum/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=a93e5561388e2411c5780487abbc06ac Die Deutsche Bahn macht die klimafreundliche Schiene zum leistungsstarken Verkehrsträger. Dazu weitet die Bahn ihren Service in der Region Stuttgart weiter aus. Bürgerinnen und Bürger in Kernen im Remstal erhalten zu Bahnreisen jetzt kompetente Beratung und Verkauf in einem neuen DB Video-Reisezentrum an der S-Bahn-Station Rommelshausen. Das Video-Reisezentrum hat sich seit acht Jahren in ganz Deutschland bewährt und wird bundesweit bereits an über 100 Stationen von Bahnkundinnen und Bahnkunden sehr gut angenommen.

„Das DB Video-Reisezentren vereint die Digitalisierung mit der persönlichen individuellen Beratung. Deshalb ist es ein lukratives Angebot für Städte und Gemeinden, in denen wir mit Reiseberaterinnen und – Beratern bisher nicht präsent sind“, sagt Reinhold Pohl, Leiter Regionaler Vertrieb Süd.

„Für die Menschen vor Ort ist das Video-Reisezentrum und die damit einhergehende individuelle Beratungsmöglichkeit ein großer Gewinn“, sagt Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verband Region Stuttgart“. „Das Video-Reisezentrum ist zudem ein enorm wichtiger Baustein auf dem Weg hin zu einer umfassenden zuverlässig verfügbaren Mobilitätsinformation und zum Erwerb von Fahrkarten inklusive Beratung.  Der Standort Rommelshausen wird einer der dreizehn Mobilitätspunkte in der Region, an denen man komfortabel von der Bahn auf weitere nachhaltige Verkehrsmittel umsteigen kann, wie zum Beispiel auf ein RegioRadStuttgart-Pedelec oder auf das eigene Pedelec, das während der S-Bahnfahrt sicher in der Fahrradbox abgestellt war.“

Benedikt Paulowitsch, Bürgermeister Kernen im Remstal: „Das Video-Reisezentrum verknüpft neueste Technik mit dem persönlichen Kontakt zu einem hochqualifizierten Reiseberater. Das ist ein toller Service für die Bahnkunden in Kernen.“

Der Verband Region Stuttgart hatte das digitale Format für Beratung und Verkauf 2019 für den Bereich der S-Bahn Stuttgart beschlossen. In diesem Jahr steigt die Zahl der Stationen mit einem DB Video-Reisezentrum von sechs auf 19 Standorte. Rommelshausen ist nach Waiblingen und Schorndorf das dritte Video-Reisezentrum im Rems-Murr-Kreis. Backnang folgt unmittelbar, voraussichtlich im Juni Winnenden.

Das mit Bildschirm, Mikrofon und Lautsprecher sowie einem modifizierten Fahrkartenautomaten ausgestattete Video-Reisezentrum bietet neben der persönlichen Beratung auch den Verkauf von Fahrscheinen per Video-Gespräch an. Die Bahnkundinnen und Bahnkunden erhalten im Video-Reisezentrum den gleichen Service, den sie aus einem DB Reisezentrum gewohnt sind. Die DB-Beraterinnen und -Berater sitzen in der Video-Zentrale in Ludwigsburg. Sie kennen sich in der Region gut aus und sind für die individuellen und regionalen Anliegen zum Fern- und Regionalverkehr geschult. Darüber hinaus profitieren die Bahnkundinnen und Bahnkunden dank digitaler Technologie von langen Öffnungszeiten für Beratung und Verkauf – auch an Samstagen, Sonn- und Feiertagen.

Die Servicezeiten sind:

Montag – Freitag                                    6:00 – 19:30

Samstag, Sonn- und Feiertag                8:00 – 18:00

Im Herbst 2021 werden die Bahn und der Verband Region Stuttgart die Zeiten weiter ausweiten.

So funktioniert das DB Video-Reisezentrum

Per Knopfdruck meldet sich der Kunde in der Video-Reisezentrum-Zentrale. Der Reiseberater schaltet sich auf und ist nun mit dem Kunden per Videokonferenz und Sprachverbindung verbunden. Auf einem zweiten Bildschirm verfolgt der Kunde die Arbeitsschritte des Reiseberaters, wie zum Beispiel die Suche nach einer Verbindung oder einem günstigen Fahrpreis. Fahrkarten, Reservierungen und BahnCards werden direkt in der Kabine erstellt und können mit Bargeld, Girocard oder Kreditkarte bezahlt werden.

Hinweis für Redaktionen

Ein Medienpaket zum Video-Verkauf der Deutschen Bahn mit Themendienst, Standortgrafik, Grafik mit Zahlen, Daten, Fakten, Erklärfilm sowie Fotos finden Sie ergänzend hier: deutschebahn.com/vrz

Bild zum Download 

Bildunterschrift:

von links nach rechts: Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart, Benedikt Paulowitsch, Bürgermeister Kernen im Remstal, und Manfred Bandel, DB Vertrieb, in Vertretung von Reinhold Pohl, haben heute das DB Videoreisezentrum mit einem symbolischen Schlüssel eröffnet.

Bildnachweis: DB

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news-1028 Thu, 29 Apr 2021 10:23:46 +0200 „Strategischer Regionaler Vorhaltestandort Hungerberg“ geht in die nächste Runde Regionalversammlung beschließt Offenlegung des Entwurfs zur Regionalplanänderung presse/artikel/aktuell/strategischer-regionaler-vorhaltestandort-hungerberg-geht-in-die-naechste-runde/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=e7e74bfd755e4e49b8abd1caa9918357 Die Regionalversammlung hat am Mittwoch mit großer Mehrheit beschlossen, den Entwurf zur Regionalplanänderung für das Gebiet „Dettingen/Hungerberg“ offenzulegen. Die Regionalplanänderung soll die Entwicklung eines Strategischen Regionalen Vorhaltestandorts mit bis zu 42 Hektar und zugleich die Entstehung eines interkommunalen Gewerbegebiets, getragen durch Kirchheim unter Teck, Dettingen unter Teck und Notzingen ermöglichen. Das Gebiet liegt am nordöstlichen Ortsrand von Dettingen und strategisch günstig südlich der Autobahn A 8.  Im Dezember hatte die Regionalversammlung die Geschäftsstelle des Verbands Region Stuttgart damit beauftragt, einen Entwurf für die Änderung des Regionalplans zu erarbeiten. Mit der darin vorgesehenen Aufhebung des Regionalen Grünzugs würde eine Voraussetzung für die bauliche Nutzung der entsprechenden Flächen geschaffen. Regionaldirektorin Dr.  Nicola Schelling erläuterte nochmals, dass es keine ausreichenden Standorte für Zukunftstechnologien im Bestand gebe. Für wichtige Maßnahmen müsse daher Freiraum in Anspruch genommen werden. „Der Standort am Hungerberg wurde bereits vor zehn Jahren für die gewerbliche Nutzung erkundet. Hier könnte nun ein hochwertiges Gewerbegebiet entstehen“, warb sie für die Planungsempfehlung der Regionalversammlung. Ein Mehrwert sei an dieser Stelle die Bündelung der Kompetenzen von Regionalplanung und Wirtschaftsförderung.

Im Rahmen eines Regionalplanänderungsverfahrens werden die unterschiedlichen Facetten nachhaltiger Entwicklung und die Auswirkungen, die mit einer Änderung einhergehen würden, beleuchtet. Soziale, ökologische und ökonomische Belange werden dabei systematisch erfasst und gegenübergestellt. Auf dieser Grundlage ist der Entwurf zur Änderung des Regionalplans erarbeitet sowie ein umfassender Umweltbericht erstellt worden. Dem Beschluss der Offenlegung folgt nun das rund drei Monate dauernde Beteiligungsverfahren, mit dessen Durchführung wieder die Geschäftsstelle des Verbands Region Stuttgart beauftragt ist. Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens können sowohl Träger öffentlicher Belange, Städte und Gemeinden, als auch die Bürgerinnen und Bürger Anregungen und Einwände zur Planung vorbringen. Die Abwägung von privaten und öffentlichen Belangen ebenso wie die abschließende Entscheidung über die Änderung des Regionalplans liegen dann wieder bei der Regionalversammlung. Rechtskräftig wird eine Planänderung dann, wenn das Wirtschaftsministerium als Oberste Landesplanungsbehörde sie genehmigt. Die Entscheidung, ob die zusätzlichen Entwicklungsmöglichkeiten genutzt werden und konkrete Flächen entwickelt werden, obliegt am Ende den zuständigen Gemeinden.

Konzept des Strategischen regionalen Vorhaltestandorts

Die Region Stuttgart steht angesichts des beschleunigten technologischen und ökonomischen Wandels vor weitreichenden Herausforderungen. Für eine zeitnahe Umsetzung von strategischen Investitionsprojekten steht dabei aktu­ell nur ein sehr eingeschränktes Flächenangebot zur Verfügung. 2018 haben der Verband Region Stuttgart und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) daher eine regionale Gewerbeflächenstrategie erarbeitet. Dabei wurde die „Entwicklung eines strategischen regionalen Vorhaltestandortes für regionalbedeutsame Investiti­onsprojekte des technologischen und ökonomischen Wandels“ als Ziel formuliert und als Handlungsfeld beschlossen. Das Konzept des „Regionalen Vorhaltestandorts“ ist ein Lösungsansatz, um dem Defizit an größeren, baureifen Industrieflächen in der Region Stuttgart zu begegnen. Insbesondere besteht ein Mangel an großen, gut an das Fernstraßennetz angebundenen Flächen, die immissionsschutzrechtlich auch einen 24-Stunden-Betrieb zulassen.

Warum erfüllt gerade der Standort „Hungerberg“ die Kriterien für einen Regionalen Vorhaltestandort?

Bereits 2009 wurde in einer Machbarkeitsstudie ermittelt, dass sich die Lage des Standorts mit unmittelbarem Anschluss an das überörtliche Verkehrsnetz mit Autobahn und Bundesstraße sowie Schienenanschluss für eine industrielle oder gewerbliche Entwicklung eignet. Zudem hat die Vereinbarte Verwaltungsge­meinschaft (VVG), in der Dettingen gemeinsam mit Kirchheim und Notzingen organisiert ist, konkrete Kooperationsbereitschaft für eine zeitnahe Baureifmachung und Erschließung von noch im Rahmen der Bauleitplanung festzulegenden Flächen signalisiert. In Zusammenarbeit mit der WRS sind dafür bereits erste vorbereitende Maßnahmen getroffen worden.  

Ergänzender Antrag zur nachhaltigen Entwicklung des Mittelbereichs Kirchheim unter Teck

Ein begleitender Antrag zur Offenlage des Entwurfs zur Regionalplanänderung der Fraktion von CDU/ÖDP fand ebenfalls die Zustimmung der Regionalversammlung. Die Verbandsgeschäftsstelle erhielt den Auftrag, auf die Kommunen zuzugehen, um gemeinsam Konzepte für eine Verbesserung der Naherholungsqualität des Bereichs um den „Hungerberg“ zu entwickeln. Zudem soll ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der ökologischen Leistungsfähigkeit des Gebietes sowie für eine attraktive Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr ausgearbeitet werden. Die Initiierung eines Bürgerdialogs soll zudem die zukunftsorientierte Gestaltung von Wirtschaft, Mobilität und Freiraum für den gesamten Mittelbereich Kirchheim unter Teck voranbringen.

Stimmen der Fraktionen

Roland Schmid (CDU/ÖDP) zufolge fußt die Attraktivität der Region auch auf der Bereitschaft der Kommunen, die Voraussetzungen für Wachstum und Wohlstand zu schaffen. „Wir sind nach wie vor eine gefragte Zuzugsregion mit innovativen Unternehmen und Spitzenpositionen im Export und in Forschung und Entwicklung. Doch, wer sich mit dem Erreichten zufriedengibt, landet schnell im Mittelfeld und gar auf den Abstiegsplätzen“, stellte Schmid fest.  Die Regionalplanänderung sei aktive Zukunftssicherung, Wirtschaftswachstum könne nur mit neuen Flächen erreicht werden. Er kritisierte: „Wenn nichts mehr geht, können wir uns gleich abmelden. Es ist bedenklich, dass jeder neue Anlauf für Gewerbeflächen in Selbstzufriedenheit endet.“ Seine Fraktion wolle jedoch Impulse setzen und die Veränderungen in der Wirtschaft mit Freude begleiten. Schmid forderte eine Willkommenskultur für Unternehmen. Moderne Produktionsanlagen sollten auch in einem Hochlohnland wie Baden-Württemberg möglich sein.

„Wir lehnen die Aufhebung des Grünzugs ab. Er sichert die Freiraumfunktionen Boden, Wasser, Klima, Arten- und Biotopschutz sowie naturbezogene Erholung und besonders die land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung und Produktion“, sagte Dorothee Kraus-Prause. Die ökologischen, verkehrlichen und sozialen Belange sieht ihre Fraktion hier nicht gewahrt. Die Balance zwischen Wirtschaft und Klima stimme nicht. Es werde nicht funktionieren, erst Geld zu verdienen und dann Klimaschutz zu betreiben – Vorsorge sei günstiger als aufwändige Reparatur und neue Fläche schaffe nicht per se mehr Arbeitsplätze. „Wir brauchen innovative Technologien nicht nur im Blick auf Produkte, sondern angesichts endlicher Flächen auch innovative Lösungen für Gewerbe- und Industriestandorte“, so Kraus-Prause. Sie verwies dabei unter anderem auf einen Antrag ihrer Fraktion, an einem konkreten Fall proaktiv und modellhaft die Wiedernutzung einer Industriebrache aufzuzeigen.

Es gehe nicht nur um planungsrechtliche Fragen, „sondern auch darum, welche Möglichkeiten wir der Wirtschaft in unserer Region bieten, um den Strukturwandel umzusetzen, Arbeitsplätze in der Region zu halten und weitere zu schaffen“, konstatierte Gerd Maisch (Freie Wähler). Die mit hoher fachlicher Qualität durchgeführten Untersuchungen hätten eine eindeutige Eignung des Standortes Hungerberg ergeben. Würde man auf die Ausweisung von Vorhaltestandorten verzichten, würden weitere Firmen die Region verlassen. Freiwerdende Gewerbeflächen zu nutzen, sei gut und richtig, reiche aber nicht aus. „Wir Freien Wähler setzen nicht darauf, dass Betriebe den Strukturwandel nicht überleben. Wir schaffen Rahmenbedingungen dafür, dass sie zukunftsfähig bleiben. Wir stehen für unsere Betriebe und eine positive Entwicklung der Region.“

Für Regina Traub (SPD) ist der Beschluss des Beteiligungsverfahrens an diesem Punkt vor allem eine Formalie. Sie stellte fest: „Wir wissen alle, wie hoch der Bedarf an Logistikflächen ist. Aber auch Spitzentechnologien brauchen Flächen.“ Im Umweltbericht werde deutlich, dass bauliche Maßnahmen einige Schutzgüter unwiederbringlich zerstören würden. Unter anderem würden Landwirtschaft auf den betreffenden Flächen für immer unmöglich und das lokale Klimasystem beeinträchtigt. Sie folgerte: „Wenn wir den Grünzug aufgeben, müssen besondere Ansprüche an die Planung gestellt werden. Ausgleichsmaßnahmen müssen direkt im Gebiet oder im direkten Umfeld erfolgen.“ Ein „Gewerbegebiet 4.0“ müsse konzipiert werden: energieeffizient, durchgrünt und mit mehrgeschossigen modularen Produktions- und Lagergebäuden.

Klaus Mauch (AfD) war überzeugt: „Was großflächige Vorhalteflächen angeht, die für eine mögliche konzentrierte Ansiedlung von Technologiefortentwicklungsbranchen geeignet sind, hat die Region die Entwicklung verschlafen.“ Es mangle vor allem an konkret bebaubaren Flächen. Diese seien von besonderer Bedeutung für die Wettbewerbspositionen einzelner Betriebsstandorte. Er betonte: „Es geht nicht um Flächen für jedermann, sondern um Flächen für Zukunftsinvestitionen.“ Seine Partei stimme der Offenlegung als basisdemokratischem Verfahrensschritt gerne zu.

Rena Farquhar (FDP) verwies auf die Bürgerinitiative mit Ziel eines Bürgerbegehrens vor Ort und begrüßte ausdrücklich, dass Bürgerinnen und Bürger die Entscheidung in die eigene Hand nehmen. Gleichzeitig betonte sie aber: „Die Erfahrungen der letzten Zeit zeigen, dass es dringend notwendig ist, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir in der Region nicht auf einer Insel der Seligen leben.“ Für die Region gebe es nur eine Strategie: optimale Ressourcennutzung für optimale Wertschöpfung, Klimaschutz inklusive. Für weitere Verfahren forderte sie im Namen ihrer Fraktion, dass die Region zusammen mit der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der drei Kommunen eine bundesweite Vorreiterrolle bei der Gestaltung und Entwicklung des Projektes übernehme. Zudem brauche es eine aktive, bürgernahe Informationskampagne.

„Den angestrebten Regionalen Gewerbeschwerpunkt in Dettingen findet unsere Fraktion unter dem Aspekt der nachhaltigen Gewerbeflächenentwicklung weiterhin ungeeignet“, betonte Sebastian Lucke (DIE LINKE/PIRAT). Wenn man die Straßen spürbar von Logistikverkehr entlasten und Schienenlogistik vorantreiben wolle, solle man über den Standort Vaihingen an der Enz mit seiner optimalen, auch fußläufigen Anbindung und nicht über Dettingen mit einem zwei Kilometer entfernten Regionalhalt reden. Für die Technologien der Zukunft dürften nicht die Lebensgrundlagen künftiger Generationen geopfert werden.

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news-1027 Thu, 29 Apr 2021 10:21:14 +0200 Regionalversammlung ermöglicht digitale Beschlussfassung Die Satzung wird entsprechend angepasst. In Ausnahmesituationen kann die Gremienarbeit dann auch online erfolgen. presse/artikel/aktuell/regionalversammlung-ermoeglicht-digitale-beschlussfassung/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=9b4d77f151e5e4a43a57ff59e6c14091 Für alle Fälle gewappnet: Ausschusssitzungen der Regionalversammlung können künftig, wenn erforderlich, auch per Videokonferenz erfolgen. Dem hat die Regionalversammlung am Mittwoch zugestimmt. So kann auch in Ausnahmesituation gewährleistet werden, dass das Gremium beschlussfähig ist.

Eine Sitzung ohne persönliche Anwesenheit kann zukünftig stattfinden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Sitzung muss „notwendig“ sein. Sie behandelt dann entweder Gegenstände einfacher Art oder kann aus schwerwiegenden Gründen nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden. Grundvoraussetzung ist, dass Bild und Ton zeitgleich übertragen werden können, um die Beratung und Beschlussfassung zu ermöglichen. Da die Sitzungen der Regionalversammlung und ihrer Ausschüsse grundsätzlich öffentlich sind, gibt es auch bei Videokonferenzen eine Übertragung in einen öffentlich zugänglichen Raum.

Aufgrund der besonderen Lage während der Corona-Pandemie hat das Land bereits im Mai 2020 ein Gesetz verabschiedet, um Beschlüsse ohne persönliche Anwesenheit zu ermöglichen. Bis Ende 2020 war die Regelung ohne Satzungsänderung gültig. Damit digitale Sitzungen weiterhin möglich sind, muss die entsprechende Regelung nun in der Satzung des Verbands Region Stuttgart festgeschrieben werden.

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news-1026 Thu, 29 Apr 2021 10:17:50 +0200 Wechsel in der Regionalversammlung Fritz Kuhn scheidet aus, Dr. Christine Lehmann rückt nach – weitere Änderungen bei Ausschüssen, Arbeitsgruppen und Aufsichtsratsposten presse/artikel/aktuell/wechsel-in-der-regionalversammlung-1/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=f0d19ecd401a8478ab1484e3f1bb22ee Der ehemalige Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn ist am Mittwoch aus der Regionalversammlung ausgeschieden. Er gehörte der Regionalfraktion von Bündnis 90/die Grünen an. Kuhn war seit 2014 Mitglied der Regionalversammlung, unter anderem von 2014 bis 2019 als stellvertretender Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart. Der Verbandsvorsitzende, Thomas S. Bopp, dankte Fritz Kuhn für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und erinnerte an Leuchtturme der Zusammenarbeit von Stuttgart und der Region: „Wir konnten Vieles gemeinsam auf den Weg bringen.“ Unter anderem nannte er den ÖPNV-Pakt, die Tarifzonenreform, die Vollintegration des Landkreises Göppingen, die IBA`27, aber auch die Deutschlandtour 2018 mit ihrem Jedermannrennen. Kuhn zog zum Ende seiner Zeit als Regionalrat Resümee: „Die Region ist ein wichtiges Gebilde in Baden-Württemberg mit ihren Aufgaben, insbesondere im Verkehr und beim Wohnen.“ Als „ungelösten Geburtsfehler“ bezeichnete er die Umlagefinanzierung des Verbands Region Stuttgart. Aus dem Wahlkreis Stuttgart ist Dr. Christine Lehmann nachgerückt, die der Vorsitzende in der Sitzung vereidigte.

Weitere Änderungen gab es bei der Besetzung von regionalen Ausschüssen, Arbeitskreisen und Aufsichtsratsposten, hier hatten sich die Fraktionen auf einen gemeinsamen Vorschlag geeinigt und die Regionalversammlung hat diesen einstimmig beschlossen. Notwendig wurden die Neubesetzungen durch den Wechsel bei der Fraktion Bündnis 90/die Grünen, durch das Ausscheiden von zwei Mitgliedern der AfD-Fraktion aus der Regionalversammlung im Dezember und wegen des Wunsches der CDU/ÖDP-Fraktion nach einer fraktionsinternen Umbesetzung. Im Ergebnis wechselte im Aufsichtsrat der Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH der Sitz von Dr. Frank Nopper hin zu Andreas Koch (beide CDU/ÖDP). In diesen Aufsichtsrat wurde ebenfalls Ulrich Dilger (Bündnis 90/die Grünen) für ein ausgeschiedenes Mitglied der AfD-Fraktion gewählt. Die Posten der ausgeschiedenen AfD-Mitglieder im Aufsichtsrat des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH wurden nun mit Helmut Noë und mit Elke Kreisner als seine Stellvertreterin besetzt (beide CDU/ÖDP). Auch bei den Ausschüssen für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung, für Planung und für Verkehr sowie in den Arbeitsgruppen Verkehr und Nachhaltige Mobilität ergaben sich einzelne Änderungen. 

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news-1025 Fri, 23 Apr 2021 13:42:51 +0200 Region diskutiert Tunnel für die Gäubahn Der Bau des „Gäubahn-Tunnels“ zwischen Böblingen und Flughafen Stuttgart bringt Vorteile für den S-Bahn-Verkehr in der Region. presse/artikel/aktuell/region-diskutiert-tunnel-fuer-die-gaeubahn/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=828d7e09dccca56a5477396d66ee3a1e Im Zuge der Planungen rund um den Deutschland-Takt wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ein Ausbaukonzept für den deutschen Abschnitt der Gäubahntrasse zwischen Zürich und Stuttgart entwickelt. Da in diesem Zusammenhang vor allem die Pläne für den sogenannten „Gäubahn-Tunnel“ zwischen Böblingen und Flughafen sowohl Einfluss auf das Projekt Stuttgart 21 als auch auf den S-Bahn-Verkehr in der Region haben, wurde der aktuelle Stand des Konzeptes auf Anträge der CDU/ÖDP-Fraktion und von Bündnis 90/Die Grünen in der Sitzung des Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart am Mittwoch diskutiert.

Der Gäubahntunnel

Beim „Gäubahntunnel“ handelt es sich um einen zweigleisigen Tunnel-Neubau zwischen Flughafen und Böblingen-Goldberg. Er trägt dazu bei, die Fahrzeit im Fern- und Regionalverkehr zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Böblingen um mehrere Minuten zu verkürzen. Die bisherige Planung in diesem Bereich (PFA 1.3b) sieht vor, dass sich der Fern- und Regionalverkehr über die neu gebaute Roher Kurve kommend zwischen Stuttgart-Rohr und Flughafen die Gleise mit den S-Bahn-Linien S2 und S3 teilen. Dieser Mischverkehrsabschnitt würde durch den „Gäubahntunnel“ auf einer Streckenlänge von 12 Kilometern entfallen. Konkret wird der Streckenabschnitt Abzweig Gäubahntunnel bis Stuttgart-Rohr durch den Entfall des Fernverkehrs und großer Teile des Regionalverkehrs deutlich entlastet. Der Abschnitt Stuttgart-Rohr bis Flughafen steht dann ausschließlich für die S-Bahn zur Verfügung, was eine flexiblere Fahrplanplanung ermöglicht. Durch den Gäubahnausbau ergibt sich die Chance den 15-Minutentakt auf der S1 durchgängig bis Herrenberg zu führen. Wird der „Gäubahntunnel“ realisiert, können mehrerer Infrastrukturelemente entfallen, die im Rahmen von Stuttgart 21 vorgesehen waren: Die Rohrer Kurve, die Station 3. Gleis am Flughafen, der Tunnel Flughafenkurve mit Stutzen zur späteren Anbindung an die Neubaustrecke sowie die Aufweitung des Gleisabstands der bestehenden S-Bahn-Strecke.

Zeitschiene und Ersatzkonzept

Die erforderlichen Realisierungszeiten für die Antragstrasse PFA 1.3b und den „Gäubahntunnel“ halten sich die Waage. Für den „Gäubahntunnel“ ist von einem Zeitraum von 4 Jahren für die Planung und Genehmigung und 6 Jahren für die Baudurchführung auszugehen. Die Realisierung ist aufgrund der weitgehenden unterirdischen Bauweise deutlich einfacher. Die Planungen für die Antragstrasse sind bereits weit fortgeschritten. Aufgrund der schwierigeren Umsetzung ist jedoch auch für den PFA 1.3b von einem Zeitraum von 10 Jahren bis zur Inbetriebnahme auszugehen. Für den Zeitraum bis zur vollständigen Inbetriebnahme einer der beiden Varianten wurde ein Ersatzkonzept für die Verkehre entwickelt, die in diesem Zeitraum nicht bis zum Hauptbahnhof geführt werden. Dass dieses Ersatzkonzept funktioniert, wurde zwischenzeitlich nachgewiesen, einen wesentlichen Beitrag dazu leistet dabei die vom Verband Region Stuttgart bereits beschlossene Durchbindung von 4 S-Bahn-Zügen aus dem Nordast bis Vaihingen (2 davon bis Böblingen/Ehningen). Weiterer wichtiger Bestandteil des Ersatzkonzeptes ist auch die Realisierung des Nordhalts mit der Sicherung des Eisenbahnbetriebs auf der Panoramabahn.

Gesamtkonzept Gäubahnausbau

Das Gesamtkonzept für die Gäubahn umfasst neben dem „Gäubahntunnel“ die abschnittsweise Geschwindigkeitserhöhung Stuttgart – Singen, die Ertüchtigung der Strecke Herrenberg – Eutingen, den eingleisiger Neubau Neckarhausen – Sulz, den zweigleisigen Ausbau Sulz – Epfendorf , den zweigleisiger Ausbau Rietheim – Tuttlingen, sowie den Neubau der Singener Kurve. Die Maßnahmen umfassen ein geschätztes Investitionsvolumen von insgesamt rund 2,1 Milliarden Euro, wovon rund 900 Millionen Euro auf den Tunnel entfallen. Durch die Maßnahmen ergeben sich Fahrzeitverkürzungen von über 20 Minuten für die Strecke nach Zürich. Davon profitiert die Region Stuttgart durch deutliche Fahrzeitverkürzungen im Regionalverkehr zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Böblingen bzw. Herrenberg.

Ausblick

Im vergangenen Lenkungskreis zu Stuttgart 21 wurde besprochen, dass Bahnvorstand Ronald Pofalla und der Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg Winfried Hermann zur weiteren Vorgehensweise beim „Gäubahntunnel“ Gespräche mit den Bund aufnehmen. Der Verband Region Stuttgart steht zu den bisherigen Planungen PFA 1.3b solange keine Änderungen der S21-Verträge im Konsens mit den Partnern sich abzeichnen.

Stimmen aus den Fraktionen

Rainer Ganske (CDU/ÖDP) möchte beim „Gäubahntunnel“ eine wichtige Abwägung machen: „Wie viele Fahrgäste steigen denn tatsächlich in Böblingen in Richtung Zürich ein und welche Vorzüge hat es, wenn wir die Taktlücke der S-Bahn in Richtung Herrenberg schließen können.“ Dafür brauche es jedoch belastbare Zahlen. Insgesamt bedeute der „Gäubahntunnel“ jedoch einen Quantensprung für die S-Bahn in der Region, vor allem was mögliche Kapazitätserweiterungen angehe. „Für die Realisierung gibt es nur ein kleines Zeitfenster, das wir nutzen sollten“, so Ganske weiter. Der Regionalrat regte an, dass der Verband mit einem Fragenkatalog auf die Bahn zugehen solle, um alle offenen Fragen zu klären.

Für Michael Lateier (Bündnis 90/Die Grünen) ist die die Thematik rund um den „Gäubahntunnel“ ein Offenbarungseid der Bundesrepublik Deutschland was Bahnpolitik angeht. „Es gibt einen Staatsvertrag für die Strecke Stuttgart – Zürich, dessen Umsetzung immer wieder verschoben wird.“ Natürlich gebe es auch Vorteile für die S-Bahn, aber es reiche nicht aus, immer nur Berichte zur Thematik zu bekommen: „Als Vertragspartner müssen wir uns aktiv an den Gesprächen zu den Plänen beteiligen“, so Lateier weiter. Wichtig sei auch die Frage, was mit dem Geld passiere, mit dem man sich beteiligen wollte, wenn die Projekte, an die es geknüpft ist, gar nicht umgesetzt werden.

Als ein „Geschenk des Himmels“ bezeichnete Bernhard Maier (Freie Wähler) die Pläne für den „Gäubahntunnel“. „Wie kann man die glasklaren Vorteile für die S-Bahn hier nicht sehen?“ Vorteile in der Reisezeit, Vorteile für die Lärmbelästigung in Leinfelden-Echterdingen, Wegfall der Sperrung der S-Bahn in Richtung Filderstadt: „Der Bund hat das vorgeschlagen und will es bauen – wir freuen uns darüber und müssen den Prozess positiv begleiten“, so Maier weiter. Man müsse natürlich über die Gelder reden, die der Verband zur Finanzierung eingeplant hat, aber nicht jetzt, sondern im weiteren Prozess.

„Wenn das Bundesverkehrsministerium sich dem „Gäubahntunnel“ annehmen will, soll uns das Recht sein,“, sagt Thomas Leipnitz (SPD). „Beim Ausbau der Gäubahn sei lange nichts passiert und durch den Deutschlandtakt ist jetzt wieder Schwung in die Sache gekommen.“ Für ihn sei allerdings die Frage der Finanzierung ein Knackpunkt und er sieht mit dem „Gäubahntunnel“ einen Wegfall der Grundlage für die Mitfinanzierung.

Holger Dorn (AfD) sieht den „Gäubahntunnel“ prinzipiell positiv: „Allerdings sind viele Nachfragen berechtigt. Zudem gibt es ein planerisches Risiko, da aktuell nicht ausreichend Informationen vorliegen.“ Nun gelte es die anstehenden Beratungen zu begleiten und dafür zu sorgen, dass es zu keinen Verzögerungen komme.

Hans Dieter Scherer (FDP) sieht im „Gäubahntunnel“ eine Chance: „Für uns in der Region ist das eine tolle Geschichte, auf die man schon vor fünf Jahren hätte kommen können.“ Sicherlich seien noch viele Fragen offen: „Die Anbindung nach Zürich ist sehr wichtig, auch als Verbindung zwischen den beiden Regionen.“ Zudem helfe der Tunnel, das S-Bahn-Netz stabiler fahren zu können.

„Der „Gäubahntunnel“ hat durchaus positive Effekte auf den Deutschlandtakt“, so Wolfgang Hoepfner (Die Linke/Pirat). Allerdings gebe es keinen Zeitplan und keine gesicherte Finanzierung. „Das ist brandgefährlich, da das Risiko besteht, dass das Projekt noch platzt.“

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news-1024 Fri, 23 Apr 2021 13:38:38 +0200 Pünktlichkeit, Fahrgastzahlen und -Bewertung der S-Bahn in 2020 Starke Beeinträchtigung durch COVID-19-Pandemie für das S-Bahn-Jahr 2020: Einbruch der Fahrgastzahlen um 40 Prozent - Bessere Pünktlichkeit bei gleichzeitiger Ausweitung des 15-Minuten-Taktes. presse/artikel/aktuell/puenktlichkeit-fahrgastzahlen-und-bewertung-der-s-bahn-in-2020/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=021317491644bcbffa81de0ac9c9c1b9 Der Betrieb der S-Bahn Stuttgart war 2020 ab Mitte März geprägt durch die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen quer durch alle Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche. Entsprechend sind Pünktlichkeit und Qualität im Jahr 2020 unter anderem aufgrund der stark reduzierten Fahrgastzahlen schwierig mit den vorherigen Jahren zu vergleichen. Die Zahlen des vergangenen Jahres wurden in der Sitzung des Verkehrsausschusses am Mittwoch präsentiert. Zudem wurde erstmalig von der S-Bahn Stuttgart und dem Verband Region Stuttgart ein Jahresbericht in Magazinform erstellt, der die Zahlen aus dem Jahr 2020 kompakt und übersichtlich wiedergibt. Neben den Fahrgastzahlen und den Pünktlichkeitswerten wurden zudem die Qualitätsbewertungen der Fahrgäste vorgestellt. Hier können S-Bahn und Verband Region Stuttgart auf Verbesserungen in vielen Bereichen blicken.

Entwicklung Fahrgastzahlen und Pünktlichkeit

Nach anfänglichen Betriebskürzungen zu Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 hat die S-Bahn schnell wieder das „normale“ Betriebsprogramm aufgenommen, mit Ausnahme des Nachtverkehrs am Wochenende. Vorrangiges Ziel war dabei in allen Phasen die Bereitstellung eines möglichst stabilen und zuverlässigen Angebots bei gleichzeitig vollem Platzangebot, um gerade in dieser kritischen Situation diejenigen Fahrgäste zu unterstützen, die zwingend auf die Nutzung der S-Bahn angewiesen waren. Der Wegfall vieler Fahrtanlässe im Pendler-, Schüler und Freizeitverkehr führte trotzdem zu einem Rückgang der Fahrgastzahlen auf 78,6 Millionen (Vorjahr 133 Millionen) und damit rund 40 Prozent hinter den Zahlen des Vorjahres.

„Die gute Nachricht ist, dass die S-Bahnen in Stuttgart zwei Prozentpunkte pünktlicher gefahren sind. 97 von 100 Zügen fahren im Rahmen“ fasst Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart, das Jahresergebnis 2020 zusammen. Die Gesamtpünktlichkeitswerte bei Verspätungen unter sechs Minuten sind im Vergleich zum Vorjahr von 95,3 Prozent auf 97,3 Prozent gestiegen. Betrachtet man Verspätungen unter drei Minuten so liegt der Pünktlichkeitswert bei 90,7 Prozent (2019: 84,4 Prozent). In der Hauptverkehrszeit waren 85,8 Prozent der Züge weniger als drei Minuten verspätet, während es 2019 noch 75,8 Prozent waren. Bei der Verspätung um sechs Minuten ist der Wert von 92,9 in 2019 auf 96,1 Prozent in 2020 gestiegen. Die Pünktlichkeitswerte liegen somit deutlich über den Vorjahresergebnissen.

„Corona und die Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen sind dabei das eine. Auf der anderen Seite sind wir werktags 60 Züge mehr gefahren, sodass unsere Fahrgäste von einem größeren Platzangebot profitieren konnten. Das ist reibungslos gelaufen und zeigt, dass auch unsere Qualitätsprogramme für eine starke Schiene greifen“, so Rothenstein weiter. Statt bislang 838 Zügen sind 2020 werktags 897 Züge gefahren, was einer Steigerung von 7 Prozent und einer Erhöhung von über 20.000 Sitzplätzen pro Tag entspricht. Die Pünktlichkeitswerte  sind zwar ohne Zweifel durch die rückläufigen Fahrgastzahlen aufgrund der COVID-19-Pandemie beeinflusst, gleichzeitig zeigt auch das DB-geschäftsfeldübergreifende Qualitätsprogramm „Jede Sekunde zählt!“ der S-Bahn Stuttgart mit den Partnern DB Netz und DB Station&Service Wirkung. Beispiele sind Maßnahmen zur Reduktion sowohl der Haltezeitüberschreitung als auch der Fahrzeugstörungen im Betrieb, umfangreiche Verbesserungen der Fahrgastinformation an den Stationen, aber auch eine nachhaltige Beseitigung von Störungsursachen der Schieneninfrastruktur verbunden mit einer Weiterführung der präventiven Instandhaltung. Auch konnte die Gesamtbelastung auf einzelnen Mischverkehrsabschnitten deutlich verringert werden, was sich in der Folge stabilisierend auf den gesamten S-Bahn-Betrieb ausgewirkt hat.

Sicherheit, Sauberkeit und Fahrgastinformation

Positive Entwicklungen sind fast durchgängig in den Bereichen der Fahrgastbewertung festzustellen. Die Fahrgastnote bei der Pünktlichkeit konnte von 3,3 im Vorjahr auf 2,8 gesteigert werden. Verbesserungen gibt es auch bei der Fahrgastinformation. Diese wurde im Regelfall von den Fahrgästen mit einer 2,3 (Vorjahr 2,5) bewertet, bei Verspätungen mit 3,0 (Vorjahr 3,2). Bei der Sicherheit und Sauberkeit der S-Bahn wurden die guten Werte von 2,0 (Sicherheit) und 2,3 (Sauberkeit) aus dem letzten Jahr bestätigt.

Ausblick

„Die Qualitätszahlen des vergangenen Jahres und die Kundenbewertungen sind Ansporn, uns für einen attraktiven ÖPNV weiter mächtig ins Zeug zu legen“, sagt Rothenstein mit Blick auf die Modernisierung der Stammstrecke in den nächsten Jahren. „Der digitale Knoten Stuttgart wird für die S-Bahn einen deutlichen Qualitätssprung bringen.“ Im Vorfeld der anstehenden Digitalisierungsarbeiten im Bahnknoten Stuttgart werden in diesem Jahr die Gleisanlagen und die Stationen im Bereich der Stammstrecke zwischen Vaihingen und Hauptbahnhof modernisiert. Für die Dauer der Sperrung während der Schulsommerferien wird dann vor allem die Fahrgastinformation eine besondere Rolle spielen. Das in diesem Zusammenhang erstellte Kommunikationskonzept der S-Bahn wurde ebenfalls in der Sitzung des Verkehrsausschusses vorgestellt. Informationen zur Modernisierung der Stammstrecke der S-Bahn gibt die Deutsche Bahn auf der Webseite s-bahn-stuttgart.de.

Stimmen aus den Fraktionen

„Es ist gut, dass wir uns verbessert haben, aber ich hätte erwartet, dass wir die Pünktlichkeitsziele im vergangenen Jahr erreichen“, so Rainer Ganske (CDU/ÖDP).  „Dass wir dies trotz der Corona-bedingten geringen Belegung nicht geschafft haben, sorgt für Erklärungsbedarf.“ Man erkenne zwar, dass viele kleine Puzzleteile einen positiven Effekt erzielen, trotzdem stelle sich die Frage, wo es im Moment noch Möglichkeiten für Verbesserungen gebe. „Positiv sind die Ergebnisse der Kundenbefragung hervorzuheben“, ergänzte Ganske.

Für Heike Schiller (Bündnis 90/Die Grünen) sind die Zahlen erwartungsgemäß unspektakulär. „Auf Grund der Fahrgastzahlen sind sie mit den Vorjahren nicht vergleichbar“, so die Regionalrätin. Für sie drängt sich durch die Tatsache, dass mit weniger Fahrgästen die Qualität steigt, vor allem die Frage auf: „Was können wir aus diesem Jahr mit wenigen Fahrgästen für Schlüsse für die Zukunft ziehen, wenn die Zahlen wieder steigen?“ Mit der Einführung von ETCS, neuen Zügen und vielen weiteren Maßnahmen, mache man bereits viel, aber welche Maßnahmen sorgen für eine stabile Qualität?

Für Bernhard Maier (Freie Wähler) sind die positiven Entwicklungen klar auf die Corona-bedingten geringen Fahrgastzahlen zurückzuführen. „Trotzdem stellt sich die Frage, was noch passieren muss, damit wir die Zielwerte erreichen – ich sehe da wenig Perspektiven.“ Gleichzeitig würden die Werte zeigen, wo die kritischen Stellen in der Infrastruktur sind: „Wir müssen alles tun, um die S-Bahn vom Mischverkehr zu befreien, denn da wo wir von anderen Trägern abhängig sind, ist es schwieriger aktiv zu werden.“

„Trotz der Verbesserungen in der Pünktlichkeit gilt es den Zielwert im Auge zu behalten“, so Ines Schmidt (SPD). „Positiv kann man zudem die Werte bei der Kundenzufriedenheit im Bereich Sauberkeit und Sicherheit hervorheben.“ Im Bereich der Sicherheit wünschte sich die Regionalrätin jedoch eine separate Bewertung für die Abendstunden, wenn die Züge wenig frequentiert sind.

Für Holger Dorn (AfD) ist die Aussagekraft von den Statistiken begrenzt. „Klar ist jedoch, die Mischverkehre sind der Engpass.“  Bei der Kundenbewertung für ‚Informationen bei Störungen‘ müsse man prüfen, welche Möglichkeiten es noch gebe, um die Reisenden zu erreichen. „Unabhängig von Corona ist zudem festzustellen, dass bei den Fahrgastzahlen auf der Stammstrecke eine gewisse Sättigung erreicht ist seit 2017, eventuell ist hier die Kapazitätsgrenze erreicht.“

Für Gabriele Heise (FDP) ist klar erkennbar: „Die Bemühungen tragen Früchte, da müssen wir dranbleiben und auch an kleinen Verbesserungen anknüpfen.“ Sorge machen Heise die Werte bei der ‚Information bei Störungen‘: „Gerade bezogen auf die anstehende Stammstreckensperrung muss daran gearbeitet werden.“

Für Michael Knödler (Die Linke/Pirat) ist wichtig: „Dass bei der Freude über die Steigerung der Pünktlichkeit nicht verschwiegen wird, dass wir die Zielwerte noch nicht erreichen.“ Er hinterfragte zudem: „Die Bewertung bei der Sicherheit ist gut, warum will die Regionalversammlung dann in mehr Videoüberwachung investieren?“

Den „Jahresbericht 2020“ von Verband Region Stuttgart und S-Bahn Stuttgart steht unter www.region-stuttgart.org/sbahn zum Download bereit.

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news-1023 Fri, 23 Apr 2021 13:26:32 +0200 Ringschluss von Fildern ins Neckartal Studie zur Wirtschaftlichkeit: Variante als Regionalbahn über die Neubaustrecke nach Kirchheim unter Teck könnte weiterverfolgt werden presse/artikel/aktuell/ringschluss-von-fildern-ins-neckartal/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=c776fca32d8a5ffbeeb37f1d2f6f5a61 Seit Jahren wird eine verbesserte Schienenverbindung des Filderraums mit dem Neckartal diskutiert, ihre Machbarkeit wurde geprüft und sie floss als Option in Planungen ein. Auch aus der Regionalversammlung kam mehrfach der Wunsch, zu untersuchen, ob eine direkte Verbindung eine Realisierungschance hat. Nun ist klar: Es gibt eine Variante, die gegebenenfalls weiterverfolgt werden könnte - ein Stuttgart-Kirchheim-Express („StuKiX“) als Regionalbahn. Allerdings müsste man dafür noch zusätzliche Potenziale heben. Das ergab eine Wirtschaftlichkeitsstudie für einen möglichen Ringschluss von der Filderebene ins Neckartal, die der Verband Region Stuttgart beim Verkehrswissenschaftlichen Institut Stuttgart GmbH (VWI) in Zusammenarbeit mit DB Engineering & Consulting beauftragt hat. Der VWI-Gutachter Stefan Tritschler stellte die Ergebnisse am Mittwoch im Verkehrsausschuss vor. Unter anderem legte er dar, dass die untersuchten Varianten mit einem herkömmlichen S-Bahn-Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen vorerst nicht weiterverfolgt werden sollten.

Die „StuKiX“-Variante führt abwechselnd von Göppingen und Karlsruhe kommend mit zwei Fahrten pro Stunde und Richtung über den Stuttgarter Hauptbahnhof, durch den Fildertunnel zum Filderbahnhof, dort auf die Neubaustrecke und weiter via Wendlinger Südumfahrung über Ötlingen nach Kirchheim unter Teck. Neben einer besseren Anbindung des Raumes Kirchheim unter Teck mit deutlich kürzeren Fahrtzeiten auf die Fildern und zum Hauptbahnhof könnte die Verbindung zur Entlastung der S-Bahnlinie S1 beitragen. Eine Südumfahrung von Wendlingen müsste noch gebaut werden, darauf könnte dann ebenfalls die S-Bahn fahren. Für die „StuKiX“-Variante ergab sich ein Nutzen-Kosten-Faktor von 0,64. Erst ab einem Wert von eins ist ein Vorhaben wirtschaftlich und damit grundsätzlich förderfähig.

Im Weiteren wird sich der Verband Region Stuttgart mit dem Land Baden-Württemberg als Aufgabeträger für den Regionalverkehr abstimmen. Optimierungen wie beispielsweise eine Kombination mit anderen verkehrlichen Maßnahmen könnten für weitere Fahrgäste sorgen und die Wirtschaftlichkeit noch verbessern, damit das Vorhaben förderfähig wird. Deshalb sollen die Erkenntnisse auch in der Machbarkeitsstudie über eine Schienenverbindung von Kirchheim über Weilheim, Bad Boll und Göppingen nach Schwäbisch Gmünd berücksichtigt werden. 

Über die Studie

Auf Grundlage aktuell verfügbarer Verkehrsdaten für das Prognosejahr 2030 wurden Trassenvarianten sowohl über Neuhausen wie auch die Neubaustrecke untersucht. Des Weiteren berücksichtigt die Studie beide mögliche Gäubahnanbindungen an den Flughafen: über ein drittes Gleis an der S-Bahn-Station, wie es der S 21-Planfeststellungsabschnitt 1.3b vorsieht, oder über einen aktuell diskutierten, eigenen Tunnel aus Richtung Böblingen. Bei allen untersuchten Optionen, insbesondere bei den S-Bahn-Varianten, zeigte sich, dass einem meist hohen verkehrlichen und sonstigem Nutzen wie beispielsweise weniger Schadstoffe enorme Kosten für die Infrastruktur, für die Anschaffung zusätzlicher Fahrzeuge und für den Betrieb entgegenstehen.

Stimmen aus den Fraktionen

Ilona Koch (CDU/ÖDP) verwies auf die Stammstrecke als „limitierenden Faktor“ im S-Bahn-System, veränderte Siedlungs- und Verkehrsstrukturen mit Verlagerungen in die Peripherie und ein verändertes Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger. Daher gelte es, den Ringschluss zu vollziehen: „Die Möglichkeit einer Tangentialen entlastet die Stammstrecke“. Es sei „richtig und wichtig“, deren Wirtschaftlichkeit zu untersuchen. Koch befand: „Das Ergebnis ist ernüchternd, auch für die Kommunen.“ Beim Nutzen-Kosten-Faktor von „StuKiX“ fehle ihrer Fraktion die Fantasie, wie der Faktor eins noch erreicht werden könne. Man solle trotzdem am Ziel einer attraktiven Schienenverbindung als umweltfreundliches Verkehrsangebot festhalten: „Das hat großen Charme für die Anwohner im Raum Kirchheim und Umgebung.“ Koch forderte eine gute Einbindung der betroffenen Kommunen.

Prof. Dr. André Reichel (Bündnis 90/Die Grünen) stellte fest: „Jetzt ist der Moment, wo wir uns ehrlich machen müssen und anerkennen, dass es keinen Ringschluss von den Fildern ins Neckartal mit der S-Bahn geben wird.“ Dieses Kapitel werde heute geschlossen und ein neues Kapitel aufgemacht, das im Ergebnis eher ein Metropolexpresszug sein wird. Bei den unterschiedlichen Einstiegshöhen von Regionalbahn und S-Bahn seien „Anpassungen notwendig.“ „Auch ein Nutzen-Kosten-Faktor von 0,64 braucht noch viel Optimierungsaufwand“, so Prof. Dr. Reichel. Man brauche eine zweigleisige Südumfahrung von Wendlingen und solle dazu dringend mit dem Land in weitere Abstimmungen gehen. Zudem regte er an, zu prüfen, wie man der dortigen Raumschaft attraktive Verkehrsangebote machen könne.

Frank Buß (Freie Wähler) forderte: „Die Filderebene und das Neckartal sind hoch verdichtete Verkehrsräume, die dringend entlastet werden müssen.“ Weiter: „Wir hatten Hoffnungen auf eine bezahlbare Lösung als Beitrag zur Verkehrswende. Das Ergebnis nehmen wir nur ungern zur Kenntnis. aber es ist notwendig, es mit aller Klarheit auf den Tisch zu legen.“ Die „StuKiX“-Variante sei eine Chance für die Bevölkerung von Kirchheim, Weilheim und das Lenninger Tal sowie des Raums entlang einer Boller Bahn, wegen der Südumfahrung insbesondere aber auch für die Anlieger in Wendlingen. Er regte an, zu untersuchen, ob ein Schnellbus über die Autobahn rasch Verbesserungen bringe könnte.

Auch Thomas Leipnitz (SPD) konstatierte: „Die Botschaft kommt nicht überraschend, der Ringschluss ist tot. Wir müssen den Blick nach vorne richten.“ Als ein Vorteil der „StuKix“-Variante hob auch er die Südumfahrung Wendlingens heraus, hier käme man ohne das Land als Partner nicht weiter. Für seine Fraktion sei die Frage der Barrierefreiheit auf der Strecke „zentral“. Zudem befürwortete auch er Überlegungen für Streckenoptimierungen beim Relex-Bus.

„Es hilft nichts, wir müssen nun nach vorne schauen“, sagte Holger Dorn (AFD), „der ‚StuKiX‘ ist die einige Möglichkeit, weiter voranzugehen. Er wünschte sich einen „Prüfauftrag“ zum Relex-Bus.

Armin Serwani (FDP) befand: „Die Studie zeigt, dass ‚StuKiX‘ nicht befriedigend ist, aber die einzige Möglichkeit.“ Ein großer Vorteil sei die Entlastung der Wendlinger Innenstadt. Er setzt seine Hoffnungen diesbezüglich auf die neue Landesregierung.

„Die S-Bahn über Neuhausen hinaus ist gestorben.“ meinte Wolfgang Hoepfner (Die Linke/Pirat). Auch die „StuKiX“-Variante habe „keine zusätzliche Erschließungswirkung für die Fildern“. Jedoch verfüge ein Expressbus nicht über die gleichen Potenziale wie eine Schienenverbindung, Menschen in den ÖPNV zu bringen.

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news-1022 Fri, 16 Apr 2021 09:06:56 +0200 e-Carsharing im Landkreis Göppingen kommt in Fahrt Zwei e-Cars stehen ab sofort beim Landratsamt in Göppingen für alle Bürgerinnen und Bürger auf Abruf zur Verfügung. Das ist der Auftakt eines flächendeckenden E-Carsharing-Netzes, das in den nächsten zwei Jahren von der deer GmbH aus Calw und dem Geislinger Albwerk aufgebaut wird. Kofinanziert wird das Projekt vom Verband Region Stuttgart. presse/artikel/aktuell/e-carsharing-im-landkreis-goeppingen-kommt-in-fahrt/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=f613953c9e4b3e9189ec3460d9916402 Die e-Cars sind Teil der Fahrzeug-Flotte der deer GmbH aus Calw am Schwarzwaldrand. Das Unternehmen, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Calw, ist auf e-Carsharing-Lösungen für den ländlichen Raum spezialisiert. Schon von weither sind die e-Autos am Erkennungszeichen der deer, dem grünen Hirsch, zu erkennen. Zudem tragen sie die Logos des Landkreises Göppingen, des Geislinger Albwerks und der Region Stuttgart. Während das Albwerk das Projekt im Landkreis gemeinsam mit der deer GmbH vorantreibt und realisiert, sorgt der Verband Region Stuttgart im Rahmen seines Kofinanzierungsprogramms „Modellregion für nachhaltige Mobilität“ mit einer Unterstützung in Höhe von 50 Prozent für die notwendigen finanziellen Mittel. Die beiden Unternehmen hatten sich mit ihrem Vorhaben beim regionalen Programm beworben. Insgesamt fließen rund 480.000 Euro seitens des Verbands für den Aufbau eines flächendeckenden e-Carsharingnetzes und einer dazugehörigen Ladeinfrastruktur in den Landkreis.

In zwei Ausbaustufen werden durch den neuen Verbund bis Jahresende 2022 rund 30 Elektroautos zum Mieten im Landkreis zur Verfügung stehen. Bei Interesse können weitere Kommunen und Firmen von einem Zuschuss zur Ladeinfrastruktur und der Nutzung des e-Carsharings profitieren. Registrierte Kunden können die Fahrzeuge bequem per App für den gewünschten Zeitraum reservieren und ihre Fahrt innerhalb des deer Mobilitätnetzes an jedem beliebigen Ort beginnen und beenden. Insgesamt gibt es bereits 150 Standorte in Baden-Württemberg, davon bislang acht im Landkreis Göppingen. Der neue Standort am Landratsamt verfügt über jeweils zwei Plätze für das e-Carsharing und für Kunden, die ihre eigenen E-Fahrzeuge laden möchten.

Bei Landrat Edgar Wolff war die Freude groß als Ende 2019 die Nachricht ins Haus flatterte, dass der Verband Region Stuttgart die Kommunen im Landkreis in diesem Umfang unterstützen würde. „Gerade im ländlichen Raum kann e-Carsharing einen wichtigen Beitrag zu einer neuen, klimafreundlichen Mobilität leisten“, so der Landrat. Sein Dank gilt dem Verband sowie der deer GmbH und dem Albwerk für ihr Engagement und ihre Unterstützung. Die für den 16. April 2021 geplante gemeinsame Übergabeveranstaltung am Landratsamt musste aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation zwar abgesagt werden, dennoch ist dem Landrat die nachhaltige Mobilitätslösung wichtig: „Mit einem flächendeckenden e-Carsharing-Netzwerk kommen wir als Landkreis unserem Ziel, bis 2050 klimaneutral zu sein, wieder ein Stückchen näher. Deshalb war es für uns selbstverständlich, sich auch als Landratsamt mit zwei Fahrzeugen hier einzubringen.“

Für Dr. Nicola Schelling, Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart, stand der Zugewinn an Mobilität in einer ländlich strukturierten Raumschaft im Vordergrund: „Was uns überzeugt hat, ist die Vernetzung von ländlich gelegenen Kommunen mit einer umweltfreundlichen und flexiblen Mobilitätsform. Gerade dort, wo der ÖPNV heute oft nicht wirtschaftlich betrieben werden kann, bleibt der Individualverkehr Mittel der Wahl für die Menschen. Mit unserer Anschubfinanzierung wird hier Elektromobilität erfahrbar - zu bezahlbaren Preisen und im notwendigen Paket mit der Ladeinfrastruktur.“ Ausschlaggebend für die Förderzusage war, dass sich mindestens 50 Prozent der Kommunen im Landkreis an dem Verbund beteiligen.

Dass für die Kommunen in der Region das Angebot von klimafreundlichen Mobilitätsangeboten ein wichtiges Zunkunftsthema ist, sieht Hubert Rinklin, Vorstandsvorsitzender des Geislinger Albwerks, durch den neuen e-Carsharing-Verbund bestätigt. „Rund 25 Kommunen in unserem Netzgebiet haben erkannt, dass sie mit der Beteiligung an unserem Verbund gleichzeitig auf zwei Ziele einzahlen: Sie treiben die Energiewende vor Ort voran und schaffen dabei ein Mehr an Mobilität für ihre Bürgerinnen und Bürger.“

Horst Graef, Geschäftsführer der deer GmbH sieht dies ähnlich: „Aufgrund der Verkehrs- und Klimawende benötigen wir dringend Mobilitätskonzepte für die Zukunft, die mehr Mobilität mit weniger Fahrzeugen ermöglichen. Das Teilen unserer E-Fahrzeuge zielt genau darauf ab und bringt die Menschen ökologisch und ökonomisch optimiert von A nach B. Aus diesem Grund sind wir stolz, dass wir zusammen mit den Partnern dieses großartige Projekt im Landkreis Göppingen realisieren und damit unser Mobilitätsnetz weiter vergrößern.“

Landkreis Göppingen

Der Landkreis Göppingen mit seinen knapp 260.000 Einwohnern ist ein attraktiver Standort im östlichen Teil der Region Stuttgart mit einer reichen Kultur- und Industriegeschichte und attraktiver Landschaft. Aktiver Klimaschutz und die Förderung umweltgerechter Mobilität wurden als Kreisentwicklungsziele fest verankert. Der Landkreis fördert den Ausbau des Schienenverkehrs im Filstal und setzt auf integrative Fahrplankonzepte in der Vernetzung mit dem Busverkehr. Seit 01.01.2021 wurde er in den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart vollintegriert. Hohe Zuwachsraten bei den E-Fahrzeugen kennzeichnen die Kfz-Neuanmeldungen der letzten beiden Jahre. Die Kreisverwaltung setzt deshalb auch in ihrem Dienstbetrieb verstärkt auf den Einsatz vollelektrischer Fahrzeuge. Diesen Trend sollen die beiden neuen
e-Carsharing-Fahrzeuge von "deer" unterstützen, die den Mitarbeiter*innen in Ankermiete zu den Kernzeiten zur Verfügung stehen. Ab dem frühen Abend und vor allem an Wochenenden.

Verband Region Stuttgart

Seit 1994 ist der Verband Region Stuttgart die politische Ebene der Region Stuttgart. Alle fünf Jahre wählen die Bürgerinnen und Bürger die Regionalversammlung - dies ist einmalig in Baden-Württemberg und hat Modellcharakter. Der Verband arbeitet daran, die Region Stuttgart lebenswert und wirtschaftlich leistungsstark zu erhalten. Regionalplanung, Regionalverkehrsplanung, Bereiche des Nahverkehrs, regionales Verkehrsmanagement, Landschaftsplanung, der Landschaftspark Region Stuttgart sowie Wirtschafts- und Tourismusförderung zählen vor allem zu seinen Aufgaben. In diesen Bereichen fördert er auch mit Kofinanzierungsprogrammen gezielt innovative Vorhaben, insbesondere von Kommunen und Landkreisen der Region. Eines davon ist das Kofinanzierungsprogramm „Modellregion für nachhaltige Mobilität“, das er gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH umsetzt.

Albwerk Geislingen

Das Geislinger Albwerk ist ein Energieunternehmen, das sämtliche Stufen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette abdeckt. In seinem Netzgebiet mit einer Fläche von rund 656 qkm versorgt das Unternehmen ca. 110.000 Menschen mit Strom. Das Unternehmen gehört dem Verbund Ladenetz an – damit haben Besitzer einer Albwerk-Ladekarte zum Laden ihrer Elektroautos Zugang zu über 10.000 Ladepunkten in Deutschland und 40.000 in Europa. In den letzten Jahren baute das Albwerk gemeinsam mit verschiedenen Kommunen Ladeinfrasturktur in der Region aus. Die eigene Elektrotechnik-Sparte des Unternehmens ist sowohl im kommunalen als auch im privaten und gewerblichen Bereich Partner für die Installation von Ladeinfrastruktur und für dieder Einbindung von Lademanagmentystemen. Für das Albwerk ist sein Engagement im Bereich Elektromobilität die Fortsetzung seiner Aktivitäten für die Umsetzung der Energiewende in der Region. Das Unternehmen betreibt mehrere Windkraftanlagen, Dach-Photovoltaik-Anlagen sowie Freiflächen-Photovoltaikanlagen.

deer GmbH

Die deer GmbH ist ein im Jahr 2019 neu gegründetes, dynamisches und innovatives Mobilitätsunternehmen mit Sitz in Calw. Als hundertprozentige Tochterfirma der Energie Calw GmbH (ENCW) widmet sie sich der Konzeption und Einführung ganzheitlicher, nachhaltiger und digitaler Mobilitätskonzepte. So betreibt die deer ein eigenes e-Carsharing im ländlichen Raum als Ergänzung zum ÖPNV und konzipiert Lösungen im Bereich „Betriebliches Mobilitätsmanagement“. Außerdem unterstützt sie Kommunen, Geschäftskunden und Privatkunden sowohl in Sachen Ladeinfrastruktur, als auch in der Versorgung mit elektrischen Mobilitätsangeboten und in der Entwicklung digitaler Lösungen.

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news-1021 Thu, 15 Apr 2021 11:36:02 +0200 Neues Kompendium mit Zahlen zur Region Stuttgart Mit dem Regionalentwicklungsbericht bekommt die Regionalversammlung eine weitere Grundlage für zukunftsweisende Entscheidungen. Auch Auswirkungen der Corona-Krise auf regionale Wirtschaftsbereiche werden aufgezeigt. presse/artikel/aktuell/neues-kompendium-mit-zahlen-zur-region-stuttgart/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=74c463ef4e1795c901b47f8003ed1f8e Aktuelle Handreichung für die Regionalpolitik: Der Regionalentwicklungsbericht umfasst Daten aus den sechs Themenschwerpunkten Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaftsstärke, Arbeitsmarkt und Sozialleistungen, Gastronomie und Tourismus, Verkehr und Mobilität sowie die Wohnungsmarktsituation.

„Die Entwicklungen im Pandemie-Jahr spiegeln sich in den statistischen Daten wider. Wir sehen abnehmende Zahlen, wo es jahrelang nur aufwärts ging“, erklärte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling im Wirtschaftsausschuss am Mittwoch. Besonders deutlich zeigen sich die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Region in den Bereichen Arbeitsmarkt und Sozialleistungen, Gastronomie und Tourismus sowie Verkehr und Mobilität. Nach durchweg positiven Entwicklungen bis einschließlich 2019 gab es im April 2020 einen sprunghaften Anstieg der Arbeitslosenquote, der sich mit Schwankungen bis Februar 2021 auf 4,6 Prozent fortgesetzt hat. Im März 2020 lag die Arbeitslosenquote noch bei 3,5 Prozent. Einen größeren Anstieg hat die Kurzarbeit verhindert, die jeden vierten Beschäftigten in der Region betraf. Weniger Kontakte heißt weniger Mobilität – im öffentlichen Nahverkehr zeichnen sich die Corona-Wellen daher besonders klar ab. Im Jahr 2020 verzeichnete der VVS nach Höchstwerten im Vorjahr 39 Prozent Fahrgäste weniger. Demgegenüber wurde verstärkt auf den Individualverkehr zurückgegriffen. Ob sich dies fortsetzt, bleibt abzuwarten. Ergänzend zum Regionalentwicklungsbericht hat die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) auf Basis von Befragungen von Unternehmen und Analysen von Verbänden eine fundierte Einschätzung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft der Region zusammengestellt.

Als Teil der Berichtsreihe des Verbands Region Stuttgart ergänzt der Regionalentwicklungsbericht den im Schnitt alle fünf Jahre erscheinenden, ausführlicheren Regionalmonitor. Der Regionalentwicklungsbericht steht auf der Homepage des Verbands Region Stuttgart zum Download zur Verfügung unter: region-stuttgart.org/schriftenreihe

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news-1020 Thu, 15 Apr 2021 11:32:16 +0200 Welche Gewerbeflächen werden in der Region wo und für welchen Zweck nachgefragt? Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH berichtet über Marktentwicklungen als Grundlage für das regionale Gewerbeflächenmanagement presse/artikel/aktuell/welche-gewerbeflaechen-werden-in-der-region-wo-und-fuer-welchen-zweck-nachgefragt/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=b37ca60edf5ff686beb46cd029d94598 Als Grundlage für die bedarfsorientierte Entwicklung von Gewerbeflächen führt die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) regelmäßig Marktberichte und Studien durch. Dazu gehören der Flächenmonitoringbericht, der zuletzt im Jahr 2019 erstellt wurde, sowie Befragungen von Immobilienwirtschaft und Unternehmen. Aktuell wurde der Blick auf Entwicklungen in einzelnen Marktsegmenten wie Büroflächen und Produktions- und Logistikflächen sowie auf qualitative Aspekte der Gewerbeflächennachfrage gerichtet. Die Ergebnisse und Empfehlungen daraus wurden am Mittwoch im Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung diskutiert.

