www.region-stuttgart.org: Aktuelles https://www.region-stuttgart.org//sonder-seiten/rss-feed-news/rss.xml Aktuelle Neuigkeiten zur Region Stuttgart de Copyright::© Verband Region Stuttgart – Kronenstraße 25 – 70174 Stuttgart news-991 Tue, 24 Nov 2020 17:43:31 +0100 Verkehrsausschuss vertagt Entscheidung zum Mobilitätspakt Böblingen – Sindelfingen Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat den Beschluss zur Unterzeichnung der Gründungserklärung des Mobilitätspaktes Böblingen – Sindelfingen vertagt. presse/artikel/aktuell/verkehrsausschuss-vertagt-entscheidung-zum-mobilitaetspakt-boeblingen-sindelfingen/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=1b5a3732445aa8f5bd6f48fa34597a77 Der Verband Region Stuttgart engagiert sich bereits seit längerem mit unterschiedlichen Partnern für die Vernetzung verschiedener Verkehrsträger in Böblingen und Sindelfingen. Als Beispiele seien hier Zuschüsse für die Finanzierung von Regionalen Mobilitätspunkten in beiden Städten oder die Förderung von P+R-Anlagen und RegioRad-Stationen auch im Landkreis Böblingen sowie für die Beteiligung der Stadt Böblingen an der Regionalen Mobilitätsplattform genannt. Im Jahr 2019 startete das Verkehrsministerium Baden-Württemberg die Initiative für einen Mobilitätspakt Böblingen - Sindelfingen. Auslöser hierfür war der geplante Ausbau der Autobahn A81 und die damit zu erwartenden Verkehrsprobleme auf Grund der Baumaßnahmen. Im Juni 2020 hat der Verband Region Stuttgart als einer von insgesamt zehn Partnern seine grundsätzliche Bereitschaft zur Mitarbeit am Mobilitätspakt erklärt. In seiner vergangenen Sitzung hat sich der Verkehrsausschuss der Region jedoch mehrheitlich für eine Vertagung der Entscheidung über die Unterzeichnung der Gründungserklärung des Mobilitätspaktes ausgesprochen.

Das Gremium begründete die Vertagung mit der verspäteten Vorlage der Gründungserklärung durch das Verkehrsministeriums Baden-Württemberg. Auf Grund des kurzen Vorlaufs konnten die Fraktionen die Erklärung nicht im Detail sichten. Diese Vertagung bedeutet allerdings keine Abkehr in der Mitarbeit am Mobilitätspakt. Der Beschluss über eine grundsätzliche Bereitschaft aus dem Sommer gilt weiterhin. Ebenso wie die damit verbundene Forderung, dass zunächst die einzelnen Maßnahmen des Mobilitätspaktes herausgearbeitet und die Verantwortlichkeiten klar benannt werden müssen, bevor eine Entscheidung über eine Unterzeichnung gefällt werden kann.

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news-990 Fri, 20 Nov 2020 18:22:11 +0100 S-Bahn: Komfortabler auf der Schiene Die neue Innenausstattung im Zuge des Redesigns wird das S-Bahn-Fahren in der Region komfortabler machen. presse/artikel/aktuell/s-bahn-komfortabler-auf-der-schiene/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=734da8066e55ac09068eeceea32d295f Die auffälligste Veränderung beim Redesign der S-Bahn Stuttgart wurde bereits im 1. Halbjahr 2020 beschlossen: Der Wechsel vom klassischen Verkehrsrot hin zum künftig hellen Lichtgrau mit prägnanten Farbelementen für Türen und Sonderabteile. Für das neue Innendesign stehen die Verhandlungen zwischen dem Hersteller Bombardier Transportation und der S-Bahn Stuttgart vor einem erfolgreichen Abschluss. Sämtliche vom Verkehrsausschuss beschlossenen Redesign-Elemente können innerhalb des vorgegebenen Budgets von 171,8 Millionen Euro umgesetzt werden. In der heutigen Sitzung des Gremiums wurde die finale neue Innenausstattung der S-Bahn Stuttgart vorgestellt.

Flexibilität durch zusätzliche Mehrzweckabteile

„Mit den Innenelementen unseres Redesigns entsprechen wir den modernen Erfordernissen urbaner Mobilität. Für die Fahrgäste in der Region Stuttgart bedeutet das besseren Fahrgastservice und mehr Platz für Rollstühle, Kinderwagen sowie Fahrräder durch zusätzliche Mehrzweckbereiche“, sagt Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart. Statt nur an den jeweiligen Fahrzeugenden wird es künftig in der Mitte zwei zusätzliche Mehrzweckabteile geben. Diese werden für Fahrräder optimiert und bestehen komplett aus Klappsitzen sowie bequemen Elementen zum Anlehnen. Zudem können Fahrgäste mit Fahrrädern die Stellflächen von zwei Einstiegstüren aus erreichen, was einen weiteren Vorteil gegenüber den bisherigen Mehrzweckabteilen bedeutet. Auch bei den Mehrzweckabteilen vorne und hinten im Fahrzeug ermöglicht die veränderte Sitzplatzgestaltung für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen einen erleichterten Zugang.

Mehr Überblick und neue Technik

Die neuen Monitore in den Deckengondeln sorgen für eine verbesserte Reisenden-Information. Insgesamt werden pro Fahrzeug acht Deckengondeln mit je zwei Monitoren installiert, hinzu kommen vier Einzel-Monitore. So sind in Kurzzügen insgesamt 20 Monitore vorhanden. Ebenfalls eingeführt wird ein automatisches Fahrgastzählsystem, sodass künftig unter anderem eine gezielte Prognose zur Auslastung der Züge möglich wird. Eine weitere wichtige Neuerung sind Steckdosen, die in verschiedenen Bereichen aller Züge zu finden sein werden und für mehr Komfort sowie die notwendige Energie beim Arbeiten und in der Freizeit sorgen.

Kosten und Umsetzung

Alle vom Gremium beschlossenen Redesign-Elemente können mit dem Vertragsabschluss zwischen S-Bahn Stuttgart und Bombardier im Rahmen der Budgets von 171,8 Millionen Euro umgesetzt werden. Die Bereitstellung des Budgets ist ein verbindlicher Teil des Verkehrsvertrags, dessen Verlängerung um vier Jahre im Januar 2019 beschlossen wurde. Am Anfang der Umsetzung des Redesigns stehen die technischen Konstruktionen, die noch in diesem Jahr begonnen werden. Der Prozess der Erneuerung muss im laufenden Betrieb stattfinden und wird bis zum Umbau der kompletten Flotte entsprechend mehrere Jahre andauern.

Stimmen aus den Fraktionen

Rainer Ganske (CDU/ÖDP) zeigt sich äußerst erfreut über das Ergebnis des neuen Innendesigns. „Es ist sehr positiv zu bewerten, dass alle Punkte aus dem Verkehrsausschuss untergebracht werden konnten“, so Ganske. Vor allem mit den Deckengondeln sei ein Bürgerwunsch nun umgesetzt worden. „Wir freuen uns die neue S-Bahn dann bald in der Realität sehen zu können.“

Auch Michael Lateier (Bündnis 90/Grüne) dankt für den Einsatz und das Bemühen der S-Bahn Bürgerwünsche umzusetzen. „Vor allem für Reisende, die ein Fahrrad oder ein Kinderwagen mitführen aber auch Rollstuhlfahrer, wird es definitiv besser“, so Lateier. Nun hoffe man, dass auch bald die Auslastung der S-Bahnen wieder steigen könne.

Für Bernhard Maier (Freie Wähler) bricht mit dem Redesign ein optisch neues Zeitalter bei der S-Bahn an. „Es sind gewaltige Investitionen, die wir auf den Weg gebracht haben für eine saubere, sichere und pünktliche S-Bahn“, sagt Maier. Es gelte aber auch zu betonen, dass dies nicht der Spendierfähigkeit der Bahn zu verdanken sei, sondern von öffentlicher Hand getragen werde.

Harald Raß (SPD) äußert sich kritisch gegenüber dem Redesign. Es sei leider nicht gelungen die erste Klasse abzuschaffen. „Dies wäre eine Chance gewesen, die wegfallenden Sitzplätze aus den neuen Mehrzweckabteilen auszugleichen“, so Raß. Immerhin sei der Kostenrahmen eingehalten worden.

Das Redesign könne sich sehen lassen, so Holger Dorn (AfD). „Wir haben Verbesserungen in einigen Punkte erreicht, vor allem in den Mehrzweckbereichen.“ Gerade die Fahrradmitnahme in der S-Bahn werde aktuell immer wichtiger.

Armin Serwani (FDP) begrüßt, dass man nun einen Knopf an die Sache Redesign mache.  „Die Qualität der S-Bahn wird besser, vor allem die Monitore in den Deckengondeln sind von den Sitzplätzen aus besser zu erkennen.“

Michael Knödler (Die Linke/Pirat) hofft auf eine gute Lösung, was die Fahrradbefestigungen in den Mehrzweckabteilen angeht und dankt für das Eingehen der S-Bahn auf die Wünsche des Verkehrsausschusses.

Visualisierungen des neuen Innen- und Außendesigns in druckfähiger Qualität stehen unter folgendem Link zum Download bereit: https://datentransfer.region-stuttgart.org/#/public/shares-downloads/FCBDf5ViszQejfRh9GEBoaF57OZtI00h

Bildnachweis: Neomind Designstudio

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news-989 Fri, 20 Nov 2020 18:18:41 +0100 Region begrüßt flexibles Tarifangebot im VVS Diskussion stand im Zeichen von Corona-bedingtem Rückgang der Fahrgastzah-len. Regionaler Verkehrsausschuss zeigt sich einverstanden mit den Tarifmaß-nahmen ab April 2021. presse/artikel/aktuell/region-begruesst-flexibles-tarifangebot-im-vvs/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=e1a943f450428709e138ff27462bf4f6 Der regionale Verkehrsausschuss begrüßte am Freitag, dass die Forderungen des Verbands Region Stuttgart nach einem flexiblen Tarifangebot im VVS nun bald Realität werden sollen. Um der höheren Nachfrage nach flexibleren Ticketangeboten vor allem aufgrund von vermehrtem Arbeiten im Homeoffice zu begegnen, entwickelt der VVS mit seinen Gesellschaftern derzeit ein flexibles Tarifangebot. Der VVS-Geschäftsführer Horst Stammler kündigte im Ausschuss an, dass die Einführung eines flexiblen 10er-TagesTickets bereits für April 2021 geplant ist. Mit diesem Angebot soll auf die eingebrochenen Fahrgastzahlen im Zuge der Corona-Pandemie reagiert werden. Das Fahrgastaufkommen lag noch im September 2020 etwa 30 Prozent unter dem ursprünglichen Niveau. Auch die Auswirkungen der aktuellen Corona-Beschränkungen machen sich bei den Fahrgastzahlen bemerkbar. „Für dieses Jahr rechnen wir mit Einnahmenausfällen von 115 bis 120 Millionen Euro“, so Stammler. Er prognostizierte, dass im Corona-Jahr nur etwa 40 Prozent der Kosten im VVS durch Fahrgeldeinnahmen gedeckt werden.

Zudem fanden die Tarifmaßnahmen, welche mit der durchschnittlichen Erhöhung der Fahrpreise um 2,66 Prozent ab April 2021 einhergehen, eine Mehrheit im regionale Verkehrsausschuss. Der Verband Region Stuttgart ist einer der öffentlich-rechtlichen Gesellschafter des VVS, in dessen Gesellschafterversammlung am 1. Dezember der endgültige Beschluss über den VVS-Tarif und über die neuen Ticketpreise fallen wird.

Stimmen aus der Regionalversammlung

Im Hinblick auf den ÖPNV in Corona-Zeiten sagte Rainer Ganske (CDU/ÖDP): „Die Zahlen sind ernüchternd.“ Das flexible 10-er-Tagesticket sei „ein guter erster Aufschlag, der weiterentwickelt werden muss.“ Er regte an, die Gültigkeit über einen Monat hinweg auszudehnen. Verkehr koste Geld und die Tariferhöhung sei erforderlich. Dies begründete Ganske auch mit der Entwicklung der letzten Jahre: Man solle nicht vergessen, dass die Tarifzonenreform jährlich über 40 Millionen Euro kostet und in den letzten zwei Jahren Tariferhöhung ganz oder teilweise ausgesetzt worden sind.  Heftig kritisierte er das Angebot des Landesverkehrsministers für eine teilweise Übernahme der Kosten bei Aussetzung einer Tariferhöhung, da es nur für ein Jahr gelte und die Belastung in den Folgejahren hierbei nicht berücksichtigt sei.

Philipp Buchholz (Bündnis90/die Grünen) führte aus: „Die Grünen lehnen die Tariferhöhung ab. Die Region Stuttgart ist für ein Viertel der CO2-Emmissionen in Baden-Württemberg verantwortlich.“ Es sei daher eine „vertane Chance“, das Angebot des Landesverkehrsministers nicht anzunehmen. Zum Verfahren der Tariferhöhungen im VVS forderte er: „Wir müssen den Mechanismus des jährlich steigenden Tarifs durchbrechen.“ Das flexible 10-er-Ticket sei ein „attraktives Angebot für die Home-Office-Ära.“ Man müsse jetzt nach vorne schauen und den ÖPNV auf Erfolgskurs für die Zeit nach Corona bringen. Ein Beitrag sei aus seiner Sicht auch die Studie des Landes zur Reaktivierung von Schienenstrecken.

In Bezug auf seinen Vorredner merkte Bernhard Maier (Freie Wähler) an: „Wir bestellen den Verzicht auf eine Tariferhöhung gerne, aber bezahlen müssen es die Landkreise und die Landeshauptstadt Stuttgart. Das sollten wir klar respektieren.“ Er gab zu bedenken, dass hierbei noch nicht die „gewaltigen Investitionen des Verbands Region Stuttgart und der Landkreise in der Region in den ÖPNV berücksichtigt sind“. Weiter: „Die Tariferhöhung ist gerechtfertigt und nicht aufzuhalten.“ Wichtig ist es Maier, dass das Umland bei den neuen Tarifen nicht benachteiligt werde. Das Angebot des Landes sah er im Rahmen des Landtagswahlkampfes als rein politisch motiviert.

Thomas Leipnitz (SPD) monierte: „Angesichts der Pandemie ist die Tariferhöhung nicht angebracht“. Es bestünde die Gefahr, so weitere Fahrgäste zu verlieren. Zudem kritisierte auch er das System für die Festlegung der jährlichen Tariferhöhungen. Die SPD-Fraktion begrüßt das neue flexible Ticket. Mit Verweis auf frühere Anträge seiner Fraktion hält es Leipnitz aber für „bedauerlich, dass es dafür erst eine Pandemie gebraucht hat.“

Holger Dorn (AfD) hält eine Tarifanpassung für „maßvoll“ und erforderlich, unter anderem für eine Absicherung der Investitionsfähigkeit und wegen der hohen Tarifabschlüsse. „Das ist ein Beitrag für eine angemessene Kostendeckung in der Zukunft“. Die Ticketpreise seien „deutlich im geldwerten Rahmen“. Auch die AfD sieht die Einführung des 10-er-Tagestickets positiv.

Nach den letzten Jahren mit der Tarifreform sowie ausgesetzter oder reduzierter Tarifanpassungen solle es jetzt eine maßvolle Erhöhung geben, meinte ebenfalls Armin Serwani (FDP). Auch von ihm kam der Hinweis, dass der ÖPNV seit Jahren ausgebaut und verbessert werde. Im Blick auf frühere Vorstöße der FDP zu flexiblen Tarifen sagte er: „Das 10-er-Tagesticket hat viele Mütter und Väter“, monierte aber, dass die Geltungsdauer für nur einen Monat zu kurz sei.

 Die Linke/Pirat lehnt eine Tariferhöhung ab. Christoph Ozasek sagte: „Mit der Erhöhung drohe dem VVS „eine Erosion seiner Finanzierungsgrundlage“. Es sei ein falsches Signal in der Krise und zudem unsozial. Denn es treffe vor allem systemrelevante Berufsgruppen mit niedrigerem Einkommen. „Eine Tariferhöhung ist der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.“

Hintergrund zum Prozess der Tariffestlegung im VVS:

Maßgeblich für den Umfang der Tarifanpassung sind die ermittelten Kostensteigerungen seitens der Verkehrsunternehmen im VVS. Sollten die Gesellschafter der öffentlichen Hand eine geringere Tariferhöhung festlegen, müssten sie den Verkehrsunternehmen die Differenz ausgleichen. Die Gesellschafter der öffentlichen Hand sind neben dem Verband Region Stuttgart auch das Land Baden-Württemberg sowie die Stadt Stuttgart, die Landkreise Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg, der Rems-Murr-Kreis und ab 1. Januar 2021 auch der Landkreis Göppingen.

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news-988 Thu, 12 Nov 2020 09:50:40 +0100 Was bedeutet die Agenda 2030 für die Region Stuttgart? Planungsausschuss diskutiert Nachhaltigkeitsziele im Kontext des Regionalplans presse/artikel/aktuell/was-bedeutet-die-agenda-2030-fuer-die-region-stuttgart/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=7021d52b72805a8da774ea2543c05d3a Im gestrigen Planungsausschuss war ein kritischer Blick auf den Regionalplan samt der dazugehörigen Bewertungs- und Abwägungsprozesse gefragt. Inwieweit tragen die geltenden regionalplanerischen Aussagen zum Erreichen von Nachhaltigkeitszielen bei? Auf Antrag der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN wurde der Umgang mit Zielkonflikten im Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeit, Klima- und Bodenschutz auf der einen und sozialen Aspekten, wirtschaftlichen Entwicklungsinteressen und der möglichen Realisierung von regionalplanerischen Maßnahmen auf der anderen Seite thematisiert. Hintergrund sind unter anderem neue Nachhaltigkeitsziele, die seit der letzten Fortschreibung des Regionalplans 2009 festgelegt worden sind: und zwar sowohl national mit dem Klimaschutzpaket, als auch international mit den Sustainable Development Goals (SDGs) in der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen.

Die Vereinten Nationen haben im Jahr 2015 die Agenda 2030 mit 17 Zielen zur Nachhaltigkeit verab­schiedet, die in den drei Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Ökologie in ausgewogener und integrierter Weise umgesetzt werden sollen. Konkretisiert werden diese Ziele anhand von insgesamt 169 Unterzielen. Der Bund hat für die Zielsetzungen der Agenda 2030 ein „Indikatorenset“ formuliert und mit politisch abgestimmten Zielwerten hinterlegt. Bereits 2018 wurde ein regionaler Indikatorenbericht unter Berücksichtigung spezifischer regionaler Gegebenheiten erarbeitet, dessen Ergebnisse sich zum großen Teil auch im Regionalmoni­tor wiederfinden. Im Planungsausschuss wurde nun eine Zuordnung der für die regionale Ebene relevanten Nachhaltigkeitsziele der UN-Agenda zu den Zielen und Inhalten des Regio­nalplans dargelegt. Es wurde aufgezeigt, wo rechtliche und politische Zuständigkeiten, Gestaltungsspielräume und Grenzen liegen. Der Regionalplan ist zunächst einmal gesetzlich der Gewährleistung einer nachhaltigen Entwicklung ver­pflichtet. Dazu gehört der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Reduzierung von Flächeninanspruchnahme, aber auch die Schaffung der Standortvoraussetzungen für die Entfaltung des wirtschaftlichen Potenzials sowie die Freihaltung von Räumen für zukünftige Gestaltungsoptionen. Planerische Entscheidungen sind diesen Prinzipien verpflichtet. Sie sind gleichzeitig aber immer auch das Ergebnis von Planungsprozessen, deren fester Bestandteil die Beteiligung der Gemeinden, unterschiedlicher Träger öffentlicher Belange und auch von Bürgerinnen und Bürgern ist. Die Mitglieder der Regionalversammlung müssen die unterschiedlichen Interessen gewichten und gegeneinander abwägen. Die Nachhaltigkeitsziele bieten hierbei einen breiten Rahmen, der unterschiedliche Möglichkeiten zum Umgang mit auftretenden Zielkonflikten zulässt. In der Region Stuttgart werden solche Zielkonflikte zwischen der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, dem Schutz wertvoller Böden und der Reduktion des (Pendler-)Verkehrs besonders deutlich: Ein unzureichendes Wohnungsangebot kann Menschen auf entferntere Standorte verdrängen – führt dann allerdings zu zusätzlichem Verkehrsaufkommen.

Insgesamt aber zeigt die Gegenüberstellung von Nachhaltigkeitszielen und den Inhalten des Regionalplans, dass der Regionalplan viele Schnittstellen zur Agenda 2030 hat und in seiner jetzigen Form dafür geeignet ist, die Nachhaltigkeitsziele zu verfolgen. Gleichzeitig kann der Regionalplan als vornehmlich Rahmen gebendes Instrument nur begrenzt Einfluss nehmen, was konkrete Umsetzungen von Maßnahmen betrifft. Hier gilt es, sich auf zentrale Themenfelder der Regionalplanung zu konzentrieren wie beispielsweise Siedlungs- und Freiraumentwicklung, Wohnraumversorgung, Verkehrsentwicklung, Grundversorgung und Energieversorgung, aus denen praktikable Handlungsempfehlungen abgeleitet werden können. Darüber hinaus hat die Regionalplanung einen Auftrag zur Beratung und Unterstützung von Kommunen und anderen Aufgabenträgern. Diesen nimmt der Verband Region Stuttgart über seine Kofinanzierungsprogramme für Wirtschaft und Tourismus, Landschaftsparkprojekte, regionalbedeutsame Gewerbeflächen und für nachhaltige Mobilität sowie über das Engagement in Modell- und Forschungsprojekten sehr aktiv wahr. Zudem verfolgt der Verband auch im europäischen Kontext gemeinsam mit anderen Metropolregionen Lösungen für die nachhaltige Entwicklung, beispielsweise im Netzwerk METREX. Hier liegt ein besonderer Fokus auf Strategien für die Stadt-Umland-Kooperation als zentralem Baustein der regionalen Dimension.

Stimmen aus den Fraktionen
Für Dorothee Kraus-Prause (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) wurde in der Vorlage sowie der ausführlichen Stellungnahme grundsätzlich die Funktion des Regionalplans klargestellt: „Er hat einen rahmensetzenden Charakter, ist aber nicht für die Umsetzung zuständig.“ Ihre Fraktion müsse daher immer wieder sehen, dass sie bei der Umsetzung an die Grenzen des Regionalplans gerate. Dies könne eher mit der Arbeit in anderen Bereichen gelingen. „Über Förderprogramme und Modellvorhaben können wir die Umsetzung maßgeblicher beeinflussen“, stellte Brüx fest. Das Grundsatzpapier könne hier sehr gut aufzeigen, wo es Schnittstellen gibt, an denen weitergearbeitet werden könne.

Die Fraktion von CDU/ÖDP sah keinen Anlass für die „kritische Würdigung es Regionalplans“ hinsichtlich des Klimaschutzes. Roland Schmid stellte fest, dass „wir bereits über das Raumordnungsgesetz auf Nachhaltigkeit verpflichtet sind“. Er warnte davor, dem Klimaschutz einen Absolutheitscharakter zu geben. „Wenn man sich nur auf einen Einzelaspekt beschränkt, macht man den Regionalplan angreifbar“, so Schmid. Es sei die Aufgabe, aus Raumansprüchen, die gegenläufig sind, Konfliktlagen zu erkennen und entsprechend abzuwägen. Adressat der Botschaft müssten zudem Kommunen sein, wenn es darum ginge, Planungen in Wirklichkeit umzuwandeln.

Laut Regina Traub (SPD) ergebe die Analyse deutlich, dass sich die Ziele der Agenda 2030 im Regionalplan wiederfinden und abgewogen werden müssten: „Wir haben uns verschiedenen Aufgaben zu stellen. Aber wir werden dem Thema Nachhaltigkeit im Regionalplan gerecht“, befand Traub. Es sei Aufgabe jedes Regionalrats, zu entscheiden, wie sozial, ökologisch oder ökonomisch er die Belange betrachtet.

Wilfried Wallbrecht (Freie Wähler) schloss sich seinem Vorredner weitestgehend an. Er lobte „angesichts der Flughöhe des Antrags“ die umfassende Aufbereitung der Verbandsverwaltung.

Joachim Hülscher (AfD) stellte fest, dass sowieso für jeden klar sei, dass „wir zur Nachhaltigkeit verpflichtet sind.“ Dies sei keine neue Erkenntnis, sondern eine Selbstverständlichkeit. Er bedankte sich dafür, dass Aufgaben, Rechte und Pflichten des Regionalplans noch einmal so klar und fachlich begründet dargelegt wurden.

Kai Buschmann (FDP) betonte: „Die regionale Ebene ist der Möglichkeitsraum, Handlungsraum ist die kommunale Ebene.“ Seiner Meinung nach könnten sich aus dem Rahmen des Regionalplans aber dennoch Handlungen ergeben, so zum Beispiel im dringlichen Bereich Wohnen. „Wir können zum Beispiel durch Befristungsregelungen Anreize zum Handeln schaffen“, appellierte Buschmann.

„Wir müssen radikal umsteuern, um soziale und ökologische Ziele zu erreichen, auch wenn wir die ökonomischen dabei verfehlen“, sagte Christoph Ozasek (DIE LINKE/PIRAT). Die nachhaltigen Entwicklungsziele seien essenziell. Der Gesetzgeber sei hier gefragt. Dennoch könne die Regionalversammlung mehr tun.

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news-987 Thu, 05 Nov 2020 09:19:07 +0100 Rohstoffvorkommen und -abbau in der Region sichern Planungsausschuss lässt Regionalplanänderungsverfahren vorbereiten presse/artikel/aktuell/rohstoffvorkommen-und-abbau-in-der-region-sichern/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=88bda4cebe59e70b4ed2fd84e79903d1 STUTTGART: Der Verband Region Stuttgart prüft eine Änderung der im Regionalplan ausgewiesenen Standorte zur Sicherung und zum Abbau von oberflächennahen Rohstoffen. Der gestrige Planungsausschuss votierte mehrheitlich dafür, ein entsprechendes Verfahren vorbereiten zu lassen. Dieses umfasst unter anderem die Zusammenstellung der Auswirkungen auf unterschiedliche Schutzgüter in einem Umweltbericht, die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Träger öffentlicher Belange. Untersucht werden Gebiete in Marbach-Rielingshausen, Markgröningen und Weissach. Während in Weissach ein Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden und der Standort in Markgröningen an aktuelle Produktionsanforderungen angepasst werden soll, wird für das Abbaugebiet auf Marbacher Gemarkung eine Erweiterung geprüft. Damit soll der langfristige Betrieb des Steinbruchs gesichert werden.

Die Region Stuttgart verfügt über recht großflächige Vorkommen mineralischer Rohstoffe. Es handelt sich dabei um Muschelkalk, der für die Produktion von Schotter, Kies und Sand oder – seltener – als Naturwerkstein verwendet wird, Ziegeleirohstoffe, hier vor allem Ton, sowie Sande. Gemäß dem Landesentwicklungsplan (LEP) ist der Verband Region Stuttgart für die Sicherung abbauwürdiger Rohstoffvorkommen auf seinem Gebiet zuständig. Regional bedeutsame Abbaustätten und gegebenenfalls abbaufähige Reserven sind im Regionalplan als Bereiche zum Abbau oder zur Rohstoffsicherung festgeschrieben und sollen nicht dauerhaft bebaut werden. Antragsverfahren zur Erweiterung bestehender Abbaustellen oder zur Anlage neuer Abbaustellen können nur zugelassen werden, wenn die betreffenden Flächen im Regionalplan als Vorranggebiete ausgewiesen sind. Bereits aktive Abbaustandorte sollen erst vollständig abgebaut werden, bevor neue Vorkommen erschlossen werden. Mit der letzten Regionalplanfortschreibung 2009 sind 31 Gebiete für den Abbau oberflächennaher Rohstoffe mit 420 Hektar und 30 Gebiete mit 430 Hektar für deren Sicherung festgelegt worden. Davon sind 21 Abbaustätten derzeit aktiv, während durch den fortschreitenden Abbau der letzten Jahre die Gesamtfläche um 20 Prozent zurückgegangen ist. Da sich zwischenzeitlich auch Siedlungen ausgeweitet haben und teilweise Schutzgebiete die Vorkommen überlagern, ist von einer zusätzlichen Verringerung abbaufähiger Vorkommen auszugehen. Jede aktive Gewinnungsstätte spielt eine wichtige Rolle für die Rohstoffversorgung vor Ort und sorgt dafür, dass aufwändige und emissionsreiche Rohstofftransporte von außerhalb der Region geringer gehalten werden. 