Insbesondere die Anforderungen der technologischen Transformation in den Branchen der regionalen Leit-Cluster Mobilität und Produktionstechnologie wirken sich auf die Gewerbeflächennachfrage aus. Dabei könnten Flächenbedarfe regionaler Unternehmen auch von den Effekten der Pandemie betroffen sein. Für das regionale Gewerbeflächenmanagement kristallisieren sich aktuell folgende relevante Trends heraus: Preise und Flächeninanspruchnahme des Büromarkts in der Region Stuttgart sind in den letzten Jahren stark expandiert. Dabei war die Zunahme der Büroflächen im Umland dynamischer als in der Landeshauptstadt, allerdings konzentriert auf einige wenige Standorte. Für die Bereiche außerhalb des unmittelbaren Umfelds der Landeshauptstadt geht die WRS hier künftig von einem begrenzten Nachfragepotenzial bei Büroimmobilien aus. Während Digitalisierung und Schnittstellen zu den Kunden, etwa im Vertrieb, teilweise mehr Raum in Anspruch nehmen, geht der Trend bei Verwaltungstätigkeiten zu einer zunehmenden Rationalisierung. Die Transformation der regionalen Industrie – zu nennen sind hier Digitalisierung und Elektrifizierung – wirkt sich laut WRS-Bericht ganz unterschiedlich auf die Gewerbeflächenbedarfe von Unternehmen aus. In Forschung und Entwicklung werden sowohl büroartige Räumlichkeiten als auch „robustere“ Laborflächen weiterhin stark gefragt sein. Die Arbeit etwa an neuen Antriebsformen hat spezifische Nutzungsanforderungen, beispielsweise für Testumgebungen oder den Umgang mit Gefahrstoffen. Bei Produktionsflächen geht die WRS insgesamt von einer leicht rückläufigen Tendenz aus. Produktion in der Region richtet sich zunehmend auf Premiumsegmente, Prototypen und Vor- und Kleinserien, während die Verlagerung von Produktion auf Standorte mit niedrigeren Kosten oder auch direkt in die Kundenmärkte aktuell bleibt. Insbesondere der Aufbau neuer Produktionskapazitäten für neue Technologien bringt aber punktuell auch die Nachfrage nach großen Flächen. Logistik bleibt eine zentrale Säule der industriellen Prozesskette in der Region, so dass hier der Flächenbedarf anhaltend hoch ist. Darüber hinaus wächst der Online-Handel mit entsprechenden Bedarfen nach großen Flächen für Distributionslogistik, aber auch kleineren und mittelgroßen Flächen in zentralen Lagen in Kundennähe.

Einen großen Trend sieht die WRS hinsichtlich der Qualitätsmerkmale von Gewerbestandorten: Zum einen wollen Unternehmen die Innovations- und Kollaborationskultur stärken – mit entsprechenden infrastrukturellen Anforderungen bei ÖPNV- und Glasfaseranbindung, aber auch dem Wunsch nach einem urban geprägten Umfeld. Dies ist nicht zuletzt auch für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften ein zentraler Faktor. Zum anderen ist eine Ausdifferenzierung von Standort- und Nutzungskonstellationen erkennbar. Die Bandbreite reicht von gemischt genutzten, kleinteiligen Standorten über „klassische“ Gewerbegebiete bis hin zu industriellen Serienfertigungen auf großen Flächen, die eine Industriegebietsausweisung voraussetzen. Um diesen sehr unterschiedlichen Anforderungen und Bedarfen gerecht zu werden, hält die WRS eine breit angelegt Gewerbeflächenstrategie für zielführend: Punktuelle Entwicklung von regionalen Gewerbeschwerpunkten und strategischen Vorhaltestandorten, Aufwertung von „klassischen“ Gewerbegebieten inklusive Nachverdichtung und Reaktivierung von Brachen sowie die Entwicklung urbaner Quartiere mit Nutzungsmix und Campuscharakter, wie sie auch im Rahmen der IBA ’27 verfolgt wird.


Stimmen der Fraktionen

„Ich meine, dass die Region dem Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie bisher sehr gut gerecht geworden ist,“ sagte Andreas Koch (CDU/ÖDP). Bei der künftigen Bewertung, welche Flächen notwendig seien, helfe das sehr differenzierte Bild der Nachfragesituation aus dem WRS-Bericht. „Spannend ist, dass die Produktion ein wesentlicher Wertschöpfungsfaktor in der Region bleibt“, so Koch. Für die Etablierung neuer Technologien gehe es darum, kurzfristig Flächen bereitzustellen. Daher sei der Fokus auf Brachen wichtig. Bei freiwerdenden Flächen müsse eine minderwertige Nutzung vermieden werden.

Dorothee Kraus-Prause (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) fand es bezeichnend, dass manche Prognosen im Bericht im Unklaren belassen wurden. „Unsere Fraktion sieht zusätzliche Flächen nicht als Mittel zur Gewährleistung paralleler Strukturen und als Grund für den steigenden Flächenbedarf. Wir stellen in Frage, dass Hochtechnologieproduktion große Flächen benötigt,“ so Kraus-Prause. Wachstum und Flächenverbrauch müssten entkoppelt werden. Ein großes Anliegen, das eine strategische Herangehensweise erfordere, sei hier die Aufwertung von Gewerbegebieten und Aktivierung von Brachen.

„Wir gewinnen nicht, wenn wir den Kopf in den Sand stecken“, formulierte Gerd Maisch (Freie Wähler) das Dilemma um den Flächenbedarf. Wenn der Wohlstand erst reduziert, Arbeitsplätze abgebaut und Unternehmen abgewandert sein, sei es zu spät. Richtige Lösungen, darunter die Vorhaltestandorte, müssten gefunden werden, um Entwicklung in der Region zu ermöglichen.

„Es gibt keinen Königsweg“, konstatierte Dr. Jürgen Zieger (SPD). Wirtschaftliche Belange müssten immer mit ökologischen abgewogen werden. „Die Transformation der Wirtschaft ist in Wirklichkeit anders als oftmals dargestellt“, stellt Zieger fest.  Transformationsprozesse bräuchten lange und die Finanzierung des Wandels in die Wirtschaft 4.0 müsse erst einmal im Bestand verdient werden. Für neue Technologien würden daher zusätzliche Flächen benötigt.

Hartfrid Wolff (FDP) befand knapp: „Verdichtung ist gut. Moderne Produktionsflächen sind jedoch weiterhin nötig.“ Für die Transformation sei hier gerade die Einrichtung von Vorhaltestandorten der richtige Weg.

Sebastian Lucke (DIE LINKE/PIRAT) betonte nochmals: „Wir brauchen keine Vorhaltestandorte.“ Dagegen müssten Flächen im Bestand und klassische Gewerbegebiete verändert werden. Dies müsse mit Energie und Geld angegangen werden.

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news-1019 Tue, 13 Apr 2021 11:22:01 +0200 Mehr Zuschüsse für mehr S-Bahnen und besseres Angebot für die Fahrgäste Mit der Unterzeichnung des Nachtrags zur Vereinbarung über die Ausstattung der Region Stuttgart mit Regionalisierungsmitteln haben das Verkehrsministerium Baden-Württemberg und der Verband Region Stuttgart den Weg frei gemacht für zusätzliche lange S-Bahnzüge und den Viertelstundentakt. presse/artikel/aktuell/mehr-zuschuesse-fuer-mehr-s-bahnen-und-besseres-angebot-fuer-die-fahrgaeste/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=c7adf2c9dfdd00c7f9267a514c1396ff Statt 9,1 Prozent erhält der Verband Region Stuttgart künftig 9,9 Prozent der vom Bund auf Baden-Württemberg entfallenden Regionalisierungsmittel. Nachdem der Verkehrssauschuss des Verbands diesem Vorschlag des Ministerrats bereits im Februar zugestimmt hat, wurde die Vereinbarung durch die Unterschrift vom Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg Winfried Hermann und der Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling heute offiziell besiegelt.
„Die S-Bahn ist das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in der Region Stuttgart. Und wir wollen sie gemeinsam weiter stärken. Zahlen zeigen, die Bürgerinnen und Bürger wollen die S-Bahn verstärkt nutzen und wir brauchen sie für eine erfolgreiche Verkehrswende“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann bei der Unterzeichnung vor einem neuen Zug der S-Bahn. „Dazu haben wir mit dem Verband Region Stuttgart ein Paket geschnürt: 58 neue S-Bahn-Züge fördert das Land mit 106 Millionen Euro. In der Hauptverkehrszeit werden nur noch lange Züge fahren. Zwischen Schwabstraße und Vaihingen und teilweise weiter bis Böblingen wird der Takt verdichtet. Und zwischen Feuerbach und Weil der Stadt wird eine Expresslinie eingeführt“, so Hermann weiter.     

 „Diese Erhöhung ist ein wichtiges Signal in den aktuell schwierigen Zeiten“, äußerte sich Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling bei der Unterzeichnung. „Wir haben über Jahrzehnte Jahr für Jahr unsere Fahrgastzahlen verbessert und wollen dies auch in den nächsten Jahren fortführen.“ Dafür brauche es Innovationen, wie die Digitalisierung der Schiene mit ETCS und zugleich eine S-Bahn mit Strahlkraft durch ein wachsendes Angebot mit Komfort, so Schelling weiter. „Der Verband ist mit seiner Entscheidung Pilotprojekt für die digitale Schiene zu werden, mit dem Erwerb der neuen Züge und seinen Planungen für umfangreiche Angebotserweiterungen in Vorleistung gegangen und wir freuen uns, dass wir nun auf die finanzielle Unterstützung des Landes zählen können“, sagte die Regionaldirektorin.

Aufgrund der wachsenden Nachfrage im ÖPNV in den vergangenen Jahren hatte die Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart bereits im Winter 2018/2019 die dringend erforderliche Kapazitätserweiterung durch die Einführung von ETCS für die S-Bahnen, die Beschaffung von 58 neuen Zügen sowie die Ausweitung des Verkehrsangebots bei der S-Bahn beschlossen.  Vor diesem Hintergrund hat der Ministerrat Maßnahmen zur Förderung der Region, unter anderem durch die Finanzierung von zusätzlichen Fahrleistungen in pauschalierter Form, zugestimmt.  Statt bislang 9,1 Prozent erhält der Verband künftig 9,9 Prozent der auf Baden-Württemberg entfallenden Regionalisierungsmittel. Diese Erhöhung wirkt sich auch auf die Anteile aus dem Klimapaket des Bundes aus: In absoluten Zahlen bedeutet dies rund 160 Millionen Euro mehr, die bis ins Jahr 2032 an die Region fließen. Diese zusätzliche Finanzierung ist verknüpft mit der Umsetzung von mehr Langzügen in den Hauptverkehrszeiten, der Verlängerung von vier Fahrten je Stunde über die Schwabstraße hinaus bis Stuttgart-Vaihingen beziehungsweise bis Böblingen, sowie der Einrichtung einer Verdichterlinie zwischen Weil der Stadt und Feuerbach zur Hauptverkehrszeit.

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news-1018 Tue, 13 Apr 2021 09:30:10 +0200 Mehr Video-Reisezentren bei der S-Bahn Die Deutsche Bahn weitet dieses Jahr im Bereich der S-Bahn Stuttgart ihre DB Video-Reisezentren auf 19 Standorte aus. Erster neuer Standort ist der Bahnhof Kirchheim (Teck). Reisende erhalten kompetente Beratung und Verkauf zu längeren Öffnungszeiten presse/artikel/aktuell/mehr-video-reisezentren-bei-der-s-bahn/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=179842d021b275ea2df9012ce05c7c3d Die Deutsche Bahn macht die klimafreundliche Schiene zum leistungsstarken Verkehrsträger. Dazu weitet die Bahn ihren Service in der Region Stuttgart weiter aus. Die Zahl der Stationen mit einem DB Video-Reisezentrum steigt in diesem Jahr von sechs auf 19 Standorte. Das Video-Reisezentrum vereint die Vorteile der persönlichen individuellen Beratung und der Digitalisierung. Es hat sich seit acht Jahren in ganz Deutschland bewährt und wird bundesweit bereits an über 100 Stationen von Bahnkundinnen und Bahnkunden sehr gut angenommen. Der Verband Region Stuttgart hatte das digitale Format für Beratung und Verkauf 2019 für den Bereich der S-Bahn Stuttgart beschlossen.

„Mit 19 Standorten von DB Video-Reisezentren übernimmt die Region Stuttgart eine Vorzeigerolle bei den Ballungsräumen“, sagt Reinhold Pohl, Leiter Regionaler Vertrieb Süd, und strebt eine weitere Ausweitung an. „Der Service bietet nur Vorteile: persönliche, aber kontaktlose Beratung und Verkauf, komplette Angebotspallette, lange Öffnungszeiten“, ergänzt Pohl.„Mit diesem Angebot zeigt die Region Stuttgart erneut, dass sie bei Innovationen bundesweit die Nase vorne hat“, sagt Thomas S. Bopp, Verbandsvorsitzender der Region Stuttgart. „Nicht nur der Schienenknoten, sondern auch der Vertrieb wird digitaler und schafft damit einen wichtigen Baustein für ein attraktives, nachhaltiges und zukunftsfähiges Mobilitätsangebot. Ganz konkret profitiert der Kunde von den verlängerten Öffnungszeiten.“

„Wir freuen uns, dass unseren Bürgerinnen und Bürgern durch das Video-Reisezentrum auch an Wochenenden und Feiertagen ein attraktiver, moderner Zugang zum ÖPNV und Bahnverkehr mit persönlicher Beratung zur Verfügung steht“, sagt Dr. Pascal Bader, Oberbürgermeister der Stadt Kirchheim unter Teck. Das Video-Reisezentrum im Bahnhof Kirchheim (Teck) ist seit 29. März geöffnet und ist damit erster der 13 neuen Standorte in der Region, die die Bahn dieses Jahr in Betrieb nimmt.

Das mit Bildschirm, Mikrofon und Lautsprecher sowie einem modifizierten Fahrkartenautomaten ausgestattete Video-Reisezentrum bietet neben der persönlichen Beratung auch den Verkauf von Fahrscheinen per Video-Gespräch an. Die Bahnkundinnen und Bahnkunden erhalten im Video-Reisezentrum den gleichen Service, den sie aus dem DB Reisezentrum gewohnt sind. Die DB-Beraterinnen und DB-Berater sitzen in der Video-Zentrale in Ludwigsburg. Sie kennen sich in der Region gut aus und sind für die individuellen und regionalen Anliegen zum Fern- und Regionalverkehr geschult. Darüber hinaus profitieren die Bahnkundinnen und Bahnkunden dank digitaler Technologie von verlängerten Öffnungszeiten für Beratung und Verkauf. Unterbrechungen durch Pausen sowie krankheitsbedingte Schließungen gehören der Vergangenheit an.

Die Servicezeiten sind:

Montag – Freitag 6:00 – 19:30 Uhr

Samstag, Sonn- und Feiertag 8:00 – 18:00 Uhr

Im Herbst 2021 werden die Bahn und der Verband Region Stuttgart die Zeiten weiter ausweiten.

Die neuen Standorte

  • An diesen Bahnhöfen wird das örtliche DB Reisezentrum mit dem Service des Video-Reisezentrums ergänzt: Backnang, Esslingen (Neckar), Kornwestheim, Plochingen und Schorndorf.
  • An diesen Bahnhöfen ersetzt das Video-Reisezentrum das DB Reisezentrum: Fellbach, Kirchheim (Teck), Stuttgart-Universität, Stuttgart-Zuffenhausen und Winnenden.
  • An diesen Stationen führt die DB mit dem Video-Reisezentrum einen Verkaufsservice neu ein: Echterdingen, Rommelshausen und Sindelfingen
  • In Böblingen, Korntal, Leonberg, Ludwigsburg, Marbach (Neckar) und Waiblingen hat die DB bereits in der Pilotphase, die am 1. Januar 2020 begonnen hat, Video-Reisezentren eingerichtet.

 

So funktioniert das DB Video-Reisezentrum:

Per Knopfdruck meldet sich der Kunde in der Video-Reisezentrum-Zentrale. Der Reiseberater schaltet sich auf und ist nun mit dem Kunden per Videokonferenz und Sprachverbindung verbunden. Auf einem zweiten Bildschirm verfolgt der Kunde die Arbeitsschritte des Reiseberaters, wie zum Beispiel die Suche nach einer Verbindung oder einem günstigen Fahrpreis. Fahrkarten, Reservierungen und BahnCards werden direkt in der Kabine erstellt und können mit Bargeld, Girocard oder Kreditkarte bezahlt werden.

Hinweis für Redaktionen

Ein Medienpaket zum Video-Verkauf der Deutschen Bahn mit Themendienst, Standortgrafik, Grafik mit Zahlen, Daten, Fakten, Erklärfilm sowie Fotos finden Sie ergänzend hier: deutschebahn.com/vrz

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news-1017 Thu, 18 Mar 2021 10:33:51 +0100 Perspektiven für die Schusterbahn Verband Region Stuttgart legt Studie zu Betriebsvarianten auf der Schusterbahn vor – Entscheidung über zukünftiges Angebot im Juli geplant presse/artikel/aktuell/perspektiven-fuer-die-schusterbahn/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=dd01a93f65af5c32d3a3fd5b40caf52b Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat am Mittwoch die Ergebnisse einer Studie über mögliche Betriebsvarianten der Schusterbahn für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme von Stuttgart 21 diskutiert. Die Entscheidung, ob das Angebot zeitlich und räumlich erweitert wird, fällt voraussichtlich im Juli. Man möchte dies nochmals im Hinblick auf alle Herausforderungen und im Zusammenhang mit weiteren geplanten Verkehrsmaßnahmen erörtern. Dennoch wird der Stundentakt zwischen Untertürkheim und Kornwestheim ab dem Fahrplanwechsel im Dezember bereits vorsorglich für den zukünftigen Fahrplan angemeldet, entschied der Ausschuss.

Die Regionalfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, SPD, FDP und die Linke/Pirat hatten vor einer Woche unter anderem beantragt, zwischen Untertürkheim und Kornwestheim ab dem Fahrplanwechsel im Dezember einen ganztägigen Stundentakt einzuführen. Dies wäre mit geschätzten Kosten von 1,8 Millionen Euro und zusätzlich 500 neuen Fahrgästen pro Tag verbunden. Insgesamt könnten dann auf der Strecke rund 1.500 Fahrgäste unterwegs sein, berichtete der Verkehrsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler. Zudem beantragten die Fraktionen, ein Jahr später den Verkehr mit einem ganztägigen Stundentakt von Bietigheim-Bissingen über Ludwigsburg bis nach Esslingen auch räumlich auszuweiten. Hierfür würden rund 4,6 Millionen fällig, man rechnet mit rund 2.500 weiteren Fahrgästen. Die gesamte Fahrgastzahl bis zum Jahr 2030 könnte dann täglich etwa 6.000 bis 7.000 Fahrgäste betragen.

Bereits im Mai 2020 zielte ein interfraktioneller Antrag auf eine kurzfristige Ausweitung des Angebotes zwischen Bietigheim-Bissingen und Plochingen als S-Bahn Linie S11 ab. Daher ließ der Verband Region Stuttgart als Aufgabenträger für die Schusterbahn Optionen für einen Halbstundentakt auf dieser Strecke unter derzeitigen infrastrukturellen Rahmenbedingungen für den Zeitraum zwischen 2023 und 2025 von der DB Netz prüfen. Auch zuvor wurde bereits mehrfach der Wunsch aus der Regionalversammlung laut, das Angebot zeitlich und räumlich zu erweitern. Vor Jahren hatte sie jedoch entschieden, das Vorhaben zugunsten eines Viertelstundentaktes bei der S-Bahn zurückzustellen - dieser ist seit letztem Dezember werktäglich vollständig umgesetzt. Für weitere Entscheidungen wollte man damals das Fahrplankonzept und die Entwicklung der Verkehrsnachfrage nach Inbetriebnahme von S 21 abwarten. Die Schusterbahn verzeichnete vor der Corona-Pandemie zuletzt täglich rund 500 Fahrgäste.

Ergebnisse der Betriebsprogrammstudie

Kurzfristig können im Rahmen des bestehenden Verkehrsvertrags weitere Fahrten für einen ganztägigen Stundentakt zwischen Kornwestheim und Untertürkheim oder alternativ zwischen Bietigheim-Bissingen und Esslingen hinzubestellt werden. Für ein stündliches 7-Tage-Angebot fehlt jedoch ein angemessenes Zeitfenster für Wartungsarbeiten an dem einzigen Fahrzeug, das derzeit die Strecke bedient. Ein darüberhinausgehendes Angebot auf der Schusterbahn hinsichtlich Linienführung und Takt erfordert vor allem den Ausbau der Bahninfrastruktur, aber auch weitere Fahrzeuge sowie eine Neuausschreibung des Zusatzverkehrs.

Darüber hinaus wird eine Betriebssimulation für die stark befahrene Strecke empfohlen. Denn derzeit besteht eine starke Konkurrenz auf der gesamten Strecke insbesondere mit dem Güterverkehr, aber auch mit dem Fern- und Regionalverkehr. Dieser macht einen Halbstundentakt von Bietigheim-Bissingen nach Plochingen unmöglich, eine Nutzung der S-Bahn-Gleise ist wegen der unterschiedlichen Ein- und Ausstiegshöhen an den Bahnsteigen ausgeschlossen.

Infrastrukturell grundsätzlich umsetzbar – wenngleich konfliktbehaftet mit dem übrigen Zugverkehr auf der Strecke – wären ein Stundentakt von Bietigheim-Bissingen nach Esslingen oder ein Halbstundentakt von Ludwigsburg nach Untertürkheim, beides jedoch nur mit zusätzlichen Fahrzeugen. Und wenn die Schusterbahn bis nach Ludwigsburg oder darüber hinaus verkehrt, müssten die Züge in Fahrtrichtung Süd den Bahnhof Kornwestheim über den Rangierbahnhof umfahren.

Stimmen aus den Fraktionen

Elke Kreiser (CDU/ÖDP) sagte: „Es ist wichtig, dass die Schusterbahn als ‚Insiderbähnle‘ nun aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt wird.“ Grundsätzlich begrüßte sie die beantragten Maßnahmen, um dies zu beschleunigen. Die Möglichkeit, mit der Bahn Stuttgart radial zu umfahren, sei ebenfalls ein großes Anliegen ihrer Fraktion. Dennoch seien die Machbarkeit und die finanziellen Auswirkungen und zu beachten, denn „die Millionen dafür sind umlagerelevant“. Kreiser fand den Vorschlag daher richtig, die Maßnahmen im Juli gesamthaft zu diskutieren. Philipp Buchholz (Bündnis 90/Die Grünen) verwies auf ein hohes Fahrgastpotenzial. „Wir sollten nun schnell agieren und die Schusterbahn in einem Stufenkonzept ausbauen“, begründete er den interfraktionellen Antrag. Man habe „viel vor“ mit der Schusterbahn. Nach der Fertigstellung von Stuttgart 21 solle sie zwischen Bietigheim-Bissingen und Plochingen überall halten. Buchholz weiter: „Kornwestheim darf nicht abgehängt werden.“ Er forderte daher, notwendige Ausbauvorhaben in die Infrastruktur rasch anzugehen. Bernhard Maier (Freie Wähler) hingegen meinte: „Wir sollten uns über die Realitäten im Klaren werden.“ Und weiter: „Die Strecke verfügt über keine ausreichende Infrastruktur für den ÖPNV, sie hat keine Wirtschaftlichkeit, es fehlt an Fahrgästen und es gibt keine echte Entlastung der S-Bahn.“ Maier stellte die Sinnhaftigkeit insbesondere bei einer Umfahrung von Kornwestheim infrage. Der interfraktionelle Antrag sei so nicht beschlussfähig und er mahnte mehr Sorgfalt für eine Entscheidung an. Thomas Leipnitz (SPD) konstatierte: „Die Zeit ist reif, erste Schritte zu gehen für Verbesserungen auf der Schusterbahn“. Der „eigentliche Quantensprung“ sei der ganztägigen Stundentakt von Bietigheim-Bissingen nach Esslingen in der zweiten Stufe. Parallel dazu solle man den Ausbau der Infrastruktur zügig angehen, insbesondere am Bahnhof Münster. Abstimmungen zu einer möglichen Verknüpfung mit einer reaktivierten Markgröninger Bahn seien wünschenswert. Armin Serwani (FDP) kommentierte den interfraktionellen Antrag: „Wir haben uns zusammengefunden, um die Schusterbahn zu stärken und Verbesserungen auf den Weg zu bringen.“ Dennoch signalisierte er Zustimmung, den Antrag in einer Klausursitzung im Juli zu behandeln. Holger Dorn (AFD) sieht „noch eine Menge Diskussionsbedarf“ und begrüßte eine Vertagung auf die Klausursitzung. Grundsätzlich sei es attraktiv, eine Umfahrung von Stuttgart anzubieten. Eine Anbindung an Bietigheim und Plochingen bewertete Dorn als „schwierig“. Für Wolfgang Hoepfner (Die Linke/Pirat) hat die Schusterbahn „großes Fahrgastpotenzial zu relativ überschaubaren Kosten.“ Man müsse rasch handeln. „Die Schusterbahn hat eine große Bedeutung als Tangente, Ausweichstrecke und Entlastung für die S-Bahn.“

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news-1016 Thu, 18 Mar 2021 10:29:47 +0100 Expressbus Göppingen-Lorch wird regional Verband Region Stuttgart finanziert die Linie X93 zu drei Vierteln presse/artikel/aktuell/expressbus-goeppingen-lorch-wird-regional/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=9104e0efce2964d4217e90c24ec8654f Die Vollintegration des Landkreises Göppingen in den VVS hinterlässt weitere Spuren: Die Linie X93 von Göppingen nach Lorch wird ein regionaler Expressbus. Der Verband steigt dafür in den bestehenden Verkehrsvertrag zwischen dem Landkreis Göppingen und dem Göppinger Busunternehmen OVG ein. Dies beschloss der regionale Verkehrsausschuss am Mittwoch einstimmig. Die Finanzierung eines Linienanteils verbleibt beim Landkreis Göppingen – er bezieht sich auf den Streckenabschnitt außerhalb der Region Stuttgart. Nach diesem gemeinsamen Vertrag zwischen der Region, den Landkreisen Göppingen und Ostalbkreis sowie dem Busunternehmen wird die Buslinie bis Ende November 2025 betrieben.

Die Linie X93 fährt seit August 2019 zwischen Göppingen und Lorch im Stundentakt, für die rund 17 Kilometer benötigt er eine knappe halben Stunde. Damit ist sie eine der schnellsten ÖPNV-Verbindungen zwischen dem Fils- und Remstal. Für den Fahrgast ändert sich bis auf Weiteres nichts: Der gewohnte Fahrplan gilt, das bisherige Busunternehmen bleibt und die Busse sind weiterhin im Landesdesign mit WLAN, USB-Anschlüssen und Mehrzweckbereich unterwegs. Seit der Landkreis Göppingen im Januar voll in den VVS integriert wurde, kann der Fahrgast auch dort den Busverkehr mit einem VVS-Ticket nutzen. Für die gesamte Strecke von Göppingen bis nach Lorch fährt man innerhalb einer Tarifzone.

Wegen der kurzen Zeitspanne zwischen der Einführung der Expressbuslinie im Jahr  2019 und dem Corona-bedingten Fahrgastrückgang seit Frühjahr 2020 erlauben die bisherigen Zahlen noch kein genaues Bild über die längerfristig zu erwartende Nachfrage. Überlegungen zu einem Halbstundentakt werden daher aktuell hintenangestellt. Das derzeitige Jahresdefizit wird mit 642.000 Tausend Euro veranschlagt, abzüglich der Landesförderung verbleiben 257.000 Euro. Davon trägt der Verband Region Stuttgart drei Viertel, also 193.000 Euro, den Rest der Landkreis Göppingen.

Die Finanzierung erfolgt über einen sogenannten Bruttovertrag mit dem Verkehrsunternehmen. Hierbei übernimmt der Aufgabenträger die vom Verkehrsunternehmen vorab kalkulierten Betriebskosten und erhält alle Fahrgeldeinnahmen sowie Ausgleichsleistungen. Bei diesem Finanzierungsmodell werden 60 Prozent des jeweiligen jährlichen Defizits vom Land Baden-Württemberg bezuschusst, was Grundvoraussetzung für den Betrieb der Expressbuslinie X93 ist.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich zuversichtlich, dass sich nach der Corona-Pandemie die Fahrgastzahlen weiter positiv entwickeln. Fraktionsübergreifend wurde daher der Wunsch laut, die Einführung eines Halbstundentakts sowie eine Verlängerung der Linie über Lorch hinaus bis zum Mittelzentrum Schwäbisch Gmünd im Auge zu behalten. Zudem wurde die Notwendigkeit einer weiterbestehenden Landesförderung betont.

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news-1015 Thu, 18 Mar 2021 10:25:45 +0100 Herausforderung Stammstreckensperrung Mehr Züge zum Fahrplanwechsel im Dezember. Fahrplaneinschränkungen auf allen Linien in den Sommerferien durch die zur technischen Rundumerneuerung notwendige Stammstreckensperrung. presse/artikel/aktuell/herausforderung-stammstreckensperrung/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=7817210787c74185afc2a4036b9a64c3 Bislang ist zwischen Böblingen und Renningen für Nachtschwärmer am Wochenende nur ein Nachtbus unterwegs. Dieser wird nun zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 in den S-Bahn-Nachtverkehr integriert mit stündlichen Abfahrten ab Böblingen in den jeweiligen Nächten zwischen 1:34 Uhr und 4:34 Uhr sowie in der Gegenrichtung von Renningen nach Böblingen zwischen 1:09 Uhr und 4:09 Uhr. Dazu wird der 2017 auf zunächst vier Jahre begrenzte Halbstundentakt zwischen Marbach und Backnang auf der S4 am Wochenende unbefristet weitergeführt. Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat in seiner Sitzung am Mittwoch diesen Maßnahmen zugestimmt.  Die Ausweitung des 15-Minuten-Takts bis Filderstadt ab Dezember 2021, die knapp 30 zusätzliche Zugpaare nach Filderstadt bringt, wurde vom Gremium bereits in der vorherigen Sitzung beschlossen. Darüber hinaus hat der Verkehrsausschuss zusätzlichen Ersatzverkehren bei der Stammstreckensperrung und damit verbundenen Kosten von insgesamt 214.000 Euro zugestimmt. Über mögliche weitere Maßnahmen während der Stammstreckensperrung, die per Antrag von Bündnis 90/Die Grünen eingebracht wurden, wird nach einer Prüfung durch den Verband in einer der nächsten Sitzungen des Verkehrsausschusses berichtet.

Details zur Stammstreckensperrung und zu den geplanten Ersatzverkehren von Seiten der S-Bahn sind bereits jetzt einsehbar unter www.s-bahn-stuttgart.de

Stammstreckensperrung in den Sommerferien

Die Stammstreckensperrung in den Sommerferien ist notwendig für die Nachrüstung und Erneuerung betrieblicher und sicherheitstechnischer Anlagen, den Austausch von Gleisen und Weichen sowie umfassende Renovierungsarbeiten an allen unterirdischen Haltestellen.

Für die Zeit vom 31. Juli bis zum 13. September kann der S-Bahn-Tunnel mit seinen Haltestellen Hauptbahnhof (tief), Stadtmitte, Feuersee, Schwabstraße, Universität und Österfeld nicht bedient werden. Es gibt für den S-Bahn-Verkehr ein Ersatzkonzept, das eine Bedienung des Hauptbahnhofs (oben) und die Umleitung von Zügen über die Panoramabahn vorsieht.  Somit ist eine Bedienung des Hauptbahnhofs durch alle Linien im Halbstundentakt gewährleistet. Der Viertelstundentakt kann aus Gründen eingeschränkter Strecken- und Bahnhofskapazitäten allerdings nur auf einigen Außenästen aufrechterhalten werden.

Im Detail bedeutet das:

  • Insgesamt verbinden sechs Züge pro Stunde und Richtung den Hauptbahnhof und Stuttgart-Vaihingen über die Panoramabahn.
  • Die Linie S1 verkehrt täglich im Halbstundentakt zwischen Herrenberg und Kirchheim (Teck). Zwischen Stuttgart-Vaihingen und Hauptbahnhof erfolgt eine Umleitung über die Panoramabahn ohne Zwischenhalt.
  • Die Linien S2, S4, S5 und S6 verkehren täglich im Halbstundentakt allerdings nur bis Hauptbahnhof und nicht wie gewohnt bis Schwabstraße bzw. Filderstadt.
  • Die Bedienung von Filderstadt erfolgt durch die temporäre Baustellenline S23 zwischen Filderstadt und Backnang. Zwischen Stuttgart-Vaihingen und Hauptbahnhof erfolgt eine Umleitung über die Panoramabahn.
  • Die Linie S60 verkehrt täglich im Halbstundentakt zwischen Böblingen und Renningen; montags bis samstags tagsüber auch weiter bis Zuffenhausen.
  • Die temporären Baustellenlinien S12 und S15 verstärken montags bis freitags zwischen Esslingen, Bad Cannstatt und Schorndorf (S12) die S1 und die S2, bzw. von Herrenberg über die Panoramabahn nach Bietigheim-Bissingen (S15) die S1 und die S5.
  • Die temporäre Baustellenlinie S30 pendelt im Halbstundentakt zwischen Stuttgart-Vaihingen und Flughafen/Messe und ersetzt hier die Leistungen der S3, die im Regelbetrieb den Verkehr der S2 bis Flughafen/Messe ergänzt.
     

Das Fahrplankonzept hat zur Folge, dass insbesondere auf den Bündelungsabschnitten im Stadtbereich Stuttgart weniger S-Bahnen fahren werden. Dem soll durch den ausgeweiteten Einsatz von Langzügen entgegengewirkt werden. Der wesentliche „Flaschenhals“ für die Umleitung des S-Bahn-Verkehrs ist der Hauptbahnhof. Um den S-Bahn-Verkehr in der beschriebenen Form durchführen zu können, sind daher auch Einschränkungen im Fern- und Regionalverkehr unumgänglich, um weitere Gleise für die S-Bahn zur Verfügung zu stellen

Maßnahmen ergänzend zur S-Bahn

Für die Weiterbeförderung der Fahrgäste innerhalb von Stuttgart stehen vor allem die städtischen Verkehrsmittel Bus und Stadtbahn zur Verfügung. Da deren Kapazität bei weitem nicht ausreicht, richtet die DB Regio einen umfangreichen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein, teils im 5-Minuten-Takt. Eine Linie wird von der Universität bis zum Hauptbahnhof verkehren, eine weitere Linie zwischen Stuttgart-Vaihingen und Universität eingerichtet. Trotzdem muss damit gerechnet werden, dass viele Fahrgäste auf die Stadtbahnlinie U1 ausweichen werden. Aus diesem Grund wird die Linie U34 ab ihrem Endpunkt Südheimer Platz in den Hauptverkehrszeiten bis Vaihingen verlängert, wodurch hier in Verbindung mit der U1 ein 5-Minuten-Takt entsteht. Der Mehraufwand wird gemeinschaftlich von SSB, DB Regio und dem Verband Region Stuttgart getragen. Die RELEX-Buslinie X60 soll auf der Teilstrecke zwischen Leonberg und Universität in den Hauptverkehrszeiten auf einen Viertelstundentakt und zu den anderen Zeiten auf einen Halbstundentakt verdichtet werden.

Weitere Baustellen im S-Bahn-Netz

Auf der Linie S1 wird vom 31. Juli bis 8. August und vom 24. August bis 4. September 2021 der Abschnitt zwischen Eutingen im Gäu und Gärtringen gesperrt und der S-Bahn-Verkehr zwischen Herrenberg und Gärtringen in den genannten Zeiträumen durch Busse ersetzt werden – zusätzlich zur Sperrung der Stammstrecke.

In den Pfingstferien (22. Mai bis 6. Juni 2021) werden Gleise im Bahnhof Endersbach erneuert. Wegen den Arbeiten kann zwischen den Bahnhöfen Waiblingen und Grunbach nur ein eingleisiger Betrieb durchgeführt werden, der dazu führt, dass im Abschnitt zwischen Waiblingen und Schorndorf im Stundentakt gefahren werden muss. Auf der Strecke zwischen Waiblingen und Grunbach wird zur Entlastung tagsüber ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Ebenfalls in den Pfingstferien wird wegen Bauarbeiten in Kornwestheim die Bahnlinie S4 zweigeteilt und auf einen Halbstundentakt ausgedünnt: Die Züge von Süden wenden im Bahnhof Kornwestheim, von Norden in Ludwigsburg. Die S5 nutzt die wenigen zur Verfügung stehenden Umleitungstrassen und verkehrt im Halbstundentakt mit geringen Taktabweichungen zwischen Ludwigsburg und Zuffenhausen ohne Halt durch den Rangierbahnhof Kornwestheim.

Eine weitere Brückenerneuerungsmaßnahme betrifft die Überführung über die Gerlinger Straße in Ditzingen. In einer Totalsperrung vom 17. bis 25. können die S-Bahnen nur zwischen Stuttgart und Korntal sowie zwischen Ditzingen und Weil der Stadt bzw. Böblingen fahren. Dazwischen wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Wunsch nach offener Kommunikation

Die Mitglieder des Verkehrsausschusses unterstützten in ihren Redebeiträgen die vorgeschlagenen Maßnahmen rund um die Stammstreckensperrung. Auch die Offenheit des Verbands gegenüber den Prüfanträgen wurden positiv aufgenommen. Zugleich wurde auf Grund der Größe der Herausforderung die Wichtigkeit einer ausreichenden Kommunikation betont. Nur wenn man die Reisenden umfangreich über die Ersatzmaßnahmen informiere, werde das Konzept auch angenommen. Transparenz und viel Kommunikation seien notwendig, damit ein Gewöhnungseffekt erzielt werde, war sich das Gremium einig, auch im Hinblick auf die geplanten temporären Sperrungen in den Folgejahren.

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news-1014 Thu, 18 Mar 2021 10:20:24 +0100 Verband möchte Schienenverbindung zwischen Kirchheim (Teck) und Schwäbisch Gmünd prüfen lassen Der Verband Region Stuttgart beteiligt sich an einer Machbarkeitsstudie für eine Schienenverbindung von Kirchheim (Teck) über Bad Boll und Göppingen nach Schwäbisch Gmünd. presse/artikel/aktuell/verband-moechte-schienenverbindung-zwischen-kirchheim-teck-und-schwaebisch-gmuend-pruefen-lassen/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=67304642b5d66aa4176db21fdc683467 Im November 2020 hat eine Studie des Landes Baden-Württemberg zur Reaktivierung von Nebenbahnen für die Schienenstrecke von Kirchheim (Teck) über Weilheim, Bad Boll nach Göppingen und weiter bis Schwäbisch Gmünd Verkehrspotenziale in einer Größenordnung festgestellt, ab der das Land Machbarkeitsstudien finanziell bezuschusst. Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat nun in seiner Sitzung vom Mittwoch der finanziellen Beteiligung eben an einer solchen Machbarkeitsstudie und einer Kooperationsvereinbarung mit den beteiligten Landkreisen Esslingen, Göppingen, Ostalbkreis sowie dem Regionalverband Ostwürttemberg zugestimmt. Noch für dieses Jahr ist die Vergabe der Studie vorgesehen, mit der Ergebnisvorstellung wird bis Ende 2022 gerechnet.

Korridor Kirchheim (Teck) bis Göppingen

Die Strecke zwischen Kirchheim (Teck) und Göppingen setzt sich aus drei Abschnitten zusammen: Zwei Reaktivierungsabschnitte, auf denen teilweise noch alte Gleis- und Haltestellenanlagen vorhanden sind von Kirchheim (Teck) bis Weilheim, sowie von Bad Boll nach Göppingen, auch Voralbbahn oder Boller Bahn genannt. Für den dritten Abschnitt von Weilheim bis Bad Boll wäre ein kompletter Neubau erforderlich.

Aus vorangegangenen Studien hat sich genau dieser Abschnitt auch als wesentliche Herausforderung dargestellt. Für eine gute verkehrliche Erschließung der Ortszentren müssen diese gegebenenfalls mittels Tunnellösungen unterquert werden. Bei alternativen oberirdischen Umfahrungen könnten dagegen wertvolle Fahrgastpotentiale verloren gehen. Als mögliche Alternative zur herkömmlichen Ausbildung als Eisenbahn käme deshalb auch eine Stadtbahn in Betracht. Diese könnte abschnittsweise direkt auf der Straße geführt werden, wodurch aufwändige Tunnelbauwerke im Bereich der Ortszentren umgangen werden können.

Studie zur Reaktivierung als Grundlage

Während in den Vorgängeruntersuchungen bezüglich der Strecke Kirchheim (Teck) nach Göppingen stets nur die komplette Durchbindung aussichtsreich erschien, prognostiziert die neue Landesstudie aus 2020 auch für den Einzel-Abschnitt Göppingen – Bad Boll ein sehr hohes Nachfragepotential. Auch das Fahrgastpotential zwischen Göppingen und Schwäbisch Gmünd wird in der Landesstudie deutlich höher als bisher angenommen, eingeschätzt. Damit zeigt sich, dass die Chancen für Reaktivierungen sich durch eine verbesserte Netzstruktur steigern lassen und eine erneute Betrachtung der Streckenabschnitte gerechtfertigt erscheint. Das Land bezuschusst Machbarkeitsstudien mit bis zu 75 Prozent

Aufgrund der verbesserten Chancen will sich der Verband Region Stuttgart mit dem Landkreis Göppingen, dem Landkreis Esslingen, dem Ostalbkreis und dem Regionalverband Ostwürttemberg über die Grundlagen einer ergänzenden Machbarkeitsstudie abstimmen. Sollte sich in der gemeinsamen Studie abzeichnen, dass ein durchgängiges Schienensystem für Eisenbahn oder Straßen-/Stadtbahn über die gesamte Strecke nicht wirtschaftlich erscheint, kann sich der Verband in einem Folgeschritt für die einzelnen Streckenabschnitte auch die Untersuchung innovativer Trassengebundener Bussysteme im Schienenstandard vorstellen.

Stimmen aus den Fraktionen

„Es ist schön, dass der Landkreis Göppingen auch im Bereich der Schiene mehr in den Fokus kommt“, äußerte sich Elmar Steinbacher (CDU/ÖDP). Nun gelte es die beste Lösung zu finden, egal ob diese nun Bus oder Bahn heiße. „Die Machbarkeitsstudie muss nun Licht in die Finanzierung bringen“, so Steinbacher. Gleichzeitig müsse einem aber auch klar sein, dass gerade eine Zugverbindung Bad Boll – Weilheim sehr umfangreiche Maßnahmen mit sich bringe.

„Wir haben die Chance diese Zugstrecke aus einem Dornröschenschlaf zu wecken“, so Lena Weithofer (Bündnis 90/Die Grünen). Es gelte den hier dominanten Autoverkehr zu minimieren. „Dies kann nur gelingen, wenn es, wie in diesem Fall, gemeinsam von den betroffenen Landkreisen angegangen wird.“

Für Frank Buß (Freie Wähler) waren die bisherigen Studien ernüchternd. „Umso wichtiger ist es, dass sich nun nochmals eine Chance ergibt.“ Seine Fraktion habe sich schon immer für diese Tangentialverbindung ausgesprochen. „So wird die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts erhöht und das breite Band der möglichen Maßnahmen, erhöht die Chance auf eine tatsächliche Umsetzung.“

Thomas Leipnitz (SPD) begrüßte die Idee, alle vier Abschnitte in einem Zusammenhang zu untersuchen. „Wie in der Studie angedacht, dürfen wir uns jedoch nicht nur eine auf eine mögliche Nebenbahn beschränken, sondern auch eine Stadtbahn in Betracht ziehen.“

Hans Dieter Scheerer (FDP) merkte an, dass man noch ein Stückchen weg sei von der Realisierung. „Wenn es sich als wirtschaftlich erweist, begrüßen wir eine Umsetzung.“ Allerdings dürfe Eisenbahnromantik keine Grundlage dafür sein.

Joachim Hülscher (AfD) betonte, dass man nicht nur auf die langfristige Lösung auf der Schiene schauen dürfe.  „Als Übergangslösung kann auch eine Expressbus möglich sein, bevor man vertieft in das Thema Bahn einsteigt“, so der Regionalrat.

Wolfgang Hoepfner (Die Linke/Pirat) äußerte sich erfreut über die Systemoffenheit der Machbarkeitsstudie von Bahn, über Stadtbahn bis hin zum Bus. „Dies ist enorm wichtig für die Gesamtbetrachtung.“

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news-1013 Thu, 04 Mar 2021 11:54:02 +0100 Neue Entwicklungen zur Pandemiebekämpfung BioRegio Stern GmbH berichtet über aktuellen Stand der Life-Science-Branche in der Region presse/artikel/aktuell/neue-entwicklungen-zur-pandemiebekaempfung/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=a3b3a3d2680fc912a11199d0cd422b4b Die Unternehmen und Forschungsinstitute der Regionen Stuttgart und Neckar-Alb tragen mit ihren Entwicklungen maßgeblich zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bei. In seinem Bericht im gestrigen Wirtschaftsausschuss der Regionalversammlung erläuterte Dr. Klaus Eichenberg, Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH, die Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus der Region. Diese beschäftigen sich unter anderem mit der Entwicklung von Impfstoffen, Medikamenten, PCR-, Antigen- und Antikörpertests sowie medizinischen Hilfsmitteln. „Die Life-Sciences-Unternehmen der BioRegion STERN reagieren kreativ und mit viel Elan auf die Corona-Pandemie. Aus dieser Branche sind Lösungen der weltweiten Krise zu erwarten. Die Unternehmen der BioRegion STERN sind dabei“, so Dr. Eichenberg.

Durch die Corona-Pandemie haben die Wahrnehmung und Sichtbarkeit der Biotechnologie in Deutschland einen Schub bekommen, der sich auch finanziell widerspiegelt. So flossen in Deutschland im letzten Jahr über drei Milliarden Euro Eigenkapital in die Branche, davon allein 740 Millionen an CureVac. Der mRNA-basierte Impfstoff des Tübinger Unternehmens befindet sich momentan in der Phase III der Erprobung, zwei weitere Impfstoffe entwickeln die Prime Vector Technologies GmbH sowie die Universität Tübingen. Deutlich weniger staatliche Förderung gab es bisher für die Forschung an Medikamenten, die aber im Maßnahmenmix auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden. Aussichtsreiche Medikamentenkandidaten entwickeln die Tübinger Unternehmen Atriva Therapeutics und Synovo. An Akut-Tests arbeiten insgesamt sechs Unternehmen in der BioRegion STERN oder vertreiben diese bereits. Ein Antikörpertest für Privatpersonen der CeGaT GmbH aus Tübingen ist bereits im Angebot, zwei weitere befinden sich in Reutlinger und Tübinger Unternehmen in Entwicklung.

Die BioRegion Stern umfasst die Regionen Stuttgart und Neckar-Alb sowie die Städte Tübingen und Reutlingen mit über 120 Medtech- und 110 Biotech-Unternehmen und insgesamt rund 19.000 Arbeitsplätzen. Seit 2001 unterstützt die BioRegio STERN GmbH als Wirtschaftsentwickler für die Life-Sciences Unternehmen zum Beispiel bei der Einwerbung von Fördermitteln, setzt aber auch eigene Cluster-Projekte um und führt Veranstaltungen durch.

Stimmen aus den Fraktionen

Alle Fraktionen bedankten sich bei Dr. Klaus Eichenberg für den Bericht und die engagierte Arbeit der Bio Regio STERN GmbH.

„Sie hilft in der aktuellen Situation mit viel Innovationsgeist, die Lösung für ein aktuelles, großes Problem zu finden“, so Elisabeth Schick-Ebert (CDU/ÖDP). Die Corona-Krise zeige, wie wichtig die Aufgabe sei, Wirtschaftsförderung in diesem Segment zu betreiben und damit Wissenschaftlern und Gründern zu helfen. Schick-Ebert stellte die Frage, wo noch Kapital fehle und wie die Region finanziell oder durch Impulse für weitere Gründungen helfen könne. „Die Branche bietet auch die Möglichkeit, ein zweites Standbein in der Region zu entwickeln, die momentan vor einer großen Transformation steht“, betonte Schick-Ebert.

Dr. Cleo Regina Becker (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) befand: „In dieser Krise, die so viel Leid und Einschränkungen gebracht hat, gibt es Möglichkeiten, Sinn zu finden und Licht zu sehen.“ Ein Positives sei der Fokus auf die Biotechnologie und die Bereitschaft, mehr in die Gesundheit zu investieren. Auch sie sah die Biotechnologie als zweites Standbein für die Wirtschaft in der Region. Bemerkenswert sei, dass „Betriebe und Menschen dazu bereit sind, über Gewinn und Kapital hinaus an das Gemeinwohl zu denken.“ Das freue ihre Fraktion besonders, denn es müsse nicht immer mehr Wachstum sein.

Gerd Maisch (Freie Wähler) bedankte sich für das Engagement der Firmen in der Corona-Krise. Er kritisierte, dass in der öffentlichen Diskussion vor allem Impfstoffe stehen. „Wir brauchen mehrere Standbeine, eines davon sind Medikamente“, konstatierte er. Sein Anliegen war daher, dass sich die Förderungen dahingehend deutlich erhöhen und dementsprechend in absehbarer Zeit zusätzliche Medikamente zur Verfügung stehen werden.

Die 20 Jahre seit Gründung der Bio Regio STERN GmbH seien mühevoll und mit großen Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung verbunden gewesen, so Dr. Jürgen Zieger (SPD). „Es ist keine Erfolgsgeschichte politischer Förderung, sondern privater Initiative“, stellte er fest. Inzwischen würde die Diskussion über weitere Standbeine zur Diversifizierung der Wirtschaft in der Region anders geführt. Er wünschte sich, dass zukünftig „Finanzierung leichter und umfangreicher zur Verfügung gestellt werden kann, als es in den letzten Jahren der Fall war.“

Auch Hartfrid Wolff (FDP) betonte, dass erst Privatkapital die Möglichkeit geschaffen habe, die Medizintechnik in der Form weiterzubringen. „Die öffentliche Hand konnte im Verhältnis zu dem Kapital, das nötig war, verhältnismäßig wenig bringen.“ Erfreulich sei die erfolgreiche Integration von Migranten in der Branche. „Voraussetzung ist die Forschungsfreiheit“, so Wolff, „wobei den internationalen Fachkräften auch zuzutrauen ist, dass sie wissen, wo die Grenzen sind.“

Von der Kreativität und dem Engagement der Firmen war Peter Rauscher (DIE LINKE/PIRAT) beeindruckt. Er hob hervor, dass auch Engineering-Unternehmen zunehmend interessiert daran seien, an biotechnologischen Verfahren zu arbeiten. Zwar sei viel Privatkapital geflossen, die Grundlagenforschung sei aber durch öffentliche Gelder finanziert. „Ohne diese Grundlagen, hätten die Firmen nie so weit kommen können“, betonte Rauscher.

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news-1012 Thu, 04 Mar 2021 11:36:30 +0100 Neue Crowdfunding-Kampagne „Kulturimpuls Region Stuttgart“ Förderung von zukunftsweisenden Kulturprojekten presse/artikel/aktuell/neue-crowdfunding-kampagne-kulturimpuls-region-stuttgart-foerderung-von-zukunftsweisenden-kulturpro/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=7a5572db0845af8d632ac54717755bed Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) und die KulturRegion Stuttgart starten die Crowdfunding-Kampagne „Kulturimpuls Region Stuttgart“, gefördert vom Verband Region Stuttgart. Mit der Aktion auf der Crowdfunding-Plattform Startnext unterstützen die regionalen Initiatoren freischaffende Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturbetriebe aus der Region Stuttgart dabei, Gelder für innovative Kulturprojekte und -veranstaltungen einzuwerben und ihre Vorhaben auch zur Corona-Zeit bekannt zu machen.

Für jeden eingesammelten Euro, den die bewilligten Projekte von öffentlichen Unterstützerinnen und Unterstützern erhalten, geben die Partner der Kampagne einen Euro aus dem Fördertopf dazu. Im Fördertopf befinden sich 35.000 Euro, die den Kulturschaffenden zugutekommen sollen. Die Fördertopfsumme kann jederzeit von Unternehmen oder Institutionen, die sich für die Kultur engagieren möchten, aufgestockt werden. Die maximale Verdopplungssumme pro Projekt beträgt 2.000 Euro. Kulturschaffende können sich laufend bis zum 31. Mai 2021 bewerben. Über die Zulassung der Projekte zur Förderkampagne entscheidet eine unabhängige Jury. Die Kampagne endet am 30. Juni 2021. Bewerberinnen und Bewerber, deren Projekte bis zum 31. März 2021 für die Förderung ausgewählt werden, erhalten einen Startbonus von 100 Euro.

Mit der Idee, nicht genutzte Gelder in Größenordnung des entfallenen Sommerempfangs 2020 an die regionalen Künstlerinnen und Künstler weiterzugeben, hat der Verband Region Stuttgart das Projekt angestoßen.
„Es ist uns ein großes Anliegen, die regionale Kulturszene in der Corona-Zeit zu unterstützen. Der Impuls aus dem Wirtschaftsausschuss der Regional-versammlung ist auf sehr fruchtbaren Boden gefallen“, freut sich Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling.

Dr. Matthias Knecht, Vorsitzender der KulturRegion Stuttgart, betont, dass viele Kulturschaffende und kleinere Kulturbetriebe gerade unter Pandemiebedingungen sehr originelle Konzepte für Projekte entwickelt hätten: „Mit der Crowdfunding-Kampagne wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern die Vielfältigkeit der regionalen Kultur vermitteln und sie zur Unterstützung der Projekte motivieren.“

„Für die Gestaltung und Weiterentwicklung der regionalen Kultur- und Kreativwirtschaft ist das Ausprobieren von neuen Formaten, Medien und Inhalten von großer Bedeutung“, bekräftigt der Geschäftsführer der WRS, Dr. Walter Rogg. „Deshalb möchten wir diejenigen Projekte, die Gelder von der Öffentlichkeit eingesammelt haben, durch die Verdopplung des Betrags unterstützen.“

Solo-Selbstständige, Freiberuflerinnen und Freiberufler, gemeinnützige und nicht gemeinnützige Vereine, freie Träger des Kulturbetriebs und der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Kulturämter in der Region Stuttgart können sich ab sofort mit ihren Projekten bewerben:

www.startnext.com/pages/kulturimpuls-region-stuttgart

Ansprechpartner bei Fragen zu der Kampagne ist die KulturRegion Stuttgart: kontakt@kulturregion-stuttgart.de

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news-1011 Thu, 04 Mar 2021 09:53:08 +0100 Grundsatzvereinbarung für „Strategischen regionalen Vorhaltestandort Dettingen/Kirchheim“ unterschriftsreif Verband Region Stuttgart beauftragt Zusammenarbeit der regionalen Wirtschaftsförderung mit den drei beteiligten Gemeinden presse/artikel/aktuell/grundsatzvereinbarung-fuer-strategischen-regionalen-vorhaltestandort-dettingenkirchheim-unterschri/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=a955f8d320c5fc3e632b0a3117413aa8 Der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung stimmte mit guter Zwei-Drittel-Mehrheit dafür, dass die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) die Grundsatzvereinbarung „Strategischer regionaler Vorhaltestandort Dettingen/Kirchheim“ mit der Stadt Kirchheim unter Teck und den Gemeinden Dettingen unter Teck und Notzingen schließt. Die WRS soll in diesem Rahmen, gemeinsam mit den drei Kommunen der „Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Kirchheim unter Teck“ (VVG Kirchheim) die weiteren Grundlagen für die Realisierung des Vorhaltestandorts für Gewerbe am „Hungerberg“ erarbeiten. Dazu gehören unter anderem eine Wirtschaftlichkeitsanalyse, die Bewertung von Risiken, ein Kriterienkatalog für die Ansiedelung von Unternehmen und eine Vorgehensweise für die Vermarktung der Fläche. Eine Untersuchung der Auswirkungen auf Natur und Klima sowie auf die Landwirtschaft samt einer Konzepterstellung für das Flächenmanagement wurden bereits 2020 beauftragt. Die Kosten teilen sich die Projektpartner.

Mit der Grundsatzvereinbarung wurden die Leitplanken gesetzt, an denen sich die Projektpartner bei der weiteren Konkretisierung des Vorhaltestandort-Projektes verbindlich orientieren können. Dabei handelt es sich jedoch noch nicht um den Beschluss zur tatsächlichen Realisierung des Vorhaltestandortes. Formal getrennt und ergebnisoffen werden parallel zur Projektvorbereitung die regional- und bauleitplanerischen Verfahren durchgeführt. Das Regionalplanänderungsverfahren, bei dem die Möglichkeit der Aufhebung eines Grünzugs und die Ausweisung eines Regionalen Gewerbeschwerpunkts im Bereich des Hungerbergs geprüft wird, wurde in der Regionalversammlung im vergangenen Dezember beschlossen. 

WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg betonte, dass die Entwicklung rund um die Stichworte „Decarbonisierung“ und „Digitalisierung“ eine der größten Aufgaben in der Region sei. Allerdings hätten auch nur wenige Regionen in Europa ein ähnlich großes Innovationspotenzial. „Manchmal können neue Standorte in bestehenden Strukturen geschaffen werden, manchmal nicht. Finden Neuinvestitionen jedoch in der nächsten Generation des Wirtschaftens keinen Platz, werden sie weg und wahrscheinlich auch langfristig verloren sein“, warb Rogg um die Zustimmung zur Grundsatzvereinbarung.

Weitere Schritte

Nach Beschlussfassungen aller beteiligten kommunalen Gremien werden die VVG Kirchheim und die WRS die weiteren Projektgrundlagen detailliert ausarbeiten, so ein Kooperationsvertrag zwischen den Projektpartnern formuliert werden kann. Ein weiterer Fokus liegt auf der Sondierung des Grunderwerbs und der Erschließung der Flächen, die rund 20 Hektar umfassen sollen.

Konzept des Strategischen regionalen Vorhaltestandorts

In der Region Stuttgart steht für eine zeitnahe Umsetzung von strategischen Investitionsprojekten aktu¬ell nur ein sehr eingeschränktes Flächenangebot zur Verfügung. Dies gilt verschärft für Gewerbegebiete in einer Größenordnung ab 10 Hektar sowie für Flächen, die spezifische infrastrukturelle Anforderungen, ins-besondere im Bereich der verkehrlichen Anbindung, erfüllen. 2018 wurde daher vom Verband Region Stuttgart und der WRS eine regionale Gewerbeflächenstrategie erarbeitet. Dabei wurde die „Entwicklung eines strategischen regionalen Vorhaltestandortes für regionalbedeutsame Investiti¬onsprojekte des technologischen und ökonomischen Wandels“ als Ziel formuliert und Handlungsfeld beschlossen. Die „Regionalen Vorhaltestandorte“ sind ein Lösungsansatz, um dem Defizit an größeren, baureifen Industrieflächen in der Region Stuttgart zu begegnen. Denn es ist ein gravierender Wettbewerbsnachteil, wenn es keine konkrete Angebotsplanung bei Gewerbeflächen gibt – insbesondere in der Region Stuttgart, in der die vorherrschenden kleinteiligen Grundbesitzverhältnisse eine rasche Realisierung von Vorhaben regelmäßig entschleunigen. Standorte, die zur Bedarfslage der ansässigen Wirtschaft passen, die infrastrukturellen Voraussetzungen erfüllen, eine ausreichende Akzeptanz vor Ort finden und zudem möglichst geringe Eingriffe in Freiraumfunktionen erforderlich machen, sind in der Region Stuttgart ausgesprochen knapp. Die Sicherung und Vorbereitung regionaler Vorhaltestandorte soll es dabei ermöglichen, handlungsfähig zu sein und eine verlässliche Perspektive für die Bereitstellung ei¬ner geeigneten Fläche anbieten zu können.

Stimmen der Fraktionen
Andreas Koch (CDU/ÖDP) betonte: „Toptechnologie muss ein Markenkern der Region bleiben. Wenn es gelingen soll, neue Technologien in die Region zu bringen, braucht es Flächen.“ Es gehe nicht nur um kleine Restflächen, die man reaktivieren könne, sondern um Flächen im zweistelligen Hektarbereich. „In der Abwägung zwischen berechtigten ökologischen Interessen und denen der Wirtschaft und der damit verbundenen Arbeitsplätze müssen wir die Chancen nutzen, die Dettingen/Kirchheim bietet.“ Die Nachteile an diesem Standort würden weitestgehend vermieden. Wichtig sei aber, dass die Region eine Mitsprache bei der Art der Ansiedlungen habe, um die Entwicklung hin zu nachhaltigen Produkten zu gewährleisten.

Dorothee Kraus-Prause (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) stellte fest: „Es gibt den Zielkonflikt zwischen dem Schutz des Grünzugs und dem Interesse der wirtschaftlichen Ansiedlung. Wir sehen die Fläche und die Grundsatzvereinbarung sehr kritisch und lehnen sie daher ab.“ Große Flächen würden nicht automatisch viele Arbeitsplätze bedeuten. „Wir teilen auch die Prämisse der Grundsatzvereinbarung nicht, dass Transformation zwingend große Flächen benötigt.“ Zunächst sollten auch Nutzer und Nutzungen detaillierte definiert werden. Kraus-Prause warb hier für die Produktion im Bestand. Man wolle mit viel Elan die Diskussion voranbringen, wie eine Wirtschaft im Wandel klug und klimaaktiv agieren könne.

„Wir brauchen Gewerbeentwicklung in der Region“, konstatierte Gerd Maisch (Freie Wähler), „sowohl kurz- als auch langfristig.“ Es sei schön, wenn Gewerbeansiedlung in Bestandsflächen funktioniere. Dies könne aber nicht den gesamten Bedarf decken und würde gleichzeitig bedeuten, dass Firmen verschwinden und Arbeitsplätze verloren gehen. „Wir brauchen die Vorhaltegebiete, um eine Perspektive zu schaffen.“ Der Standort in Dettingen sei geeignet, die Vereinbarung gelungen. „Wenn es damit schneller vorangeht als gedacht, umso besser.“

Für Dr. Jürgen Zieger (SPD) ist die Abwägung zwischen Flächenverbrauch und wirtschaftlicher Notwendigkeit nicht leicht. „Wir stimmen jedoch dem Vorhaltestandortskonzept zu.“ Öffentlich sei es populärer, dies nicht zu tun. 20 Hektar Flächen seien viel, aber es gehe um die Transformation einer Wirtschaft, in der laut Gutachterschätzungen eine sechsstellige Zahl von Arbeitsplätzen gefährdet sei. „Damit ist es sozial und wirtschaftlich nachhaltig, den Flächenverbrauch in Kauf zu nehmen.“ Es sei eine Mär, dass Transformation nur im Bestand passieren könne.

Nach Joachim Hülscher (AfD) solle die Region in ihrem Handeln logisch sein. „Wir hatten die Projektvorbereitung beauftragt. Und wir sehen die Grundsatzvereinbarung in einer guten Abwägung der verschiedenen Interessen und der Verteilung der Kosten.“ Hülscher bedauerte, dass bei den verbliebenen 20 Hektar nur noch vom einem „Standörtchen“ gesprochen werden könne.

„Wir werden die Transformation im Bestand nicht schaffen“, warnte Volker Weil (FDP). Es gehe darum, Arbeitsplätze und Raum für Innovation zu schaffen. Dennoch sei es wichtig, zu überlegen, was mit den freiwerdenden Flächen passieren könne. Man könne sie für innovative Gewerbestandorte nutzen, aber sie auch mit Grünflächen attraktiver für die Arbeitnehmer machen und so zumindest teilweise eine Perspektive für den Ausgleich schaffen.

Sebastian Lucke (DIE LINKE/PIRAT) befand: „Das Gebiet am Hungerberg ist kein idealer Standort.“ Von den favorisierten Standorten habe nur Vaihingen an der Enz eine passende Schienenanbindung. „Wir wollen eine Aktivierung von kleineren Flächen und eine Verdichtung von bestehenden Gewerbegebieten“, schloss Lucke.

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news-1010 Mon, 01 Mar 2021 12:14:36 +0100 Mehr umweltfreundliche Mobilität: Neue Ausleihstationen im RegioRadStuttgart Im Fokus: „Zwei-für-eine“-Programm des Verbands Region Stuttgart beschleunigt Ausbau des Verleihsystems • Im Test: Registrierung für Jugendliche ab 14 Jahren • Im Alltag: Neuer Übernachttarif für Berufspendler presse/artikel/aktuell/mehr-umweltfreundliche-mobilitaet-neue-ausleihstationen-im-regioradstuttgart/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=05af10ee3b901c7d39973718d326f72e Umweltfreundliche Mobilität gewinnt in der Landeshauptstadt und der Region Stuttgart immer mehr an Bedeutung. RegioRadStuttgart vergrößert sich weiter in die Fläche. Mit dem regionalen Förderprogramm „Zwei für eine“ unterstützt der Verband Region Stuttgart die zügige Erweiterung des Netzes von Verleihstationen in Städten und Gemeinden. Partner des Projekts sind die Stadt Stuttgart und der Betreiber des Fahrradverleihsystems, die Deutsche Bahn.

Mit Nürtingen wächst das RegioRadStuttgart-Netz noch im ersten Quartal 2021 auf 41 teilnehmende Kommunen. Die Stadt wird damit Start- und Zielpunkt für umweltfreundliche Mobilität auf zwei Rädern. Auch Hochdorf, Korntal-Münchingen, Plochingen sowie Ostfildern errichten 2021 erstmals mit Unterstützung des Verbands Region Stuttgart neue RegioRadStuttgart-Stationen.  Das Leihen von Fahrrädern und Pedelecs ist damit nirgendwo so einfach wie in der Region Stuttgart. Die Kunden können an den über 190 Verleihstationen rund 1.400 Fahrräder davon gut 500 Pedelecs nutzen. Seit August 2020 sind – ebenfalls vom Verband Region Stuttgart unterstützt – mit der polygoCard auch die ersten 15 Minuten jeder Pedelec-Ausleihe kostenlos.

„Ein dichtes Netz von Verleih- und Rückgabestationen des RegioRadStuttgart bietet den Kunden vielseitige Nutzungsmöglichkeiten“, so Dr. Nicola Schelling, Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart.  „Zum Pendeln von A nach B, für touristische Ausflüge in der Region oder für Besorgungen: Die flexible Rückgabe an unzähligen Stationen erhöht die Attraktivität des Systems.“

Erweitertes Stationsnetz soll Fahrten innerhalb von Kommunen erhöhen

Der Verband Region Stuttgart hat das Förderprogramm im Juni 2020 beschlossen. Bereits im Dezember 2020 wurde das Förderbudget wegen der großen Nachfrage durch die Kommunen auf rund eine Million Euro erhöht. Mit bis zu 50.000 Euro wird die Einrichtung von zwei RegioRadStuttgart-Stationen nach dem Prinzip „zwei Stationen zum Preis von einer“ einmalig gefördert. Der Verband Region Stuttgart schafft damit für die Kommunen den Anreiz, ihr Stationsnetz zu erweitern. Mit dem Förderprogramm werden vor allem Kommunen angesprochen, die bisher noch keine oder nur über eine Station verfügen. „Gegen- und Ergänzungsstationen sind eine wichtige Ergänzung für Fahrten innerhalb der Kommune aber auch zwischen den einzelnen Gemeinden“, bestärkt Ralf Maier-Geißer von der Landeshauptstadt als RegioRadStuttgart-Gesamtkoordinator das Engagement des Verband Region Stuttgart.

Weitere Informationen finden Sie unter www.region-stuttgart.org/regiorad

Die Landeshauptstadt und die DB öffnen das Bikesharing-Angebot für Jugendliche

Die Registrierung bei RegioRadStuttgart ist inzwischen schon ab einem Alter von 14 Jahren möglich. Erstmalig können sich damit in Stuttgart und der Region auch Jugendliche selbst für das RegioRadStuttgart registrieren. Im Rahmen eines Praxistests läuft die Registrierung für Jugendliche zunächst befristet bis November 2021. Die Registrierung erfolgt schnell und einfach über das Online-Formular auf der Website von RegioRadStuttgart. Das Angebot zusätzlich für Jugendliche ab 14 Jahren zu öffnen, folgt der konsequenten Weiterentwicklung des Tarifsystems von RegioRadStuttgart.

Anschlussmobilität sicherstellen

Mit dem günstigen Übernachttarif können Berufspendler getrost das Auto stehen lassen. Für 1,50 €/Nacht kann jedes RegioRadStuttgart ab 18 Uhr mit nach heute genommen werden und bis 9 Uhr am nächsten Tage wieder an der Ausleihstation zurückgegeben werden. Damit werden die Mobilitätsrealität von Berufspendlern noch besser abgedeckt und die Intermodalität gestärkt.

Weitere Informationen zum Übernachttarif finden Sie unter: https://www.regioradstuttgart.de/de/tarife

Hintergrundinformationen - Das ist RegioRadStuttgart!

RegioRadStuttgart ist ein interkommunales und regionsweites Fahrrad- und Pedelecverleihsystem für die Landeshauptstadt und die Region Stuttgart. Stetig wachsend, ist RegioRadStuttgart mittlerweile in über 40 Städten und Kommunen verfügbar. Über 1.400 Räder, darunter gut 500 Pedelecs, stehen an über 190 Stationen jederzeit zur Ausleihe zur Verfügung. Diese Räder können sowohl für die innerstädtische Mobilität als auch für den Verkehr zwischen den Kommunen genutzt werden. Mit dem großen Angebot an Pedelecs lassen sich auch längere Wege und Steigungen leicht zurücklegen und auch längere Ausflüge mühelos durchführen. RegioRadStuttgart wird im Auftrag der Städte und Gemeinden von der Deutsche Bahn Connect GmbH betrieben und ist Teil der Call a Bike-Familie, dem Bikesharing-Angebot der DB. Bundesweit stehen RegioRadStuttgart-Kunden damit Fahrräder in rund 80 Städten zur Verfügung.

Alle Informationen zu RegioRadStuttgart, insbesondere zu den seit Mai 2020 gesenkten Tagespreisen, zum neuen Light-Tarif sowie zu den beteiligten Städten und Gemeinden gibt es auf der Webseite www.regioradstuttgart.de.

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news-1009 Mon, 01 Mar 2021 12:03:31 +0100 Verband enttäuscht über Ergebnis des Bürgerentscheids zum Gewerbepark Lautertal Votum gegen den Gewerbepark bedeutet das Aus für den „Regionalen Gewerbeschwerpunkt“ presse/artikel/aktuell/verband-enttaeuscht-ueber-ergebnis-des-buergerentscheids-zum-gewerbepark-lautertal/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=4b3828594451845393d62476910d553b Am gestrigen Sonntag stimmten die Bürgerinnen und Bürger von Donzdorf mehrheitlich gegen die Umsetzung des Gewerbeparks Lautertal. Damit haben sie nicht nur den Gewerbepark „abgewählt“, sondern auch einen „Regionalen Gewerbeschwerpunkt“. „Kommunale Bürgerentscheide und ebenfalls demokratisch legitimierte regionale Planung stehen hier faktisch im Widerspruch“, erläutert Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. „Die systematische überörtliche Planung läuft ins Leere, wenn am Ende vor Ort über die Entwicklung eines gesamten Wirtschafts- und Lebensraums entschieden wird“, so Dr. Schelling weiter. Die Standorte für regionale Gewerbeschwerpunkte seien mit Bedacht ausgewählt und in teils langwierigen Prozessen mit den Gremien der beteiligten Kommunen abgestimmt. Zudem erfolge bei der Erarbeitung des Regionalplans und seiner Fortschreibung bereits intensive Bürgerbeteiligung. Das Ergebnis des komplexen Verfahrens werde dann durch die direkt gewählte Regionalversammlung verabschiedet. „Durch die systematische Abwägung der unterschiedlichen Belange im Rahmen der regionalen Planung wird sichergestellt, dass tatsächlich die am besten geeigneten  Standorte für die Realisierung von Gewerbeflächen festgelegt werden“, erläutert Dr. Schelling weiter.

Bei der Standortabwägung spielen etwa Aspekte der verkehrlichen Anschließung, aber auch der Intensität der Eingriffe in Natur und Landschaft eine Rolle. Zudem geht es darum, einen Ausgleich in der Entwicklung der Landkreise zu schaffen und Chancen zu eröffnen. Der Landkreis Göppingen ist regelmäßig im unteren Bereich bei den wirtschaftlichen Kenngrößen, was mit entsprechend hohen Auspendlerzahlen verbunden ist – und damit auch sehr hohen Verkehrsbelastungen. Die Flächen wären gut für Ansiedlungen geeignet gewesen, die den wirtschaftlichen Strukturwandel voranbringen. „Der Gewerbepark Lautertal wäre eine sehr gute Gelegenheit gewesen, die Wirtschaftskraft des Landkreises mit Zukunftsoptionen zu versehen“, betont Dr. Schelling.
„Aus unserer Sicht ist es eine Aufgabe auf Landesebene, das Zusammenspiel von regionaler Planung und lokalem Bürgerentscheid bei wichtigen Strukturentwicklungsvorhaben unter die Lupe zu nehmen und für Lösungen zu sorgen, die eine nachhaltige Gesamtentwicklung der Region gewährleisten – beispielsweise durch einen Bürgerentscheid auf regionaler statt lokaler Ebene bei regional bedeutsamen Vorhaben“, so Dr. Schelling.

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news-1008 Fri, 19 Feb 2021 12:48:54 +0100 Neue Entwicklungsachse auf dem Prüfstand Im vergangenen Dezember hat die Regionalversammlung ein Verfahren zur Änderung des Regionalplans eröffnet. Untersucht, abgewogen und entschieden wird dabei, ob zwischen Marbach und Backnang eine Regionale Entwicklungsachse entstehen soll. Ab dem ersten März beginnt die Öffentlichkeitsbeteiligung. presse/artikel/aktuell/neue-entwicklungsachse-auf-dem-pruefstand/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=545fbb522a1012036d14a59a14af4f28 Der Regionalplan bildet den Rahmen für eine koordinierte und nachhaltige Entwicklung der Region. Er soll gewährleisten, dass Wohn- und Gewerbegebiete bedarfsgerecht entwickelt werden und diese gleichzeitig mit der Verkehrsinfrastruktur koordiniert werden. Freiflächen werden dabei nach Möglichkeit geschont und Mobilität effizient entlang der Schiene organisiert. Mit dem Ausbau der S-Bahn-Linie S4 zwischen Marbach und Backnang wurde die Schienenverbindung für die Anrainergemeinden Erdmannhausen, Kirchberg an der Murr, Affalterbach und Burgstetten aufgewertet. Zum einen erfüllt dieser Bereich damit die Voraussetzung, um als „Regionale Entwicklungsachse“ festgelegt zu werden.  Zum anderen sollen die vier Anrainergemeinden künftig den Status einer „Gemeinde im Siedlungsbereich“ erhalten. Beide Änderungen werden nun im von der Regionalversammlung am 9. Dezember 2020 eröffneten Regionalplanänderungsverfahren geprüft. Gemeinden im Siedlungsbereich dürfen über den örtlichen Bedarf hinaus Wohn- und Gewerbeflächen ausweisen. Das heißt, neue Baugebiete können so bemessen werden, dass in den Gemeinden auch Zuzug miteinkalkuliert wird. Somit würde sich die Bruttowohndichte, die für die Berechnung zugrunde gelegt wird, von derzeit 55 auf 60 Einwohnern pro Hektar etwas erhöhen.

Beteiligungsverfahren
Aktuell läuft bereits die Beteiligung der Kommunen, Planungsträger und Träger Öffentlicher Belange. Die Beteiligung der Öffentlichkeit findet von 1. bis 31. März statt, aufgrund der Pandemie ausschließlich online. Stellungnahmen können bis zum 16. April abgegeben werden. Informationen und der Planentwurf sind auf der Homepage des Verbands Region Stuttgart unter www.region-stuttgart.org/entwicklungsachse/ abrufbar. Die betroffenen Kommunen Affalterbach, Burgstetten, Erdmannhausen und Kirchberg an der Murr legen den Entwurf zur Änderung des Regionalplans außerdem in den Rathäusern aus. Sie informieren dazu jeweils in ihren Mitteilungsblättern.

Warum werden Entwicklungsachsen festgelegt?
Der Landesentwicklungsplan gibt vor, dass Siedlungswachstum insbesondere an Standorten erfolgt, die über einen leistungsfähigen ÖPNV-Anschluss verfügen. Ziel dabei ist es, dass möglichst viele Menschen einen besseren Zugang zum Nahverkehr erhalten und sich infolgedessen der Anteil öffentlicher Verkehrsmittel am Gesamtverkehrsaufkommen erhöht. Dieses Prinzip wird über die Ausweisung von Regionalen Entwicklungsachsen beziehungsweise Landesentwicklungsachsen umgesetzt. Je nach Lage zu diesen Achsen sind die Gemeinden in der Region Stuttgart in zwei Kategorien eingeteilt: Gemeinden an einer Entwicklungsachse liegen im Siedlungsbereich. Das heißt, sie dürfen und sollen bei der Ausweisung von Wohn- und Gewerbeflächen auch Wanderungsgewinne berücksichtigen – über den Bedarf der ansässigen Bevölkerung und Unternehmen hinaus. Die übrigen Gemeinden sind dagegen „beschränkt auf Eigenentwicklung“. Ein Automatismus zur Festlegung Regionaler Entwicklungsachsen entlang von Bahnstrecken besteht allerdings nicht.

Ablauf einer Regionalplanänderung – umfassendes Prüfungsverfahren
Im Rahmen des Regionalplanänderungsverfahrens werden die unterschiedlichen Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung – soziale, ökologische und ökonomische Belange – und die damit jeweils verbundenen Wirkungen systematisch erfasst, ausgiebig beleuchtet und gegenübergestellt. Auf dieser Grundlage werden ein Entwurf zur Änderung des Regionalplanes erarbeitet sowie ein umfassender Umweltbericht erstellt, die nach Freigabe durch die Regionalversammlung offengelegt werden. Dabei besteht sowohl für Träger öffentlicher Belange, Städte und Gemeinden, als auch für die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, Anregungen zur Planung vorzubringen. Die Abwägung von privaten und öffentlichen Belangen ebenso wie die abschließende Entscheidung über die Änderung des Regionalplans liegen dann wieder bei der Regionalversammlung. Rechtskraft erhält die Planänderung mit der Genehmigung durch das Wirtschaftsministerium als Oberste Landesplanungsbehörde. Die Entscheidung darüber, ob die zusätzlichen Entwicklungsmöglichkeiten auch tatsächlich genutzt und konkrete Flächen entwickelt werden, bleibt jedoch Aufgabe der Gemeinden.

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news-1007 Tue, 16 Feb 2021 14:13:55 +0100 Region begrüßt Vergabe der ETCS-Leistungen für den digitalen Schienenknoten Stuttgart presse/artikel/aktuell/region-begruesst-vergabe-der-etcs-leistungen-fuer-den-digitalen-schienenknoten-stuttgart/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=ece940371b24ed6eb7d475ca11439370 Der Verband Region Stuttgart begrüßt die Vergabe von Leistungen für die Ausrüstung des Schienenknotens Stuttgart mit dem digitalen Zugbeeinflussungssystem European Trail Control System (ETCS). Die Firma Thales aus Ditzingen hat öffentlich gemacht, nach einer europaweiten Ausschreibung der Deutschen Bahn den Zuschlag erhalten zu haben. Der Auftrag umfasst die Errichtung eines digitalen Stellwerks und die dazugehörige Streckenausrüstung für den Kernbereich des Digitalen Knotens Stuttgart. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt erfolgt für die Realisierung dieses deutschlandweit einmaligen Pilotprojekts, das mit der Inbetriebnahme von Stuttgart 21 Ende 2025 umgesetzt sein soll. Der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart, Thomas S. Bopp, kommentierte die Vergabeentscheidung: „Wir freuen uns sehr, dass mit Thales ein weltweit renommiertes und in der Region ansässiges Unternehmen den Zuschlag erhalten hat. Dies erhält die Wertschöpfung in der Region und sichert hier Arbeitsplätze gerade bei wichtigen Zukunftstechnologien.“

Der Verband Region Stuttgart hat bereits im Jahr 2014 die Diskussion für ein neues, digitales Zugbeeinflussungssystem bei der S-Bahn angestoßen. Nach einer gemeinsam mit dem Bund und dem Land Baden-Württemberg sowie der Bahn durchgeführten Machbarkeitsstudie gelang es 2019, das Pilotprojekt zur Ausstattung des Stuttgarter Schienenknotens mit ETCS im Rahmen der Umbaumaßnahmen von S 21 auf den Weg zu bringen. Erstmalig soll in Stuttgart ein S-Bahn-System in Deutschland mit der neuen Technik ausgestattet werden. Das Ziel ist klar: Die S-Bahn in Stuttgart muss fit werden für die Zukunft. Die neue Technik verspricht einen stabileren, verlässlicheren und pünktlicheren S-Bahn-Verkehr. Darüber hinaus besteht die eindeutige Erwartungshaltung, dass zukünftig mehr S-Bahn-Züge durch die Stammstrecke fahren können. Hierfür hat die Regionalversammlung im Januar 2019 richtungsweisende Beschlüsse gefasst, unter anderem über die Anschaffung von 58 neuen S-Bahn-Fahrzeugen und deren Ausstattung mit ETCS.

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news-1006 Fri, 12 Feb 2021 16:32:33 +0100 Starke Regionen für ein starkes Baden-Württemberg Die Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände Baden-Württemberg richtet sich mit fünf Forderungen an die Kandidaten zur Landtagswahl. presse/artikel/aktuell/starke-regionen-fuer-ein-starkes-baden-wuerttemberg/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=f5b6a2d5991bda38b47ad42ecfacaffd Die Regionalverbände sind in Baden-Württemberg für die zukunftsfähige Entwicklung in den zwölf Regionen des Landes zuständig. Die von ihnen aufgestellten Regionalpläne bilden die verbindliche Vorgabe für die Bauleitplanung der Städte und Gemeinden. Die Regionalverbände tragen zudem mit zahlreichen Projekten, etwa in den Bereichen Wirtschaftsentwicklung, Freiraumsicherung und Klimaanpassung zu einer nachhaltigen Entwicklung des Landes bei. Damit die Regionen weiterhin für ein starkes Ganzes sorgen können, bedarf es nach Ansicht der Verbände wichtiger Weichenstellungen: „Wir leisten einen wesentlichen Beitrag zu Klima- und Ressourcenschutz, attraktiven Innenstädten, nachhaltiger Mobilität sowie zur Bereitstellung von Flächen für Innovation und bezahlbaren Wohnraum. Um damit auch in Zukunft erfolgreich sein zu können, brauchen wir eine bessere Unterstützung durch das Land“ so der Stuttgarter Regionalpräsident Thomas Bopp, der die Verbandsvorsitzenden vertritt.

Unter dem Motto „Starke Regionen für ein starkes Baden-Württemberg“ wurden dazu fünf gemeinsame Forderungen in einem offenen Schreiben an die Kandidaten zur Landtagswahl am 14. März gerichtet.

Zwölf Regionen – fünf Forderungen:

1. Klare Strategie des Landes

Der Landesentwicklungsplan stammt aus dem Jahr 2002, als viele der aktuellen Herausforderungen noch unbekannt waren. Die Arbeitsgemeinschaft fordert daher eine aktuelle Positionsbestimmung und das Anstoßen einer zeitgemäßen Strategie zur zukünftigen Entwicklung des Landes.

2. Regionalentwicklung ist Landesentwicklung

Die Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Landes entscheidet sich maßgeblich in seinen Teilräumen. Damit das so bleiben kann, verlangen die Regionalverbände eine angemessene Finanzierung, nicht nur durch die Kommunen, sondern auch durch das Land.

3. Regionalplanung und Regionalentwicklung besser verknüpfen

Pläne machen ist wichtig, reicht aber zur Bewältigung der bestehenden Aufgaben nicht aus. Den Regionalverbänden ist es daher wichtig, dass die von demokratisch legitimierten Gremien beschlossenen Ziele auch durch entsprechende Fördermaßnahmen unterstützt werden.

4. Die Lebenswirklichkeit ist regional

Die Wege zur Arbeit, zur Ausbildung, zum Einkaufen oder zu Kulturveranstaltungen verlaufen für die meisten Menschen über Gemarkungsgrenzen. Die Regionalverbände bilden diesen realen Lebensraum der Menschen im Lande ab. Es ist daher sinnvoll, bei größeren Projekten diese Perspektive durch Beteiligung der Regionalverbände einzubinden.

5. Planung beschleunigen

Planungen dauern mitunter sehr lange – Lösungen werden aber rasch benötigt. Die Regionalverbände fordern daher Maßnahmen zur Beschleunigung der Verfahren.

„Ob Metropole oder Ländlicher Raum, ob Baden oder Schwaben und vom Main bis zum Bodensee: Wir kennen die Herausforderungen in unseren Regionen und wissen, was wir zu einer erfolgreichen Landesentwicklung beitragen können. In diesen fünf Punkten stecken unsere zentralen Botschaften, die sich in der künftigen Landespolitik widerspiegeln sollten“ fasst Prof. Dr. Hager, Verbandsdirektor des Regionalverband Mittlerer Oberrhein und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft zusammen.

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Broschüre "Starke Regionen für ein starkes Baden-Württemberg" als PDF-Download

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news-1005 Thu, 11 Feb 2021 17:17:04 +0100 Gebündelte Kompetenz für Künstliche Intelligenz Verband und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart werden jeweils Gründungsmitglieder der Genossenschaft „Innovationspark Künstliche Intelligenz Baden-Württemberg“. Gemeinsame Initiative der Regionen Stuttgart, Neckar-Alb und Karlsruhe für Innovationspark-Standort. presse/artikel/aktuell/gebuendelte-kompetenz-fuer-kuenstliche-intelligenz/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=ec0bbf2c6a4ec3b141c3d00c46cc9412 Die Regionalversammlung hat gestern einstimmig beschlossen, dass der Verband Region Stuttgart der Genossenschaft „Innovationspark Künstliche Intelligenz Baden-Württemberg eG“ mit einem Anteil von 25.000 beitritt. Ebenso wird der Verband in der Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) dafür stimmen, dass sich die WRS an der Genossen­schaft mit 25.000 Euro beteiligt. Sitz der Genossenschaft soll Stuttgart sein.

Hintergrund und gleichzeitig der Rahmen für die konzeptionelle Grundlage der Genossenschaft ist der Landeswettbewerb „Innovationspark KI Baden-Württemberg“, der vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg ausgeschrieben wurde. Koordiniert von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) haben sich Akteure aus den Regionen – beziehungsweise Wirtschaftsräumen – Stuttgart, Neckar-Alb und Karlsruhe um den Standort für den KI-Innovationspark beworben. In den Ende Januar eingereichten Bewerbungsunterlagen wurden Inhalte, Flächen und die Finanzierung des Vorhabens dargelegt. Am vergangenen Montagabend teilte das Ministerium mit, dass die Gemeinschafts-Bewerbung für die nächste Runde ausgewählt wurde. Wer mit seinem Gesamtkonzept als Sieger aus der finalen Runde des Wettbewerbs hervorgeht, wird nach dem 10. März 2021 entschieden.

Mit dem gemeinsamen Beitrag zum Standortwett­bewerb für den Innovationspark soll eine Einrichtung geschaffen werden, die das Land zu einem Leucht­turm für KI-Anwendungen macht – in wissenschaftlicher, technologischer und auch ethischer Hinsicht. Ziel ist es, ein weltweit wettbewerbsfähiges oder sogar führendes KI-Ökosystem aufzubauen, in dem Experten und Projektteams von Unternehmen, Start-ups und For­scher eine hervorragende Voraussetzungen vorfinden – beispielsweise durch Test- und Entwicklungslabore, Modellfabriken als reale Produktionsumgebung, Rechenzentren, sichere und leistungsfähige IT- und Dateninfrastrukturen, Projekträume oder Co-Working-Spaces. So sollen KI-Anwendungen effizient und beschleunigt in die wirtschaftliche Wertschöpfung gebracht werden. Insbesondere Mittelstand und KMUs aus ganz Baden-Württemberg sollen davon profitieren. Für den Beitrag der Region Stuttgart dazu wird ein räumlich verteilter Ansatz verfolgt, zunächst mit mehreren Flächen in Stuttgart und Böblingen sowie mit Unternehmensangeboten wie bei Trumpf in Ditzingen. „Ein Konzept, mehrere Standorte – nach diesem Motto haben wir die Form einer Genossenschaft gewählt“, erläuterte WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg. „Zuletzt haben wir immer eher über schwierige Fragen diskutiert, etwa dem Strukturwandel in der Automobilindustrie. KI ist nun ein echtes Chancenthema, das alle Wirtschaftsbereiche entwickeln helfen wird“, so Rogg weiter. Weil das Thema so wichtig sei, hätten sich die drei Regionen zusammengeschlossen. Konkrete Angebote würden baldmöglichst innerhalb der bestehenden Infrastrukturen gemacht. Beispielsweise habe man auch Zugriffsmöglichkeiten auf den europaweit einzigen Quantencomputer in Ehningen. Bis neue Räumlichkeiten zur Verfügung stehen würden, werde es aber circa zwei Jahre dauern. „Wir haben eine gute Ausgangsbasis, um mit unserem Projekt in Europa und weltweit Beachtung zu finden und entsprechend qualifizierte Arbeitskräfte anzuziehen“, schloss Rogg.  

Landeswettbewerb „Innovationspark KI Baden-Württemberg
Mit rund 50 Millionen Euro Förderung handelt es sich bei dem KI-Projekt um die größte Einzelmaßnahme der Landesregierung zur Innovationsförderung der letzten Jahrzehnte. Sie soll konjunkturelle Impulse setzen und die Zukunftsfähigkeit des Landes stärken. Wer den Zuschlag bekommt, erhält vom Land eine Fördersumme von bis zu 50 Millionen Euro als Anschubfinanzierung, muss jedoch einen Eigenbeitrag in gleicher Höhe erbringen. Gesucht werden ein oder mehrere verbundene Standorte, die qualifiziert sind, als Innovations- und Wertschöpfungszentrum für Produkte und Dienstleistungen rund um die Künstliche Intelligenz zu wirken. Entstehen soll eine europaweit einzigartige KI-Innovationsinfrastruktur, in der Unternehmen in Kooperation mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen, IHKs und Handwerkskammern, Gesellschaft und der öffentlichen Verwaltung KI-Anwendungen, Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln, erproben und international vermarkten können. 

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news-1004 Thu, 11 Feb 2021 14:07:28 +0100 „Zukunftspakt Mobilität Region Stuttgart“: Zuständigkeit für Mobilität bei den Aufgabenträgern belassen Verband Region Stuttgart lehnt geplante Gipfelerklärung ab presse/artikel/aktuell/zukunftspakt-mobilitaet-region-stuttgart-zustaendigkeit-fuer-mobilitaet-bei-den-aufgabentraegern-belas/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=aed0ad155464e6299266c298efceb5d1 Der regionale Verkehrsausschuss diskutierte am Mittwoch die Ergebnisse des vom Land initiierten Prozesses „Zukunftspakt Mobilität Region Stuttgart“. Die Ergebnisse der politischen Beratungen hat das Land bis zum 5. März erbeten, sie sollen in einer Gipfelerklärung aller Beteiligten münden.

Im Ergebnis lehnt die Region eine Verabschiedung des Zukunftspakts Mobilität in der vorgelegten Form und damit auch die Unterzeichnung der beabsichtigten Erklärung mit großer Mehrheit ab. Alle Fraktionen zeigten aber ihre Bereitschaft für mögliche Ergänzungen beim Regionalverkehrsplan. So beschloss der Verband Region Stuttgart, die Festlegungen darin erneut im Hinblick auf aktuelle Veränderungen und Herausforderungen kurzfristig zu überprüfen und sie gegebenenfalls anzupassen. Die Positionierung nach der engagierten Debatte war weiterhin, dass die Gestaltung der Mobilität in der Region Stuttgart auf demokratisch legitimierten Beschlüssen fußen und das Ergebnis eines umfangreichen formalen Beteiligungsverfahren sein muss. Der Gesetzgeber habe dem Verband Region Stuttgart dafür die gesetzliche Aufgabe für die Erstellung eines Regionalverkehrsplans übertragen.

Die Geschäftsstelle hat eine umfangreiche Bewertung des Gesamtverfahrens des Zukunftspakts Mobilität Region Stuttgart und der Ergebnisse aus den fünf Arbeitsgruppen vorgelegt. Sie sollen nun dem Land zur Kenntnis gegeben werden, unabhängig von der grundsätzlichen Absage an eine geplante Gipfelerklärung. Diese Ergebnisse wurden nur vereinzelt diskutiert, die Debatte war von Anfang an dominiert von grundsätzlichen Fragen von Zuständigkeiten und des Prozesses beim Zukunftspakt.

Stimmen aus den Fraktionen

„Der Regionalverkehrsplan ist in umfangreichen Beteiligungsprozessen auf Basis von wissenschaftlich erhobenen Daten sowie in breit angelegtem Beteiligungsprozess entstanden. Er wurde in vielen Runden in den Ausschüssen und der Regionalversammlung diskutiert und verabschiedet.“, konstatierte Rainer Ganske (CDU/ÖDP). Die Erstellung dieses „Pflichtenheftes für die Mobilität der Zukunft“ habe man bei der Region als Pflichtaufgabe wahrgenommen. Ganske kritisierte den Prozess beim Mobilitätspakt mit einem „zufällig zusammengesetzten Schattengremium“, das nun die Ziele definiere. Wichtig sei eine Gesamtbetrachtung, wie die Mobilität in der Region insgesamt verbessert werden kann. Daher sei klar: „Die Gestaltung der Mobilität in der Region kann nur mit einem breiten Partizipationsprozess und nicht im Hinterzimmer eines Ministeriums erarbeitet werden.“ Das liege „ganz klar“ beim Verband Region Stuttgart, so wie es der Gesetzgeber vorsehe. Man denke gerne darüber nach, ob neue Themen und Fakten ein Nachsteuern beim Regionalverkehrsplan erfordern. „Der Verband Region Stuttgart kann den Zukunftspakt so nicht unterzeichnen und nicht weiter mitarbeiten“, zog Ganske sein Fazit.

Prof. Dr. André Reichel (Bündnis 90/Die Grünen) störte sich an der „üblen Polemik“ in der Diskussion. Der Prozess sei „nicht vom Himmel gefallen“, sondern eine „Erweiterung des Mobilitätsgipfel von 2015 im Hinblick auf die Klimaschutzziele des Landes“. „Es waren keine Hinterzimmergespräche, sondern Arbeitsgruppentreffen mit breiter Beteiligung, auch des Verbands und der Landkreise“, sagte Reichel. Durch die Mitarbeit der Universität Stuttgart sei im Prozess zum Zukunftspakt auch die Sicht der Wissenschaft eingebracht. Für Reichel können die Erkenntnisse „Input sein für weitere Debatten, auch wenn es darum geht, den Regionalverkehrsplan weiterzuentwickeln. Da sind Punkte drin, die in die weiteren Prozesse gut einfließen können.“ Daher könne man auch gut Stellungnahmen abgeben. Es brauche eine gemeinsame Erklärung mit Signalwirkung als klares Ergebnis. Dann können die Gremien überlegen, was davon weiter einfließen soll in ihre Arbeit. Die starke Ablehnung zusätzlicher Finanzierungsmöglichkeiten im ÖPNV trage seine Fraktion nicht mit. „Wir gehen davon aus, dass wir diese tatsächlich brauchen.“

Bernhard Maier (Freie Wähler) sagte, der Verkehrsminister wisse genau, dass es für die Steuerung des Verkehrs in der Region ein demokratisch gewähltes Gremium gibt, und das sei die Regionalversammlung mit einem gesetzlichen Auftrag. Er sprach von einer unausgewogenen, ideologisierten Betrachtungsweise. „Das Papier entspricht in weiten Teilen nicht dem politischen Willen der Regionalversammlung“, beurteilte er das Ergebnis. „Hier soll der Regionalverkehrsplan ausgehebelt werden und da können wir nicht mitmachen“, so Maier. „Wenn sich beim Regionalverkehrsplan neue Herausforderungen oder Veränderungen ergeben, ist es unsere Sache, diesen Plan fortzuschreiben.“ Auf dieser Grundlage könne sich seine Fraktion nicht an einem Zukunftspakt Mobilität beteiligen. Konkret wandte er sich unter anderem gegen eine neue Abgabepflicht für den ÖPNV und monierte, dass der Straßenbau ungenügend berücksichtigt sei. Für eine Verkehrswende brauche es einen gesellschaftlichen Konsens.

Angesichts der Abgabefrist kurz vor der Landtagswahl sei „das derzeitige Manöver wahlkampfbedingt“, meinte Harald Raß (SPD). Er kritisierte, dass in dem Papier keine Rede sei vom Regionalverkehrsplan. Er hob heraus, dass der Regionalverkehrsplan nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse beinhalte, sondern eine Vielzahl von Stellungnahmen aus der breiten Bürgerbeteiligung beinhalte. Ebenfalls „bemerkenswert“ bezeichnete er, dass die Dissenspunkte aus den Arbeitsgruppen im vorliegenden Ergebnis „glattgebügelt“ worden seien: „Sie wurden platt gemacht, um sie dann ministeriumsgerecht verkaufen zu können.“ Raß bemängelte, dass im Endergebnis des Paktes keine Stellungnahmen aus den Kommunen erkenntlich seien und fragte sich nach den Gründen. Bei der Erstellung des vorliegenden Papiers gebe es „deutliche Mängel“ in der Vorgehensweise und bei Formulierungen.

„Wir brauchen keinen Verkehrsminister, der uns über informelle Gremien sagt, was wir zu tun und zu lassen haben.“ befand Hans Dieter Scheerer (FDP). Das Verkehrsministerium solle sich an die Kompetenzverteilung halten. Scheerer glaubt, dass man versuche, Konzepte in Parallelgremien durchzusetzen, die ansonsten nicht durchsetzbar seien. Vielmehr solle sich der Verkehrsminister um seine „originäre Aufgaben“ wie beispielsweise den Ausbau der A 81 kümmern. Man brauche keine ideologiegeprägten Konzepte. „Wir haben den Regionalverkehrsplan und stimmen deshalb nicht zu.“

Holger Dorn (AfD) fügte hinzu: „Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen und was man daraus macht, sind zwei paar Schuhe“. Bezüglich der Zuständigkeiten meinte er: “Wir als Verband Region Stuttgart, die Landkreise und Kommunen - wir sind in Bezug auf die regionalen Gegebenheiten die verantwortlichen Gremien.“ Er sprach von einer „Übergriffigkeit“ des Verkehrsministeriums. Es gäbe nun die Möglichkeit, die Beschlussvorlage auch im Hinblick auf den Regionalverkehrsplan zu präzisieren oder die Mitarbeit am Mobilitätspakt aufzukündigen.  

Man habe sich erhofft, dass der Prozess ein „nützlicher Versuch sei, möglichst viele Akteure für eine gemeinsame Zieldefinition an einen Tisch zu bringen“, blickte Wolfgang Hoepfner (Die Linke/Pirat) zurück. Dieser Versuch sei gescheitert, wegen der zeitlichen Nähe zur Landtagswahl und weil hier nur der kleinste gemeinsame Nenner formuliert wurde. Bezüglich der Inhalte kritisierte er, dass beim Thema Logistik der Schienenverkehr nirgends berücksichtigt sei.

Hintergrund 

Der Prozess zum Zukunftspakt Mobilität in der Region Stuttgart wurde im September 2019 vom Land Baden-Württemberg eröffnet. Eingeladen waren Vertreter*innen der Region, Kommunen und Landkreise, Privatwirtschaft und verschiedener Verbände. Der Prozess knüpft an den Mobilitätsgipfel Region Stuttgart 2015 an und bindet die Ziele des Landes für die Verkehrswende 2030 ein. Der Aufbau des Zukunftspakts sah fünf Arbeitsgruppen unter Moderation von Verkehrsministerium, Landeshauptstadt und Region vor.

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news-1003 Thu, 11 Feb 2021 09:38:05 +0100 Mit der S-Bahn alle 15 Minuten bis Filderstadt Die S-Bahn-Linie S2 verkehrt ab Dezember 2021 werktags im Viertelstundentakt nach Filderstadt. presse/artikel/aktuell/mit-der-s-bahn-alle-15-minuten-bis-filderstadt/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=7134a69da9a75ee36faf1938a4ee29e7 Ursprünglich war angedacht, den Viertelstundentakt nach Filderstadt erst mit der Fertigstellung von Stuttgart 21 und der Verlängerung der Linie S2 bis Neuhausen umzusetzen, um die noch anstehenden Fahrplanabstimmungen abzuwarten. Auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart nun in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig beschlossen, die Einführung des Viertelstundentaktes auf Dezember dieses Jahres vorzuziehen.

Bisheriges Angebot

Seit 1993 ist der Flughafen an das S-Bahn-Netz angebunden und wird von den Linien S2 aus Schorndorf und S3 aus Backnang bedient. Im Jahr 2001 folgte die Verlängerung der S2 bis Filderstadt. Auf dem Streckenabschnitt bis zum Flughafen überlagern sich die Grundtakte der beiden Linien mit Fahrtenfolgezeiten von stets abwechselnd 10 Minuten und 20 Minuten. So konnten hier schon bisher täglich vier Fahrten pro Stunde und Richtung angeboten werden. Da der eingleisige Tunnel unter dem Flughafen die Weiterführung von Bahnen bis Filderstadt im Abstand von nur zehn Minuten verhindert, existiert hier nur ein Halbstundentakt. Mit Umsetzung des durchgehenden Viertelstundentaktes bei der S-Bahn Stuttgart zum letzten Fahrplanwechsel im Dezember 2020 ist es nun möglich, die S2 montags bis freitags zwischen 6 und 20:30 Uhr im Viertelstundentakt bis Filderstadt zu bringen, statt wie bisher jeden zweiten Zug der S2 in Stuttgart-Vaihingen zu wenden.

Neuerungen für S2 und S3

Aufgrund des eingleisigen Tunnels zwischen Flughafen/Messe und Filderstadt muss der Fahrplan der Linie S2 damit leicht umgestellt werden. Eine Fahrplanstudie hat ergeben, dass die Standzeit am Bahnhof Flughafen/Messe angepasst und die Abfahrt am Bahnhof Filderstadt in Richtung Stuttgart um eine Minute vorverlegt bzw. die Ankunft aus Stuttgart um eine Minute nach hinten geschoben werden muss, um einen Trassenkonflikt auf dem eingleisigen Abschnitt zu vermeiden. Gleichzeitig wird die Linie S3 montags bis freitags tagsüber nur zwischen Stuttgart-Vaihingen und Backnang verkehren. Frühmorgens, abends sowie am Wochenende wird hingegen das bisherige Linienschema beibehalten, so dass Leinfelden-Echterdingen und der Flughafen weiterhin im selben hohen Umfang wie bisher von S-Bahnen angefahren werden.

Einbezogen in die Entscheidung wurde auch die geäußerte Kritik aus Leinfelden-Echterdingen an den künftig wechselnden Takten – jedoch hat für den Verkehrsausschuss der Mehrwert eines Viertelstundentaktes für Filderstadt überwogen. Offen ist derzeit noch, inwiefern der neue Viertelstundentakt auch nach Fertigstellung der Flughafenanbindung der Gäubahn im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 und dem damit einhergehenden Mischverkehr umsetzbar ist. Hier könnte beispielsweise der aktuell diskutierte und von der Regionalversammlung mehrheitlich befürwortete Gäubahntunnel für eine Lösung sorgen.

Auswirkungen und Kosten

Mit dem beschlossenen Maßnahmenpaket erhält die Große Kreisstadt Filderstadt unter der Woche täglich knapp 30 zusätzliche S-Bahn-Fahrtenpaare. Die Fahrplanstudie prognostiziert, dass sich die Betriebsstabilität auf der S-Bahn trotz der abschnittsweisen Verdoppelung der Zugzahlen insgesamt verbessert, wenn die S3 in Stuttgart-Vaihingen wendet. Denn so hat sie Reserve gegenüber den derzeit knapp bemessenen sechs Minuten am Flughafen, die bislang immer wieder dazu führen, dass sich Verspätungen von einer Fahrt auf die nächste übertragen.

Darüber hinaus hat die Taktumstellung auf den Fildern auch Auswirkungen auf die Anschlüsse zu Bussen und Zügen.

Die Kosten für die Ausweitung des 15-Minuten-Taktes der S2 bis Filderstadt betragen für dieses Jahr noch 45.000 Euro, ab nächstem Jahr jährlich 800.000 Euro.

Stimmen aus den Fraktionen

„Entscheidungen in der Region sind oft verbunden mit der Abwägung zwischen positiven Ergebnissen für den einen Raum und negativen Ergebnissen für einen anderen Raum“, äußerte sich Rainer Ganske (CDU/ÖDP). „In diesem Fall überwiegen für uns die Vorteile für Filderstadt, darum gehen wir bei dem Beschluss mit.“ Gleichzeitig sei es aber wichtig, ganz klar zu sagen, wo die Schwierigkeiten liegen und diese nicht unter den Tisch fallen zu lassen. „Diese sehen wir zum einen im Raum Backnang, der nicht mehr direkt an den Flughafen angebunden ist“, so Ganske. Zudem haben die Fahrgäste nun unterschiedliche Takte zu beachten.

Philipp Buchholz (Bündnis 90/Die Grünen) freute sich, dass der Antrag seiner Fraktion so ausführlich geprüft und ein positives Signal durch die Verwaltung gesendet wurde. „Nun gibt es endlich ein Angebot, das Filderstadt angemessen ist und ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung“, so Buchholz. „Die Vorteile für Filderstadt sind bestechend und auch in Leinfelden-Echterdingen bleibt die Zuganzahl gleich.“ Für mögliche Anpassungen im Busverkehr hofft Buchholz auf konstruktive Abstimmungen zwischen den Beteiligten.

Zustimmung gab es auch von Bernhard Maier (Freie Wähler): „Wir bekennen uns zum Viertelstundentakt, allerdings teilen wir die Begeisterung der Antragsteller nicht, sondern sehen auch die Nachteile.“ Diese gebe es an der S3 und man müsse auch deutlich machen, dass es sich nur um eine Übergangslösung handelt. „Wie es weitergeht, wenn die Flughafenanbindung der Gäubahn im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 fertig ist, bleibt unklar.“ Es hätte auch gute Gründe gegeben, mit der Taktumstellung zu warten.

Der SPD-Fraktion sei die Abwägung nicht leichtgefallen, so Thomas Leipnitz (SPD). „Das generelle Interesse am Viertelstundentakt und die Zusage, dass es auch künftig zu Messeveranstaltungen Verstärkerzüge geben soll, haben uns bewogen, zuzustimmen.“ Auch im Hinblick auf die Verlängerung nach Neuhausen sei der Viertelstundentakt notwendig. „Die Qualität steigt, allerdings bleibt die Frage: Wie geht es weiter?“

„Für den Augenblick sehen wir die Verbesserungen, auch wenn wir noch nicht wissen, wie es langfristig mit dem Viertelstundentakt weitergeht“, so Armin Serwani (FDP). Von daher werde man dem Beschlussvorlag zustimmen. Serwani ergänzte aber auch: „Die Nachteile für den Raum Backnang sind da und es zeigt sich auch, dass es auf eingleisigen Strecke Probleme gibt.“

Für Holger Dorn (AFD) halten sich Vor- und Nachteile die Waage. „Insgesamt sehen wir die Verbesserungen für die Qualität im Netz, auch wenn es sich nur um eine zeitlich befristete Lösung handelt.“ Künftig werde man zudem zunehmend über einen zweigleisigen Ausbau sprechen müssen.

„Die Nachteile relativieren sich aus S-Bahn-Nutzer-Sicht“, sagte Wolfgang Hoepfner (Die Linke/Pirat). Einen regelmäßigen Viertelstundentakt könne man sich besser merken als einen Stolpertakt. „Für die Verbindung zwischen Backnang und Flughafen gibt es einen Nachteil, dafür wird die S3 insgesamt stabiler.“

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news-1002 Thu, 11 Feb 2021 09:20:58 +0100 RegioRadStuttgart: Region fördert 16 weitere Stationen In der zweiten Antragsrunde fließen knapp 388.000 Euro in ein dichteres Netz an Verleihstationen. Weiterhin hohe Nachfrage für Förderprogramm „Zwei für eine“. presse/artikel/aktuell/regioradstuttgart-region-foerdert-16-weitere-stationen/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=1f6b153498a7e328a7f7d55934075fda Das nahende Frühjahr bringt gute Aussichten für Fahrradfreunde: Um insgesamt 86 neue Zweiräder wächst das Fahrrad- und Pedelecverleihsystem RegioRadStuttgart an. Der regionale Verkehrsausschuss hat am Mittwoch der Förderung aller neun Anträge aus der zweiten Förderrunde des Programms „Zwei für eine“ mit insgesamt 387.564 Euro zugestimmt. An 16 neuen Stationen kann man künftig 28 Fahrräder und 58 Pedelecs entleihen – und an einer der aktuell 190 Stationen in der ganzen Region zurückgeben. Je dichter das Netz, desto flexibler sind Oneway-Ausleihen möglich. Drei Kommunen erhalten eine Förderung für ihre jeweils ersten beiden Stationen: Ostfildern, Hochdorf und Korntal-Münchingen. Zwei neue Stationen gibt es für den Kreis Ludwigsburg sowie Plochingen, je eine zusätzliche Station bekommen Sachsenheim und Ditzingen. In Leinfelden-Echterdingen wächst der Bestand um zwei Stationen sowie zwei weitere am Flughafen und der Messe. Auch bei den Stationen der ersten Förderrunde ging es voran: Eine Station in Böblingen ist bereits eröffnet, elf weitere werden im ersten Quartal 2021 fertiggestellt. Die letzte Station soll im dritten Quartal dieses Jahr folgen.

Das Förderprogramm „Zwei für eine“ ist Teil eines umfangreichen Konzeptes, das der Verkehrsausschuss der Region im Juni letzten Jahrs verabschiedet hat, um das regionale Fahrradverleihsystem RegioRadStuttgart fortzuentwickeln. Mit dem Ansatz „ergänzen, verdichten, erweitern“ soll das Programm ein dichtes Netz von Stationen in der Region schaffen. Neue Stationen werden mit 50% der Kosten für die Bereitstellung und den Betrieb kofinanziert. Wegen großem Interesse hat die Regionalversammlung die Fördermittel bis 2026 verdoppelt. Mit den jetzt noch freien Geldern können rund 13 weitere Stationen kofinanziert werden. Seit Oktober ist die Bewerbung für Kommunen, Landkreise sowie öffentliche Einrichtungen und Unternehmen aus der Region laufend möglich. Das Verleihsystem RegioRadStuttgart wird betrieben von der Deutschen Bahn Connect GmbH und koordiniert von der Stadt Stuttgart.

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news-1001 Thu, 11 Feb 2021 08:48:17 +0100 Zusätzliche Mittel für den Kapazitätsausbau bei der S-Bahn Verband Region Stuttgart stimmt Vereinbarung mit dem Land zu - Der Anteil der Regionalisierungsmittel für die Region sollen mit diesem Jahr von 9,1 auf 9,9 Prozent steigen. presse/artikel/aktuell/zusaetzliche-mittel-fuer-den-kapazitaetsausbau-bei-der-s-bahn/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=105234e66dc1615ac450d7d6d72f2fb7 Für die Umsetzung eines angemessenen Schienenpersonennahverkehrs erhalten die Länder öffentliche Mittel nach dem Regionalisierungsgesetz. Der Verband Region Stuttgart bekommt als Aufgabenträger für die S-Bahn und die regionalbedeutsamen Schienenpersonennahverkehre bislang einen Anteil von 9,1 Prozent der auf Baden-Württemberg entfallenden Regionalisierungsmittel. Dies basiert auf einer im November 2017 zwischen Land und Region unterzeichneten Vereinbarung. Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat in seiner Sitzung am Mittwoch einem Nachtrag zu dieser Vereinbarung zwischen Land und Region zugestimmt. Der bisherige Anteil an den Regionalisierungsmitteln von 9,1 Prozent für die Region wird damit pauschal auf 9,9 Prozent erhöht. Die Bedingungen über die zukünftigen Verkehre und die gegenseitigen Abstimmungen zwischen Region und Land werden darin nun in einer für beide Seiten fairen Weise geregelt.  

Steigende Nachfrage im ÖPNV als Auslöser

Aufgrund der wachsenden Nachfrage im ÖPNV in den vergangenen Jahren hatte die Regionalversammlung im Winter 2018/2019 die dringend erforderliche Kapazitätserweiterung bei der S-Bahn durch die Einführung von ETCS/ATO GoA2, die Beschaffung von 58 neuen Zügen sowie die Ausweitung des Verkehrsangebots bei der S-Bahn beschlossen und gegenüber dem Land Baden-Württemberg die Notwendigkeit einer Förderung bei der Finanzierung der Maßnahmen dargestellt. Vor diesem Hintergrund hat der Ministerrat im Januar 2019 entsprechenden Maßnahmen zur pauschalen Förderung der Region zugestimmt. Durch die Ergänzung der bisherigen Vereinbarung erhält die Region bis zum Ablauf des aktuellen Verkehrsvertrages im Sommer 2032 zusätzlich mehr als 160 Mio. Euro.

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news-1000 Thu, 04 Feb 2021 16:13:18 +0100 Regionales Programm zum Breitbandausbau rollt Gigabit Region Stuttgart GmbH berichtet über den Fortschritt bei der Glasfaserversorgung von Gewerbe, Wohngebieten und Bildungseinrichtungen presse/artikel/aktuell/regionales-programm-zum-breitbandausbau-rollt/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=8a6d2cc175cc31e15de78ce65932a7fa Homeoffice, digitale Ausstattung von Bildungseinrichtungen und Streaming von Unterhaltungsformaten gegen den Lockdown-Koller – die derzeitige Situation zeigt, dass kaum jemand auf ein leistungsfähiges Netz verzichten kann, ganz zu schweigen von der notwendigen Infrastruktur für Wirtschaft und insbesondere Industrie 4.0. Wie sieht es also gut eineinhalb Jahre seit der Gründung der Gigabit Region Stuttgart GmbH (GRS) mit der Glasfaserversorgung und dem Ausbau des 5G-Netzes in der Region aus? Auf Antrag der Fraktionen von FDP, CDU/ÖDP und SPD berichtete die GRS im gestrigen Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung über Fortschritte und Planungsprozesse. Insbesondere die Schulen standen in Fokus.  

Seit der Unterzeichnung des Kooperationsprogramms mit der Deutschen Telekom GmbH wurden rund 100.000 Haushalte und Gewerbetreibende mit Glasfaser versorgt. Bis Ende 2020 wurde in rund 70 von den 174 Kommunen, die am Breitbandprogramm teilnehmen, mit dem Ausbau begonnen. Vor allem kleinere Siedlungsgebiete und Gemeinden im ländlichen Raum profitierten dabei von den Aktivitäten. Während die Glasfaserversorgung für Haushalte und Gewerbetreibende in der Region Stuttgart zu Beginn der Kooperation bei 2,3 Prozent lag, waren es im September 2020 bereits sechs Prozent. Bis Ende 2022 werden weitere 129 Kommunen am Ausbauprogramm partizipieren. In einem „rollierenden“ Verfahren werden alle zwei Jahre die Ausbauziele von GRS, Telekom und den Zweckverbänden der Landkreise und der Landeshauptstadt Stuttgart konkret abgestimmt. GRS-Geschäftsführer Hans-Juergen Bahde stellte die Prognosen für den weiteren Ausbau vor: „Bei gleichbleibender Geschwindigkeit werden 6,6 Prozent Zuwachs pro Jahr erreicht. Bis 2030 gehen wir von einem realistisch erreichbaren Zielwert zwischen 66 und 80 Prozent aus.“ Die hänge von externen Faktoren ab, etwa die Konkurrenz durch andere Technologien wie Kabel und Mobilfunk, Markteinflüsse von anderen Anbietern und nicht zuletzt den Kapazitäten der Kommunen. Zum aktuellen Zeitpunkt liege der Ausbau jedoch, trotz erschwerter Pandemiebedingungen, im Zeitplan. Zusätzlich unterstützt die Gigabit Region die Kommunen und Landkreise im Bereich Mobilfunk – Stichwort „5G“ – aktiv mit Kommunikations- und Informationsmaßnahmen.

Schwerpunkt Schulen
Im Jahr 2021 wird ein Schwerpunkt auf dem Breitbandausbau der Schulen liegen. Dafür gibt es aufeinander abgestimmte Bundes- und Landesförderprogramme. In der Region haben beispielsweise 355 von 934 von der GRS abgefragte Schulen Anspruch auf Fördermittel und sollen von einem schnellen Ausbau profitieren. Die nicht förderfähigen Schulen liegen bereits heute in einem Kabelgebiet. Sie verfügen über einen Koaxial-Kabelanschluss, der mit einem Glasfasernetz verbunden und so bereits recht leistungsfähig ist (HFC-Anschluss). Die GRS wird aber prüfen, ob auch diese Schulen, wenn sie nahe an Wohn- und Gewerbegebieten liegen, die einen Glasfaseranschluss erhalten, gleich mitversorgt werden können.

Stimmen der Fraktionen
Alle Fraktionen dankten Hans-Jürgen Bahde für das Engagement und hoben vielfach die Richtigkeit der Entscheidung, die Gigabit Region zu gründen, hervor. Andreas Koch (CDU/ÖDP) betonte, dass der Breitbandausbau durch die Pandemie eine ganz neue Dimension bekommen habe. „Es ist erfreulich, dass der Ausbau des Glasfasernetzes Fahrt aufgenommen hat. Die Förderanträge deuten darauf hin, dass sich hier in der nächsten Zeit noch einiges tun wird“, so Koch. Er vermutete einen exponentiellen Verlauf des Ausbaus nach dem Planungsvorlauf, man müsse aber auch das Wasser im Wein finden: „Der Blick auf die absoluten Zahlen kann keinesfalls zufriedenstellen, wir müssen dranbleiben.“ Die Bedeutung des schnellen Internets zeige sich angesichts der Schulschließungen besonders dringlich. Seine Fraktion bitte darum, „alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um hier schnell voranzukommen.“ „Was in zwölf Jahren versäumt wurde, kann nicht in wenigen Monaten aufgeholt werden“, stellte Michael Lateier (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) fest. Die Bundesregierung habe den Glasfaserausbau verschlafen. Der erste Lichtblick in diesem „größten Infrastrukturprojekt der Region“ zeige, dass der Ausbau gut anlaufe. Zentral sei für ihn die Gewährleistung eines „open Access“ für alle Anbieter. „Covid19 dient als Brandbeschleuniger, aber auch als Brennglas“, fasste Lateier die aktuelle Situation zusammen. Bei den Schulen zeige sich: „Wenn alle zuhause sitzen, bringt der beste Breitbandausbau nichts.“ Das organisatorische und inhaltliche Versagen der Kultusministerien könne die Gigabit Region nicht wettmachen. Gerd Maisch (Freie Wähler) und seine Fraktion sind „nach wie vor überzeugt, dass der Weg, den wir gemeinsam gehen, der richtige ist.“ Die absoluten Zahlen seien noch nicht berauschend und der Ausbauwunsch sei besonders bei Kommunen, die bisher nicht zum Zug kamen, groß. „Wir wollen die Ausbaugeschwindigkeit möglichst erhöhen“, appellierte Maisch. Bei der Ausstattung der Schulen sei in den letzten Monaten viel passiert. „Deshalb muss es auf der anderen Seite mit dem Breitbandanschluss auch spürbar weitergehen.“ In Fragen der Digitalisierung sei die Bundesrepublik bisher eher dritte als zweite Welt, sagte Dr. Jürgen Zieger (SPD). Er war sich aber sicher: „Der Appetit kommt beim Essen.“ Die Möglichkeit des Anschlusses werde dazu führen, dass mehr Privatpersonen und Gewerbe die Angebote nutzen. Zieger wies darauf hin, dass die Abstimmung mit den Kommunen sehr gut funktioniere, „weil alle am Ziel orientiert sind, die Anschlussdichte hinzubekommen.“ Durch Corona erfahre die Digitalisierung Unterstützung auf allen Ebenen. „Die Bürger der Region sind in ihrem Alltag aufgrund der mangelhaften Infrastruktur ständig mit Problemen konfrontiert“, konstatierte Stephan Köthe (AfD). Im internationalen Vergleich seien auch die Ziele bis 2030 zu niedrig angesetzt. Er stellte die Frage, ob nicht angesichts der Corona-Krise die Planungen nach oben angepasst werden müssten. „Wir müssen noch mutiger investieren, damit es in der Region ein flächendeckendes Glasfasernetz mit freiem Marktzugang gibt.“ Sechs Prozent Ausbaurate in der Region bezeichnete Hartfrid Wolff (FDP) im internationalen Vergleich als peinlich. Mit Blick in die Zukunft fand er aber „schön, dass die Gigabit Region Power auf die Straße bringen will.“ Für die Schulen sei der Breitbandausbau die entscheidende Grundvoraussetzung und auch im Bereich der Wirtschaft gebe es dringenden Nachholbedarf: „Wir brauchen moderne Industriestandorte.“ Peter Rauscher (DIE LINKE/PIRAT) befand: „Wir haben viele Versäumnisse zu beklagen, die nicht so schnell nachgeholt werden können, wie man es gerne hätte.“ Dabei gehe es weniger um die Technik, sondern um das „Drumherum“. So fehle in den Schulen nach wie vor die Inhouse-Infrastruktur, verantwortlich seien die Schulträger.

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news-999 Thu, 04 Feb 2021 12:51:59 +0100 Region Stuttgart will KI-Innovationspark Mitgründung der Genossenschaft „Innovationspark Künstliche Intelligenz Baden-Württemberg“ vorberaten. Gemeinsame Bewerbung der Wirtschaftsräume Karlsruhe sowie der Regionen Stuttgart und Neckar-Alb als Innovationspark-Standort. presse/artikel/aktuell/region-stuttgart-will-ki-innovationspark/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=4c556a387dd0a4343362fbbb42d96c8f Der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung hat gestern einstimmig beschlossen, der Regionalversammlung vorzuschlagen, dass der Verband Region Stuttgart der Genossenschaft „Innovationspark Künstliche Intelligenz Baden-Württemberg eG“ beitritt. Dafür müsste der Verband Region Stuttgart einen Mitgliedsanteil von 25.000 Euro übernehmen. Ein entsprechender Beschluss dazu soll in der Regionalversammlung am 10. Februar 2021 getroffen werden.

Hintergrund ist ein Landeswettbewerb, der vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg für die Standortwahl und Förderung eines Innovationsparks für Künstliche Intelligenz (KI) ausgeschrieben wurde. Es handelt sich dabei um die größte Einzelmaßnahme der Landesregierung zur Innovationsförderung der letzten Jahrzehnte. Sie soll konjunkturelle Impulse setzen und die Zukunftsfähigkeit des Landes stärken. Wer den Zuschlag bekommt, erhält vom Land eine Fördersumme von bis zu 50 Millionen Euro als Anschubfinanzierung, muss jedoch einen Eigenbeitrag in gleicher Höhe erbringen. Ziel des Wettbewerbs ist es, einen oder mehrere verbundene Standorte zu finden, die qualifiziert sind, als Innovations- und Wertschöpfungszentrum für Produkte und Dienstleistungen rund um die Künstliche Intelligenz zu wirken. Unter anderem soll ein Reallabor für KI-Technologien entstehen, das sich langfristig wirtschaftlich selbst trägt. Der Standort soll zudem eine überregionale und internationale Strahlkraft entwickeln.

Verband Region Stuttgart bewirbt sich im Trio
Koordiniert von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) haben sich Akteure aus der Region Stuttgart gemeinsam mit den Wirtschaftsräumen Karlsruhe und Neckar-Alb um den Standort für den KI-Innovationspark beworben. „Wir haben ein Konsortium zusammengebracht, das man vor zwei Monaten noch nicht für möglich gehalten hätte“, sagte WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg. Wenn man über Transformation spreche, spreche man oft über Technologien, die abnehmende Bedeutung haben. Aber Wandel bedeute auch, dass es Chancen gibt, so Dr. Rogg weiter. „Drei Viertel der von der IHK befragten Unternehmen sagen, dass KI von großer Bedeutung für sie sein wird. Aber nur zehn Prozent haben die Ressourcen dafür, um KI in der eigenen Firma aufzubauen.“ In diesem Sinne wollen die Wirtschaftsräume ihre Kompetenzen bündeln und gemeinsam ein „KI-Ökosystem“ schaffen. Dazu soll die oben genannte Genossenschaft „Innovationspark Künstliche Intelligenz Baden-Württemberg eG“ mit Sitz in Stuttgart gegründet werden. In den Ende Januar eingereichten Bewerbungsunterlagen wurden Inhalte, Flächen und die Finanzierung des Vorhabens dargelegt. Das finalisierte Konzept wird bis 22. Februar eingereicht.

Stimmen der Fraktionen
Andreas Koch (CDU/ÖDP) lobte, dass ein solch dezentrales Konzept mit anspruchsvollen Beteiligten in der kurzen Vorbereitungszeit von zwei Monaten gelungen sei. „Dies ist eine beispielhafte Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Sie ist breit aufgestellt hinsichtlich der Akteure und sollte auch eine breite Unterstützung in der Regionalversammlung erhalten.“ Es lohne sich, sich für die 50 Millionen vom Land ins Zeug zu legen. „Wer Wirtschaftsförderung in der Region ernst nimmt, kommt um KI nicht herum. Sie bietet das Potenzial, durch den Strukturwandel wegfallende Arbeitsplätze zu kompensieren“, so Koch. Es zeige sich, dass man Flächen brauche. Denn ohne die Kooperation wäre man nicht in der Lage gewesen, die geforderten Flächen zu liefern. „Die Errichtung des KI-Innovationsparks ist angesichts der großen wirtschaftlichen Herausforderungen sehr zu begrüßen“, sagte Irmela Neipp-Gereke (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Erfreulich sei es, dass sich erstmalig drei Regionen für die Ausschreibung zusammengefunden haben. Es werde immer wichtiger, in übergeordneten Räumen zu denken. „Auch wenn ethische Aspekte Teil des Konzepts sind, wird es notwendig sein, gewisse Standards immer wieder zu überprüfen.“ Ergänzt und konkretisiert werden müssten zudem noch ökologische Kriterien, gerade für die verbrauchsintensiven KI-Industrien. Neipp-Gereke abschließend: „Auch, wenn die Bewerbung nicht erfolgreich sein sollte, ist die Gründung der Genossenschaft grundsätzlich wünschenswert, da sie ein Gewinn für die Zukunftsfähigkeit der Region ist.“ „Wir betrachten die Bewerbung nicht nur als Auszeichnung für die Region, sondern auch für die Nachbarregionen“, betonte Andreas Hesky (Freie Wähler). Man nehme gemeinsam den Auftrag an, innovativ zu sein und zukunftsgerichtet zu denken. Bis dato habe man in Deutschland immer wieder gute Innovationen entwickelt, aber sie zerredet und am Ende nicht davon profitiert. Hesky weiter: „Wir müssen zeigen, dass wir es können.“ Die Bewerbung um Künstliche Intelligenz sei hier ein ausdrückliches Zeichen für natürliche Intelligenz. Dr. Jürgen Zieger (SPD) bekundete seine Unterstützung für die Initiative, egal, ob man die Transformation begrüße oder nicht. Die Raumschaften hätten gelernt, dass man gemeinsam stärker sei und man nicht unnötig in Konkurrenz gehen müsse. Die Genossenschaft sei hier der richtige Ansatz. Zieger stellte fest: „Künstliche Intelligenz und Innovation bedeutet, Wertschöpfungsketten und Arbeitsplätze in der Region zu halten.“ Auch Daniel Lindenschmid (AfD) befürwortete die Bewerbung sehr. Die Genossenschaft solle langfristig gesichert und gefördert werden. „Wir sollten in die zukunftsträchtigen KI-Technologien investieren. Dann hat die Region bereits einen wichtigen Gewinn eingefahren“, bekräftigte Lindenschmid. Hartfrid Wolff (FDP) kritisierte den Zeitdruck, der durch die kurzfristige Bewerbungsfrist entstanden sei. Es werde nächstes Mal leichter, wenn der Gedanke der Metropolregion weiter intensiviert werde. „Wir finden es gut, dass Karlsruhe dabei ist. Denn das gibt uns die Möglichkeit, grenzübergreifend in Richtung Frankreich zu agieren.“ Außerdem könne die Kompetenz des KIT so für die ganze Genossenschaft nutzbar gemacht werden. Das KI-Innovationsprojekt solle unabhängig vom Bewerbungserfolg Zukunftsaufgabe sein. Für Sebastian Lucke (DIE LINKE/PIRAT) ist KI ein zentraler Meilenstein für den Strukturwandel. Sie setze wichtige Impulse für eine autofreie Mobilitätswende. „Wichtig sind uns neben Bürgerbeteiligung noch die ethische Perspektive und Aspekte der Nachhaltigkeit, auch hinsichtlich Flächen“, schloss Lucke.