Stimmen aus den Fraktionen
Roland Schmid (CDU/ÖDP) betonte, dass es eine Pflichtaufgabe der Region sei, Abbau von Rohstoffen zu ermöglichen und Gebiete für diesen Zweck festzulegen. Es sei darüber hinaus auch sinnvoll, sich damit auseinanderzusetzen und ortsnahe Rohstoffgewinnung zu ermöglichen. „Mit dem Streitfall in Marbach-Rielingshausen beschäftigen wir uns schon länger. Wir müssen hier eine Konfliktabwägung vornehmen.“ Ohne ein entsprechendes Prüfungsverfahren zu eröffnen, sei dies nicht möglich. „Auch wenn der Spielraum für Recycling derzeit nicht so groß zu sein scheint, sollten wir trotzdem den Anteil erhöhen und die Möglichkeiten des Recyclings verbessern.“
Das klare Ziel sei es laut Dr. Angela Brüx (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), den Rohstoffbedarf insgesamt zu senken: „Die Ressourcen sind endlich.“ Wo immer möglich, solle recycelt oder auf nachhaltige Baustoffe zurückgegriffen werden. Da aber beides zurzeit den Rohstoffbedarf nicht decken könne, müssten Bedarfe im Hinblick auf den Klimaschutz ortsnah gedeckt werden. „Nur in einem ergebnisoffenen Änderungsverfahren können wir die Anliegen aller Beteiligten erfassen und gewichten“, konstatierte Dr. Brüx. Ihre Partei habe großes Verständnis für die Belastungen der Anwohner und wünsche sich ein transparentes und faires Verfahren.
Wilfried Dölker (Freie Wähler) betrachtete die Bestandsaufnahme der Verbandsgeschäftsstelle als ausgewogen. „Der Rohstoffabbau schafft die Grundlagen für die Produktion von Baumaterialien und ermöglicht klimaschonende Transportwege. Und durch alternative Rohstoffe kann der Bedarf derzeit noch nicht gedeckt werden.“ Dennoch seien die Bedenken vor Ort nachvollziehbar und verständlich und müssten ergebnisoffen untersucht werden. „Eine Prüfung mit umfassender Darstellung von Vor- und Nachteilen ist eine sachgerechte Form der Rechtsfindung.“
Die Sorgen der Bürger*innen von Rielingshausen konnte Regina Traub (SPD) sehr gut nachvollziehen, da diese direkt von den Auswirkungen des Steinbruchbetriebs betroffen seien. Nicht nachvollziehbar war für sie hingegen, dass der Abbau dort laut Betreiber für nur noch acht Jahre gesichert sei. Trotzdem war sie überzeugt: „Mit der Untersagung einer Erweiterung wird sich eine Kreislaufwirtschaft nicht erzwingen lassen“, auch wenn sich ihre Partei klar zu diesem Ansatz bekenne. Ohne Verfahren würde das Thema nur aufgeschoben werden.
Joachim Hülscher (AfD) fand die Aufarbeitung des Themas „Rohstoffabbau und -sicherung“ wichtig, da sie nochmals verdeutliche, dass diese Aufgabe auf regionaler Ebene liegt. Man müsse nicht betonen, dass ein Verfahren dazu ergebnisoffen sein müsse. Von einem Regionalplanänderungsverfahren dürfe man erwarten, dass eine demokratische Entscheidung auf Basis ausführlicher Abwägungsprozesse folgt. Seine Fraktion gehe positiv in dieses Verfahren.
„Wir brauchen einen Blick auf die Rohstoffsituation von regionalplanerischer Flughöhe“, befand Kai Buschmann (FDP). Es gehe hier vorrangig um die Frage der Selbstversorgung der Region, nicht um kommunale Belange. Die Entscheidung müsse daher aus regionaler Perspektive getroffen werden.
Christoph Ozasek (DIE LINKE/PIRAT) hatte kein Verständnis für den „unstillbaren Ressourcenhunger der Region" und plädierte für einen nachhaltigen Umgang mit endlichen Rohstoffen. Regionales Wachstum müsse begrenzt werden. Seine Fraktion stimmte gegen die Prüfung einer Regionalplanänderung.

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news-986 Fri, 30 Oct 2020 12:35:39 +0100 Reisezeit ist Servicezeit Die S-Bahn Stuttgart wird smarter und übernimmt beim WLAN eine Vorreiterrolle. Ihre Züge sind die ersten bundesweit, die nicht nur kostenfreies Surfen im Internet, sondern auch ein innovatives Zugportal anbieten. presse/artikel/aktuell/reisezeit-ist-servicezeit/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=aa78c25d9608df48af95ee2c8768bd14 Nach einem mehrmonatigen Probelauf gibt es inzwischen in allen 157 S-Bahn-Fahrzeugen, in dem auf der „Schusterbahn“ eingesetzten Elektrotriebwagen sowie in den vier auf der „Teckbahn“ eingesetzten Dieselfahrzeugen der Baureihe 650 Zugriff auf ein neues, innovatives Zugportal. Ein Service, der bislang nur in der Region Stuttgart angeboten wird, aber perspektivisch für viele weitere Linien der DB Regio folgen könnte.

„Mit News, Unterhaltung und Informationen rund um die aktuelle Fahrt bieten wir unseren Fahrgästen einen echten Mehrwert. Die Inhalte liegen auf eigenen Zugservern und sind daher permanent verfügbar“, sagt Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart. Die Server werden im Hintergrund ständig mit Updates aus einer Cloud versorgt.  Somit bekommt der Leser auch bei mehrmaliger täglicher Nutzung immer neue Inhalte geliefert.

Der Verband Region Stuttgart und die DB Regio verwandeln so Reisezeit in Servicezeit: „Über die Echtzeit-Reiseinfo des Zugportals sieht der Nutzer direkt auf seinem Smartphone, Tablet oder Laptop, um wieviel Uhr er beispielsweise am nächsten Halt ankommt“, sagt Dr. Jürgen Wurmthaler, Leitender Direktor beim Verband Region Stuttgart. „Ein kleiner blauer Punkt oben links zeigt zudem direkt an, wenn eine Störung auf der Strecke vorliegt.“ Um diese Vorzüge nutzen zu können, muss man sich lediglich nach dem Einsteigen über das WLAN der S-Bahn mit dem Zugportal verbinden.

Neben aktuellen Informationen über die Zugfahrt, bietet das Zugportal Tagesnachrichten, Wissens- und Bahninterne-Artikel sowie Videos renommierter Partner wie Tagesschau, Spektrum, Sportschau und Inside-bahn.de. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf regionalen Inhalten wie Hinweisen zu Veranstaltungen aus der Region, Freizeittipps und lokalen Nachrichten, aber auch Wissenswertes zur Arbeit des Verbands Region Stuttgart und der Regionalversammlung. 

Sämtliche Informationen können auch außerhalb der S-Bahn-Linien unter „sbahnstuttgart.zugportal.de“ abgerufen werden, dann natürlich ohne die fahrtspezifischen Fahrgastinformationen. Nach einem mehrmonatigen Probebetrieb fällt am 1. November der eigentliche Startschuss für das Zugportal, der von einer Marketingkampagne mit den zwei Headlines „Unterwegs in der Region, verbunden mit der Welt“ und „In voller Fahrt auf dem neuesten Stand“ begleitet wird. Ziel ist es, das Zugportal den Bedürfnissen der Fahrgäste entsprechend weiterzuentwickeln. Ideen, Hinweise auf Verbesserungen, aber auch Lob kann man unter dem Link „Anregungen“ direkt auf dem Zugportal hinterlassen.

„Special“ zu Beginn: Am 1. Dezember startet im Zugportal ein Adventskalender-Gewinnspiel. Wer die tägliche Quizfrage richtig beantwortet, hat jeden Tag die Chance auf Preise.

Auf das WLAN, fertig, los! - Wie sich Fahrgäste mit WLAN und Zugportal verbinden

Die Verbindung mit dem WLAN ist einfach: am mobilen Endgerät WLAN aktivieren, das Netzwerk „Wifi@DB“ auswählen und die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Zudem sind in den S-Bahnen entsprechende Banner angebracht, auf denen der Verbindungsvorgang Schritt für Schritt beschrieben wird. Sobald das WLAN aktiviert ist, erscheint der Button „Hier geht’s ins Zugportal“ oder man gibt je nach Endgerät einfach in den Browser sbahnstuttgart.zugportal.de ein.

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news-985 Fri, 23 Oct 2020 08:00:41 +0200 Die Wirtschaft und Standortentwicklung im Blick Fraktionen bringen 89 Anträge in die Regionalversammlung ein. Aussprache zum Haushaltsentwurf für 2021 presse/artikel/aktuell/die-wirtschaft-und-standortentwicklung-im-blick/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=a4d10474c5c7e9db132988a0312962b7 Insgesamt 89 Anträge haben die Fraktionen der Regionalversammlung am Mittwoch zum Haushalt 2021 des Verbands Region Stuttgart gestellt. Der Budgetentwurf, den Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling Ende September eingebracht hatte, umfasst ein Gesamtvolumen von knapp 415 Millionen Euro. Nicht zuletzt beeinflusst von der Corona-Krise beziehen sich viele Anträge der Fraktionen in diesem Jahr auf Wirtschaftsthemen wie Maßnahmen zum Strukturwandel oder die Förderung der Digitalisierung, aber auch auf die Nutzung von Gewerbebrachflächen oder mehr Flexibilität in der ÖPNV-Nutzung.

Wirtschaftlicher Wandel: neue Technologien und nachhaltige Energie

Insgesamt 20 Millionen Euro fordern CDU/ÖDP und FDP für die nächsten Jahre, um Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien zu fördern. Die Fraktionen sehen hier eine große Chance für die Region, künftig eine Spitzenstellung einzunehmen. In Zusammenhang mit Wasserstoff betonen Bündnis 90/Die Grünen die Wichtigkeit von erneuerbarem Strom. Von daher solle der Verband den Einsatz von „grünem Wasserstoff“ für die regionalen Busverkehre und die Verfügbarkeit und Eignung von Flächen für Photovoltaik-Anlagen in der Region prüfen. Letzteres sieht auch die FDP als sehr wesentlich an. 

Alternativen sehen CDU/ÖDP und Freie Wähler auch beim Thema Kraftstoff für herkömmliche Verbrennungsmotoren: Sie fordern, die Forschung, Entwicklung und den wirtschaftlichen Einsatz von synthetischen Kraftstoffen gemeinsam mit den führenden Entwicklern in der Region vorantreiben. Für ein Kompetenzzentrum „autonomes Fahren“ setzen sich die Freien Wähler ein. Ein interfraktioneller Antrag von CDU/ÖDP, Freie Wähler und FDP möchte mittels einer Studie Aufschluss geben über die Rohstoffversorgung und deren mittelfristigen Versorgungssicherheit bis 2050 in der Region Stuttgart. Anträge von CDU/ÖDP sowie von Bündnis 90/die Grünen zielen auf ein vermehrtes Recycling von Bauschutt ab.

Auch die Windkraft wurde thematisiert: Die CDU/ÖDP möchte die Erträge von bestehenden Windkraftanlagen in der Region mit den Prognosen vergleichen. Die Freien Wähler beantragen Transparenz zu erfolgten und geplanten Bauvorhaben der Windkraft. Die AfD fragt nach den benötigten Flächen für die Anlagen, sie verlangt zudem nach einer Datenbank für hoch effiziente Energieversorgungskonzepte. 

Digitalisierung vorantreiben 

Im Bereich Digitalisierung stellen CDU/ÖDP sowie die SPD vor allen die Schulen in den Fokus: Es gelte, den Breitbandausbau dort zu beschleunigen und die Schulen vorrangig zu berücksichtigen. Ein sogenanntes „HomeDemocracy“-Konzept fordert die FDP: Künftig soll so die Möglichkeit der virtuellen Teilnahme an Sitzungen des Verbands Region Stuttgart gegeben sein. Begleitend zum weiteren Breitbandausbau und der fortschreitenden Digitalisierung setzen sie auf umfassende Informationen für die Öffentlichkeit. 

Start-Ups fördern

Gleich in mehreren Anträgen steht das Thema Gründer im Mittelpunkt: Die SPD fordert, gründerfreundliche Kommunen für neue Ideen in Wirtschaft und Gesellschaft finanziell zu unterstützen. Gemeinsam mit der FDP möchte sie die regionale Wirtschaftsförderung mit einer digitalen Plattform zur Fachkräftesicherung und einer Qualifizierungsoffensive beauftragen sowie mit einer neuen Willkommenskultur internationale Gründer anlocken. Die Fraktion Linke/Pirat will Start-Ups mit einem regionalen Preis oder mit einem Fonds für neue alternative Geschäftsfelder in der Region Stuttgart fördern, auch Unternehmen aus der Kreativwirtschaft sollen laut der Fraktion seitens der Region noch mehr unterstützt werden.

Wohnen, Logistik und Entwicklung von Brachflächen

In einem interfraktionellen Antrag fordern CDU/ÖDP, Freie Wähler und FDP die Entwicklung eines „regionalen und interkommunalen Logistikzentrums“, um so die Abwanderung von Produktionsbetrieben zu verhindern. Bündnis 90/Die Grünen setzen ihren Fokus auf eine rasche Wiederverwertung von brachfallendem Gelände. Die regionale Wirtschaftsförderung solle schon bei Bekanntwerden von möglichen Flächenstilllegungen Gespräche führen. In eine ähnliche Richtung zielt auch die SPD mit ihrer Forderung, eine Umnutzung von brachliegenden Industrie- und Gewerbeflächen sowie von Leerständen im Einzelhandel zu fördern. Sie möchte zudem prüfen lassen, inwiefern die Wohnform „Tiny House“ auf Brachflächen oder Flächen ohne Baurecht umsetzbar ist. Die Linke/Pirat möchte gar die Suche nach strategischen Vorhaltestandorten für Investitionsprojekte komplett einstellen und dafür die Bemühungen bei Brachflächen und Flächenrecycling verstärken. 

Die Freien Wähler verlangen eine Untersuchung zur mangelhaften Nahversorgung in manchen Kommunen und über eine mögliche Unterstützung seitens der Region. Eine Aufstellung freier Verkaufs- und Büroflächen fordert die AfD. Die Freien Wähler beantragen darüber hinaus einen Bericht über die Wohnbaupotenziale in der Region entlang der Schiene und den Stand des regionalen „Aktionsprogramms Wohnen“. Klimaschutz soll nach Bündnis 90/Die Grünen durchweg mehr Gewicht erhalten, bereits bei der Aufstellung von Bauleitplänen oder auch in der Arbeit des Verbands Region Stuttgart. 

Sicherer, flexibler und übersichtlicher Nahverkehr

Die Anträge im Verkehrsbereich sind breit gefächert: CDU/ÖDP, Bündnis 90/Die Grünen sowie die SPD beantragen Maßnahmen für ein mehr Sicherheit in der S-Bahn. Bündnis 90/Die Grünen möchten die Ausweitung von Kurzstreckentickets prüfen lassen sowie bessere Tarifangebote für Teilzeitkräfte. Eine Ausweitung des 365-Euro-Tickets für alle Reisenden, flexiblere Tarife für Homeoffice-Nutzer und erweiterte Mitnahmemöglichkeit von Kindern fordert die SPD. Die Freien Wähler betonen die Wichtigkeit von Stadttickets auch für Verwaltungsgemeinschaften kleinerer Kommunen. Die FDP will das diesjährige Angebot, dass Inhaber von Verbund-Abos damit in den Sommerferien durch ganz Baden-Württemberg fahren dürfen, auf das nächste Jahr ausweiten. Die Linke/Pirat möchte in den Ferien eine Gültigkeit aller VVS-Abos für das ganze Netz. Hinzu kommen die Forderungen von Bündnis 90/Die Grünen und von Linke/Pirat nach einem Ausbau des Nachtverkehrs. Die SPD möchte erneut über die ersten Klasse in der S-Bahn diskutieren, die Linke/Pirat will die Abteile in der Hauptverkehrszeit weitgehend für alle Fahrgäste öffnen. Bündnis 90/Die Grünen sieht bei den Relex-Expressbussen Potenziale für einen klimafreundlicheren Betrieb und für eine neue Linie von Kirchheim nach Göppingen. 

Gleich zwei Anträge gibt es für das RegioRad Stuttgart-Förderprogramm „Zwei für eine“. Hierfür fordern sowohl die CDU/ÖDP als auch die SPD gemeinsam mit Bündnis90/Die Grünen sowie mit den Linke/Pirat eine Verdopplung der Fördergelder. 

Ausbauoptionen im ÖPNV

Bündnis90/Die Grünen ist es ein Anliegen, die Ausbaupotenziale der Strohgäubahn zu behandeln. Die Freien Wähler beantragen eine Untersuchung für eine Regionalzug-Verbindung von Böblingen über den Flughafen nach Nürtingen. Für eine Betriebsprogrammstudie der Panoramabahn plädiert die SPD. Die AfD fordert für eine rasche Reaktivierung der Strecke von Markgröningen nach Ludwigsburg.

Stimmen aus den Fraktionen

Für Rainer Ganske (CDU/ÖDP) taugt als Maßstab für erfolgreiche Arbeit die Höhe der Umlage wenig, „sondern, was wir mit den bisher eingeplanten 415 Millionen Euro bewegen und welchen Nutzen die Menschen und die Wirtschaft in der Region aus unserem Handeln haben.“ Es gelte nun, die aktuelle Situation zu analysieren und die erforderlichen Schlüsse zu ziehen, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. „Wir brauchen stärkere Anstrengungen in manchen Bereichen, beispielsweise in der Logistik oder aber zur Unterstützung des Strukturwandels der Unternehmen“, so Ganske. Man habe erkannt, dass eine reine Angebotsplanung nicht weiterhelfe, daher sei man bereit, in eine anteilige Mitfinanzierung der Erschließung und Bereitstellung von Flächen einzusteigen. „Logistik wird zum Knackpunkt für künftige Ansiedlungen.“ Im Thema Rohstoffversorgung sieht Ganske einen bislang unterschätzten Bereich, der genauer untersucht werden soll. „Die Frage, in welcher Höhe wir auf den Import von Rohstoffen angewiesen sind und welche Rohstoffe wir selbst haben, liegt uns am Herzen.“ Als sehr wichtiges Zukunftsfeld sehen Ganske und seine Fraktion zudem die Bereiche E-Fuels und Wasserstofftechnologie – und das nicht nur bezogen auf das Automobil: „Wir sind bereit einen Beitrag von insgesamt 20 Millionen Euro in die mittelfristige Finanzplanung einzustellen.“ Da man bereits jetzt in den Bereichen Wasserstoff und Brennstoffzelle gut aufgestellt sei, habe man die Chance, künftig eine herausragende Stellung gegenüber anderen Regionen zu erlangen. 

Philipp Buchholz (Bündnis 90/Die Grünen) konstatierte, dass die Corona-Krise die Probleme und Grenzen unseres Wirtschaftssystems deutlich vor Augen führe. „Wir sollten diese Krise nutzen als Beschleuniger einer Entwicklung hin zu einem nachhaltigeren Wirtschaften.“ Denn der Klimawandel mache trotz Corona keine Pause. „Die Zeit für kleine Schritte in die richtige Richtung ist vorbei. Wer jetzt noch Kompromisse mit dem Klima eingehen will, versündigt sich an der Zukunft.“ Krisen können auch immer Chancen sein, meinte Buchholz. Deshalb möchte seine Fraktion Klimaschutz zur Chefsache machen – mit einer extra Stelle zum Klimaschutz-Management und indem alle Entscheidungen im Verband Region Stuttgart „unter der Prämisse des Klimaschutzes“ getroffen werden. So soll der regionale Klimaatlas bereits bei der Aufstellung von Bauleitplänen mehr Gewicht erhalten und die regionale Landwirtschaft gestärkt werden. ‚Grüner Wasserstoff‘ soll in Relexbussen erprobt werden. Mit dem Ausbau des ÖPNV wie mehr S-Bahn-Nachtverkehre für eine Wiederbelebung des Freizeitlebens in der Region, On-Demand-Busse in der gesamten Region sowie mit attraktiven Tarifangeboten und einer durchgängig guten WLAN-Verbindung in der S-Bahn will seine Fraktion mehr Verkehr auf die umweltfreundliche Schiene verlagern und die hohen Emissionen des Verkehrssektor senken. Als „weiteren Beitrag zur Verkehrswende“ bezeichnete Buchholz die von seiner Fraktion vorangebrachte Aufstockung des RegioRad-Förderprogramms. Vehement kritisierte er die kommende Tariferhöhung im VVS. 

Für Andreas Hesky (Freie Wähler) sind bisherige Herausforderungen in der Krise stärker hervorgetreten: „Dazu gehören die Wohnungsnot, fehlende Gewerbeflächen und so manche unzureichende Infrastruktur.“ Um den Wandel hin zur „Nachhaltigen Region Stuttgart“ erfolgreich zu gestalten, müsse man den Unternehmen eine erfolgreiche Transformation ermöglichen: „Für den Umbau der Wirtschaft brauchen Betriebe mindestens drei Dinge: Menschen, Flächen, Mittel“, fasst er zusammen. „Wir müssen die Kommunen unterstützen bei der Nachverdichtung genauso wie bei der Ausweisung neuer Flächen“, sagt Hesky. Das gelte für den Wohnungsbau, aber auch für Gewerbeflächen. Darüber hinaus gelte es die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Region Stuttgart sich zur Musterregion der nachhaltigen Mobilität entwickelt. Dazu müsse man raus aus der Komfortzone und sich auch darüber im Klaren sein, dass dies mit hohen finanziellen Belastungen verbunden sei: „Wir stehen zu unseren Beschlüssen im ÖPNV. Wir wollen aber in diesen ungewissen Zeiten neue Verpflichtungen nur mit äußerster Vorsicht angehen“, sagt Hesky. Zugleich fordert er Bund und Land auf, sich auch im nächsten Jahr hinter Kommunen, Kreise und ÖPNV zu stellen.

Harald Raß (SPD) betonte in seiner Rede die Wichtigkeit von Wohnungsbau im unteren und mittleren Preissegment, und das nicht erst seit Corona: „Für alle diejenigen, die den Laden am Laufen halten, erschwinglichen, sicheren und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, bleibt eine wirkliche Herausforderung in der Region“, so Raß. Er lobte im Verkehrsbereich zwar die 2019 beschlossene Tarifreform, kritisierte aber zugleich, dass diese durch die jährlichen Tariferhöhungen verpuffe: „Es hat sich eine Tarifpolitik eingebürgert, die die Finanzierung zu Lasten der Fahrgäste führt.“ Zudem müsse die Barrierefreiheit im S-Bahn-Netz rasch vorangetrieben werden. Angesichts der Corona-Pandemie fordert Raß zudem, mehr regionalen Gemeinsinn zu entwickeln: „Wir alle sitzen in einem Boot. In solchen Krisenzeiten sind Solidarität und Zusammenhalt wichtig.“

Klaus Mauch (AfD) sieht aufgrund der schnellen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen die Region vor einer historischen „Bruchstelle“: „Für die Haushaltspolitik der öffentlichen Kassen ist vor allem die sich rasant verschlechternde wirtschaftliche Lage bedeutsam.“ Es gelte nun für Bund, Land, Region, Kreise und Kommunen, sich schnell und flexibel anzupassen, um die hoch entwickelten wirtschaftlichen Strukturen nicht durch eine „von Panik getriebenen Politik“ in ihrer Existenz zu gefährden. Bezogen auf den Haushalt fordert Mauch unter anderem einen Flächenverbrauchsnachweis, der aufzeigt, ob und in welchem Ausmaß zusätzliche Wohnbauflächen für benötigte Fachkräfte, die Eigenentwicklung und Zuwanderung ausgewiesen werden, auch durch Eingriffe in die Natur.

Für Rena Farquhar (FDP) ist die entscheidende Frage: „Investieren wir ausreichend in diejenigen Bereiche, die für künftigen Wohlstand in der Region Sorge tragen können?“ Die zentralen Themen sieht die FDP bei Beschäftigung und Fachkräfteversorgung, Logistik, Wasserstofftechnologie und regionaler Rohstoffversorgung. „Die Sicherung und der Ausbau der Region Stuttgart als industrieller Standort sind für uns Kernthemen“, so Farquhar. Das sei ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Region Stuttgart. Nicht ausreichend aufgestellt sei die Region konkret bei den Themen Photovoltaik und „HomeDemocracy“: „Aktuell sind 30 000 Menschen in Baden-Württemberg in Quarantäne. Das muss doch jedem klarmachen, dass wir hier einen Gang zulegen müssen.“

Christoph Ozasek (Die Linke/Pirat) meinte: „Die weitweite SARS-Covid-19-Pandemie ist der Missachtung planetarer Überlastungsgrenzen geschuldet.“ Deshalb müsse man nun „der sozial-ökologischen Transformation eine starke Dynamik verleihen.“ Das Gebot der Stunde sei Flächenrecycling, die Chancen der Region liegen im GreenTech-Sektor sowie der Wissensökonomie. Ozasek sprach sich für eine „smart-City-Agenda“ aus, Glasfaser sei eine Lebensader der Zukunft. Für das Klima und die Böden forderte er eine regionale Schutzstrategie. Beim Verkehr wandte sich Ozasek gegen die „massive Tariferhöhung“ im VVS und forderte unter anderem ein einheitliches 365-Euro-Jahresticket. 

Der weitere Zeitplan 

Die inhaltliche Diskussion über die Anträge findet öffentlich in den Ausschüssen statt: am 18. und 20. November im Verkehrsausschuss, am 11. November im Planungsausschuss, sowie am 25. und 27. November im Wirtschaftsausschuss. Die Regionalversammlung soll den Haushalt 2020 des Verbands Region Stuttgart am Mittwoch, 9. Dezember, beschließen.

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news-984 Thu, 22 Oct 2020 15:40:54 +0200 Wirtschaftlichen Wandel gestalten, Region nachhaltig entwickeln Experten empfehlen Mix aus Zukunftstechnologien und Diversifizierung für erfolgreichen Strukturwandel presse/artikel/aktuell/wirtschaftlichen-wandel-gestalten-region-nachhaltig-entwickeln/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=54355067d82ef31332a0d5990c90a970 „Region Stuttgart Reloaded“ (RS Reloaded): Unter dieser Losung werden im gleichnamigen Strategieprozess Ansätze für neue Produkte, Märkte und Geschäftsfelder für die regionale Wirtschaft erarbeitet. Im September beschäftigte sich die Arbeitsgruppe „Wirtschaft im Wandel“, bestehend aus 13 Regionalrätinnen und Regionalräten sowie den Leitungsebenen von Verband Region Stuttgart und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS), in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Aufsichtsrat der WRS mit den bisherigen Ergebnissen und ihrer – positiven – Bewertung durch Experten. Die Fraktionen von CDU/ÖDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Freien Wählern hatten beantragt, Strategien, um den durch die Pandemie beschleunigten Strukturwandel als Chance für nachhaltigen Wandel zu nutzen, auf die Agenda zu setzen. In der gestrigen Regionalversammlung wurde darüber nun öffentlich diskutiert.

Insbesondere die Kernbranchen der Region, Fahrzeugbau und Maschinenbau, stehen angesichts von technologischem und klimatischem Wandel unter Druck. Durch die Corona-Pandemie wurden und werden die wirtschaftlichen Folgen des Strukturwandels zusätzlich beschleunigt. Somit bekommt auch die Entwicklung und Umsetzung einer regionalen Diversifizierungs- und Innovationsstrategie eine neue Dringlichkeit. Ein Konzept der WRS aus dem „Reloaded“-Prozess liegt bereits vor und wird in den anstehenden Haushaltsberatungen der Regionalversammlung behandelt werden. Es verfolgt vor allem die Chancen einer ökologischen Modernisierung der Wirtschaft. Zudem soll eine vertiefte Analyse des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO weitere erfolgsversprechende Zukunftstechnologien und -themen für die Region identifizieren und Optionen speziell für disruptive Innovationsfelder aufzeigen.

Initiative „Nachhaltige Region Stuttgart“ der WRS Teil der Haushaltsberatungen
Zur Unterstützung des Strukturwandels plant die WRS, die Initiative „Nachhaltige Region Stuttgart“ ins Leben zu rufen. Sie soll Maßnahmen für eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Region Stuttgart bündeln und umsetzbar machen. Dabei spielt die Digitalisierung als sogenannter „Enabler“-Technologie eine zentrale Rolle. Themenfelder der Initiative sind Kreislaufwirtschaft sowie nachhaltige und klimaneutrale Produktion, erneuerbare Energien und Wasserstoff, Energie- und Ressourceneffizienz, nachhaltige Mobilität und betriebliches Mobilitätsmanagement, Bioökonomie, die Zukunft des Bauens sowie IT, Künstliche Intelligenz und Internet of Things. Querschnittsbereiche werden neben der Digitalisierung auch Urban Solutions, Klimaschutz und -anpassung, Kreativwirtschaft sowie die Förderung von entsprechenden Unternehmensgründungen sein. Vorbehaltlich des Beschlusses im Rahmen der Haushaltsberatungen sollen der WRS zum Start 119.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Stimmen aus den Fraktionen
Andreas Koch (CDU/ÖDP) warnte vor der Gefahr, beim alles beherrschenden Thema Corona den Blick für das große Ganze zu verlieren. Der Haushalt biete die Chance zur Standortbestimmung: „Wir müssen bewerten, ob wir uns noch auf dem richtigen Weg befinden oder durch die Pandemie ein grundlegender Richtungswechsel vonnöten ist.“ Da die Wirtschaft in der Region stark auf die Schlüsselbranchen Automobil und Maschinenbau ausgerichtet sei, gelte es, klimafreundliche und nachhaltige Alternativen zu finden, um das Mobilitätsbedürfnis der Menschen zu befriedigen. Es müsse für jedes Lebensumfeld eine geeignete Lösung gefunden werden. „Wir brauchen einen klugen Mix aus öffentlicher und individueller Mobilität.“ Koch hob dabei die Rolle der AG „Wirtschaft im Wandel“ als Unterstützer der regionalen Wirtschaft. Es gehöre Mut dazu, in Zeiten herber Einbußen für öffentliche Haushalte Geld für Förderungen in die Hand zu nehmen, so Koch. „Aber nur mit Mut werden wir den Sprung in eine erfolgreiche Zukunft schaffen.“ Dr. Ludger Eltrop (BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN) betonte, dass die Region bisher von der globalisierten Wirtschaft profitiert habe. „Darum müssen wir nun auch Verantwortung übernehmen und global tragfähige Lösungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit anbieten.“ Wichtig sei es, den Wandel in der Wirtschaftsförderung der Region mit allen Kräften zu unterstützen. „Für eine nachhaltige Wirtschaft brauchen wir einen verlässlichen Pfad zur Klimaneutralität“, so Eltrop. Seine Fraktion fordert daher eine regelmäßige Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes und einen jährlichen Bericht. Eltrop appellierte daran, die Weichen in Richtung Klimaneutralität heute zu stellen: „Entscheidungen von heute sind die Folgen von Morgen!“ Zur Sicherung von Arbeitsplätzen und menschenwürdige Einkommen müsse man „weg von der Autobau-Region, hin zu einer Mobilitäts-Region“. Diversifizierung solle zum Kernaspekt der Innovationsstrategie werden. Johannes Züfle (Freie Wähler) sieht „disruptive Veränderung, Digitalisierung, Dekarbonisierung, Klimawandel, neue Mobilität” als keine neuen Themen an. Die gute Nachricht, sagte Züfle, sei: „Wir setzen mit dem Strategiedialog RS Reloaded auf einen bereits laufenden Prozess auf.” Diversifizierung – sich von einem zu großen und „risikoreichen“ Schwerpunkt zu lösen – sei das Zwischenergebnis. Aufgabe von Regionalversammlung und WRS werde es sein, die “dafür identifizierten Säulen mit Substanz zu versehen.” Dabei werde die Region sich weiterhin auf ihre Nische konzentrieren müssen, übergreifende Interessen der Kommunen zu organisieren. “Dafür brauchen wir ein gemeinsames, anschauliches, einendes Bild eines neuen wirtschaftlichen Ökosystems,”, so Züfle. Dr. Jürgen Zieger (SPD) sieht zwei zentrale Fragestellungen in der nächsten Dekade. Einerseits gelte es, die klimatischen Veränderungen als Folgen menschlichen Handelns zu managen. Andererseits gehe es darum, sich um die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution zu kümmern – von grenzenloser Mobilität bis hin zum kompletten Verzicht auf fossile Energieträger. „Es geht um die Absicherung von zigtausend Arbeitsplätzen in der Region“, warnte Zieger. Ein Abbau der bestehenden Industrien würde sich sehr schnell zu einer sozialen Frage ausweiten und hätte massive Konsequenzen für die Daseinsvorsorge. „Die Region hat große Wachstumspotenziale. Um diese zu nutzen, ist die strategische Unterstützung der verschiedenen Sektoren nötig.“ Für Daniel Lindenschmid (AfD) besteht jetzt die Möglichkeit, mitzuentscheiden, wie die Region vom wirtschaftlichen Wandel profitieren wird. Positiv beeinflusst werden könne, ob bestehende Unternehmen gehalten werden und sich neue niederlassen. „Gerade wenn es um die Entwicklung zukunftsweisender Technologien geht, ist ein ansprechender Standort in wirtschaftlicher, aber vor allem infrastruktureller Sicht ausschlaggebend.“ Besondere Bedeutung komme dem Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie der Verkehrsinfrastruktur zu. Die Politik solle die Wirtschaft hier zwar unterstützen, aber nicht vorschreiben, in welche Richtung es gehen muss. Hartfrid Wolff (FDP) betonte: „Wachstumsfeindlichkeit ist das falsche Programm.“ Ohne eine wachstumsorientierte, technologieoffene Marktwirtschaft werde die ökologische Transformation nicht gelingen. Dabei bleibe es originäre Aufgabe der Politik, den Märkten einen marktwirtschaftlichen Rahmen zu geben. „Es gilt, Umweltgütern einen Preis zu geben und die marktwirtschaftlichen Anreize zugunsten der Umwelt nutzbar zu machen“, so Wolff. Die wichtigsten Hebel staatlicher Politik wie etwa die Umstellung des Steuer- und Abgabensystems von der Besteuerung der Arbeit auf Ressourcensteuern lägen allerdings nicht bei der Region. Für Peter Rauscher (DIE LINKE/PIRAT) ist „der Strategieprozess RS Reloaded ist ein gelungener Auftakt für das Ziel, neue Produkte Märkte und Geschäftsfelder für die regionale Wirtschaft zu erarbeiten.“ Es sei dringend, „die Region Stuttgart zu einer ressourceneffizienten und decarbonisierten Wirtschaft zu entwickeln“. Es sei nicht nur mit den bisher vorgesehenen Zukunftsmärkten getan. Beispielsweise müssten regionale landwirtschaftliche Produkte im Sinne eines „Landwirtschaftsclusters“ als Leitmarkt gestärkt und entsprechende Flächen geschützt werden. Notwendig sei ein grundlegender sozialer ökologischer Umbau.

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news-983 Thu, 15 Oct 2020 09:36:16 +0200 Fördermittel für Stationen von RegioRadStuttgart stark nachgefragt Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart stimmt der Kofinanzierung von insgesamt 15 neuen RegioRadStuttgart-Stationen zu und passt das Förderprogramm „Zwei für eine“ an. presse/artikel/aktuell/foerdermittel-fuer-stationen-von-regioradstuttgart-stark-nachgefragt/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=159675e19d847bb2204d7f96b7d4bdf3 Erst im Juni hat der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart das neue Förderprogramm „Zwei für eine“ für RegioRadStuttgart-Stationen beschlossen. Damit werden Antragsteller beim Bau von Verleihstationen finanziell seitens der Region unterstützt. In seiner gestrigen Sitzung hat der Ausschuss nun der Förderung der ersten insgesamt 15 Stationen zugestimmt und auf Grund der hohen Nachfrage neue Verteilmodalitäten der Gelder für die Kofinanzierung beschlossen. Beworben für Fördermittel haben sich die Städte Waiblingen, Bietigheim-Bissingen, Nürtingen, Ludwigsburg, Fellbach, Stuttgart und Rutesheim, die Gemeinde Oppenweiler und das Landratsamt Böblingen.

Neue Modalitäten
Damit die Errichtung aller beantragten neuen Verleihstationen ab sofort beginnen kann, wird die Fördermittelvergabe neu aufgestellt. Hintergrund ist, dass für die Bereitstellung und den Betrieb der Stationen lediglich monatliche Miet- und Servicekosten und keinerlei einmalige Investitionskosten anfallen. Der Verband plant deshalb eine Streckung der Fördermittel von insgesamt 500.000 Euro bis ins Jahr 2026 entsprechend der tatsächlich anfallenden Kosten. Durch die neue Verteilung können nicht nur mehr Stationen zeitgleich und länger gefördert werden, sondern es stehen auch früher Gelder für eine zweite Förderrunde zur Verfügung. Für diese können sich Städte und Kommunen ab sofort laufend bewerben.

Weitere Maßnahmen
Das Förderprogramm „Zwei für eine“ ist Bestandteil eines umfangreichen Gesamtkonzeptes zur Weiterentwicklung des regionsweiten Fahrradverleihsystems RegioRadStuttgart. Parallel zum Förderprogramm wurde mit einer Marketingkampagne auf verschiedenen Kanälen für RegioRadStuttgart geworben, die Möglichkeit einer Gruppenbuchung umgesetzt und 15 Freiminuten für Pedelecs bei der Nutzung durch polygoCard-Inhaber eingeführt. Zudem wird es künftig einen regionalen RegioRad-Beauftragten geben und die Wegeleitung an Bahnhaltestellen verbessert.

Stimmen aus den Fraktionen
Mathias Rady (CDU/ÖDP) fand es „erfreulich, wie gut das Förderprogramm von den Kommunen angenommen wurde.“ Das habe die Prognosen weit übertroffen. Die Notwendigkeit, die Fördermittel wegen der hohen Nachfrage zu strecken, unterstreiche die Bedeutung des regionalen Programms. Philipp Buchholz (Grüne) konstatierte: „Es zeigt sich, dass die Region auf den Ausbau von RegioRad gewartet hat.“ Er begrüßte, dass mit den Änderungen nun alle Antragsteller berücksichtigt werden können. Der Ausschuss folgte seinem Vorschlag, die Bewerbungen zum Förderprogramm zukünftig laufend anzunehmen und möglichst schon unterjährig zu entscheiden. Jasmina Hostert (SPD) war „positiv überrascht, dass das Förderprogramm so gut angenommen wurde.“ Man brauche ein „breites Netz an Stationen und einen zügigen Ausbau“. Wichtig sei es insbesondere, die sogenannte „letzte Meile“ gut anzubinden. Holger Dorn (AfD) befand den Ausbau von RegioRad-Stationen und das regionale Förderprogramm eine „rundum feine Sache“. Armin Serwani (FDP) begrüßte, dass es so viele Antragsteller gibt und hofft auf eine weiterhin hohe Nachfrage aus den Kommunen. Michael Knödler (DIE LINKE/ PIRAT) sagte: „RegioRad bietet eine tolle Gelegenheit, Pedelecs auszuprobieren“. Er wünschte sich die Flexibilität, auch einzelne Stationen in kleinen Kommunen zu fördern.

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news-982 Thu, 08 Oct 2020 11:23:52 +0200 Regionale Kofinanzierung Wirtschaft und Tourismus als Sprungbrett für vernetzte Projekte Wettbewerb 2020 zeigt sich erneut innovativ und interkommunal presse/artikel/aktuell/regionale-kofinanzierung-wirtschaft-und-tourismus-als-sprungbrett-fuer-vernetzte-projekte/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=82c0892d6d77ac4b3a8ffea43c87b358 Seit 2014 schiebt der Verband Region Stuttgart mit dem „Programm zur Kofinanzierung regionaler Modellprojekte und Kooperationen im Bereich Wirtschaft und Tourismus“ interkommunale, innovative Vorhaben von Kommunen und kommunalen Einrichtungen an. Übernommen werden jeweils bis zu 50 Prozent der Projektkosten. 350.000 Euro stehen jährlich insgesamt zur Verfügung. Nachdem die Mittel im vergangenen Jahr nicht vollständig ausgeschöpft wurden, können in dieser Wettbewerbsrunde 389.750 Euro vergeben werden. In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung erhielten einstimmig vier Projekte den Zuschlag. 2020 waren die Anträge gleichmäßig auf Wirtschaft und Tourismus verteilt. Der Aspekt der Digitalisierung ist inzwischen Bestandteil fast aller beantragten und aller in diesem Jahr erfolgreichen Projekte. Eine Kofinanzierung von 110.798 Euro erhält die Initiative „Wirtschaftsförderung 4.0 – digitale Tools und Netzwerke im Standortmarketing“ der Städte Esslingen und Filderstadt. Das bisherige Standortmarketing soll durch digitale Tools, darunter eine „Digitale Pinnwand“ oder digitales „Speed Dating“ für Gründer und KMUs erweitert werden, um Unternehmen besser zu vernetzen und bei Gründungs- und Innovationstätigkeiten und Unternehmensnachfolge zu unterstützen.

Ein Netzwerk aus „Lauschpunkten“ wird zunächst über den Altstädten von Besigheim, Bietigheim-Bissingen und Bönnigheim, später auch entlang von Landschaftstouren gespannt. Es sorgt dafür, dass die Besucher über eine kostenlose App auf ihrem Endgerät die Informationen und Geschichten über Architektur, Natur, Menschen und die Besonderheiten des Orts umfassend und unterhaltsam informiert werden. Das „ansprechende“ Konzept soll auch auf Touren in der Landschaft des 3B-Landes mit seinen 10 Kommunen ausgeweitet werden und wird mit 24.167 Euro kofinanziert.
Auch das zweite Projekt aus dem Themenfeld Tourismus soll Interesse wecken und den Zulauf zu Highlights in der Region Stuttgart wie Museen oder Freizeiteinrichtungen steigern: Eine RegioCard für Stuttgart und Region. Wer sie erwirbt, bekommt damit die Möglichkeit für je einen Besuch in jeder der beteiligten Einrichtungen innerhalb von 365 Tagen ohne zusätzliche Eintrittszahlung. Damit sollen vor allem für Einheimische Anreize für Erst- und natürlich auch vermehrte Folgebesuche geschaffen werden. Für das Projekt wird mit 209.984 Euro die aktuell höchste Kofinanzierung geleistet.
Mit einer Kofinanzierung von 100.200 Euro wird das Projekt „InWert“ (Integrative Weiterentwicklung von Regionalvermarktung inklusive Transporte im Programm HEIMAT) unterstützt. Ziel des Projekts ist, vorhandene Ansätze wie die Marke „HEIMAT-nichts schmeckt näher“ mit konsequent auf Regionalität ausgerichteter Produktion, Vermarktung, Vertrieb sowie umweltschonendem und wirtschaftlichem Transport weiterzuentwickeln und dauerhaft wirtschaftlich tragfähige Strukturen dafür zu schaffen. Dafür soll auch eine professionelle Managementstruktur geschaffen werden.

Seit Beginn des Kofinanzierungsprogramms wurden 27 Projekte umgesetzt. Im Bereich Wirtschaft ermöglicht es das Programm auch, interkommunale Stellen für Wirtschafts- und Tourismusförderung für bis zu drei Jahre zu bezuschussen. Mit den seit 2014 eingesetzten Mitteln von 1,9 Millionen Euro konnten Investitionen in Höhe von 4,8 Millionen Euro ausgelöst werden. 14 Projekte, deren Kofinanzierungszeitraum bereits abgeschlossen ist, werden seither von den Projektantragsstellern finanziell eigenständig weitergeführt.

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Kurzübersicht kofinanzierte Projekte 2020 als PDF-Download

 

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news-980 Thu, 01 Oct 2020 11:55:00 +0200 Unterstützung für den Wald in der Region Stuttgart Planungsausschuss beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, den Wald- und Baumbestand über das Kofinanzierungsprogramm „Landschaftspark Region Stuttgart“ zu stärken presse/artikel/aktuell/unterstuetzung-fuer-den-wald-in-der-region-stuttgart/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=c64577337d479c07be856529de382243 Die von der Pandemie geprägten vergangenen Monate haben verdeutlicht, wie wichtig nahegelegene Erholungs- und Freizeitangebote im „Grünen“ sind. Gerade der Wald erfüllt dabei vielfältige Funktionen für Mensch und Klima. Im gestrigen Planungsausschuss wurde auf Antrag der CDU/ÖDP-Fraktion berichtet, wie es um den Wald in der Region Stuttgart steht und inwieweit waldunterstützende Maßnahmen beim Kofinanzierungsprogramm „Landschaftspark Region Stuttgart“ umgesetzt werden können.

Die quantitative Situation des Waldes in der Region Stuttgart gestaltet sich, gerade im bundesweiten und internationalen Vergleich und für einen hochverdichteten Raum, bemerkenswert gut. Der Waldflächenanteil in der Region Stuttgart liegt bei 30,4 Prozent (Deutschland 32 Prozent). Dieser Wert entspricht einer Fläche von 110.900 Hektar. Ähnlich wie im Landesgebiet ist der Wald dabei regional und auch innerhalb der einzelnen Kreise sehr unterschiedlich verteilt. Der Anteil schwankt zwischen dem waldarmen Landkreis Ludwigsburg mit 18 Prozent und dem waldreichen Rems-Murr-Kreis mit 39 Prozent. Insgesamt ist die Baumartenvielfalt in der Region Stuttgart in den vergangenen Jahrzehnten größer geworden. Mit dem Klimawandel ist zu erwarten, dass längere Trockenphasen und Extremereignisse wie Stürme, Starkregen, Waldbrände und Massenvermehrungen von Schädlingen zunehmen werden. Somit steigt die Bedeutung und Notwendigkeit, die Wälder klimaresilient zu entwickeln. Die Entwicklung des Waldes unterliegt allerdings starken gesetzlichen Regelungen von Bund und Ländern, so dass regionale Einflussmöglichkeiten begrenzt sind.  Mit dem Landschaftspark Region Stuttgart ist der Verband Region Stuttgart jedoch mit erweiterten Möglichkeiten ausgestattet: Seit 2005 verfügt die Region Stuttgart – als einzige Region im Land – über ein wirksames Instrument, um aktiv gemeinsam mit den Kommunen die Landschaft für Freizeit und Bewegung zu erschließen, aber auch ökologisch aufzuwerten. Ziel ist ein gemarkungsübergreifendes, durchgängiges Netz an Erholungsräumen sowie ökologisch wertvollen Flächen. Der Wald ist dabei ein zentraler Baustein: für das Klima, aber gerade in diesen Zeiten auch ganz besonders für die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen in der Region.

Baumpflanzungen effizient gestalten
Wie viele Bäume müssten in der Region etwa neu gepflanzt werden, um das bei Fahrten der Mitglieder der Regionalversammlung sowie der Beschäftigten des Verbands Region Stuttgart entstehende CO2 auszugleichen? Eine von Bündnis90/Die Grünen beantragte Berechnung mit dem Ziel eines „Sonderbudgets Bäume“ zeigt hier, wie wirksam Baumbestand tatsächlich ist. Wenn innerhalb einer Sitzungsperiode 100.000 Kilometer an individuellen Fahrten zugrunde gelegt werden, müssten 1.000 Bäume zur CO2-Kompensation gepflanzt werden. Für die Pflanzung von Stadtbäumen beispielsweise würde dies einer Investition von rund einer Million Euro entsprechen. Um die bestehenden Mittel im Rahmen des Landschaftsparks möglichst effizient zu nutzen, verfolgt der Verband Region Stuttgart mit einstimmigem Beschluss des Planungsausschusses künftig unter anderem verstärkt die folgenden zwei Strategien: Zum einen sollen Einzelprojekte, die in größere Konzepte wie etwa dem landesweiten Biotopverbund zur Vernetzung von Grün- und Freiflächen eingebettet sind, priorisiert werden. Zum anderen sollen gezielt Maßnahmen aus den Klimaschutzkonzepten der Kommunen und Landkreise kofinanziert werden. Grundsätzlich sollen Ideen aus dem Landschaftspark-Masterplänen und Projektvorschläge, die einen wirksamen Beitrag zu Klimaschutz und -anpassung leisten besonders berücksichtigt werden, darunter beispielsweise Baumbepflanzungen entlang von Wander- und Radwegen oder an Flüssen und Auen. Diese Ansätze, um Aufforstung und Bewaldung besonders klimagerecht zu gestalten, adressieren gleichzeitig den Antrag der FDP-Fraktion, die Dimension eines „Klimaparks“ beim Kofinanzierungsprogramm Landschaftspark verstärkt mitzudenken.

Stimmen aus den Fraktionen
Michael Schreiber (CDU/ÖDP) zeigte sich erfreut, „dass die Region im nationalen und internationalen Vergleich nicht so schlecht dasteht“. Die Erholungsfunktion des Waldes solle weiter gestärkt werden. Hier sei die Strategie der Biotopvernetzung sehr gut ebenso wie die im Konzept berücksichtigten Kompensationsmöglichkeiten. „Im Anschluss an die Wettbewerbsrunde der Kofinanzierung 2022 möchten wir dann erfahren, wie die Resonanz bei den Kommunen war.“
Kai Buschmann (FDP) befand die Ideen zur Unterstützung des Waldes und zur Weiterentwicklung des Landschaftsparks für gut. Er vermisste jedoch die Diskussion über die von seiner Fraktion dafür zusätzlich beantragten Landschaftsparkmittel von jährlich einer halben Million. „Bei der letzten Wettbewerbsrunde war zu wenig Wettbewerb spürbar. Deswegen soll das Programm attraktiver gemacht werden.“ Jedoch sei es bei den derzeitigen Rahmenbedingungen in Ordnung, dass eine Erhöhung des Budgets zunächst verschoben werde.
Margit Riedinger (Bündnis 90/Die Grünen) betonte angesichts der Berechnungen den zufolge für den CO2- Ausgleich benötigt Bäume, dass der Anteil des öffentlichen Nahverkehrs bei allen Beteiligten noch gestärkt werden könne. Sie kündigte an, dass auch ihre Fraktion am beantragten Thema „Zusatzbudget“ dranbleiben werde. „Gezielte Vernetzung von Baumgruppen, Hineinwirken in Stadtflächen sowie Biotope und Korridore zu schaffen, ist genau der richtige Weg.  Wir hoffen, dass sich bei der Ansprache der Kommunen etwas bewegt.“
Wilfried Wallbrecht (Freie Wähler) unterstützte den „Geist der Vorlagen“. Der Wald sei durch die trockenen Jahre in dramatischem Zustand und es sei zu erwarten, dass sich dies in den nächsten fünf Jahren weiter verschlimmern werde. Gleichzeitig müsse aber anerkannt werden, dass der Wald in Deutschland strukturell gut aufgestellt ist und sein Flächenanteil in der Region bereits hoch ist. „Die Vorschläge sind hervorragend“, sagte Regina Traub (SPD). „Viele Themen kommen sinnvoll zusammen.“ Allerdings sei es nicht Aufgabe der Region, sich über den Wald auszutauschen – dafür seien andere Stellen zuständig. „Wir können noch Verknüpfungen bringen, aber mit Aufforstung in größerem Maßstab wird es angesichts der knappen Flächen schwierig.“ Bäumen sei in der Vergangenheit zu wenig Raum gegeben worden, beispielsweise zugunsten von Parkplatzflächen. Es müsse geschaut werden, wieweit hier die aktuellen Mittel reichen.
Christoph Ozasek (DIE LINKE/PIRAT) stellte fest, dass sich die „Klimakrise im Wald abbildet“. Hier müsse gemeinsam mit den Forsteinrichtungen gegengesteuert werden, um das Ökosystem Wald zu schützen. Aus regionaler Perspektive sei es aber besonders wichtig, auf die kleinteiligen Strukturen innerhalb der Städte zu schauen, gerade auch um planerisch mit den massiven Hitzebelastungen der Zukunft umzugehen und den Kommunen Impulse zu geben.

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news-979 Thu, 24 Sep 2020 12:25:37 +0200 Region sieht große Chancen für Schienenknoten Stuttgart Einstimmigkeit beim Nordzulauf-Ausbau, Mehrheit für Gäubahntunnel und Ablehnung beim Ergänzungsbahnhof: In der Regionalversammlung wurden mögliche Maßnahmen im Rahmen des Deutschlandtaktes diskutiert. presse/artikel/aktuell/region-sieht-grosse-chancen-fuer-schienenknoten-stuttgart/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=a5952541edcd587a16a68ec09ea35395 Mit dem Deutschlandtakt ergeben sich für den Knoten Stuttgart aufgrund der erforderlichen Fahrzeitreduzierungen zwischen den Knoten Mannheim, Stuttgart und Zürich gute Chancen für wirkungsvolle Infrastrukturergänzungen. Der Bund hat in diesem Zusammenhang die Möglichkeit eines Ausbaus des Nordzulaufs und des neuen Gäubahntunnel aufgezeigt. Diese beiden Großprojekte sowie weitere mögliche Ergänzungsmaßnahmen wurden in der gestrigen Sitzung von der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart diskutiert.

Ausbau des Nordzulaufs

Einstimmige Unterstützung gibt es aus dem Gremium für den Bau eines neuen rund neun Kilometer langen Tunnel im Nordzulauf auf Stuttgart, durch den sich die Fahrzeit im Fernverkehr zwischen Mannheim und Stuttgart auf ca. 30 Minuten reduziert. Dies stellt eine wichtige Voraussetzung zur Einbindung des Knotens Stuttgarts in das Konzept des Deutschlandtakts dar. Der neue Tunnel soll hierbei zwischen Möglingen und Stammheim aus der heutigen Neubaustrecke aus Mannheim kommend abzweigen und in den mit Stuttgart 21 entstehenden Tunnel Feuerbach einbinden. Voraussetzung zur Realisierung der Maßnahme ist der Bau der sogenannten P-Option, um die Anschlussbauwerke im Tunnel Feuerbach für den neuen Nordzulauf möglich zu machen.

Die Planung für die P-Option soll mit Nachdruck vorangetrieben werden, um hier noch auf mögliche Wechselwirkungen zur städtebaulichen Entwicklung in diesem Bereich reagieren und mögliche Synergien aus den aktuellen Baumaßnahmen sichern zu können. Die P-Option solle zudem so geplant werden, dass die Erweiterungsoptionen T-Spange (Verbindungsfunktion aus Richtung Bad Cannstatt in Richtung Feuerbach) und Nordkreuz (Anbindung der Panoramabahn in Richtung Feuerbach und Bad Cannstatt) und ein Halt von Regionalzügen in Feuerbach oder Zuffenhausen möglich bleiben.

Gäubahntunnel

Mehrheitlich befürwortet in der Regionalversammlung wird der vom Bund in die Diskussion eingebrachte sogenannte Gäubahntunnel. Dieser bietet in Verbindung mit weiteren ergänzenden Maßnahmen die Chance, die Achse Zürich-Stuttgart mit optimaler Einbindung aller weiteren Knoten entlang der Strecke leistungsfähig und schnell an den Knoten Stuttgart anzubinden. Durch den Gäubahntunnel würde auch der Bau von Infrastrukturelementen, die im Rahmen von Stuttgart 21 vorgesehen waren, entfallen. Dazu gehören die Rohrer Kurve, die Station „3. Gleis“ am Flughafen, der Tunnel Flughafenkurve mit Stutzen zur späteren Anbindung an die Neubaustrecke sowie die Aufweitung des Gleisabstands der bestehenden S-Bahn-Strecke. Aus Sicht der S-Bahn Stuttgart wird der Entfall der Sperrung der Station Flughafen sowie die Tatsache, dass zukünftig ausschließlich S-Bahnen zwischen Rohr und Flughafen verkehren positiv beurteilt.

Derzeit liegt für den Gäubahntunnel jedoch noch keine Finanzierungszusage des Bundes vor. Somit lassen sich auch keine Prognosen dazu abgeben, bis wann eine solcher Tunnel umgesetzt werden kann. Klar ist jedoch, dass eine zügige Realisierung dieses Projekts erforderlich ist, um die Auswirkungen aus der Unterbrechung der Gäubahnanbindung zu minimieren. Aufgrund der Tatsache, dass der Gäubahntunnel direkt in das Projekt Stuttgart 21 eingreift und den PFA 1.3b ersetzt, sind Anpassungen am Vertrag zum Projekt Stuttgart 21 notwendig, zu denen die Region unter bestimmten Voraussetzungen (Ausstattung mit ETCS der Strecken S1/2/3 wie vorgesehen, Einbau der Weichenverbindung Leinfelden, Verbleib der Rohrer Kurve im Regionalplan) bereit ist.

Station Mittnachtstraße

Die Ergänzung der Station Mittnachstraße mit einem dritten Bahnsteig und einem dritten Gleis in Fahrtrichtung Hauptbahnhof wird, wie von der der SPD-Fraktion beantragt, in Abstimmung mit den Partnern von Bahn, Stadt und Land vertieft geprüft. Der dreigleisige Ausbau ist auch Bestandteil des Regionalverkehrsplans.

Kein Ergänzungsbahnhof

Die Überlegungen zur Umsetzung eines Ergänzungsbahnhofes zum im Bau befindlichen Durchgangsbahnhof hat die Regionalversammlung dagegen mehrheitlich abgelehnt. Derzeit sehe man aufgrund der weiteren Ausbaumöglichkeiten (T-Spange, Nordkreuz und Mittnachtstraße) nach der vollständigen Realisierung des Projekts Stuttgart 21 keine erkennbare verkehrliche Notwendigkeit für einen solchen Bahnhof. Zudem sind maßgebliche Fragen zum zukünftigen Nutzungskonzept und zur infrastrukturellen Ausgestaltung eines Ergänzungsbahnhofs ebenso offen, wie die mögliche Finanzierung eines solchen Projekts. Auch steht ein solcher Ergänzungsbau den regionalplanerischen Zielen und der städtebaulichen Entwicklung entgegen.