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news-998 Thu, 04 Feb 2021 12:46:12 +0100 Neue Crowdfunding-Plattform für Kulturprojekte Regionale Unterstützung für Kulturschaffende in der Corona-Zeit – mit Crowdfunding zukunftsweisende Kulturprojekte voranbringen presse/artikel/aktuell/neue-crowdfunding-plattform-fuer-kulturprojekte/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=34ce8d7903720a0b1b7a95b1481c79b1 Die Regionalversammlung setzt ein Zeichen für Künstler und Kulturschaffende und somit für eine von den Corona-Einschränkungen hart getroffene Branche: Der regionale Wirtschaftsausschuss beschloss am Mittwoch, eine neue Crowdfunding-Plattform für zukunftsweisende Kulturprojekte mit einer Anstoßfinanzierung zu fördern. Dafür und für die konkrete Förderung der Projekte stellt der Verband Region Stuttgart 14.000 Euro zur Verfügung. Den gleichen Betrag soll die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) beisteuern. Das Projekt soll von der WRS gemeinsam mit der KulturRegion Stuttgart umgesetzt werden.

„Die Mittel sind keine Spenden und kein Überbrückungsgeld, sondern wir wollen damit unserem Auftrag für regionale Gestaltung nachkommen“, betonte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. Die Idee, mit diesem Betrag in der Größenordnung des 2020 wegen Corona ausgefallenen Sommerempfangs die regionale Kulturszene sinnvoll zu unterstützen, entstand in der letzten Sitzung des Wirtschaftsausschusses Ende November. Die Geschäftsführerin der KulturRegion Stuttgart, Bettina Pau, zeigte sich dankbar für den Impuls, denn angesichts der aktuell prekären Lage für Kulturschaffende laufe man Gefahr, kreatives Potential zu verlieren. „Gerade jetzt besteht eine gute Möglichkeit, neue Ideen und Ansätze auszuprobieren“, so Pau. Gleichzeitig fehlten Gelder, sie umzusetzen.

Das Konzept
Das Konzept für eine dauerhafte, regionale Crowdfunding-Seite hat die WRS gemeinsam mit der Kulturregion Stuttgart entwickelt. Damit möchte man vielfältige kulturelle Ideen und neue Formate fördern und so auch gezielt Experimente und Wagnisse ermöglichen. Beispielsweise geht es um Ideen, wie Kunst und Kultur auch in Zeiten von Kontakteinschränkungen realisiert werden können. Rund 5.000 Euro soll der Aufbau der Crowdfunding-Seite kosten, der Restbetrag soll ebenso wie weitere eingeworbene Gelder von Unternehmen, Privaten und Institutionen den Projekten direkt zugutekommen. Bewerben können sich regionale Künstler*innen sowie Kulturämter aus der Region. Die Einreichungen werden auf ihre Förderfähigkeit und Umsetzbarkeit hin geprüft. Die Seite wird voraussichtlich ab Mitte Februar abrufbar sein über die Webseiten www.region-stuttgart.de oder www.kulturregion-stuttgart.de   

Stimmen aus den Fraktionen
„Wir sind dankbar für den Vorschlag und unterstützen ihn gerne“, war die Reaktion von Andreas Koch (CDU/ÖDP). Im Hinblick auf den Anstoß dazu aus seiner Fraktion meinte er: „Es ging uns darum, ein Zeichen zu setzen. Unsere Kulturschaffenden leisten eine tolle Arbeit und jetzt ist es an der Zeit, ihnen weiterzuhelfen.“ Mit diesem Ansatz habe man nun gute Voraussetzungen, dass mit einer Anschubfinanzierung ein Mehrwert geschaffen wird. Dorothee Kraus-Prause (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) begrüßte die Idee für die konkrete Umsetzung, denn derzeit seien viele Kreativschaffende in „dramatischen Situationen“. Insbesondere die langfristige Perspektive über die kurzfristige Hilfe hinaus gefiel ihr an dem Konzept. Die Expertise für eine Beurteilung der eingereichten Projekte sieht sie bei der KulturRegion Stuttgart gut verortet. Die Fraktion der Grünen möchte mit ihren Sitzungsgeldern für die nächste Regionalversammlung den Betrag aufstocken. „Aus einer schwierigen Situation wurde nun das Beste daraus gemacht“, resümierte Andreas Hesky (Freie Wähler). Generell sollte man jedoch insbesondere in der jetzigen Situation zurückhaltend sein, eingesparte Gelder auszugeben. Hesky informierte, dass es im Rems-Murr-Kreis eine Crowdfunding-Plattform für Kulturschaffende „mit einer etwas anderen Ausrichtung“ bereits gibt. Die Plattform brauche „permanente Bewerbung“, damit die Anstoßfinanzierung gemehrt werde. „Wenn Aktivitäten in der Region gebündelt werden, ist das förderwürdig“, konstatierte Harald Raß (SPD). „Bis zum Ende der Pandemie sollte man die Voraussetzungen dafür schaffen, dass ein Wiedereinstieg gelingen kann.“ Gerade Künstler*innen sollte man jetzt die Möglichkeiten geben zur Ausübung ihrer Tätigkeiten. Auch Stephan Köthe (AfD) begrüßte das Vorhaben und brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, dass es sich langfristig gut entwickelt. Volker Weil (FDP) befand das vorliegende Konzept als „hervorragend“ und freute sich, dass der Impuls dazu aus dem Ausschuss aufgegriffen wurde. Jedoch brauche eine Plattform umfangreiche flankierende Kommunikationsmaßnahmen. Peter Rauscher (DIE LINKE/PIRAT) verwies darauf, dass die Stärkung der Kreativwirtschaft in der Region ein Anliegen seiner Fraktion sei. Denn „Kunsttreibende sind auch außerhalb der Pandemie nicht auf Rosen gebettet“.

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news-997 Thu, 28 Jan 2021 09:10:06 +0100 Naturnahe Spiel- und Sportangebote, neue Themenwege und Erweiterungen für vielgenutzte Routen Aus der Landschaftspark-Wettbewerbsrunde 2021 erhalten 13 Projekte knapp 1,2 Millionen Euro presse/artikel/aktuell/naturnahe-spiel-und-sportangebote-neue-themenwege-und-erweiterungen-fuer-vielgenutzte-routen/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=bba1242220d874493c59b928ef864595 „Die Corona-Pandemie hat bewiesen, wie wichtig Naherholungsflächen als elementares Angebot für die psychische und physische Gesundheit sind“, betonte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling und stellte damit die Bedeutung des Landschaftsparks Region Stuttgart heraus. Mit dem Programm unterstützt der Verband Region Stuttgart jährlich Projekte, die die Landschaft aufwerten und die Natur besser erlebbar machen. Ziel ist es dabei, ein durchgängiges Netz an Erholungsangeboten, aber auch ökologisch wertvollen Naturräumen zu schaffen. In der 16. Runde der regionalen Kofinanzierung investiert der Verband 1,17 Millionen Euro in 13 Projekte aus fünf Landkreisen – aus der Landeshauptstadt Stuttgart gab es keinen Antrag. Der Planungsausschuss ist mit seiner gestrigen Entscheidung der Empfehlung der Jury gefolgt. Kofinanzierungen erhalten vier Projekte im Kreis Ludwigsburg, je drei Projekte im Rems-Murr-Kreis sowie den Kreisen Böblingen und Göppingen und eines im Landkreis Esslingen. Das breite Spektrum bei den Themen der Projektanträge spiegle die hohe landschaftliche Vielfalt in der Region wider, so Dr. Nicola Schelling.

Spiel, Spaß und Umweltbildung
Der Großteil der Fördergelder geht in diesem Jahr an Projekte, die Natur- und Freizeiterlebnisse (nicht nur) für Kinder und Jugendliche ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten. Dazu gehören auch die beiden Vorhaben mit den höchsten Kofinanzierungsbeträgen: Der Riedgraben in Ludwigsburg wird als siedlungsnaher Erholungsraum ökologisch, gestalterisch und funktional aufgewertet. Eine barrierefreie Wegführung und Aufenthaltsplätze sowie neue Spiel- und Sportangebote sollen den Grünzug zum naturnahen Treffpunkt für alle Altersgruppen machen. Zur Umsetzung dieses Vorhabens steuert der Verband 426.700 Euro bei. Für den Bau eines wasserbezogenen Naturerlebnisraums zwischen zwei Bachläufen gibt es 263.700 Euro. Auf dem Seespielplatz „Pfotschwiesen“ in Weissach im Tal können kleine oder größere Entdecker sich künftig bei verschiedenen Wasserspielen austoben, die Natur beobachten oder im angrenzenden Kletterwald ihre Balance trainieren. Wer auf großen und kleinen Rädern Tempo machen will, darf bald auf zwei neuen Pumptrackanlagen Gas geben. In Kirchberg an der Murr und Leutenbach kofinanziert der Verband den Bau der Rundkurse mit Wellen, Steilkurven und Sprüngen mit 61.000 Euro beziehungsweise 45.900 Euro. Hoch hinaus geht es auch am Enztal-Radweg: 100.000 Euro werden für einen multifunktional nutzbaren Spielturm mit Angeboten für verschiedene Altersgruppen und die freiräumliche Einbindung beigesteuert. Für die Realisierung eines weiteren Highlights an der Museumsroute werden 34.200 Euro zur Verfügung gestellt: Eine Outdoor-Murmelbahn soll die historische Wasserversorgung vom Schlossberg nach Herrenberg spielerisch erlebbar machen.

Neue Wege begehen und den Ausblick genießen
Bald gibt es noch mehr Möglichkeiten, radelnd oder wandernd die Region zu entdecken: Mit einer Kofinanzierung von 51.500 Euro entsteht als Teil der neuen Rundwege in den terrassierten Steillagen bei Hessigheim ein Genussplatz zum Verweilen. Bewohner und Gäste im Landkreis Göppingen können sich künftig über eine neue Radroute von Aichelberg nach Mühlhausen im Täle freuen. Sie bildet den lang ersehnten Lückenschluss des regionalen Radwegnetzes zwischen Voralb und oberem Filstal. Mit 50.500 Euro regionaler Kofinanzierung werden entlang der Route sechs Aufenthaltsplätze realisiert, die mit interessanten Informationen durch eine Zeitreise zum Thema „Mobilität und ihr Wandel im Laufe der Zeit“ führen. Je 41.500 Euro gibt es für einen Modell-Lehrpfad im Kleinbottwarer Tal und den Natur-Kultur-Wein-Erlebnispfad in Großbottwar. Und wer nicht am Boden bleiben möchte, kann bald Weitblick auf keltische Geschichte genießen: Zwischen den Gemeinden Erkenbrechtsweiler, Hülben und Grabenstetten befindet sich die größte keltische Stadtanlage Europas. Hier fließen 50.000 Euro an regionalen Mitteln in den Bau eines Aussichtsturms am geplanten Erlebniszentrum.

Aufwertung beliebter Routen
Die vermehrte Nutzung naturnaher Freizeitangebote in der Corona-Pandemie zeigte auf, welche Landschaftspark-Projekte stark frequentiert sind und von Erweiterungen und Aufwertungen profitieren können. Eine hochwertige und einladende Möblierung soll das beliebte Freizeitwegenetz im Landkreis Göppingen weiterentwickeln. Mit 30.000 Euro wird der Bau von Bänken, Liegen und Aussichtsfenstern an besonders schönen Orten kofinanziert. In Holzgerlingen wird die Gestaltung der Freibereiche rund um die alte Seilerei, die an die Museumsroute angebunden ist, mit 12.000 Euro unterstützt. An der Route der Industriekultur verbessert eine weitere Info-Stele das bestehende Angebot – dies wird ermöglicht durch eine kleine, aber feine Kofinanzierung von 1.000 Euro.

Stimmen der Fraktionen
„Natur und Landschaft haben nicht nur durch Corona, sondern insgesamt im dicht besiedelten Raum an Bedeutung gewonnen“, befand Roland Schmid (CDU/ÖDP). Das Landschaftspark-Programm spiele eine wichtige Rolle für die Aufwertung der regionalen Landschaft. Als besonders wertvoll bewertete Roland Schmid, dass durch die Kofinanzierung Projekte und Initiativen in den Kommunen ausgelöst würden. Ein Wermutstropfen war für ihn, dass das Budget nicht ausgeschöpft wurde. „Unsere Botschaft an die Kommunen muss sein, dass sich die Beteiligung am Wettbewerb lohnt.“ Dorothee Kraus-Prause (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) lobte die Vielfalt des Zugangs an das Thema „Landschaftspark“. Der ökologische Schwerpunkt bei drei Projekten sei ebenso erfreulich wie das Anknüpfen an besondere örtliche Voraussetzungen wie beim Aussichtsturm am Heidengrabenzentrum. „Dass die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen dieses Jahr adressiert wird, gefällt uns sehr“, so Kraus-Prause weiter. Der Landschaftspark habe nach fast 20 Jahren sogar noch an Relevanz gewonnen. Denn das Motto „nah statt fern“ werde über Corona hinaus bestehen bleiben. Für Wilfried Wallbrecht (Freie Wähler) ist der jährliche Bericht zum Landschaftspark „eine Sternstunde, in der man sich über die gestalterische, funktionale und ökologische Vielfalt der Projekte freuen kann.“ Er bedankte sich für den Rückblick und Ausblick und konstatierte, sehr zufrieden mit der Bilanz zu sein. Susanne Widmaier (SPD) hob hervor, dass die „Gestaltung von Freiraum und von Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien künftig nur noch an Wichtigkeit gewinnen wird.“ Daher solle das Landschaftspark-Programm mit unveränderter Höhe der Mittel fortgeführt werden. Lediglich bei der Mitfinanzierung von Pumptracks zeigte sich Widmaier kritisch. Hier müsse eine naturnahe bauliche Umsetzung zur Vorgabe gemacht werden. „In diesem Jahr backen wir kleine, aber schöne Brötchen“, kommentierte Kai Buschmann (FDP) die Projektauswahl. Kommunen seien vorsichtig bei Investitionen und hätten gerade auch andere Dinge zu tun. Bei der Ausschreibung des Kofinanzierungswettbewerbs 2022 sei es aber gut, dass sie thematisch auf Wald und Baumbestand ausgeweitet werde und so neue Möglichkeiten für die Kommunen biete. „Die Kofinanzierung des Landschaftsparks ist ein Investitionsprogramm in die Lebensqualität unserer Region“, betonte Christoph Ozasek (DIE LINKE/PIRAT). Besondere Wichtigkeit maß er den Projekten zu, die multifunktionale Räume schaffen. Bedauerlich sei die Zurückhaltung der Kommunen. Hier müsse man das Programm stärker bewerben.

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news-996 Fri, 18 Dec 2020 14:11:34 +0100 Erste S-Bahn im neuen Außendesign Ein erstes Fahrzeug der Baureihe 423 macht heute schon Lust auf die neue S-Bahn. Ab der kommenden Woche wird die lichtgraue S-Bahn im regulären Betrieb eingesetzt. presse/artikel/aktuell/erste-s-bahn-im-neuen-aussendesign/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=f6e13adae3baeabc82c27b3a4c279fa1 Das in diesem Jahr vom Verband Region Stuttgart beschlossene Redesign der S-Bahnen ist ab sofort für die Fahrgäste nicht nur in Visualisierungen erlebbar. Seit heute gibt es einen ersten Elektrotriebzug im neuen Außendesign.

„Das lichtgraue Fahrzeug der Baureihe 423 mit den schwarzgrauen Türbereichen sowie den in gelber und blauer Farbe markierten 1. Klasse- und Mehrzweckbereichen wird bereits ab der kommenden Woche im laufenden Betrieb eingesetzt“, sagt Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart. Dass bereits ein Jahr vor dem regulären Start ein Fahrzeug im neuen Design zu sehen ist, hat vor allem planerische Gründe: „So können wir Prämissen in der Planung des weiteren Lackierverfahrens besser festlegen“, so Rothenstein weiter.

„Wir freuen uns sehr, dass das beschlossene Redesign nun auch erstmalig sichtbar wird“, sagt Dr. Jürgen Wurmthaler, Leitender Direktor beim Verband Region Stuttgart. „Das neue Außen- und Innendesign wird den Reisekomfort erhöhen und ein reibungsloseres Ein- und Aussteigen ermöglichen.“

Das Redesign der S-Bahn Stuttgart

Der Look der neuen S-Bahn soll den Reisenden nicht nur bei der Orientierung beim Zustieg helfen, sondern auch Ausdruck für die Angebotsausweitungen sowie erweiterte Kapazitäten sein. Letztere werden durch das Wachsen der Flotte auf insgesamt 215 Fahrzeuge erreicht. Ab Ende 2021 werden von Hersteller Bombardier Transportation 58 neue Fahrzeuge der Baureihe 430 ausgeliefert, 48 davon kommen 2022 im neuen Außenlook. Bei Bombardier hat in der letzten Woche das Engineering zu den Maßnahmen des Redesigns begonnen. Bis Ende 2023 stehen dort technische Konstruktionen sowie die Umsetzung von drei Prototypen je Baureihe 423 und 430 an. Die im Rahmen des Redesigns beschlossenen Innenelemente für verbesserten Fahrgastservice und Komfort werden anschließend ab 2024 sozusagen in Serie umgesetzt. Der Prozess der Erneuerung muss im laufenden Betrieb stattfinden und wird bis zum Umbau der kompletten Flotte entsprechend mehrere Jahre andauern.

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news-995 Thu, 10 Dec 2020 11:26:41 +0100 Weiterer Schritt für strategischen Vorhaltestandort für Industrie und Gewerbe in Dettingen Regionalversammlung macht Weg für Regionalplanänderungsverfahren frei. presse/artikel/aktuell/weiterer-schritt-fuer-strategischen-vorhaltestandort-fuer-industrie-und-gewerbe-in-dettingen/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=1831eb82cc9f387f69c24b4bbb45087a Große Chance für Zukunftstechnologien und Innovation in der Region: Die Regionalversammlung hat in ihrer gestrigen Sitzung mit guter Zwei-Drittel-Mehrheit für ein Regionalplanänderungsverfahren zur Entwicklung eines strategischen Vorhaltestandorts für Industrie und Gewerbe gestimmt. Im Rahmen des Regionalplanänderungsverfahrens wird festgestellt, ob auf einem noch nicht final bestimmten Areal am „Hungerberg“ in Dettingen unter Teck ein regionaler Schwerpunkt für Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen ausgewiesen werden kann. Ziel ist die Ansiedlung von Unternehmen und Einrichtungen, die den wirtschaftlichen Strukturwandel in der Region Stuttgart vorantreiben.

Eine Entwicklung des Standortes ist derzeit noch ausgeschlossen, weil sich die Flächen gemäß Regionalplan in einem „Regionalen Grünzug“ befinden. Ihre bauliche Nutzung ist möglich, wenn der Regionalplan entsprechend umgeschrieben wird. Dies setzt ein formales Plan- und Beteiligungsverfahren voraus, das ergebnisoffen durchgeführt wird. Ein Regionalplanänderungsverfahren umfasst grundsätzlich einen Bericht mit der Abschätzung von Auswirkungen auf Umwelt und Natur – inklusive potenzieller verkehrlicher Effekte. Zudem müssen die Öffentlichkeit und die Träger öffentlicher Belange beteiligt werden. All dies soll nun zügig angegangen werden.

Warum soll gerade der Standort Dettingen entwickelt werden?

Bereits 2009 wurde in einer Machbarkeitsstudie ermittelt, dass sich die Lage des Standorts mit unmittelbarem Anschluss an das überörtliche Verkehrsnetz mit Autobahn und Bundesstraße sowie Schienenanschluss für eine industrielle oder gewerbliche Entwicklung eignet. Die verfügbare Fläche könnte bis zu 42 Hektar umfassen – angestrebt wird derzeit eine Flächengröße von zunächst rund 20 Hektar mit Erweiterungsoptionen. Zudem hat die Vereinbarte Verwaltungsge­meinschaft (VVG), in der Dettingen gemeinsam mit Kirchheim/Teck und Notzingen organisiert ist, konkrete Kooperationsbereitschaft signalisiert. „Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) arbeitet gemeinsam mit den berührten Gemeinden mit Hochdruck an einer Regelung zur Entwicklung des Standortes“, erläuterte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. Dies solle gewährleisten, dass die Fläche im Falle einer Regionalplanänderung auch tatsächlich für eine strategische Nutzung zur Verfügung stünde. „Wenn schon Freiräume in Anspruch genommen werden müssen, dann auch für Zwecke, die dies wirklich rechtfertigen“, so Schelling.

Wie geht es nach dem Beschluss der Regionalversammlung weiter?

Nach Einleitung des Verfahrens durch die Regionalversammlung erarbeitet die Geschäftsstelle des Verbands Region Stuttgart einen Ent­wurf zur Änderung des Regionalplans. Auf Basis der Entwurfsunterlagen, die im Planungsausschuss vorberaten werden, beschließt die Regionalversammlung die Offenlegung des Entwurfs. Die Geschäftsstelle führt anschließend das insgesamt dreimonatige Beteiligungsverfahren durch. Die Bewertung der während des Verfahrens eingereichten Stellungnahmen und die Abwägung der verschiedenen Interessen erfolgt wieder durch die Regionalversammlung.

Stimmen aus den Fraktionen

Roland Schmid (CDU/ÖDP) betonte: „Die Menschen, die hier leben, wollen hier ihr Geld verdienen und ihre gesicherte Zukunft haben.“ Darauf müsse die Region vorbereitet sein und modernen Unternehmen und damit Arbeitsplätzen eine Perspektive geben. Wer Innovationen haben wolle, müsse auch dazu bereit sein, Freiräume zu belasten und die Nachteile gewerblicher Ansiedelungen in Kauf zu nehmen. Konversionsflächen seien der falsche Ansatz und eine mutlose und kraftlose Antwort. Schmid dankte den Kommunen, die willens sind, die Planungsarbeit auf sich zu nehmen, um Betrieben Flächen zur Verfügung zu stellen. Dies sei aber die Voraussetzung für eine wachstumsorientierte Entwicklung und der richtige Weg, um die Dynamik in der Region zu erhalten.

„Es kann nicht länger um die großen, raumdominierenden Investitionen gehen“, sagte Dorothee Kraus-Prause (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Denn Flächen auf der „Grünen Wiese“ würden nicht automatisch neue Arbeitsplätze schaffen. Nach Kraus-Prause müsse es Ziel und Zeichen der Transformation sein, dass innovative Unternehmen eine Umsetzung in bestehenden Gewerbegebieten oder auch Brachen schaffen. Es müsse „für Zivilgesellschaft, Staat und Wirtschaft darum gehen, die Grenzen der Naturnutzung und -belastung zum zentralen Maßstab des Handelns zu machen.“ Sie zweifelte an, dass eine doppelte Vorhaltung von Flächen für den Verbrenner und die E-Mobilität benötigt werde, da das Ende des Verbrenners schneller kommen werde als erwartet. 

“Erschlossene größere Gewerbeflächen sind nicht in Sicht”, stellte Wilfried Dölker (Freie Wähler) fest. Außer Jammern gebe es nur die Möglichkeit “zu handeln, um den Strukturwandel in der Region zu ermöglichen.” Alles Notwendige in Bestandsflächen unterbringen zu wollen, sei realitätsfern. „Wir wollen nicht, dass sich neue Technologie und die innovativen, starken Unternehmen, die das Rückgrat unserer Region sind, außerhalb der Region ansiedeln.“ Standortvorteile und die erfüllten Prüfkriterien für den Standort in Dettingen/Kirchheim seien zutreffend dargestellt. Dölker sah die vermeintliche Selbstzufriedenheit der Region als ein großes Risiko für den Wirtschaftsstandort.

Für Harald Raß (SPD) bedeutet die Einleitung eines Planänderungsverfahrens „den Beginn einer Abwägung mit zunächst nicht festgeschriebenem Ergebnis“. Somit werde mit der Verweigerung des Verfahrens „der ‚Status Quo‘ zementiert.“ „Grünflächen sind klimatisch von hoher Bedeutung“, konstatierte Raß. Doch sei es Aufgabe des Verbandes, „mit Produktionsstandorten die Voraussetzung für wettbewerbsfähige und nachhaltige Technologien in der Region zu schaffen.“ Seine Fraktion werde „genau darauf achten, ob und wie die Prüfkriterien in der planerischen Praxis umgesetzt werden.“

Joachim Hülscher (AfD) bemerkte, „dass uns der Strukturwandel mit negativen Langzeitfolgen politisch aufgenötigt wird.“ Er verwies darauf, dass niemand wisse, ob die Neuflächen künftig wirklich benötigt werden. Wichtig sei es aber, „die Regionalplanung strategisch weitsichtig zu steuern.“ Seine Fraktion stimme der Eröffnung des Verfahrens zu, sehe aber angesichts der Masse an Prüfkriterien und Schutzaspekten durch die Lage im Regionalen Grünzug einen langen Weg bis zu den Ergebnissen.

Für Volker Weil (FDP) sollte das gemeinsame Ziel „hohe Bruttowertschöpfung im Einklang mit immer besserer Ressourcennutzung“ sein. Standorte an der Autobahn seien ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Er lobte das beispielhafte Zusammenspiel der Kommunen unter der Moderation der Region: „Wir haben hier eine Vorgehensweise, die ein bundesweites Modell werden kann.“

Sebastian Lucke (DIE LINKE/PIRAT) kritisierte das Vorhaben als „Armutszeugnis regionaler Planungs- und Verkehrspolitik.“ Die Ausweisung neuer Flächen, zumal im regionalen Grünzug, sei der „bequeme Weg“. Die regionalen Unternehmen sollten jedoch so unterstützt werden, dass sie ihre bestehenden Standorte auf zukünftige Produkte umstellen könnten. Verdichtete Bauweisen und gezielte Aktivierung von Bestandsflächen seien gefragt.

Hintergrund: Konzept der regionalen Vorhaltestandorte

Die Region Stuttgart steht angesichts des beschleunigten technologischen und ökonomischen Wandels vor weitreichenden Herausforderungen. Das Konzept des „regionalen Vorhaltestandortes“ soll es ermöglichen, bei strategischen Flächenbedarfen für die wirtschaftliche Transformation handlungsfähig zu sein – von Digitalisierung über Elektromobilität und autonomes, vernetztes Fahren bis zu neuen Mobilitätskonzepten. Bei der Umsetzung neuer, zukunftsweisender Technologien und der Erschließung neuer Geschäftsfelder werden großflächige Produktions-, Logistik- sowie Forschungs- und Entwicklungsstrukturen benötigt.

Baureife Flächen, die sich für größere und unter Umständen emissionsträchtige Gewerbe- und Industrievorhaben eignen, sind in der Region Stuttgart jedoch Mangelware. In den derzeitigen regionalen Gewerbeschwerpunkten sind rund 320 Hektar für eine bauliche Entwicklung gesichert, jedoch sind davon nur sechs Gebiete größer als 20 Hektar. Zusätzlich gestalten sich die bauleitplanerische Ausweisung der Flächen, die Regelung der Eigentums- und Besitzverhältnisse sowie die Erschließungsmaßnahmen als äußerst langwieriger Prozess. Gleichzeitig wird der Bedarf an diesen großen, verkehrlich gut erschlossenen Standorten durch den Transformationsprozess in der Automobil­industrie verstärkt: Neben den herkömmlichen Verbrennungsmotoren müssen auch andere Antriebsformen entwickelt, erprobt und produziert werden. Bislang konnten die dazugehörigen Einrichtungen teil­weise innerhalb der bestehenden Werksareale realisiert werden. Diese Potenziale sind allerdings weitgehend ausge­schöpft – was erhebliche negative Auswirkungen für Investitionsentscheidungen von Unternehmen und in der Folge für den Wirtschaftsstandort insgesamt nach sich ziehen könnte.

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news-994 Thu, 10 Dec 2020 09:39:21 +0100 Region verabschiedet Haushalt 2021 presse/artikel/aktuell/region-verabschiedet-haushalt-2021/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=7c366941d7cb53b6195f8467cb215360 Die Regionalversammlung hat am Mittwoch den Haushalt des Verbands Region Stuttgart für das Jahr 2021 mit großer Mehrheit beschlossen. Für den Etat mit einem Gesamtvolumen von 418,2 Millionen Euro stimmten die Fraktionen von CDU/ÖDP, Bündnis90/Die Grünen, Freien Wählern, SPD, AfD und FDP. Die Linke/Pirat stimmte dagegen.

Der Budgetentwurf, der von Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling Ende September eingebracht wurde, hatte ein Gesamtvolumen von 414,6 Millionen Euro. Durch die Anträge der Fraktionen kommen weitere rund 3,6 Millionen Euro hinzu. Über 90 Prozent des Haushaltsvolumens (380,5 Millionen Euro) entfallen auf den Verkehrsetat, der stets den größten Posten ausmacht. Die Umlagen 2021 sinken leicht im Vergleich zu diesem Jahr: Die Verkehrsumlage liegt bei 59,8 Millionen Euro (61,6 Millionen Euro im Jahr 2020) und die Verbandsumlage bei 22,6 Millionen Euro (23,4 Millionen Euro im Jahr 2020). Durch die Vollintegration Göppingens in den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH (VVS) wird im nächsten Jahr erstmalig nicht nur die Verbandsumlage, sondern auch die Verkehrsumlage von der gesamten Region Stuttgart aufgebracht.

Investitionen im Verkehr

Trotz eines niedrigeren Haushaltsvolumens im Vergleich zum Vorjahr sind der Regionalversammlung Verbesserungen im ÖPNV ein besonderes Anliegen. Dazu gehören Kapazitätssteigerungen bei der S-Bahn wie die Einführung des durchgängigen 15-Minuten-Takts (Montag bis Freitag von 6:00 bis 20:30 Uhr) sowie der vermehrte Einsatz von Langzügen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 120,6 Millionen Euro. Zudem werden für die Beschaffung neuer Fahrzeuge und deren Redesign Auszahlungen in Höhe von 68,8 Millionen Euro fällig. Weitere Ausgaben sind unter anderem für die Verkehrsmanagementzentrale und eine bessere Anschlussmobilität in den Bereichen Park + Ride, Bike + Ride und RegioRadStuttgart geplant. Auch die Vollintegration Göppingens in den VVS spielt mit rund 5,4 Millionen Euro eine wichtige Rolle im Haushalt 2021: Der Verband hat für den Expressbus X93 sowie für den Betriebskostenzuschusses des regionalbedeutsamen Schienenverkehrs im Landkreis Göppingen Mittel eingestellt. Die Regionalversammlung hat zudem mit einer Anpassung der Allgemeinen Vorschrift die rechtliche Voraussetzung für die Integration der Busverkehre im Landkreis Göppingen in den VVS geschaffen.

Zukunftstechnologien unterstützen

In der Sitzung wurde betont, dass es gerade in Zeiten der Krise wichtig sei, Zukunftstechnologien in der Region anzusiedeln und die bereits ansässige Industrie zu fördern. Im Hinblick auf knappe Flächen möchte der Verband gemeinsam mit den Kommunen einen regionalen Vorhaltestandort entwickeln. Zudem soll eine Modellregion für Wasserstoff entstehen und ein vom Land ausgeschriebener Innovationspark für künstliche Intelligenz in die Region geholt werden.

Wesentliche Änderungen zum Haushaltsentwurf

Während der Haushaltsberatungen haben die Fraktionen mit insgesamt 89 Anträgen Akzente gesetzt. Daraus ergeben sich unter anderem folgende Änderungen für den Haushalt 2021: Insgesamt 20 Millionen Euro verteilt auf die nächsten vier Jahre und damit sollen 5 Millionen Euro im Haushalt 2021 verwendet werden, um Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien zu fördern. Konkret sollen die Gelder genutzt werden, um eine Transformation im Energiesektor durch zielgerichtete investive Förderprogramme mit einer Kofinanzierung, durch Kooperationsprojekte und durch weitere Maßnahmen voranzutreiben. So soll die Region in diesem Bereich eine Spitzenstellung erhalten. 

Darüber hinaus werden knapp 180.000 Euro in eine digitale Plattform zur Fachkräftesicherung investiert. Das Kofinanzierungsprogramm Wirtschaft und Tourismus wird um 100.000 Euro erhöht und als neuer Förderschwerpunkt Projekte, Prozesse und Formate unter dem Oberbegriff „Gründerfreundliche Kommune“ aufgenommen. Für ein Symposium zur Zukunft des Automobilstandortes Region Stuttgart mit Fokus auf erneuerbaren Kraftstoffen werden 50.000 Euro eingeplant.

Bei der S-Bahn legt die Regionalversammlung Wert auf eine Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls. Hierfür sollen zunächst im Jahr 2021 für weitere Bestreifungen 125.000 Euro eingesetzt werden sowie mittelfristig Gelder für eine verbesserte Videoüberwachung bereitstehen.  Auch dem Erfolg des RegioRadStuttgart Förderprogramm wird Geltung getragen: Der Zuschuss wird mit weiteren jeweils 85.000 Euro für die nächsten vier Jahre verdoppelt. 30.000 Euro stehen für eine Studie über die aktuelle Versorgung mit regionalen landwirtschaftlichen Produkten zur Verfügung.

Über den Haushaltsbeschluss hinaus wurde in der Sitzung ohne Gegenstimme eine Resolution verabschiedet, in der die Landesregierung aufgefordert wird, den Rettungsschirm für den Öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg über das Jahresende 2020 hinaus zu verlängern. Dies sei notwendig, heißt es in der Resolution, um den ÖPNV zu schützen, damit Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen die Zeit der Pandemie überstehen und auch in Zukunft ein Rückgrat sein können, um die wirtschaftliche Erholung zu beschleunigen. 

Stimmen aus den Fraktionen

„Wir müssen uns deutlich, laut und wahrnehmbar für unsere Industrie einsetzen“, so Elke Kreiser (CDU/ÖDP). Ihre Fraktion sei der Überzeugung, dass die Bedeutung des Automobils hoch bleiben werde. „Für uns alle ist es ein Grundbedürfnis mobil zu sein“, sagte Kreiser. Von daher müsse die Entwicklung neuer Technologien und intelligenter Mobilitätslösungen die Richtschnur sein mit einer Technologieoffenheit bei Mobilität und alternativen Energieträgern. „Nicht Verzicht und Verbote dürfen dominieren.“ Eine der originären Aufgaben der Regionalversammlung sei die Wirtschaftsförderung: „Diese ist bei uns bestens aufgestellt. Politik und Wirtschaft müssen gemeinsam und mutig die Transformation gestalten“, sagte Kreiser. Einen Fokus sieht ihre Fraktion hier beim Thema Wasserstoff:  Entsprechend wichtig sei der gemeinsame Antrag von CDU/ÖDP und FDP, der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart einen Betrag von insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. „Die Einsatzmöglichkeiten können im Fahrzeugbereich und der Mobilität sowie im stationären Bereich liegen - und sind zwingend notwendig um Arbeitsplätze zu schaffen und dauerhaft zu sichern.“ Eine weitere Säule zum Erreichen der Klimaziele und zur Sicherung des Automobilstandortes Region Stuttgart sehen CDU/ÖDP in der Weiterentwicklung synthetischer Kraftstoffe. Im Bereich ÖPNV betonte Kreiser die Wichtigkeit des Ausbaus des 15-Minuten-Taktes bei der S-Bahn sowie die Verdopplung der Zuschüsse für den Bau von RegioRadStuttgart-Stationen. Das Sicherheitsgefühl in der S-Bahn solle verbessert werden. Ihre Fraktion begreife die Pläne für einen Gäubahntunnel als Chance und fordert eine Machbarkeitsstudie. Ihr Fazit: „Bei den diesjährigen Haushaltsberatungen ist es uns gelungen, die drei nachhaltigen Säulen unserer Region - Ökonomie, Ökologie und die soziale Verantwortung - bestmöglich miteinander zu verbinden“, sagte Kreiser.

Prof. Dr. André Reichel (Bündnis 90/Die Grünen) verwies eingangs auf einen „klaren Zusammenhang“ zwischen der Corona-Pandemie und dem immer größer werdenden ökologischen Fußabdruck der Menschheit. Daher möchte seine Fraktion auch auf regionaler Ebene Lösungsansätze für mehr Klimaschutz entwickeln. Dieses Anliegen sei im Haushalt 2021 durch die Beratungen und Anträge der Fraktionen klarer berücksichtigt: „Er hat eine Richtung bekommen, der wir Grünen insgesamt zustimmen können.“ Im Bereich Wirtschaft sei es gelungen den Einsatz von grünem Wasserstoff für den regionalen Busverkehr prüfen zu lassen. Ein wichtiger Punkt für jeden wirtschaftlichen Strukturwandel sei auch die Gewerbeflächenentwicklung. „Hier werden wir proaktiv auf Kommunen im Falle von Flächenstilllegungen zugehen, um eine schnelle und sorgsame Wiederverwertung von Brachflächen sicherzustellen.“ Trotz der Erfolge sieht Reichel weiterhin viel Potenzial nach oben. „Deswegen wollen wir im nächsten Jahr frühzeitig zusammen mit den anderen Fraktionen hart debattieren, um zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu kommen.“ Hierfür betonte Reichel einen Antrag zur Durchführung einer Klausursitzung der Interfraktionellen AG „Wirtschaft im Wandel“ in der ersten Jahreshälfte 2021, um die Transformation in Richtung Nachhaltigkeit auszurichten. „Ziel soll sein, innovative Handlungsmöglichkeiten aller regionalen Institutionen für gelingende Transformationsprozesse zu erarbeiten.“ Im Bereich Verkehr könne man auf den Erfolgen des vergangenen Jahres aufbauen. Reichel nennt hier die Förderung von RegioRadStuttgart sowie die Integration Göppingens in den VVS mit einer möglichen Verbindung von Göppingen über Bad Boll nach Kirchheim/Teck. „Der Schatten beim Verkehr ist die Tariferhöhung im VVS“, so Reichel. Das Verfahren gehöre nach Grüner Auffassung grundlegend geändert. Zudem forderte der Fraktionsvorsitzende neue Finanzierungsinstrumente im ÖPVN in Form einer Nahverkehrsabgabe.

Andreas Hesky (Freie Wähler) begrüßte, dass es mit dem Haushalt 2021 gelungen sei, „weitere Mammutausgaben, die uns überfordert hätten“, für das Jahr 2021 abzuwenden. Hesky betonte die Wichtigkeit der Hilfspakete für die Kommunen: „Dort wird die Kärrnerarbeit geleistet, auf der wir als Verband aufbauen.“ In diesem Zusammenhang sieht er auch den Antrag der Freien Wähler auf eine Resolution an Bund und Land: „Damit wollen wir deutlich machen, dass der durch die Pandemie stark betroffene ÖPNV gut durch die Krise gebracht werden muss.“ Die Region Stuttgart gehöre trotz der Pandemie zu den wirtschaftlich starken Regionen, auf die es jetzt ankomme. „Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Region ihre Spitzenstellung behält.“ Er wandte sich gegen EU-Vorgaben, welche die ansässige Automobilindustrie betreffen. Man solle nicht den Ast absägen, auf dem man sitze. Dass das Innovationszentrum Wasserstoff für Mobilitätsanwendungen nicht in die Region Stuttgart komme, sei schmerzlich. Hesky begrüßte den Antrag, 20 Millionen Euro für den noch zu erarbeitenden Wasserstoff-Masterplan bereit zu stellen. Die Strukturen im „Wirtschaftswunderland“ Region Stuttgart verändern sich, so Hesky: „Unsere Aufgabe ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, um der Wirtschaft ausreichende Entwicklungsmöglichkeiten bei sich verändernden Herausforderungen zu bieten.“ Daher sei es insbesondere bei Gewerbeflächen wichtig, eine strategisch vorausschauende Vorratspolitik zu betreiben und die Kommunen bei der Ausweisung weiterer Gewerbeflächen zu unterstützen. Als aktuelles Beispiel nannte er Mundelsheim.

Für Jasmina Hostert (SPD) ist ein starker Sozialstaat die wichtigste Ressource in der Krise. „Eines der wirkungsvollsten Instrumente gegen soziale Spaltung ist die Sicherung und die Schaffung von Arbeitsplätzen.“  Die Transformation müsse gelingen, dürfe aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. „Beschäftigte müssen in ihren Unternehmen weitergebildet werden – nur so kann Beschäftigung gesichert und der Wandel gestaltet werden“, so Hostert weiter. Angesichts zahlreicher Herausforderungen müssen sich Unternehmen neu orientieren: „Wir möchten daher gründerfreundliche Kommunen mit insgesamt 100.000 Euro unterstützen“, sagte Hostert. Im Verkehrsbereich setze man auf die Grundsätze Tarife, Teilhabe und Infrastruktur. „Wir hoffen, dass das VVS-Tarifsymposium trotz der Corona-Pandemie möglichst zeitnah stattfinden kann“, so Hostert. Der ÖPNV müsse gerade jetzt preislich attraktiver gestaltet werden, um Fahrgäste nicht langfristig zu verlieren. Konkret nannte sie ein 365-Euro-Ticket oder eine bessere Mitnahmemöglichkeit von Kindern. Sie bedauerte, dass ein regionaler Behindertenbeauftragter keine Mehrheit fand. Bezogen auf den Gesamthaushalt zog die SPD eine gemischte Bilanz, stimmte jedoch dem Haushalt zu.

Laut Klaus Mauch (AfD) lebe man aktuell in einer Zeit rasanter, gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Veränderungen und stehe vor einer historischen „Bruchstelle“, an der sich diese Änderungen in ungeahntem Ausmaß geradezu sprunghaft vollziehen.  „Für die Haushaltspolitik der öffentlichen Kassen ist vor allem die sich rasant verschlechternde wirtschaftliche Lage bedeutsam“, sagte Mauch. Die Haushalte im Bund, den Ländern, den Regionen, den Kreisen und Kommunen werden sich diesen veränderten und deutlich verschlechterten Umständen schnell und flexibel anpassen müssen. „Die AfD-Fraktion unterstützt alle Projekte, die den Menschen in unserer Region, der Umwelt, aber auch der Entwicklung und Stabilität der regionalen und überregionalen Wirtschaft dienen und förderlich sind“, so Mauch. Hierbei würden die Anträge, die darauf abzielen, Wasserstoff als Energieträger künftig stärker zu fördern und ein regionales und interkommunales Logistikzentrum zu schaffen, in die richtige Richtung weisen. Im Hinblick auf die Energiegewinnung setzt Mauch auf die Kernkraftenergie.

Armin Serwani (FDP) freut sich vor allem über die große Anzahl an interfraktionellen Anträgen. „Denn das entspricht dem Geist, den wir uns für diese Regionalversammlung wünschen: Gemeinsam Lösungen finden, die uns voranbringen.“ Gleichzeitig betonte er, das regionale Politik unter dem Leitthema „Vernunft statt Angst“ stehen müsse. „Das heißt Zukunftsoptimismus statt Klimapanik, keine teleologischen Fehlschlüsse: Weder Briketts, Zucker noch Diamanten sind böse, obwohl sie auf Kohlenstoff basieren, und ganz wichtig keine Instrumentalisierung der Region für politische Ziele, für die sie gar nicht zuständig ist“, so Serwani in seiner Rede zum Haushalt. „Wir sind da für optimale Strukturen vor Ort. Wir müssen dazu beitragen, die Arbeitsplätze von 1,5 Millionen Erwerbstätigen zu sichern, von denen mehr als die Hälfte unter 45 ist und sich ihre Zukunft aufbauen will.“

Peter Rauscher (Die Linke/Pirat) sieht im Haushalt 2021 nicht die notwendigen Zeichen einer Umkehr, sondern eine ideologische Verhärtung. „Regionale Vorhaltestandorte sind nicht zukunftsfähig, weiter wird Logistik nur auf der Straße gesehen“, monierte Rauscher. Im Modell der regionalen Vorhaltestandorte für Gewerbeflächen zur Ansiedlung von Industrie sieht Rauscher einen Türöffner für weitere Flächenversieglungen. „Unsere Kritik bezieht sich auch auf die Tariferhöhung im VVS“, so Rauscher weiter. Es fehle schlichtweg der Mut für eine innovative und soziale Preisgestaltung. Darüber hinaus fehle bei den entscheidenden Fragen wie Klima- und Bodenschutz, alternativen Mobilitätskonzepten oder nachhaltigen Wirtschaftskonzepten, ein roter Faden für die Zukunft. „Daher werden wir dem Haushalt 2021 nicht zustimmen können.“

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Schaubilder zum Haushalt 2021 als PDF-Download

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news-993 Thu, 10 Dec 2020 09:35:49 +0100 Wechsel in der Regionalversammlung Patricia Schäfer und Dr. Vera Kosova scheiden aus der Regionalversammlung aus, Christian Köhler und Thomas Hauk rücken nach. presse/artikel/aktuell/wechsel-in-der-regionalversammlung/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=4f5eab9d740f51ac6efe2937fb860622 Es gibt zwei neue Gesichter in der Regionalversammlung: Christian Köhler rückt im Wahlkreis Stuttgart nach für Patricia Schäfer, Thomas Hauk im Wahlkreis Esslingen für Dr. Vera Kosova. Beide bei der letzten Regionalwahl für die AfD gewählten Frauen ziehen aus der Region Stuttgart weg und können damit der Regionalversammlung nicht mehr angehören. Die nachgerückten Herren wurden in die Regionalversammlung aufgenommen und vom Verbandsvorsitzenden Thomas S. Bopp für ihr neues Amt vereidigt.

Die durch das Ausscheiden von Patricia Schäfer und Dr. Vera Kosova frei gewordenen Sitze in regionalen Ausschüssen, Arbeitsgruppen und in Aufsichtsräten sollen erst in der nächsten Sitzung der Regionalversammlung neu besetzt werden.

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news-992 Fri, 27 Nov 2020 19:47:00 +0100 Kultur- und SportRegion Stuttgart werden weiter gefördert presse/artikel/aktuell/kultur-und-sportregion-stuttgart-werden-weiter-gefoerdert/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=95f7b08dc2b0bb48cb93174255e9cfad Gute Nachrichten für die Kultur- und SportRegion Stuttgart kurz vor ihrem 30-jährigem beziehungsweise 25-jährigem Bestehen: Der Verband Region Stuttgart wird beide interkommunale Vereine weitere fünf Jahre zu einem wesentlichen Teil finanzieren. Das hat der regionale Wirtschaftsausschuss am Freitag einstimmig beschlossen. Die bisherige Förderperiode läuft Ende 2021 aus. Die neue Zusage steht unter dem Haushaltsvorbehalt der Regionalversammlung.

Die Kultur- und die SportRegion Stuttgart erhalten von der Region bisher 300.000 Euro pro Jahr. Dieser Betrag soll um jährlich je 30.000 Euro aufgestockt werden, um Tariferhöhungen und die allgemeine Preissteigerung der letzten fünf Jahre auszugleichen. Das Engagement des Verbands Region Stuttgart erfolgt im Rahmen seiner freiwilligen Zuständigkeit für regional bedeutsame Kultur- und Sportveranstaltungen. Mit der Zusammenarbeit der Mitglieder in den beiden Vereinen werde die interkommunale Vernetzung gestärkt und die Region über die Festivals und andere Veranstaltungen beim Bürger sichtbar, heißt es in der Begründung.

Mit ihrem Beschluss waren sich die Regionalrät*innen über die Fraktionsgrenzen hinweg einig, wie wichtig die Arbeit der beiden Vereine für die Strahlkraft der Region ist. Daher solle die Fortsetzung ihrer hervorragenden Arbeit weiterhin gesichert werden. Bereits im Mai ernteten die Geschäftsführerin der KulturRegion, Bettina Pau, und der Geschäftsführer der SportRegion, Michael Bofinger, bei ihrem jährlichen Bericht große Zustimmung.

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news-991 Tue, 24 Nov 2020 17:43:31 +0100 Verkehrsausschuss vertagt Entscheidung zum Mobilitätspakt Böblingen – Sindelfingen Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat den Beschluss zur Unterzeichnung der Gründungserklärung des Mobilitätspaktes Böblingen – Sindelfingen vertagt. presse/artikel/aktuell/verkehrsausschuss-vertagt-entscheidung-zum-mobilitaetspakt-boeblingen-sindelfingen/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=17ddd7dae065d45459bc812fb899aa12 Der Verband Region Stuttgart engagiert sich bereits seit längerem mit unterschiedlichen Partnern für die Vernetzung verschiedener Verkehrsträger in Böblingen und Sindelfingen. Als Beispiele seien hier Zuschüsse für die Finanzierung von Regionalen Mobilitätspunkten in beiden Städten oder die Förderung von P+R-Anlagen und RegioRad-Stationen auch im Landkreis Böblingen sowie für die Beteiligung der Stadt Böblingen an der Regionalen Mobilitätsplattform genannt. Im Jahr 2019 startete das Verkehrsministerium Baden-Württemberg die Initiative für einen Mobilitätspakt Böblingen - Sindelfingen. Auslöser hierfür war der geplante Ausbau der Autobahn A81 und die damit zu erwartenden Verkehrsprobleme auf Grund der Baumaßnahmen. Im Juni 2020 hat der Verband Region Stuttgart als einer von insgesamt zehn Partnern seine grundsätzliche Bereitschaft zur Mitarbeit am Mobilitätspakt erklärt. In seiner vergangenen Sitzung hat sich der Verkehrsausschuss der Region jedoch mehrheitlich für eine Vertagung der Entscheidung über die Unterzeichnung der Gründungserklärung des Mobilitätspaktes ausgesprochen.

Das Gremium begründete die Vertagung mit der verspäteten Vorlage der Gründungserklärung durch das Verkehrsministeriums Baden-Württemberg. Auf Grund des kurzen Vorlaufs konnten die Fraktionen die Erklärung nicht im Detail sichten. Diese Vertagung bedeutet allerdings keine Abkehr in der Mitarbeit am Mobilitätspakt. Der Beschluss über eine grundsätzliche Bereitschaft aus dem Sommer gilt weiterhin. Ebenso wie die damit verbundene Forderung, dass zunächst die einzelnen Maßnahmen des Mobilitätspaktes herausgearbeitet und die Verantwortlichkeiten klar benannt werden müssen, bevor eine Entscheidung über eine Unterzeichnung gefällt werden kann.

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news-990 Fri, 20 Nov 2020 18:22:11 +0100 S-Bahn: Komfortabler auf der Schiene Die neue Innenausstattung im Zuge des Redesigns wird das S-Bahn-Fahren in der Region komfortabler machen. presse/artikel/aktuell/s-bahn-komfortabler-auf-der-schiene/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=27a1fafca68022217baff28786038e88 Die auffälligste Veränderung beim Redesign der S-Bahn Stuttgart wurde bereits im 1. Halbjahr 2020 beschlossen: Der Wechsel vom klassischen Verkehrsrot hin zum künftig hellen Lichtgrau mit prägnanten Farbelementen für Türen und Sonderabteile. Für das neue Innendesign stehen die Verhandlungen zwischen dem Hersteller Bombardier Transportation und der S-Bahn Stuttgart vor einem erfolgreichen Abschluss. Sämtliche vom Verkehrsausschuss beschlossenen Redesign-Elemente können innerhalb des vorgegebenen Budgets von 171,8 Millionen Euro umgesetzt werden. In der heutigen Sitzung des Gremiums wurde die finale neue Innenausstattung der S-Bahn Stuttgart vorgestellt.

Flexibilität durch zusätzliche Mehrzweckabteile

„Mit den Innenelementen unseres Redesigns entsprechen wir den modernen Erfordernissen urbaner Mobilität. Für die Fahrgäste in der Region Stuttgart bedeutet das besseren Fahrgastservice und mehr Platz für Rollstühle, Kinderwagen sowie Fahrräder durch zusätzliche Mehrzweckbereiche“, sagt Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart. Statt nur an den jeweiligen Fahrzeugenden wird es künftig in der Mitte zwei zusätzliche Mehrzweckabteile geben. Diese werden für Fahrräder optimiert und bestehen komplett aus Klappsitzen sowie bequemen Elementen zum Anlehnen. Zudem können Fahrgäste mit Fahrrädern die Stellflächen von zwei Einstiegstüren aus erreichen, was einen weiteren Vorteil gegenüber den bisherigen Mehrzweckabteilen bedeutet. Auch bei den Mehrzweckabteilen vorne und hinten im Fahrzeug ermöglicht die veränderte Sitzplatzgestaltung für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen einen erleichterten Zugang.

Mehr Überblick und neue Technik

Die neuen Monitore in den Deckengondeln sorgen für eine verbesserte Reisenden-Information. Insgesamt werden pro Fahrzeug acht Deckengondeln mit je zwei Monitoren installiert, hinzu kommen vier Einzel-Monitore. So sind in Kurzzügen insgesamt 20 Monitore vorhanden. Ebenfalls eingeführt wird ein automatisches Fahrgastzählsystem, sodass künftig unter anderem eine gezielte Prognose zur Auslastung der Züge möglich wird. Eine weitere wichtige Neuerung sind Steckdosen, die in verschiedenen Bereichen aller Züge zu finden sein werden und für mehr Komfort sowie die notwendige Energie beim Arbeiten und in der Freizeit sorgen.

Kosten und Umsetzung

Alle vom Gremium beschlossenen Redesign-Elemente können mit dem Vertragsabschluss zwischen S-Bahn Stuttgart und Bombardier im Rahmen der Budgets von 171,8 Millionen Euro umgesetzt werden. Die Bereitstellung des Budgets ist ein verbindlicher Teil des Verkehrsvertrags, dessen Verlängerung um vier Jahre im Januar 2019 beschlossen wurde. Am Anfang der Umsetzung des Redesigns stehen die technischen Konstruktionen, die noch in diesem Jahr begonnen werden. Der Prozess der Erneuerung muss im laufenden Betrieb stattfinden und wird bis zum Umbau der kompletten Flotte entsprechend mehrere Jahre andauern.

Stimmen aus den Fraktionen

Rainer Ganske (CDU/ÖDP) zeigt sich äußerst erfreut über das Ergebnis des neuen Innendesigns. „Es ist sehr positiv zu bewerten, dass alle Punkte aus dem Verkehrsausschuss untergebracht werden konnten“, so Ganske. Vor allem mit den Deckengondeln sei ein Bürgerwunsch nun umgesetzt worden. „Wir freuen uns die neue S-Bahn dann bald in der Realität sehen zu können.“

Auch Michael Lateier (Bündnis 90/Grüne) dankt für den Einsatz und das Bemühen der S-Bahn Bürgerwünsche umzusetzen. „Vor allem für Reisende, die ein Fahrrad oder ein Kinderwagen mitführen aber auch Rollstuhlfahrer, wird es definitiv besser“, so Lateier. Nun hoffe man, dass auch bald die Auslastung der S-Bahnen wieder steigen könne.

Für Bernhard Maier (Freie Wähler) bricht mit dem Redesign ein optisch neues Zeitalter bei der S-Bahn an. „Es sind gewaltige Investitionen, die wir auf den Weg gebracht haben für eine saubere, sichere und pünktliche S-Bahn“, sagt Maier. Es gelte aber auch zu betonen, dass dies nicht der Spendierfähigkeit der Bahn zu verdanken sei, sondern von öffentlicher Hand getragen werde.

Harald Raß (SPD) äußert sich kritisch gegenüber dem Redesign. Es sei leider nicht gelungen die erste Klasse abzuschaffen. „Dies wäre eine Chance gewesen, die wegfallenden Sitzplätze aus den neuen Mehrzweckabteilen auszugleichen“, so Raß. Immerhin sei der Kostenrahmen eingehalten worden.

Das Redesign könne sich sehen lassen, so Holger Dorn (AfD). „Wir haben Verbesserungen in einigen Punkte erreicht, vor allem in den Mehrzweckbereichen.“ Gerade die Fahrradmitnahme in der S-Bahn werde aktuell immer wichtiger.

Armin Serwani (FDP) begrüßt, dass man nun einen Knopf an die Sache Redesign mache.  „Die Qualität der S-Bahn wird besser, vor allem die Monitore in den Deckengondeln sind von den Sitzplätzen aus besser zu erkennen.“

Michael Knödler (Die Linke/Pirat) hofft auf eine gute Lösung, was die Fahrradbefestigungen in den Mehrzweckabteilen angeht und dankt für das Eingehen der S-Bahn auf die Wünsche des Verkehrsausschusses.

Visualisierungen des neuen Innen- und Außendesigns in druckfähiger Qualität stehen unter folgendem Link zum Download bereit: https://datentransfer.region-stuttgart.org/#/public/shares-downloads/FCBDf5ViszQejfRh9GEBoaF57OZtI00h

Bildnachweis: Neomind Designstudio

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news-989 Fri, 20 Nov 2020 18:18:41 +0100 Region begrüßt flexibles Tarifangebot im VVS Diskussion stand im Zeichen von Corona-bedingtem Rückgang der Fahrgastzah-len. Regionaler Verkehrsausschuss zeigt sich einverstanden mit den Tarifmaß-nahmen ab April 2021. presse/artikel/aktuell/region-begruesst-flexibles-tarifangebot-im-vvs/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=78551a6706ac53b7751ec99f6444ea89 Der regionale Verkehrsausschuss begrüßte am Freitag, dass die Forderungen des Verbands Region Stuttgart nach einem flexiblen Tarifangebot im VVS nun bald Realität werden sollen. Um der höheren Nachfrage nach flexibleren Ticketangeboten vor allem aufgrund von vermehrtem Arbeiten im Homeoffice zu begegnen, entwickelt der VVS mit seinen Gesellschaftern derzeit ein flexibles Tarifangebot. Der VVS-Geschäftsführer Horst Stammler kündigte im Ausschuss an, dass die Einführung eines flexiblen 10er-TagesTickets bereits für April 2021 geplant ist. Mit diesem Angebot soll auf die eingebrochenen Fahrgastzahlen im Zuge der Corona-Pandemie reagiert werden. Das Fahrgastaufkommen lag noch im September 2020 etwa 30 Prozent unter dem ursprünglichen Niveau. Auch die Auswirkungen der aktuellen Corona-Beschränkungen machen sich bei den Fahrgastzahlen bemerkbar. „Für dieses Jahr rechnen wir mit Einnahmenausfällen von 115 bis 120 Millionen Euro“, so Stammler. Er prognostizierte, dass im Corona-Jahr nur etwa 40 Prozent der Kosten im VVS durch Fahrgeldeinnahmen gedeckt werden.

Zudem fanden die Tarifmaßnahmen, welche mit der durchschnittlichen Erhöhung der Fahrpreise um 2,66 Prozent ab April 2021 einhergehen, eine Mehrheit im regionale Verkehrsausschuss. Der Verband Region Stuttgart ist einer der öffentlich-rechtlichen Gesellschafter des VVS, in dessen Gesellschafterversammlung am 1. Dezember der endgültige Beschluss über den VVS-Tarif und über die neuen Ticketpreise fallen wird.

Stimmen aus der Regionalversammlung

Im Hinblick auf den ÖPNV in Corona-Zeiten sagte Rainer Ganske (CDU/ÖDP): „Die Zahlen sind ernüchternd.“ Das flexible 10-er-Tagesticket sei „ein guter erster Aufschlag, der weiterentwickelt werden muss.“ Er regte an, die Gültigkeit über einen Monat hinweg auszudehnen. Verkehr koste Geld und die Tariferhöhung sei erforderlich. Dies begründete Ganske auch mit der Entwicklung der letzten Jahre: Man solle nicht vergessen, dass die Tarifzonenreform jährlich über 40 Millionen Euro kostet und in den letzten zwei Jahren Tariferhöhung ganz oder teilweise ausgesetzt worden sind.  Heftig kritisierte er das Angebot des Landesverkehrsministers für eine teilweise Übernahme der Kosten bei Aussetzung einer Tariferhöhung, da es nur für ein Jahr gelte und die Belastung in den Folgejahren hierbei nicht berücksichtigt sei.

Philipp Buchholz (Bündnis90/die Grünen) führte aus: „Die Grünen lehnen die Tariferhöhung ab. Die Region Stuttgart ist für ein Viertel der CO2-Emmissionen in Baden-Württemberg verantwortlich.“ Es sei daher eine „vertane Chance“, das Angebot des Landesverkehrsministers nicht anzunehmen. Zum Verfahren der Tariferhöhungen im VVS forderte er: „Wir müssen den Mechanismus des jährlich steigenden Tarifs durchbrechen.“ Das flexible 10-er-Ticket sei ein „attraktives Angebot für die Home-Office-Ära.“ Man müsse jetzt nach vorne schauen und den ÖPNV auf Erfolgskurs für die Zeit nach Corona bringen. Ein Beitrag sei aus seiner Sicht auch die Studie des Landes zur Reaktivierung von Schienenstrecken.

In Bezug auf seinen Vorredner merkte Bernhard Maier (Freie Wähler) an: „Wir bestellen den Verzicht auf eine Tariferhöhung gerne, aber bezahlen müssen es die Landkreise und die Landeshauptstadt Stuttgart. Das sollten wir klar respektieren.“ Er gab zu bedenken, dass hierbei noch nicht die „gewaltigen Investitionen des Verbands Region Stuttgart und der Landkreise in der Region in den ÖPNV berücksichtigt sind“. Weiter: „Die Tariferhöhung ist gerechtfertigt und nicht aufzuhalten.“ Wichtig ist es Maier, dass das Umland bei den neuen Tarifen nicht benachteiligt werde. Das Angebot des Landes sah er im Rahmen des Landtagswahlkampfes als rein politisch motiviert.

Thomas Leipnitz (SPD) monierte: „Angesichts der Pandemie ist die Tariferhöhung nicht angebracht“. Es bestünde die Gefahr, so weitere Fahrgäste zu verlieren. Zudem kritisierte auch er das System für die Festlegung der jährlichen Tariferhöhungen. Die SPD-Fraktion begrüßt das neue flexible Ticket. Mit Verweis auf frühere Anträge seiner Fraktion hält es Leipnitz aber für „bedauerlich, dass es dafür erst eine Pandemie gebraucht hat.“

Holger Dorn (AfD) hält eine Tarifanpassung für „maßvoll“ und erforderlich, unter anderem für eine Absicherung der Investitionsfähigkeit und wegen der hohen Tarifabschlüsse. „Das ist ein Beitrag für eine angemessene Kostendeckung in der Zukunft“. Die Ticketpreise seien „deutlich im geldwerten Rahmen“. Auch die AfD sieht die Einführung des 10-er-Tagestickets positiv.

Nach den letzten Jahren mit der Tarifreform sowie ausgesetzter oder reduzierter Tarifanpassungen solle es jetzt eine maßvolle Erhöhung geben, meinte ebenfalls Armin Serwani (FDP). Auch von ihm kam der Hinweis, dass der ÖPNV seit Jahren ausgebaut und verbessert werde. Im Blick auf frühere Vorstöße der FDP zu flexiblen Tarifen sagte er: „Das 10-er-Tagesticket hat viele Mütter und Väter“, monierte aber, dass die Geltungsdauer für nur einen Monat zu kurz sei.

 Die Linke/Pirat lehnt eine Tariferhöhung ab. Christoph Ozasek sagte: „Mit der Erhöhung drohe dem VVS „eine Erosion seiner Finanzierungsgrundlage“. Es sei ein falsches Signal in der Krise und zudem unsozial. Denn es treffe vor allem systemrelevante Berufsgruppen mit niedrigerem Einkommen. „Eine Tariferhöhung ist der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.“

Hintergrund zum Prozess der Tariffestlegung im VVS:

Maßgeblich für den Umfang der Tarifanpassung sind die ermittelten Kostensteigerungen seitens der Verkehrsunternehmen im VVS. Sollten die Gesellschafter der öffentlichen Hand eine geringere Tariferhöhung festlegen, müssten sie den Verkehrsunternehmen die Differenz ausgleichen. Die Gesellschafter der öffentlichen Hand sind neben dem Verband Region Stuttgart auch das Land Baden-Württemberg sowie die Stadt Stuttgart, die Landkreise Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg, der Rems-Murr-Kreis und ab 1. Januar 2021 auch der Landkreis Göppingen.

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news-988 Thu, 12 Nov 2020 09:50:40 +0100 Was bedeutet die Agenda 2030 für die Region Stuttgart? Planungsausschuss diskutiert Nachhaltigkeitsziele im Kontext des Regionalplans presse/artikel/aktuell/was-bedeutet-die-agenda-2030-fuer-die-region-stuttgart/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=b176185708c565a0496c72cc10c3b379 Im gestrigen Planungsausschuss war ein kritischer Blick auf den Regionalplan samt der dazugehörigen Bewertungs- und Abwägungsprozesse gefragt. Inwieweit tragen die geltenden regionalplanerischen Aussagen zum Erreichen von Nachhaltigkeitszielen bei? Auf Antrag der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN wurde der Umgang mit Zielkonflikten im Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeit, Klima- und Bodenschutz auf der einen und sozialen Aspekten, wirtschaftlichen Entwicklungsinteressen und der möglichen Realisierung von regionalplanerischen Maßnahmen auf der anderen Seite thematisiert. Hintergrund sind unter anderem neue Nachhaltigkeitsziele, die seit der letzten Fortschreibung des Regionalplans 2009 festgelegt worden sind: und zwar sowohl national mit dem Klimaschutzpaket, als auch international mit den Sustainable Development Goals (SDGs) in der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen.