Stimmen aus den Fraktionen

„Der eigentliche Engpass beim Schienenknoten ist nicht der Bahnhof, sondern sind die Zulaufstrecken“, so Rainer Ganske (CDU/ÖDP). „Diese wurden lange links liegengelassen und können nun im Zuge des Deutschlandtaktes endlich angegangen werden.“ S21 ist nicht das Nadelöhr, sondern biete überhaupt erst neue Möglichkeiten. „Wir begrüßen den Nordzulauf inklusive P-Option und sehen im Gäubahntunnel eine große Chance diese Engpässe zu beseitigen und Mischverkehr zu entzerren.“ Darum gelte es nun sämtliche Projekte zügig voranzutreiben, um die Zeit des Unterbruchs der Gäubahn zu minimieren. „Jetzt gilt es Kräfte zu bündeln, um den digitalen Knoten noch leistungsfähiger und attraktiver zu machen.“ Die Notwendigkeit eines Ergänzungsbahnhofs sei dagegen nicht gegeben, so Ganske: „Dieser Nachweis ist bereits mehrfach geführt worden.“

„Wir freuen uns über das klare Bekenntnis zur P-Option, ohne die der Ausbau des Nordzulaufs keinen Sinn ergibt“, so Prof. Dr. André Reichel (GRÜNE). So könne es gelingen, die Panoramastrecke für die Zeit nach S21 auszustatten und in ein zukunftsfähiges Nahverkehrskonzept zu integrieren. „Aus Grüner Sicht ist dabei das Nordkreuz entscheidend. Wir könnten so S-Bahnverkehre aus dem Osten in den Süden führen ohne die Stammstrecke zu belasten.“ Problematischer sieht Reichel jedoch den Südzulauf. Hinter dem Gäubahntunnel sieht er viele Fragezeichen: „Vernünftig wäre es, erst die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung abzuwarten und dann zu entscheiden. Noch vernünftiger wäre es, die auf dem Tisch liegenden Alternativen (das Konzept von VCD und ProBahn) ebenso zu prüfen und in die Entscheidung mit einzubeziehen.“

Bernhard Meier (Freie Wähler) sieht die Probleme im Schienenknoten Stuttgart nach S21 nicht am Bahnhof, sondern in den Zulaufstrecken. Als Träger der S-Bahn sei deren Ausbau vor allem aus folgendem Blickwinkel interessant. „Wenn wir im S-Bahn-Netz Probleme haben, dann zuerst dort wo eine Mehrfachbelegung anderer Verkehrsträger stattfindet. Mit dem Nordzulauf und dem Gäubahntunnel werden schon lange bekannte Konfliktfälle zukunftsfähig und dauerhaft beseitigt“, sagt Meier. „Die S-Bahn profitiert in erheblichen Maßen.“ Im Gegenzug sei der Ergänzungsbahnhof nachweislich für den verkehrlichen Bedarf nicht notwendig. 

Auch Thomas Leipnitz (SPD) sieht bislang kein abgestimmtes Verkehrskonzept für einen solchen Ergänzungsbahnhof: „Es wurde mehrfach nachgewiesen, dass die vom Land angestrebten Verkehrssteigerungen auch mit der künftigen Infrastruktur von Stuttgart 21 abgewickelt werden können.“ Der Beschluss, den dreigleisigen Ausbau der Station Mittnachstraße vertieft zu untersuchen, freue die Fraktion. Beim Gäubahntunnel müsse man laut Leipnitz zu einer klaren und transparenten Entscheidung kommen, „bei der man mit den Betroffenen vor Ort diskutiert und alle Fakten und Folgen auf dem Tisch liegen.“ 

Holger Dorn (AfD) sieht eine in dieser Größenordnung wohl einmalige Chance, die Verkehrsinfrastruktur zukunftsfest auszurichten und zu verändern: „Für den ÖPNV heißt das vor allem: Erweitern und Ausbauen.“ Darüber hinaus gelte es, den Regionalverkehr und Fernverkehr zu entflechten und einen regelmäßigen Abgleich der regionalen Verkehrs- und Finanzplanung mit dem Baufortschritt des Eisenbahnknotens Stuttgart zu machen. „Wir wollen die Herausforderungen, die ein Großprojekt wie S21 sowohl in städtebaulicher als auch in verkehrsplanerischer Sicht bietet, annehmen und gestalten.“

 „Wir sind für alle Maßnahmen, die die Kapazitäten unserer S-Bahn im Besonderen und der Bahn im Allgemeinen steigern“, sagt Gabriele Heise (FDP). Vorausgesetzt, die Finanzierung sei klar und belastbar. „Unsere Fraktion freut sich, dass sich durch die aktuelle Entwicklung diverse Möglichkeiten auftun, die Verkehrssicherheit unseres S-Bahn-Netzes zu stärken und damit fast auf die Leistungsfähigkeit einer zweiten Stammstrecke zu kommen.“ Zusätzliche Investitionen in einen Ergänzungsbahnhof seien indes nicht notwendig – und auch in keiner Weise finanziert.

 „Es ist unerlässlich“, so Wolfgang Hoepfner (DIE LINKE/PIRAT), „sich nicht nur an den Strohhalm eines weiteren Tunnels zu klammern, sondern auch realistische Alternativen zu prüfen, die für deutlich weniger Geld ebenfalls eine deutliche Verbesserung der Betriebsqualität realistisch erscheinen lassen.“ Er sieht zudem das Problem, dass bei Nordzulauf und Gäubahntunnel „deren Wirtschaftlichkeit nicht auch nur ansatzweise nachgewiesen ist und es auch keinerlei Zusage zur Finanzierung gibt.“

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news-978 Thu, 24 Sep 2020 12:21:06 +0200 Region diskutiert über Nord-Ost-Ring als Tunnelvariante Die Initiative „Landschaftsmodell Nord-Ost-Ring“ hat in der Regionalversamm-lung des Verbands einen Vorschlag zum Nord-Ost-Ring präsentiert. presse/artikel/aktuell/region-diskutiert-ueber-nord-ost-ring-als-tunnelvariante/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=7d0d06c5ea4f50a7423203f95fd9cee9 Knapp elf Kilometer unterirdisch zwischen Kornwestheim und Fellbach: Das ist der Nord-Ost-Ring als Tunnelvariante, der in der gestrigen Sitzung der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart durch Dr. Rüdiger Stihl von der Initiative „Landschaftsmodell Nord-Ost-Ring“ vorgestellt und im Gremium diskutiert wurde. Die Tunnelstrecke folgt im Wesentlichen der bekannten Streckenführung an der Oberfläche – von Kornwestheim nördlich bis nach Fellbach östlich von Stuttgart. Ergänzt werden die Tunnel durch zwei Einhausungen an der Oberfläche, die mit Grünflächen überdeckt werden – bei Kornwestheim sowie zwischen Waiblingen und Fellbach. Vorgesehen ist eine vierspurige Gestaltung.

Die Gemeinden Kornwestheim, Hegnach, Remseck/Aldingen, Waiblingen und Fellbach sollen in Form von kurzen Rampen im Landschaftsmodell an den Nord-Ost-Ring angebunden werden. Die geschätzte Gesamtsumme der Baukosten beträgt voraussichtlich 1,4 Mrd. Euro.

Die Initiative „Landschaftsmodell Nord-Ost-Ring“ wird durch vier Unternehmen (Lapp, Stihl, Trumpf und Robert Bosch) aus der Region getragen. Unternehmer Dr. Rüdiger Stihl hat die Initiative Landschaftsmodell Nord-Ost-Ring gemeinsam mit dem Architekten Hermann Grub ins Leben gerufen.

Stimmen aus den Fraktionen

Laut Roland Schmid (CDU/ÖDP) „ist und bleibt der Nord-Ost-Ring für die CDU eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der regionalen Verkehrspolitik.“ In der Vergangenheit sei das Land aufgrund von Fakten zu dem Schluss gekommen, dass der Nord-Ost-Ring dringend erforderlich sei und keine Straße so viel Verkehr bündele. Inzwischen sei man da ganz anderer Meinung, obwohl sich an den Fakten nichts geändert habe. Bei diesem Hin und Her sei der Verband Region Stuttgart mit einer stabilen Mehrheit ein Fels in der Brandung. Ein leistungsfähiges Straßennetz bleibe für die Region von großer Bedeutung. „Wer die Region als attraktiven Lebens- und Wohnort erhalten, die Wirtschaft in der Region stärken und Arbeitsplätze erhalten will, der darf nicht auf einem Auge blind sein, sondern muss Mobilität auch auf der Straße ermöglichen“, so Schmid. Die ÖDP lehnte den Nord-Ost-Ring ab, da sie die verkehrlichen Wirkungen in Frage stellen und ökologische Nachteile befürchten.

Für Michael Lateier (GRÜNE) richte sich das Engagement der Initiative zum Nord-Ost-Ring auf „das falsche Ziel zur falschen Zeit und am falschen Ort“. Angesichts knapper Ressourcen in den Planungsabteilungen sei es wichtiger, realisierbare und finanzierbare Projekte wie den Ausbau der A81 umzusetzen. Die Diskussion zum Nord-Ost-Ring sei sogar kontraproduktiv, da sie zumindest mittelbar eine Konkurrenz zum Schienenausbau darstelle. „Auch wenn ein Tunnel eine Verbesserung gegenüber der ursprünglichen Planung ist, erzeugt er immer noch erhebliche Zusatzbelastungen.“ Das Projekt sei „weder mit den Klimazielen des Landes vereinbar noch mit dem Ziel der Landesregierung, die Flächenversiegelung zu verlangsamen.“ Zudem zerschneide es einen wichtigen Naherholungsraum, weshalb die Grünen das Projekt mit oder ohne Tunnel ablehnten.

„Es gelingt mit dem Landschaftsmodell Ökologie und Ökonomie zu vereinen“, so Andreas Hesky (Freie Wähler). Dennoch hätte er sich gewünscht, dass der Verkehrsminister diese Planung vorgestellt hätte. „Es darf doch nicht Schule machen, dass die Unternehmen in den eigenen Geldbeutel greifen müssen, um Infrastrukturprojekte voranzubringen, weil die zuständige Politik dies nicht tut.“ Die Freien Wähler hofften, dass das Landschaftsmodell als Denkanstoß und Planungsvariante die weiteren Überlegungen befördere und deutlich mache, dass gehandelt werden müsse. „Und wir hoffen auch, dass das Landschaftsmodell nicht in einem Schrank im Verkehrsministerium verschwindet, der die Aufschrift trägt: ‚Notwendige, aber ungeliebte Straßenprojekte‘“, so Hesky.

Harald Raß (SPD) erschienen weder die verkehrliche Wirkung noch die technische und bauliche Machbarkeit und finanzielle Machbarkeit schlüssig. So gelte: „Je bequemer die Straßenverbindungen sind, desto mehr wird gefahren.“ Zudem gebe es bei Fachleuten erhebliche Bedenken bezüglich der attestierten Effekte für die Landschaft. Nicht zuletzt sei unklar, wer die Kosten tragen würde. „Der Nord-Ost-Ring wäre nach Ansicht der Auftraggeber und Verfasser die einzige machbare Variante und ist trotzdem nicht machbar, weil es niemanden gibt, der sich ernsthaft dafür erwärmen kann.“ Weder der Bund noch das Land ließen erkennen, dass es seine Planungschance gäbe.

Laut Klaus Mauch (AfD) unterstütze die AfD-Fraktion alle Projekte, die den Menschen in der Region, der Umwelt, aber auch der Entwicklung und Stabilität der regionalen und überregionalen Wirtschaft dienten und förderlich seien. Dazu gehöre auch der Nord-Ost-Ring. Die verkehrliche Belastung resultiere zum Teil aus dem wirtschaftlichen Erfolg der Region. Der Hauptgrund sei aber eine „völlig unzureichende, geradezu sträflich vernachlässigte Verkehrspolitik der Parteien, die in den vergangenen Jahrzehnten in unserem Land in Regierungs- und Parlamentsverantwortung gestanden haben.“

Kai Buschmann (FDP) betonte: “Wenn in Deutschland eine neue Straße gebaut werden solle, dann doch diese.“ Man könne wirtschaftlich ohne Straßen nicht leben und benötige ökologisch verträgliche Lösungen, daher müsse mit der Planung jetzt begonnen werden. Notfalls müsste das Ministerium gezwungen werden. Er forderte Minister Hermann auf, vor dem 15. November verbindlich und öffentlich zu erklären, dass mit den Planungen begonnen werde und so den Weg für eine gemeinschaftliche Lösung frei zu machen.

„Der Nordostring löst keine Verkehrsprobleme“, konstatierte Peter Rauscher (DIE LINKE/PIRAT). Zudem sei es angesichts der Erfahrungen aus der Pandemie unverantwortlich, gute landwirtschaftliche Böden zu zerstören. Rauscher appellierte: “Setzen wir uns dafür ein, dass die 1,2 Mrd. Euro, die der Nordostring-Tunnel mindestens kosten würde, in den öffentlichen Verkehr oder den Rad- und Fußverkehr eingesetzt werden.“

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news-981 Wed, 23 Sep 2020 16:02:00 +0200 Zukunftsgerichteter Haushalt mit Augenmaß Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling legt den Haushaltsentwurf 2021 vor – Gesamtvolumen 414,6 Millionen Euro. Damit liegt der Haushalt rund 28 Millionen unter dem Vorjahreshaushalt. presse/artikel/aktuell/zukunftsgerichteter-haushalt-mit-augenmass/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=f8e7b55cfa53e454821b621b0c0938c2 „Die aktuelle Corona-Pandemie und der damit verbundene Lockdown lösten eine der schwersten Wirtschaftskrisen der Bundesrepublik Deutschland aus. Spürbare Folgen in unserer exportorientierten, vernetzten Region liegen auf der Hand und sind in ihrer Dimension aber heute noch nicht greifbar“, führte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling bei der Vorstellung Ihres Haushaltsentwurfs aus. „Wir brauchen einen Haushalt mit Augenmaß. Wir brauchen aber auch einen Haushalt, der uns bestmöglichen Handlungsspielraum in der aktuellen, veränderten Situation verschafft“, so Schelling weiter. Wie dieser konkret aussehen soll, erläuterte sie in Ihrer Haushaltsrede vor der Regionalversammlung.

Größter Posten bleibt der Verkehr mit Ausgaben über 380 Millionen
Das Haushaltsvolumen beträgt insgesamt 414,6 Millionen Euro, das sind 27,9 Millionen Euro weniger als im Jahr 2020. Die Verbandsumlage sinkt um 5,3 Prozent auf 22,15 Millionen Euro, die Umlage ÖPNV sinkt um ein Prozent auf 60,99 Millionen Euro. Insgesamt sinken die Umlagen damit um 2,2 Prozent auf 83,14 Millionen Euro. Wie in den Vorjahren entfallen die meisten Ausgaben und Einnahmen auf den Verkehrsbereich. So stehen den geplanten Ausgaben in Höhe von 382,4 Millionen Euro erwartete Erträge aus Fahrgeldeinnahmen (120 Millionen Euro), Regionalisierungsmitteln (110 Millionen Euro) und Landeszuschüssen (54 Millionen Euro) sowie der Verkehrsumlage (61 Millionen Euro) gegenüber. Die Verkehrs- und Verbandsumlagen sinken um fast 2 Millionen Euro auf 83,14 Millionen Euro. Insgesamt sind Kreditaufnahmen in Höhe von 32,27 Millionen Euro für das kommende Jahr geplant. Tilgungen erfolgen in Höhe von 5,5 Millionen Euro. Der Schuldenstand erhöht sich auf 131,8 Millionen Euro. Hauptgrund für den Schuldenanstieg sind Verbesserungen bei der S-Bahn.

Verbesserungen bei Verkehr und Mobilität
„Der Verband Region Stuttgart hat sich in den letzten Jahren zum Multitalent entwickelt, das zig Bälle in der Luft hält und gekonnt jongliert“, so Schelling. Dies zeigt sich insbesondre beim Thema Mobilität. Der Verkehrshaushalt wird daher von mehreren Themen bestimmt – den Angebots- und Komfortverbesserungen bei der S-Bahn, der Anschlussmobilität, der Einführung einer regionalen Verkehrsmanagementzentrale und dem Beitritt Göppingens als Vollmitglied im Verkehrsverbund. Der größte Anteil entfällt auf die Verbesserungen bei der S-Bahn mit der Einführung des durchgängigen 15-Minuten-Takts (Montag bis Freitag von 6:00 bis 20:30 Uhr) sowie Kapazitätssteigerungen (werktags mit der Vollzugbildung bis 23:30 Uhr auf den Linien S1 bis S6 und Verbesserungen am Wochenende). Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 122,8 Millionen Euro. Zudem werden für die Beschaffung neuer Fahrzeuge und deren Redesign 2021 Auszahlungen in Höhe von 68,8 Millionen Euro fällig. Die Anschlussmobilität fokussiert sich auf die Bereiche Park + Ride mit 1,15 Millionen Euro (650.000 Euro Investitionskosten, 500.000 Euro Betriebskosten) sowie Bike + Ride und einer Förderung von RegioRad mit 200.000 Euro. Für die Verkehrsmanagementzentrale sind zwei Millionen veranschlagt, die aus dem Vorjahr übertragen werden können. Durch den Beitritt Göppingens resultiert die Übernahme des Regionalbusses X93, was die Ausgaben für den regionalen Busverkehr auf knapp 3,6 Millionen steigen lässt. Hinzu kommen weitere 1,2 Millionen Euro für regionalbedeutsamen Schienenverkehr im Landkreis Göppingen. Für die Qualitätsoffensive Schienenknoten Stuttgart sind 2021 Investitionen in Höhe von 3,2 Millionen Euro geplant. Die Finanzierung erfolgt durch Einsatz der Rücklage. Für die S-Bahn Verlängerung nach Neuhausen sind knapp 2,3 Millionen eingestellt.

Wirtschaft – Chancen eröffnen und Chancen nutzen
1994 wurde der Verband Region Stuttgart als Reaktion auf eine Wirtschaftskrise gegründet. Das erklärte Ziel damals: die Region wirtschaftsstark und lebenswert zu gestalten. „Wie gut, dass wir uns schon vor 26 Jahren auf den Weg gemacht haben und nicht erst jetzt damit beginnen müssen, eine widerstandsfähige Gesamtregion zu entwickeln“, konstatierte Dr. Nicola Schelling. Diesen Weg möchte der Verband Region Stuttgart auch 2021 konsequent weitergehen. Es gehe zum einen darum Chancen zu schaffen und bestehende Chancen zu nutzen. Konkret ist beabsichtigt Zukunftstechnologien, Produkte und Dienstleistungen in die Region zu holen. Deswegen sollen Kommunen bei der Ausweisung von Gewerbeflächen weiter unterstützt und ein regionaler Vorhaltestandort geschaffen werden. Die Arbeiten für den Vorhaltestandort haben bereits begonnen und können mit Mitteln aus 2020 fortgesetzt werden (600.000 Euro). Zudem möchte man die Region in eine Modellregion für Wasserstoff ausbauen (119.000 Euro) und einen vom Land ausgeschriebenen Innovationspark für künstliche Intelligenz in die Region holen. Insgesamt sind fast 9,5 Millionen Euro an Zuweisungen für die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH vorgesehen.

Grüne Infrastruktur und Kofinanzierungsprogramme
„Grüne Infrastruktur ist multifunktional – Investitionen in den Freiraum können der Wohnumfeldverbesserung, der ökologischen Qualität, der menschlichen Gesundheit, der Klimaanpassung und dem Artenschutz dienen“, so die Regionaldirektorin. Dieser Mehrwert grüner Infrastruktur habe sich insbesondere während des Lockdowns gezeigt. Es ist beabsichtigt, auch 2021 weitere Investitionen in diesen Bereich zu tätigen. Mit 1,5 Millionen Euro sollen der Landschaftspark gemeinsam mit den Städten und Gemeinden weiterentwickelt werden. Mit den Kofinanzierungsprogrammen zur Entwicklung von Ideen und Verbesserungen der Mobilität (500.000 Euro), zur Unterstützung innovativer Ideen im Bereich Wirtschaft und Tourismus (350.000 Euro) und das Programm zur Umsetzung von Gewerbegebieten (600.000 Euro) sollen Städte und Gemeinden auch 2021 unterstützt werden.

Zeitplan der Haushaltsberatungen
Die Fraktionen und Gruppen bringen ihre Anträge zum Haushaltsentwurf in die Regio- nalversammlung am Mittwoch, 21. Oktober ein. Danach finden die Beratungen in den Ausschüssen statt: am 11. November im Planungsausschuss, am Mittwoch, 18. November im Verkehrsausschuss und abschließend am Mittwoch, 25. November im Wirtschaftsausschuss. Die Regionalversammlung soll den Haushalt 2021 des Verbands Region Stuttgart am Mittwoch, 9. Dezember beschließen.

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news-977 Thu, 17 Sep 2020 08:08:41 +0200 Finanzielle Unterstützung für die S-Bahn Mit Mitteln aus dem Rettungsschirm von Bund und Ländern gleicht der Verband Region Stuttgart die pandemiebedingten Verluste für die S-Bahnen aus. presse/artikel/aktuell/finanzielle-unterstuetzung-fuer-die-s-bahn/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=4c8d666c6d13c862ad9bf647d661feab Während des durch die Pandemie verursachten Lockdowns im Frühjahr gingen die Fahrgastzahlen in Bus und Bahn um bis zu 90 Prozent zurück – mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Fahrgelderlöse. Über alle Tarifarten ist allein im S-Bahn-Bereich mit Fahrgeldverlusten in Höhe von rund 50 Mio. Euro im Jahr 2020 zu rechnen.  Die Möglichkeiten zur Kompensation dieser Verluste waren Thema im gestrigen Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart. Oberste Priorität für den Verband Region Stuttgart ist es hierbei, die Liquidität der ÖPNV-Unternehmen sicherzustellen. Ein wirtschaftlicher Ausgleich ist auch im Hinblick auf die Investitionen und Fahrgastverbesserungen in den kommenden Jahren, welche der Verband und die S-Bahn Stuttgart vereinbart haben, notwendig.

Ausgleich in mehreren Phasen

In einem ersten Schritt hat der Verband als Aufgabenträger, wie vom Verkehrsausschuss im April 2020 beschlossen, die Mittel für den laufenden S-Bahn-Betrieb, trotz der coronabedingten Anpassungen des Verkehrsangebots, vollständig an DB Regio weitergeleitet. In der Zwischenzeit wurde ein Verfahren entwickelt, welches Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern ermöglicht, Zuschüsse aus dem Rettungsschirm von Bund und Ländern zu erhalten. Beantragt wurde zudem ein Ausgleich für die weggefallenen Fahrgelderlöse bei den Nachtbussen sowie beim RELEX Expressbus. In einem Nachtrag zum Verkehrsvertrag soll die Weiterleitung der Mittel vom Verband Region Stuttgart an DB Regio geregelt werden.

Stimmen aus den Fraktionen

„Die Pandemie hat den ÖPNV böse getroffen“, so Helmut Noë (CDU/ÖDP). „Folgerichtig wurde auf verschiedene Weise reagiert, um das Grundangebot zu erhalten.“ Es sei nun sehr wichtig die Liquidität der Unternehmen sicherzustellen, damit die S-Bahn als Rückgrat des ÖPNV in der Region Bestand hat. „Wir hoffen, dass der derzeitige Aufwärtstrend bei den Fahrgastzahlen aufrecht erhalten bleibt und wir uns wieder einer normalen Frequenz annähern.“

Laut Michael Lateier (Bündnis 90/Die Grünen) haben S-Bahn, Verband und DB Regio schnell reagiert und dafür gesorgt, dass die Menschen weiterhin den ÖPNV nutzen konnten. Von daher sei es ein Selbstverständnis, dass die Gelder aus dem Rettungsschirm an die Unternehmen weitergegeben werden. „Ihre Leistungen wurden schließlich auch erbracht“, so Lateier.

Für Bernhard Maier (Freie Wähler) ist vor allem ein Punkt sehr wichtig: „Es dürfen keine eigenen Haushaltsmittel verwendet werden, sondern nur Regionalisierungsmittel und Gelder aus dem Rettungsschirm.“ Er hofft, dass solche Unterstützungen für 2021 nicht mehr notwendig sind, da sie gewisse Begleiterscheinungen mit sich bringen können.

„Der ÖPNV muss in seiner Systemrelevanz erhalten bleiben“, sagte Michael Makurath (SPD). Insofern stehe außer Frage, dass die Gelder aus dem Rettungsschirm an die jeweiligen Unternehmen weitergegeben werden. Auch er betonte die Wichtigkeit, keine Haushaltsmittel zu verwenden.

„Der Verband hat sich auch in Krisenzeiten als ein verlässlicher Partner für den ÖPNV erwiesen“, so Holger Dorn (AfD). Die Verwendung der Regionalisierungsmittel und des Rettungsschirmes als Ausgleich weise genau in die richtige Richtung.

Gabriele Heise (FDP) lobte die Arbeit des Verbands auch im Hinblick auf die engen Fristen, die für die Hilfsmittel vorgegeben sind. „Trotzdem schaue ich mit Sorge auf das Jahr 2021 und befürchte, dass wir auch dann wieder über finanzielle Mittel sprechen müssen.“

Für Michael Knödler (DIE LINKE/PIRAT) ist der ÖPNV sehr wichtig für die Region: „Entsprechend gilt es jetzt, die Unternehmen zu unterstützen, die in Notlage geraten sind.“

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news-976 Thu, 17 Sep 2020 08:01:21 +0200 Mehr Kapazität, aber auch Baustellen bei der S-Bahn Stuttgart Auf die S-Bahn-Nutzer kommen noch dieses Jahr Verbesserungen, aber auch punktuelle baubedingte Einschränkungen zu. presse/artikel/aktuell/mehr-kapazitaet-aber-auch-baustellen-bei-der-s-bahn-stuttgart/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=020940de15b924ba06b474fc6ec8f0db Ausbau des Viertelstundentaktes, längere Züge, aber auch verschiedene Baustellen: Einige Veränderungen stehen noch in diesem Jahr für die S-Bahn-Reisenden an. Die Fahrplankonferenzen, auf denen Kommunen, Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger über den nächsten Jahresfahrplan diskutieren, entfallen diesen Herbst Corona-bedingt. Nichtsdestotrotz wurden die Themen, die die S-Bahn betreffen, in der gestrigen Sitzung des Verkehrsausschusses des Verbands Region Stuttgart vorgestellt.

Durchgängiger 15-Minuten-Takt, längere Züge

Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 wird der Viertelstundentakt bei der S-Bahn Stuttgart abermals mit über 40 zusätzlichen Fahren zwischen 10 und 12 Uhr ausgeweitet. Damit wird montags bis freitags durchgehend von ca. 6 Uhr bis 20:30 Uhr alle 15 Minuten ein Zug fahren. Außerdem werden künftig montags bis freitags bis ca. 23:30 Uhr, in den Wochenendnächten auch noch später und am Sonntagmorgen bereits ab ca. 9 Uhr auf allen Linien S1 bis S6 einheitlich Vollzüge, die aus zwei Triebwagen bestehen, eingesetzt. Mit diesem Maßnahmenpaket profitieren Fahrgäste von mehr Platz und einem höheren Komfort. 

Weitere Angebotsausweitungen

Bei der Teckbahn zwischen Kirchheim (Teck) und Oberlenningen wird zum Dezember 2020 die bisherige dreistündige Taktlücke am Vormittag durch zwei zusätzliche Zugpaare geschlossen. Ab Juni 2021 wird ein zusätzliches Fahrtenpaar auf der Linie S4 zwischen Marbach und Backnang am Abend angeboten, um den Halbstundentakt im Spätverkehr um eine Stunde zu verlängern.

Baubedingte Fahrplaneinschränkungen

Im laufenden Jahr stehen noch diverse Baumaßnahmen im Bahnnetz in der Region an. Die Auswirkungen auf das Verkehrsangebot konnten jedoch punktuell nur auf einzelne Wochenenden beschränkt werden. Reisende können sich vor den jeweiligen Fahrten wie üblich beim VVS über Alternativrouten und die ersatzweise eingesetzten Busse informieren.

Am Wochenende 24./25. Oktober 2020 werden entlang der S6 mehrere Weichen erneuert, so dass die Züge nur zwischen Stuttgart Schwabstraße und Ditzingen oder Leonberg fahren können. Auf der S2 ist der Streckenabschnitt zwischen Waiblingen und Endersbach am Wochenende 14./15. November 2020 wegen Bauarbeiten für die neue Personenunterführung am Haltepunkt Stetten-Beinstein voll gesperrt. Die Linie S3 ist wegen Arbeiten an einem Durchlass am Wochenende 19./20. Dezember 2020 zwischen Winnenden und Backnang unterbrochen. Wegen baustellenbedingter Umleitung der planmäßigen S-Bahn-Züge über andere Gleise können an den Wochenenden 28./29. November 2020 und 5./6. Dezember 2020 zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Fellbach sowie am 28./29. November zwischen Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen keine Zwischenhalte bedient werden.

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news-975 Tue, 15 Sep 2020 16:27:50 +0200 Metropolregionen stärken Der Verband Region Stuttgart sieht in der Erneuerung der Leipzig-Charta und der Territorialen Agenda der EU große Chancen zur Stärkung der Metropolregionen. presse/artikel/aktuell/metropolregionen-staerken/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=8560b553ef269b3d80dd688208b6a42f Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft werden mit der Weiterentwicklung der Leipzig-Charta und der Territorialen Agenda der EU gleich zwei Strategiepapiere durch die nationalen Regierungen unterzeichnet, die neue Maßstäbe für die europäische  Raumordnungs- und Stadtpolitik setzen. Aus diesem Anlass haben auf Einladung des Verbands Region Stuttgart gestern die Metropolregionen Stuttgart und Rhein-Neckar gemeinsam mit dem Präsidenten der Urban Intergroup des EU-Parlaments Jan Olbrycht (MdEP), sowie der Leiterin des Bereichs Innenpolitik aus der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der EU, Dr. Katharina Erdmenger, und dem Direktor des European Urban Knowledge Network, Mart Grisel, über die Folgen der beiden Strategien diskutiert.

Sehr positiv bewerten die beiden Metropolregionen hierbei, dass sowohl die Territoriale Agenda als auch die Leipzig-Charta die Stadt-Umland-Kooperation im funktionalen Raum aufgreifen. Die metropolitane Zusammenarbeit wird in der Leipzig-Charta als eine von insgesamt drei räumlichen Ebenen der Stadt genannt und somit anerkannt, dass die Stadt über die eigentlichen, administrativen Grenzen hinausgeht und in der Region eingebettet ist.

Thomas Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart, bekräftigte in seiner Begrüßung die Wichtigkeit der regionalen Perspektive: „Denn keine Stadt kann sich den drängenden Herausforderungen unserer Zeit, wie Klimaschutz, der Bereitstellung erneuerbarer Energien, nachhaltiger Mobilität, Infrastrukturmaßnahmen, bezahlbarem Wohnraum und Industrieansiedlungen alleine stellen, sondern nur in Zusammenarbeit mit der Region “ Umso wichtiger sei es, dass die Leitvorstellungen aus den beiden Strategien nach ihrer Unterzeichnung auch praktisch umgesetzt werden – in Form von Maßnahmen und Förderprogrammen der EU und ihren Mitgliedstaaten. Schließlich steigen durch die Corona-Krise die Anforderungen an die Städte und Regionen, die dafür verfügbaren kommunalen Budgets werden aber in Zukunft deutlich schlanker sein als bisher. Es führe kein Weg daran vorbei die Metropolregionen als Säulen der europäischen Entwicklung und des Wohlstandes zu unterstützen – ganz nach dem Prinzip „Stärken stärken“.

Die Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart, Dr. Nicola Schelling, betonte: „Nachhaltige Stadtentwicklung ist nur möglich, wenn der regionale Kontext berücksichtigt wird.“ Gemeinsam mit dem Vertreter der Metropolregion RheinNeckar erläuterte sie die in der Leipzig-Charta verankerten Dimensionen der gerechten, grünen und produktiven Stadt.  „Es liegt auf der Hand, dass grüne Infrastruktur gesamtregional betrachtet werden muss“, so Schelling weiter. Nicht nur weil Umwelt und Landschaft keine kommunalen Grenzen kennen, sondern auch weil verschiedene Abwägungselemente, die auf kommunaler Ebene greifen, nicht alle dort gleichzeitig zur Geltung gebracht werden können. „Hier braucht es den regionalen Ansatz, der erkennt an welchen Orten, sich welches Ziel am besten bewerkstelligen lässt“, sagte Schelling. Nur so könne man die Kommunen am besten unterstützen.

Leipzig-Charta

Die Leipzig-Charta ist ein Grundlagendokument zur Stadtentwicklung in Europa aus dem Jahr 2007 mit dem Fokus auf eine stärkere Nutzung integrierter Stadtentwicklungspolitik und der besonderen Aufmerksamkeit auf benachteiligte Stadtquartiere. Aufgrund neuer thematischer Herausforderungen und institutioneller Rahmenbedingungen für die Stadtentwicklung in Europa wird die Leipzig-Charta aktuell gemeinsam mit den nationalen und EU-Partnern weiterentwickelt und angepasst, um auf dem Informellen Ministertreffen für Stadt- und Raumentwicklung Ende diesen Jahres in Leipzig angenommen zu werden.

Territoriale Agenda

Die für Raumordnung und territoriale Entwicklung zuständigen Ministerinnen und Minister aus den EU-Mitgliedstaaten haben ihre gemeinsamen Ziele und Leitvorstellungen im Jahr 2007 in der Territorialen Agenda der EU niedergelegt.  Sie bildet so einen aktionsorientierten politischen Rahmen zur Stärkung des territorialen Zusammenhalts. Angesichts neuer Herausforderungen für die Raumentwicklung wird die Agenda seit 2017 überarbeitet und an neue Entwicklungen angepasst. Sie soll am 1. Dezember ebenfalls in Leipzig beschlossen werden.

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news-974 Thu, 30 Jul 2020 07:59:00 +0200 S-Bahn: Neues Design für schnelle Wege Mit einer neuen Außenlackierung für die S-Bahnen möchten der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart eine bessere Fahrgast-Lenkung erreichen. Für mehr Fahrkomfort sollen Veränderungen im Inneren der Züge sorgen. presse/artikel/aktuell/s-bahn-neues-design-fuer-schnelle-wege/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=1e9110a6eb2ba5d464a61f6c1a997049 Statt im klassischen Verkehrsrot werden die S-Bahnen künftig in hellem Lichtgrau mit prägnanten Farbelementen für Türen und Sonderabteile durch die Region rollen. Das „Redesign“ wurde am Mittwoch in der Sitzung des Verkehrsausschusses des Verbands Region Stuttgart vorgestellt. Die ersten Züge im hellgrauen Design sollen ab Ende 2021 auf die Schienen kommen. Der neue Anstrich wird bei den heute eingesetzten Fahrzeugen im Rahmen der turnusmäßigen Neulackierungen umgesetzt, die die Züge aus Witterungsgründen rund alle 15 Jahre benötigen. Die bereits im vergangenen Jahr in Auftrag gegebenen 58 zusätzlichen S-Bahnen werden bereits überwiegend im neuen Design geliefert.

Haltezeiten reduzieren

„Mit den stetig wachsenden Fahrgastzahlen in den Metropol-Verkehren steigt die Anforderung an ein möglichst reibungsloses Ein- und Aussteigen“, sagt Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn Stuttgart. „Darum geht es auch bei unseren Investitionen für ein ‚Redesign‘ der Stuttgarter S-Bahnen. So wollen wir durch farbliche Markierung der verschiedenen Servicebereiche auf der Zugaußenseite unseren Fahrgästen die Orientierung beim Einsteigen erleichtern, um Haltezeiten zu reduzieren.“ Die Region als Auftraggeber und die Deutsche Bahn nehmen sich in ihrer Darstellung bewusst zurück und richten die S-Bahnen komplett auf die Bedürfnisse der Fahrgäste aus.

Gut erkennbar für Reisende

Die bislang eher zurückhaltenden Piktogramme, die Fahrradfahrern den richtigen Einstiegsort angezeigt haben, werden erweitert. Künftig sind die kompletten Bereiche der Sonderabteile in Blau beziehungsweise Gelb für die 1. Klasse eingefärbt und heben sich gut erkennbar für S-Bahn-Fahrgäste auch auf vollen Bahnsteigen ab. Hinzu kommen schwarzgraue Türen, die es erleichtern, am Bahnsteig direkt an der richtigen Stelle zu stehen.  

Neues Innenleben

Erneuerungen wird es auch im Inneren der S-Bahn geben. Vor allem im Bereich der Mehrzweck-Abteile sollen Umbaumaßnahmen und Erweiterungen stattfinden. Diese zielen nach aktueller Planung darauf ab, die Mehrzweckbereiche an den Zug-Enden insbesondere auf die Anforderungen von Rollstuhlfahrern und Fahrgästen mit Kinderwägen auszurichten. Für Radfahrer soll mehr Raum durch zusätzliche Abteile in der Zug-Mitte geschaffen werden. Neben dieser Umstrukturierung sollen in den S-Bahnen neue Monitore mit kundenorientierten Anzeigemöglichkeiten die Fahrgastinformationen verbessern, ein automatisches Fahrgastzählsystem in den Türen wird Informationen zur Echtzeitauslastung geben. Steckdosen in allen Zügen sollen zudem den Komfort erhöhen.

Kosten des „Redesign“

Der Verkehrsausschuss des Verband Region Stuttgart hat die DB Regio mit der Ermittlung der Kosten beauftragt. Die endgültige Entscheidung über den Umfang der einzelnen Gestaltungselemente für den Innenraum erfolgt gegebenenfalls nach dem Vorliegen der Ausschreibungsergebnisse im Herbst. Nach den bisherigen Signalen wird jedoch davon ausgegangen, dass die Umsetzung aller „Redesign“-Elemente inklusive der Ausrüstung der 58 neuen Züge mit WLAN innerhalb des verfügbaren Budgets von rund 170 Mio. Euro umgesetzt werden kann. Die Bereitstellung des Budgets ist ein verbindlicher Teil des Verkehrsvertrags, dessen Verlängerung um vier Jahre im Januar 2019 beschlossen wurde.

Stimmen aus den Fraktionen

„Wir wollen die S-Bahn auf neue Füße stellen“, fasst Rainer Ganske (CDU/ÖDP) die Pläne für das Redesign zusammen. „Dies ist gelungen, da wir uns nicht nur auf eine neue Optik, sondern auch auf neue Funktionen freuen dürfen.“ Vor allem die Orientierung an den Kundenbedürfnissen und die Verbesserungen im Innenraum und den Mehrzweckbereichen würden laut Ganske überzeugen.

Heike Schiller (GRÜNE) sieht im Redesign „eine Optik, die man sicherlich auch noch in 20 Jahren anschauen möchte“. Zudem führe das Redesign zu einer Verbesserung der Gesamtfunktion im S-Bahnsystem: „Allerdings ist es jetzt wichtig, auch bei der Entwicklung der Bahnsteige und der Stationen und Haltestellen nicht nachzulassen.“

Bernhard Meier (Freie Wähler) stellt die wichtigen Nebeneffekte des Redesign in den Mittelpunkt: „Ein besserer Ein- und Ausstieg, eine effektivere Kundenlenkung und eine Erhöhung des Wohlfühlfaktors im Innenraum der Bahn haben uns überzeugt.“ All dies solle auch zu einer verbesserten Pünktlichkeit führen. Für Harald Raß (SPD) war es zwar einerseits vernünftig und richtig, dass im neuen
S-Bahnvertrag, das Redesign enthalten war: „Anderseits hält sich unsere Begeisterung in Grenzen.“ Es werde sich erst in einigen Jahren zeigen, ob das Redesign zu Verbesserungen führe. „Wir stehen hinter dem neuen Design“, so Patricia Schäfer (AfD). Für eine Verbesserung des Fahrgastflusses lohne es sich Geld in die Hand zu nehmen. „Die Erhöhung der Aufenthaltsqualität und die Verbesserung der Fahrgastinformation sind die wesentlichen Vorteile“, sagt Armin Serwani (FDP). Man hoffe so auch auf neue Fahrgastrekorde. Michael Knödler (DIE LINKE/PIRAT) lobt vor allem die Ausstattung mit Steckdosen: „Immer mehr Menschen nutzen ihre mobilen Geräte in der S-Bahn und haben jetzt die Möglichkeit ihre Akkus wieder aufzuladen.“

Weitere Informationen zum neuen Design gibt es auf www.s-bahn-stuttgart.de/redesign.

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news-973 Thu, 30 Jul 2020 07:51:44 +0200 Fahrräder kostenlos und sicher abstellen Der Verband Region Stuttgart möchte die Nutzung von Bike and Ride-Anlagen an Bahnhöfen fördern, um ein kostenloses und zugleich sicheres Abstellen von Fahrrädern und E-Bikes zu ermöglichen. presse/artikel/aktuell/fahrraeder-kostenlos-und-sicher-abstellen/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=5928db8e07a2bf7188c991162c5a82a0 Das Fahrrad erfreut sich in der Region Stuttgart immer größerer Beliebtheit. Das zeigt sich auch bei den Zahlen der Bike and Ride (B+R)-Anlagen in der Region. Zwischen 2015 und 2019 wuchs die Anzahl der angebotenen Fahrradabstellplätze an Haltestellen und Bahnhöfen um 9 Prozent auf ca. 13.000, die Auslastung der Anlagen stieg im gleichen Zeitraum um etwa 5 Prozent auf 55 Prozent. In der gestrigen Sitzung des Verkehrsausschusses wurde ein Konzept vorgestellt, wie die Nutzung der Anlagen und damit auch der öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver gestaltet werden könnte.

Weil immer mehr höherwertige Fahrräder gefahren werden, sind bei den Nutzern gesicherte Anlagen gefragt. Diese finden sich in überdachten Sammelanlagen, Fahrradparkbauten sowie Fahrradstationen. Bislang ist deren Nutzung jedoch mit Kosten für den Radfahrer verbunden. Je nach Standort kostet ein sicherer Fahrradabstellplatz zwischen 50 und 70 Euro im Jahr. Mit seinem neuen Konzept möchte die Region nun wie bei den Park and Ride-Plätzen für Autofahrer vorgehen und mit einem jährlichen Finanzierungsbeitrag ein kostenfreies Abstellen ermöglichen.

Abo als Zugangsberechtigung

Hierzu möchte der Verband Region Stuttgart den Betreibern von B+R-Bestandsanlagen einen Finanzierungsbeitrag von jährlich 50 Euro je allgemein zugänglichen abschließbaren Fahrradabstellplatz gewähren. Die Betreiber können diese Stellplätze dann Nutzern, die in Besitz eines VVS-Abo oder einem vergleichbaren Abo am jeweiligen Bahnhof sind, kostenfrei zur Verfügung stellen. Persönlich zugeordnete und dauerhaft reservierte Abstellmöglichkeiten werden von der Förderung ausgeschlossen. Das Konzept soll in überdachten Sammelanlagen und Fahrradparkbauten realisiert werden. Voraussetzung ist ein automatisiertes Zugangssystem, das die polygoCard und evtl. Abokarten von Verkehrsbetrieben erkennt.

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news-972 Thu, 23 Jul 2020 09:30:35 +0200 Unterstützung für Veränderungen Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart unterstützt Unternehmen aus den Bereichen Automotive und Industrieproduktion durch regionale Initiativen und Angebote bei Transformationsprozessen. presse/artikel/aktuell/unterstuetzung-fuer-veraenderungen/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=4579f94ef2ea8e57a2132d565ea7946f Die Region Stuttgart steht aufgrund ihrer spezifischen wirtschaftlichen Struktur unter einem enormen Veränderungsdruck, der durch die Corona-Pandemie noch verschärft wurde. Wollen die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, sind sie zur Anpassung gezwungen. In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung wurde über die aktuelle Situation der regionalen Wirtschaft und die entsprechenden Aktivitäten der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) berichtet.  

Wesentliche Treiber der Veränderung sind neue Antriebstechnologien und neue Formen der Mobilität, die Digitalisierung von Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen sowie die Einhaltung von Umwelt- und Klimaschutzzielen. Die Unternehmen müssen ihre Rolle im Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung finden.

Unterstützung der WRS

Sensibilisierung und kompetente Begleitung in dieser kritischen Phase sind für kleine und mittlere Unternehmen hilfreich und zum Teil existenziell. Aus diesem Grund bietet die WRS verschiedenste Unterstützungen für regionale Unternehmen im Transformationsprozess an, passt diese aktuellen Entwicklungen an und baut sie gegebenenfalls aus. Die WRS konzentriert sich dabei auf drei Bereiche: Die Unterstützung der Transformation in der Industrieproduktion, im Automobilbau und in der Arbeitswelt.

Fokus auf drei Bereiche

Für die Industrieproduktion beschäftigt die WRS einen Transformationsbeauftragten, der Kooperationen zwischen Unternehmen vermittelt und sie bei den vielfältigen Herausforderungen unterstützt. Verschiedene Veranstaltungsformate und Projekte bringen in teils vertraulicher Runde Unternehmensvertreter zusammen, ermöglichen Wissensvermittlung und Zusammenarbeit und unterstützen die Unternehmen auf vielfältige Weise im Transformationsprozess. Im Bereich Automobilbau werden vor allem kleine und mittlere Betriebe bei der Transformation hin zu emissionsfreien Antrieben und automatisiertem Fahren unterstützt. Diverse Veranstaltungsformate erlauben den Wissens- und Erfahrungstransfer, Start-ups werden gezielt gefördert und der Austausch mit der Forschung vorangetrieben. Auf Fachkongressen und im intensiven Austausch mit politischen Entscheidungsträgern werden die neuesten Entwicklungen analysiert und Themen vorangetrieben. Die sich wandelnde Arbeitswelt unterstützt die WRS gezielt mit der Bündelung und Weitergabe von Informationen rund um Beschäftigung und Qualifikation in Form von Veranstaltungen und Texten, wie Websites, Broschüren und Magazinen.

Intensive Netzwerkarbeit

Eine intensive Netzwerkarbeit der WRS und aller entsprechenden regionalen Akteure im Transformationsbündnis Automobilwirtschaft Region Stuttgart ermöglicht es darüber hinaus, gemeinsame Projekte anzustoßen und Angebotslücken frühzeitig zu identifizieren und zu füllen.

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news-971 Thu, 23 Jul 2020 09:26:31 +0200 Region bleibt trotz finanzieller Einbußen verlässlicher Partner Trotz sinkender Fahrgastzahlen kann die Region auf einen stabilen Haushalt 2020 setzen. Mit der Fortführung regionaler Förderprogramme und dem Einsatz von Überschüssen will die Region auch 2021 unterstützen. presse/artikel/aktuell/region-bleibt-trotz-finanzieller-einbussen-verlaesslicher-partner/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=8e69f236525fbef7ddee7966f6147310 Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Lockdown haben eine schwere Wirtschaftskrise ausgelöst, die sich massiv auf die Steuereinnahmen auswirkt. Auf Antrag der Fraktion CDU/ÖDP wurde in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung über die Auswirkungen der Pandemie auf den Haushalt des Verbands Region Stuttgart diskutiert. Trotz der augenblicklichen Krise kann die Region eine stabile Haushaltslage für das Jahr 2020 verkünden.

Einbruch beim ÖPNV

Die Fahrgeldeinnahmen (ca. 135 Mio. Euro im Haushaltsplan 2020) bilden mit rund einem Drittel der Gesamteinnahmen zwar den Hauptfinanzierungsbestandteil des Verkehrshaushalts, wobei jedoch ein großer Teil davon (126,4 Mio. Euro für 2020) direkt an die Verkehrsunternehmen durchgereicht wird. In Folge dessen liegt das Risiko ausfallender Fahrgeldeinnahmen bei den Unternehmen, im Falle der S-Bahnen also bei der Deutschen Bahn. Als tatsächliche Deckungsmittel im Verkehrshaushalt des Verbandes dienen davon nur rund 9 Mio. Euro. So sind die Auswirkungen auf den Haushalt der Region aktuell trotz des drastischen Einbruchs der Fahrgastzahlen in den letzten Monaten noch nicht kritisch. Nach derzeitiger Einschätzung ergibt sich durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie für den Haushalt des Verbands Region Stuttgart kein Handlungsbedarf.

Prognose für den Haushalt 2021

Schwieriger fällt der Ausblick ins kommende Jahr: Noch ist nicht absehbar, wie sich die kommunale Finanzsituation vor allem im Jahr 2021 entwickeln wird. Gerade während der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte muss der Verband Region Stuttgart seinen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten und auch die sich daraus ergebenden Chancen für den Wirtschaftsstandort Region Stuttgart nutzen. Dies wird sich auch auf die Eckpunkte des Haushaltsentwurfes für 2021 auswirken. Die regionale Wirtschaftsförderung spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Sie soll im Haushaltsjahr 2021 finanziell gestärkt werden. Auch das regionale Förderprogramm für die Entwicklung von Gewerbeflächen soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Generell bekommen die regionalen Förderprogramme jetzt eine besondere Bedeutung. Die Pandemie hat gezeigt, dass insbesondere Naherholung und grüne Infrastruktur von enormer Bedeutung sind. Die Förderprogramme Landschaftspark sowie Wirtschaft und Tourismus sollen daher auch in Zukunft im bisherigen Umfang weiter angeboten werden. Ebenso werden sich die beschlossenen Investitionen in den Öffentlichen Personennahverkehr beziehungsweise die Weiterentwicklung und Verbesserung des Mobilitätsangebotes tragen. Die genauen Eckpunkte des Haushalts für 2021 werden sich in den Beratungen der Regionalversammlung im Herbst diesen Jahres herauskristallisieren.

Überschüsse aus 2019

Zusätzlicher Handlungsspielraum ergibt sich durch die Überschüsse aus dem Jahr 2019. Sollten diese in 2020 nicht abgerufen werden, könnten sie in 2021 berücksichtigt werden. Sowohl im Verbands- als auch im Verkehrshaushalt wurde 2019 ein besseres Ergebnis als geplant erzielt.

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news-970 Thu, 23 Jul 2020 09:15:43 +0200 Region als Vorreiter in der Wasserstoff-Technologie Elektromobilität, Wasserstoff und Brennstoffzelle: Die Region setzt beim Einsatz und bei der Nutzung nachhaltiger Antriebe Akzente und unterstützt Kommunen mit einer Standortplanung für Schnell-Ladeinfrastrukturen presse/artikel/aktuell/region-als-vorreiter-in-der-wasserstoff-technologie/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=b816bc7d26f05f6d22585475d7a766af Der Einsatz nachhaltiger Technologien im Bereich Mobilität gewinnt für die Region weiter an Bedeutung. Dem Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung lagen dazu Anträge von CDU/ÖDP, SPD, Freie Wähler und FDP vor, die am Mittwoch behandelt wurden. Hintergrund sind die Möglichkeiten der Region, eine technologische Vorreiterrolle im Bereich Wasserstoff-/Brennstoffzellen-Technologie zu übernehmen sowie der aktuelle Stand und die Entwicklungsmöglichkeiten bei der Lade-Infrastruktur für den Verbraucher.

Elektromobilität

In Sachen Elektromobilität zählt die Region bundesweit zu den Vorreitern. Jeder dritte batterie-elektrische PKW im Land ist in der Region Stuttgart zugelassen, auf gerade einmal zehn Prozent der Fläche Baden-Württembergs. Der Anstieg neu zugelassener Elektroautos im Jahr 2019 betrug gegenüber dem Vorjahr rund 57 Prozent. Bei den Ladepunkten belegt das Land Baden-Württemberg nach der jüngsten Veröffentlichung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zudem mit 2628 Ladepunkten den ersten Platz beim Förderprogramm Ladeinfrastruktur. Die Region Stuttgart hat bei diesem Bundesprogramm in den bisherigen vier Aufrufen besonders gut abgeschnitten und verfügt über ein überdurchschnittlich hohes Angebot an Ladeinfrastrukturen, auch an Schnell-Ladeinfrastrukturen. 

Weiterer Aufbau von Schnellade-Stationen

Handlungsbedarf gibt es jedoch noch beim sogenannten Schnell-Laden. In Innenstadtlagen, an wichtigen Kreuzungen oder mit hohem Verkehrsaufkommen bestehen noch Angebotslücken. Hier versucht der Verband gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart gegenzusteuern und bietet vielfältige Unterstützung, Angebote und Netzwerke für Kommunen und Industrie an. Auch der Lebensmitteleinzelhandel hat den Mehrwert von Lademöglichkeiten während des Einkaufens erkannt und errichtet beispielsweise über das LINOx-Programm, an dem auch der Verband Region Stuttgart beteiligt ist, vermehrt Schnell-Ladestationen.

Voraussetzungen sind gut

Auch beim Thema Wasserstoff und Brennstoffzelle ist die Region Stuttgart gut aufgestellt. Neben führenden Forschungseinrichtungen im Bereich Brennstoffzelle und Wasserstoff sind in der Region Hersteller und zahlreiche Zulieferer der Fahrzeugbauindustrie tätig. Dies bietet Chancen im Hinblick auf die Entwicklung eines Produktionsclusters. Zwar gehöre die Wasserstoff- und Brennstofftechnologie zu den Zukunftstechnologien, doch sind laut einer Studie des Landes die nächsten zwei bis fünf Jahre entscheidend für die Rolle des Standorts im zukünftigen Weltmarkt. Gerade die Automobilregion Stuttgart dürfe diese Entwicklung nicht verpassen, wenn kurzfristig die Brennstoffzelle im Zug-, Schwerlastverkehr und für Busse an Bedeutung gewinnen könnte.

Wasserstoff-Masterplan und Lade-Infrastruktur

Um den Aufbau einer Wertschöpfungskette von der Produktion von grünem Wasserstoff bis zur Anwendung voranzutreiben, soll ein Wasserstoff-Masterplan für die Region Stuttgart entstehen. Dieser beinhaltet die Entwicklung einer Roadmap der Region gemeinsam mit den bereits existierenden Kompetenzzentren und Clusterinitiativen. Darüber hinaus sollen mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft anwendungsnahe Projekte entwickelt und für deren Umsetzung Fördermittel bei EU, Bund und Land beantragt werden. Die Ansiedlung von Unternehmen aus dem Bereich Wasserstoff und Brennstoffzelle soll gefördert werden und die Zulieferindustrie und der  Maschinenbau auf die neuen Technologien vorbereitet werden. Die Wirtschaftsregion Stuttgart wird sich zudem an der 2021 geplanten Ausschreibung des Landes Baden-Württemberg „Wasserstoff-Modellregion“ beteiligen. In der Region Stuttgart stehen aktuell vier Wasserstofftankstellen zur Verfügung: Am Flughafen, in Fellbach, Wendlingen und Sindelfingen. Eine weitere wird derzeit in der Landeshauptstadt Stuttgart geplant als Ersatz für die Tankstelle der EnBW in der Talstraße, die für PKW außer Betrieb genommen wurde. Der weitere Ausbau der Tankstellen-Infrastruktur setzt eine Mindestanzahl an Fahrzeugen voraus. Perspektivisch ist denkbar, dass Busse und LKW diese Lücke füllen.

Stimmen aus den Fraktionen

Für Andreas Koch (CDU/ÖDP) ist bei der Nutzung nachhaltiger Antriebe eines sehr wichtig: „Wir dürfen uns nicht nur auf eine Alternative fokussieren.“  Denn je weiter man raus aus der Großstadt komme, umso schwieriger werde es bei der Mobilität beispielsweise nur auf den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehr zu setzen: „Der Individualverkehr bleibt hier sehr wichtig und die Brennstoffzelle kann hierbei eine sehr große Rolle spielen.“

Auch Dr. Ludger Eltrop (Grüne) unterstützt den Verband bei seinen Bestrebungen, die Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die Region beim Thema Brennstoffzelle eine Vorreiterrolle einnimmt: „Allerdings ist die Brennstoffzelle kein einfaches Thema. Wir müssen ebenfalls einen erheblichen Ausbau der Strategie für erneuerbare Energien im Auge behalten, um auch tatsächlich ‚grünen‘ Wasserstoff erhalten zu können.“

Für Andreas Hesky (Freie Wähler) kann Wasserstoff dort einspringen, wo die E-Mobilität ihre Grenzen hat. „Hierbei sind wir mit einem Masterplan Wasserstoff auf dem richtigen Weg.“ Es müssten Initiativen unterstützt werden, um Arbeitsplätze in der Region zu behalten.

Dr. Jürgen Zieger (SPD) sieht große Chancen für die Region: „Auch die Bundesregierung hat das Thema erkannt, das gibt Hoffnung auf Projekte in der Region.“ Für einen Masterplan sei es jedoch wichtig, dass die Region mit allen Beteiligten aus dem Land auch über die Regionsgrenzen hinaus an einen Tisch kommt.

Stephan Köthe (AfD) hätte sich zusätzlich zum Thema Wasserstoff auch noch einen Fokus auf CNG (Compressed Natural Gas) gewünscht. „Denn für Wasserstoff braucht es einen langen Atem, der eine Zwischenlösung benötigt.“

Für Volker Weil (FDP) spielt die Brennstoffzelle eine wichtige Rolle, auf die man setzen müsse: „Gerade da die Region so stark mit dem Automobil verbunden ist.“

Peter Rauscher (DIE LINKE/PIRAT) sieht es als den richtigen Ansatz bei der Brennstoffzelle vor allem auf Bus und LKW zu setzen. „Denn nur den Motor im Auto zu wechseln, ändert nicht die Mobilität.“

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news-969 Mon, 20 Jul 2020 14:30:17 +0200 Wohnraum und Gewerbeflächen schaffen Der Verband Region Stuttgart setzt auch in Zeiten der Pandemie auf die Schaffung von Wohn- und Gewerbeflächen sowie die Attraktivität der Innenstädte. presse/artikel/aktuell/wohnraum-und-gewerbeflaechen-schaffen/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=76c2190258cce118c02b9fcd7643c508 Die Region Stuttgart ist als dicht besiedelter, wirtschaftlich leistungsstarker und international vernetzter Standort von den Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders betroffen, entsprechend waren mögliche Folgen für die Arbeit des Verbandes auch Thema im gestrigen Planungsausschuss.  Aktuell geht man nicht von einem grundsätzlichen Revisionsbedarf bei der Regionalplanung aus, da sich diese in ihren Grundsätzen an einer nachhaltigen und langfristigen Raumentwicklung ausrichtet. Trotzdem wird wegen der augenblicklichen Sondersituation ein kurzfristiger Handlungsbedarf nicht ausgeschlossen und die wirtschaftlichen und demographischen Entwicklungen werden genau beobachtet.  Möglicherweise betroffene Bereiche sieht die Region bei den Gewerbeflächen, beim Wohnungsbau und bei der Entwicklung der Innenstädte. Darüber hinaus rechnet sich die Region auch Chancen aus, im Zuge der Konjunkturprogramme von EU, Bund und Land, laufende Veränderungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu gestalten.