Die Vereinten Nationen haben im Jahr 2015 die Agenda 2030 mit 17 Zielen zur Nachhaltigkeit verab­schiedet, die in den drei Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Ökologie in ausgewogener und integrierter Weise umgesetzt werden sollen. Konkretisiert werden diese Ziele anhand von insgesamt 169 Unterzielen. Der Bund hat für die Zielsetzungen der Agenda 2030 ein „Indikatorenset“ formuliert und mit politisch abgestimmten Zielwerten hinterlegt. Bereits 2018 wurde ein regionaler Indikatorenbericht unter Berücksichtigung spezifischer regionaler Gegebenheiten erarbeitet, dessen Ergebnisse sich zum großen Teil auch im Regionalmoni­tor wiederfinden. Im Planungsausschuss wurde nun eine Zuordnung der für die regionale Ebene relevanten Nachhaltigkeitsziele der UN-Agenda zu den Zielen und Inhalten des Regio­nalplans dargelegt. Es wurde aufgezeigt, wo rechtliche und politische Zuständigkeiten, Gestaltungsspielräume und Grenzen liegen. Der Regionalplan ist zunächst einmal gesetzlich der Gewährleistung einer nachhaltigen Entwicklung ver­pflichtet. Dazu gehört der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Reduzierung von Flächeninanspruchnahme, aber auch die Schaffung der Standortvoraussetzungen für die Entfaltung des wirtschaftlichen Potenzials sowie die Freihaltung von Räumen für zukünftige Gestaltungsoptionen. Planerische Entscheidungen sind diesen Prinzipien verpflichtet. Sie sind gleichzeitig aber immer auch das Ergebnis von Planungsprozessen, deren fester Bestandteil die Beteiligung der Gemeinden, unterschiedlicher Träger öffentlicher Belange und auch von Bürgerinnen und Bürgern ist. Die Mitglieder der Regionalversammlung müssen die unterschiedlichen Interessen gewichten und gegeneinander abwägen. Die Nachhaltigkeitsziele bieten hierbei einen breiten Rahmen, der unterschiedliche Möglichkeiten zum Umgang mit auftretenden Zielkonflikten zulässt. In der Region Stuttgart werden solche Zielkonflikte zwischen der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, dem Schutz wertvoller Böden und der Reduktion des (Pendler-)Verkehrs besonders deutlich: Ein unzureichendes Wohnungsangebot kann Menschen auf entferntere Standorte verdrängen – führt dann allerdings zu zusätzlichem Verkehrsaufkommen.

Insgesamt aber zeigt die Gegenüberstellung von Nachhaltigkeitszielen und den Inhalten des Regionalplans, dass der Regionalplan viele Schnittstellen zur Agenda 2030 hat und in seiner jetzigen Form dafür geeignet ist, die Nachhaltigkeitsziele zu verfolgen. Gleichzeitig kann der Regionalplan als vornehmlich Rahmen gebendes Instrument nur begrenzt Einfluss nehmen, was konkrete Umsetzungen von Maßnahmen betrifft. Hier gilt es, sich auf zentrale Themenfelder der Regionalplanung zu konzentrieren wie beispielsweise Siedlungs- und Freiraumentwicklung, Wohnraumversorgung, Verkehrsentwicklung, Grundversorgung und Energieversorgung, aus denen praktikable Handlungsempfehlungen abgeleitet werden können. Darüber hinaus hat die Regionalplanung einen Auftrag zur Beratung und Unterstützung von Kommunen und anderen Aufgabenträgern. Diesen nimmt der Verband Region Stuttgart über seine Kofinanzierungsprogramme für Wirtschaft und Tourismus, Landschaftsparkprojekte, regionalbedeutsame Gewerbeflächen und für nachhaltige Mobilität sowie über das Engagement in Modell- und Forschungsprojekten sehr aktiv wahr. Zudem verfolgt der Verband auch im europäischen Kontext gemeinsam mit anderen Metropolregionen Lösungen für die nachhaltige Entwicklung, beispielsweise im Netzwerk METREX. Hier liegt ein besonderer Fokus auf Strategien für die Stadt-Umland-Kooperation als zentralem Baustein der regionalen Dimension.

Stimmen aus den Fraktionen
Für Dorothee Kraus-Prause (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) wurde in der Vorlage sowie der ausführlichen Stellungnahme grundsätzlich die Funktion des Regionalplans klargestellt: „Er hat einen rahmensetzenden Charakter, ist aber nicht für die Umsetzung zuständig.“ Ihre Fraktion müsse daher immer wieder sehen, dass sie bei der Umsetzung an die Grenzen des Regionalplans gerate. Dies könne eher mit der Arbeit in anderen Bereichen gelingen. „Über Förderprogramme und Modellvorhaben können wir die Umsetzung maßgeblicher beeinflussen“, stellte Brüx fest. Das Grundsatzpapier könne hier sehr gut aufzeigen, wo es Schnittstellen gibt, an denen weitergearbeitet werden könne.

Die Fraktion von CDU/ÖDP sah keinen Anlass für die „kritische Würdigung es Regionalplans“ hinsichtlich des Klimaschutzes. Roland Schmid stellte fest, dass „wir bereits über das Raumordnungsgesetz auf Nachhaltigkeit verpflichtet sind“. Er warnte davor, dem Klimaschutz einen Absolutheitscharakter zu geben. „Wenn man sich nur auf einen Einzelaspekt beschränkt, macht man den Regionalplan angreifbar“, so Schmid. Es sei die Aufgabe, aus Raumansprüchen, die gegenläufig sind, Konfliktlagen zu erkennen und entsprechend abzuwägen. Adressat der Botschaft müssten zudem Kommunen sein, wenn es darum ginge, Planungen in Wirklichkeit umzuwandeln.

Laut Regina Traub (SPD) ergebe die Analyse deutlich, dass sich die Ziele der Agenda 2030 im Regionalplan wiederfinden und abgewogen werden müssten: „Wir haben uns verschiedenen Aufgaben zu stellen. Aber wir werden dem Thema Nachhaltigkeit im Regionalplan gerecht“, befand Traub. Es sei Aufgabe jedes Regionalrats, zu entscheiden, wie sozial, ökologisch oder ökonomisch er die Belange betrachtet.

Wilfried Wallbrecht (Freie Wähler) schloss sich seinem Vorredner weitestgehend an. Er lobte „angesichts der Flughöhe des Antrags“ die umfassende Aufbereitung der Verbandsverwaltung.

Joachim Hülscher (AfD) stellte fest, dass sowieso für jeden klar sei, dass „wir zur Nachhaltigkeit verpflichtet sind.“ Dies sei keine neue Erkenntnis, sondern eine Selbstverständlichkeit. Er bedankte sich dafür, dass Aufgaben, Rechte und Pflichten des Regionalplans noch einmal so klar und fachlich begründet dargelegt wurden.

Kai Buschmann (FDP) betonte: „Die regionale Ebene ist der Möglichkeitsraum, Handlungsraum ist die kommunale Ebene.“ Seiner Meinung nach könnten sich aus dem Rahmen des Regionalplans aber dennoch Handlungen ergeben, so zum Beispiel im dringlichen Bereich Wohnen. „Wir können zum Beispiel durch Befristungsregelungen Anreize zum Handeln schaffen“, appellierte Buschmann.

„Wir müssen radikal umsteuern, um soziale und ökologische Ziele zu erreichen, auch wenn wir die ökonomischen dabei verfehlen“, sagte Christoph Ozasek (DIE LINKE/PIRAT). Die nachhaltigen Entwicklungsziele seien essenziell. Der Gesetzgeber sei hier gefragt. Dennoch könne die Regionalversammlung mehr tun.

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news-987 Thu, 05 Nov 2020 09:19:07 +0100 Rohstoffvorkommen und -abbau in der Region sichern Planungsausschuss lässt Regionalplanänderungsverfahren vorbereiten presse/artikel/aktuell/rohstoffvorkommen-und-abbau-in-der-region-sichern/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=4ecd7e3162dbb46ceb6910aa19912e0e STUTTGART: Der Verband Region Stuttgart prüft eine Änderung der im Regionalplan ausgewiesenen Standorte zur Sicherung und zum Abbau von oberflächennahen Rohstoffen. Der gestrige Planungsausschuss votierte mehrheitlich dafür, ein entsprechendes Verfahren vorbereiten zu lassen. Dieses umfasst unter anderem die Zusammenstellung der Auswirkungen auf unterschiedliche Schutzgüter in einem Umweltbericht, die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Träger öffentlicher Belange. Untersucht werden Gebiete in Marbach-Rielingshausen, Markgröningen und Weissach. Während in Weissach ein Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden und der Standort in Markgröningen an aktuelle Produktionsanforderungen angepasst werden soll, wird für das Abbaugebiet auf Marbacher Gemarkung eine Erweiterung geprüft. Damit soll der langfristige Betrieb des Steinbruchs gesichert werden.

Die Region Stuttgart verfügt über recht großflächige Vorkommen mineralischer Rohstoffe. Es handelt sich dabei um Muschelkalk, der für die Produktion von Schotter, Kies und Sand oder – seltener – als Naturwerkstein verwendet wird, Ziegeleirohstoffe, hier vor allem Ton, sowie Sande. Gemäß dem Landesentwicklungsplan (LEP) ist der Verband Region Stuttgart für die Sicherung abbauwürdiger Rohstoffvorkommen auf seinem Gebiet zuständig. Regional bedeutsame Abbaustätten und gegebenenfalls abbaufähige Reserven sind im Regionalplan als Bereiche zum Abbau oder zur Rohstoffsicherung festgeschrieben und sollen nicht dauerhaft bebaut werden. Antragsverfahren zur Erweiterung bestehender Abbaustellen oder zur Anlage neuer Abbaustellen können nur zugelassen werden, wenn die betreffenden Flächen im Regionalplan als Vorranggebiete ausgewiesen sind. Bereits aktive Abbaustandorte sollen erst vollständig abgebaut werden, bevor neue Vorkommen erschlossen werden. Mit der letzten Regionalplanfortschreibung 2009 sind 31 Gebiete für den Abbau oberflächennaher Rohstoffe mit 420 Hektar und 30 Gebiete mit 430 Hektar für deren Sicherung festgelegt worden. Davon sind 21 Abbaustätten derzeit aktiv, während durch den fortschreitenden Abbau der letzten Jahre die Gesamtfläche um 20 Prozent zurückgegangen ist. Da sich zwischenzeitlich auch Siedlungen ausgeweitet haben und teilweise Schutzgebiete die Vorkommen überlagern, ist von einer zusätzlichen Verringerung abbaufähiger Vorkommen auszugehen. Jede aktive Gewinnungsstätte spielt eine wichtige Rolle für die Rohstoffversorgung vor Ort und sorgt dafür, dass aufwändige und emissionsreiche Rohstofftransporte von außerhalb der Region geringer gehalten werden. 

Stimmen aus den Fraktionen
Roland Schmid (CDU/ÖDP) betonte, dass es eine Pflichtaufgabe der Region sei, Abbau von Rohstoffen zu ermöglichen und Gebiete für diesen Zweck festzulegen. Es sei darüber hinaus auch sinnvoll, sich damit auseinanderzusetzen und ortsnahe Rohstoffgewinnung zu ermöglichen. „Mit dem Streitfall in Marbach-Rielingshausen beschäftigen wir uns schon länger. Wir müssen hier eine Konfliktabwägung vornehmen.“ Ohne ein entsprechendes Prüfungsverfahren zu eröffnen, sei dies nicht möglich. „Auch wenn der Spielraum für Recycling derzeit nicht so groß zu sein scheint, sollten wir trotzdem den Anteil erhöhen und die Möglichkeiten des Recyclings verbessern.“
Das klare Ziel sei es laut Dr. Angela Brüx (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), den Rohstoffbedarf insgesamt zu senken: „Die Ressourcen sind endlich.“ Wo immer möglich, solle recycelt oder auf nachhaltige Baustoffe zurückgegriffen werden. Da aber beides zurzeit den Rohstoffbedarf nicht decken könne, müssten Bedarfe im Hinblick auf den Klimaschutz ortsnah gedeckt werden. „Nur in einem ergebnisoffenen Änderungsverfahren können wir die Anliegen aller Beteiligten erfassen und gewichten“, konstatierte Dr. Brüx. Ihre Partei habe großes Verständnis für die Belastungen der Anwohner und wünsche sich ein transparentes und faires Verfahren.
Wilfried Dölker (Freie Wähler) betrachtete die Bestandsaufnahme der Verbandsgeschäftsstelle als ausgewogen. „Der Rohstoffabbau schafft die Grundlagen für die Produktion von Baumaterialien und ermöglicht klimaschonende Transportwege. Und durch alternative Rohstoffe kann der Bedarf derzeit noch nicht gedeckt werden.“ Dennoch seien die Bedenken vor Ort nachvollziehbar und verständlich und müssten ergebnisoffen untersucht werden. „Eine Prüfung mit umfassender Darstellung von Vor- und Nachteilen ist eine sachgerechte Form der Rechtsfindung.“
Die Sorgen der Bürger*innen von Rielingshausen konnte Regina Traub (SPD) sehr gut nachvollziehen, da diese direkt von den Auswirkungen des Steinbruchbetriebs betroffen seien. Nicht nachvollziehbar war für sie hingegen, dass der Abbau dort laut Betreiber für nur noch acht Jahre gesichert sei. Trotzdem war sie überzeugt: „Mit der Untersagung einer Erweiterung wird sich eine Kreislaufwirtschaft nicht erzwingen lassen“, auch wenn sich ihre Partei klar zu diesem Ansatz bekenne. Ohne Verfahren würde das Thema nur aufgeschoben werden.
Joachim Hülscher (AfD) fand die Aufarbeitung des Themas „Rohstoffabbau und -sicherung“ wichtig, da sie nochmals verdeutliche, dass diese Aufgabe auf regionaler Ebene liegt. Man müsse nicht betonen, dass ein Verfahren dazu ergebnisoffen sein müsse. Von einem Regionalplanänderungsverfahren dürfe man erwarten, dass eine demokratische Entscheidung auf Basis ausführlicher Abwägungsprozesse folgt. Seine Fraktion gehe positiv in dieses Verfahren.
„Wir brauchen einen Blick auf die Rohstoffsituation von regionalplanerischer Flughöhe“, befand Kai Buschmann (FDP). Es gehe hier vorrangig um die Frage der Selbstversorgung der Region, nicht um kommunale Belange. Die Entscheidung müsse daher aus regionaler Perspektive getroffen werden.
Christoph Ozasek (DIE LINKE/PIRAT) hatte kein Verständnis für den „unstillbaren Ressourcenhunger der Region" und plädierte für einen nachhaltigen Umgang mit endlichen Rohstoffen. Regionales Wachstum müsse begrenzt werden. Seine Fraktion stimmte gegen die Prüfung einer Regionalplanänderung.

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news-986 Fri, 30 Oct 2020 12:35:39 +0100 Reisezeit ist Servicezeit Die S-Bahn Stuttgart wird smarter und übernimmt beim WLAN eine Vorreiterrolle. Ihre Züge sind die ersten bundesweit, die nicht nur kostenfreies Surfen im Internet, sondern auch ein innovatives Zugportal anbieten. presse/artikel/aktuell/reisezeit-ist-servicezeit/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=6d01093e86db34fd7d5cad1ed4034ded Nach einem mehrmonatigen Probelauf gibt es inzwischen in allen 157 S-Bahn-Fahrzeugen, in dem auf der „Schusterbahn“ eingesetzten Elektrotriebwagen sowie in den vier auf der „Teckbahn“ eingesetzten Dieselfahrzeugen der Baureihe 650 Zugriff auf ein neues, innovatives Zugportal. Ein Service, der bislang nur in der Region Stuttgart angeboten wird, aber perspektivisch für viele weitere Linien der DB Regio folgen könnte.

„Mit News, Unterhaltung und Informationen rund um die aktuelle Fahrt bieten wir unseren Fahrgästen einen echten Mehrwert. Die Inhalte liegen auf eigenen Zugservern und sind daher permanent verfügbar“, sagt Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart. Die Server werden im Hintergrund ständig mit Updates aus einer Cloud versorgt.  Somit bekommt der Leser auch bei mehrmaliger täglicher Nutzung immer neue Inhalte geliefert.

Der Verband Region Stuttgart und die DB Regio verwandeln so Reisezeit in Servicezeit: „Über die Echtzeit-Reiseinfo des Zugportals sieht der Nutzer direkt auf seinem Smartphone, Tablet oder Laptop, um wieviel Uhr er beispielsweise am nächsten Halt ankommt“, sagt Dr. Jürgen Wurmthaler, Leitender Direktor beim Verband Region Stuttgart. „Ein kleiner blauer Punkt oben links zeigt zudem direkt an, wenn eine Störung auf der Strecke vorliegt.“ Um diese Vorzüge nutzen zu können, muss man sich lediglich nach dem Einsteigen über das WLAN der S-Bahn mit dem Zugportal verbinden.

Neben aktuellen Informationen über die Zugfahrt, bietet das Zugportal Tagesnachrichten, Wissens- und Bahninterne-Artikel sowie Videos renommierter Partner wie Tagesschau, Spektrum, Sportschau und Inside-bahn.de. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf regionalen Inhalten wie Hinweisen zu Veranstaltungen aus der Region, Freizeittipps und lokalen Nachrichten, aber auch Wissenswertes zur Arbeit des Verbands Region Stuttgart und der Regionalversammlung. 

Sämtliche Informationen können auch außerhalb der S-Bahn-Linien unter „sbahnstuttgart.zugportal.de“ abgerufen werden, dann natürlich ohne die fahrtspezifischen Fahrgastinformationen. Nach einem mehrmonatigen Probebetrieb fällt am 1. November der eigentliche Startschuss für das Zugportal, der von einer Marketingkampagne mit den zwei Headlines „Unterwegs in der Region, verbunden mit der Welt“ und „In voller Fahrt auf dem neuesten Stand“ begleitet wird. Ziel ist es, das Zugportal den Bedürfnissen der Fahrgäste entsprechend weiterzuentwickeln. Ideen, Hinweise auf Verbesserungen, aber auch Lob kann man unter dem Link „Anregungen“ direkt auf dem Zugportal hinterlassen.

„Special“ zu Beginn: Am 1. Dezember startet im Zugportal ein Adventskalender-Gewinnspiel. Wer die tägliche Quizfrage richtig beantwortet, hat jeden Tag die Chance auf Preise.

Auf das WLAN, fertig, los! - Wie sich Fahrgäste mit WLAN und Zugportal verbinden

Die Verbindung mit dem WLAN ist einfach: am mobilen Endgerät WLAN aktivieren, das Netzwerk „Wifi@DB“ auswählen und die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Zudem sind in den S-Bahnen entsprechende Banner angebracht, auf denen der Verbindungsvorgang Schritt für Schritt beschrieben wird. Sobald das WLAN aktiviert ist, erscheint der Button „Hier geht’s ins Zugportal“ oder man gibt je nach Endgerät einfach in den Browser sbahnstuttgart.zugportal.de ein.

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news-985 Fri, 23 Oct 2020 08:00:41 +0200 Die Wirtschaft und Standortentwicklung im Blick Fraktionen bringen 89 Anträge in die Regionalversammlung ein. Aussprache zum Haushaltsentwurf für 2021 presse/artikel/aktuell/die-wirtschaft-und-standortentwicklung-im-blick/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=1b94fbd0a051ef05d8776e0c2b4898e5 Insgesamt 89 Anträge haben die Fraktionen der Regionalversammlung am Mittwoch zum Haushalt 2021 des Verbands Region Stuttgart gestellt. Der Budgetentwurf, den Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling Ende September eingebracht hatte, umfasst ein Gesamtvolumen von knapp 415 Millionen Euro. Nicht zuletzt beeinflusst von der Corona-Krise beziehen sich viele Anträge der Fraktionen in diesem Jahr auf Wirtschaftsthemen wie Maßnahmen zum Strukturwandel oder die Förderung der Digitalisierung, aber auch auf die Nutzung von Gewerbebrachflächen oder mehr Flexibilität in der ÖPNV-Nutzung.

Wirtschaftlicher Wandel: neue Technologien und nachhaltige Energie

Insgesamt 20 Millionen Euro fordern CDU/ÖDP und FDP für die nächsten Jahre, um Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien zu fördern. Die Fraktionen sehen hier eine große Chance für die Region, künftig eine Spitzenstellung einzunehmen. In Zusammenhang mit Wasserstoff betonen Bündnis 90/Die Grünen die Wichtigkeit von erneuerbarem Strom. Von daher solle der Verband den Einsatz von „grünem Wasserstoff“ für die regionalen Busverkehre und die Verfügbarkeit und Eignung von Flächen für Photovoltaik-Anlagen in der Region prüfen. Letzteres sieht auch die FDP als sehr wesentlich an. 

Alternativen sehen CDU/ÖDP und Freie Wähler auch beim Thema Kraftstoff für herkömmliche Verbrennungsmotoren: Sie fordern, die Forschung, Entwicklung und den wirtschaftlichen Einsatz von synthetischen Kraftstoffen gemeinsam mit den führenden Entwicklern in der Region vorantreiben. Für ein Kompetenzzentrum „autonomes Fahren“ setzen sich die Freien Wähler ein. Ein interfraktioneller Antrag von CDU/ÖDP, Freie Wähler und FDP möchte mittels einer Studie Aufschluss geben über die Rohstoffversorgung und deren mittelfristigen Versorgungssicherheit bis 2050 in der Region Stuttgart. Anträge von CDU/ÖDP sowie von Bündnis 90/die Grünen zielen auf ein vermehrtes Recycling von Bauschutt ab.

Auch die Windkraft wurde thematisiert: Die CDU/ÖDP möchte die Erträge von bestehenden Windkraftanlagen in der Region mit den Prognosen vergleichen. Die Freien Wähler beantragen Transparenz zu erfolgten und geplanten Bauvorhaben der Windkraft. Die AfD fragt nach den benötigten Flächen für die Anlagen, sie verlangt zudem nach einer Datenbank für hoch effiziente Energieversorgungskonzepte. 

Digitalisierung vorantreiben 

Im Bereich Digitalisierung stellen CDU/ÖDP sowie die SPD vor allen die Schulen in den Fokus: Es gelte, den Breitbandausbau dort zu beschleunigen und die Schulen vorrangig zu berücksichtigen. Ein sogenanntes „HomeDemocracy“-Konzept fordert die FDP: Künftig soll so die Möglichkeit der virtuellen Teilnahme an Sitzungen des Verbands Region Stuttgart gegeben sein. Begleitend zum weiteren Breitbandausbau und der fortschreitenden Digitalisierung setzen sie auf umfassende Informationen für die Öffentlichkeit. 

Start-Ups fördern

Gleich in mehreren Anträgen steht das Thema Gründer im Mittelpunkt: Die SPD fordert, gründerfreundliche Kommunen für neue Ideen in Wirtschaft und Gesellschaft finanziell zu unterstützen. Gemeinsam mit der FDP möchte sie die regionale Wirtschaftsförderung mit einer digitalen Plattform zur Fachkräftesicherung und einer Qualifizierungsoffensive beauftragen sowie mit einer neuen Willkommenskultur internationale Gründer anlocken. Die Fraktion Linke/Pirat will Start-Ups mit einem regionalen Preis oder mit einem Fonds für neue alternative Geschäftsfelder in der Region Stuttgart fördern, auch Unternehmen aus der Kreativwirtschaft sollen laut der Fraktion seitens der Region noch mehr unterstützt werden.

Wohnen, Logistik und Entwicklung von Brachflächen

In einem interfraktionellen Antrag fordern CDU/ÖDP, Freie Wähler und FDP die Entwicklung eines „regionalen und interkommunalen Logistikzentrums“, um so die Abwanderung von Produktionsbetrieben zu verhindern. Bündnis 90/Die Grünen setzen ihren Fokus auf eine rasche Wiederverwertung von brachfallendem Gelände. Die regionale Wirtschaftsförderung solle schon bei Bekanntwerden von möglichen Flächenstilllegungen Gespräche führen. In eine ähnliche Richtung zielt auch die SPD mit ihrer Forderung, eine Umnutzung von brachliegenden Industrie- und Gewerbeflächen sowie von Leerständen im Einzelhandel zu fördern. Sie möchte zudem prüfen lassen, inwiefern die Wohnform „Tiny House“ auf Brachflächen oder Flächen ohne Baurecht umsetzbar ist. Die Linke/Pirat möchte gar die Suche nach strategischen Vorhaltestandorten für Investitionsprojekte komplett einstellen und dafür die Bemühungen bei Brachflächen und Flächenrecycling verstärken. 

Die Freien Wähler verlangen eine Untersuchung zur mangelhaften Nahversorgung in manchen Kommunen und über eine mögliche Unterstützung seitens der Region. Eine Aufstellung freier Verkaufs- und Büroflächen fordert die AfD. Die Freien Wähler beantragen darüber hinaus einen Bericht über die Wohnbaupotenziale in der Region entlang der Schiene und den Stand des regionalen „Aktionsprogramms Wohnen“. Klimaschutz soll nach Bündnis 90/Die Grünen durchweg mehr Gewicht erhalten, bereits bei der Aufstellung von Bauleitplänen oder auch in der Arbeit des Verbands Region Stuttgart. 

Sicherer, flexibler und übersichtlicher Nahverkehr

Die Anträge im Verkehrsbereich sind breit gefächert: CDU/ÖDP, Bündnis 90/Die Grünen sowie die SPD beantragen Maßnahmen für ein mehr Sicherheit in der S-Bahn. Bündnis 90/Die Grünen möchten die Ausweitung von Kurzstreckentickets prüfen lassen sowie bessere Tarifangebote für Teilzeitkräfte. Eine Ausweitung des 365-Euro-Tickets für alle Reisenden, flexiblere Tarife für Homeoffice-Nutzer und erweiterte Mitnahmemöglichkeit von Kindern fordert die SPD. Die Freien Wähler betonen die Wichtigkeit von Stadttickets auch für Verwaltungsgemeinschaften kleinerer Kommunen. Die FDP will das diesjährige Angebot, dass Inhaber von Verbund-Abos damit in den Sommerferien durch ganz Baden-Württemberg fahren dürfen, auf das nächste Jahr ausweiten. Die Linke/Pirat möchte in den Ferien eine Gültigkeit aller VVS-Abos für das ganze Netz. Hinzu kommen die Forderungen von Bündnis 90/Die Grünen und von Linke/Pirat nach einem Ausbau des Nachtverkehrs. Die SPD möchte erneut über die ersten Klasse in der S-Bahn diskutieren, die Linke/Pirat will die Abteile in der Hauptverkehrszeit weitgehend für alle Fahrgäste öffnen. Bündnis 90/Die Grünen sieht bei den Relex-Expressbussen Potenziale für einen klimafreundlicheren Betrieb und für eine neue Linie von Kirchheim nach Göppingen. 

Gleich zwei Anträge gibt es für das RegioRad Stuttgart-Förderprogramm „Zwei für eine“. Hierfür fordern sowohl die CDU/ÖDP als auch die SPD gemeinsam mit Bündnis90/Die Grünen sowie mit den Linke/Pirat eine Verdopplung der Fördergelder. 

Ausbauoptionen im ÖPNV

Bündnis90/Die Grünen ist es ein Anliegen, die Ausbaupotenziale der Strohgäubahn zu behandeln. Die Freien Wähler beantragen eine Untersuchung für eine Regionalzug-Verbindung von Böblingen über den Flughafen nach Nürtingen. Für eine Betriebsprogrammstudie der Panoramabahn plädiert die SPD. Die AfD fordert für eine rasche Reaktivierung der Strecke von Markgröningen nach Ludwigsburg.

Stimmen aus den Fraktionen

Für Rainer Ganske (CDU/ÖDP) taugt als Maßstab für erfolgreiche Arbeit die Höhe der Umlage wenig, „sondern, was wir mit den bisher eingeplanten 415 Millionen Euro bewegen und welchen Nutzen die Menschen und die Wirtschaft in der Region aus unserem Handeln haben.“ Es gelte nun, die aktuelle Situation zu analysieren und die erforderlichen Schlüsse zu ziehen, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. „Wir brauchen stärkere Anstrengungen in manchen Bereichen, beispielsweise in der Logistik oder aber zur Unterstützung des Strukturwandels der Unternehmen“, so Ganske. Man habe erkannt, dass eine reine Angebotsplanung nicht weiterhelfe, daher sei man bereit, in eine anteilige Mitfinanzierung der Erschließung und Bereitstellung von Flächen einzusteigen. „Logistik wird zum Knackpunkt für künftige Ansiedlungen.“ Im Thema Rohstoffversorgung sieht Ganske einen bislang unterschätzten Bereich, der genauer untersucht werden soll. „Die Frage, in welcher Höhe wir auf den Import von Rohstoffen angewiesen sind und welche Rohstoffe wir selbst haben, liegt uns am Herzen.“ Als sehr wichtiges Zukunftsfeld sehen Ganske und seine Fraktion zudem die Bereiche E-Fuels und Wasserstofftechnologie – und das nicht nur bezogen auf das Automobil: „Wir sind bereit einen Beitrag von insgesamt 20 Millionen Euro in die mittelfristige Finanzplanung einzustellen.“ Da man bereits jetzt in den Bereichen Wasserstoff und Brennstoffzelle gut aufgestellt sei, habe man die Chance, künftig eine herausragende Stellung gegenüber anderen Regionen zu erlangen. 

Philipp Buchholz (Bündnis 90/Die Grünen) konstatierte, dass die Corona-Krise die Probleme und Grenzen unseres Wirtschaftssystems deutlich vor Augen führe. „Wir sollten diese Krise nutzen als Beschleuniger einer Entwicklung hin zu einem nachhaltigeren Wirtschaften.“ Denn der Klimawandel mache trotz Corona keine Pause. „Die Zeit für kleine Schritte in die richtige Richtung ist vorbei. Wer jetzt noch Kompromisse mit dem Klima eingehen will, versündigt sich an der Zukunft.“ Krisen können auch immer Chancen sein, meinte Buchholz. Deshalb möchte seine Fraktion Klimaschutz zur Chefsache machen – mit einer extra Stelle zum Klimaschutz-Management und indem alle Entscheidungen im Verband Region Stuttgart „unter der Prämisse des Klimaschutzes“ getroffen werden. So soll der regionale Klimaatlas bereits bei der Aufstellung von Bauleitplänen mehr Gewicht erhalten und die regionale Landwirtschaft gestärkt werden. ‚Grüner Wasserstoff‘ soll in Relexbussen erprobt werden. Mit dem Ausbau des ÖPNV wie mehr S-Bahn-Nachtverkehre für eine Wiederbelebung des Freizeitlebens in der Region, On-Demand-Busse in der gesamten Region sowie mit attraktiven Tarifangeboten und einer durchgängig guten WLAN-Verbindung in der S-Bahn will seine Fraktion mehr Verkehr auf die umweltfreundliche Schiene verlagern und die hohen Emissionen des Verkehrssektor senken. Als „weiteren Beitrag zur Verkehrswende“ bezeichnete Buchholz die von seiner Fraktion vorangebrachte Aufstockung des RegioRad-Förderprogramms. Vehement kritisierte er die kommende Tariferhöhung im VVS. 

Für Andreas Hesky (Freie Wähler) sind bisherige Herausforderungen in der Krise stärker hervorgetreten: „Dazu gehören die Wohnungsnot, fehlende Gewerbeflächen und so manche unzureichende Infrastruktur.“ Um den Wandel hin zur „Nachhaltigen Region Stuttgart“ erfolgreich zu gestalten, müsse man den Unternehmen eine erfolgreiche Transformation ermöglichen: „Für den Umbau der Wirtschaft brauchen Betriebe mindestens drei Dinge: Menschen, Flächen, Mittel“, fasst er zusammen. „Wir müssen die Kommunen unterstützen bei der Nachverdichtung genauso wie bei der Ausweisung neuer Flächen“, sagt Hesky. Das gelte für den Wohnungsbau, aber auch für Gewerbeflächen. Darüber hinaus gelte es die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Region Stuttgart sich zur Musterregion der nachhaltigen Mobilität entwickelt. Dazu müsse man raus aus der Komfortzone und sich auch darüber im Klaren sein, dass dies mit hohen finanziellen Belastungen verbunden sei: „Wir stehen zu unseren Beschlüssen im ÖPNV. Wir wollen aber in diesen ungewissen Zeiten neue Verpflichtungen nur mit äußerster Vorsicht angehen“, sagt Hesky. Zugleich fordert er Bund und Land auf, sich auch im nächsten Jahr hinter Kommunen, Kreise und ÖPNV zu stellen.

Harald Raß (SPD) betonte in seiner Rede die Wichtigkeit von Wohnungsbau im unteren und mittleren Preissegment, und das nicht erst seit Corona: „Für alle diejenigen, die den Laden am Laufen halten, erschwinglichen, sicheren und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, bleibt eine wirkliche Herausforderung in der Region“, so Raß. Er lobte im Verkehrsbereich zwar die 2019 beschlossene Tarifreform, kritisierte aber zugleich, dass diese durch die jährlichen Tariferhöhungen verpuffe: „Es hat sich eine Tarifpolitik eingebürgert, die die Finanzierung zu Lasten der Fahrgäste führt.“ Zudem müsse die Barrierefreiheit im S-Bahn-Netz rasch vorangetrieben werden. Angesichts der Corona-Pandemie fordert Raß zudem, mehr regionalen Gemeinsinn zu entwickeln: „Wir alle sitzen in einem Boot. In solchen Krisenzeiten sind Solidarität und Zusammenhalt wichtig.“

Klaus Mauch (AfD) sieht aufgrund der schnellen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen die Region vor einer historischen „Bruchstelle“: „Für die Haushaltspolitik der öffentlichen Kassen ist vor allem die sich rasant verschlechternde wirtschaftliche Lage bedeutsam.“ Es gelte nun für Bund, Land, Region, Kreise und Kommunen, sich schnell und flexibel anzupassen, um die hoch entwickelten wirtschaftlichen Strukturen nicht durch eine „von Panik getriebenen Politik“ in ihrer Existenz zu gefährden. Bezogen auf den Haushalt fordert Mauch unter anderem einen Flächenverbrauchsnachweis, der aufzeigt, ob und in welchem Ausmaß zusätzliche Wohnbauflächen für benötigte Fachkräfte, die Eigenentwicklung und Zuwanderung ausgewiesen werden, auch durch Eingriffe in die Natur.

Für Rena Farquhar (FDP) ist die entscheidende Frage: „Investieren wir ausreichend in diejenigen Bereiche, die für künftigen Wohlstand in der Region Sorge tragen können?“ Die zentralen Themen sieht die FDP bei Beschäftigung und Fachkräfteversorgung, Logistik, Wasserstofftechnologie und regionaler Rohstoffversorgung. „Die Sicherung und der Ausbau der Region Stuttgart als industrieller Standort sind für uns Kernthemen“, so Farquhar. Das sei ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Region Stuttgart. Nicht ausreichend aufgestellt sei die Region konkret bei den Themen Photovoltaik und „HomeDemocracy“: „Aktuell sind 30 000 Menschen in Baden-Württemberg in Quarantäne. Das muss doch jedem klarmachen, dass wir hier einen Gang zulegen müssen.“

Christoph Ozasek (Die Linke/Pirat) meinte: „Die weitweite SARS-Covid-19-Pandemie ist der Missachtung planetarer Überlastungsgrenzen geschuldet.“ Deshalb müsse man nun „der sozial-ökologischen Transformation eine starke Dynamik verleihen.“ Das Gebot der Stunde sei Flächenrecycling, die Chancen der Region liegen im GreenTech-Sektor sowie der Wissensökonomie. Ozasek sprach sich für eine „smart-City-Agenda“ aus, Glasfaser sei eine Lebensader der Zukunft. Für das Klima und die Böden forderte er eine regionale Schutzstrategie. Beim Verkehr wandte sich Ozasek gegen die „massive Tariferhöhung“ im VVS und forderte unter anderem ein einheitliches 365-Euro-Jahresticket. 

Der weitere Zeitplan 

Die inhaltliche Diskussion über die Anträge findet öffentlich in den Ausschüssen statt: am 18. und 20. November im Verkehrsausschuss, am 11. November im Planungsausschuss, sowie am 25. und 27. November im Wirtschaftsausschuss. Die Regionalversammlung soll den Haushalt 2020 des Verbands Region Stuttgart am Mittwoch, 9. Dezember, beschließen.

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news-984 Thu, 22 Oct 2020 15:40:54 +0200 Wirtschaftlichen Wandel gestalten, Region nachhaltig entwickeln Experten empfehlen Mix aus Zukunftstechnologien und Diversifizierung für erfolgreichen Strukturwandel presse/artikel/aktuell/wirtschaftlichen-wandel-gestalten-region-nachhaltig-entwickeln/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=cd3e635dc88a81fd54100369ff81887f „Region Stuttgart Reloaded“ (RS Reloaded): Unter dieser Losung werden im gleichnamigen Strategieprozess Ansätze für neue Produkte, Märkte und Geschäftsfelder für die regionale Wirtschaft erarbeitet. Im September beschäftigte sich die Arbeitsgruppe „Wirtschaft im Wandel“, bestehend aus 13 Regionalrätinnen und Regionalräten sowie den Leitungsebenen von Verband Region Stuttgart und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS), in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Aufsichtsrat der WRS mit den bisherigen Ergebnissen und ihrer – positiven – Bewertung durch Experten. Die Fraktionen von CDU/ÖDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Freien Wählern hatten beantragt, Strategien, um den durch die Pandemie beschleunigten Strukturwandel als Chance für nachhaltigen Wandel zu nutzen, auf die Agenda zu setzen. In der gestrigen Regionalversammlung wurde darüber nun öffentlich diskutiert.

Insbesondere die Kernbranchen der Region, Fahrzeugbau und Maschinenbau, stehen angesichts von technologischem und klimatischem Wandel unter Druck. Durch die Corona-Pandemie wurden und werden die wirtschaftlichen Folgen des Strukturwandels zusätzlich beschleunigt. Somit bekommt auch die Entwicklung und Umsetzung einer regionalen Diversifizierungs- und Innovationsstrategie eine neue Dringlichkeit. Ein Konzept der WRS aus dem „Reloaded“-Prozess liegt bereits vor und wird in den anstehenden Haushaltsberatungen der Regionalversammlung behandelt werden. Es verfolgt vor allem die Chancen einer ökologischen Modernisierung der Wirtschaft. Zudem soll eine vertiefte Analyse des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO weitere erfolgsversprechende Zukunftstechnologien und -themen für die Region identifizieren und Optionen speziell für disruptive Innovationsfelder aufzeigen.

Initiative „Nachhaltige Region Stuttgart“ der WRS Teil der Haushaltsberatungen
Zur Unterstützung des Strukturwandels plant die WRS, die Initiative „Nachhaltige Region Stuttgart“ ins Leben zu rufen. Sie soll Maßnahmen für eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Region Stuttgart bündeln und umsetzbar machen. Dabei spielt die Digitalisierung als sogenannter „Enabler“-Technologie eine zentrale Rolle. Themenfelder der Initiative sind Kreislaufwirtschaft sowie nachhaltige und klimaneutrale Produktion, erneuerbare Energien und Wasserstoff, Energie- und Ressourceneffizienz, nachhaltige Mobilität und betriebliches Mobilitätsmanagement, Bioökonomie, die Zukunft des Bauens sowie IT, Künstliche Intelligenz und Internet of Things. Querschnittsbereiche werden neben der Digitalisierung auch Urban Solutions, Klimaschutz und -anpassung, Kreativwirtschaft sowie die Förderung von entsprechenden Unternehmensgründungen sein. Vorbehaltlich des Beschlusses im Rahmen der Haushaltsberatungen sollen der WRS zum Start 119.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Stimmen aus den Fraktionen
Andreas Koch (CDU/ÖDP) warnte vor der Gefahr, beim alles beherrschenden Thema Corona den Blick für das große Ganze zu verlieren. Der Haushalt biete die Chance zur Standortbestimmung: „Wir müssen bewerten, ob wir uns noch auf dem richtigen Weg befinden oder durch die Pandemie ein grundlegender Richtungswechsel vonnöten ist.“ Da die Wirtschaft in der Region stark auf die Schlüsselbranchen Automobil und Maschinenbau ausgerichtet sei, gelte es, klimafreundliche und nachhaltige Alternativen zu finden, um das Mobilitätsbedürfnis der Menschen zu befriedigen. Es müsse für jedes Lebensumfeld eine geeignete Lösung gefunden werden. „Wir brauchen einen klugen Mix aus öffentlicher und individueller Mobilität.“ Koch hob dabei die Rolle der AG „Wirtschaft im Wandel“ als Unterstützer der regionalen Wirtschaft. Es gehöre Mut dazu, in Zeiten herber Einbußen für öffentliche Haushalte Geld für Förderungen in die Hand zu nehmen, so Koch. „Aber nur mit Mut werden wir den Sprung in eine erfolgreiche Zukunft schaffen.“ Dr. Ludger Eltrop (BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN) betonte, dass die Region bisher von der globalisierten Wirtschaft profitiert habe. „Darum müssen wir nun auch Verantwortung übernehmen und global tragfähige Lösungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit anbieten.“ Wichtig sei es, den Wandel in der Wirtschaftsförderung der Region mit allen Kräften zu unterstützen. „Für eine nachhaltige Wirtschaft brauchen wir einen verlässlichen Pfad zur Klimaneutralität“, so Eltrop. Seine Fraktion fordert daher eine regelmäßige Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes und einen jährlichen Bericht. Eltrop appellierte daran, die Weichen in Richtung Klimaneutralität heute zu stellen: „Entscheidungen von heute sind die Folgen von Morgen!“ Zur Sicherung von Arbeitsplätzen und menschenwürdige Einkommen müsse man „weg von der Autobau-Region, hin zu einer Mobilitäts-Region“. Diversifizierung solle zum Kernaspekt der Innovationsstrategie werden. Johannes Züfle (Freie Wähler) sieht „disruptive Veränderung, Digitalisierung, Dekarbonisierung, Klimawandel, neue Mobilität” als keine neuen Themen an. Die gute Nachricht, sagte Züfle, sei: „Wir setzen mit dem Strategiedialog RS Reloaded auf einen bereits laufenden Prozess auf.” Diversifizierung – sich von einem zu großen und „risikoreichen“ Schwerpunkt zu lösen – sei das Zwischenergebnis. Aufgabe von Regionalversammlung und WRS werde es sein, die “dafür identifizierten Säulen mit Substanz zu versehen.” Dabei werde die Region sich weiterhin auf ihre Nische konzentrieren müssen, übergreifende Interessen der Kommunen zu organisieren. “Dafür brauchen wir ein gemeinsames, anschauliches, einendes Bild eines neuen wirtschaftlichen Ökosystems,”, so Züfle. Dr. Jürgen Zieger (SPD) sieht zwei zentrale Fragestellungen in der nächsten Dekade. Einerseits gelte es, die klimatischen Veränderungen als Folgen menschlichen Handelns zu managen. Andererseits gehe es darum, sich um die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution zu kümmern – von grenzenloser Mobilität bis hin zum kompletten Verzicht auf fossile Energieträger. „Es geht um die Absicherung von zigtausend Arbeitsplätzen in der Region“, warnte Zieger. Ein Abbau der bestehenden Industrien würde sich sehr schnell zu einer sozialen Frage ausweiten und hätte massive Konsequenzen für die Daseinsvorsorge. „Die Region hat große Wachstumspotenziale. Um diese zu nutzen, ist die strategische Unterstützung der verschiedenen Sektoren nötig.“ Für Daniel Lindenschmid (AfD) besteht jetzt die Möglichkeit, mitzuentscheiden, wie die Region vom wirtschaftlichen Wandel profitieren wird. Positiv beeinflusst werden könne, ob bestehende Unternehmen gehalten werden und sich neue niederlassen. „Gerade wenn es um die Entwicklung zukunftsweisender Technologien geht, ist ein ansprechender Standort in wirtschaftlicher, aber vor allem infrastruktureller Sicht ausschlaggebend.“ Besondere Bedeutung komme dem Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie der Verkehrsinfrastruktur zu. Die Politik solle die Wirtschaft hier zwar unterstützen, aber nicht vorschreiben, in welche Richtung es gehen muss. Hartfrid Wolff (FDP) betonte: „Wachstumsfeindlichkeit ist das falsche Programm.“ Ohne eine wachstumsorientierte, technologieoffene Marktwirtschaft werde die ökologische Transformation nicht gelingen. Dabei bleibe es originäre Aufgabe der Politik, den Märkten einen marktwirtschaftlichen Rahmen zu geben. „Es gilt, Umweltgütern einen Preis zu geben und die marktwirtschaftlichen Anreize zugunsten der Umwelt nutzbar zu machen“, so Wolff. Die wichtigsten Hebel staatlicher Politik wie etwa die Umstellung des Steuer- und Abgabensystems von der Besteuerung der Arbeit auf Ressourcensteuern lägen allerdings nicht bei der Region. Für Peter Rauscher (DIE LINKE/PIRAT) ist „der Strategieprozess RS Reloaded ist ein gelungener Auftakt für das Ziel, neue Produkte Märkte und Geschäftsfelder für die regionale Wirtschaft zu erarbeiten.“ Es sei dringend, „die Region Stuttgart zu einer ressourceneffizienten und decarbonisierten Wirtschaft zu entwickeln“. Es sei nicht nur mit den bisher vorgesehenen Zukunftsmärkten getan. Beispielsweise müssten regionale landwirtschaftliche Produkte im Sinne eines „Landwirtschaftsclusters“ als Leitmarkt gestärkt und entsprechende Flächen geschützt werden. Notwendig sei ein grundlegender sozialer ökologischer Umbau.

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news-983 Thu, 15 Oct 2020 09:36:16 +0200 Fördermittel für Stationen von RegioRadStuttgart stark nachgefragt Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart stimmt der Kofinanzierung von insgesamt 15 neuen RegioRadStuttgart-Stationen zu und passt das Förderprogramm „Zwei für eine“ an. presse/artikel/aktuell/foerdermittel-fuer-stationen-von-regioradstuttgart-stark-nachgefragt/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=b22485c40afa58059829d016d224de7d Erst im Juni hat der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart das neue Förderprogramm „Zwei für eine“ für RegioRadStuttgart-Stationen beschlossen. Damit werden Antragsteller beim Bau von Verleihstationen finanziell seitens der Region unterstützt. In seiner gestrigen Sitzung hat der Ausschuss nun der Förderung der ersten insgesamt 15 Stationen zugestimmt und auf Grund der hohen Nachfrage neue Verteilmodalitäten der Gelder für die Kofinanzierung beschlossen. Beworben für Fördermittel haben sich die Städte Waiblingen, Bietigheim-Bissingen, Nürtingen, Ludwigsburg, Fellbach, Stuttgart und Rutesheim, die Gemeinde Oppenweiler und das Landratsamt Böblingen.

Neue Modalitäten
Damit die Errichtung aller beantragten neuen Verleihstationen ab sofort beginnen kann, wird die Fördermittelvergabe neu aufgestellt. Hintergrund ist, dass für die Bereitstellung und den Betrieb der Stationen lediglich monatliche Miet- und Servicekosten und keinerlei einmalige Investitionskosten anfallen. Der Verband plant deshalb eine Streckung der Fördermittel von insgesamt 500.000 Euro bis ins Jahr 2026 entsprechend der tatsächlich anfallenden Kosten. Durch die neue Verteilung können nicht nur mehr Stationen zeitgleich und länger gefördert werden, sondern es stehen auch früher Gelder für eine zweite Förderrunde zur Verfügung. Für diese können sich Städte und Kommunen ab sofort laufend bewerben.

Weitere Maßnahmen
Das Förderprogramm „Zwei für eine“ ist Bestandteil eines umfangreichen Gesamtkonzeptes zur Weiterentwicklung des regionsweiten Fahrradverleihsystems RegioRadStuttgart. Parallel zum Förderprogramm wurde mit einer Marketingkampagne auf verschiedenen Kanälen für RegioRadStuttgart geworben, die Möglichkeit einer Gruppenbuchung umgesetzt und 15 Freiminuten für Pedelecs bei der Nutzung durch polygoCard-Inhaber eingeführt. Zudem wird es künftig einen regionalen RegioRad-Beauftragten geben und die Wegeleitung an Bahnhaltestellen verbessert.

Stimmen aus den Fraktionen
Mathias Rady (CDU/ÖDP) fand es „erfreulich, wie gut das Förderprogramm von den Kommunen angenommen wurde.“ Das habe die Prognosen weit übertroffen. Die Notwendigkeit, die Fördermittel wegen der hohen Nachfrage zu strecken, unterstreiche die Bedeutung des regionalen Programms. Philipp Buchholz (Grüne) konstatierte: „Es zeigt sich, dass die Region auf den Ausbau von RegioRad gewartet hat.“ Er begrüßte, dass mit den Änderungen nun alle Antragsteller berücksichtigt werden können. Der Ausschuss folgte seinem Vorschlag, die Bewerbungen zum Förderprogramm zukünftig laufend anzunehmen und möglichst schon unterjährig zu entscheiden. Jasmina Hostert (SPD) war „positiv überrascht, dass das Förderprogramm so gut angenommen wurde.“ Man brauche ein „breites Netz an Stationen und einen zügigen Ausbau“. Wichtig sei es insbesondere, die sogenannte „letzte Meile“ gut anzubinden. Holger Dorn (AfD) befand den Ausbau von RegioRad-Stationen und das regionale Förderprogramm eine „rundum feine Sache“. Armin Serwani (FDP) begrüßte, dass es so viele Antragsteller gibt und hofft auf eine weiterhin hohe Nachfrage aus den Kommunen. Michael Knödler (DIE LINKE/ PIRAT) sagte: „RegioRad bietet eine tolle Gelegenheit, Pedelecs auszuprobieren“. Er wünschte sich die Flexibilität, auch einzelne Stationen in kleinen Kommunen zu fördern.

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news-982 Thu, 08 Oct 2020 11:23:52 +0200 Regionale Kofinanzierung Wirtschaft und Tourismus als Sprungbrett für vernetzte Projekte Wettbewerb 2020 zeigt sich erneut innovativ und interkommunal presse/artikel/aktuell/regionale-kofinanzierung-wirtschaft-und-tourismus-als-sprungbrett-fuer-vernetzte-projekte/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=deedc43c2ca83950bc469b36df10f2ed Seit 2014 schiebt der Verband Region Stuttgart mit dem „Programm zur Kofinanzierung regionaler Modellprojekte und Kooperationen im Bereich Wirtschaft und Tourismus“ interkommunale, innovative Vorhaben von Kommunen und kommunalen Einrichtungen an. Übernommen werden jeweils bis zu 50 Prozent der Projektkosten. 350.000 Euro stehen jährlich insgesamt zur Verfügung. Nachdem die Mittel im vergangenen Jahr nicht vollständig ausgeschöpft wurden, können in dieser Wettbewerbsrunde 389.750 Euro vergeben werden. In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung erhielten einstimmig vier Projekte den Zuschlag. 2020 waren die Anträge gleichmäßig auf Wirtschaft und Tourismus verteilt. Der Aspekt der Digitalisierung ist inzwischen Bestandteil fast aller beantragten und aller in diesem Jahr erfolgreichen Projekte. Eine Kofinanzierung von 110.798 Euro erhält die Initiative „Wirtschaftsförderung 4.0 – digitale Tools und Netzwerke im Standortmarketing“ der Städte Esslingen und Filderstadt. Das bisherige Standortmarketing soll durch digitale Tools, darunter eine „Digitale Pinnwand“ oder digitales „Speed Dating“ für Gründer und KMUs erweitert werden, um Unternehmen besser zu vernetzen und bei Gründungs- und Innovationstätigkeiten und Unternehmensnachfolge zu unterstützen.

Ein Netzwerk aus „Lauschpunkten“ wird zunächst über den Altstädten von Besigheim, Bietigheim-Bissingen und Bönnigheim, später auch entlang von Landschaftstouren gespannt. Es sorgt dafür, dass die Besucher über eine kostenlose App auf ihrem Endgerät die Informationen und Geschichten über Architektur, Natur, Menschen und die Besonderheiten des Orts umfassend und unterhaltsam informiert werden. Das „ansprechende“ Konzept soll auch auf Touren in der Landschaft des 3B-Landes mit seinen 10 Kommunen ausgeweitet werden und wird mit 24.167 Euro kofinanziert.
Auch das zweite Projekt aus dem Themenfeld Tourismus soll Interesse wecken und den Zulauf zu Highlights in der Region Stuttgart wie Museen oder Freizeiteinrichtungen steigern: Eine RegioCard für Stuttgart und Region. Wer sie erwirbt, bekommt damit die Möglichkeit für je einen Besuch in jeder der beteiligten Einrichtungen innerhalb von 365 Tagen ohne zusätzliche Eintrittszahlung. Damit sollen vor allem für Einheimische Anreize für Erst- und natürlich auch vermehrte Folgebesuche geschaffen werden. Für das Projekt wird mit 209.984 Euro die aktuell höchste Kofinanzierung geleistet.
Mit einer Kofinanzierung von 100.200 Euro wird das Projekt „InWert“ (Integrative Weiterentwicklung von Regionalvermarktung inklusive Transporte im Programm HEIMAT) unterstützt. Ziel des Projekts ist, vorhandene Ansätze wie die Marke „HEIMAT-nichts schmeckt näher“ mit konsequent auf Regionalität ausgerichteter Produktion, Vermarktung, Vertrieb sowie umweltschonendem und wirtschaftlichem Transport weiterzuentwickeln und dauerhaft wirtschaftlich tragfähige Strukturen dafür zu schaffen. Dafür soll auch eine professionelle Managementstruktur geschaffen werden.

Seit Beginn des Kofinanzierungsprogramms wurden 27 Projekte umgesetzt. Im Bereich Wirtschaft ermöglicht es das Programm auch, interkommunale Stellen für Wirtschafts- und Tourismusförderung für bis zu drei Jahre zu bezuschussen. Mit den seit 2014 eingesetzten Mitteln von 1,9 Millionen Euro konnten Investitionen in Höhe von 4,8 Millionen Euro ausgelöst werden. 14 Projekte, deren Kofinanzierungszeitraum bereits abgeschlossen ist, werden seither von den Projektantragsstellern finanziell eigenständig weitergeführt.

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news-980 Thu, 01 Oct 2020 11:55:00 +0200 Unterstützung für den Wald in der Region Stuttgart Planungsausschuss beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, den Wald- und Baumbestand über das Kofinanzierungsprogramm „Landschaftspark Region Stuttgart“ zu stärken presse/artikel/aktuell/unterstuetzung-fuer-den-wald-in-der-region-stuttgart/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=61063932d5e5c203a7cb8046a6c6b33b Die von der Pandemie geprägten vergangenen Monate haben verdeutlicht, wie wichtig nahegelegene Erholungs- und Freizeitangebote im „Grünen“ sind. Gerade der Wald erfüllt dabei vielfältige Funktionen für Mensch und Klima. Im gestrigen Planungsausschuss wurde auf Antrag der CDU/ÖDP-Fraktion berichtet, wie es um den Wald in der Region Stuttgart steht und inwieweit waldunterstützende Maßnahmen beim Kofinanzierungsprogramm „Landschaftspark Region Stuttgart“ umgesetzt werden können.

Die quantitative Situation des Waldes in der Region Stuttgart gestaltet sich, gerade im bundesweiten und internationalen Vergleich und für einen hochverdichteten Raum, bemerkenswert gut. Der Waldflächenanteil in der Region Stuttgart liegt bei 30,4 Prozent (Deutschland 32 Prozent). Dieser Wert entspricht einer Fläche von 110.900 Hektar. Ähnlich wie im Landesgebiet ist der Wald dabei regional und auch innerhalb der einzelnen Kreise sehr unterschiedlich verteilt. Der Anteil schwankt zwischen dem waldarmen Landkreis Ludwigsburg mit 18 Prozent und dem waldreichen Rems-Murr-Kreis mit 39 Prozent. Insgesamt ist die Baumartenvielfalt in der Region Stuttgart in den vergangenen Jahrzehnten größer geworden. Mit dem Klimawandel ist zu erwarten, dass längere Trockenphasen und Extremereignisse wie Stürme, Starkregen, Waldbrände und Massenvermehrungen von Schädlingen zunehmen werden. Somit steigt die Bedeutung und Notwendigkeit, die Wälder klimaresilient zu entwickeln. Die Entwicklung des Waldes unterliegt allerdings starken gesetzlichen Regelungen von Bund und Ländern, so dass regionale Einflussmöglichkeiten begrenzt sind.  Mit dem Landschaftspark Region Stuttgart ist der Verband Region Stuttgart jedoch mit erweiterten Möglichkeiten ausgestattet: Seit 2005 verfügt die Region Stuttgart – als einzige Region im Land – über ein wirksames Instrument, um aktiv gemeinsam mit den Kommunen die Landschaft für Freizeit und Bewegung zu erschließen, aber auch ökologisch aufzuwerten. Ziel ist ein gemarkungsübergreifendes, durchgängiges Netz an Erholungsräumen sowie ökologisch wertvollen Flächen. Der Wald ist dabei ein zentraler Baustein: für das Klima, aber gerade in diesen Zeiten auch ganz besonders für die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen in der Region.

Baumpflanzungen effizient gestalten
Wie viele Bäume müssten in der Region etwa neu gepflanzt werden, um das bei Fahrten der Mitglieder der Regionalversammlung sowie der Beschäftigten des Verbands Region Stuttgart entstehende CO2 auszugleichen? Eine von Bündnis90/Die Grünen beantragte Berechnung mit dem Ziel eines „Sonderbudgets Bäume“ zeigt hier, wie wirksam Baumbestand tatsächlich ist. Wenn innerhalb einer Sitzungsperiode 100.000 Kilometer an individuellen Fahrten zugrunde gelegt werden, müssten 1.000 Bäume zur CO2-Kompensation gepflanzt werden. Für die Pflanzung von Stadtbäumen beispielsweise würde dies einer Investition von rund einer Million Euro entsprechen. Um die bestehenden Mittel im Rahmen des Landschaftsparks möglichst effizient zu nutzen, verfolgt der Verband Region Stuttgart mit einstimmigem Beschluss des Planungsausschusses künftig unter anderem verstärkt die folgenden zwei Strategien: Zum einen sollen Einzelprojekte, die in größere Konzepte wie etwa dem landesweiten Biotopverbund zur Vernetzung von Grün- und Freiflächen eingebettet sind, priorisiert werden. Zum anderen sollen gezielt Maßnahmen aus den Klimaschutzkonzepten der Kommunen und Landkreise kofinanziert werden. Grundsätzlich sollen Ideen aus dem Landschaftspark-Masterplänen und Projektvorschläge, die einen wirksamen Beitrag zu Klimaschutz und -anpassung leisten besonders berücksichtigt werden, darunter beispielsweise Baumbepflanzungen entlang von Wander- und Radwegen oder an Flüssen und Auen. Diese Ansätze, um Aufforstung und Bewaldung besonders klimagerecht zu gestalten, adressieren gleichzeitig den Antrag der FDP-Fraktion, die Dimension eines „Klimaparks“ beim Kofinanzierungsprogramm Landschaftspark verstärkt mitzudenken.

Stimmen aus den Fraktionen
Michael Schreiber (CDU/ÖDP) zeigte sich erfreut, „dass die Region im nationalen und internationalen Vergleich nicht so schlecht dasteht“. Die Erholungsfunktion des Waldes solle weiter gestärkt werden. Hier sei die Strategie der Biotopvernetzung sehr gut ebenso wie die im Konzept berücksichtigten Kompensationsmöglichkeiten. „Im Anschluss an die Wettbewerbsrunde der Kofinanzierung 2022 möchten wir dann erfahren, wie die Resonanz bei den Kommunen war.“
Kai Buschmann (FDP) befand die Ideen zur Unterstützung des Waldes und zur Weiterentwicklung des Landschaftsparks für gut. Er vermisste jedoch die Diskussion über die von seiner Fraktion dafür zusätzlich beantragten Landschaftsparkmittel von jährlich einer halben Million. „Bei der letzten Wettbewerbsrunde war zu wenig Wettbewerb spürbar. Deswegen soll das Programm attraktiver gemacht werden.“ Jedoch sei es bei den derzeitigen Rahmenbedingungen in Ordnung, dass eine Erhöhung des Budgets zunächst verschoben werde.
Margit Riedinger (Bündnis 90/Die Grünen) betonte angesichts der Berechnungen den zufolge für den CO2- Ausgleich benötigt Bäume, dass der Anteil des öffentlichen Nahverkehrs bei allen Beteiligten noch gestärkt werden könne. Sie kündigte an, dass auch ihre Fraktion am beantragten Thema „Zusatzbudget“ dranbleiben werde. „Gezielte Vernetzung von Baumgruppen, Hineinwirken in Stadtflächen sowie Biotope und Korridore zu schaffen, ist genau der richtige Weg.  Wir hoffen, dass sich bei der Ansprache der Kommunen etwas bewegt.“
Wilfried Wallbrecht (Freie Wähler) unterstützte den „Geist der Vorlagen“. Der Wald sei durch die trockenen Jahre in dramatischem Zustand und es sei zu erwarten, dass sich dies in den nächsten fünf Jahren weiter verschlimmern werde. Gleichzeitig müsse aber anerkannt werden, dass der Wald in Deutschland strukturell gut aufgestellt ist und sein Flächenanteil in der Region bereits hoch ist. „Die Vorschläge sind hervorragend“, sagte Regina Traub (SPD). „Viele Themen kommen sinnvoll zusammen.“ Allerdings sei es nicht Aufgabe der Region, sich über den Wald auszutauschen – dafür seien andere Stellen zuständig. „Wir können noch Verknüpfungen bringen, aber mit Aufforstung in größerem Maßstab wird es angesichts der knappen Flächen schwierig.“ Bäumen sei in der Vergangenheit zu wenig Raum gegeben worden, beispielsweise zugunsten von Parkplatzflächen. Es müsse geschaut werden, wieweit hier die aktuellen Mittel reichen.
Christoph Ozasek (DIE LINKE/PIRAT) stellte fest, dass sich die „Klimakrise im Wald abbildet“. Hier müsse gemeinsam mit den Forsteinrichtungen gegengesteuert werden, um das Ökosystem Wald zu schützen. Aus regionaler Perspektive sei es aber besonders wichtig, auf die kleinteiligen Strukturen innerhalb der Städte zu schauen, gerade auch um planerisch mit den massiven Hitzebelastungen der Zukunft umzugehen und den Kommunen Impulse zu geben.

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news-979 Thu, 24 Sep 2020 12:25:37 +0200 Region sieht große Chancen für Schienenknoten Stuttgart Einstimmigkeit beim Nordzulauf-Ausbau, Mehrheit für Gäubahntunnel und Ablehnung beim Ergänzungsbahnhof: In der Regionalversammlung wurden mögliche Maßnahmen im Rahmen des Deutschlandtaktes diskutiert. presse/artikel/aktuell/region-sieht-grosse-chancen-fuer-schienenknoten-stuttgart/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=edaeb250e8bc31484bd24366b7f4e935 Mit dem Deutschlandtakt ergeben sich für den Knoten Stuttgart aufgrund der erforderlichen Fahrzeitreduzierungen zwischen den Knoten Mannheim, Stuttgart und Zürich gute Chancen für wirkungsvolle Infrastrukturergänzungen. Der Bund hat in diesem Zusammenhang die Möglichkeit eines Ausbaus des Nordzulaufs und des neuen Gäubahntunnel aufgezeigt. Diese beiden Großprojekte sowie weitere mögliche Ergänzungsmaßnahmen wurden in der gestrigen Sitzung von der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart diskutiert.

Ausbau des Nordzulaufs

Einstimmige Unterstützung gibt es aus dem Gremium für den Bau eines neuen rund neun Kilometer langen Tunnel im Nordzulauf auf Stuttgart, durch den sich die Fahrzeit im Fernverkehr zwischen Mannheim und Stuttgart auf ca. 30 Minuten reduziert. Dies stellt eine wichtige Voraussetzung zur Einbindung des Knotens Stuttgarts in das Konzept des Deutschlandtakts dar. Der neue Tunnel soll hierbei zwischen Möglingen und Stammheim aus der heutigen Neubaustrecke aus Mannheim kommend abzweigen und in den mit Stuttgart 21 entstehenden Tunnel Feuerbach einbinden. Voraussetzung zur Realisierung der Maßnahme ist der Bau der sogenannten P-Option, um die Anschlussbauwerke im Tunnel Feuerbach für den neuen Nordzulauf möglich zu machen.