Baureife Gewerbefläche benötigt

Bereits vor der Pandemie bestand in der Region eine unzureichende Verfügbarkeit großer, zusammenhängender, baureifer Gewerbeflächen. In der aktuellen Situation könnte sich dies verstärkter als Standortdefizit erweisen, da vielerorts Maßnahmen zur Umstrukturierung von Wertschöpfungs- und Produktionsketten ebenso für Platzbedarf sorgen könnten wie anstehende Investitionsentscheidungen im Rahmen staatlicher Fördermaßnahmen.  Vor allem um sehr kurzfristigen Bedarf zu ermöglichen, sind weiterhin Maßnahmen der Region notwendig. So unterstützt der Verband Region Stuttgart mit seinem Programm kommunale Maßnahmen zur Flächenaktivierung mit insgesamt drei Millionen Euro.

Wohnraum weiterhin fördern

Beim Wohnraum besteht seit geraumer Zeit auf Grund des sehr geringen Angebotes ein deutlicher Nachfrageüberhang. Aktuell kann nicht davon ausgegangen werden, dass selbst durch ein reduziertes Arbeitsplatzangebot und einer damit verbundenen rückläufigen Einwohnerzahl zu einer Balance zwischen Angebot und Nachfrage kommt. 

Im Gegenteil müsse man auf Grund der schlechteren Finanzlage in privaten Haushalten von einer erhöhten Nachfrage im unteren und mittleren Preissegment ausgehen. Entsprechend sei die Förderung dieser Segmente auch in Zukunft wichtig. Dies gelingt regionalplanerisch zum Beispiel durch Vorgaben zur baulichen Dichte.  Parallel zur Verdichtung müsse auf die Bereitstellung ausreichend öffentlicher Freiräume geachtet werden. Auch hier stellt die Region den Kommunen im Rahmen des Kofinanzierungsprogrammes Landschaftspark Region Stuttgart Gelder zur Verfügung.

Innerstädtische Einkaufslagen stärken

Bereits angekündigte Schließungen von traditionsreichen Innenstadteinrichtungen haben gezeigt wie tiefgreifend die Veränderungen durch die Pandemie selbst in umsatzstarken Regionen sind.  Entsprechend wichtig ist die Bedeutung von regional- und landesplanerischen Maßnahmen gegen eine Wettbewerbsverzerrung zulasten der Innenstädte.

Stimmen aus den Fraktionen

Roland Schmid (CDU/ÖDP) betonte, dass man trotz der Corona-Krise nicht die falschen Schlüsse ziehen dürfe: „Als Regionalverband dürfen wir uns jetzt nicht verleiten lassen, den Rückwärtsgang einzulegen.“ Es wäre der falsche Weg nun sämtliche Planungen über den Haufen zu werfen. „Jetzt heißt es den Weg weiter zu gehen und sich reaktionsfähig zu zeigen.“ Schmid ist überzeugt, dass wieder eine Phase der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung kommen wird, auf die man vorbereitet sein müsse.

Dorothee Kraus-Prause (Grüne) verdeutlichte, dass es nun wichtig sei, nicht nur eine Beobachter-Rolle einzunehmen: „Man muss nicht gleich den gesamten Regionalplan ändern, aber es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, mutig in die Debatten gehen, die kommen werden.“ Es gelte nun den Vorwärtsgang einzulegen bei den Themen Klima- und Strukturwandel. Sie wünschte sich eine Handreichung für Kommunen, um diese auf eventuelle Flächenumnutzungen besser vorzubereiten.

Für Wilfried Dölker (Freie Wähler) steht im Vordergrund, die wirtschaftliche Erholung mit allen Mitteln zu unterstützen und nicht zu verhindern. Darüber hinaus betonte er den immens wichtigen Schutz der Innenstädte: „Die Gefahr vermehrten Leerstandes steigt, darum müssen wir für die Region Instrumente entwickeln, dies zu verhindern.“

Regina Traub (SPD) sieht die Aufgabe der Region vor allem darin, entstehende Brachflächen umzuorganisieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. „Gibt es vielleicht Optionen solche Flächen zum Beispiel für gemeinschaftliche Aktivitäten oder günstigen Wohnraum zu nutzen?“

Joachim Hülscher (AfD) plädierte dafür die Situation zunächst weiter zu beobachten: „Es ist nicht sinnvoll nun Aktivitäten nur der Aktivität willen loszutreten.“

Rena Farquhar (FDP) sieht Corona vor allem als Katalysator: „Die Probleme und Lösungsansätze sind keine neuen.“ Wichtig sei es nun, dass die Kommunen von der Region unterstützt werden.

Christoph Ozasek (Die LINKE/PIRAT) betonte: „Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, dass wir möglichst viele Funktionen an den Wohnort zurückführen müssen.“ Die Frage sei nun, wie die Regionalplanung dies unterstützen könnte.

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news-968 Thu, 09 Jul 2020 09:00:54 +0200 S 60 – Regelung der abschließenden Kostentragung zwischen DB und Region Region übernimmt Kosten in Höhe von insgesamt 48 Millionen Euro. Finanzierungsrisiken bei maximal 5 Millionen Euro gedeckelt. presse/artikel/aktuell/s-60-regelung-der-abschliessenden-kostentragung-zwischen-db-und-region/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=21bb22793c7a23f82571a31130f33c4a Durch den Ausbau der S-Bahn S60 zwischen Böblingen und Renningen mit Gesamtkosten von 189,3 Millionen Euro bietet die Region eine erfolgreiche Tangentialverbindung für werktäglich knapp 10.000 Fahrgäste im Abschnitt Böblingen-Sindelfingen. Durch weitere Infrastrukturmaßnahmen soll die S60 künftig im 15-Minuten-Takt verkehren. Das Projekt verzeichnete seit der Vertragszeichnung im Jahr 2004 Kostensteigerungen, zuletzt von rund 150 Millionen nunmehr 189,3 Millionen. Ursächlich waren neben infrastrukturellen Einflüssen, Rechtsänderungen und unvorhersehbare Baurisiken. Der Verkehrsausschuss hat am Mittwoch die Unterzeichnung eines Nachtragsvertrags zur Finanzierung beschlossen. Dieser legt für den Verband Region Stuttgart die Finanzierungssumme auf 48 Millionen Euro fest und deckelt verbleibende Finanzierungsrisiken auf einen Maximalbetrag von 5 Millionen Euro. Der Finanzierungsanteil der Region bleibt damit etwa gleich gegenüber den Planungen im Jahr 2008.

Da ein vollständiger Abschluss der Förderung erst in bis zu sechs Jahren erreicht werden kann, wurden Verhandlungen geführt mit dem Ziel, eine baldige Abrechnung herbeizuführen. Dafür wurden die Voraussetzungen des Bau- und Finanzierungsvertrags (BuFV) zugrunde gelegt. Im Ergebnis übernimmt die DB nicht zuwendungsfähige Projektkosten in Höhe von 37,4 Millionen Euro. Nach Abzug der bereits geleisteten Zahlungen sind seitens der Region noch 17 Millionen Euro an die DB zu entrichten.

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news-967 Thu, 09 Jul 2020 08:50:28 +0200 Weitere Verbesserungen für die S-Bahn Kapazitätsausweitungen im Nacht- und Wochenendverkehr, Studie zum Ausbau der Schusterbahn als Express-S-Bahn und Planung für Maßnahmen zur Barrierefreiheit beschlossen. presse/artikel/aktuell/weitere-verbesserungen-fuer-die-s-bahn/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=14c046bb3d0f970262835246f7a1fd04 Die S-Bahn wird ihrer Rolle als Rückgrat des regionalen ÖPNV auch in Zukunft gerecht und stellt ein auf die Fahrgäste abgestimmtes Angebot bereit. Der Verkehrsausschuss der Region hat dafür am Mittwoch ein Bündel an Maßnahmen im Umfang von jährlich über 1,2 Millionen Euro verabschiedet. Um der stetig wachsenden Nachfrage in den Abendstunden nachzukommen, werden die Kapazitäten aller Linien unter der Woche bis ca. 23:30 Uhr durch den Einsatz von Vollzügen mit zwei Triebzügen erweitert. So kann auch bei Veranstaltungen ein hoher Komfort gewährleistet werden. Zudem werden im Nordnetz künftig am Wochenende auch nach 23:30 Uhr Vollzüge eingesetzt. Viele Ausflugsziele in der Region können mit der S-Bahn schnell und komfortabel erreicht werden. Die S-Bahn Stuttgart wird daher zunehmend auch für den Freizeitverkehr am Wochenende genutzt. Um diese Entwicklung zu begleiten, werden sonntags bereits ab 9 Uhr Vollzüge fahren. Eine weitere Angebotsausweitung auf der Teckbahn schließt dort montags bis freitags die morgendliche Angebotslücke mit folgenden Verbindungen:

RB 37959 Kirchheim (T.) ab 09:17 Uhr, Oberlenningen an 09:37 Uhr

RB 37960 Oberlenningen ab 09:53 Uhr, Kirchheim (T.) an 10:12 Uhr

RB 37961 Kirchheim (T.) ab 10:17 Uhr, Oberlenningen an 10:37 Uhr

RB 37962 Oberlenningen ab 10:53 Uhr, Kirchheim (T.) an 11:12 Uhr

Diese Maßnahmen werden im Dezember 2020 umgesetzt.

Zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2021 kann das Fahrtenangebot auf der Linie S4 zwischen Marbach (Neckar) und Backnang durch die Verlängerung des Halbstundentakts nach 20 Uhr um eine Stunde ergänzt werden. Konkret gibt es dann ein zusätzliches Fahrtenpaar:

Schwabstraße ab 20:32 Uhr – Marbach an 21:05 Uhr (existiert bereits) – Marbach ab 21:08 Uhr – Backnang an 21:22 Uhr (neuer Abschnitt)

Backnang ab 20:33 Uhr – Marbach an 20:51 Uhr (neuer Abschnitt) – Marbach ab 20:55 Uhr – Schwabstraße an 21:28 Uhr (existiert bereits)

Die Geschäftsstelle wurde zudem beauftragt Konditionen für weitere Verbesserungen zu verhandeln. Im Fokus sind hierbei Taktverbesserungen am Wochenende. Aufgrund von Anträgen mehrerer Fraktionen für eine schnelle Ausweitung des Betriebs auf der Schusterbahn wird eine Betriebsprogrammstudie durchgeführt. Diese soll noch im Jahr 2020 abgeschlossen werden und Aufschluss über die Möglichkeiten für eine kurzfristige Umsetzung einer Verbindung von Bietigheim nach Plochingen über die Schusterbahn geben.

Der Verband Region Stuttgart arbeitet kontinuierlich an der Barrierefreiheit der S-Bahn-Stationen. Mit dem Beschluss einer Finanzierungvereinbarung mit DB Station&Service über die Vorplanungen für die Stationen Leonberg und Stetten-Beinstein wird der nächste konkrete Schritt getan. Bis 2030 sollen elf weitere Stationen ausgebaut werden: Backnang, Kornwestheim, Stuttgart-Zuffenhausen, Oberesslingen, Esslingen-Zell, Stuttgart-Obertürkheim, Altbach, Stuttgart-Weilimdorf, Neuwirtshaus, Korntal und Ditzingen. Somit werden die Linien S1 und S6/S60 fast in ganzer Länge mit barrierefrei erreichbaren Bahnsteigen und Einstiegen in die S-Bahn versorgt.

Stimmen aus den Fraktionen

„Trotz Corona schicken wir neue Maßnahmen auf die Reise, die dringend nötig sind und kurzfristig aktiv werden,“ konstatierte Rainer Ganske (CDU/ÖDP). Hiermit wolle man den Fahrgästen mehr Komfort und Freiraum in der S-Bahn geben. „Wir können heute mit relativ kleinen Summen erhebliche Verbesserungen im S-Bahn Angebot schaffen“, betonte Michael Lateier (GRÜNE). Er bedauerte jedoch, dass die Verbesserungen im Nachtverkehr ab Donnerstagabend noch nicht kämen.

Bernhard Meier (Freie Wähler) befürwortete die S-Bahnverbesserungen, da man trotz schwieriger Zeiten den Innovationsfluss nicht aufhalten wolle. „Im Frühjahr haben wir Infrastrukturverbesserungen beschlossen, nun kommen die Angebotsverbesserungen, insbesondere im Freizeitverkehr“, resümierte Thomas Leipnitz (SPD). Aufgrund der noch nicht abschätzbaren Fahrgast- und wirtschaftlichen Entwicklung der Pandemie wollte Patricia Schäfer (AFD) die Maßnahmen erst Mitte 2021 umsetzen. Der Verkehrsausschuss hat den Antrag mehrheitlich abgelehnt. „Wenn der Fahrgast mehr Platz hat, dann steigt er eher ein“, stellte Armin Serwani (FDP) fest. Dies werde durch die Maßnahmen erreicht. Für Michael Knödler (DIE LINKE/PIRAT) handle es sich bei den beschlossenen Angebotsausweitungen um deutliche Verbesserungen für Menschen, die nachts arbeiten müssten.

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news-966 Thu, 09 Jul 2020 08:45:34 +0200 Region diskutiert neue Ideen für Bahnknoten Stuttgart Der Bau eines Gäubahn-Tunnel und die künftige Nutzung der „Panoramabahn“ werden Vorteile für den S-Bahn-Verkehr in der Region Stuttgart haben. presse/artikel/aktuell/region-diskutiert-neue-ideen-fuer-bahnknoten-stuttgart/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=d9514bde8f6b249b861adc1493f6293f Der Deutschlandtakt eröffnet die Chance zwei wichtige Zulaufstrecken auf dem Bahnknoten Stuttgart zu verbessern. Zum einen ein neuer Tunnel-Anschluss zur Schnellbahntrasse nach Mannheim im Nordwesten der Landeshauptstadt, zum anderen der Gäubahn-Tunnel, der die Fernverkehrsstrecke Zürich und Stuttgart direkt an den Flughafen anbindet. Anlass der Diskussion im Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart war die Vorstellung des sogenannten Deutschlandtaktes durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vergangene Woche. Die SPD und Grünen hatten daraufhin Dringlichkeitsanträge gestellt. Die beiden Tunnel-Projekte sind Teil des Gutachterentwurfs für den Deutschlandtakt, der bundesweit für eine bessere Bahn-Anbindung zwischen den Großstädten sorgen soll.

Neuer Tunnel für die Gäubahn

Vor allem der neu ins Gespräch gebrachte Gäubahn-Tunnel hat Vorteile für den S-Bahn-Verkehr in der Region. Bei den bisherigen Planungen im Planfeststellungsabschnitt 1.3b sollte sich der Fern- und Regionalverkehr die Gleise der „Rohrer Kurve“ zwischen Stuttgart-Rohr und Flughafen mit den S-Bahn-Linien S2 und S3 im Mischverkehr teilen. Ein separater Gäubahn-Tunnel könnte hier für eine deutliche Entlastung sorgen.

Das zweite Projekt im Zuge des Deutschlandtaktes soll die Fahrtzeit von Stuttgart nach Mannheim verkürzen. Hierzu ist ein zusätzlicher rund zehn Kilometer lange Tunnel zwischen Feuerbach und Münchingen unter Zuffenhausen und der A81 hindurch angedacht.

Für die weitere Umsetzung der Maßnahmen bedarf es der endgültigen Klärung der Finanzierungsvoraussetzung zwischen dem Bund und dem Land sowie den weiteren S21-Vertragspartner, da die Planungen sich auf den Finanzierungsvertrag von S21 mit auswirken.

Stimmen aus den Fraktionen

Für Thomas Leipnitz (SPD) ist der Vorschlag des Gäubahn-Tunnels ein erfreulicher Vorschlag. Er merkte jedoch an: „Nur wenn es regionale Vorteile gibt, fließt auch regionales Geld.“ Sollte das dritte Gleis am Flughafen entfallen, so würde auch die regionale Mitfinanzierungverpflichtung entfallen. Auch Prof. Dr. André Reichel (GRÜNE) steht den Planungen generell positiv entgegen: „Allerdings stellt sich die Frage der Bauzeit und für wie lange dadurch die Gäubahn-Strecke zum Hauptbahnhof unterbrochen werden muss“, so Reichel. Immerhin zerschneide man eine internationale Fernverkehrsverbindung. Es sei wichtig jetzt in die Diskussion einzusteigen, eine ideale Lösung sei mit dem Tunnel noch nicht auf dem Tisch. Es müssten noch weitere Elemente kommen. Ebenso müsse die Finanzierung geklärt werden. Für Rainer Ganske (CDU/ÖDP) wäre der Gäubahn-Tunnel der erhoffte große Wurf für die Region, der nur durch Stuttgart 21 möglich geworden sei: „Er würde eine deutliche Verbesserung für die S-Bahn bedeuten“, sagte Ganske in der Sitzung des Verkehrsausschusses. So könne man künftig das Angebot erweitern und noch mehr S-Bahnen einsetzen „Gleichzeitig gehen wir einer Trassenkollision aus dem Weg“, so Ganske weiter. „Denn der Deutschlandtakt funktioniert nur, wenn wir die Zulaufstrecken nach Stuttgart verbessern.“ Die Finanzierung ist auch für Bernhard Meier (Freie Wähler) eine noch zu klärende Komponente. „Trotzdem möchte ich das Positive in den Vordergrund stellen – so eine Lösung hätten wir vor einem halben Jahr noch nicht für möglich gehalten“, sagte Meier. Diese Chance müsse man ergreifen. Joachim Hülscher (AfD) begrüßte die Überlegungen: „Wir haben ein positives Signal erhalten, allerdings kommt vieles auf die Finanzierung an“, so der Regionalrat. „Endlich wird auch etwas für die Region Stuttgart getan“, stellte Armin Serwani (FDP) fest. Er glaube aber erst daran, wenn die notwendigen Verträge unterzeichnet seien. Laut Wolfgang Hoepfner (DIE LINKE/PIRAT) ist man es den Menschen auf den Fildern schuldig, frühzeitig Sicherheit über die weitere Planung zu geben. „Bevor die Gäubahn abgehängt wird, muss es Klarheit für den Verlauf der S-Bahn geben.“

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news-965 Thu, 02 Jul 2020 12:51:37 +0200 Kofinanzierungsprogramm für Wirtschaft und Tourismus erhält positives Votum für Fortsetzung Bereits 24 interkommunale Projekte wurden bislang umgesetzt, über 2 Millionen Euro ausgeschüttet. presse/artikel/aktuell/kofinanzierungsprogramm-fuer-wirtschaft-und-tourismus-erhaelt-positives-votum-fuer-fortsetzung/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=0185a6fbf34fbaf7c9e2a9fe8f36ff53 Mit dem Kofinanzierungsprogramm „Wirtschaft und Tourismus“ fördert der Verband Region Stuttgart Modellprojekte im Verbund mehrerer Kommunen und trägt damit zur nachhaltigen Regionalentwicklung bei. So soll die interkommunale Vernetzung vorangebracht werden. Der Wirtschaftsausschuss hat sich nun für die Fortführung des Programms mit einem jährlichen Volumen von 350.000 Euro bis 2023 einschließlich ausgesprochen. Entscheiden wird die Regionalversammlung im Herbst im Rahmen des Haushaltsverfahrens.

Inzwischen sind alle fünf Landkreise der Region sowie die Stadt Stuttgart als Partner in mindestens einem Projekt eingebunden. Gefördert wurden bislang 24 Projekte, so die Entwicklung einer Premiumwandermarke, ein virtuelles Zentrum für Elektromobilität oder „Online Handel(n)“, ein zukunftsweisendes Konzept für Innenstädte. 14 Projekte sind umgesetzt und werden seitens der Antragsteller eigenständig weitergeführt.

Das Kofinanzierungsprogramm zeichnet sich durch die interkommunale Ausrichtung sowie die großen thematischen Freiräume aus, die kreative Ideen fördern. Die Vielseitigkeit der Anträge spiegelt diese Offenheit wider. Von der umfassenden organisatorischen und fachlichen Begleitung seitens des Verbands Region Stuttgart profitieren besonders kleinere Kommunen mit unter 20.000 Einwohnern, auf welche der Großteil der Projekte entfällt. Im Angesicht der Corona-Krise kann das Förderprogramm Kommunen helfen, zukunftsweisende Konzepte zu entwickeln und die Digitalisierung voranzubringen – zum Beispiel Online-Angebote oder intelligente Belieferungssysteme zur Unterstützung des Einzelhandels und der Gastronomie.

Um die Kofinanzierung bewerben können sich Kommunen, kommunale Zweckverbände sowie mehrheitlich im öffentlichen Besitz befindliche Unternehmen. Die Projekte werden bis zu einer Höhe von maximal 50 Prozent der Projektkosten gefördert. Informationen für Antragsteller gibt es unter www.region-stuttgart.org/kofiprogrammwt

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news-964 Thu, 02 Jul 2020 12:48:35 +0200 Region lobt Nachhaltigkeitspreis für Jugendliche aus Insgesamt 10.000 Euro für kreative und engagierte Projekte, die zu nachhaltigem Denken und Handeln in der Region animieren presse/artikel/aktuell/region-lobt-nachhaltigkeitspreis-fuer-jugendliche-aus/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=78f5cd1c9a46c7d2035381a927e14eae Der Verband Region Stuttgart vergibt im Schuljahr 2020/2021 erstmalig einen Nachhaltigkeitspreis für Jugendliche mit besonderem Fokus auf Schulen. Das hat der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung am Mittwoch beschlossen.

Der Nachhaltigkeitspreis, der auf Antrag der Grünen ins Leben gerufen wurde, prämiert vorbildliche, einfallsreiche Ideen und Projekte, die dazu beitragen, Jugendlichen den Stellwert sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit zu vermitteln. Im Fokus stehen Ideen und Maßnahmen aus den originären Zuständigkeitsbereichen des Verbands Region Stuttgart. Diese sind: Mobilität, Natur und Landschaft, Regionalentwicklung, Umwelt, Energie und Klimaschutz sowie Wirtschaft und Tourismus. Dadurch möchte man Interesse für regionale Themen und die Kreativität der Jugendlichen fördern. Damit der regionale Bezug gewahrt bleibt, sind nur Teilnahmen aus der Region Stuttgart zulässig mit Projekten, die in der Region umgesetzt werden. Insgesamt stehen 10.000 Euro zur Verfügung, wovon 5.000 Euro auf den ersten Preis entfallen. Der zweite Preis ist mit 3.000 Euro dotiert, der dritte Preis mit 2.000 Euro.

Ziel ist es, Anfang 2021 auf potenzielle Wettbewerbsteilnehmer zuzugehen und unter www.region-stuttgart.org weitere Informationen bereitzustellen.

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news-963 Thu, 02 Jul 2020 12:20:13 +0200 Strukturwandel und Corona: Europa als Chance für die Region Deutsche EU-Ratspräsidentschaft soll aktiv für regionale Themen genutzt werden. Verband Region Stuttgart und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH ziehen positive Bilanz ihrer bisherigen Europaarbeit. presse/artikel/aktuell/strukturwandel-und-corona-europa-als-chance-fuer-die-region/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=f9586bd6b32d860746e4734a6af4ef47 Europäische Vorhaben sind von hoher Bedeutung für die Region Stuttgart, darin waren sich Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling und der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart Dr. Walter Rogg in der Sitzung des regionalen Wirtschaftsausschusses am Mittwoch einig. In vielen Bereichen setzt die EU die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Region, etwa hinsichtlich der Wirtschaftsförderung, des Breitbandausbaus, der Mobilität oder der Aufwertung von Natur und Landschaft. „Die EU- Förderprogramme dienen als Katalysator für innovative Projekte und ermöglichen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine wichtige Kofinanzierung“, so Dr. Schelling. Zu nennen sei hier vor allem das europäischen Wiederaufbauprogramm „Next Generation EU“ als Post-Corona-Konjunkturprogramm. Dr. Walter Rogg führte aus: „Für europäische Projekte, die in den Jahren 2019 und 2020 laufen, erhält die Region Stuttgart rund 6,8 Millionen Euro an Fördermitteln.“ Die Einwerbung von EU-Geldern solle fortgesetzt werden. „Auch bringen wir uns weiter aktiv in die Diskussion für zukünftige europäische Förderprogramme ein.“ Die Region Stuttgart ist mit einem Europabüro in Brüssel vertreten. Der Leiter, Marcus Göpfert, betonte die Signifikanz der Europaarbeit: „Gerade in solch außergewöhnlichen Zeiten wie diesen ist es umso wichtiger in Brüssel auf ein langjährig aufgebautes und etabliertes Netzwerk zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen zurückgreifen zu können – nur gemeinsam sind wir stark.“

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, regionale Interessen bei europäischen Themen zu vertreten. So sind ab September Gespräche geplant, in denen über aktuelle EU-Politik und Vorhaben informiert wird. An dem Austausch mit Akteuren des europäischen Politikbetriebs in Brüssel wird die Regionalversammlung Corona-bedingt per Video live teilnehmen. Dabei geht es um Schwerpunkte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sowie die Förder- und Konjunkturprogramme. Zur Diskussion steht auch die Weiterentwicklung der Leipzig-Charta. Sie schafft die Grundlagen für eine neue europäische Stadtpolitik, denn sie soll die Stadt-Umland-Zusammenarbeit stärker als bislang in den Fokus rücken. Hierzu ist Mitte November eine Veranstaltung in Stuttgart mit weiteren acht europäischen Ballungsräumen vorgesehen. Unterzeichnet werden soll die Charta Anfang Dezember noch unter deutscher Ratspräsidentschaft.

Die Europaarbeit der Region Stuttgart erstreckt sich von der Interessenvertretung über das Standortmarketing, die Einwerbung europäischer Fördermittel und Mitgestaltung der europäischen Förderkulisse bis hin zur Europainformation und zum Europa-Wissen für die Region. So laufen momentan 19 EU-Projekte bei Verband und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart. Eines davon beinhaltet beispielsweise eine Studie zu den Potenzialen des autonomen Fahrens als Zubringer zum Schienenpersonenverkehr im ländlichen Raum. Ein anderes Projekt untersucht die Möglichkeiten von CO2-armen Mobilitätssystemen an Flughäfen am Beispiel des Stuttgarter Airports. Die Region Stuttgart engagiert sich in verschiedenen europäischen Netzwerken. Regionaldirektorin Dr. Schelling ist seit 2014 Präsidentin von METREX, dem Netzwerk europäischer Metropolregionen.

Stimmen aus der Regionalversammlung

Andreas Koch (CDU/ÖDP) betonte, dass die Europaarbeit weiterhin wichtig bleibt, und dankte für den engagierten Einsatz des Europabüros der Region Stuttgart. Es sei gerade jetzt durch die Pandemie deutlich geworden, dass „Probleme allein nicht national oder regional gelöst werden können, sondern europäische Zusammenarbeit nötig ist.“ Die Region habe in den richtigen Themenbereichen von den europäischen Förderprogrammen profitieren können. Sabine Kober (Grüne) begrüßte den „Green Deal“, meinte aber: „Wenn es außen grün ist, ist es nicht immer innen grün.“ Man solle daher darauf achten, dass bei den Förderprogrammen die Nachhaltigkeit nicht zu kurz komme. Im Hinblick auf den Klimawandel sei es „eine Herausforderung der Zukunft, die Städte resilienter zu machen“. Die Grünen beabsichtigen daher, die Stelle eines regionalen Klimamanagers beantragen. Das Europabüro sei der richtige Weg, um „der Region Stuttgart ein Gesicht in Brüssel zu geben,“ so Andreas Hesky (Freie Wähler). Es habe sich gezeigt, dass Europa sich zum „Innovationsmotor“ entwickeln könne, von dem die Region in vielerlei Hinsicht profitiere. „Es sind herausfordernde Zeiten für Europa“, konstatierte Dr. Jürgen Zieger (SPD). Zu einem vereinten und friedlichen Europa gäbe es keine Alternative. Von der Europaarbeit wünschte er sich systematische, konkrete und verständliche Informationen an die Kommunen. Daniel Lindenschmid (AfD) hob den wichtigen Einsatz des Europabüros besonders in schwierigen Zeiten hervor. Trotz aller derzeitigen Einschränkungen müssen man „weiter am Ball bleiben“. Für Volker Weil (FDP) ist die Europaarbeit der exportstarken Region „extrem wichtig“. Jedoch müsse man „aufpassen, dass wir eine starke Region bleiben und auch zukünftig an Fördermittel kommen.“ Mit Blick auf die Region begrüßte es Peter Rauscher (Linke/Pirat), dass die verschiedenen Handlungsfelder für die Europaarbeit richtig gewählt seien.

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news-962 Thu, 18 Jun 2020 08:21:40 +0200 Region will RegioRadStuttgart weiter ausbauen 150.000€ Förderprogramm für Kommunen zum Ausbau neuer Stationen sowie Gruppenbuchung und Freiminuten für Pedelecs beschlossen. presse/artikel/aktuell/region-will-regioradstuttgart-weiter-ausbauen/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=8b72bb282113dbcf09ccc9b028d08ecf Der Verband Region Stuttgart will auf Antrag der Fraktionen RegioRadStuttgart attraktiver machen und das regionale Netz an Stationen ausbauen. Das Fahrrad-Verleihsystem wird von der Landeshauptstadt koordiniert, die Region unterstützt das Angebot und möchte es weiter voranbringen. Deshalb hat der Verkehrsausschuss am Mittwoch sechs Maßnahmen zur Fortentwicklung beschlossen. Bei Buchung mit der polygoCard gibt es neben den weiterhin gültigen 30 Freiminuten für Räder ab Juli auch für Pedelecs dauerhaft 15 Freiminuten bei jeder Fahrt. Die Buchungs- und Reservierungsfunktion für das interkommunale und regionsweite Fahrrad- und Pedelecverleihsystem wird zudem um die Möglichkeit zur verbindlichen Gruppenbuchung für bis zu 15 Personen ergänzt. Zusätzlich zum Tagespreis von 10€ erhebt der Betreiber hier pro Vorgang eine einmalige Service-/Liefergebühr von 100€. Die bestellten Räder werden an eine beliebige Station geliefert und können, auch einzeln, an jeder Station wieder abgegeben werden.

Das im Mai 2018 gestartete Verleihsystem wird kontinuierlich ausgebaut, um ein lückenloses Netz zu gewährleisten. Nun bietet das Förderprogramm „zwei für eine“ Anreize zum Bau neuer RegioRadStuttgart (Gegen-)Stationen, die das Netz verdichten und Oneway-Ausleihen ermöglichen. Kommunen, die noch keine Station haben, werden bis zu 50.000 € bezuschusst, wenn sie eine weitere Station bauen. Auch wenn schon eine oder mehrere Stationen vorhanden sind, gibt es Fördermöglichkeiten. Bewerben können sich neben Kommunen auch Landkreise, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen in mehrheitlich öffentlicher Hand.

Zur gezielten Bewerbung insbesondere der touristischen Nutzung des Angebots wird eine Marketingkampagne durchgeführt. Ein einheitliches Wegeleitsystem an Bahnhaltepunkten soll die Sichtbarkeit der RegioRadStuttgart Stationen erhöhen. Um eine intensive Koordinierung und Abstimmung zwischen den Kommunen zu gewährleisten, finanziert der Verband Region Stuttgart eine neue Personalstelle, die bei der Stadt Stuttgart angesiedelt wird, unter deren Federführung RegioRadStuttgart steht.

 

Stimmen aus den Fraktionen

Mathias Rady (CDU/ÖDP) befürwortete das vorgeschlagene Stationsausbauprogramm. Die vorgeschlagenen 15 Freiminuten für Pedelecs seien allerdings zu wenig. „30 Freiminuten auch für Pedelecs wären wünschenswert, um das Interesse von Gelegenheitsnutzern zu wecken“, so Rady. Unter finanziellen Gesichtspunkten sah er die neue Personalstelle kritisch, da sie über viele Jahre mitfinanziert werden müsse. Philipp Buchholz (Grüne) war mit dem Maßnahmenpaket „mehr als glücklich“. Die Schaffung einer Personalstelle sei positiv, es sei „eine regionale Aufgabe, die nun auch mit regionalen Mitteln bezahlt wird“. Das Maßnahmenpaket bezeichnet er als „Meilenstein der Förderung nachhaltiger Mobilität durch den Verband Region Stuttgart. „In Corona-Zeiten hat die Fahrrad-Mobilität erheblich zugenommen“, konstatierte Rainer Gessler (Freie Wähler). Der Verband sei daher mit RegioRad auf dem richtigen Weg. Er sah insbesondere außerhalb von Stuttgart Ausbaupotential und begrüßte daher auch die Personalstelle, um einen kontinuierlichen Austausch herzustellen. Für Jasmina Hostert (SPD) sei die Auslastung von RegioRadStuttgart nach wie vor nicht zufriedenstellend, da es zu wenige Stationen gebe. Sie begrüßte, dass durch die geplante Förderung an der Verdichtung des Netzes und damit einer größeren innerörtlichen Flexibilität gearbeitet werde. Joachim Hülscher (AfD) bewertete die Maßnahmen als „guten Weg für vernünftige regionale Radpolitik“. Hülscher mahnte jedoch an, dass unter Corona-Gesichtspunkten die entstehenden Kosten im Auge behalten werden müssten. Zwar sei RegioRad nicht das prioritäre Thema der FDP, dennoch befürwortete Gabrielle Heise die Maßnahmen. Wichtig sei vor allem, die „Schaffung eines regionalen Netzwerks weit über Stuttgart hinaus.“ Laut Michael Knödler (DIE LINKE/ PIRAT) sei es wichtig „möglichst viel One-Way zu ermöglichen“. Ein Bonussystems könnte die gleichmäßige Verteilung der Räder fördern.

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news-961 Thu, 18 Jun 2020 08:12:33 +0200 Region diskutiert die Auslastung der Schienenstrecken und Optionen für das Nordkreuz Für die stark frequentierte Rems-, Murr- und Gäubahn sowie für den Abschnitt Weil der Stadt – Malmsheim werden Lösungen gesucht. Konkrete Planungen für Nordkreuz erst nach der Entscheidung des Bundes zum Nordzulauf. presse/artikel/aktuell/region-diskutiert-die-auslastung-der-schienenstrecken-und-optionen-fuer-das-nordkreuz/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=761f8a4956f291fee09780b820b3a559 Mehr S-Bahn-Verkehr setzt voraus, dass die Kapazitäten auf der jeweiligen Streckeninfrastruktur vorhanden sind. Deswegen hat sich der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart am Mittwoch mit der Auslastung des Schienennetzes in der Region, insbesondere der Zulaufstrecken nach Stuttgart, sowie mit Ausbauoptionen des Nordkreuzes nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 beschäftigt.

Welche Zulaufstrecken sind besonders betroffen?
Rems- und Murrbahn (Fellbach – Waiblingen – Backnang/ – Schorndorf)
Zwischen Fellbach und Waiblingen teilen sich die S-Bahn- und der Fern-/Regionalverkehr die Gleise sowohl in Richtung Backnang als auch nach Schorndorf. Weitere Engpässe bestehen in den Bahnhöfen Waiblingen, Backnang und Schorndorf. Bereits kleine Verspätungen können zu einem „Domino-Effekt“ führen, also der Übertragung von Verspätungen auf andere Züge.

Gäubahn (Herrenberg – Böblingen – Flughafen/Messe)
Auf der Gäubahn müssen sich die Züge der Linie S1 in beide Richtungen ebenfalls je ein Gleis mit den Zügen des Fern-, Regional- und Güterverkehrs teilen. So verhindert ein Trassenkonflikten mit dem zweistündlichen IC-Verkehr zwischen Zürich und Stuttgart einen durchgehenden 15-Minuten-Takt im Abschnitt Herrenberg – Böblingen. Auch der Bahnhof Böblingen erweist sich als Nadelöhr. Der Fern- und Regionalverkehr hat aktuell ab Stuttgart-Rohr eigene Gleise, die über die Panoramabahn in Richtung Stuttgart Hauptbahnhof verlaufen. Nach Fertigstellung von Stuttgart 21 wird dieser Verkehr über die „Rohrer Kurve“ in Richtung Flughafen abzweigen und dort im Mischverkehr mit der S2 und S3 fahren.

Weil der Stadt – Malmsheim
Hier verkehren ausschließlich S-Bahnen (S6 von Calw bzw. Weil der Stadt im 15 Minuten-Takt sowie zukünftig auch die S62 von Weil der Stadt im 30-Minuten-Takt), aber alle auf nur einem Gleis. Mit insgesamt zwölf Zügen pro Stunde ist dies der meistbefahrene eingleisige Streckenabschnitt im Netz der S-Bahn Stuttgart.

Welche Maßnahmen werden ergriffen?
Der derzeit wichtigste Baustein für eine Leistungssteigerung ist die Einführung des Europäischen Zugsicherungssystems ETCS Level 2 in Verbindung mit der digitalen Stellwerkstechnik. Damit wird zunächst die S-Bahn-Stammstrecke ausgerüstet. Das erhöht ihre Leistungsfähigkeit, denn damit werden die Züge pünktlicher beziehungsweise perspektivisch mehr Zugfahrten auf dem vielbefahrenen Abschnitt möglich. Im Rahmen des Pilotprojekts „Digitaler Knoten Stuttgart“ soll ETCS bis 2030 auf das gesamte S-Bahn-Netz ausgeweitet werden. Davon erwartet man sich auch deutliche Verbesserungen auf den Zulaufstrecken.

Darüber hinaus hat der regionale Verkehrsausschuss bereits weitere wichtige Investitionen in die Infrastruktur für einen leistungsfähigen S-Bahn-Betrieb auf den Weg gebracht. Hierzu zählen Ausbauten in Feuerbach, Vaihingen und Böblingen, für die S-Bahn nach Nürtingen sowie für den 15-Minuten-Takt auf der S60.

Weiterhin laufen derzeit für die Rems-, Murr- und Gäubahn Abstimmungen mit dem Land Baden-Württemberg und der DB Netz AG zu den mit Stuttgart 21 möglichen Fahrplänen. Es wird sich dann zeigen, ob dort weitere Verbesserungen an der Infrastruktur nötig sind.

Nordzulauf und Nordkreuz
Für einen funktionierenden Deutschlandtakt muss die Fahrzeit im Fernverkehr zwischen Mannheim und Stuttgart auf rund 30 Minuten reduziert werden. Maßgeblich dazu beitragen könnte ein neuer Fernbahntunnel im Nordzulauf auf Stuttgart. Diesen Ausbau will der Bund in den dritten Gutachterentwurf des Zielfahrplans für den Deutschlandtakt aufnehmen; das Papier soll Ende Juni veröffentlicht werden. Auf der Grundlage wird über eine Aufnahme des Projekts in den vordringlichen Bedarf für den Ausbau des Bundesschienennetz entschieden. Die weiteren Planungen für das sogenannte Nordkreuz werden davon abhängen, ob der Bund den Tunnel in sein Förderprogramm aufnimmt.

Bereits jetzt sind für das Nordkreuz Erweiterungsoptionen des Projekts Stuttgart 21 eingeplant. Sie können auch noch nach der Fertigstellung von S 21 umgesetzt werden. Nutzen und Finanzierung dieser ergänzenden Infrastruktur müssten dann noch geklärt werden. Dabei handelt es sich vor allem um die Anbindung der Panoramabahn in Richtung Feuerbach und Bad Cannstatt an die vorhandenen S-Bahn-Gleise, zwei neue Haltepunkte sowie die sogenannte P-Option und T-Spange.

Stimmen aus den Fraktionen
Rainer Ganske (CDU/ÖDP) betonte, dass man seit geraumer Zeit wisse, dass die Zulaufstrecken das Problem seien und nicht der künftige Stuttgarter Hauptbahnhof. Er freue sich daher, dass der Bund den Ausbau des Nordzulaufs im Zuge des Deutschlandtakts aufnehmen wolle. „Wir haben jetzt die Chance, Infrastruktur für die nächsten Jahrzehnte zu schaffen“, konstatierte Ganske. Für Prof. Dr. André Reichel (Grüne) ist die P-Option wie die große Wendlinger Kurve „eine absolute Notwendigkeit bei der Realisierung von Stuttgart 21“. Dies werde Geld kosten, ebenso wie der Ausbau der Panoramabahn. „Wir sollten uns von der Krise nicht bremsen lassen,“ so Reichel. Es handle sich hierbei um langfristige Projekte, die man schon angehen könne. Laut Bernhard Maier (Freie Wähler) zeige die Engstelle im eingleisigen Bereich zwischen Weil der Stadt – Malmsheim, dass man nur ein Aufgabenträger fahren könne. Ein Zusätzlicher sei hier definitiv nicht möglich. Thomas Leipnitz (SPD) setzte sich für die Panoramabahn ein, die nicht am Nordbahnhof ende dürfe, sondern bis nach Bad Cannstatt fahren müsse. „Die Panoramabahn braucht eine Zukunft, diese kommt nicht durch ‚oben bleiben‘“, so Leipnitz. Laut Holger Dorn (AfD) stelle sich durch Corona nicht die Frage nach dem ob im Zusammenhang mit Ausbauoptionen, sondern nach dem wann. Corona könne Maßnahmen verzögern, aber nicht die grundlegende Ausrichtung. Armin Serwani (FDP) begrüßte, dass sich etwas tue. Er appellierte: „Die Panoramabahn muss gleichzeitig mit der T-Spange und dem Nordkreuz kommen. Michael Knödler (DIE LINKE/PIRAT) bezweifelte, dass die acht Gleise am künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof für den Deutschlandtakt reichten.

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news-960 Wed, 20 May 2020 17:37:58 +0200 Sachstandsbericht zu Radschnellverbindungen in der Region Stuttgart vorgestellt Machbarkeitsstudien in allen fünf Landkreisen durchgeführt. Zwei Pilotprojekte in der Region Stuttgart. presse/artikel/aktuell/sachstandsbericht-zu-radschnellverbindungen-in-der-region-stuttgart-vorgestellt/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=b408864c3cb8f43f100cc9c13da67911 Radschnellwege fördern das Fahrradfahren als klimaschonende und gesunde Fortbewegungsart. In seiner Sitzung am Mittwoch hat sich der Verkehrsausschuss daher mit dem Sachstand in der Region beschäftigt.

Das Land Baden-Württemberg will bis 2025 zehn Verbindungen bauen, unter den ersten drei Pilotprojekten des Landes befindet sich eines in der Region Stuttgart. Diese Radschnellverbindung Neckartal soll von Stuttgart über Esslingen und Plochingen nach Reichenbach führen. Das Land hat die Förderung zugesagt. Bereits 2019 ging als erstes Realisierungs-Pilotprojekt des Landes die Strecke Böblingen/Sindelfingen – Stuttgart in Betrieb. Durch den Bau konnten vielfältige Erfahrungen gesammelt werden. Nach einem Zwischenergebnis der Untersuchungen in der Stadt Stuttgart sind Radschnellwege dort aufgrund der dichten Bebauung nur in reduziertem Standard oder als Fahrradstraßen im Mischverkehr möglich. Die Planungen der Landkreise für neue Radschnellverbindungen laufen seit 2018, die Region bringt sich im Rahmen eines Runden Tischs koordinierend ein. Dieser informelle Erfahrungsaustausch soll weitergeführt werden, um auf zusammenhängende regionalbedeutsame Radschnellverbindungen und den Ausbau des regionalbedeutsamen Radverkehrsnetzes hinwirken zu können. Weitere Machbarkeitsstudien in allen Landkreisen sind noch in Bearbeitung oder es wird auf eine Förderzusage gewartet. Die Planungszeiträume werden mehrere Jahre betragen und die Realisierung wird meist nur abschnittsweise möglich sein.

Land und Bund fördern die Planung und den Bau der Radschnellverbindungen. Um eine Förderung zu erhalten, müssen diese Wege bestimmten Qualitätsstandards des Landes genügen. Definiert wird eine Mindestlänge von fünf Kilometern, die interkommunale Verbindung von Quellen und Zielen des Alltagsradverkehrs sowie eine Prognose von insgesamt mindestens 2000 Fahrradfahrten täglich.

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news-959 Wed, 20 May 2020 17:34:24 +0200 S-Bahn Stuttgart nimmt Nachtverkehr wieder auf S-Bahn Stuttgart bietet ab 19. Juni 2020 wieder volles Fahrplanangebot. presse/artikel/aktuell/s-bahn-stuttgart-nimmt-nachtverkehr-wieder-auf/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=f1cd961f60d214a3e1f669acb66c89a1 Die corona-bedingten Einschränkungen im Fahrplanangebot der S-Bahn Stuttgart sind beendet. Seit dem 11. Mai verkehrt die S-Bahn wieder im gewohnten Viertelstundentakt, einzig der Nachtverkehr blieb weiterhin ausgesetzt. Ab dem 19. Juni verkehrt die S-Bahn von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag  wieder im gewohnten durchgängigen Stundentakt. Mit der Wiederaufnahme des Nachtverkehrs kehrt die S-Bahn nach dem Fahrplanwechseln komplett zum vollen Fahrplanangebot zurück. Der Nachtverkehr wurde als letzter Baustein reaktiviert, da aufgrund der Einschränkungen im öffentlichen Leben kaum Bedarf bestand. Dies wurde heute im Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart bekanntgegeben.

Der Verband Region Stuttgart bestellt den S-Bahn-Verkehr bei der DB Regio AG, gibt vor, in welchem Takt die S-Bahn fährt und kümmert sich um die Finanzierung des S-Bahn-Verkehrs in der Region Stuttgart.  Der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart bitten die Fahrgäste mitzuhelfen, die Ausbreitung des Coronavirus weiter erfolgreich einzudämmen, und bei Fahrten mit Bus & Bahn die folgenden Hygieneregeln zu befolgen:

1. Nutzen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung

2. Beim Husten und Niesen Mund und Nase mit gebeugtem Ellbogen zu bedecken - Papiertaschentuch nur einmal verwenden.

3. Möglichst nicht ins Gesicht fassen, auf Händeschütteln verzichten.

4. Regelmäßiges Händewaschen für mindestens 20 Sekunden.

5. Wenn Sie Fieber, Husten und Atembeschwerden haben, bleiben Sie zu Hause und suchen Sie telefonisch medizinische Hilfe über die örtlichen ärztlichen Bereitschaftsdienste oder Ihren Hausarzt.

 

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news-958 Wed, 20 May 2020 17:31:00 +0200 S-Bahn fährt 2019 erneuten Fahrgastrekord ein 2019 mit knapp 133 Millionen Fahrgäste erneut sehr erfolgreich. Freizeit- und Gelegenheitsverkehr gewinnt zunehmend an Bedeutung. presse/artikel/aktuell/s-bahn-faehrt-2019-erneuten-fahrgastrekord-ein/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=15150a9455d46594f6ce049777c76256 Die S-Bahn Stuttgart verzeichnet in den letzten zehn Jahren eine überproportionale Zunahme der Fahrgastzahlen. So sind im Vergleich zum Vorjahr 2019 weitere rund zwei Millionen zusätzliche Fahrgäste mit der S-Bahn gefahren. Täglich nutzen über 433.000 Fahrgäste die Bahn auf dem Weg zur Arbeit, Schule, Universität und zunehmend in der Freizeit. Für das aktuelle Jahr ist aufgrund der Corona-Pandemie mit einem massiven Einbruch der Fahrgastzahlen zu rechen. Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat in seiner heutigen Sitzung die Fahrgastzahlen und Folgen der Pandemie diskutiert.

Nachfrage und Auslastung in der Hauptverkehrszeit 2019

Die Nachfrage in der morgendlichen Hauptverkehrszeit (HVZ) bleibt ungebrochen hoch. Insbesondere in der Zeit zwischen sieben und acht Uhr sind auf bestimmten Streckenabschnitten alle Sitzplätze belegt sodass ein größerer Stehplatzanteil über wenige Minuten unvermeidbar ist. Dies betrifft unter anderem die Linie S1 zwischen Obertürkheim und Stuttgart Hauptbahnhof sowie den Abschnitt zwischen Favoritepark und Ludwigsburg. Damit die Fahrgäste ihre Reiseplanung gegebenenfalls anpassen, sind Züge mit einer sehr hohen Auslastung in der Onlineauskunft gekennzeichnet. Seit dem Jahresfahrplan 2019 fahren die Züge bis zehn Uhr ebenfalls im 15-Minutentakt, was sich positiv auf die Nachfrage und Auslastung auswirkt. Die Fahrgastanzahl hat auf nahezu allen Streckenabschnitten in der Stunde zwischen neun und zehn Uhr zugenommen. Trotzdem ist das Platzangebot aufgrund der Ausweitung des Viertelstundentakts ebenfalls gestiegen. So wurde 2018 bei 14 Zügen ein Stehplatzanteil von über 50 Prozent gemessen, während es 2019 noch fünf Züge waren. Dies entspricht bei werktäglich rund 880 Fahrten rund 0,5 Prozent der gesamten Betriebsleistung.

Nachfrage und Auslastung außerhalb der Hauptverkehrszeit 2019

Der Freizeit- und Gelegenheitsverkehr gewinnt zunehmend an Bedeutung und damit auch ein guter Takt am Wochenende. So ist die Nachfrage in den vergangenen vier Jahren an Samstagen und Sonntagen um rund 18 Prozent gestiegen. Unter der Woche fahren die S-Bahnen bis weit nach Mitternacht, am Wochenende gibt es keinen Betriebsschluss. Dies hat zur Folge, dass die Nachfrage in den späten Abendstunden von Samstag auf Sonntag in den letzten vier Jahren um ca. 40 Prozent gestiegen ist. Die geringste Nachfrage besteht in der Nacht von Montag auf Dienstag. Daher wird dieser Zeitraum für Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen genutzt.

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Die S-Bahn Stuttgart hat im März und April mehr als 80 Prozent ihrer Soll-Leistung erbracht und liegt damit über dem landesweiten Durchschnitt von knapp über 75 Prozent. Die Fahrgastzahlen sind in der Zeit um 80 Prozent gesunken und liegen auch Ende April deutlich unter den bisherigen Werten. Die Einnahmen sind bei Berücksichtigung von Ausgleichsmitteln seit Jahresbeginn um etwa neun Prozent gesunken. Für April wird ein Rückgang von 50 Prozent prognostiziert. Derzeit zeichnet sich eine langsame Steigerung der Fahrgastzahlen ab.

Stimmen aus den Fraktionen

Laut Rainer Ganske (CDU/ÖDP) zeige die Entwicklung der Fahrgastzahlen, dass die ergriffenen Maßnahmen wirkten. Die Ausweitung des Viertstundentakts über die Hauptverkehrszeit habe zu einer Entlastung und besseren Verteilung der Fahrgäste geführt. „Wir leisten uns hier einen Luxus, hinter dem wir stehen“, betonte Ganske (CDU/ÖDP), da man sich bei der Auslastung der S-Bahn an einem geringeren Stehplatzanteil orientiere als laut Hersteller möglich wäre. Der Zuwachs im Gelegenheitsverkehr spreche für die Ausweitung des Viertelstundentakts am Wochenende, die seine Fraktion beantragt habe, denn: „Wenn das Angebot da ist, dann wird es genutzt, auch nach Corona.“ Auch Michael Lateier (GRÜNE) ist überzeugt, dass Angebotsverbesserungen positive Wirkungen haben. Die Ausweitung des Viertelstundentakts habe nicht nur zu einer besseren Verteilung der Fahrgäste geführt, sondern auch zu einem Zuwachs, was er als Erfolg für die Beschlüsse des Gremiums bewertete. Nun gelte es trotz Corona das Vertrauen in die S-Bahn wiederzugewinnen und den Service aufrechtzuerhalten, denn man stehe in Konkurrenz mit dem PKW, der immer einen Sitzplatz biete. „Wir sind auf dem richtigen Weg und müssen ihn konsequent fortführen.“ Für Bernhard Maier (Freie Wähler) kommen die gefassten Angebotsverbesserungen dem Bedarf der Fahrgäste entgegen. Er plädierte angesichts der Corona-Pandemie Bilanz zu ziehen und die finanziellen Auswirkungen auf die Region, die Landkreise und Kommunen zu eruieren. Daran müsse man sich in Zukunft orientieren. „Für 2019 waren wir gut unterwegs, nun müssen wir Zusatzbestellungen gut hinterfragen“, mahnte Maier. Harald Raß (SPD) stellte fest, dass der Nachtverkehr von Donnerstag auf Freitag stärker nachgefragt sei, als von Sonntag auf Montag. Daher plädierte er, diesen auf Donnerstag und Freitag auszuweiten. Er stellte zudem fest: „Jetzt braucht es intensiver Überlegungen den ÖPNV in der Qualität und Intensität aufrechtzuerhalten.“ Laut Armin Serwani (FDP) habe die FDP die Taktverbesserungen schon 2016 gewollt. Er war dennoch erfreut, dass man rechtzeitig die Beschlüsse für Angebotsverbesserungen gefasst habe. Viele wären angesichts der Auswirkungen der Pandemie nicht mehr möglich. Dass nur zwei Prozent der Abonnementkunden ihre Abonnements gekündigt hätten, ist für Michael Knödler (DIE LINKE/PIRAT) ein Zeichen, dass die Menschen auch in Zukunft Bahn fahren wollten. Er appellierte: „Wir müssen alle Optionen ausloten, um den ÖPNV weiter auszubauen.“ 

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news-957 Thu, 14 May 2020 12:54:47 +0200 Region trägt Verschiebung von Radsportevents mit Geplant sind Deutsche Straßenradmeisterschaft 2021 und Deutschland Tour 2022 mit Jedermannrennen in der Region Stuttgart – Verband Region Stuttgart fördert damit Fahrradfahren als nachhaltige Mobilität – Zusage vorbehaltlich der Zustimmung von Projektpartnern. presse/artikel/aktuell/region-traegt-verschiebung-von-radsportevents-mit/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=10145ec805b61d33130ed4e9b46c28e9  Freie Fahrt in der Region Stuttgart nach den Corona-Einschränkungen für die Deutsche Straßenradmeisterschaft (Rad DM) Ende Juni 2021 sowie die Schlussetappe der Deutschland Tour im August 2022 – darauf hoffen nicht nur der Profi-Radsport und alle radfahrbegeisterten Breitensportler in der Region. Der Verband Region Stuttgart hat für seinen Teil den Weg dafür geebnet.

Am Mittwoch hat der regionale Wirtschaftsausschuss einstimmig einer Verschiebung der beiden ursprünglich für dieses und nächstes Jahr geplanten Events mitsamt ihren Jedermannrennen um je ein Jahr zugestimmt. Für die Umsetzung wird er seinen Anteil an den planungsbedingten Mehrkosten aufbringen. Voraussetzung ist, dass die Stadt Stuttgart ebenfalls mitgeht: Sowohl die für Juni geplante Rad DM 2020 als auch die Schlussetappe der Deutschland Tour 2021 waren bisher schon Gemeinschaftsvorhaben der Stadt Stuttgart und der Region unter Mitwirkung weiterer Austragungsorte. Die Veranstalter äußerten den Wunsch, eine einjährige Verschiebung der beiden Events zu prüfen. Grund waren die Corona-bedingten Absagen von Radsportveranstaltungen für diesen Sommer vor rund zwei Wochen.

Die Planungen für die Rad DM 2020 waren schon recht weit fortgeschritten, alleine für das begleitende Jedermann-Rennen „Brezel Race“ gingen bereits knapp 2.000 Anmeldungen ein. Die Hobbyradler sollen nun eine zweite Chance erhalten. Der Ausrichter, die Freunde Eventagentur, veranschlagt für eine Verschiebung ins nächste Jahr Mehrkosten von bis zu rund 200.000 Euro, der regionale Anteil beträgt maximal 66.000 Euro. Diese sollen zusätzlich zu den bereits eingeplanten regionalen Mitteln von 150.000 Euro zur Verfügung stehen. Eine Verschiebung der Deutschland Tour in das Jahr 2022 bedeutet, dass der bisher für die Austragung 2021 vorgesehene regionale Beitrag von 162.500 Euro auch weiterhin eingeplant wird.

Unter den Mitgliedern der Regionalversammlung herrschte Einstimmigkeit, an der Realisierung ihrer Beschlüsse mit einem Jahr Verzögerung festzuhalten. Damit möchten sie auch weiterhin für den Standort Region Stuttgart sowie das Fahrradfahren als umweltfreundliche Mobilitätsformwerben.

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news-956 Thu, 14 May 2020 12:47:50 +0200 Regionaler Wirtschaftsausschuss diskutiert mit Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut die Folgen von Corona Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sieht Baden-Württemberg wegen der starken Exportwirtschaft besonders betroffen. Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) sieht branchenspezifische Unterschiede. presse/artikel/aktuell/regionaler-wirtschaftsausschuss-diskutiert-mit-wirtschaftsministerin-hoffmeister-kraut-die-folgen-vo/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=5da00ddc5e3b74631831a3d6a7ff03a8 In seiner ersten Sitzung seit Ausbreitung der Corona-Pandemie hat sich im Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung des Verbands Region Stuttgart mit deren Folgen für die Wirtschaft beschäftigt. Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut berichtete in der Sitzung über die aktuellen Herausforderungen und unterstützende Maßnahmen.