Die Planung für die P-Option soll mit Nachdruck vorangetrieben werden, um hier noch auf mögliche Wechselwirkungen zur städtebaulichen Entwicklung in diesem Bereich reagieren und mögliche Synergien aus den aktuellen Baumaßnahmen sichern zu können. Die P-Option solle zudem so geplant werden, dass die Erweiterungsoptionen T-Spange (Verbindungsfunktion aus Richtung Bad Cannstatt in Richtung Feuerbach) und Nordkreuz (Anbindung der Panoramabahn in Richtung Feuerbach und Bad Cannstatt) und ein Halt von Regionalzügen in Feuerbach oder Zuffenhausen möglich bleiben.

Gäubahntunnel

Mehrheitlich befürwortet in der Regionalversammlung wird der vom Bund in die Diskussion eingebrachte sogenannte Gäubahntunnel. Dieser bietet in Verbindung mit weiteren ergänzenden Maßnahmen die Chance, die Achse Zürich-Stuttgart mit optimaler Einbindung aller weiteren Knoten entlang der Strecke leistungsfähig und schnell an den Knoten Stuttgart anzubinden. Durch den Gäubahntunnel würde auch der Bau von Infrastrukturelementen, die im Rahmen von Stuttgart 21 vorgesehen waren, entfallen. Dazu gehören die Rohrer Kurve, die Station „3. Gleis“ am Flughafen, der Tunnel Flughafenkurve mit Stutzen zur späteren Anbindung an die Neubaustrecke sowie die Aufweitung des Gleisabstands der bestehenden S-Bahn-Strecke. Aus Sicht der S-Bahn Stuttgart wird der Entfall der Sperrung der Station Flughafen sowie die Tatsache, dass zukünftig ausschließlich S-Bahnen zwischen Rohr und Flughafen verkehren positiv beurteilt.

Derzeit liegt für den Gäubahntunnel jedoch noch keine Finanzierungszusage des Bundes vor. Somit lassen sich auch keine Prognosen dazu abgeben, bis wann eine solcher Tunnel umgesetzt werden kann. Klar ist jedoch, dass eine zügige Realisierung dieses Projekts erforderlich ist, um die Auswirkungen aus der Unterbrechung der Gäubahnanbindung zu minimieren. Aufgrund der Tatsache, dass der Gäubahntunnel direkt in das Projekt Stuttgart 21 eingreift und den PFA 1.3b ersetzt, sind Anpassungen am Vertrag zum Projekt Stuttgart 21 notwendig, zu denen die Region unter bestimmten Voraussetzungen (Ausstattung mit ETCS der Strecken S1/2/3 wie vorgesehen, Einbau der Weichenverbindung Leinfelden, Verbleib der Rohrer Kurve im Regionalplan) bereit ist.

Station Mittnachtstraße

Die Ergänzung der Station Mittnachstraße mit einem dritten Bahnsteig und einem dritten Gleis in Fahrtrichtung Hauptbahnhof wird, wie von der der SPD-Fraktion beantragt, in Abstimmung mit den Partnern von Bahn, Stadt und Land vertieft geprüft. Der dreigleisige Ausbau ist auch Bestandteil des Regionalverkehrsplans.

Kein Ergänzungsbahnhof

Die Überlegungen zur Umsetzung eines Ergänzungsbahnhofes zum im Bau befindlichen Durchgangsbahnhof hat die Regionalversammlung dagegen mehrheitlich abgelehnt. Derzeit sehe man aufgrund der weiteren Ausbaumöglichkeiten (T-Spange, Nordkreuz und Mittnachtstraße) nach der vollständigen Realisierung des Projekts Stuttgart 21 keine erkennbare verkehrliche Notwendigkeit für einen solchen Bahnhof. Zudem sind maßgebliche Fragen zum zukünftigen Nutzungskonzept und zur infrastrukturellen Ausgestaltung eines Ergänzungsbahnhofs ebenso offen, wie die mögliche Finanzierung eines solchen Projekts. Auch steht ein solcher Ergänzungsbau den regionalplanerischen Zielen und der städtebaulichen Entwicklung entgegen.

Stimmen aus den Fraktionen

„Der eigentliche Engpass beim Schienenknoten ist nicht der Bahnhof, sondern sind die Zulaufstrecken“, so Rainer Ganske (CDU/ÖDP). „Diese wurden lange links liegengelassen und können nun im Zuge des Deutschlandtaktes endlich angegangen werden.“ S21 ist nicht das Nadelöhr, sondern biete überhaupt erst neue Möglichkeiten. „Wir begrüßen den Nordzulauf inklusive P-Option und sehen im Gäubahntunnel eine große Chance diese Engpässe zu beseitigen und Mischverkehr zu entzerren.“ Darum gelte es nun sämtliche Projekte zügig voranzutreiben, um die Zeit des Unterbruchs der Gäubahn zu minimieren. „Jetzt gilt es Kräfte zu bündeln, um den digitalen Knoten noch leistungsfähiger und attraktiver zu machen.“ Die Notwendigkeit eines Ergänzungsbahnhofs sei dagegen nicht gegeben, so Ganske: „Dieser Nachweis ist bereits mehrfach geführt worden.“

„Wir freuen uns über das klare Bekenntnis zur P-Option, ohne die der Ausbau des Nordzulaufs keinen Sinn ergibt“, so Prof. Dr. André Reichel (GRÜNE). So könne es gelingen, die Panoramastrecke für die Zeit nach S21 auszustatten und in ein zukunftsfähiges Nahverkehrskonzept zu integrieren. „Aus Grüner Sicht ist dabei das Nordkreuz entscheidend. Wir könnten so S-Bahnverkehre aus dem Osten in den Süden führen ohne die Stammstrecke zu belasten.“ Problematischer sieht Reichel jedoch den Südzulauf. Hinter dem Gäubahntunnel sieht er viele Fragezeichen: „Vernünftig wäre es, erst die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung abzuwarten und dann zu entscheiden. Noch vernünftiger wäre es, die auf dem Tisch liegenden Alternativen (das Konzept von VCD und ProBahn) ebenso zu prüfen und in die Entscheidung mit einzubeziehen.“

Bernhard Meier (Freie Wähler) sieht die Probleme im Schienenknoten Stuttgart nach S21 nicht am Bahnhof, sondern in den Zulaufstrecken. Als Träger der S-Bahn sei deren Ausbau vor allem aus folgendem Blickwinkel interessant. „Wenn wir im S-Bahn-Netz Probleme haben, dann zuerst dort wo eine Mehrfachbelegung anderer Verkehrsträger stattfindet. Mit dem Nordzulauf und dem Gäubahntunnel werden schon lange bekannte Konfliktfälle zukunftsfähig und dauerhaft beseitigt“, sagt Meier. „Die S-Bahn profitiert in erheblichen Maßen.“ Im Gegenzug sei der Ergänzungsbahnhof nachweislich für den verkehrlichen Bedarf nicht notwendig. 

Auch Thomas Leipnitz (SPD) sieht bislang kein abgestimmtes Verkehrskonzept für einen solchen Ergänzungsbahnhof: „Es wurde mehrfach nachgewiesen, dass die vom Land angestrebten Verkehrssteigerungen auch mit der künftigen Infrastruktur von Stuttgart 21 abgewickelt werden können.“ Der Beschluss, den dreigleisigen Ausbau der Station Mittnachstraße vertieft zu untersuchen, freue die Fraktion. Beim Gäubahntunnel müsse man laut Leipnitz zu einer klaren und transparenten Entscheidung kommen, „bei der man mit den Betroffenen vor Ort diskutiert und alle Fakten und Folgen auf dem Tisch liegen.“ 

Holger Dorn (AfD) sieht eine in dieser Größenordnung wohl einmalige Chance, die Verkehrsinfrastruktur zukunftsfest auszurichten und zu verändern: „Für den ÖPNV heißt das vor allem: Erweitern und Ausbauen.“ Darüber hinaus gelte es, den Regionalverkehr und Fernverkehr zu entflechten und einen regelmäßigen Abgleich der regionalen Verkehrs- und Finanzplanung mit dem Baufortschritt des Eisenbahnknotens Stuttgart zu machen. „Wir wollen die Herausforderungen, die ein Großprojekt wie S21 sowohl in städtebaulicher als auch in verkehrsplanerischer Sicht bietet, annehmen und gestalten.“

 „Wir sind für alle Maßnahmen, die die Kapazitäten unserer S-Bahn im Besonderen und der Bahn im Allgemeinen steigern“, sagt Gabriele Heise (FDP). Vorausgesetzt, die Finanzierung sei klar und belastbar. „Unsere Fraktion freut sich, dass sich durch die aktuelle Entwicklung diverse Möglichkeiten auftun, die Verkehrssicherheit unseres S-Bahn-Netzes zu stärken und damit fast auf die Leistungsfähigkeit einer zweiten Stammstrecke zu kommen.“ Zusätzliche Investitionen in einen Ergänzungsbahnhof seien indes nicht notwendig – und auch in keiner Weise finanziert.

 „Es ist unerlässlich“, so Wolfgang Hoepfner (DIE LINKE/PIRAT), „sich nicht nur an den Strohhalm eines weiteren Tunnels zu klammern, sondern auch realistische Alternativen zu prüfen, die für deutlich weniger Geld ebenfalls eine deutliche Verbesserung der Betriebsqualität realistisch erscheinen lassen.“ Er sieht zudem das Problem, dass bei Nordzulauf und Gäubahntunnel „deren Wirtschaftlichkeit nicht auch nur ansatzweise nachgewiesen ist und es auch keinerlei Zusage zur Finanzierung gibt.“

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news-978 Thu, 24 Sep 2020 12:21:06 +0200 Region diskutiert über Nord-Ost-Ring als Tunnelvariante Die Initiative „Landschaftsmodell Nord-Ost-Ring“ hat in der Regionalversamm-lung des Verbands einen Vorschlag zum Nord-Ost-Ring präsentiert. presse/artikel/aktuell/region-diskutiert-ueber-nord-ost-ring-als-tunnelvariante/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=edd69a2473cde10534608be1888f37f6 Knapp elf Kilometer unterirdisch zwischen Kornwestheim und Fellbach: Das ist der Nord-Ost-Ring als Tunnelvariante, der in der gestrigen Sitzung der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart durch Dr. Rüdiger Stihl von der Initiative „Landschaftsmodell Nord-Ost-Ring“ vorgestellt und im Gremium diskutiert wurde. Die Tunnelstrecke folgt im Wesentlichen der bekannten Streckenführung an der Oberfläche – von Kornwestheim nördlich bis nach Fellbach östlich von Stuttgart. Ergänzt werden die Tunnel durch zwei Einhausungen an der Oberfläche, die mit Grünflächen überdeckt werden – bei Kornwestheim sowie zwischen Waiblingen und Fellbach. Vorgesehen ist eine vierspurige Gestaltung.

Die Gemeinden Kornwestheim, Hegnach, Remseck/Aldingen, Waiblingen und Fellbach sollen in Form von kurzen Rampen im Landschaftsmodell an den Nord-Ost-Ring angebunden werden. Die geschätzte Gesamtsumme der Baukosten beträgt voraussichtlich 1,4 Mrd. Euro.

Die Initiative „Landschaftsmodell Nord-Ost-Ring“ wird durch vier Unternehmen (Lapp, Stihl, Trumpf und Robert Bosch) aus der Region getragen. Unternehmer Dr. Rüdiger Stihl hat die Initiative Landschaftsmodell Nord-Ost-Ring gemeinsam mit dem Architekten Hermann Grub ins Leben gerufen.

Stimmen aus den Fraktionen

Laut Roland Schmid (CDU/ÖDP) „ist und bleibt der Nord-Ost-Ring für die CDU eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der regionalen Verkehrspolitik.“ In der Vergangenheit sei das Land aufgrund von Fakten zu dem Schluss gekommen, dass der Nord-Ost-Ring dringend erforderlich sei und keine Straße so viel Verkehr bündele. Inzwischen sei man da ganz anderer Meinung, obwohl sich an den Fakten nichts geändert habe. Bei diesem Hin und Her sei der Verband Region Stuttgart mit einer stabilen Mehrheit ein Fels in der Brandung. Ein leistungsfähiges Straßennetz bleibe für die Region von großer Bedeutung. „Wer die Region als attraktiven Lebens- und Wohnort erhalten, die Wirtschaft in der Region stärken und Arbeitsplätze erhalten will, der darf nicht auf einem Auge blind sein, sondern muss Mobilität auch auf der Straße ermöglichen“, so Schmid. Die ÖDP lehnte den Nord-Ost-Ring ab, da sie die verkehrlichen Wirkungen in Frage stellen und ökologische Nachteile befürchten.

Für Michael Lateier (GRÜNE) richte sich das Engagement der Initiative zum Nord-Ost-Ring auf „das falsche Ziel zur falschen Zeit und am falschen Ort“. Angesichts knapper Ressourcen in den Planungsabteilungen sei es wichtiger, realisierbare und finanzierbare Projekte wie den Ausbau der A81 umzusetzen. Die Diskussion zum Nord-Ost-Ring sei sogar kontraproduktiv, da sie zumindest mittelbar eine Konkurrenz zum Schienenausbau darstelle. „Auch wenn ein Tunnel eine Verbesserung gegenüber der ursprünglichen Planung ist, erzeugt er immer noch erhebliche Zusatzbelastungen.“ Das Projekt sei „weder mit den Klimazielen des Landes vereinbar noch mit dem Ziel der Landesregierung, die Flächenversiegelung zu verlangsamen.“ Zudem zerschneide es einen wichtigen Naherholungsraum, weshalb die Grünen das Projekt mit oder ohne Tunnel ablehnten.

„Es gelingt mit dem Landschaftsmodell Ökologie und Ökonomie zu vereinen“, so Andreas Hesky (Freie Wähler). Dennoch hätte er sich gewünscht, dass der Verkehrsminister diese Planung vorgestellt hätte. „Es darf doch nicht Schule machen, dass die Unternehmen in den eigenen Geldbeutel greifen müssen, um Infrastrukturprojekte voranzubringen, weil die zuständige Politik dies nicht tut.“ Die Freien Wähler hofften, dass das Landschaftsmodell als Denkanstoß und Planungsvariante die weiteren Überlegungen befördere und deutlich mache, dass gehandelt werden müsse. „Und wir hoffen auch, dass das Landschaftsmodell nicht in einem Schrank im Verkehrsministerium verschwindet, der die Aufschrift trägt: ‚Notwendige, aber ungeliebte Straßenprojekte‘“, so Hesky.

Harald Raß (SPD) erschienen weder die verkehrliche Wirkung noch die technische und bauliche Machbarkeit und finanzielle Machbarkeit schlüssig. So gelte: „Je bequemer die Straßenverbindungen sind, desto mehr wird gefahren.“ Zudem gebe es bei Fachleuten erhebliche Bedenken bezüglich der attestierten Effekte für die Landschaft. Nicht zuletzt sei unklar, wer die Kosten tragen würde. „Der Nord-Ost-Ring wäre nach Ansicht der Auftraggeber und Verfasser die einzige machbare Variante und ist trotzdem nicht machbar, weil es niemanden gibt, der sich ernsthaft dafür erwärmen kann.“ Weder der Bund noch das Land ließen erkennen, dass es seine Planungschance gäbe.

Laut Klaus Mauch (AfD) unterstütze die AfD-Fraktion alle Projekte, die den Menschen in der Region, der Umwelt, aber auch der Entwicklung und Stabilität der regionalen und überregionalen Wirtschaft dienten und förderlich seien. Dazu gehöre auch der Nord-Ost-Ring. Die verkehrliche Belastung resultiere zum Teil aus dem wirtschaftlichen Erfolg der Region. Der Hauptgrund sei aber eine „völlig unzureichende, geradezu sträflich vernachlässigte Verkehrspolitik der Parteien, die in den vergangenen Jahrzehnten in unserem Land in Regierungs- und Parlamentsverantwortung gestanden haben.“

Kai Buschmann (FDP) betonte: “Wenn in Deutschland eine neue Straße gebaut werden solle, dann doch diese.“ Man könne wirtschaftlich ohne Straßen nicht leben und benötige ökologisch verträgliche Lösungen, daher müsse mit der Planung jetzt begonnen werden. Notfalls müsste das Ministerium gezwungen werden. Er forderte Minister Hermann auf, vor dem 15. November verbindlich und öffentlich zu erklären, dass mit den Planungen begonnen werde und so den Weg für eine gemeinschaftliche Lösung frei zu machen.

„Der Nordostring löst keine Verkehrsprobleme“, konstatierte Peter Rauscher (DIE LINKE/PIRAT). Zudem sei es angesichts der Erfahrungen aus der Pandemie unverantwortlich, gute landwirtschaftliche Böden zu zerstören. Rauscher appellierte: “Setzen wir uns dafür ein, dass die 1,2 Mrd. Euro, die der Nordostring-Tunnel mindestens kosten würde, in den öffentlichen Verkehr oder den Rad- und Fußverkehr eingesetzt werden.“

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news-981 Wed, 23 Sep 2020 16:02:00 +0200 Zukunftsgerichteter Haushalt mit Augenmaß Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling legt den Haushaltsentwurf 2021 vor – Gesamtvolumen 414,6 Millionen Euro. Damit liegt der Haushalt rund 28 Millionen unter dem Vorjahreshaushalt. presse/artikel/aktuell/zukunftsgerichteter-haushalt-mit-augenmass/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=316cc1c2121685b3a597a64c01e77649 „Die aktuelle Corona-Pandemie und der damit verbundene Lockdown lösten eine der schwersten Wirtschaftskrisen der Bundesrepublik Deutschland aus. Spürbare Folgen in unserer exportorientierten, vernetzten Region liegen auf der Hand und sind in ihrer Dimension aber heute noch nicht greifbar“, führte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling bei der Vorstellung Ihres Haushaltsentwurfs aus. „Wir brauchen einen Haushalt mit Augenmaß. Wir brauchen aber auch einen Haushalt, der uns bestmöglichen Handlungsspielraum in der aktuellen, veränderten Situation verschafft“, so Schelling weiter. Wie dieser konkret aussehen soll, erläuterte sie in Ihrer Haushaltsrede vor der Regionalversammlung.

Größter Posten bleibt der Verkehr mit Ausgaben über 380 Millionen
Das Haushaltsvolumen beträgt insgesamt 414,6 Millionen Euro, das sind 27,9 Millionen Euro weniger als im Jahr 2020. Die Verbandsumlage sinkt um 5,3 Prozent auf 22,15 Millionen Euro, die Umlage ÖPNV sinkt um ein Prozent auf 60,99 Millionen Euro. Insgesamt sinken die Umlagen damit um 2,2 Prozent auf 83,14 Millionen Euro. Wie in den Vorjahren entfallen die meisten Ausgaben und Einnahmen auf den Verkehrsbereich. So stehen den geplanten Ausgaben in Höhe von 382,4 Millionen Euro erwartete Erträge aus Fahrgeldeinnahmen (120 Millionen Euro), Regionalisierungsmitteln (110 Millionen Euro) und Landeszuschüssen (54 Millionen Euro) sowie der Verkehrsumlage (61 Millionen Euro) gegenüber. Die Verkehrs- und Verbandsumlagen sinken um fast 2 Millionen Euro auf 83,14 Millionen Euro. Insgesamt sind Kreditaufnahmen in Höhe von 32,27 Millionen Euro für das kommende Jahr geplant. Tilgungen erfolgen in Höhe von 5,5 Millionen Euro. Der Schuldenstand erhöht sich auf 131,8 Millionen Euro. Hauptgrund für den Schuldenanstieg sind Verbesserungen bei der S-Bahn.

Verbesserungen bei Verkehr und Mobilität
„Der Verband Region Stuttgart hat sich in den letzten Jahren zum Multitalent entwickelt, das zig Bälle in der Luft hält und gekonnt jongliert“, so Schelling. Dies zeigt sich insbesondre beim Thema Mobilität. Der Verkehrshaushalt wird daher von mehreren Themen bestimmt – den Angebots- und Komfortverbesserungen bei der S-Bahn, der Anschlussmobilität, der Einführung einer regionalen Verkehrsmanagementzentrale und dem Beitritt Göppingens als Vollmitglied im Verkehrsverbund. Der größte Anteil entfällt auf die Verbesserungen bei der S-Bahn mit der Einführung des durchgängigen 15-Minuten-Takts (Montag bis Freitag von 6:00 bis 20:30 Uhr) sowie Kapazitätssteigerungen (werktags mit der Vollzugbildung bis 23:30 Uhr auf den Linien S1 bis S6 und Verbesserungen am Wochenende). Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 122,8 Millionen Euro. Zudem werden für die Beschaffung neuer Fahrzeuge und deren Redesign 2021 Auszahlungen in Höhe von 68,8 Millionen Euro fällig. Die Anschlussmobilität fokussiert sich auf die Bereiche Park + Ride mit 1,15 Millionen Euro (650.000 Euro Investitionskosten, 500.000 Euro Betriebskosten) sowie Bike + Ride und einer Förderung von RegioRad mit 200.000 Euro. Für die Verkehrsmanagementzentrale sind zwei Millionen veranschlagt, die aus dem Vorjahr übertragen werden können. Durch den Beitritt Göppingens resultiert die Übernahme des Regionalbusses X93, was die Ausgaben für den regionalen Busverkehr auf knapp 3,6 Millionen steigen lässt. Hinzu kommen weitere 1,2 Millionen Euro für regionalbedeutsamen Schienenverkehr im Landkreis Göppingen. Für die Qualitätsoffensive Schienenknoten Stuttgart sind 2021 Investitionen in Höhe von 3,2 Millionen Euro geplant. Die Finanzierung erfolgt durch Einsatz der Rücklage. Für die S-Bahn Verlängerung nach Neuhausen sind knapp 2,3 Millionen eingestellt.

Wirtschaft – Chancen eröffnen und Chancen nutzen
1994 wurde der Verband Region Stuttgart als Reaktion auf eine Wirtschaftskrise gegründet. Das erklärte Ziel damals: die Region wirtschaftsstark und lebenswert zu gestalten. „Wie gut, dass wir uns schon vor 26 Jahren auf den Weg gemacht haben und nicht erst jetzt damit beginnen müssen, eine widerstandsfähige Gesamtregion zu entwickeln“, konstatierte Dr. Nicola Schelling. Diesen Weg möchte der Verband Region Stuttgart auch 2021 konsequent weitergehen. Es gehe zum einen darum Chancen zu schaffen und bestehende Chancen zu nutzen. Konkret ist beabsichtigt Zukunftstechnologien, Produkte und Dienstleistungen in die Region zu holen. Deswegen sollen Kommunen bei der Ausweisung von Gewerbeflächen weiter unterstützt und ein regionaler Vorhaltestandort geschaffen werden. Die Arbeiten für den Vorhaltestandort haben bereits begonnen und können mit Mitteln aus 2020 fortgesetzt werden (600.000 Euro). Zudem möchte man die Region in eine Modellregion für Wasserstoff ausbauen (119.000 Euro) und einen vom Land ausgeschriebenen Innovationspark für künstliche Intelligenz in die Region holen. Insgesamt sind fast 9,5 Millionen Euro an Zuweisungen für die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH vorgesehen.

Grüne Infrastruktur und Kofinanzierungsprogramme
„Grüne Infrastruktur ist multifunktional – Investitionen in den Freiraum können der Wohnumfeldverbesserung, der ökologischen Qualität, der menschlichen Gesundheit, der Klimaanpassung und dem Artenschutz dienen“, so die Regionaldirektorin. Dieser Mehrwert grüner Infrastruktur habe sich insbesondere während des Lockdowns gezeigt. Es ist beabsichtigt, auch 2021 weitere Investitionen in diesen Bereich zu tätigen. Mit 1,5 Millionen Euro sollen der Landschaftspark gemeinsam mit den Städten und Gemeinden weiterentwickelt werden. Mit den Kofinanzierungsprogrammen zur Entwicklung von Ideen und Verbesserungen der Mobilität (500.000 Euro), zur Unterstützung innovativer Ideen im Bereich Wirtschaft und Tourismus (350.000 Euro) und das Programm zur Umsetzung von Gewerbegebieten (600.000 Euro) sollen Städte und Gemeinden auch 2021 unterstützt werden.

Zeitplan der Haushaltsberatungen
Die Fraktionen und Gruppen bringen ihre Anträge zum Haushaltsentwurf in die Regio- nalversammlung am Mittwoch, 21. Oktober ein. Danach finden die Beratungen in den Ausschüssen statt: am 11. November im Planungsausschuss, am Mittwoch, 18. November im Verkehrsausschuss und abschließend am Mittwoch, 25. November im Wirtschaftsausschuss. Die Regionalversammlung soll den Haushalt 2021 des Verbands Region Stuttgart am Mittwoch, 9. Dezember beschließen.

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news-977 Thu, 17 Sep 2020 08:08:41 +0200 Finanzielle Unterstützung für die S-Bahn Mit Mitteln aus dem Rettungsschirm von Bund und Ländern gleicht der Verband Region Stuttgart die pandemiebedingten Verluste für die S-Bahnen aus. presse/artikel/aktuell/finanzielle-unterstuetzung-fuer-die-s-bahn/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=e83ebc7f33a0ff52e33e1adad842210f Während des durch die Pandemie verursachten Lockdowns im Frühjahr gingen die Fahrgastzahlen in Bus und Bahn um bis zu 90 Prozent zurück – mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Fahrgelderlöse. Über alle Tarifarten ist allein im S-Bahn-Bereich mit Fahrgeldverlusten in Höhe von rund 50 Mio. Euro im Jahr 2020 zu rechnen.  Die Möglichkeiten zur Kompensation dieser Verluste waren Thema im gestrigen Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart. Oberste Priorität für den Verband Region Stuttgart ist es hierbei, die Liquidität der ÖPNV-Unternehmen sicherzustellen. Ein wirtschaftlicher Ausgleich ist auch im Hinblick auf die Investitionen und Fahrgastverbesserungen in den kommenden Jahren, welche der Verband und die S-Bahn Stuttgart vereinbart haben, notwendig.

Ausgleich in mehreren Phasen

In einem ersten Schritt hat der Verband als Aufgabenträger, wie vom Verkehrsausschuss im April 2020 beschlossen, die Mittel für den laufenden S-Bahn-Betrieb, trotz der coronabedingten Anpassungen des Verkehrsangebots, vollständig an DB Regio weitergeleitet. In der Zwischenzeit wurde ein Verfahren entwickelt, welches Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern ermöglicht, Zuschüsse aus dem Rettungsschirm von Bund und Ländern zu erhalten. Beantragt wurde zudem ein Ausgleich für die weggefallenen Fahrgelderlöse bei den Nachtbussen sowie beim RELEX Expressbus. In einem Nachtrag zum Verkehrsvertrag soll die Weiterleitung der Mittel vom Verband Region Stuttgart an DB Regio geregelt werden.

Stimmen aus den Fraktionen

„Die Pandemie hat den ÖPNV böse getroffen“, so Helmut Noë (CDU/ÖDP). „Folgerichtig wurde auf verschiedene Weise reagiert, um das Grundangebot zu erhalten.“ Es sei nun sehr wichtig die Liquidität der Unternehmen sicherzustellen, damit die S-Bahn als Rückgrat des ÖPNV in der Region Bestand hat. „Wir hoffen, dass der derzeitige Aufwärtstrend bei den Fahrgastzahlen aufrecht erhalten bleibt und wir uns wieder einer normalen Frequenz annähern.“

Laut Michael Lateier (Bündnis 90/Die Grünen) haben S-Bahn, Verband und DB Regio schnell reagiert und dafür gesorgt, dass die Menschen weiterhin den ÖPNV nutzen konnten. Von daher sei es ein Selbstverständnis, dass die Gelder aus dem Rettungsschirm an die Unternehmen weitergegeben werden. „Ihre Leistungen wurden schließlich auch erbracht“, so Lateier.

Für Bernhard Maier (Freie Wähler) ist vor allem ein Punkt sehr wichtig: „Es dürfen keine eigenen Haushaltsmittel verwendet werden, sondern nur Regionalisierungsmittel und Gelder aus dem Rettungsschirm.“ Er hofft, dass solche Unterstützungen für 2021 nicht mehr notwendig sind, da sie gewisse Begleiterscheinungen mit sich bringen können.

„Der ÖPNV muss in seiner Systemrelevanz erhalten bleiben“, sagte Michael Makurath (SPD). Insofern stehe außer Frage, dass die Gelder aus dem Rettungsschirm an die jeweiligen Unternehmen weitergegeben werden. Auch er betonte die Wichtigkeit, keine Haushaltsmittel zu verwenden.

„Der Verband hat sich auch in Krisenzeiten als ein verlässlicher Partner für den ÖPNV erwiesen“, so Holger Dorn (AfD). Die Verwendung der Regionalisierungsmittel und des Rettungsschirmes als Ausgleich weise genau in die richtige Richtung.

Gabriele Heise (FDP) lobte die Arbeit des Verbands auch im Hinblick auf die engen Fristen, die für die Hilfsmittel vorgegeben sind. „Trotzdem schaue ich mit Sorge auf das Jahr 2021 und befürchte, dass wir auch dann wieder über finanzielle Mittel sprechen müssen.“

Für Michael Knödler (DIE LINKE/PIRAT) ist der ÖPNV sehr wichtig für die Region: „Entsprechend gilt es jetzt, die Unternehmen zu unterstützen, die in Notlage geraten sind.“

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news-976 Thu, 17 Sep 2020 08:01:21 +0200 Mehr Kapazität, aber auch Baustellen bei der S-Bahn Stuttgart Auf die S-Bahn-Nutzer kommen noch dieses Jahr Verbesserungen, aber auch punktuelle baubedingte Einschränkungen zu. presse/artikel/aktuell/mehr-kapazitaet-aber-auch-baustellen-bei-der-s-bahn-stuttgart/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=2e9a88e5b49d565dccc67d7cab9743d0 Ausbau des Viertelstundentaktes, längere Züge, aber auch verschiedene Baustellen: Einige Veränderungen stehen noch in diesem Jahr für die S-Bahn-Reisenden an. Die Fahrplankonferenzen, auf denen Kommunen, Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger über den nächsten Jahresfahrplan diskutieren, entfallen diesen Herbst Corona-bedingt. Nichtsdestotrotz wurden die Themen, die die S-Bahn betreffen, in der gestrigen Sitzung des Verkehrsausschusses des Verbands Region Stuttgart vorgestellt.

Durchgängiger 15-Minuten-Takt, längere Züge

Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 wird der Viertelstundentakt bei der S-Bahn Stuttgart abermals mit über 40 zusätzlichen Fahren zwischen 10 und 12 Uhr ausgeweitet. Damit wird montags bis freitags durchgehend von ca. 6 Uhr bis 20:30 Uhr alle 15 Minuten ein Zug fahren. Außerdem werden künftig montags bis freitags bis ca. 23:30 Uhr, in den Wochenendnächten auch noch später und am Sonntagmorgen bereits ab ca. 9 Uhr auf allen Linien S1 bis S6 einheitlich Vollzüge, die aus zwei Triebwagen bestehen, eingesetzt. Mit diesem Maßnahmenpaket profitieren Fahrgäste von mehr Platz und einem höheren Komfort. 

Weitere Angebotsausweitungen

Bei der Teckbahn zwischen Kirchheim (Teck) und Oberlenningen wird zum Dezember 2020 die bisherige dreistündige Taktlücke am Vormittag durch zwei zusätzliche Zugpaare geschlossen. Ab Juni 2021 wird ein zusätzliches Fahrtenpaar auf der Linie S4 zwischen Marbach und Backnang am Abend angeboten, um den Halbstundentakt im Spätverkehr um eine Stunde zu verlängern.

Baubedingte Fahrplaneinschränkungen

Im laufenden Jahr stehen noch diverse Baumaßnahmen im Bahnnetz in der Region an. Die Auswirkungen auf das Verkehrsangebot konnten jedoch punktuell nur auf einzelne Wochenenden beschränkt werden. Reisende können sich vor den jeweiligen Fahrten wie üblich beim VVS über Alternativrouten und die ersatzweise eingesetzten Busse informieren.

Am Wochenende 24./25. Oktober 2020 werden entlang der S6 mehrere Weichen erneuert, so dass die Züge nur zwischen Stuttgart Schwabstraße und Ditzingen oder Leonberg fahren können. Auf der S2 ist der Streckenabschnitt zwischen Waiblingen und Endersbach am Wochenende 14./15. November 2020 wegen Bauarbeiten für die neue Personenunterführung am Haltepunkt Stetten-Beinstein voll gesperrt. Die Linie S3 ist wegen Arbeiten an einem Durchlass am Wochenende 19./20. Dezember 2020 zwischen Winnenden und Backnang unterbrochen. Wegen baustellenbedingter Umleitung der planmäßigen S-Bahn-Züge über andere Gleise können an den Wochenenden 28./29. November 2020 und 5./6. Dezember 2020 zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Fellbach sowie am 28./29. November zwischen Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen keine Zwischenhalte bedient werden.

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news-975 Tue, 15 Sep 2020 16:27:50 +0200 Metropolregionen stärken Der Verband Region Stuttgart sieht in der Erneuerung der Leipzig-Charta und der Territorialen Agenda der EU große Chancen zur Stärkung der Metropolregionen. presse/artikel/aktuell/metropolregionen-staerken/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=0f84ef157c0c2a667920e43c72d8e3f4 Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft werden mit der Weiterentwicklung der Leipzig-Charta und der Territorialen Agenda der EU gleich zwei Strategiepapiere durch die nationalen Regierungen unterzeichnet, die neue Maßstäbe für die europäische  Raumordnungs- und Stadtpolitik setzen. Aus diesem Anlass haben auf Einladung des Verbands Region Stuttgart gestern die Metropolregionen Stuttgart und Rhein-Neckar gemeinsam mit dem Präsidenten der Urban Intergroup des EU-Parlaments Jan Olbrycht (MdEP), sowie der Leiterin des Bereichs Innenpolitik aus der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der EU, Dr. Katharina Erdmenger, und dem Direktor des European Urban Knowledge Network, Mart Grisel, über die Folgen der beiden Strategien diskutiert.

Sehr positiv bewerten die beiden Metropolregionen hierbei, dass sowohl die Territoriale Agenda als auch die Leipzig-Charta die Stadt-Umland-Kooperation im funktionalen Raum aufgreifen. Die metropolitane Zusammenarbeit wird in der Leipzig-Charta als eine von insgesamt drei räumlichen Ebenen der Stadt genannt und somit anerkannt, dass die Stadt über die eigentlichen, administrativen Grenzen hinausgeht und in der Region eingebettet ist.

Thomas Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart, bekräftigte in seiner Begrüßung die Wichtigkeit der regionalen Perspektive: „Denn keine Stadt kann sich den drängenden Herausforderungen unserer Zeit, wie Klimaschutz, der Bereitstellung erneuerbarer Energien, nachhaltiger Mobilität, Infrastrukturmaßnahmen, bezahlbarem Wohnraum und Industrieansiedlungen alleine stellen, sondern nur in Zusammenarbeit mit der Region “ Umso wichtiger sei es, dass die Leitvorstellungen aus den beiden Strategien nach ihrer Unterzeichnung auch praktisch umgesetzt werden – in Form von Maßnahmen und Förderprogrammen der EU und ihren Mitgliedstaaten. Schließlich steigen durch die Corona-Krise die Anforderungen an die Städte und Regionen, die dafür verfügbaren kommunalen Budgets werden aber in Zukunft deutlich schlanker sein als bisher. Es führe kein Weg daran vorbei die Metropolregionen als Säulen der europäischen Entwicklung und des Wohlstandes zu unterstützen – ganz nach dem Prinzip „Stärken stärken“.

Die Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart, Dr. Nicola Schelling, betonte: „Nachhaltige Stadtentwicklung ist nur möglich, wenn der regionale Kontext berücksichtigt wird.“ Gemeinsam mit dem Vertreter der Metropolregion RheinNeckar erläuterte sie die in der Leipzig-Charta verankerten Dimensionen der gerechten, grünen und produktiven Stadt.  „Es liegt auf der Hand, dass grüne Infrastruktur gesamtregional betrachtet werden muss“, so Schelling weiter. Nicht nur weil Umwelt und Landschaft keine kommunalen Grenzen kennen, sondern auch weil verschiedene Abwägungselemente, die auf kommunaler Ebene greifen, nicht alle dort gleichzeitig zur Geltung gebracht werden können. „Hier braucht es den regionalen Ansatz, der erkennt an welchen Orten, sich welches Ziel am besten bewerkstelligen lässt“, sagte Schelling. Nur so könne man die Kommunen am besten unterstützen.

Leipzig-Charta

Die Leipzig-Charta ist ein Grundlagendokument zur Stadtentwicklung in Europa aus dem Jahr 2007 mit dem Fokus auf eine stärkere Nutzung integrierter Stadtentwicklungspolitik und der besonderen Aufmerksamkeit auf benachteiligte Stadtquartiere. Aufgrund neuer thematischer Herausforderungen und institutioneller Rahmenbedingungen für die Stadtentwicklung in Europa wird die Leipzig-Charta aktuell gemeinsam mit den nationalen und EU-Partnern weiterentwickelt und angepasst, um auf dem Informellen Ministertreffen für Stadt- und Raumentwicklung Ende diesen Jahres in Leipzig angenommen zu werden.

Territoriale Agenda

Die für Raumordnung und territoriale Entwicklung zuständigen Ministerinnen und Minister aus den EU-Mitgliedstaaten haben ihre gemeinsamen Ziele und Leitvorstellungen im Jahr 2007 in der Territorialen Agenda der EU niedergelegt.  Sie bildet so einen aktionsorientierten politischen Rahmen zur Stärkung des territorialen Zusammenhalts. Angesichts neuer Herausforderungen für die Raumentwicklung wird die Agenda seit 2017 überarbeitet und an neue Entwicklungen angepasst. Sie soll am 1. Dezember ebenfalls in Leipzig beschlossen werden.

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news-974 Thu, 30 Jul 2020 07:59:00 +0200 S-Bahn: Neues Design für schnelle Wege Mit einer neuen Außenlackierung für die S-Bahnen möchten der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart eine bessere Fahrgast-Lenkung erreichen. Für mehr Fahrkomfort sollen Veränderungen im Inneren der Züge sorgen. presse/artikel/aktuell/s-bahn-neues-design-fuer-schnelle-wege/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=68424f2966b4ffedfffc9c772275b2b2 Statt im klassischen Verkehrsrot werden die S-Bahnen künftig in hellem Lichtgrau mit prägnanten Farbelementen für Türen und Sonderabteile durch die Region rollen. Das „Redesign“ wurde am Mittwoch in der Sitzung des Verkehrsausschusses des Verbands Region Stuttgart vorgestellt. Die ersten Züge im hellgrauen Design sollen ab Ende 2021 auf die Schienen kommen. Der neue Anstrich wird bei den heute eingesetzten Fahrzeugen im Rahmen der turnusmäßigen Neulackierungen umgesetzt, die die Züge aus Witterungsgründen rund alle 15 Jahre benötigen. Die bereits im vergangenen Jahr in Auftrag gegebenen 58 zusätzlichen S-Bahnen werden bereits überwiegend im neuen Design geliefert.

Haltezeiten reduzieren

„Mit den stetig wachsenden Fahrgastzahlen in den Metropol-Verkehren steigt die Anforderung an ein möglichst reibungsloses Ein- und Aussteigen“, sagt Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn Stuttgart. „Darum geht es auch bei unseren Investitionen für ein ‚Redesign‘ der Stuttgarter S-Bahnen. So wollen wir durch farbliche Markierung der verschiedenen Servicebereiche auf der Zugaußenseite unseren Fahrgästen die Orientierung beim Einsteigen erleichtern, um Haltezeiten zu reduzieren.“ Die Region als Auftraggeber und die Deutsche Bahn nehmen sich in ihrer Darstellung bewusst zurück und richten die S-Bahnen komplett auf die Bedürfnisse der Fahrgäste aus.

Gut erkennbar für Reisende

Die bislang eher zurückhaltenden Piktogramme, die Fahrradfahrern den richtigen Einstiegsort angezeigt haben, werden erweitert. Künftig sind die kompletten Bereiche der Sonderabteile in Blau beziehungsweise Gelb für die 1. Klasse eingefärbt und heben sich gut erkennbar für S-Bahn-Fahrgäste auch auf vollen Bahnsteigen ab. Hinzu kommen schwarzgraue Türen, die es erleichtern, am Bahnsteig direkt an der richtigen Stelle zu stehen.  

Neues Innenleben

Erneuerungen wird es auch im Inneren der S-Bahn geben. Vor allem im Bereich der Mehrzweck-Abteile sollen Umbaumaßnahmen und Erweiterungen stattfinden. Diese zielen nach aktueller Planung darauf ab, die Mehrzweckbereiche an den Zug-Enden insbesondere auf die Anforderungen von Rollstuhlfahrern und Fahrgästen mit Kinderwägen auszurichten. Für Radfahrer soll mehr Raum durch zusätzliche Abteile in der Zug-Mitte geschaffen werden. Neben dieser Umstrukturierung sollen in den S-Bahnen neue Monitore mit kundenorientierten Anzeigemöglichkeiten die Fahrgastinformationen verbessern, ein automatisches Fahrgastzählsystem in den Türen wird Informationen zur Echtzeitauslastung geben. Steckdosen in allen Zügen sollen zudem den Komfort erhöhen.

Kosten des „Redesign“

Der Verkehrsausschuss des Verband Region Stuttgart hat die DB Regio mit der Ermittlung der Kosten beauftragt. Die endgültige Entscheidung über den Umfang der einzelnen Gestaltungselemente für den Innenraum erfolgt gegebenenfalls nach dem Vorliegen der Ausschreibungsergebnisse im Herbst. Nach den bisherigen Signalen wird jedoch davon ausgegangen, dass die Umsetzung aller „Redesign“-Elemente inklusive der Ausrüstung der 58 neuen Züge mit WLAN innerhalb des verfügbaren Budgets von rund 170 Mio. Euro umgesetzt werden kann. Die Bereitstellung des Budgets ist ein verbindlicher Teil des Verkehrsvertrags, dessen Verlängerung um vier Jahre im Januar 2019 beschlossen wurde.

Stimmen aus den Fraktionen

„Wir wollen die S-Bahn auf neue Füße stellen“, fasst Rainer Ganske (CDU/ÖDP) die Pläne für das Redesign zusammen. „Dies ist gelungen, da wir uns nicht nur auf eine neue Optik, sondern auch auf neue Funktionen freuen dürfen.“ Vor allem die Orientierung an den Kundenbedürfnissen und die Verbesserungen im Innenraum und den Mehrzweckbereichen würden laut Ganske überzeugen.

Heike Schiller (GRÜNE) sieht im Redesign „eine Optik, die man sicherlich auch noch in 20 Jahren anschauen möchte“. Zudem führe das Redesign zu einer Verbesserung der Gesamtfunktion im S-Bahnsystem: „Allerdings ist es jetzt wichtig, auch bei der Entwicklung der Bahnsteige und der Stationen und Haltestellen nicht nachzulassen.“

Bernhard Meier (Freie Wähler) stellt die wichtigen Nebeneffekte des Redesign in den Mittelpunkt: „Ein besserer Ein- und Ausstieg, eine effektivere Kundenlenkung und eine Erhöhung des Wohlfühlfaktors im Innenraum der Bahn haben uns überzeugt.“ All dies solle auch zu einer verbesserten Pünktlichkeit führen. Für Harald Raß (SPD) war es zwar einerseits vernünftig und richtig, dass im neuen
S-Bahnvertrag, das Redesign enthalten war: „Anderseits hält sich unsere Begeisterung in Grenzen.“ Es werde sich erst in einigen Jahren zeigen, ob das Redesign zu Verbesserungen führe. „Wir stehen hinter dem neuen Design“, so Patricia Schäfer (AfD). Für eine Verbesserung des Fahrgastflusses lohne es sich Geld in die Hand zu nehmen. „Die Erhöhung der Aufenthaltsqualität und die Verbesserung der Fahrgastinformation sind die wesentlichen Vorteile“, sagt Armin Serwani (FDP). Man hoffe so auch auf neue Fahrgastrekorde. Michael Knödler (DIE LINKE/PIRAT) lobt vor allem die Ausstattung mit Steckdosen: „Immer mehr Menschen nutzen ihre mobilen Geräte in der S-Bahn und haben jetzt die Möglichkeit ihre Akkus wieder aufzuladen.“

Weitere Informationen zum neuen Design gibt es auf www.s-bahn-stuttgart.de/redesign.

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news-973 Thu, 30 Jul 2020 07:51:44 +0200 Fahrräder kostenlos und sicher abstellen Der Verband Region Stuttgart möchte die Nutzung von Bike and Ride-Anlagen an Bahnhöfen fördern, um ein kostenloses und zugleich sicheres Abstellen von Fahrrädern und E-Bikes zu ermöglichen. presse/artikel/aktuell/fahrraeder-kostenlos-und-sicher-abstellen/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=c1fbe9f77120da1303a492da6e702a06 Das Fahrrad erfreut sich in der Region Stuttgart immer größerer Beliebtheit. Das zeigt sich auch bei den Zahlen der Bike and Ride (B+R)-Anlagen in der Region. Zwischen 2015 und 2019 wuchs die Anzahl der angebotenen Fahrradabstellplätze an Haltestellen und Bahnhöfen um 9 Prozent auf ca. 13.000, die Auslastung der Anlagen stieg im gleichen Zeitraum um etwa 5 Prozent auf 55 Prozent. In der gestrigen Sitzung des Verkehrsausschusses wurde ein Konzept vorgestellt, wie die Nutzung der Anlagen und damit auch der öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver gestaltet werden könnte.

Weil immer mehr höherwertige Fahrräder gefahren werden, sind bei den Nutzern gesicherte Anlagen gefragt. Diese finden sich in überdachten Sammelanlagen, Fahrradparkbauten sowie Fahrradstationen. Bislang ist deren Nutzung jedoch mit Kosten für den Radfahrer verbunden. Je nach Standort kostet ein sicherer Fahrradabstellplatz zwischen 50 und 70 Euro im Jahr. Mit seinem neuen Konzept möchte die Region nun wie bei den Park and Ride-Plätzen für Autofahrer vorgehen und mit einem jährlichen Finanzierungsbeitrag ein kostenfreies Abstellen ermöglichen.

Abo als Zugangsberechtigung

Hierzu möchte der Verband Region Stuttgart den Betreibern von B+R-Bestandsanlagen einen Finanzierungsbeitrag von jährlich 50 Euro je allgemein zugänglichen abschließbaren Fahrradabstellplatz gewähren. Die Betreiber können diese Stellplätze dann Nutzern, die in Besitz eines VVS-Abo oder einem vergleichbaren Abo am jeweiligen Bahnhof sind, kostenfrei zur Verfügung stellen. Persönlich zugeordnete und dauerhaft reservierte Abstellmöglichkeiten werden von der Förderung ausgeschlossen. Das Konzept soll in überdachten Sammelanlagen und Fahrradparkbauten realisiert werden. Voraussetzung ist ein automatisiertes Zugangssystem, das die polygoCard und evtl. Abokarten von Verkehrsbetrieben erkennt.

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news-972 Thu, 23 Jul 2020 09:30:35 +0200 Unterstützung für Veränderungen Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart unterstützt Unternehmen aus den Bereichen Automotive und Industrieproduktion durch regionale Initiativen und Angebote bei Transformationsprozessen. presse/artikel/aktuell/unterstuetzung-fuer-veraenderungen/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=7bbfdc71971fcf3abb34cec22a324a21 Die Region Stuttgart steht aufgrund ihrer spezifischen wirtschaftlichen Struktur unter einem enormen Veränderungsdruck, der durch die Corona-Pandemie noch verschärft wurde. Wollen die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, sind sie zur Anpassung gezwungen. In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung wurde über die aktuelle Situation der regionalen Wirtschaft und die entsprechenden Aktivitäten der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) berichtet.  

Wesentliche Treiber der Veränderung sind neue Antriebstechnologien und neue Formen der Mobilität, die Digitalisierung von Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen sowie die Einhaltung von Umwelt- und Klimaschutzzielen. Die Unternehmen müssen ihre Rolle im Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung finden.

Unterstützung der WRS

Sensibilisierung und kompetente Begleitung in dieser kritischen Phase sind für kleine und mittlere Unternehmen hilfreich und zum Teil existenziell. Aus diesem Grund bietet die WRS verschiedenste Unterstützungen für regionale Unternehmen im Transformationsprozess an, passt diese aktuellen Entwicklungen an und baut sie gegebenenfalls aus. Die WRS konzentriert sich dabei auf drei Bereiche: Die Unterstützung der Transformation in der Industrieproduktion, im Automobilbau und in der Arbeitswelt.

Fokus auf drei Bereiche

Für die Industrieproduktion beschäftigt die WRS einen Transformationsbeauftragten, der Kooperationen zwischen Unternehmen vermittelt und sie bei den vielfältigen Herausforderungen unterstützt. Verschiedene Veranstaltungsformate und Projekte bringen in teils vertraulicher Runde Unternehmensvertreter zusammen, ermöglichen Wissensvermittlung und Zusammenarbeit und unterstützen die Unternehmen auf vielfältige Weise im Transformationsprozess. Im Bereich Automobilbau werden vor allem kleine und mittlere Betriebe bei der Transformation hin zu emissionsfreien Antrieben und automatisiertem Fahren unterstützt. Diverse Veranstaltungsformate erlauben den Wissens- und Erfahrungstransfer, Start-ups werden gezielt gefördert und der Austausch mit der Forschung vorangetrieben. Auf Fachkongressen und im intensiven Austausch mit politischen Entscheidungsträgern werden die neuesten Entwicklungen analysiert und Themen vorangetrieben. Die sich wandelnde Arbeitswelt unterstützt die WRS gezielt mit der Bündelung und Weitergabe von Informationen rund um Beschäftigung und Qualifikation in Form von Veranstaltungen und Texten, wie Websites, Broschüren und Magazinen.

Intensive Netzwerkarbeit

Eine intensive Netzwerkarbeit der WRS und aller entsprechenden regionalen Akteure im Transformationsbündnis Automobilwirtschaft Region Stuttgart ermöglicht es darüber hinaus, gemeinsame Projekte anzustoßen und Angebotslücken frühzeitig zu identifizieren und zu füllen.

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news-971 Thu, 23 Jul 2020 09:26:31 +0200 Region bleibt trotz finanzieller Einbußen verlässlicher Partner Trotz sinkender Fahrgastzahlen kann die Region auf einen stabilen Haushalt 2020 setzen. Mit der Fortführung regionaler Förderprogramme und dem Einsatz von Überschüssen will die Region auch 2021 unterstützen. presse/artikel/aktuell/region-bleibt-trotz-finanzieller-einbussen-verlaesslicher-partner/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=b9fef34baa9cd782cd1aa130ea1b7210 Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Lockdown haben eine schwere Wirtschaftskrise ausgelöst, die sich massiv auf die Steuereinnahmen auswirkt. Auf Antrag der Fraktion CDU/ÖDP wurde in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung über die Auswirkungen der Pandemie auf den Haushalt des Verbands Region Stuttgart diskutiert. Trotz der augenblicklichen Krise kann die Region eine stabile Haushaltslage für das Jahr 2020 verkünden.

Einbruch beim ÖPNV

Die Fahrgeldeinnahmen (ca. 135 Mio. Euro im Haushaltsplan 2020) bilden mit rund einem Drittel der Gesamteinnahmen zwar den Hauptfinanzierungsbestandteil des Verkehrshaushalts, wobei jedoch ein großer Teil davon (126,4 Mio. Euro für 2020) direkt an die Verkehrsunternehmen durchgereicht wird. In Folge dessen liegt das Risiko ausfallender Fahrgeldeinnahmen bei den Unternehmen, im Falle der S-Bahnen also bei der Deutschen Bahn. Als tatsächliche Deckungsmittel im Verkehrshaushalt des Verbandes dienen davon nur rund 9 Mio. Euro. So sind die Auswirkungen auf den Haushalt der Region aktuell trotz des drastischen Einbruchs der Fahrgastzahlen in den letzten Monaten noch nicht kritisch. Nach derzeitiger Einschätzung ergibt sich durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie für den Haushalt des Verbands Region Stuttgart kein Handlungsbedarf.

Prognose für den Haushalt 2021

Schwieriger fällt der Ausblick ins kommende Jahr: Noch ist nicht absehbar, wie sich die kommunale Finanzsituation vor allem im Jahr 2021 entwickeln wird. Gerade während der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte muss der Verband Region Stuttgart seinen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten und auch die sich daraus ergebenden Chancen für den Wirtschaftsstandort Region Stuttgart nutzen. Dies wird sich auch auf die Eckpunkte des Haushaltsentwurfes für 2021 auswirken. Die regionale Wirtschaftsförderung spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Sie soll im Haushaltsjahr 2021 finanziell gestärkt werden. Auch das regionale Förderprogramm für die Entwicklung von Gewerbeflächen soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Generell bekommen die regionalen Förderprogramme jetzt eine besondere Bedeutung. Die Pandemie hat gezeigt, dass insbesondere Naherholung und grüne Infrastruktur von enormer Bedeutung sind. Die Förderprogramme Landschaftspark sowie Wirtschaft und Tourismus sollen daher auch in Zukunft im bisherigen Umfang weiter angeboten werden. Ebenso werden sich die beschlossenen Investitionen in den Öffentlichen Personennahverkehr beziehungsweise die Weiterentwicklung und Verbesserung des Mobilitätsangebotes tragen. Die genauen Eckpunkte des Haushalts für 2021 werden sich in den Beratungen der Regionalversammlung im Herbst diesen Jahres herauskristallisieren.

Überschüsse aus 2019

Zusätzlicher Handlungsspielraum ergibt sich durch die Überschüsse aus dem Jahr 2019. Sollten diese in 2020 nicht abgerufen werden, könnten sie in 2021 berücksichtigt werden. Sowohl im Verbands- als auch im Verkehrshaushalt wurde 2019 ein besseres Ergebnis als geplant erzielt.

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news-970 Thu, 23 Jul 2020 09:15:43 +0200 Region als Vorreiter in der Wasserstoff-Technologie Elektromobilität, Wasserstoff und Brennstoffzelle: Die Region setzt beim Einsatz und bei der Nutzung nachhaltiger Antriebe Akzente und unterstützt Kommunen mit einer Standortplanung für Schnell-Ladeinfrastrukturen presse/artikel/aktuell/region-als-vorreiter-in-der-wasserstoff-technologie/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=d2b8f7fc222c475aababd15ccc2b6637 Der Einsatz nachhaltiger Technologien im Bereich Mobilität gewinnt für die Region weiter an Bedeutung. Dem Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung lagen dazu Anträge von CDU/ÖDP, SPD, Freie Wähler und FDP vor, die am Mittwoch behandelt wurden. Hintergrund sind die Möglichkeiten der Region, eine technologische Vorreiterrolle im Bereich Wasserstoff-/Brennstoffzellen-Technologie zu übernehmen sowie der aktuelle Stand und die Entwicklungsmöglichkeiten bei der Lade-Infrastruktur für den Verbraucher.

Elektromobilität

In Sachen Elektromobilität zählt die Region bundesweit zu den Vorreitern. Jeder dritte batterie-elektrische PKW im Land ist in der Region Stuttgart zugelassen, auf gerade einmal zehn Prozent der Fläche Baden-Württembergs. Der Anstieg neu zugelassener Elektroautos im Jahr 2019 betrug gegenüber dem Vorjahr rund 57 Prozent. Bei den Ladepunkten belegt das Land Baden-Württemberg nach der jüngsten Veröffentlichung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zudem mit 2628 Ladepunkten den ersten Platz beim Förderprogramm Ladeinfrastruktur. Die Region Stuttgart hat bei diesem Bundesprogramm in den bisherigen vier Aufrufen besonders gut abgeschnitten und verfügt über ein überdurchschnittlich hohes Angebot an Ladeinfrastrukturen, auch an Schnell-Ladeinfrastrukturen. 

Weiterer Aufbau von Schnellade-Stationen

Handlungsbedarf gibt es jedoch noch beim sogenannten Schnell-Laden. In Innenstadtlagen, an wichtigen Kreuzungen oder mit hohem Verkehrsaufkommen bestehen noch Angebotslücken. Hier versucht der Verband gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart gegenzusteuern und bietet vielfältige Unterstützung, Angebote und Netzwerke für Kommunen und Industrie an. Auch der Lebensmitteleinzelhandel hat den Mehrwert von Lademöglichkeiten während des Einkaufens erkannt und errichtet beispielsweise über das LINOx-Programm, an dem auch der Verband Region Stuttgart beteiligt ist, vermehrt Schnell-Ladestationen.

Voraussetzungen sind gut

Auch beim Thema Wasserstoff und Brennstoffzelle ist die Region Stuttgart gut aufgestellt. Neben führenden Forschungseinrichtungen im Bereich Brennstoffzelle und Wasserstoff sind in der Region Hersteller und zahlreiche Zulieferer der Fahrzeugbauindustrie tätig. Dies bietet Chancen im Hinblick auf die Entwicklung eines Produktionsclusters. Zwar gehöre die Wasserstoff- und Brennstofftechnologie zu den Zukunftstechnologien, doch sind laut einer Studie des Landes die nächsten zwei bis fünf Jahre entscheidend für die Rolle des Standorts im zukünftigen Weltmarkt. Gerade die Automobilregion Stuttgart dürfe diese Entwicklung nicht verpassen, wenn kurzfristig die Brennstoffzelle im Zug-, Schwerlastverkehr und für Busse an Bedeutung gewinnen könnte.

Wasserstoff-Masterplan und Lade-Infrastruktur

Um den Aufbau einer Wertschöpfungskette von der Produktion von grünem Wasserstoff bis zur Anwendung voranzutreiben, soll ein Wasserstoff-Masterplan für die Region Stuttgart entstehen. Dieser beinhaltet die Entwicklung einer Roadmap der Region gemeinsam mit den bereits existierenden Kompetenzzentren und Clusterinitiativen. Darüber hinaus sollen mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft anwendungsnahe Projekte entwickelt und für deren Umsetzung Fördermittel bei EU, Bund und Land beantragt werden. Die Ansiedlung von Unternehmen aus dem Bereich Wasserstoff und Brennstoffzelle soll gefördert werden und die Zulieferindustrie und der  Maschinenbau auf die neuen Technologien vorbereitet werden. Die Wirtschaftsregion Stuttgart wird sich zudem an der 2021 geplanten Ausschreibung des Landes Baden-Württemberg „Wasserstoff-Modellregion“ beteiligen. In der Region Stuttgart stehen aktuell vier Wasserstofftankstellen zur Verfügung: Am Flughafen, in Fellbach, Wendlingen und Sindelfingen. Eine weitere wird derzeit in der Landeshauptstadt Stuttgart geplant als Ersatz für die Tankstelle der EnBW in der Talstraße, die für PKW außer Betrieb genommen wurde. Der weitere Ausbau der Tankstellen-Infrastruktur setzt eine Mindestanzahl an Fahrzeugen voraus. Perspektivisch ist denkbar, dass Busse und LKW diese Lücke füllen.

Stimmen aus den Fraktionen

Für Andreas Koch (CDU/ÖDP) ist bei der Nutzung nachhaltiger Antriebe eines sehr wichtig: „Wir dürfen uns nicht nur auf eine Alternative fokussieren.“  Denn je weiter man raus aus der Großstadt komme, umso schwieriger werde es bei der Mobilität beispielsweise nur auf den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehr zu setzen: „Der Individualverkehr bleibt hier sehr wichtig und die Brennstoffzelle kann hierbei eine sehr große Rolle spielen.“

Auch Dr. Ludger Eltrop (Grüne) unterstützt den Verband bei seinen Bestrebungen, die Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die Region beim Thema Brennstoffzelle eine Vorreiterrolle einnimmt: „Allerdings ist die Brennstoffzelle kein einfaches Thema. Wir müssen ebenfalls einen erheblichen Ausbau der Strategie für erneuerbare Energien im Auge behalten, um auch tatsächlich ‚grünen‘ Wasserstoff erhalten zu können.“

Für Andreas Hesky (Freie Wähler) kann Wasserstoff dort einspringen, wo die E-Mobilität ihre Grenzen hat. „Hierbei sind wir mit einem Masterplan Wasserstoff auf dem richtigen Weg.“ Es müssten Initiativen unterstützt werden, um Arbeitsplätze in der Region zu behalten.

Dr. Jürgen Zieger (SPD) sieht große Chancen für die Region: „Auch die Bundesregierung hat das Thema erkannt, das gibt Hoffnung auf Projekte in der Region.“ Für einen Masterplan sei es jedoch wichtig, dass die Region mit allen Beteiligten aus dem Land auch über die Regionsgrenzen hinaus an einen Tisch kommt.

Stephan Köthe (AfD) hätte sich zusätzlich zum Thema Wasserstoff auch noch einen Fokus auf CNG (Compressed Natural Gas) gewünscht. „Denn für Wasserstoff braucht es einen langen Atem, der eine Zwischenlösung benötigt.“

Für Volker Weil (FDP) spielt die Brennstoffzelle eine wichtige Rolle, auf die man setzen müsse: „Gerade da die Region so stark mit dem Automobil verbunden ist.“

Peter Rauscher (DIE LINKE/PIRAT) sieht es als den richtigen Ansatz bei der Brennstoffzelle vor allem auf Bus und LKW zu setzen. „Denn nur den Motor im Auto zu wechseln, ändert nicht die Mobilität.“

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news-969 Mon, 20 Jul 2020 14:30:17 +0200 Wohnraum und Gewerbeflächen schaffen Der Verband Region Stuttgart setzt auch in Zeiten der Pandemie auf die Schaffung von Wohn- und Gewerbeflächen sowie die Attraktivität der Innenstädte. presse/artikel/aktuell/wohnraum-und-gewerbeflaechen-schaffen/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=9d11f60ebe6a45a4ea6df8dd97f46067 Die Region Stuttgart ist als dicht besiedelter, wirtschaftlich leistungsstarker und international vernetzter Standort von den Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders betroffen, entsprechend waren mögliche Folgen für die Arbeit des Verbandes auch Thema im gestrigen Planungsausschuss.  Aktuell geht man nicht von einem grundsätzlichen Revisionsbedarf bei der Regionalplanung aus, da sich diese in ihren Grundsätzen an einer nachhaltigen und langfristigen Raumentwicklung ausrichtet. Trotzdem wird wegen der augenblicklichen Sondersituation ein kurzfristiger Handlungsbedarf nicht ausgeschlossen und die wirtschaftlichen und demographischen Entwicklungen werden genau beobachtet.  Möglicherweise betroffene Bereiche sieht die Region bei den Gewerbeflächen, beim Wohnungsbau und bei der Entwicklung der Innenstädte. Darüber hinaus rechnet sich die Region auch Chancen aus, im Zuge der Konjunkturprogramme von EU, Bund und Land, laufende Veränderungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu gestalten.

Baureife Gewerbefläche benötigt

Bereits vor der Pandemie bestand in der Region eine unzureichende Verfügbarkeit großer, zusammenhängender, baureifer Gewerbeflächen. In der aktuellen Situation könnte sich dies verstärkter als Standortdefizit erweisen, da vielerorts Maßnahmen zur Umstrukturierung von Wertschöpfungs- und Produktionsketten ebenso für Platzbedarf sorgen könnten wie anstehende Investitionsentscheidungen im Rahmen staatlicher Fördermaßnahmen.  Vor allem um sehr kurzfristigen Bedarf zu ermöglichen, sind weiterhin Maßnahmen der Region notwendig. So unterstützt der Verband Region Stuttgart mit seinem Programm kommunale Maßnahmen zur Flächenaktivierung mit insgesamt drei Millionen Euro.

Wohnraum weiterhin fördern

Beim Wohnraum besteht seit geraumer Zeit auf Grund des sehr geringen Angebotes ein deutlicher Nachfrageüberhang. Aktuell kann nicht davon ausgegangen werden, dass selbst durch ein reduziertes Arbeitsplatzangebot und einer damit verbundenen rückläufigen Einwohnerzahl zu einer Balance zwischen Angebot und Nachfrage kommt. 

Im Gegenteil müsse man auf Grund der schlechteren Finanzlage in privaten Haushalten von einer erhöhten Nachfrage im unteren und mittleren Preissegment ausgehen. Entsprechend sei die Förderung dieser Segmente auch in Zukunft wichtig. Dies gelingt regionalplanerisch zum Beispiel durch Vorgaben zur baulichen Dichte.  Parallel zur Verdichtung müsse auf die Bereitstellung ausreichend öffentlicher Freiräume geachtet werden. Auch hier stellt die Region den Kommunen im Rahmen des Kofinanzierungsprogrammes Landschaftspark Region Stuttgart Gelder zur Verfügung.

Innerstädtische Einkaufslagen stärken

Bereits angekündigte Schließungen von traditionsreichen Innenstadteinrichtungen haben gezeigt wie tiefgreifend die Veränderungen durch die Pandemie selbst in umsatzstarken Regionen sind.  Entsprechend wichtig ist die Bedeutung von regional- und landesplanerischen Maßnahmen gegen eine Wettbewerbsverzerrung zulasten der Innenstädte.

Stimmen aus den Fraktionen

Roland Schmid (CDU/ÖDP) betonte, dass man trotz der Corona-Krise nicht die falschen Schlüsse ziehen dürfe: „Als Regionalverband dürfen wir uns jetzt nicht verleiten lassen, den Rückwärtsgang einzulegen.“ Es wäre der falsche Weg nun sämtliche Planungen über den Haufen zu werfen. „Jetzt heißt es den Weg weiter zu gehen und sich reaktionsfähig zu zeigen.“ Schmid ist überzeugt, dass wieder eine Phase der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung kommen wird, auf die man vorbereitet sein müsse.

Dorothee Kraus-Prause (Grüne) verdeutlichte, dass es nun wichtig sei, nicht nur eine Beobachter-Rolle einzunehmen: „Man muss nicht gleich den gesamten Regionalplan ändern, aber es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, mutig in die Debatten gehen, die kommen werden.“ Es gelte nun den Vorwärtsgang einzulegen bei den Themen Klima- und Strukturwandel. Sie wünschte sich eine Handreichung für Kommunen, um diese auf eventuelle Flächenumnutzungen besser vorzubereiten.

Für Wilfried Dölker (Freie Wähler) steht im Vordergrund, die wirtschaftliche Erholung mit allen Mitteln zu unterstützen und nicht zu verhindern. Darüber hinaus betonte er den immens wichtigen Schutz der Innenstädte: „Die Gefahr vermehrten Leerstandes steigt, darum müssen wir für die Region Instrumente entwickeln, dies zu verhindern.“

Regina Traub (SPD) sieht die Aufgabe der Region vor allem darin, entstehende Brachflächen umzuorganisieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. „Gibt es vielleicht Optionen solche Flächen zum Beispiel für gemeinschaftliche Aktivitäten oder günstigen Wohnraum zu nutzen?“

Joachim Hülscher (AfD) plädierte dafür die Situation zunächst weiter zu beobachten: „Es ist nicht sinnvoll nun Aktivitäten nur der Aktivität willen loszutreten.“

Rena Farquhar (FDP) sieht Corona vor allem als Katalysator: „Die Probleme und Lösungsansätze sind keine neuen.“ Wichtig sei es nun, dass die Kommunen von der Region unterstützt werden.

Christoph Ozasek (Die LINKE/PIRAT) betonte: „Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, dass wir möglichst viele Funktionen an den Wohnort zurückführen müssen.“ Die Frage sei nun, wie die Regionalplanung dies unterstützen könnte.

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news-968 Thu, 09 Jul 2020 09:00:54 +0200 S 60 – Regelung der abschließenden Kostentragung zwischen DB und Region Region übernimmt Kosten in Höhe von insgesamt 48 Millionen Euro. Finanzierungsrisiken bei maximal 5 Millionen Euro gedeckelt. presse/artikel/aktuell/s-60-regelung-der-abschliessenden-kostentragung-zwischen-db-und-region/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=7a03a92a87bb0c9e1338eb523be38a83 Durch den Ausbau der S-Bahn S60 zwischen Böblingen und Renningen mit Gesamtkosten von 189,3 Millionen Euro bietet die Region eine erfolgreiche Tangentialverbindung für werktäglich knapp 10.000 Fahrgäste im Abschnitt Böblingen-Sindelfingen. Durch weitere Infrastrukturmaßnahmen soll die S60 künftig im 15-Minuten-Takt verkehren. Das Projekt verzeichnete seit der Vertragszeichnung im Jahr 2004 Kostensteigerungen, zuletzt von rund 150 Millionen nunmehr 189,3 Millionen. Ursächlich waren neben infrastrukturellen Einflüssen, Rechtsänderungen und unvorhersehbare Baurisiken. Der Verkehrsausschuss hat am Mittwoch die Unterzeichnung eines Nachtragsvertrags zur Finanzierung beschlossen. Dieser legt für den Verband Region Stuttgart die Finanzierungssumme auf 48 Millionen Euro fest und deckelt verbleibende Finanzierungsrisiken auf einen Maximalbetrag von 5 Millionen Euro. Der Finanzierungsanteil der Region bleibt damit etwa gleich gegenüber den Planungen im Jahr 2008.

Da ein vollständiger Abschluss der Förderung erst in bis zu sechs Jahren erreicht werden kann, wurden Verhandlungen geführt mit dem Ziel, eine baldige Abrechnung herbeizuführen. Dafür wurden die Voraussetzungen des Bau- und Finanzierungsvertrags (BuFV) zugrunde gelegt. Im Ergebnis übernimmt die DB nicht zuwendungsfähige Projektkosten in Höhe von 37,4 Millionen Euro. Nach Abzug der bereits geleisteten Zahlungen sind seitens der Region noch 17 Millionen Euro an die DB zu entrichten.

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news-967 Thu, 09 Jul 2020 08:50:28 +0200 Weitere Verbesserungen für die S-Bahn Kapazitätsausweitungen im Nacht- und Wochenendverkehr, Studie zum Ausbau der Schusterbahn als Express-S-Bahn und Planung für Maßnahmen zur Barrierefreiheit beschlossen. presse/artikel/aktuell/weitere-verbesserungen-fuer-die-s-bahn/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=71429f4c45b48a284970af097d5fccd4 Die S-Bahn wird ihrer Rolle als Rückgrat des regionalen ÖPNV auch in Zukunft gerecht und stellt ein auf die Fahrgäste abgestimmtes Angebot bereit. Der Verkehrsausschuss der Region hat dafür am Mittwoch ein Bündel an Maßnahmen im Umfang von jährlich über 1,2 Millionen Euro verabschiedet. Um der stetig wachsenden Nachfrage in den Abendstunden nachzukommen, werden die Kapazitäten aller Linien unter der Woche bis ca. 23:30 Uhr durch den Einsatz von Vollzügen mit zwei Triebzügen erweitert. So kann auch bei Veranstaltungen ein hoher Komfort gewährleistet werden. Zudem werden im Nordnetz künftig am Wochenende auch nach 23:30 Uhr Vollzüge eingesetzt. Viele Ausflugsziele in der Region können mit der S-Bahn schnell und komfortabel erreicht werden. Die S-Bahn Stuttgart wird daher zunehmend auch für den Freizeitverkehr am Wochenende genutzt. Um diese Entwicklung zu begleiten, werden sonntags bereits ab 9 Uhr Vollzüge fahren. Eine weitere Angebotsausweitung auf der Teckbahn schließt dort montags bis freitags die morgendliche Angebotslücke mit folgenden Verbindungen:

RB 37959 Kirchheim (T.) ab 09:17 Uhr, Oberlenningen an 09:37 Uhr

RB 37960 Oberlenningen ab 09:53 Uhr, Kirchheim (T.) an 10:12 Uhr

RB 37961 Kirchheim (T.) ab 10:17 Uhr, Oberlenningen an 10:37 Uhr

RB 37962 Oberlenningen ab 10:53 Uhr, Kirchheim (T.) an 11:12 Uhr

Diese Maßnahmen werden im Dezember 2020 umgesetzt.

Zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2021 kann das Fahrtenangebot auf der Linie S4 zwischen Marbach (Neckar) und Backnang durch die Verlängerung des Halbstundentakts nach 20 Uhr um eine Stunde ergänzt werden. Konkret gibt es dann ein zusätzliches Fahrtenpaar:

Schwabstraße ab 20:32 Uhr – Marbach an 21:05 Uhr (existiert bereits) – Marbach ab 21:08 Uhr – Backnang an 21:22 Uhr (neuer Abschnitt)

Backnang ab 20:33 Uhr – Marbach an 20:51 Uhr (neuer Abschnitt) – Marbach ab 20:55 Uhr – Schwabstraße an 21:28 Uhr (existiert bereits)

Die Geschäftsstelle wurde zudem beauftragt Konditionen für weitere Verbesserungen zu verhandeln. Im Fokus sind hierbei Taktverbesserungen am Wochenende. Aufgrund von Anträgen mehrerer Fraktionen für eine schnelle Ausweitung des Betriebs auf der Schusterbahn wird eine Betriebsprogrammstudie durchgeführt. Diese soll noch im Jahr 2020 abgeschlossen werden und Aufschluss über die Möglichkeiten für eine kurzfristige Umsetzung einer Verbindung von Bietigheim nach Plochingen über die Schusterbahn geben.

Der Verband Region Stuttgart arbeitet kontinuierlich an der Barrierefreiheit der S-Bahn-Stationen. Mit dem Beschluss einer Finanzierungvereinbarung mit DB Station&Service über die Vorplanungen für die Stationen Leonberg und Stetten-Beinstein wird der nächste konkrete Schritt getan. Bis 2030 sollen elf weitere Stationen ausgebaut werden: Backnang, Kornwestheim, Stuttgart-Zuffenhausen, Oberesslingen, Esslingen-Zell, Stuttgart-Obertürkheim, Altbach, Stuttgart-Weilimdorf, Neuwirtshaus, Korntal und Ditzingen. Somit werden die Linien S1 und S6/S60 fast in ganzer Länge mit barrierefrei erreichbaren Bahnsteigen und Einstiegen in die S-Bahn versorgt.

Stimmen aus den Fraktionen

„Trotz Corona schicken wir neue Maßnahmen auf die Reise, die dringend nötig sind und kurzfristig aktiv werden,“ konstatierte Rainer Ganske (CDU/ÖDP). Hiermit wolle man den Fahrgästen mehr Komfort und Freiraum in der S-Bahn geben. „Wir können heute mit relativ kleinen Summen erhebliche Verbesserungen im S-Bahn Angebot schaffen“, betonte Michael Lateier (GRÜNE). Er bedauerte jedoch, dass die Verbesserungen im Nachtverkehr ab Donnerstagabend noch nicht kämen.

Bernhard Meier (Freie Wähler) befürwortete die S-Bahnverbesserungen, da man trotz schwieriger Zeiten den Innovationsfluss nicht aufhalten wolle. „Im Frühjahr haben wir Infrastrukturverbesserungen beschlossen, nun kommen die Angebotsverbesserungen, insbesondere im Freizeitverkehr“, resümierte Thomas Leipnitz (SPD). Aufgrund der noch nicht abschätzbaren Fahrgast- und wirtschaftlichen Entwicklung der Pandemie wollte Patricia Schäfer (AFD) die Maßnahmen erst Mitte 2021 umsetzen. Der Verkehrsausschuss hat den Antrag mehrheitlich abgelehnt. „Wenn der Fahrgast mehr Platz hat, dann steigt er eher ein“, stellte Armin Serwani (FDP) fest. Dies werde durch die Maßnahmen erreicht. Für Michael Knödler (DIE LINKE/PIRAT) handle es sich bei den beschlossenen Angebotsausweitungen um deutliche Verbesserungen für Menschen, die nachts arbeiten müssten.

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news-966 Thu, 09 Jul 2020 08:45:34 +0200 Region diskutiert neue Ideen für Bahnknoten Stuttgart Der Bau eines Gäubahn-Tunnel und die künftige Nutzung der „Panoramabahn“ werden Vorteile für den S-Bahn-Verkehr in der Region Stuttgart haben. presse/artikel/aktuell/region-diskutiert-neue-ideen-fuer-bahnknoten-stuttgart/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=af9c02fb00e2fb69e886ab84356c3af1 Der Deutschlandtakt eröffnet die Chance zwei wichtige Zulaufstrecken auf dem Bahnknoten Stuttgart zu verbessern. Zum einen ein neuer Tunnel-Anschluss zur Schnellbahntrasse nach Mannheim im Nordwesten der Landeshauptstadt, zum anderen der Gäubahn-Tunnel, der die Fernverkehrsstrecke Zürich und Stuttgart direkt an den Flughafen anbindet. Anlass der Diskussion im Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart war die Vorstellung des sogenannten Deutschlandtaktes durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vergangene Woche. Die SPD und Grünen hatten daraufhin Dringlichkeitsanträge gestellt. Die beiden Tunnel-Projekte sind Teil des Gutachterentwurfs für den Deutschlandtakt, der bundesweit für eine bessere Bahn-Anbindung zwischen den Großstädten sorgen soll.

Neuer Tunnel für die Gäubahn

Vor allem der neu ins Gespräch gebrachte Gäubahn-Tunnel hat Vorteile für den S-Bahn-Verkehr in der Region. Bei den bisherigen Planungen im Planfeststellungsabschnitt 1.3b sollte sich der Fern- und Regionalverkehr die Gleise der „Rohrer Kurve“ zwischen Stuttgart-Rohr und Flughafen mit den S-Bahn-Linien S2 und S3 im Mischverkehr teilen. Ein separater Gäubahn-Tunnel könnte hier für eine deutliche Entlastung sorgen.

Das zweite Projekt im Zuge des Deutschlandtaktes soll die Fahrtzeit von Stuttgart nach Mannheim verkürzen. Hierzu ist ein zusätzlicher rund zehn Kilometer lange Tunnel zwischen Feuerbach und Münchingen unter Zuffenhausen und der A81 hindurch angedacht.

Für die weitere Umsetzung der Maßnahmen bedarf es der endgültigen Klärung der Finanzierungsvoraussetzung zwischen dem Bund und dem Land sowie den weiteren S21-Vertragspartner, da die Planungen sich auf den Finanzierungsvertrag von S21 mit auswirken.

Stimmen aus den Fraktionen

Für Thomas Leipnitz (SPD) ist der Vorschlag des Gäubahn-Tunnels ein erfreulicher Vorschlag. Er merkte jedoch an: „Nur wenn es regionale Vorteile gibt, fließt auch regionales Geld.“ Sollte das dritte Gleis am Flughafen entfallen, so würde auch die regionale Mitfinanzierungverpflichtung entfallen. Auch Prof. Dr. André Reichel (GRÜNE) steht den Planungen generell positiv entgegen: „Allerdings stellt sich die Frage der Bauzeit und für wie lange dadurch die Gäubahn-Strecke zum Hauptbahnhof unterbrochen werden muss“, so Reichel. Immerhin zerschneide man eine internationale Fernverkehrsverbindung. Es sei wichtig jetzt in die Diskussion einzusteigen, eine ideale Lösung sei mit dem Tunnel noch nicht auf dem Tisch. Es müssten noch weitere Elemente kommen. Ebenso müsse die Finanzierung geklärt werden. Für Rainer Ganske (CDU/ÖDP) wäre der Gäubahn-Tunnel der erhoffte große Wurf für die Region, der nur durch Stuttgart 21 möglich geworden sei: „Er würde eine deutliche Verbesserung für die S-Bahn bedeuten“, sagte Ganske in der Sitzung des Verkehrsausschusses. So könne man künftig das Angebot erweitern und noch mehr S-Bahnen einsetzen „Gleichzeitig gehen wir einer Trassenkollision aus dem Weg“, so Ganske weiter. „Denn der Deutschlandtakt funktioniert nur, wenn wir die Zulaufstrecken nach Stuttgart verbessern.“ Die Finanzierung ist auch für Bernhard Meier (Freie Wähler) eine noch zu klärende Komponente. „Trotzdem möchte ich das Positive in den Vordergrund stellen – so eine Lösung hätten wir vor einem halben Jahr noch nicht für möglich gehalten“, sagte Meier. Diese Chance müsse man ergreifen. Joachim Hülscher (AfD) begrüßte die Überlegungen: „Wir haben ein positives Signal erhalten, allerdings kommt vieles auf die Finanzierung an“, so der Regionalrat. „Endlich wird auch etwas für die Region Stuttgart getan“, stellte Armin Serwani (FDP) fest. Er glaube aber erst daran, wenn die notwendigen Verträge unterzeichnet seien. Laut Wolfgang Hoepfner (DIE LINKE/PIRAT) ist man es den Menschen auf den Fildern schuldig, frühzeitig Sicherheit über die weitere Planung zu geben. „Bevor die Gäubahn abgehängt wird, muss es Klarheit für den Verlauf der S-Bahn geben.“

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news-965 Thu, 02 Jul 2020 12:51:37 +0200 Kofinanzierungsprogramm für Wirtschaft und Tourismus erhält positives Votum für Fortsetzung Bereits 24 interkommunale Projekte wurden bislang umgesetzt, über 2 Millionen Euro ausgeschüttet. presse/artikel/aktuell/kofinanzierungsprogramm-fuer-wirtschaft-und-tourismus-erhaelt-positives-votum-fuer-fortsetzung/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=49864417bbeaab16a8977e78f5a4300d Mit dem Kofinanzierungsprogramm „Wirtschaft und Tourismus“ fördert der Verband Region Stuttgart Modellprojekte im Verbund mehrerer Kommunen und trägt damit zur nachhaltigen Regionalentwicklung bei. So soll die interkommunale Vernetzung vorangebracht werden. Der Wirtschaftsausschuss hat sich nun für die Fortführung des Programms mit einem jährlichen Volumen von 350.000 Euro bis 2023 einschließlich ausgesprochen. Entscheiden wird die Regionalversammlung im Herbst im Rahmen des Haushaltsverfahrens.

Inzwischen sind alle fünf Landkreise der Region sowie die Stadt Stuttgart als Partner in mindestens einem Projekt eingebunden. Gefördert wurden bislang 24 Projekte, so die Entwicklung einer Premiumwandermarke, ein virtuelles Zentrum für Elektromobilität oder „Online Handel(n)“, ein zukunftsweisendes Konzept für Innenstädte. 14 Projekte sind umgesetzt und werden seitens der Antragsteller eigenständig weitergeführt.

Das Kofinanzierungsprogramm zeichnet sich durch die interkommunale Ausrichtung sowie die großen thematischen Freiräume aus, die kreative Ideen fördern. Die Vielseitigkeit der Anträge spiegelt diese Offenheit wider. Von der umfassenden organisatorischen und fachlichen Begleitung seitens des Verbands Region Stuttgart profitieren besonders kleinere Kommunen mit unter 20.000 Einwohnern, auf welche der Großteil der Projekte entfällt. Im Angesicht der Corona-Krise kann das Förderprogramm Kommunen helfen, zukunftsweisende Konzepte zu entwickeln und die Digitalisierung voranzubringen – zum Beispiel Online-Angebote oder intelligente Belieferungssysteme zur Unterstützung des Einzelhandels und der Gastronomie.

Um die Kofinanzierung bewerben können sich Kommunen, kommunale Zweckverbände sowie mehrheitlich im öffentlichen Besitz befindliche Unternehmen. Die Projekte werden bis zu einer Höhe von maximal 50 Prozent der Projektkosten gefördert. Informationen für Antragsteller gibt es unter www.region-stuttgart.org/kofiprogrammwt

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news-964 Thu, 02 Jul 2020 12:48:35 +0200 Region lobt Nachhaltigkeitspreis für Jugendliche aus Insgesamt 10.000 Euro für kreative und engagierte Projekte, die zu nachhaltigem Denken und Handeln in der Region animieren presse/artikel/aktuell/region-lobt-nachhaltigkeitspreis-fuer-jugendliche-aus/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=9ada01bd97d34d200fefecd60b01c181 Der Verband Region Stuttgart vergibt im Schuljahr 2020/2021 erstmalig einen Nachhaltigkeitspreis für Jugendliche mit besonderem Fokus auf Schulen. Das hat der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung am Mittwoch beschlossen.

Der Nachhaltigkeitspreis, der auf Antrag der Grünen ins Leben gerufen wurde, prämiert vorbildliche, einfallsreiche Ideen und Projekte, die dazu beitragen, Jugendlichen den Stellwert sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit zu vermitteln. Im Fokus stehen Ideen und Maßnahmen aus den originären Zuständigkeitsbereichen des Verbands Region Stuttgart. Diese sind: Mobilität, Natur und Landschaft, Regionalentwicklung, Umwelt, Energie und Klimaschutz sowie Wirtschaft und Tourismus. Dadurch möchte man Interesse für regionale Themen und die Kreativität der Jugendlichen fördern. Damit der regionale Bezug gewahrt bleibt, sind nur Teilnahmen aus der Region Stuttgart zulässig mit Projekten, die in der Region umgesetzt werden. Insgesamt stehen 10.000 Euro zur Verfügung, wovon 5.000 Euro auf den ersten Preis entfallen. Der zweite Preis ist mit 3.000 Euro dotiert, der dritte Preis mit 2.000 Euro.

Ziel ist es, Anfang 2021 auf potenzielle Wettbewerbsteilnehmer zuzugehen und unter www.region-stuttgart.org weitere Informationen bereitzustellen.

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news-963 Thu, 02 Jul 2020 12:20:13 +0200 Strukturwandel und Corona: Europa als Chance für die Region Deutsche EU-Ratspräsidentschaft soll aktiv für regionale Themen genutzt werden. Verband Region Stuttgart und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH ziehen positive Bilanz ihrer bisherigen Europaarbeit. presse/artikel/aktuell/strukturwandel-und-corona-europa-als-chance-fuer-die-region/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=add90ad9041e08a6a6db1c5072e07025 Europäische Vorhaben sind von hoher Bedeutung für die Region Stuttgart, darin waren sich Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling und der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart Dr. Walter Rogg in der Sitzung des regionalen Wirtschaftsausschusses am Mittwoch einig. In vielen Bereichen setzt die EU die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Region, etwa hinsichtlich der Wirtschaftsförderung, des Breitbandausbaus, der Mobilität oder der Aufwertung von Natur und Landschaft. „Die EU- Förderprogramme dienen als Katalysator für innovative Projekte und ermöglichen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine wichtige Kofinanzierung“, so Dr. Schelling. Zu nennen sei hier vor allem das europäischen Wiederaufbauprogramm „Next Generation EU“ als Post-Corona-Konjunkturprogramm. Dr. Walter Rogg führte aus: „Für europäische Projekte, die in den Jahren 2019 und 2020 laufen, erhält die Region Stuttgart rund 6,8 Millionen Euro an Fördermitteln.“ Die Einwerbung von EU-Geldern solle fortgesetzt werden. „Auch bringen wir uns weiter aktiv in die Diskussion für zukünftige europäische Förderprogramme ein.“ Die Region Stuttgart ist mit einem Europabüro in Brüssel vertreten. Der Leiter, Marcus Göpfert, betonte die Signifikanz der Europaarbeit: „Gerade in solch außergewöhnlichen Zeiten wie diesen ist es umso wichtiger in Brüssel auf ein langjährig aufgebautes und etabliertes Netzwerk zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen zurückgreifen zu können – nur gemeinsam sind wir stark.“

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, regionale Interessen bei europäischen Themen zu vertreten. So sind ab September Gespräche geplant, in denen über aktuelle EU-Politik und Vorhaben informiert wird. An dem Austausch mit Akteuren des europäischen Politikbetriebs in Brüssel wird die Regionalversammlung Corona-bedingt per Video live teilnehmen. Dabei geht es um Schwerpunkte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sowie die Förder- und Konjunkturprogramme. Zur Diskussion steht auch die Weiterentwicklung der Leipzig-Charta. Sie schafft die Grundlagen für eine neue europäische Stadtpolitik, denn sie soll die Stadt-Umland-Zusammenarbeit stärker als bislang in den Fokus rücken. Hierzu ist Mitte November eine Veranstaltung in Stuttgart mit weiteren acht europäischen Ballungsräumen vorgesehen. Unterzeichnet werden soll die Charta Anfang Dezember noch unter deutscher Ratspräsidentschaft.

Die Europaarbeit der Region Stuttgart erstreckt sich von der Interessenvertretung über das Standortmarketing, die Einwerbung europäischer Fördermittel und Mitgestaltung der europäischen Förderkulisse bis hin zur Europainformation und zum Europa-Wissen für die Region. So laufen momentan 19 EU-Projekte bei Verband und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart. Eines davon beinhaltet beispielsweise eine Studie zu den Potenzialen des autonomen Fahrens als Zubringer zum Schienenpersonenverkehr im ländlichen Raum. Ein anderes Projekt untersucht die Möglichkeiten von CO2-armen Mobilitätssystemen an Flughäfen am Beispiel des Stuttgarter Airports. Die Region Stuttgart engagiert sich in verschiedenen europäischen Netzwerken. Regionaldirektorin Dr. Schelling ist seit 2014 Präsidentin von METREX, dem Netzwerk europäischer Metropolregionen.

Stimmen aus der Regionalversammlung

Andreas Koch (CDU/ÖDP) betonte, dass die Europaarbeit weiterhin wichtig bleibt, und dankte für den engagierten Einsatz des Europabüros der Region Stuttgart. Es sei gerade jetzt durch die Pandemie deutlich geworden, dass „Probleme allein nicht national oder regional gelöst werden können, sondern europäische Zusammenarbeit nötig ist.“ Die Region habe in den richtigen Themenbereichen von den europäischen Förderprogrammen profitieren können. Sabine Kober (Grüne) begrüßte den „Green Deal“, meinte aber: „Wenn es außen grün ist, ist es nicht immer innen grün.“ Man solle daher darauf achten, dass bei den Förderprogrammen die Nachhaltigkeit nicht zu kurz komme. Im Hinblick auf den Klimawandel sei es „eine Herausforderung der Zukunft, die Städte resilienter zu machen“. Die Grünen beabsichtigen daher, die Stelle eines regionalen Klimamanagers beantragen. Das Europabüro sei der richtige Weg, um „der Region Stuttgart ein Gesicht in Brüssel zu geben,“ so Andreas Hesky (Freie Wähler). Es habe sich gezeigt, dass Europa sich zum „Innovationsmotor“ entwickeln könne, von dem die Region in vielerlei Hinsicht profitiere. „Es sind herausfordernde Zeiten für Europa“, konstatierte Dr. Jürgen Zieger (SPD). Zu einem vereinten und friedlichen Europa gäbe es keine Alternative. Von der Europaarbeit wünschte er sich systematische, konkrete und verständliche Informationen an die Kommunen. Daniel Lindenschmid (AfD) hob den wichtigen Einsatz des Europabüros besonders in schwierigen Zeiten hervor. Trotz aller derzeitigen Einschränkungen müssen man „weiter am Ball bleiben“. Für Volker Weil (FDP) ist die Europaarbeit der exportstarken Region „extrem wichtig“. Jedoch müsse man „aufpassen, dass wir eine starke Region bleiben und auch zukünftig an Fördermittel kommen.“ Mit Blick auf die Region begrüßte es Peter Rauscher (Linke/Pirat), dass die verschiedenen Handlungsfelder für die Europaarbeit richtig gewählt seien.

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news-962 Thu, 18 Jun 2020 08:21:40 +0200 Region will RegioRadStuttgart weiter ausbauen 150.000€ Förderprogramm für Kommunen zum Ausbau neuer Stationen sowie Gruppenbuchung und Freiminuten für Pedelecs beschlossen. presse/artikel/aktuell/region-will-regioradstuttgart-weiter-ausbauen/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=4de300f5cf413f747a5d268bb5fc0d7b Der Verband Region Stuttgart will auf Antrag der Fraktionen RegioRadStuttgart attraktiver machen und das regionale Netz an Stationen ausbauen. Das Fahrrad-Verleihsystem wird von der Landeshauptstadt koordiniert, die Region unterstützt das Angebot und möchte es weiter voranbringen. Deshalb hat der Verkehrsausschuss am Mittwoch sechs Maßnahmen zur Fortentwicklung beschlossen. Bei Buchung mit der polygoCard gibt es neben den weiterhin gültigen 30 Freiminuten für Räder ab Juli auch für Pedelecs dauerhaft 15 Freiminuten bei jeder Fahrt. Die Buchungs- und Reservierungsfunktion für das interkommunale und regionsweite Fahrrad- und Pedelecverleihsystem wird zudem um die Möglichkeit zur verbindlichen Gruppenbuchung für bis zu 15 Personen ergänzt. Zusätzlich zum Tagespreis von 10€ erhebt der Betreiber hier pro Vorgang eine einmalige Service-/Liefergebühr von 100€. Die bestellten Räder werden an eine beliebige Station geliefert und können, auch einzeln, an jeder Station wieder abgegeben werden.

Das im Mai 2018 gestartete Verleihsystem wird kontinuierlich ausgebaut, um ein lückenloses Netz zu gewährleisten. Nun bietet das Förderprogramm „zwei für eine“ Anreize zum Bau neuer RegioRadStuttgart (Gegen-)Stationen, die das Netz verdichten und Oneway-Ausleihen ermöglichen. Kommunen, die noch keine Station haben, werden bis zu 50.000 € bezuschusst, wenn sie eine weitere Station bauen. Auch wenn schon eine oder mehrere Stationen vorhanden sind, gibt es Fördermöglichkeiten. Bewerben können sich neben Kommunen auch Landkreise, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen in mehrheitlich öffentlicher Hand.

Zur gezielten Bewerbung insbesondere der touristischen Nutzung des Angebots wird eine Marketingkampagne durchgeführt. Ein einheitliches Wegeleitsystem an Bahnhaltepunkten soll die Sichtbarkeit der RegioRadStuttgart Stationen erhöhen. Um eine intensive Koordinierung und Abstimmung zwischen den Kommunen zu gewährleisten, finanziert der Verband Region Stuttgart eine neue Personalstelle, die bei der Stadt Stuttgart angesiedelt wird, unter deren Federführung RegioRadStuttgart steht.

 

Stimmen aus den Fraktionen

Mathias Rady (CDU/ÖDP) befürwortete das vorgeschlagene Stationsausbauprogramm. Die vorgeschlagenen 15 Freiminuten für Pedelecs seien allerdings zu wenig. „30 Freiminuten auch für Pedelecs wären wünschenswert, um das Interesse von Gelegenheitsnutzern zu wecken“, so Rady. Unter finanziellen Gesichtspunkten sah er die neue Personalstelle kritisch, da sie über viele Jahre mitfinanziert werden müsse. Philipp Buchholz (Grüne) war mit dem Maßnahmenpaket „mehr als glücklich“. Die Schaffung einer Personalstelle sei positiv, es sei „eine regionale Aufgabe, die nun auch mit regionalen Mitteln bezahlt wird“. Das Maßnahmenpaket bezeichnet er als „Meilenstein der Förderung nachhaltiger Mobilität durch den Verband Region Stuttgart. „In Corona-Zeiten hat die Fahrrad-Mobilität erheblich zugenommen“, konstatierte Rainer Gessler (Freie Wähler). Der Verband sei daher mit RegioRad auf dem richtigen Weg. Er sah insbesondere außerhalb von Stuttgart Ausbaupotential und begrüßte daher auch die Personalstelle, um einen kontinuierlichen Austausch herzustellen. Für Jasmina Hostert (SPD) sei die Auslastung von RegioRadStuttgart nach wie vor nicht zufriedenstellend, da es zu wenige Stationen gebe. Sie begrüßte, dass durch die geplante Förderung an der Verdichtung des Netzes und damit einer größeren innerörtlichen Flexibilität gearbeitet werde. Joachim Hülscher (AfD) bewertete die Maßnahmen als „guten Weg für vernünftige regionale Radpolitik“. Hülscher mahnte jedoch an, dass unter Corona-Gesichtspunkten die entstehenden Kosten im Auge behalten werden müssten. Zwar sei RegioRad nicht das prioritäre Thema der FDP, dennoch befürwortete Gabrielle Heise die Maßnahmen. Wichtig sei vor allem, die „Schaffung eines regionalen Netzwerks weit über Stuttgart hinaus.“ Laut Michael Knödler (DIE LINKE/ PIRAT) sei es wichtig „möglichst viel One-Way zu ermöglichen“. Ein Bonussystems könnte die gleichmäßige Verteilung der Räder fördern.

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news-961 Thu, 18 Jun 2020 08:12:33 +0200 Region diskutiert die Auslastung der Schienenstrecken und Optionen für das Nordkreuz Für die stark frequentierte Rems-, Murr- und Gäubahn sowie für den Abschnitt Weil der Stadt – Malmsheim werden Lösungen gesucht. Konkrete Planungen für Nordkreuz erst nach der Entscheidung des Bundes zum Nordzulauf. presse/artikel/aktuell/region-diskutiert-die-auslastung-der-schienenstrecken-und-optionen-fuer-das-nordkreuz/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=625bc9893cab73a0d33fffd4df43a9f4 Mehr S-Bahn-Verkehr setzt voraus, dass die Kapazitäten auf der jeweiligen Streckeninfrastruktur vorhanden sind. Deswegen hat sich der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart am Mittwoch mit der Auslastung des Schienennetzes in der Region, insbesondere der Zulaufstrecken nach Stuttgart, sowie mit Ausbauoptionen des Nordkreuzes nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 beschäftigt.

Welche Zulaufstrecken sind besonders betroffen?
Rems- und Murrbahn (Fellbach – Waiblingen – Backnang/ – Schorndorf)
Zwischen Fellbach und Waiblingen teilen sich die S-Bahn- und der Fern-/Regionalverkehr die Gleise sowohl in Richtung Backnang als auch nach Schorndorf. Weitere Engpässe bestehen in den Bahnhöfen Waiblingen, Backnang und Schorndorf. Bereits kleine Verspätungen können zu einem „Domino-Effekt“ führen, also der Übertragung von Verspätungen auf andere Züge.

Gäubahn (Herrenberg – Böblingen – Flughafen/Messe)
Auf der Gäubahn müssen sich die Züge der Linie S1 in beide Richtungen ebenfalls je ein Gleis mit den Zügen des Fern-, Regional- und Güterverkehrs teilen. So verhindert ein Trassenkonflikten mit dem zweistündlichen IC-Verkehr zwischen Zürich und Stuttgart einen durchgehenden 15-Minuten-Takt im Abschnitt Herrenberg – Böblingen. Auch der Bahnhof Böblingen erweist sich als Nadelöhr. Der Fern- und Regionalverkehr hat aktuell ab Stuttgart-Rohr eigene Gleise, die über die Panoramabahn in Richtung Stuttgart Hauptbahnhof verlaufen. Nach Fertigstellung von Stuttgart 21 wird dieser Verkehr über die „Rohrer Kurve“ in Richtung Flughafen abzweigen und dort im Mischverkehr mit der S2 und S3 fahren.

Weil der Stadt – Malmsheim
Hier verkehren ausschließlich S-Bahnen (S6 von Calw bzw. Weil der Stadt im 15 Minuten-Takt sowie zukünftig auch die S62 von Weil der Stadt im 30-Minuten-Takt), aber alle auf nur einem Gleis. Mit insgesamt zwölf Zügen pro Stunde ist dies der meistbefahrene eingleisige Streckenabschnitt im Netz der S-Bahn Stuttgart.

Welche Maßnahmen werden ergriffen?
Der derzeit wichtigste Baustein für eine Leistungssteigerung ist die Einführung des Europäischen Zugsicherungssystems ETCS Level 2 in Verbindung mit der digitalen Stellwerkstechnik. Damit wird zunächst die S-Bahn-Stammstrecke ausgerüstet. Das erhöht ihre Leistungsfähigkeit, denn damit werden die Züge pünktlicher beziehungsweise perspektivisch mehr Zugfahrten auf dem vielbefahrenen Abschnitt möglich. Im Rahmen des Pilotprojekts „Digitaler Knoten Stuttgart“ soll ETCS bis 2030 auf das gesamte S-Bahn-Netz ausgeweitet werden. Davon erwartet man sich auch deutliche Verbesserungen auf den Zulaufstrecken.

Darüber hinaus hat der regionale Verkehrsausschuss bereits weitere wichtige Investitionen in die Infrastruktur für einen leistungsfähigen S-Bahn-Betrieb auf den Weg gebracht. Hierzu zählen Ausbauten in Feuerbach, Vaihingen und Böblingen, für die S-Bahn nach Nürtingen sowie für den 15-Minuten-Takt auf der S60.

Weiterhin laufen derzeit für die Rems-, Murr- und Gäubahn Abstimmungen mit dem Land Baden-Württemberg und der DB Netz AG zu den mit Stuttgart 21 möglichen Fahrplänen. Es wird sich dann zeigen, ob dort weitere Verbesserungen an der Infrastruktur nötig sind.

Nordzulauf und Nordkreuz
Für einen funktionierenden Deutschlandtakt muss die Fahrzeit im Fernverkehr zwischen Mannheim und Stuttgart auf rund 30 Minuten reduziert werden. Maßgeblich dazu beitragen könnte ein neuer Fernbahntunnel im Nordzulauf auf Stuttgart. Diesen Ausbau will der Bund in den dritten Gutachterentwurf des Zielfahrplans für den Deutschlandtakt aufnehmen; das Papier soll Ende Juni veröffentlicht werden. Auf der Grundlage wird über eine Aufnahme des Projekts in den vordringlichen Bedarf für den Ausbau des Bundesschienennetz entschieden. Die weiteren Planungen für das sogenannte Nordkreuz werden davon abhängen, ob der Bund den Tunnel in sein Förderprogramm aufnimmt.

Bereits jetzt sind für das Nordkreuz Erweiterungsoptionen des Projekts Stuttgart 21 eingeplant. Sie können auch noch nach der Fertigstellung von S 21 umgesetzt werden. Nutzen und Finanzierung dieser ergänzenden Infrastruktur müssten dann noch geklärt werden. Dabei handelt es sich vor allem um die Anbindung der Panoramabahn in Richtung Feuerbach und Bad Cannstatt an die vorhandenen S-Bahn-Gleise, zwei neue Haltepunkte sowie die sogenannte P-Option und T-Spange.

Stimmen aus den Fraktionen
Rainer Ganske (CDU/ÖDP) betonte, dass man seit geraumer Zeit wisse, dass die Zulaufstrecken das Problem seien und nicht der künftige Stuttgarter Hauptbahnhof. Er freue sich daher, dass der Bund den Ausbau des Nordzulaufs im Zuge des Deutschlandtakts aufnehmen wolle. „Wir haben jetzt die Chance, Infrastruktur für die nächsten Jahrzehnte zu schaffen“, konstatierte Ganske. Für Prof. Dr. André Reichel (Grüne) ist die P-Option wie die große Wendlinger Kurve „eine absolute Notwendigkeit bei der Realisierung von Stuttgart 21“. Dies werde Geld kosten, ebenso wie der Ausbau der Panoramabahn. „Wir sollten uns von der Krise nicht bremsen lassen,“ so Reichel. Es handle sich hierbei um langfristige Projekte, die man schon angehen könne. Laut Bernhard Maier (Freie Wähler) zeige die Engstelle im eingleisigen Bereich zwischen Weil der Stadt – Malmsheim, dass man nur ein Aufgabenträger fahren könne. Ein Zusätzlicher sei hier definitiv nicht möglich. Thomas Leipnitz (SPD) setzte sich für die Panoramabahn ein, die nicht am Nordbahnhof ende dürfe, sondern bis nach Bad Cannstatt fahren müsse. „Die Panoramabahn braucht eine Zukunft, diese kommt nicht durch ‚oben bleiben‘“, so Leipnitz. Laut Holger Dorn (AfD) stelle sich durch Corona nicht die Frage nach dem ob im Zusammenhang mit Ausbauoptionen, sondern nach dem wann. Corona könne Maßnahmen verzögern, aber nicht die grundlegende Ausrichtung. Armin Serwani (FDP) begrüßte, dass sich etwas tue. Er appellierte: „Die Panoramabahn muss gleichzeitig mit der T-Spange und dem Nordkreuz kommen. Michael Knödler (DIE LINKE/PIRAT) bezweifelte, dass die acht Gleise am künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof für den Deutschlandtakt reichten.

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news-960 Wed, 20 May 2020 17:37:58 +0200 Sachstandsbericht zu Radschnellverbindungen in der Region Stuttgart vorgestellt Machbarkeitsstudien in allen fünf Landkreisen durchgeführt. Zwei Pilotprojekte in der Region Stuttgart. presse/artikel/aktuell/sachstandsbericht-zu-radschnellverbindungen-in-der-region-stuttgart-vorgestellt/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=2a00d00d155b09c7f6ab71fec3767d92 Radschnellwege fördern das Fahrradfahren als klimaschonende und gesunde Fortbewegungsart. In seiner Sitzung am Mittwoch hat sich der Verkehrsausschuss daher mit dem Sachstand in der Region beschäftigt.

Das Land Baden-Württemberg will bis 2025 zehn Verbindungen bauen, unter den ersten drei Pilotprojekten des Landes befindet sich eines in der Region Stuttgart. Diese Radschnellverbindung Neckartal soll von Stuttgart über Esslingen und Plochingen nach Reichenbach führen. Das Land hat die Förderung zugesagt. Bereits 2019 ging als erstes Realisierungs-Pilotprojekt des Landes die Strecke Böblingen/Sindelfingen – Stuttgart in Betrieb. Durch den Bau konnten vielfältige Erfahrungen gesammelt werden. Nach einem Zwischenergebnis der Untersuchungen in der Stadt Stuttgart sind Radschnellwege dort aufgrund der dichten Bebauung nur in reduziertem Standard oder als Fahrradstraßen im Mischverkehr möglich. Die Planungen der Landkreise für neue Radschnellverbindungen laufen seit 2018, die Region bringt sich im Rahmen eines Runden Tischs koordinierend ein. Dieser informelle Erfahrungsaustausch soll weitergeführt werden, um auf zusammenhängende regionalbedeutsame Radschnellverbindungen und den Ausbau des regionalbedeutsamen Radverkehrsnetzes hinwirken zu können. Weitere Machbarkeitsstudien in allen Landkreisen sind noch in Bearbeitung oder es wird auf eine Förderzusage gewartet. Die Planungszeiträume werden mehrere Jahre betragen und die Realisierung wird meist nur abschnittsweise möglich sein.

Land und Bund fördern die Planung und den Bau der Radschnellverbindungen. Um eine Förderung zu erhalten, müssen diese Wege bestimmten Qualitätsstandards des Landes genügen. Definiert wird eine Mindestlänge von fünf Kilometern, die interkommunale Verbindung von Quellen und Zielen des Alltagsradverkehrs sowie eine Prognose von insgesamt mindestens 2000 Fahrradfahrten täglich.

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news-959 Wed, 20 May 2020 17:34:24 +0200 S-Bahn Stuttgart nimmt Nachtverkehr wieder auf S-Bahn Stuttgart bietet ab 19. Juni 2020 wieder volles Fahrplanangebot. presse/artikel/aktuell/s-bahn-stuttgart-nimmt-nachtverkehr-wieder-auf/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=9a2e1c0dd857abb7379a52b209e07c85 Die corona-bedingten Einschränkungen im Fahrplanangebot der S-Bahn Stuttgart sind beendet. Seit dem 11. Mai verkehrt die S-Bahn wieder im gewohnten Viertelstundentakt, einzig der Nachtverkehr blieb weiterhin ausgesetzt. Ab dem 19. Juni verkehrt die S-Bahn von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag  wieder im gewohnten durchgängigen Stundentakt. Mit der Wiederaufnahme des Nachtverkehrs kehrt die S-Bahn nach dem Fahrplanwechseln komplett zum vollen Fahrplanangebot zurück. Der Nachtverkehr wurde als letzter Baustein reaktiviert, da aufgrund der Einschränkungen im öffentlichen Leben kaum Bedarf bestand. Dies wurde heute im Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart bekanntgegeben.

Der Verband Region Stuttgart bestellt den S-Bahn-Verkehr bei der DB Regio AG, gibt vor, in welchem Takt die S-Bahn fährt und kümmert sich um die Finanzierung des S-Bahn-Verkehrs in der Region Stuttgart.  Der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart bitten die Fahrgäste mitzuhelfen, die Ausbreitung des Coronavirus weiter erfolgreich einzudämmen, und bei Fahrten mit Bus & Bahn die folgenden Hygieneregeln zu befolgen:

1. Nutzen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung

2. Beim Husten und Niesen Mund und Nase mit gebeugtem Ellbogen zu bedecken - Papiertaschentuch nur einmal verwenden.

3. Möglichst nicht ins Gesicht fassen, auf Händeschütteln verzichten.

4. Regelmäßiges Händewaschen für mindestens 20 Sekunden.

5. Wenn Sie Fieber, Husten und Atembeschwerden haben, bleiben Sie zu Hause und suchen Sie telefonisch medizinische Hilfe über die örtlichen ärztlichen Bereitschaftsdienste oder Ihren Hausarzt.

 

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news-958 Wed, 20 May 2020 17:31:00 +0200 S-Bahn fährt 2019 erneuten Fahrgastrekord ein 2019 mit knapp 133 Millionen Fahrgäste erneut sehr erfolgreich. Freizeit- und Gelegenheitsverkehr gewinnt zunehmend an Bedeutung. presse/artikel/aktuell/s-bahn-faehrt-2019-erneuten-fahrgastrekord-ein/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=9ec2e4ec5ebf5354e958dddb479c716b Die S-Bahn Stuttgart verzeichnet in den letzten zehn Jahren eine überproportionale Zunahme der Fahrgastzahlen. So sind im Vergleich zum Vorjahr 2019 weitere rund zwei Millionen zusätzliche Fahrgäste mit der S-Bahn gefahren. Täglich nutzen über 433.000 Fahrgäste die Bahn auf dem Weg zur Arbeit, Schule, Universität und zunehmend in der Freizeit. Für das aktuelle Jahr ist aufgrund der Corona-Pandemie mit einem massiven Einbruch der Fahrgastzahlen zu rechen. Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat in seiner heutigen Sitzung die Fahrgastzahlen und Folgen der Pandemie diskutiert.

Nachfrage und Auslastung in der Hauptverkehrszeit 2019

Die Nachfrage in der morgendlichen Hauptverkehrszeit (HVZ) bleibt ungebrochen hoch. Insbesondere in der Zeit zwischen sieben und acht Uhr sind auf bestimmten Streckenabschnitten alle Sitzplätze belegt sodass ein größerer Stehplatzanteil über wenige Minuten unvermeidbar ist. Dies betrifft unter anderem die Linie S1 zwischen Obertürkheim und Stuttgart Hauptbahnhof sowie den Abschnitt zwischen Favoritepark und Ludwigsburg. Damit die Fahrgäste ihre Reiseplanung gegebenenfalls anpassen, sind Züge mit einer sehr hohen Auslastung in der Onlineauskunft gekennzeichnet. Seit dem Jahresfahrplan 2019 fahren die Züge bis zehn Uhr ebenfalls im 15-Minutentakt, was sich positiv auf die Nachfrage und Auslastung auswirkt. Die Fahrgastanzahl hat auf nahezu allen Streckenabschnitten in der Stunde zwischen neun und zehn Uhr zugenommen. Trotzdem ist das Platzangebot aufgrund der Ausweitung des Viertelstundentakts ebenfalls gestiegen. So wurde 2018 bei 14 Zügen ein Stehplatzanteil von über 50 Prozent gemessen, während es 2019 noch fünf Züge waren. Dies entspricht bei werktäglich rund 880 Fahrten rund 0,5 Prozent der gesamten Betriebsleistung.

Nachfrage und Auslastung außerhalb der Hauptverkehrszeit 2019

Der Freizeit- und Gelegenheitsverkehr gewinnt zunehmend an Bedeutung und damit auch ein guter Takt am Wochenende. So ist die Nachfrage in den vergangenen vier Jahren an Samstagen und Sonntagen um rund 18 Prozent gestiegen. Unter der Woche fahren die S-Bahnen bis weit nach Mitternacht, am Wochenende gibt es keinen Betriebsschluss. Dies hat zur Folge, dass die Nachfrage in den späten Abendstunden von Samstag auf Sonntag in den letzten vier Jahren um ca. 40 Prozent gestiegen ist. Die geringste Nachfrage besteht in der Nacht von Montag auf Dienstag. Daher wird dieser Zeitraum für Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen genutzt.

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Die S-Bahn Stuttgart hat im März und April mehr als 80 Prozent ihrer Soll-Leistung erbracht und liegt damit über dem landesweiten Durchschnitt von knapp über 75 Prozent. Die Fahrgastzahlen sind in der Zeit um 80 Prozent gesunken und liegen auch Ende April deutlich unter den bisherigen Werten. Die Einnahmen sind bei Berücksichtigung von Ausgleichsmitteln seit Jahresbeginn um etwa neun Prozent gesunken. Für April wird ein Rückgang von 50 Prozent prognostiziert. Derzeit zeichnet sich eine langsame Steigerung der Fahrgastzahlen ab.

Stimmen aus den Fraktionen

Laut Rainer Ganske (CDU/ÖDP) zeige die Entwicklung der Fahrgastzahlen, dass die ergriffenen Maßnahmen wirkten. Die Ausweitung des Viertstundentakts über die Hauptverkehrszeit habe zu einer Entlastung und besseren Verteilung der Fahrgäste geführt. „Wir leisten uns hier einen Luxus, hinter dem wir stehen“, betonte Ganske (CDU/ÖDP), da man sich bei der Auslastung der S-Bahn an einem geringeren Stehplatzanteil orientiere als laut Hersteller möglich wäre. Der Zuwachs im Gelegenheitsverkehr spreche für die Ausweitung des Viertelstundentakts am Wochenende, die seine Fraktion beantragt habe, denn: „Wenn das Angebot da ist, dann wird es genutzt, auch nach Corona.“ Auch Michael Lateier (GRÜNE) ist überzeugt, dass Angebotsverbesserungen positive Wirkungen haben. Die Ausweitung des Viertelstundentakts habe nicht nur zu einer besseren Verteilung der Fahrgäste geführt, sondern auch zu einem Zuwachs, was er als Erfolg für die Beschlüsse des Gremiums bewertete. Nun gelte es trotz Corona das Vertrauen in die S-Bahn wiederzugewinnen und den Service aufrechtzuerhalten, denn man stehe in Konkurrenz mit dem PKW, der immer einen Sitzplatz biete. „Wir sind auf dem richtigen Weg und müssen ihn konsequent fortführen.“ Für Bernhard Maier (Freie Wähler) kommen die gefassten Angebotsverbesserungen dem Bedarf der Fahrgäste entgegen. Er plädierte angesichts der Corona-Pandemie Bilanz zu ziehen und die finanziellen Auswirkungen auf die Region, die Landkreise und Kommunen zu eruieren. Daran müsse man sich in Zukunft orientieren. „Für 2019 waren wir gut unterwegs, nun müssen wir Zusatzbestellungen gut hinterfragen“, mahnte Maier. Harald Raß (SPD) stellte fest, dass der Nachtverkehr von Donnerstag auf Freitag stärker nachgefragt sei, als von Sonntag auf Montag. Daher plädierte er, diesen auf Donnerstag und Freitag auszuweiten. Er stellte zudem fest: „Jetzt braucht es intensiver Überlegungen den ÖPNV in der Qualität und Intensität aufrechtzuerhalten.“ Laut Armin Serwani (FDP) habe die FDP die Taktverbesserungen schon 2016 gewollt. Er war dennoch erfreut, dass man rechtzeitig die Beschlüsse für Angebotsverbesserungen gefasst habe. Viele wären angesichts der Auswirkungen der Pandemie nicht mehr möglich. Dass nur zwei Prozent der Abonnementkunden ihre Abonnements gekündigt hätten, ist für Michael Knödler (DIE LINKE/PIRAT) ein Zeichen, dass die Menschen auch in Zukunft Bahn fahren wollten. Er appellierte: „Wir müssen alle Optionen ausloten, um den ÖPNV weiter auszubauen.“ 

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news-957 Thu, 14 May 2020 12:54:47 +0200 Region trägt Verschiebung von Radsportevents mit Geplant sind Deutsche Straßenradmeisterschaft 2021 und Deutschland Tour 2022 mit Jedermannrennen in der Region Stuttgart – Verband Region Stuttgart fördert damit Fahrradfahren als nachhaltige Mobilität – Zusage vorbehaltlich der Zustimmung von Projektpartnern. presse/artikel/aktuell/region-traegt-verschiebung-von-radsportevents-mit/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=c44c01b552f36f7e55ac381fe456a921  Freie Fahrt in der Region Stuttgart nach den Corona-Einschränkungen für die Deutsche Straßenradmeisterschaft (Rad DM) Ende Juni 2021 sowie die Schlussetappe der Deutschland Tour im August 2022 – darauf hoffen nicht nur der Profi-Radsport und alle radfahrbegeisterten Breitensportler in der Region. Der Verband Region Stuttgart hat für seinen Teil den Weg dafür geebnet.

Am Mittwoch hat der regionale Wirtschaftsausschuss einstimmig einer Verschiebung der beiden ursprünglich für dieses und nächstes Jahr geplanten Events mitsamt ihren Jedermannrennen um je ein Jahr zugestimmt. Für die Umsetzung wird er seinen Anteil an den planungsbedingten Mehrkosten aufbringen. Voraussetzung ist, dass die Stadt Stuttgart ebenfalls mitgeht: Sowohl die für Juni geplante Rad DM 2020 als auch die Schlussetappe der Deutschland Tour 2021 waren bisher schon Gemeinschaftsvorhaben der Stadt Stuttgart und der Region unter Mitwirkung weiterer Austragungsorte. Die Veranstalter äußerten den Wunsch, eine einjährige Verschiebung der beiden Events zu prüfen. Grund waren die Corona-bedingten Absagen von Radsportveranstaltungen für diesen Sommer vor rund zwei Wochen.

Die Planungen für die Rad DM 2020 waren schon recht weit fortgeschritten, alleine für das begleitende Jedermann-Rennen „Brezel Race“ gingen bereits knapp 2.000 Anmeldungen ein. Die Hobbyradler sollen nun eine zweite Chance erhalten. Der Ausrichter, die Freunde Eventagentur, veranschlagt für eine Verschiebung ins nächste Jahr Mehrkosten von bis zu rund 200.000 Euro, der regionale Anteil beträgt maximal 66.000 Euro. Diese sollen zusätzlich zu den bereits eingeplanten regionalen Mitteln von 150.000 Euro zur Verfügung stehen. Eine Verschiebung der Deutschland Tour in das Jahr 2022 bedeutet, dass der bisher für die Austragung 2021 vorgesehene regionale Beitrag von 162.500 Euro auch weiterhin eingeplant wird.

Unter den Mitgliedern der Regionalversammlung herrschte Einstimmigkeit, an der Realisierung ihrer Beschlüsse mit einem Jahr Verzögerung festzuhalten. Damit möchten sie auch weiterhin für den Standort Region Stuttgart sowie das Fahrradfahren als umweltfreundliche Mobilitätsformwerben.

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news-956 Thu, 14 May 2020 12:47:50 +0200 Regionaler Wirtschaftsausschuss diskutiert mit Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut die Folgen von Corona Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sieht Baden-Württemberg wegen der starken Exportwirtschaft besonders betroffen. Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) sieht branchenspezifische Unterschiede. presse/artikel/aktuell/regionaler-wirtschaftsausschuss-diskutiert-mit-wirtschaftsministerin-hoffmeister-kraut-die-folgen-vo/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=276a447f2aa525ef51a9179a96d23c1e In seiner ersten Sitzung seit Ausbreitung der Corona-Pandemie hat sich im Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung des Verbands Region Stuttgart mit deren Folgen für die Wirtschaft beschäftigt. Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut berichtete in der Sitzung über die aktuellen Herausforderungen und unterstützende Maßnahmen.

„Wir müssen davon ausgehen, dass die Krise auch Baden-Württemberg wegen der starken Exportwirtschaft besonders hart treffen wird. Daher müssen wir reagieren. Dazu braucht es verschiedene Ansätze. Zunächst wollen wir das bereits umgesetzte Soforthilfeprogramm des Landes zeitlich verlängern und auf Betriebe mit bis zu 100 Beschäftigten ausbauen. Daneben werden wir die besonders betroffene Gastronomie und Hotellerie stützen. Zusätzlich werden wir die Konjunktur wieder ankurbeln müssen. Angefangen bei der Steuerpolitik über neue Weichenstellungen der Technologie- und Innovationspolitik bis hin zur Frage, wie wir generell Investitionen am Standort Baden-Württemberg attraktiver machen können. Unser Ziel ist es, unsere mittelständische Wirtschaftsstruktur möglichst unbeschadet durch diese schwere Krise zu bringen und so viele Arbeitsplätze wie irgend möglich zu erhalten“, betonte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Daher setzt sich das Wirtschaftsministerium für eine nachfragestimulierende Maßnahme ein.

Die mittlerweile mit dem Bundesprogramm zusammengeführte Soforthilfe für Unternehmen bis 50 Beschäftigte sei ein Erfolg. Mittlerweile wären rund 250.000 Anträge gestellt und Auszahlungen in Höhe von über 1,7 Mrd. € vorgenommen worden. Da viele Unternehmen über alle Branchen hinweg nach wie vor unter Liquiditätsengpässen zu leiden hätten, wird das Programm fortgesetzt und erweitert: für Unternehmen von bisher 50 auf bis zu 100 Mitarbeiter und mit einem maximalen Direktzuschuss von dann bis zu 50.000 Euro. Akuter Unterstützungsbedarf herrscht darüber hinaus insbesondere bei den Hotels und Gaststätten im Land. Hier ist eine einmalige Liquiditätshilfe in Höhe von 3.000 Euro für betroffene Betriebe geplant, die um 2.000 Euro für jeden Beschäftigten erhöht wird. Analog zum Verfahren bei der bisherigen Soforthilfe, soll die Antragstellung auch hier über die Industrie- und Handelskammern und die Auszahlung durch die L-Bank erfolgen.

Regionale Auswirkungen

Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) stellte die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft der Region Stuttgart vor. Demnach gehöre die Region Stuttgart zu den Regionen, die besonders stark von der Corona-Krise betroffen seien. Knapp 30% der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seien in der Region in Branchen tätig, die stark von Corona-Maßnahmen betroffen sind. Bundesweit läge der Anteil bei rund 22%. Innerhalb der Region sei der Landkreis Böblingen mit 38,6 % der Beschäftigten am stärksten betroffene, gefolgt vom Landkreis Esslingen (34%), dem Rems-Murr-Kreis (30,9%), den Kreisen Ludwigsburg und Göppingen (29,4%) und der Stadt Stuttgart mit (22,5%).

Überblick über einzelne Branchen

Die Coronakrise ist nach eigener Einschätzung für jeden dritten Zulieferer existenzbedrohend, so Rogg. Insbesondere bei kleinen und mittleren Zulieferbetrieben steige bei zunehmend angespannter Liquiditätssituation das Risiko der Insolvenz. Die Automobilindustrie befinde sich derzeit simultan in einer Angebots- sowie Nachfragekrise: Einerseits sind das hochgradig international organisierte Produktionsnetz und die Lieferketten gestört, gleichzeitig brechen die globalen Märkte ein. Strukturelle Trends, die bereits vor der Krise zu beobachten waren, würden sich verstärken. Die Situation gefährde notwendige Investitionen in Transformation und klimagerechte Mobilität. Der Maschinenbau sei von der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung besonders hart getroffen, da er durch Handelskonflikte und Umbrüche in der Automobilindustrie ohnehin bereits vorbelastet war. Insgesamt biete sich ein durchwachsenes Bild. Fast alle regionalen Maschinenbauer erwarteten daher aufs Jahr betrachtet erhebliche Umsatzeinbußen, über die Hälfte einen Rückgang von bis zu 30%, manche bis 80 oder gar 90%. Die Kreativwirtschaft liege laut Dr. Rogg am Boden.

Die WRS hat zur Unterstützung der regionalen Branchen, Unternehmen, Selbständigen und Freiberuflern verschiedene Formate entwickelt. Auf der WRS-Website wurde eine Übersicht zu Unterstützungsangeboten für regionale Unternehmen zusammengestellt. Der Bot „Regionaut“ beantwortet die Fragen der Unternehmen rund um Unterstützungsmaßnahmen. Auf der Plattform b2b.region-stuttgart.de finden Unternehmen zusammen, denen die Geschäftspartner weggebrochen sind oder deren Lieferketten geschwächt wurden. Am Ende seiner Ausführungen machte Dr. Walter Rogg aber auch ein wenig Mut. „Die Vorteile und Stärken der Region bleiben bestehen. Jetzt kommt es auf drei Dinge an: Die Kurve abzuflachen (flatten), zu kämpfen (fight) und wieder auf- bzw. umzubauen (rebuild).“

Stimmen aus den Fraktionen

Andreas Koch (CDU/ÖDP) lobte die bisher ergriffenen Maßnahmen. „Es ist jetzt wichtig beherzt zu agieren, um die Schäden aufzufangen, die sich später nicht mehr reparieren lassen“, betonte Koch. Er appelliert die heimische Automobilindustrie und den Maschinenbau, die viel Innovationskraft hätten, nicht zu vernachlässigen. „Dies sind die Unternehmen, die die Region wieder nach vorne bringen werden“, ist Koch überzeugt. Gleichzeitig warnte er vor zu schnellen Lockerungen, da bei einem zweiten Lockdown alles bisher eingesetzte Geld verloren wäre. Es sei wichtig mit Augenmaß voranzugehen und weiter die Nerven zu behalten bis ein Impfstoff gefunden sei.

Laut Dr. Ludger Eltrop (Grüne) steht Deutschland aufgrund der ergriffenen Maßnahmen gut da. Dies liege aber daran, dass wir es uns leisten könnten ohne die Kreditwürdigkeit zu verlieren. Für ihn wäre es ein gutes Signal gewesen auch den europäischen Partnern zu helfen. Seiner Meinung nach seien jetzt mehrere Fragen zentral. „Wie könnte Nachhaltigkeit zum Kern der Wirtschaft werden? Wie können Unterstützungsmaßnahmen auf Mega- und Kerntrends ausgerichtet werden? Wie kann man die Anfälligkeit der Region mindern? Wie kann die Regionalität von Lieferketten verbessert werden? Und welche Bedingungen brauchen Innovationsregionen?“

Andreas Hesky (Freie Wähler) lobte die gute Informationspolitik des Landes, auch wenn die Umsetzung der Beschlüsse für die Kommunen zeitlich nicht ganz einfach gewesen sei. Für ihn müsse Wirtschaft und Gesundheit zusammengedacht werden. Er mahnte: “Die Wirtschaft darf nicht vor die Gesundheit gestellt werden.“ Zudem appellierte er die jetzige Zeit als Chance für die Transformation zu nutzen. „Es braucht jetzt Anreize für neue Mobilitätsformen sowie Investitionen in die Infrastruktur, den ÖPNV, Glasfaser und den Straßenbau.“

Dr. Jürgen Zieger (SPD) lobte, dass die öffentliche Daseinsvorsorge endlich die Wertschätzung erfahre, die sie sonst nicht habe. Es bedürfe jetzt vielfältiger Konjunkturprogramme. „Die kommunale, öffentliche Daseinsvorsorge ist dabei genauso wichtig wie Produktionsunternehmen“, betonte Zieger. Dazu gehöre auch der ÖPNV, der dringend Unterstützung benötige. Er äußerte den dringenden Wunsch gegenüber der Wirtschaftsministerin viel Geld in die Hand zu nehmen um die Zukunft zu ermöglichen.

Für Daniel Lindenschmid (AfD) zeige die starke Betroffenheit der Wirtschaft im Süden, wie schlecht man hier aufgestellt gewesen sei. „Jetzt ist die Chance gekommen die Fehler der Vergangenheit rückgängig zu machen. “Er appellierte Geld bei irrelevanten Projekten einzusparen, steuerlich zu entlasten und eine Kehrtwende in der Dieseldebatte einzuleiten.

Hartfrid Wolff (FDP) lobte die Entscheidungen von Bund und Land zugunsten der Gesundheit. Er wünschte sich für die Zeit nach Corona eine vernünftige Evaluation. Laut Wolff gab es drei Bereiche, die in der Krise gut gelaufen seien: die Entbürokratisierung der Förderungen, die Digitalisierung und die Vergaben. „Wir brauchen nach Corona eine Entbürokratisierungsoffensive.“

Laut Peter Rauscher (Die Linke) sei ein sozial-ökologischer Umbau in Zukunft nötig. „Corona hat gezeigt, dass systemrelevante Berufe meist weiblich und schlecht bezahlt sind“, attestierte Rauscher. Hier müsse etwas geschehen ebenso wie bei der verstärkten regionalen Produktion von Lebensmitteln, wofür landwirtschaftliche Flächen erhalten werden müssten.

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news-955 Thu, 30 Apr 2020 10:00:45 +0200 S-Bahn kehrt mit Übergangsfahrplan zum regulären Angebot zurück Ab 4. Mai fährt S-Bahn morgens auf allen Linien im Viertelstundentakt. Eine Woche später kehrt die S-Bahn weitestgehend zum regulären Fahrplan zurück. Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen hilft bei der Eindämmung des Coronavirus. presse/artikel/aktuell/s-bahn-kehrt-mit-uebergangsfahrplan-zum-regulaeren-angebot-zurueck/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=964af9254aaa2a98c33f08ae9fc86e93 Die S-Bahn fährt ab Montag, 11. Mai 2020, weitestgehend wieder im regulären Fahrplan. Die entsprechenden Konzepte wurden in der vergangenen Woche vom regionalen Verkehrsausschuss befürwortet. Demnach fahren dann montags bis freitags alle Linien wieder zwischen etwa 6 Uhr und 10 Uhr sowie zwischen etwa 12 Uhr und 20.30 Uhr im Viertelstundentakt. Auch die Flughafenfrühverbindungen verkehren dann wieder. Lediglich der Nachtverkehr an den Wochenenden bleibt vorerst ausgesetzt. Die Regionalbahnen auf der Teckbahn zwischen Kirchheim (Teck) und Oberlenningen sowie der Schusterbahn zwischen Stuttgart-Untertürkheim und Kornwestheim fahren ebenfalls wieder im gewohnten Umfang.

Übergangsfahrplan ab Montag, 4. Mai

Zum regulären Angebot kehrt die S-Bahn mit einem Übergangsfahrplan ab Montag, 4. Mai 2020, zurück. Von Montag, 4. Mai, bis Freitag, 8. Mai, fahren die S-Bahnen auf allen Linien zwischen etwa 6 Uhr und 10 Uhr im Viertelstundentakt. Dieses Angebot kommt insbesondere den Schulen entgegen, die wieder Unterricht in den Schulgebäuden ermöglichen. In den übrigen Zeiten - auch in der Hauptverkehrszeit am Nachmittag und Abend - gilt überall das stabile Grundangebot im Halbstundentakt. Dazu werden weitestgehend Langzüge mit drei Triebwagen eingesetzt. In der morgendlichen Hauptverkehrszeit pendelt die S60 auf dem üblichen Laufweg Böblingen–Schwabstraße, zu allen anderen Zeiten - außer am Sonntag - zwischen Böblingen und Leonberg. Die Schusterbahn entfällt.

Der Verband Region Stuttgart bestellt den S-Bahn-Verkehr bei der DB Regio AG, gibt vor in welchem Takt die S-Bahn fährt und kümmert sich um die Finanzierung des S-Bahn-Verkehrs in der Region Stuttgart. Aufgrund der äußerst dynamischen Entwicklungen ist der Verband in einem dauerhaften Informationsaustausch mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen. Die Rückkehr zum regulären Fahrplan steht unter dem Vorbehalt, dass die allgemeine Situation weiterhin stabil bleibt und sich die positive Entwicklung fortsetzt.

Informationsmöglichkeiten zu Reiseverbindungen

Die Reiseverbindungen für den Übergangsfahrplan ab 4. Mai sowie für Fahrten ab dem 11. Mai sind voraussichtlich ab Donnerstag, 30. April, in den elektronischen Fahrplanmedien verfügbar. Die Deutsche Bahn empfiehlt Fahrgästen, sich mit Echtzeitinformationen in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/Reiseauskunft über die aktuellen Reiseverbindungen zu informieren. Informationen gibt es auch beim Kundendialog DB Regio Baden-Württemberg unter der Rufnummer 0711 2092-7087 (montags bis freitags, 7 bis 20 Uhr). Für aktuelle Fahrtempfehlungen einschließlich Ticketkauf gibt es zudem die Mobility Stuttgart App.

Unterwegs mit Bus & Bahn

Der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart bitten die Fahrgäste mitzuhelfen, die Ausbreitung des Coronavirus weiter erfolgreich einzudämmen, und bei Fahrten mit Bus & Bahn die folgenden Hygieneregeln zu befolgen:

1. Nutzen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung

2. Beim Husten und Niesen Mund und Nase mit gebeugtem Ellbogen zu bedecken - Papiertaschentuch sofort wegwerfen und Hände waschen.

3. Möglichst nicht ins Gesicht fassen, auf Händeschütteln verzichten.

4. Regelmäßiges Händewaschen für mindestens 20 Sekunden.

5. Wenn Sie Fieber, Husten und Atembeschwerden haben, bleiben Sie zu Hause und suchen Sie telefonisch medizinische Hilfe über die örtlichen ärztlichen Bereitschaftsdienste oder Ihren Hausarzt.

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news-954 Wed, 29 Apr 2020 14:39:58 +0200 Verschiebung der Deutschen Straßenradmeisterschaften 2020 - Durchführung in Stuttgart und Region im Jahr 2021 zusammen mit dem Brezel-Race wird geprüft presse/artikel/aktuell/verschiebung-der-deutschen-strassenradmeisterschaften-2020-durchfuehrung-in-stuttgart-und-region-im/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=2b7f3a58810cd6843c71c47e236c0567 Die Corona-Pandemie macht auch vor den für 2020 geplanten Deutschen Straßenradmeisterschaften (Rad-DM) in Stuttgart und Region nicht Halt. Der Ausrichter hat sich in Abstimmung mit dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) deshalb für eine Verschiebung in das Jahr 2021 ausgesprochen. Darüber finden derzeit Gespräche mit allen beteiligten Partnern statt. Da Großveranstaltungen bundes- und landesweit bis mindestens 31. August 2020 zu unterbleiben haben und Prognosen über dieses Datum hinaus unsicher sind, sah das Organisationsteam keine Möglichkeit, die Deutschen Straßenradmeisterschaften risikolos in Stuttgart und in den anderen Kommunen in der Region Stuttgart durchzuführen.

„Eine Verschiebung der Deutschen Straßenmeisterschaft in der derzeitigen Lage ist der richtige Schritt. Sportler, Organisatoren und auch der Bund Deutscher Radfahrer haben jetzt Klarheit. Die Gesundheit aller Beteiligten hat absoluten Vorrang und es ist derzeit noch keine Entspannung der Lage in Sicht“, äußert sich BDR-Präsident Rudolf Scharping. Der Plan sieht vor, die Veranstaltung für Ende Juni 2021 neu anzusetzen. Der genaue Termin kann erst mit Bekanntgabe des internationalen Radsportkalenders 2021 festgelegt werden. Durch diese Verlegung wird auch das Brezel Race Stuttgart und Region erst im neuen Jahr stattfinden können. „Die Verschiebung der Rad-DM in Stuttgart ist in der aktuellen Lage die beste Option für unsere Stadt“, sagt der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer. „Denn damit bekommen die Radsportlerinnen und Radsportler und natürlich auch die Stuttgarter die Chance auf das Radsportfest, das sie verdienen“, erklärt der Sportbürgermeister. „Wir wollen, dass die Teilnehmer des Brezel Race das besondere Flair eines Jedermann-Rennens richtig genießen können“, ergänzt Schairer. Bisher hatten sich rund 1.800 Breitensportler für das Brezel Race angemeldet.

„Das Anliegen, die Deutschen Radsportmeisterschaften um ein Jahr zu verschieben, ist für uns gut nachvollziehbar. Die Radsportfreunde, aber auch der Veranstalter und alle weiteren Beteiligten wollen Klarheit. Deshalb wird für die Region Stuttgart der Wirtschaftsausschuss am dreizehnten Mai dazu entscheiden,“ erklärt der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart Thomas S. Bopp.

Die Freunde Eventagentur plant gemeinsam mit der Stadt Stuttgart und dem Verband Region Stuttgart ein großes Radsport-Festival für alle sportbegeisterten Menschen. Ein „Geisterrennen“ ohne Zuschauer mit Zielankünften und Ortsdurchfahrten ohne Radsportfans war daher nicht denkbar. Für alle Teilnehmer des Brezel Race bleibt mit der Verschiebung die Chance gewahrt, völlig unbeschwert dem Hobby Radfahren in einem Wettbewerb nachzugehen. Der Dank des Organisationsteams gilt jetzt auch allen Sponsoren, Ausrichterkommunen, Dienstleistern für die Unterstützung und Solidarität. Ein besonderes Dankeschön des BDR geht an das Sauerland und die Stadt Winterberg, die einer Verschiebung der bereits zugesagten Deutschen Meisterschaften von 2021 ins Jahr 2022 zugestimmt haben. „Im Sinne des Radsports mussten wir nicht lange überlegen und tragen das selbstverständlich mit. Wenn wir dann 2021 in Stuttgart für unsere Tourismusregion und die nächsten Titelkämpfe werben können, hilft uns das sicher auch“, so Jörg Scherf, Heiko Volkert und Michael Beckmann vom Organisationsteam Sauerland. „Diese Solidarität im Sport ist einmalig“, sagt Albrecht Röder, Organisationschef Rad-DM und Brezel Race in Stuttgart. „Dieses Gemeinschaftsgefühl unter den Veranstaltern und die vertrauensvolle Partnerschaft mit der Landeshauptstadt Stuttgart sowie dem Verband Region Stuttgart ermutigt uns weiterhin, die Zukunft des Radsports in Deutschland zu entwickeln und zu sichern“, ist Röder überzeugt.

Die bereits angemeldeten Teilnehmer des Brezel Race werden vom Veranstalter Freunde Eventagentur um Verständnis und Geduld gebeten. Es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, die Details der Verschiebung nach Wunsch abzuwickeln. Alle Teilnehmer werden so schnell wie möglich per E-Mail und per Newsletter informiert. Die Veranstalter freuen sich, wenn viele der bereits angemeldeten Brezel Racer die Treue zum geplanten Rennen halten – und auch im Juni 2021 am Start stehen könnten. Bis dahin sind die wichtigsten Fragen und Informationen unter www.brezelrace.de abrufbar.

Hintergrund/Ausblick:

Die Deutschen Straßenradmeisterschaften waren vom 19. bis 21. Juni 2020 geplant. In diesem Rahmen hätte auch das „Brezel Race Stuttgart & Region“ seine Premiere gefeiert. Veranstalter der Deutschen Straßenradmeisterschaften ist der BDR und Ausrichter die FREUNDE Eventagentur. Der Gesamtevent ist ein von Landeshauptstadt Stuttgart und Verband Region Stuttgart gefördertes Gemeinschaftsvorhaben. Die Streckenplanung und Organisation für beide Rennen verantwortet der regionale Veranstalter Freunde Eventagentur aus Sindelfingen-Maichingen. Die Gesamtkommunikation zum neuen Jedermann-/Jedefrau-Rennen sowie zu den Deutschen Straßenradmeisterschaften 2020 begleitet das Stuttgarter Agenturtandem Sanshine Communications und WortFreunde Kommunikation. Das „Brezel Race Stuttgart & Region“ soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden und sich in der Region langfristig etablieren. Auch das Finale der Schlussetappe der Deutschland Tour, neu geplant für 2022, wird von der Landeshauptstadt und dem Verband Region Stuttgart gemeinsam gefördert. Teil des Finales ist die Jedermann Tour mit Start und Ziel in Stuttgart und zwei Strecken durch die Region.

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news-953 Tue, 28 Apr 2020 16:45:26 +0200 Deutschland Tour kann 2020 nicht stattfinden – Verschiebung auf 2021 in Planung Auch die Deutschland Tour unterliegt der Bund-Länder-Einigung zu den Corona-Maßnahmen, die Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 untersagt. Dies hat die Mehrheit der Bundesländer, die an der diesjährigen Austragung beteiligt sind, bestätigt. Damit kann die Rundfahrt nicht wie geplant vom 20. bis 23. August stattfinden. presse/artikel/aktuell/deutschland-tour-kann-2020-nicht-stattfinden-verschiebung-auf-2021-in-planung/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=626e4187b2066eedc657c182195451ad So groß die Enttäuschung auch ist, aber unter den aktuellen Umständen und mit der Entscheidung der Bundesregierung kann die Deutschland Tour in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Ich bedanke mich bei unseren Partnern in den Etappenorten und unseren Sponsoren sowie den Teilnehmern der Jedermann Tour und Fans für ihr Verständnis und ihre Unterstützung. Jetzt freuen wir uns umso mehr auf das nächste Jahr und setzen alles daran, Deutschlands größtes Radsportfestival in gleichem Format im August 2021 zu feiern“, sagt Claude Rach, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des Radsports.

Da der Verlauf der vier Etappen zwischen der Hansestadt Stralsund und dem Finalort Nürnberg bereits feststeht, soll die Rundfahrt komplett identisch auf das nächste Jahr verschoben werden. Alle Etappenorte und beteiligten Bundesländer haben ein positives Signal zu dieser Initiative gegeben und ihr großes Interesse unterstrichen, auch in 2021 Gastgeber der Rundfahrt zu sein. Es ist das gemeinsame Ziel aller Partner, dass die Deutschland Tour in der zweiten Augusthälfte 2021 auf den gleichen 720 Kilometern von Mecklenburg-Vorpommern nach Bayern führt.

Aus dem Startort der Deutschland Tour sagt Alexander Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund: „Natürlich sind wir enttäuscht, dass ausgerechnet im 30. Jahr der Deutschen Einheit die Deutschland Tour nicht stattfinden kann – sollte es doch von Nordost nach Südwest einmal quer durch die Republik gehen. Aber Gesundheit geht vor und darum verlängern wir jetzt einfach die Vorfreude.“

Dr. Klemens Gsell, Sportbürgermeister im Zielort Nürnberg, ergänzt: „Die Freude auf die Deutschland Tour ist ungebremst. Aber in der derzeitigen Lage ist ein Fest, bei dem tausende Zuschauer und Sportler großen Radsport feiern, nicht denkbar. Umso größer wird nun die Vorfreude auf 2021. Auch wenn noch administrative Prüfungen und Gespräche in unseren Gremien vorausgehen, bin ich sehr zuversichtlich, dass die Verschiebung gelingt.“

Auswirkungen bis zur Deutschland Tour 2022

Die Verschiebung der diesjährigen Rundfahrt hat auch Auswirkungen auf die Landeshauptstadt Stuttgart und den Verband Region Stuttgart. Sie erhielten vor wenigen Wochen den Zuschlag, das Finale der Deutschland Tour 2021 auszurichten.

„Aus der aktuellen Situation ergibt sich die logische Konsequenz, dass die Gesellschaft zur Förderung des Radsports und die Etappenorte die für 2020 geplante Deutschland Tour ins Jahr 2021 verschieben wollen", sagt der Stuttgarter Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer. „Stuttgart ist darum offen für eine Verlegung des ursprünglich für 2021 in der Landeshauptstadt geplanten Finales der Schlussetappe der Deutschland Tour ins Jahr 2022", ergänzt Schairer.

„Natürlich möchte sich auch die Region Stuttgart gegenüber den diesjährigen Etappenorten und dem Veranstalter möglichst kooperativ zeigen. Deshalb werden wir das Anliegen schon im nächsten regionalen Wirtschaftsausschuss Mitte Mai behandeln. Es wäre schön, wenn wir auch nach Corona wieder solche Radsportevents bei uns in der Region feiern könnten“, erklärt der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart Thomas S. Bopp.

Deutschlands größtes Radsportfestival könnte dann 2022 sein großes Finale inklusive Jedermann Tour in Stuttgart und der Region Stuttgart feiern.

Gemeinsame Pressemitteilung vom 28.04.2020 als PDF Download

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news-952 Fri, 24 Apr 2020 17:27:03 +0200 Stuttgart-21-Partner ebnen Weg für Pilotprojekt „Digitaler Knoten Stuttgart“ Anpassung des Finanzierungsvertrags: Lenkungskreis beschließt Ausrüstung von Stuttgart 21 mit digitaler Technik • Wesentlicher Beitrag zur deutschlandweiten Steigerung der Schienenkapazität um bis zu 20 Prozent und zur Qualitätsverbesserung presse/artikel/aktuell/stuttgart-21-partner-ebnen-weg-fuer-pilotprojekt-digitaler-knoten-stuttgart/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=ebdeba5f75d9d06a572d736df443a4d2 (Stuttgart, 24. April 2020) Die Stuttgart-21-Partner haben den Weg für das Pilotprojekt „Digitaler Knoten Stuttgart“ geebnet: In der heutigen Lenkungskreissitzung haben die Projektpartner beschlossen, Stuttgart 21 mit digitaler Leit- und Sicherungstechnik auszurüsten und den Finanzierungsvertrag entsprechend anzupassen. Somit bekommt Stuttgart als erste Region Deutschlands einen Schienenknoten, der mit dieser modernen Technik ausgerüstet ist. Stuttgart 21 leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung des Schienennetzes, mit der deutschlandweit die Kapazität um bis zu 20 Prozent gesteigert und die Qualität des Schienenverkehrs verbessert werden soll.

„Der Beschluss zur Ausrüstung von Stuttgart 21 mit moderner, digitaler Technik ist nicht nur zukunftsweisend für die High-Tech-Region Stuttgart – er ist auch ein deutliches Signal weit darüber hinaus: Wir können zum internationalen Industriechampion werden, an dem sich Eisenbahnen anderer Länder orientieren. Deutschland braucht die starke Schiene – und genau dafür steht das Pilotprojekt „Digitaler Knoten Stuttgart“, das wir dank Stuttgart 21 möglich machen“, sagte Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG.

„Nachdem der Bund zugesichert hat, die Ausrüstung der Züge mit der elektronischen Zugsteuerung ETCS zu fördern, haben wir heute der Projektänderung für die Leit- und Sicherungstechnik im Projekt „Stuttgart 21“ zugestimmt. Gleichzeitig haben wir nun Klarheit über die konkrete Ausgestaltung des Pilotprojekts. Gemeinsam werden wir im Schienenknoten Stuttgart richtungsweisende Digitalisierungstechniken wie das hochautomatisierte Fahren und modernste Verkehrsleittechnik einführen. Damit können die Pünktlichkeit gesteigert und mehr Verkehr auf demselben Netz abgewickelt werden. Auch der Umgang mit Störungen im Betrieb wird verbessert. Die Region Stuttgart ist damit der Wegbereiter und zugleich Pilotregion für die Digitalisierung des deutschen Schienenverkehrs“, sagte Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg.

„Eine gute und zukunftsfähige Einbindung in den bundesweiten und europäischen Schienenverkehr ist für die Stadt Stuttgart von großer Bedeutung. Wir begrüßen es deshalb sehr, dass der Bahnknoten Stuttgart und damit auch das Stuttgarter S-Bahn-Netz als erste Metropolregion Deutschlands mit der neuen digitalen Leit- und Sicherungstechnik ausgerüstet wird. Dies ist eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Region“, sagte Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart.

„Seit 2014 hat sich der Verband Region Stuttgart beim Bund, dem Land und der Bahn dafür stark gemacht, ETCS auch für die S-Bahn in die Region Stuttgart zu holen. Dass unser Einsatz Früchte getragen hat und wir heute das Projekt S21 enorm verbessern konnten, macht mich glücklich und stolz. Ab 2025 wird in der Region Stuttgart erstmalig ein ganzer Schienenknoten digital gesteuert, und zwar über alle Zuggattungen hinweg. Damit stellen wir die Weichen ins digitale Zeitalter der S-Bahn, und die Region Stuttgart wird auch im Bereich der Eisenbahntechnologie zu dem innovativen Schaufenster der Republik“, sagte Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart.

Wesentliche Elemente des Pilotprojekts „Digitaler Knoten Stuttgart“ sollen bis zum Jahr 2025 umgesetzt werden. Dabei ist vorgesehen, sämtliche Strecken des Projekts Stuttgart 21 sowie große Teile des S-Bahn-Netzes der Region Stuttgart mit ETCS (European Train Control System), digitalen Stellwerken und hochautomatisiertem Fahrbetrieb mit Triebfahrzeugführern auszustatten. Im ersten Schritt sollen die Strecken zwischen Feuerbach im Nordwesten, Bad Cannstatt, Sommerrain und Untertürkheim im Nordosten, Goldberg im Südwesten sowie Filderstadt-Bernhausen im Südosten digital ausgerüstet werden. Bis 2030 soll das gesamte Stuttgarter S-Bahn-Netz folgen, einschließlich der Strecken, auf denen auch Fern-, Regional- und Güterzüge fahren.

Dank des Pilotprojekts „Digitaler Knoten Stuttgart“ kommen bei Stuttgart 21 ein Digitales Stellwerk statt der ursprünglich vorgesehenen konventionellen Stellwerke zum Einsatz. Eine weitere Änderung: Anstelle der ursprünglich geplanten punktförmigen Zugbeeinflussung wird modernste digitale Leit- und Sicherungstechnik eingebaut (ETCS Level 2).

Der Stuttgart-21-Lenkungskreis begrüßt dieses Vorhaben und hat heute beschlossen, die Festlegungen zur Leit- und Sicherungstechnik für das Projekt Stuttgart 21 gemäß des Finanzierungsvertrags vom 2. April 2009 entsprechend anzupassen.

Demnach soll der bisher im Stuttgart-21-Finanzierungsvertrag für die Leit- und Sicherungstechnik veranschlagte Betrag in Höhe von 160,5 Millionen Euro nun als pauschaler Kostenanteil für die Digitalisierung verwendet werden. Alle darüberhinausgehenden Kosten hierfür sollen Bund und Deutsche Bahn auf Basis einer zu schließenden Finanzierungsvereinbarung übernehmen, da die im Rahmen des Pilotprojekts „Digitaler Knoten Stuttgart“ geplante Ausrüstung über den ursprünglich vereinbarten Projektumfang hinausgeht.

Der Digitale Knoten Stuttgart ist Teil des Starterpakets der Digitalen Schiene Deutschland. Diesem Starterpaket gehören auch die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main und der transeuropäische Korridor „Skandinavien-Mittelmeer“ an. Die Finanzierung der Infrastrukturmaßnahmen ist im Bundesaushalt und bei der Deutschen Bahn bis 2024 verankert.

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news-951 Thu, 23 Apr 2020 09:00:44 +0200 Region Stuttgart will leistungsfähige S-Bahn während der Bauphase der Gäubahnanbindung presse/artikel/aktuell/region-stuttgart-will-leistungsfaehige-s-bahn-waehrend-der-bauphase-der-gaeubahnanbindung/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=a5426f843f505b049567629a7b2fb17a Im Rahmen der Anhörung zur zweiten Planänderung des Planfeststellungsabschnitts (PFA) 1.3b des Bauprojektes Stuttgart 21 hat der regionale Verkehrsausschuss seine Forderung bekräftigt, für die Fahrgäste der Gäubahn auch in der Zeit zwischen Inbetriebnahme von Stuttgart 21 und der erst späteren Anbindung der Gäubahn an den Flughafen die erforderlichen Kapazitäten bereitzustellen. In dieser Zeit ist die Gäubahn mit den Zügen von Horb und Singen nicht mehr direkt an den Stuttgarter Hauptbahnhof angebunden. Die Fahrgäste in die Stuttgarter Innenstadt müssen dann in Böblingen oder Stuttgart/Vaihingen vom Fern- oder Regionalzug auf die S-Bahn umsteigen.

Die S-Bahn ist für diesen Fall gut gerüstet. Zum einen setzt der Verband Region Stuttgart schon sukzessive die Ausweitung des durchgehenden 15-Minuten-Takts auf der S-Bahn um. Zum anderen beschloss der Ausschuss am Mittwoch, die DB Netz AG umgehend mit den Planungen dafür zu beauftragen, dass mit Inbetriebnahme von Stuttgart 21 vier zusätzliche Züge pro Stunde aus dem Nordnetz bis Vaihingen und zwei davon weiter bis nach Böblingen geführt werden können. Der Verkehrsausschuss fordert in seiner Stellungnahme zum PFA 1.3 b mit Nachdruck, dass diese Kapazitäten spätestens mit der Inbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofs zur Verfügung stehen, denn dann kann auf der S-Bahn-Stammstrecke mit dem digitalen Zugbeeinflussungssystem ETCS gefahren werden. ETCS ermöglicht eine dichtere Zugfolge und somit mehr Verkehre auf der vorhandenen Infrastruktur.

Für die Gäubahnführung zum Flughafen läuft derzeit die Anhörung zur zweiten Planänderung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den PFA 1.3b. Diese Planänderung war notwendig, da die bis zum Jahr 2030 geplanten S-Bahn- und Landesverkehre auf der Bahnstrecke zwischen Böblingen und Stuttgart/Vaihingen die bisherigen Annahmen übersteigen. Mit den höheren Zugzahlen war auch der Lärm- und Erschütterungsschutz zu überprüfen.

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news-950 Thu, 23 Apr 2020 08:56:45 +0200 Region beschließt Investitionsoffensive in S-Bahninfrastruktur S-Bahn nach Nürtingen, Durchbindung von weiteren Linien aus dem Nordast bis Vaihingen/Böblingen/Ehningen, 15-Minuten-Takt auf der S60 Böblingen-Renningen und S62 als ergänzendes Angebot auf der S6 beschlossen. presse/artikel/aktuell/region-beschliesst-investitionsoffensive-in-s-bahninfrastruktur/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=df8b6a61b5399e7e3d92bd0ade81168a Der regionale Verkehrsausschuss hat in seiner gestrigen Sitzung eine Infrastrukturoffensive für die S-Bahn beschlossen, die diverse Angebotsverbesserung mit sich bringe. Die Geschäftsstelle des Verbands Region Stuttgart wurde bereits Mitte März beauftragt entsprechende Verträge mit DB Netz AG und der DB Station&Service AG abschließen. Die ersten Ausschreibungen für Verbesserungen in Feuerbach und Vaihingen beginnen bereits im Frühsommer.

Konkret geht es bei der Infrastrukturoffensive um sechs Maßnahmen. So soll es auf der S6 eine zusätzlichen Verdichterlinie (S62) mindestens zwischen Leonberg und Feuerbach geben. Diese hätte entlastende Wirkungen auf die S6 und könnte zusätzlich neue Fahrgastpotenziale erschließen. Im Störungsfall gebe es zudem den Vorteil, dass bei Sperrung der Stammstrecke mehr S-Bahnen nach Feuerbach mit Verknüpfung zur Stadtbahn geführt werden könnten. Hierzu sind Umbaumaßnahmen an Gleis 130 im Bahnhof Feuerbach erforderlich.

Die Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart sind vom Bund als bundesweites Pilotprojekt für die Ausstattung mit dem digitalen Zugsicherungssystem ETCS L2 ausgewählt. Mit der Inbetriebnahme dieser neuen Technik könnten vier zusätzliche Züge pro Stunde von der Schwabstraße aus weiter nach Stuttgart-Vaihingen und zwei davon stündlich bis Böblingen und in einer weiteren Stufe dann bis Ehningen fahren. Neben der Ausstattung mit ETCS werden dafür weitere Anpassungen an der Infrastruktur erforderlich, die der Ausschuss auf den Weg bringen möchte.

Auch in Wendlingen, Oberboihingen und Nürtingen sind für die Weiterführung der S-Bahn von Plochingen bis nach Nürtingen Arbeiten an der Infrastruktur erforderlich. Nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 wird sich mit der
S-Bahn nach Nürtingen unter Einbeziehung des Regionalverkehrs erstmals ein Ringschluss ins Neckartal ergeben. Vom Flughafen ergäbe sich dann die Möglichkeit, mit dem Regionalverkehr nach Nürtingen und mit der S-Bahn weiter nach Plochingen zu fahren. Der S-Bahn-Halt in Nürtingen bringt auch für Oberboihingen eine deutliche Verbesserung der Anbindung an den öffentlichen Schienenpersonennahverkehr.

Durch infrastrukturelle Anpassungen soll der 15-Minuten-Takt auf die S60 ausgeweitet werden. So bedarf es im Abschnitt zwischen Magstadt und Renningen-Süd zusätzlicher Signale sowie Anpassungen an den Lärmschutzwänden und dem Stellwerk. Im Bahnhof Sindelfingen ist für die S-Bahn ein Kreuzungsgleis mit einer zweiten Bahnsteigkante notwendig. Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen lässt sich in einer ersten Stufe ein 15-Minuten-Takt zwischen Sindelfingen und Renningen auf der S60 realisieren. Für die Weiterführung bis Böblingen sind weitere Anpassungen im Bahnhof Böblingen erforderlich.

Im Bahnhof Bad Cannstatt soll der Bahnsteig an Gleis 1 nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 auf eine Bahnsteighöhe von 96 cm erhöht werden, um barrierefreies Ein- und Aussteigen zu ermöglichen.

Der bereits Anfang 2019 beschlossene Kauf von neuen S-Bahn-Zügen erfordert auch weitere Abstellplätze für diese Fahrzeuge. Dafür sollen in Kornwestheim, Stuttgart-Vaihingen, Schorndorf, Bietigheim-Bissingen, Nürtingen und Esslingen insgesamt weitere 49 Abstellmöglichkeiten für S-Bahn-Triebzüge hergerichtet werden.

Finanzierung

Für die Umsetzung dieser Maßnahmen hat das Verkehrsministerium Baden-Württemberg eine Förderung aus dem neuen Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz   (LGVFG) in Aussicht gestellt. Der Fördersatz soll 75 Prozent betragen. Darüber hinaus würden die Planungskosten mit einem pauschalen Betrag in Höhe von 10 Prozent der Baukosten gefördert.

Um Synergien nutzen zu können und aus eisenbahnbetrieblichen und bautechnischen Zwängen heraus, sollen einige Maßnahmen gemeinsam mit dem Projekt Stuttgart 21 umgesetzt werden. Hierfür ist eine Vorfinanzierungszusage mit Ausfallgarantie durch den Verband Region Stuttgart erforderlich. Diese wird nach derzeitigem Kenntnisstand ein Volumen von maximal bis zu 35 Millionen Euro haben. Für die Finanzierung des regionalen Anteils wird die zweckgebundene Rücklage „Schienenknoten Stuttgart“ eingesetzt. Insgesamt hat der Ausschuss der Unterzeichnung einer Planungsvereinbarung sowie möglicher Ausfallgarantien bis zu 35 Millionen Euro zugestimmt. Nach Vorliegen der Förderzusage des Landes reduzieren sich diese Beträge um die Höhe der Landesförderung.

 

Diskussion

Rainer Ganske (CDU/ÖDP) freute sich außerordentlich dieses Paket auf den Weg bringen zu können. Er bedankte sich ausdrücklich beim Land Baden-Württemberg für die Zusage der Förderung. „Die Förderung ermöglicht uns, für einen vergleichsweise attraktiven Betrag, eine deutliche Investition in die Zukunft“, konstatierte Ganske. Laut Michael Lateier (Grüne) könne man an dem beschlossenen Paket sehen, dass der Verband Region Stuttgart und das Land Baden-Württemberg sehr viel tun, um den ÖPNV auszubauen. Für ihn wäre es Irrsinn zu warten, wenn man jetzt die positiven Synergien nutzen könne. Bernhard Meier (Freie Wähler) befürwortete das Paket, sah aber die Zeit gekommen Bilanz zu ziehen. „Wir haben einen massiven Einbruch in den kommunalen Finanzen, weshalb wir uns bei neuen ausgabewirksamen Maßnahmen enthalten sollten“, so sein Appell. Für Thomas Leipnitz (SPD) müsse es vorangehen, da die Region mit der Beschaffung von 58 zusätzlichen S-Bahnen und dem Beschluss zu ETCS in Vorleistung gegangen sei. „Einziger Wehrmutstropfen ist, dass die Barrierefreiheit am Bahnhof Böblingen zurückgebaut wird“, bedauerte Leipnitz. Laut Holger Dorn (AfD) müsse man jetzt die Gunst der Stunde nutzen. Er warnte allerdings vor einem potenziellen Mehrkostenrisiko. Gabriele Heise (FDP) war dafür Bilanz zu ziehen und inne zu halten, aber nicht hier und heute. Wolfgang Hoepfner (DIE LINKE/PIRAT) appelliert jetzt zukunftsorientiert zu handeln und zu entscheiden, da ein attraktiver ÖPNV ein wichtiger Standortfaktor sei.

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news-949 Thu, 23 Apr 2020 08:52:08 +0200 Bericht zum S-Bahnverkehr während der Corona-Pandemie vorgestellt Die Corona-Pandemie hat Anpassungen des S-Bahnverkehrs notwendig gemacht. Ab 11. Mai verkehrt die S-Bahn wieder im normalen Takt. Region beauftragt Modell zum Ausgleich der wirtschaftlichen Auswirkungen. presse/artikel/aktuell/bericht-zum-s-bahnverkehr-waehrend-der-corona-pandemie-vorgestellt/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=e3c469a3db7c3612a2e200fce45f1998 Die coronabedingte Sitzungspause der Ausschüsse und Regionalversammlung ist beendet. So tagte am Mittwoch, den 22. April als erstes der Verkehrsausschuss im Hospitalhof unter Einhaltung des empfohlenen Mindestabstands. Als erstes beschäftigte sich das Gremium mit den Auswirkungen der Pandemie auf den S-Bahnverkehr in der Region. Um während der Pandemie ein verlässliches Grundangebot dauerhaft zu gewährleisten, wurde in Abstimmung zwischen dem Bundesministerium für Verkehr, den Verkehrsministern der Länder und der Deutschen Bahn AG ein gemeinschaftliches Vorgehen verabredet.

Auswirkungen auf den Fahrplan

Ein stabiler S-Bahnverkehr, der die um 80% gesunkene Fahrgastnachfrage verlässlich bewältigen kann, war das Ziel bei der Anpassung des Fahrplanangebots auf einen Halbstundentakt ab 24. März. Wo es möglich war, wurde mit der maximalen Kapazität von drei Triebwagen gefahren. Maßgabe war es, auch bei einem erhöhten Krankenstand des Betriebspersonals, über viele Wochen ein stabiles Angebot bieten zu können. Aufgrund der konsequenten Beobachtung der betrieblichen Situation konnten ergänzende Maßnahmen ergriffen werden. So wurde die S60, die bisher in Renningen endetet nach Leonberg verlängert und auf der S4 eine verbesserte Langzugverbindung angeboten.

Weitere Verbesserungen des stabilen Grundangebots werden seit dem 20. April durch ein zusätzliches Plus-Modul erreicht. Dieses ergänzt auf der S1, S3 und S4 den halbstündigen Grundtakt in der Hauptverkehrszeit um Zwischentakte mit Vollzügen. Die S2 wird durch die Maßnahmen auf der S3 ergänzt. Die S5 wird durch den Schienenpersonennahverkehr des Landes ergänzt. Für die S60 wird geprüft, ob eine oberirdische Weiterführung der Zwischentakte am Stuttgarter Hauptbahnhof möglich ist. Seit dem 20. April werden mehr als 80 Prozent des Gesamtverkehrs gefahren.

Im Vorfeld der Sitzung hatte die SPD per Dringlichkeitsantrag die Ausweitung des 15-Minutentakts in der Hauptverkehrszeit auf allen Linien gefordert. Zudem sollte auch Fahrgästen ohne 1. Klasse-Ticket der Zugang zur ersten Klasse gewährt werden. Das Gremium lehnte dies mehrheitlich ab. Der Antrag der Grünen, die Werbemaßnahmen zum Tragen eines Mundschutzes zu intensivieren, wurde mehrheitlich befürwortet. Ebenfalls auf Antrag der Grünen wurde die Geschäftsstelle mehrheitlich beauftragt, Gespräche mit den Tarifpartnern aufzunehmen, um Anreize zu schaffen die Kunden in Abonnements zu halten.

Unabhängig davon waren der Verband Region Stuttgart und S-Bahn Stuttgart in ständiger Abstimmung, um weitere Verbesserungen zu erarbeiten und einen stabilen Fahrplan zu bieten. So wurde beschlossen die S-Bahn ab 11. Mai wieder im gewohnten Takt verkehren zu lassen, inklusive der Flughafenfrühanbindung. Einzig der Nachtverkehr bleibt weiterhin ausgesetzt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Situation weiterhin stabil bleibt und sich die positive Entwicklung fortsetzt.

Wirtschaftliche Auswirkungen auf die S-Bahn

Bedingt durch gesunkene Fahrgelderlöse, Unsicherheiten über die Auszahlung der vereinbarten Zuschüsse für die verkehrsvertraglichen Leistungen und die Anwendung der Strafzahlungsregelungen entstehen bei der S-Bahn finanzielle Folgen. Der Regionalversammlung war die langfristige finanzielle Absicherung des S-Bahnverkehrs in der Region stets ein zentrales Anliegen. Daher hat die Geschäftsstelle des Verbands die Zahlung der bisherigen Abschläge für den Verkehrsvertrag unter Vorbehalt weiterhin vorgesehen. Analog zu den anderen Aufgabenträgers für den Schienenpersonennahverkehr in Deutschland soll ein Modell entwickelt werden, um die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie abzumildern. 

Diskussion

Rainer Ganske (CDU/ÖDP) befürwortete die ergriffenen Maßnahmen, insbesondere in Bezug auf das stabile Grundangebot. „Es ist wichtiger zu wissen, dass eine S-Bahn kommt, als eine Stunde vergeblich zu warten“, betonte Ganske. Wenn das öffentliche Leben wieder hochgefahren werde, so müsse auch das Angebot angepasst werden. Zudem befürwortete er das Vorgehen, das finanzielle Risiko solidarisch mit der S-Bahn zu tragen. Dies sei nicht selbstverständlich und zeige: „Wir stehen in Krisenzeiten zusammen.“ Für Prof. Dr. André Reichel (Grüne) war das Vorgehen zur Angebotsanpassung nachvollziehbar. Erfreulich sei, dass man nun eine klare Perspektive habe, wie man das Angebot wieder normalisieren könne. Er bat die Geschäftsstelle sich gemeinsam mit den Partnern im VVS Gedanken zu machen, wie man die Menschen im ÖPNV halten könne. Er habe aktuell die Sorge, dass die Menschen verstärkt wieder auf das Auto ausweichen. „Es wäre fatal, wenn die positive Fahrgastentwicklung einbrechen würde.“ Frank Buß (Freie Wähler) betonte: „Es gab keine Blaupause für die aktuelle Situation.“ Daher sei die Anpassung zur Sicherung des Angebots richtig gewesen. Er appellierte, gemeinsam mit dem Land einheitliche Lösungen zu suchen. Vor Geschenken an Abonnementkunden warnte Buß, da man damit zum einen den Druck auf die Bundespolitik senken würde, zum anderen die Kommunen zusätzlich belaste.

Für Harald Raß (SPD) müssten derzeit alle ihren Beitrag leisten, daher sei es wichtig sich auf allen Seiten zu bewegen. Man dürfe nicht nur den Verkehrsunternehmen Entgegenkommen signalisieren, sondern auch den Abonnementkunden gegenüber. „Die Abonnementkunden sind das Rückgrat der Verkehrsfinanzierung“, betonte Raß. Holger Dorn (AfD) stellte alle Maßnahmen unter den Vorbehalt der Bezahlbarkeit und Machbarkeit, dies gelte insbesondere für Anreize für Abonnementkunden. „Es ist eine Leistung erbracht worden und ein Gegenwert für die Fahrgäste vorhanden“, konstatierte Dorn. Armin Serwani (FDP) warnte vor einem Alleingang des VVS im Bezug auf die Abonnements. „Alle Verbünde in Baden-Württemberg, ja in ganz Deutschland, müssen sich abstimmen“, appellierte Serwani. Laut Wolfgang Hoepfner (DIE LINKE/PIRAT) sei ein Verlust der Abonnementkunden langfristig finanziell schwerer zu verkraften als Anreize, daher appellierte er eindringlich dafür.

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news-948 Thu, 16 Apr 2020 13:33:03 +0200 Regionale Gremien tagen ab 22. April wieder Sitzungen der regionalen Gremien finden unter Einhaltung des Mindestabstands statt. presse/artikel/aktuell/regionale-gremien-tagen-ab-22-april-wieder/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=1952949ba32fa9b61f81cd530b08b113 Die coronabedingte Sitzungspause der Ausschüsse ist beendet und die regionalen Gremien nehmen ab dem 22. April die Präsenzsitzungen wieder auf. Getagt wird öffentlich, in voller Besetzung und unter Einhaltung des Mindestabstands.

Den Anfang macht der Verkehrsausschuss am 22. April um 15:00 Uhr im Stuttgarter Hospitalhof. Die für Mittwoch, den 29.04.2020 vorgesehene öffentliche Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung wird mit dem regulären Termin am 13.5.2020 um 15:00 Uhr zusammengelegt.

Die Termine für die Sitzungen sind:

  • Mittwoch, 22.04.2020 – 15:00 Uhr, öffentliche Sitzung des Verkehrsausschusses Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart
  • Mittwoch, 06.05.2020 - 15:30 Uhr, öffentliche Sitzung des Planungsausschusses
  • Mittwoch, 13.05.2020 - 15:00 Uhr, öffentliche Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung
  • Mittwoch, 20.05.2020 - 15:00 Uhr, öffentliche Sitzung des Verkehrsausschusses

Alle Sitzungen finden in entsprechend großen Räumen außerhalb der Geschäftsstelle statt. Sobald die Örtlichkeiten feststehen, sind sie unter https://www.region-stuttgart.org/termine zu finden.  

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news-947 Wed, 15 Apr 2020 18:57:02 +0200 S-Bahn Stuttgart weitet Grundangebot deutlich aus S-Bahn fährt auf den Linien S1, S3 und S4 während der Hauptverkehrszeit im 15-Minuten-Takt. Zeitraum zwischen 10 Uhr und 15 Uhr wird weiterhin im stabilen Halbstundentakt mit Langzügen gefahren. presse/artikel/aktuell/s-bahn-stuttgart-weitet-grundangebot-deutlich-aus/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=258ddaae40a24286c42eb8764afe1449 STUTTGART: Seit dem 24. März gilt im Netz der S-Bahn Stuttgart ein stabiles Grundangebot im Halbstundentakt mit Langzügen. Der Verband Region Stuttgart hat in Absprache mit der S-Bahn Stuttgart aufgrund der aktualisierten Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus‘ entschieden, das S-Bahn Angebot zu erhöhen.

Ab 20. April gilt das stabile Grundangebot mit einem sogenannten Plus-Modul. Dieses ergänzt den halbstündigen Grundtakt in der Hauptverkehrszeit um Zwischentakte mit Vollzügen. Der Grundtakt wird weiterhin mit Langzügen mit drei Triebwagen gefahren. Konkret fahren in der Hauptverkehrszeit von Montag bis Freitag zwischen etwa 6 Uhr und 10 Uhr sowie zwischen etwa 15 Uhr und 19 Uhr sowohl die S1 im Abschnitt Plochingen–Böblingen/Herrenberg, die S3 im Abschnitt Backnang–Stuttgart-Vaihingen als auch die S4 im Abschnitt Marbach (Neckar)–Stuttgart-Schwabstraße im 15-Minuten-Takt. Die S2 wird ab Waiblingen durch die Maßnahmen auf der S3 ergänzt. Die S5 wird durch den Schienenpersonennahverkehr des Landes ergänzt. Ausschlaggebend für die Anpassung auf den Linie S1, S2 und S3 war das Fahrgastaufkommen der letzten drei Wochen. Durch die Angebotsanpassung werden ab 20. April etwa 80 Prozent des Gesamtverkehrs gefahren. Alle Angebotsergänzungen sind rechtzeitig in den Onlinemedien abrufbar.

Seit dem 7. April verkehrt die S60 bis nach Leonberg. Dieses Angebot bleibt bestehen, wohingegen es vorerst weiterhin keinen Nachtverkehr und Flughafenfrühanbindung geben wird. Die Regionalbahnen auf der Teckbahn zwischen Kirchheim (Teck) und Oberlenningen fahren weiter im gewohnten Takt, ebenso der regionale Expressbus RELEX. Die Regionalbahnen auf der Schusterbahn zwischen Stuttgart-Untertürkheim und Kornwestheim entfallen weiterhin.

Das Angebot wurde am 24. März reduziert, um ein verlässliches Grundangebot auch bei nicht auszuschließenden coronabedingten Personalengpässen zu gewährleisten. Mit der Verbesserung des Angebots wollen der Verband und die S-Bahn weitere Kapazitäten in der Hauptverkehrszeit schaffen. „Durch die derzeit stabile Situation ist es nun möglich ein ausgeweitetes, verlässliches Angebot zu bieten. Wir bedanken uns bei der S-Bahn Stuttgart, dass sie in dieser schwierigen Situation alles tut, um dieses erweiterte Angebot zu ermöglichen“, betont Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart, ergänzt. „Zusammen mit dem Verband Region Stuttgart werden wir die Situation weiter beobachten und auf Basis der sich weiter entwickelnden Lage in den kommenden Wochen über weitere Verbesserungen auf der Schiene entscheiden.“

Der Verband Region Stuttgart bestellt den S-Bahn-Verkehr bei der DB Regio AG, gibt vor, in welchem Takt die S-Bahn fährt und kümmert sich um die Finanzierung des S-Bahn-Verkehrs in der Region Stuttgart. Aufgrund der äußerst dynamischen Entwicklungen ist der Verband in einem dauerhaften Informationsaustausch mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Informationsmöglichkeiten zu Reiseverbindungen

Das stabile Grundangebot ist in den elektronischen Fahrplanmedien verfügbar. Die Deutsche Bahn empfiehlt Fahrgästen, sich mit Echtzeitinformationen in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/Reiseauskunft über die aktuellen Reiseverbindungen zu informieren. Informationen gibt es auch beim Kundendialog DB Regio Baden-Württemberg unter der Rufnummer 0711 2092-7087 (montags bis freitags, 7 bis 20 Uhr). Für aktuelle Fahrtempfehlungen einschließlich Ticketkauf gibt es zudem die Mobility Stuttgart App.

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news-946 Fri, 03 Apr 2020 11:44:45 +0200 S-Bahn verbessert Angebot auf der S60 S60 ab kommenden Dienstag bis Leonberg verlängert. Besserer Anschluss für umliegende Gemeinden an das Mittelzentrum. presse/artikel/aktuell/s-bahn-verbessert-angebot-auf-der-s60/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=48dee371e2cae9ec007bec4aca031ea9 Korrektur für Abfahrtszeit Renningen - Gemeinsame Presse- und Fahrgast-Information des Verbands Region Stuttgart und der Deutschen Bahn vom 03.04.2020

STUTTGART: Der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart beobachten seit der Anpassung des Fahrplans zum stabilen Grundangebot im Halbstundentakt aufmerksam das Fahrgastaufkommen, um bei Bedarf gemeinsam nachzusteuern. Nachdem auf der S4 im Abschnitt Marbach – Schwabstraße bereits nachgebessert wurde, hat sich auf der S60 konkreter Bedarf ergeben, worauf die Verantwortlichen reagieren.

Ab Dienstag, 7. April, pendelt die S60 statt wie bisher nur zwischen Böblingen und Renningen von Montag bis Samstag bis Leonberg. Dadurch verbessert sich für umliegende Gemeinden die Anbindung an Leonberg als Mittelzentrum. Zusätzlich ergeben sich in Leonberg am Bahnhof Anschlüsse an lokale und regionale Busverbindungen. Um das Wenden der Züge in Leonberg zu ermöglichen, fahren die Züge der S60 zwischen Renningen und Leonberg fünf Minuten vor der üblichen Taktzeit (Renningen ab zur Minute .21 und .51) und in der Gegenrichtung zwischen Leonberg und Renningen vier Minuten nach der üblichen Taktzeit (Leonberg ab zur Minute .02 und .32).

Der Verband Region Stuttgart bestellt den S-Bahn-Verkehr bei der DB Regio AG, gibt vor in welchem Takt die S-Bahn fährt und kümmert sich um die Finanzierung des S-Bahn-Verkehrs in der Region Stuttgart. Aufgrund der äußerst dynamischen Entwicklungen ist der Verband in einem dauerhaften Informationsaustausch mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen. So werden derzeit unterschiedliche Szenarien für die Zeit nach den Kontaktbeschränkungen erarbeitet, die bis zu den Osterferien gelten.

Seit 24. März bieten der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart den Fahrgästen ein stabiles Grundangebot im 30-Minuten-Takt. Um den Fahrgästen ausreichend Kapazitäten zu ermöglichen, verkehren auf allen Linien weitgehend Langzüge mit drei Triebwagen. Das stabile Grundangebot sorgt dafür, dass der Betrieb möglichst lang und zuverlässig aufrechterhalten werden kann. Bei dauerhaftem Fortbestehen des ursprünglichen Takts kann dies nicht gewährleistet werden.

Aufgrund des allgemeinen Ansteckungsrisikos werden die Fahrgäste um umsichtiges Verhalten im öffentlichen Personennahverkehr gebeten. Risikogruppen gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sollten unnötige Fahrten vermeiden. Zudem wird empfohlen, sich auf die gesamte Zuglänge zu verteilen und wenn möglich Stoßzeiten zu umgehen.

Informationsmöglichkeiten zu Reiseverbindungen

Das stabile Grundangebot ist in den elektronischen Fahrplanmedien verfügbar. Die Deutsche Bahn empfiehlt Fahrgästen, sich mit Echtzeitinformationen in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/Reiseauskunft über die aktuellen Reiseverbindungen zu informieren. Informationen gibt es auch beim Kundendialog DB Regio Baden-Württemberg unter der Rufnummer 0711 2092-7087 (montags bis freitags, 7 bis 20 Uhr). Für aktuelle Fahrtempfehlungen einschließlich Ticketkauf gibt es zudem die Mobility Stuttgart App.

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news-945 Tue, 31 Mar 2020 13:06:45 +0200 Erster Umlaufbeschluss des regionalen Verkehrsausschusses: Region begrüßt Mittelaufstockung und -verteilung des Landes für umweltfreundlichen Verkehr Region auch in Krisenzeiten handlungsfähig. Forderung, Verband Region Stuttgart explizit als antragsberechtigten Zuwendungsempfänger in die Verwaltungsvorschrift aufzunehmen. presse/artikel/aktuell/erster-umlaufbeschluss-des-regionalen-verkehrsausschusses-region-begruesst-mittelaufstockung-und-ver/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=3e8a150ce768607d8b3d99aef5c09ad5 Zum 1. Januar 2020 ist die Novelle des LGVFG (Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) in Kraft getreten, die eine Erhöhung der Fördermittel von bisher 165 auf 320 Millionen pro Jahr vorsieht. Landesweit ist hieraus jährlich mit ca. 192 Millionen Euro für den Umweltverbund, bestehend aus ÖPNV, Rad-Fußverkehr und P+R, zu rechnen. Dies machte die Überarbeitung der dazugehörigen Verwaltungsvorschrift (VwV) nötig, zu der sich der regionale Verkehrsausschuss nun positioniert hat. Aufgrund der Corona-Prävention wurde der Beschluss erstmalig in der Verbandsgeschichte per Umlauf gefasst. „Das Umlaufverfahren konnte erfolgreich durchgeführt werden. Zum Ende der Abstimmungsfrist sind ausschließlich Zustimmungen und zwei Enthaltungen zum Beschlussvorschlag eingegangen. Das zeigt, dass wir auch in Krisenzeiten handlungsfähig sind.“ erklärte der Verbandsvorsitzende Thomas S. Bopp.

Inhaltlich ging es bei dem Beschluss um eine Stellungnahme des Verbandes zur Verwaltungsvorschrift zum Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes. Auf deren Basis erhält der Verband Region Stuttgart Fördergelder für Verkehrsmaßnahmen in der Region Stuttgart. Die VwV gestaltet insbesondere die neu aufgenommenen Fördertatbestände des LGVFG aus und regelt, inwieweit Planungskosten förderfähig sind. Zudem bedürfen der erhöhte Fördersatz klimafreundlicher Maßnahmen und eine Nachbewilligung bei erheblichen Kostensteigerungen einer Konkretisierung durch die Verwaltungsvorschrift. Im Allgemeinen Teil (A) definiert die Vorschrift unter anderem die Ziele der Förderung, die Zuwendungsempfänger und die Zuwendungsvoraussetzungen. Die darin enthaltenen Regelungen werden seitens des Verbands Region Stuttgart weitestgehend befürwortet. Der Verband Region Stuttgart muss aber nach einhelliger Auffassung des Verkehrsausschusses in der Neufassung der VwV-LGVFG ausdrücklich als antragsberechtigter Zuwendungsempfänger aufgenommen werden, um rechtssicher selbstständig oder in Zusammenarbeit mit Kommunen Maßnahmen zur intermodalen Verknüpfung von Verkehrsträgern (P+R, B+R, multimodale Knoten) umzusetzen.

Im Besonderen Teil (B) trifft die Vorschrift jeweils Regelungen zum Förderverfahren, der Programmaufstellung, der Antragsstellung und Bewilligung bis hin zur Verwendungsprüfung der Fördermittel. Hier legt die Region besonderes Augenmerk darauf, dass bestimmte Maßnahmen unter den Begriff Umbau subsummiert werden. Konkret geht es um Maßnahmen zur Elektrifizierung, Beschleunigung, Leistungssteigerung, Optimierung der Leit- und Sicherungstechnik und des Zugfunks, Einführung des teilautomatisierten Fahrens, den Bau von Betriebsleitzentralen und Anlagen zur Steuerung der Reisendeninformation sowie die Einführung von Maßnahmen zur Fahrgastlenkung.

Stimmen aus den Fraktionen

Rainer Ganske (CDU/ÖDP) begrüßte die vorgesehenen Regelungen, teilte jedoch die Auffassung der Geschäftsstelle, dass in einzelnen Punkten noch konkretisiert und nachgearbeitet werden muss. „Um den gestiegenen Anforderungen, aber auch dem wachsenden Mobilitätsbedürfnis der Bevölkerung und der Unternehmen gerecht zu werden, stehen wir vor großen weiteren Herausforderungen und Maßnahmen, die seitens des Verbands nicht allein gestemmt werden können,“ betonte Ganske. Die CDU/ÖDP-Fraktion habe Mobilität gesamthaft und als durchgängige Mobilitätskette im Blick. So plädierte Ganske dringend dafür, Fördermöglichkeiten nicht nur für E-Mobilität, sondern technikoffen zu formulieren. Dringend notwendig sei auch die Aufnahme der Möglichkeit des Baus von P+R-Parkhäusern. „Gerade im Ballungsraum Region Stuttgart kann man nicht auf reine, flächenverbrauchende P+R-Anlagen setzen.“

Laut Michael Lateier (Grüne) beinhalte die Verwaltungsvorschrift viele positive Aspekte für den Verband wie auch für die Umwelt. Im Einzelnen führt er aus, dass sie den Planungen des Verbandes sehr entgegen komme, da sie klimafreundliche Mobilitätsformen stärke, die Attraktivität des ÖPNV steigere und ausbaue sowie die regionalen Mobilitätspunkte und B+R-Anlagen mit bis zu 75% fördere. Die Stellungnahme der Verwaltung des Verbandes beinhalte noch einige Feinheiten, die im weiteren Verfahren sicherlich berücksichtigt werden könnten. Insgesamt sieht Lateier den Verband gut aufgestellt, um in den anlaufenden Vergabeverfahren nach der neuen Verwaltungsvorschrift erfolgreich zu sein. „Jetzt gilt es, die anstehenden Herausforderungen bei der S-Bahn, aber insbesondere auch im Bereich B+R mit neuem Elan anzugehen,“ so Lateier.

Auch die Freien Wähler begrüßten die Änderung der Verwaltungsvorschrift. „Zur Durchführung des LGVFG ist die Konkretisierung unerlässlich und Voraussetzung, die Verkehrswende auch in den Kommunen auch praktisch zu bewältigen“, betonte Bernhard Maier. „Wir gehen davon aus, dass auch der Verband Region Stuttgart Zuwendungsempfänger ist, zur Klarstellung ist eine Aufnahme des Verbands als Aufgabenträger und Zuwendungsempfänger erforderlich.“

Für Thomas Leipnitz (SPD) verberge sich hinter der LGVFG „die Möglichkeit für den Verband Region Stuttgart, zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs anzustoßen und mit finanzieller Unterstützung des Landes auch umzusetzen. Dazu zählen nicht zuletzt auch Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit.“ Und gerade in diesem Bereich besteht nach Ansicht der SPD noch großer Nachholbedarf.

Patricia Schäfer (AfD) begrüßte den Ansatz der VwV-LGVFG, brachte zeitgleich Einwände zu „grün-zeitgeistigen“ Aspekten im Hinblick auf die Realisierbarkeit und Transparenz. Wichtig sei, dass die jeweiligen Fördergrenzen sinnvoll angepasst werden könnten, um kleinere Investitionen einzubeziehen. „Oftmals ist das Zusammenspiel mehrerer kleinerer Infrastrukturmaßnahmen besonders wirkungsvoll“, führte Schäfer aus. 

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Vorlage VA-04920 
Anlage VA-04920A001
 

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news-944 Thu, 19 Mar 2020 13:58:20 +0100 S-Bahn Stuttgart verkehrt ab 24. März im Halbstundentakt presse/artikel/aktuell/s-bahn-stuttgart-verkehrt-ab-24-maerz-im-halbstundentakt/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=1762f90b3f9908dc9a1edbcd595038e7 S-Bahn fährt ein stabiles Grundangebot im 30-Minuten-Takt. Die Züge verkehren weitgehend als Langzüge mit maximaler Zuglänge. Nachtverkehr an Wochenenden wird ausgesetzt.

Der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart bieten allen Fahrgästen, die in systemrelevanten Bereichen arbeiten und in den kommenden Wochen auf einen verlässlichen ÖPNV angewiesen sind, ab Dienstag, 24. März 2020, ein stabiles Grundangebot. Bis einschließlich Montag, 23. März 2020, fährt die S-Bahn das vollumfängliche Angebot.

Ab Betriebsbeginn am Dienstag, 24. März 2020, fährt die S-Bahn auf allen Linien im Halbstundentakt. Die Linie S60 fährt dabei ausschließlich im Abschnitt zwischen Böblingen und Renningen. Um den Fahrgästen ausreichend Kapazitäten zu ermöglichen, verkehren auf allen Linien weitgehend Langzüge mit drei Triebwagen. Auf den Streckenabschnitten der Linie S4 zwischen Marbach (Neckar) und Backnang sowie auf der Linie S60, wo dies betrieblich aufgrund der vorhandenen Bahnsteiglängen nicht möglich ist, fahren entweder Vollzüge mit zwei Triebwagen (S4) oder ein Pendel mit einem Kurzzug (S60). Die tägliche Flughafenfrühverbindung entfällt. Die Regionalbahnen auf der Teckbahn zwischen Kirchheim (Teck) und Oberlenningen fahren weiter im gewohnten Umfang. Die Regionalbahnen auf der Schusterbahn zwischen Stuttgart-Untertürkheim und Kornwestheim entfallen. Sonntags gilt allgemein der reguläre Fahrplan ohne Einschränkungen.

Der Nachtverkehr an den Wochenenden, für den es aufgrund der Einschnitte im öffentlichen Leben derzeit keine Nachfrage mehr gibt, wird bereits ab 20. März ausgesetzt. Der regionale Expressbus RELEX verkehrt weiterhin im gewohnten Takt. Die Fahrplananpassungen sind mit der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) abgestimmt und dem Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) gegenüber kommuniziert.

Mit dem reduzierten Fahrplan und dem Einsatz der Langzüge reagieren die Verantwortlichen auf die veränderten Rahmenbedingungen „Unser Ziel ist es, allen Fahrgästen in der Region, die weiterhin auf die S-Bahn angewiesen sind, unter den gegebenen Umständen einen stabilen Fahrplan zu ermöglichen“, betont Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart ergänzt: „Mit dem stabilen Grundangebot schaffen wir für die kommenden Wochen so lang es geht, zunächst bis zum Ende der Osterschulferien, Verlässlichkeit.“

Der Verband Region Stuttgart bestellt den S-Bahn-Verkehr bei der DB Regio AG, gibt vor in welchem Takt die S-Bahn fährt und kümmert sich um die Finanzierung des S-Bahn-Verkehrs in der Region Stuttgart. Aufgrund der äußerst dynamischen Entwicklungen ist der Verband in einem dauerhaften Informationsaustausch mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Informationsmöglichkeiten zu Reiseverbindungen

Das stabile Grundangebot ist in den elektronischen Fahrplanmedien am Dienstag verfügbar. Die Deutsche Bahn empfiehlt Fahrgästen, sich mit Echtzeitinformationen in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/Reiseauskunft über die aktuellen Reiseverbindungen zu informieren. Informationen gibt es auch beim Kundendialog DB Regio Baden-Württemberg unter der Rufnummer 0711 2092-7087 (montags bis freitags, 7 bis 20 Uhr). Für aktuelle Fahrtempfehlungen einschließlich Ticketkauf gibt es zudem die Mobility Stuttgart App.

Gemeinsame Gemeinsame Presse- und Fahrgast-Information des Verbands Region Stuttgart und der Deutschen Bahn vom 19.03.2020

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news-943 Mon, 16 Mar 2020 09:46:09 +0100 Region sagt alle Gremiensitzungen bis nach Ostern ab presse/artikel/aktuell/region-sagt-alle-gremiensitzungen-bis-nach-ostern-ab/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=f2bd402739a61db5d64d2e8140749dd0 „Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.“ Mit diesen Worten hat der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart Thomas S. Bopp nach Rücksprache mit den Fraktionsvorsitzenden sämtliche Gremiensitzungen der Regionalversammlung bis zum Ende der Osterferien abgesagt.

Dies betrifft insbesondere den Verkehrsausschuss am 18.03.2020, den Planungsausschuss am 25.03.2020 und die für den 01.04.2020 terminierte Regionalversammlung.

„Die Geschäftsstelle des Verbands Region Stuttgart bleibt bis auf Weiteres regulär erreichbar“, betont Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. Individuelle Home-Office Regelungen ermöglichen es, den Dienstbetrieb vorerst aufrechtzuerhalten.

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news-942 Thu, 12 Mar 2020 08:48:56 +0100 Arbeit der Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V. vorgestellt presse/artikel/aktuell/arbeit-der-hochschul-und-wissenschaftsregion-stuttgart-ev-vorgestellt/?noMobile=mjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29%25252525252525252525253FnoMobile%25252525252525252525253Dmjhrnjlo%252525252525252525252520onfocus%25252525252525252525253DblurLink%28this%29&cHash=56e73eaeb2bc3887afa0adb86c763e04 Hochschul- und Wissenschaftsregion e.V. Stuttgart engagiert sich seit neun Jahren in der Region. Zusammenschluss der Hochschulen und Austausch mit regionalen Akteuren wichtige Voraussetzung für eine leistungsfähige Wissenschafts- und Wirtschaftsregion. 

Prof. Dr. Joachim Weber, Rektor der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart, stellte in der heutigen Sitzung des regionalen Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung die Arbeit der Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V. vor.

Die Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V. bündelt die Aktivitäten ihrer Mitglieder insbesondere in denjenigen Bereichen, in denen durch Vernetzung Synergien geschaffen und Ressourcen eingespart werden können. Der Verein fördert Wissenschaft und Lehre sowie Bildung und Weiterbildung in der Region Stuttgart, unterstützt die Vernetzung zwischen Universitäten, Hochschulen, Akademien, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, verbessert den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und sorgt für eine verbesserte Wahrnehmung des Hochschul- und Wissenschaftsstandorts Region Stuttgart, sowohl innerhalb der Region, aber auch national. So vertritt die Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V. 75.000 Studierende und hat 23 Mitglieder: Hierzu zählen staatliche, kirchliche und private Hochschulen der Region Stuttgart, vier Hochschulstädte (Stuttgart, Ludwigsburg, Esslingen und Göppingen), das Studierendenwerk Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS).

Während sich die Aktivitäten des Vereins in den Anfangsjahren vor allem auf das Standort- und Hochschulmarketing fokussierten, wurde 2019 eine Weiterentwicklung der Strategie beschlossen und fünf Schwerpunktthemen identifiziert. Neben dem Querschnittsthema Hochschulmarketing und Außenwahrnehmung wird der Fokus verstärkt auf Studierende, Unternehmen mit Schwerpunkt kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie die Politik gelegt. Um den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen, engagiert sich der Verein aktiv in regionalen Projekten wie der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27).

Als konkretes Musterbeispiel der Zusammenarbeit nannte Prof. Dr. Weber Konzepte für ein betriebliches Mobilitätsmanagement. Im Wettbewerb „Emissionsfreier Campus“ wurden diese vom Land Baden-Württemberg prämiert.

Die Hochschul- und Wissenschaftsregion e.V. ist für die Region Stuttgart daher ein wichtiger Partner und Voraussetzung für eine leistungsfähige Wissenschafts- und Wirtschaftsregion

Diskussion

„Kooperation und Vernetzung sind wichtig und machen Sinn“, konstatierte Elisabeth Schick-Ebert (CDU/ÖDP). Ein gutes Beispiel für das Zusammenwachsen ist für sie die IBA’27.  Sie wünschte sich jedoch, dass man künftig weitere Partner gewinne und auch die großen Forschungseinrichtungen in der Region einbinde. Michael Lateier (Grüne) setzte den Bericht in Relation zur Gründungszeit der Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V. „Mit dem Budget kann man keine großen Sprünge machen, aber wir haben uns bei der Gründung dennoch mehr erhofft“, betonte er. „Das vergangene Jahrzehnt ist ein verlorenes Jahrzehnt.“ Dr. Jürgen Zieger (SPD) teilte die Skepsis. Man habe sich die Arbeit des Vereins projektbezogener und intensiver vorgestellt. Er wünschte sich konzentriertere Aktionen und mehr öffentliche Wahrnehmung. Hartfrid Wolff (FDP) wollte lieber nach vorne anstatt zurückblicken. So schlug Wolff unter anderem vor, die Kooperationen auch über die Region hinaus auszuweiten. Peter Rauscher (DIE LINKE/PIRAT) konnte die Kritik seiner Vorredner nicht nachvollziehen zumal der Verein eine wichtige Rolle bei der Gründung der IBA’27 gespielt habe.

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