„Wir müssen davon ausgehen, dass die Krise auch Baden-Württemberg wegen der starken Exportwirtschaft besonders hart treffen wird. Daher müssen wir reagieren. Dazu braucht es verschiedene Ansätze. Zunächst wollen wir das bereits umgesetzte Soforthilfeprogramm des Landes zeitlich verlängern und auf Betriebe mit bis zu 100 Beschäftigten ausbauen. Daneben werden wir die besonders betroffene Gastronomie und Hotellerie stützen. Zusätzlich werden wir die Konjunktur wieder ankurbeln müssen. Angefangen bei der Steuerpolitik über neue Weichenstellungen der Technologie- und Innovationspolitik bis hin zur Frage, wie wir generell Investitionen am Standort Baden-Württemberg attraktiver machen können. Unser Ziel ist es, unsere mittelständische Wirtschaftsstruktur möglichst unbeschadet durch diese schwere Krise zu bringen und so viele Arbeitsplätze wie irgend möglich zu erhalten“, betonte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Daher setzt sich das Wirtschaftsministerium für eine nachfragestimulierende Maßnahme ein.

Die mittlerweile mit dem Bundesprogramm zusammengeführte Soforthilfe für Unternehmen bis 50 Beschäftigte sei ein Erfolg. Mittlerweile wären rund 250.000 Anträge gestellt und Auszahlungen in Höhe von über 1,7 Mrd. € vorgenommen worden. Da viele Unternehmen über alle Branchen hinweg nach wie vor unter Liquiditätsengpässen zu leiden hätten, wird das Programm fortgesetzt und erweitert: für Unternehmen von bisher 50 auf bis zu 100 Mitarbeiter und mit einem maximalen Direktzuschuss von dann bis zu 50.000 Euro. Akuter Unterstützungsbedarf herrscht darüber hinaus insbesondere bei den Hotels und Gaststätten im Land. Hier ist eine einmalige Liquiditätshilfe in Höhe von 3.000 Euro für betroffene Betriebe geplant, die um 2.000 Euro für jeden Beschäftigten erhöht wird. Analog zum Verfahren bei der bisherigen Soforthilfe, soll die Antragstellung auch hier über die Industrie- und Handelskammern und die Auszahlung durch die L-Bank erfolgen.

Regionale Auswirkungen

Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) stellte die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft der Region Stuttgart vor. Demnach gehöre die Region Stuttgart zu den Regionen, die besonders stark von der Corona-Krise betroffen seien. Knapp 30% der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seien in der Region in Branchen tätig, die stark von Corona-Maßnahmen betroffen sind. Bundesweit läge der Anteil bei rund 22%. Innerhalb der Region sei der Landkreis Böblingen mit 38,6 % der Beschäftigten am stärksten betroffene, gefolgt vom Landkreis Esslingen (34%), dem Rems-Murr-Kreis (30,9%), den Kreisen Ludwigsburg und Göppingen (29,4%) und der Stadt Stuttgart mit (22,5%).

Überblick über einzelne Branchen

Die Coronakrise ist nach eigener Einschätzung für jeden dritten Zulieferer existenzbedrohend, so Rogg. Insbesondere bei kleinen und mittleren Zulieferbetrieben steige bei zunehmend angespannter Liquiditätssituation das Risiko der Insolvenz. Die Automobilindustrie befinde sich derzeit simultan in einer Angebots- sowie Nachfragekrise: Einerseits sind das hochgradig international organisierte Produktionsnetz und die Lieferketten gestört, gleichzeitig brechen die globalen Märkte ein. Strukturelle Trends, die bereits vor der Krise zu beobachten waren, würden sich verstärken. Die Situation gefährde notwendige Investitionen in Transformation und klimagerechte Mobilität. Der Maschinenbau sei von der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung besonders hart getroffen, da er durch Handelskonflikte und Umbrüche in der Automobilindustrie ohnehin bereits vorbelastet war. Insgesamt biete sich ein durchwachsenes Bild. Fast alle regionalen Maschinenbauer erwarteten daher aufs Jahr betrachtet erhebliche Umsatzeinbußen, über die Hälfte einen Rückgang von bis zu 30%, manche bis 80 oder gar 90%. Die Kreativwirtschaft liege laut Dr. Rogg am Boden.

Die WRS hat zur Unterstützung der regionalen Branchen, Unternehmen, Selbständigen und Freiberuflern verschiedene Formate entwickelt. Auf der WRS-Website wurde eine Übersicht zu Unterstützungsangeboten für regionale Unternehmen zusammengestellt. Der Bot „Regionaut“ beantwortet die Fragen der Unternehmen rund um Unterstützungsmaßnahmen. Auf der Plattform b2b.region-stuttgart.de finden Unternehmen zusammen, denen die Geschäftspartner weggebrochen sind oder deren Lieferketten geschwächt wurden. Am Ende seiner Ausführungen machte Dr. Walter Rogg aber auch ein wenig Mut. „Die Vorteile und Stärken der Region bleiben bestehen. Jetzt kommt es auf drei Dinge an: Die Kurve abzuflachen (flatten), zu kämpfen (fight) und wieder auf- bzw. umzubauen (rebuild).“

Stimmen aus den Fraktionen

Andreas Koch (CDU/ÖDP) lobte die bisher ergriffenen Maßnahmen. „Es ist jetzt wichtig beherzt zu agieren, um die Schäden aufzufangen, die sich später nicht mehr reparieren lassen“, betonte Koch. Er appelliert die heimische Automobilindustrie und den Maschinenbau, die viel Innovationskraft hätten, nicht zu vernachlässigen. „Dies sind die Unternehmen, die die Region wieder nach vorne bringen werden“, ist Koch überzeugt. Gleichzeitig warnte er vor zu schnellen Lockerungen, da bei einem zweiten Lockdown alles bisher eingesetzte Geld verloren wäre. Es sei wichtig mit Augenmaß voranzugehen und weiter die Nerven zu behalten bis ein Impfstoff gefunden sei.

Laut Dr. Ludger Eltrop (Grüne) steht Deutschland aufgrund der ergriffenen Maßnahmen gut da. Dies liege aber daran, dass wir es uns leisten könnten ohne die Kreditwürdigkeit zu verlieren. Für ihn wäre es ein gutes Signal gewesen auch den europäischen Partnern zu helfen. Seiner Meinung nach seien jetzt mehrere Fragen zentral. „Wie könnte Nachhaltigkeit zum Kern der Wirtschaft werden? Wie können Unterstützungsmaßnahmen auf Mega- und Kerntrends ausgerichtet werden? Wie kann man die Anfälligkeit der Region mindern? Wie kann die Regionalität von Lieferketten verbessert werden? Und welche Bedingungen brauchen Innovationsregionen?“

Andreas Hesky (Freie Wähler) lobte die gute Informationspolitik des Landes, auch wenn die Umsetzung der Beschlüsse für die Kommunen zeitlich nicht ganz einfach gewesen sei. Für ihn müsse Wirtschaft und Gesundheit zusammengedacht werden. Er mahnte: “Die Wirtschaft darf nicht vor die Gesundheit gestellt werden.“ Zudem appellierte er die jetzige Zeit als Chance für die Transformation zu nutzen. „Es braucht jetzt Anreize für neue Mobilitätsformen sowie Investitionen in die Infrastruktur, den ÖPNV, Glasfaser und den Straßenbau.“

Dr. Jürgen Zieger (SPD) lobte, dass die öffentliche Daseinsvorsorge endlich die Wertschätzung erfahre, die sie sonst nicht habe. Es bedürfe jetzt vielfältiger Konjunkturprogramme. „Die kommunale, öffentliche Daseinsvorsorge ist dabei genauso wichtig wie Produktionsunternehmen“, betonte Zieger. Dazu gehöre auch der ÖPNV, der dringend Unterstützung benötige. Er äußerte den dringenden Wunsch gegenüber der Wirtschaftsministerin viel Geld in die Hand zu nehmen um die Zukunft zu ermöglichen.

Für Daniel Lindenschmid (AfD) zeige die starke Betroffenheit der Wirtschaft im Süden, wie schlecht man hier aufgestellt gewesen sei. „Jetzt ist die Chance gekommen die Fehler der Vergangenheit rückgängig zu machen. “Er appellierte Geld bei irrelevanten Projekten einzusparen, steuerlich zu entlasten und eine Kehrtwende in der Dieseldebatte einzuleiten.

Hartfrid Wolff (FDP) lobte die Entscheidungen von Bund und Land zugunsten der Gesundheit. Er wünschte sich für die Zeit nach Corona eine vernünftige Evaluation. Laut Wolff gab es drei Bereiche, die in der Krise gut gelaufen seien: die Entbürokratisierung der Förderungen, die Digitalisierung und die Vergaben. „Wir brauchen nach Corona eine Entbürokratisierungsoffensive.“

Laut Peter Rauscher (Die Linke) sei ein sozial-ökologischer Umbau in Zukunft nötig. „Corona hat gezeigt, dass systemrelevante Berufe meist weiblich und schlecht bezahlt sind“, attestierte Rauscher. Hier müsse etwas geschehen ebenso wie bei der verstärkten regionalen Produktion von Lebensmitteln, wofür landwirtschaftliche Flächen erhalten werden müssten.

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news-955 Thu, 30 Apr 2020 10:00:45 +0200 S-Bahn kehrt mit Übergangsfahrplan zum regulären Angebot zurück Ab 4. Mai fährt S-Bahn morgens auf allen Linien im Viertelstundentakt. Eine Woche später kehrt die S-Bahn weitestgehend zum regulären Fahrplan zurück. Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen hilft bei der Eindämmung des Coronavirus. presse/artikel/aktuell/s-bahn-kehrt-mit-uebergangsfahrplan-zum-regulaeren-angebot-zurueck/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=800d093ea27ab197193e00774cac8cca Die S-Bahn fährt ab Montag, 11. Mai 2020, weitestgehend wieder im regulären Fahrplan. Die entsprechenden Konzepte wurden in der vergangenen Woche vom regionalen Verkehrsausschuss befürwortet. Demnach fahren dann montags bis freitags alle Linien wieder zwischen etwa 6 Uhr und 10 Uhr sowie zwischen etwa 12 Uhr und 20.30 Uhr im Viertelstundentakt. Auch die Flughafenfrühverbindungen verkehren dann wieder. Lediglich der Nachtverkehr an den Wochenenden bleibt vorerst ausgesetzt. Die Regionalbahnen auf der Teckbahn zwischen Kirchheim (Teck) und Oberlenningen sowie der Schusterbahn zwischen Stuttgart-Untertürkheim und Kornwestheim fahren ebenfalls wieder im gewohnten Umfang.

Übergangsfahrplan ab Montag, 4. Mai

Zum regulären Angebot kehrt die S-Bahn mit einem Übergangsfahrplan ab Montag, 4. Mai 2020, zurück. Von Montag, 4. Mai, bis Freitag, 8. Mai, fahren die S-Bahnen auf allen Linien zwischen etwa 6 Uhr und 10 Uhr im Viertelstundentakt. Dieses Angebot kommt insbesondere den Schulen entgegen, die wieder Unterricht in den Schulgebäuden ermöglichen. In den übrigen Zeiten - auch in der Hauptverkehrszeit am Nachmittag und Abend - gilt überall das stabile Grundangebot im Halbstundentakt. Dazu werden weitestgehend Langzüge mit drei Triebwagen eingesetzt. In der morgendlichen Hauptverkehrszeit pendelt die S60 auf dem üblichen Laufweg Böblingen–Schwabstraße, zu allen anderen Zeiten - außer am Sonntag - zwischen Böblingen und Leonberg. Die Schusterbahn entfällt.

Der Verband Region Stuttgart bestellt den S-Bahn-Verkehr bei der DB Regio AG, gibt vor in welchem Takt die S-Bahn fährt und kümmert sich um die Finanzierung des S-Bahn-Verkehrs in der Region Stuttgart. Aufgrund der äußerst dynamischen Entwicklungen ist der Verband in einem dauerhaften Informationsaustausch mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen. Die Rückkehr zum regulären Fahrplan steht unter dem Vorbehalt, dass die allgemeine Situation weiterhin stabil bleibt und sich die positive Entwicklung fortsetzt.

Informationsmöglichkeiten zu Reiseverbindungen

Die Reiseverbindungen für den Übergangsfahrplan ab 4. Mai sowie für Fahrten ab dem 11. Mai sind voraussichtlich ab Donnerstag, 30. April, in den elektronischen Fahrplanmedien verfügbar. Die Deutsche Bahn empfiehlt Fahrgästen, sich mit Echtzeitinformationen in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/Reiseauskunft über die aktuellen Reiseverbindungen zu informieren. Informationen gibt es auch beim Kundendialog DB Regio Baden-Württemberg unter der Rufnummer 0711 2092-7087 (montags bis freitags, 7 bis 20 Uhr). Für aktuelle Fahrtempfehlungen einschließlich Ticketkauf gibt es zudem die Mobility Stuttgart App.

Unterwegs mit Bus & Bahn

Der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart bitten die Fahrgäste mitzuhelfen, die Ausbreitung des Coronavirus weiter erfolgreich einzudämmen, und bei Fahrten mit Bus & Bahn die folgenden Hygieneregeln zu befolgen:

1. Nutzen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung

2. Beim Husten und Niesen Mund und Nase mit gebeugtem Ellbogen zu bedecken - Papiertaschentuch sofort wegwerfen und Hände waschen.

3. Möglichst nicht ins Gesicht fassen, auf Händeschütteln verzichten.

4. Regelmäßiges Händewaschen für mindestens 20 Sekunden.

5. Wenn Sie Fieber, Husten und Atembeschwerden haben, bleiben Sie zu Hause und suchen Sie telefonisch medizinische Hilfe über die örtlichen ärztlichen Bereitschaftsdienste oder Ihren Hausarzt.

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news-954 Wed, 29 Apr 2020 14:39:58 +0200 Verschiebung der Deutschen Straßenradmeisterschaften 2020 - Durchführung in Stuttgart und Region im Jahr 2021 zusammen mit dem Brezel-Race wird geprüft presse/artikel/aktuell/verschiebung-der-deutschen-strassenradmeisterschaften-2020-durchfuehrung-in-stuttgart-und-region-im/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=b3206a8b0ade7f61f174020b41ed3b2a Die Corona-Pandemie macht auch vor den für 2020 geplanten Deutschen Straßenradmeisterschaften (Rad-DM) in Stuttgart und Region nicht Halt. Der Ausrichter hat sich in Abstimmung mit dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) deshalb für eine Verschiebung in das Jahr 2021 ausgesprochen. Darüber finden derzeit Gespräche mit allen beteiligten Partnern statt. Da Großveranstaltungen bundes- und landesweit bis mindestens 31. August 2020 zu unterbleiben haben und Prognosen über dieses Datum hinaus unsicher sind, sah das Organisationsteam keine Möglichkeit, die Deutschen Straßenradmeisterschaften risikolos in Stuttgart und in den anderen Kommunen in der Region Stuttgart durchzuführen.

„Eine Verschiebung der Deutschen Straßenmeisterschaft in der derzeitigen Lage ist der richtige Schritt. Sportler, Organisatoren und auch der Bund Deutscher Radfahrer haben jetzt Klarheit. Die Gesundheit aller Beteiligten hat absoluten Vorrang und es ist derzeit noch keine Entspannung der Lage in Sicht“, äußert sich BDR-Präsident Rudolf Scharping. Der Plan sieht vor, die Veranstaltung für Ende Juni 2021 neu anzusetzen. Der genaue Termin kann erst mit Bekanntgabe des internationalen Radsportkalenders 2021 festgelegt werden. Durch diese Verlegung wird auch das Brezel Race Stuttgart und Region erst im neuen Jahr stattfinden können. „Die Verschiebung der Rad-DM in Stuttgart ist in der aktuellen Lage die beste Option für unsere Stadt“, sagt der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer. „Denn damit bekommen die Radsportlerinnen und Radsportler und natürlich auch die Stuttgarter die Chance auf das Radsportfest, das sie verdienen“, erklärt der Sportbürgermeister. „Wir wollen, dass die Teilnehmer des Brezel Race das besondere Flair eines Jedermann-Rennens richtig genießen können“, ergänzt Schairer. Bisher hatten sich rund 1.800 Breitensportler für das Brezel Race angemeldet.

„Das Anliegen, die Deutschen Radsportmeisterschaften um ein Jahr zu verschieben, ist für uns gut nachvollziehbar. Die Radsportfreunde, aber auch der Veranstalter und alle weiteren Beteiligten wollen Klarheit. Deshalb wird für die Region Stuttgart der Wirtschaftsausschuss am dreizehnten Mai dazu entscheiden,“ erklärt der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart Thomas S. Bopp.

Die Freunde Eventagentur plant gemeinsam mit der Stadt Stuttgart und dem Verband Region Stuttgart ein großes Radsport-Festival für alle sportbegeisterten Menschen. Ein „Geisterrennen“ ohne Zuschauer mit Zielankünften und Ortsdurchfahrten ohne Radsportfans war daher nicht denkbar. Für alle Teilnehmer des Brezel Race bleibt mit der Verschiebung die Chance gewahrt, völlig unbeschwert dem Hobby Radfahren in einem Wettbewerb nachzugehen. Der Dank des Organisationsteams gilt jetzt auch allen Sponsoren, Ausrichterkommunen, Dienstleistern für die Unterstützung und Solidarität. Ein besonderes Dankeschön des BDR geht an das Sauerland und die Stadt Winterberg, die einer Verschiebung der bereits zugesagten Deutschen Meisterschaften von 2021 ins Jahr 2022 zugestimmt haben. „Im Sinne des Radsports mussten wir nicht lange überlegen und tragen das selbstverständlich mit. Wenn wir dann 2021 in Stuttgart für unsere Tourismusregion und die nächsten Titelkämpfe werben können, hilft uns das sicher auch“, so Jörg Scherf, Heiko Volkert und Michael Beckmann vom Organisationsteam Sauerland. „Diese Solidarität im Sport ist einmalig“, sagt Albrecht Röder, Organisationschef Rad-DM und Brezel Race in Stuttgart. „Dieses Gemeinschaftsgefühl unter den Veranstaltern und die vertrauensvolle Partnerschaft mit der Landeshauptstadt Stuttgart sowie dem Verband Region Stuttgart ermutigt uns weiterhin, die Zukunft des Radsports in Deutschland zu entwickeln und zu sichern“, ist Röder überzeugt.

Die bereits angemeldeten Teilnehmer des Brezel Race werden vom Veranstalter Freunde Eventagentur um Verständnis und Geduld gebeten. Es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, die Details der Verschiebung nach Wunsch abzuwickeln. Alle Teilnehmer werden so schnell wie möglich per E-Mail und per Newsletter informiert. Die Veranstalter freuen sich, wenn viele der bereits angemeldeten Brezel Racer die Treue zum geplanten Rennen halten – und auch im Juni 2021 am Start stehen könnten. Bis dahin sind die wichtigsten Fragen und Informationen unter www.brezelrace.de abrufbar.

Hintergrund/Ausblick:

Die Deutschen Straßenradmeisterschaften waren vom 19. bis 21. Juni 2020 geplant. In diesem Rahmen hätte auch das „Brezel Race Stuttgart & Region“ seine Premiere gefeiert. Veranstalter der Deutschen Straßenradmeisterschaften ist der BDR und Ausrichter die FREUNDE Eventagentur. Der Gesamtevent ist ein von Landeshauptstadt Stuttgart und Verband Region Stuttgart gefördertes Gemeinschaftsvorhaben. Die Streckenplanung und Organisation für beide Rennen verantwortet der regionale Veranstalter Freunde Eventagentur aus Sindelfingen-Maichingen. Die Gesamtkommunikation zum neuen Jedermann-/Jedefrau-Rennen sowie zu den Deutschen Straßenradmeisterschaften 2020 begleitet das Stuttgarter Agenturtandem Sanshine Communications und WortFreunde Kommunikation. Das „Brezel Race Stuttgart & Region“ soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden und sich in der Region langfristig etablieren. Auch das Finale der Schlussetappe der Deutschland Tour, neu geplant für 2022, wird von der Landeshauptstadt und dem Verband Region Stuttgart gemeinsam gefördert. Teil des Finales ist die Jedermann Tour mit Start und Ziel in Stuttgart und zwei Strecken durch die Region.

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news-953 Tue, 28 Apr 2020 16:45:26 +0200 Deutschland Tour kann 2020 nicht stattfinden – Verschiebung auf 2021 in Planung Auch die Deutschland Tour unterliegt der Bund-Länder-Einigung zu den Corona-Maßnahmen, die Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 untersagt. Dies hat die Mehrheit der Bundesländer, die an der diesjährigen Austragung beteiligt sind, bestätigt. Damit kann die Rundfahrt nicht wie geplant vom 20. bis 23. August stattfinden. presse/artikel/aktuell/deutschland-tour-kann-2020-nicht-stattfinden-verschiebung-auf-2021-in-planung/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=dbcefbb516ef7034466b7455aa008437 So groß die Enttäuschung auch ist, aber unter den aktuellen Umständen und mit der Entscheidung der Bundesregierung kann die Deutschland Tour in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Ich bedanke mich bei unseren Partnern in den Etappenorten und unseren Sponsoren sowie den Teilnehmern der Jedermann Tour und Fans für ihr Verständnis und ihre Unterstützung. Jetzt freuen wir uns umso mehr auf das nächste Jahr und setzen alles daran, Deutschlands größtes Radsportfestival in gleichem Format im August 2021 zu feiern“, sagt Claude Rach, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des Radsports.

Da der Verlauf der vier Etappen zwischen der Hansestadt Stralsund und dem Finalort Nürnberg bereits feststeht, soll die Rundfahrt komplett identisch auf das nächste Jahr verschoben werden. Alle Etappenorte und beteiligten Bundesländer haben ein positives Signal zu dieser Initiative gegeben und ihr großes Interesse unterstrichen, auch in 2021 Gastgeber der Rundfahrt zu sein. Es ist das gemeinsame Ziel aller Partner, dass die Deutschland Tour in der zweiten Augusthälfte 2021 auf den gleichen 720 Kilometern von Mecklenburg-Vorpommern nach Bayern führt.

Aus dem Startort der Deutschland Tour sagt Alexander Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund: „Natürlich sind wir enttäuscht, dass ausgerechnet im 30. Jahr der Deutschen Einheit die Deutschland Tour nicht stattfinden kann – sollte es doch von Nordost nach Südwest einmal quer durch die Republik gehen. Aber Gesundheit geht vor und darum verlängern wir jetzt einfach die Vorfreude.“

Dr. Klemens Gsell, Sportbürgermeister im Zielort Nürnberg, ergänzt: „Die Freude auf die Deutschland Tour ist ungebremst. Aber in der derzeitigen Lage ist ein Fest, bei dem tausende Zuschauer und Sportler großen Radsport feiern, nicht denkbar. Umso größer wird nun die Vorfreude auf 2021. Auch wenn noch administrative Prüfungen und Gespräche in unseren Gremien vorausgehen, bin ich sehr zuversichtlich, dass die Verschiebung gelingt.“

Auswirkungen bis zur Deutschland Tour 2022

Die Verschiebung der diesjährigen Rundfahrt hat auch Auswirkungen auf die Landeshauptstadt Stuttgart und den Verband Region Stuttgart. Sie erhielten vor wenigen Wochen den Zuschlag, das Finale der Deutschland Tour 2021 auszurichten.

„Aus der aktuellen Situation ergibt sich die logische Konsequenz, dass die Gesellschaft zur Förderung des Radsports und die Etappenorte die für 2020 geplante Deutschland Tour ins Jahr 2021 verschieben wollen", sagt der Stuttgarter Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer. „Stuttgart ist darum offen für eine Verlegung des ursprünglich für 2021 in der Landeshauptstadt geplanten Finales der Schlussetappe der Deutschland Tour ins Jahr 2022", ergänzt Schairer.

„Natürlich möchte sich auch die Region Stuttgart gegenüber den diesjährigen Etappenorten und dem Veranstalter möglichst kooperativ zeigen. Deshalb werden wir das Anliegen schon im nächsten regionalen Wirtschaftsausschuss Mitte Mai behandeln. Es wäre schön, wenn wir auch nach Corona wieder solche Radsportevents bei uns in der Region feiern könnten“, erklärt der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart Thomas S. Bopp.

Deutschlands größtes Radsportfestival könnte dann 2022 sein großes Finale inklusive Jedermann Tour in Stuttgart und der Region Stuttgart feiern.

Gemeinsame Pressemitteilung vom 28.04.2020 als PDF Download

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news-952 Fri, 24 Apr 2020 17:27:03 +0200 Stuttgart-21-Partner ebnen Weg für Pilotprojekt „Digitaler Knoten Stuttgart“ Anpassung des Finanzierungsvertrags: Lenkungskreis beschließt Ausrüstung von Stuttgart 21 mit digitaler Technik • Wesentlicher Beitrag zur deutschlandweiten Steigerung der Schienenkapazität um bis zu 20 Prozent und zur Qualitätsverbesserung presse/artikel/aktuell/stuttgart-21-partner-ebnen-weg-fuer-pilotprojekt-digitaler-knoten-stuttgart/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=d21c5984c5b92c36202ef1d466416e47 (Stuttgart, 24. April 2020) Die Stuttgart-21-Partner haben den Weg für das Pilotprojekt „Digitaler Knoten Stuttgart“ geebnet: In der heutigen Lenkungskreissitzung haben die Projektpartner beschlossen, Stuttgart 21 mit digitaler Leit- und Sicherungstechnik auszurüsten und den Finanzierungsvertrag entsprechend anzupassen. Somit bekommt Stuttgart als erste Region Deutschlands einen Schienenknoten, der mit dieser modernen Technik ausgerüstet ist. Stuttgart 21 leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung des Schienennetzes, mit der deutschlandweit die Kapazität um bis zu 20 Prozent gesteigert und die Qualität des Schienenverkehrs verbessert werden soll.

„Der Beschluss zur Ausrüstung von Stuttgart 21 mit moderner, digitaler Technik ist nicht nur zukunftsweisend für die High-Tech-Region Stuttgart – er ist auch ein deutliches Signal weit darüber hinaus: Wir können zum internationalen Industriechampion werden, an dem sich Eisenbahnen anderer Länder orientieren. Deutschland braucht die starke Schiene – und genau dafür steht das Pilotprojekt „Digitaler Knoten Stuttgart“, das wir dank Stuttgart 21 möglich machen“, sagte Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG.

„Nachdem der Bund zugesichert hat, die Ausrüstung der Züge mit der elektronischen Zugsteuerung ETCS zu fördern, haben wir heute der Projektänderung für die Leit- und Sicherungstechnik im Projekt „Stuttgart 21“ zugestimmt. Gleichzeitig haben wir nun Klarheit über die konkrete Ausgestaltung des Pilotprojekts. Gemeinsam werden wir im Schienenknoten Stuttgart richtungsweisende Digitalisierungstechniken wie das hochautomatisierte Fahren und modernste Verkehrsleittechnik einführen. Damit können die Pünktlichkeit gesteigert und mehr Verkehr auf demselben Netz abgewickelt werden. Auch der Umgang mit Störungen im Betrieb wird verbessert. Die Region Stuttgart ist damit der Wegbereiter und zugleich Pilotregion für die Digitalisierung des deutschen Schienenverkehrs“, sagte Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg.

„Eine gute und zukunftsfähige Einbindung in den bundesweiten und europäischen Schienenverkehr ist für die Stadt Stuttgart von großer Bedeutung. Wir begrüßen es deshalb sehr, dass der Bahnknoten Stuttgart und damit auch das Stuttgarter S-Bahn-Netz als erste Metropolregion Deutschlands mit der neuen digitalen Leit- und Sicherungstechnik ausgerüstet wird. Dies ist eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Region“, sagte Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart.

„Seit 2014 hat sich der Verband Region Stuttgart beim Bund, dem Land und der Bahn dafür stark gemacht, ETCS auch für die S-Bahn in die Region Stuttgart zu holen. Dass unser Einsatz Früchte getragen hat und wir heute das Projekt S21 enorm verbessern konnten, macht mich glücklich und stolz. Ab 2025 wird in der Region Stuttgart erstmalig ein ganzer Schienenknoten digital gesteuert, und zwar über alle Zuggattungen hinweg. Damit stellen wir die Weichen ins digitale Zeitalter der S-Bahn, und die Region Stuttgart wird auch im Bereich der Eisenbahntechnologie zu dem innovativen Schaufenster der Republik“, sagte Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart.

Wesentliche Elemente des Pilotprojekts „Digitaler Knoten Stuttgart“ sollen bis zum Jahr 2025 umgesetzt werden. Dabei ist vorgesehen, sämtliche Strecken des Projekts Stuttgart 21 sowie große Teile des S-Bahn-Netzes der Region Stuttgart mit ETCS (European Train Control System), digitalen Stellwerken und hochautomatisiertem Fahrbetrieb mit Triebfahrzeugführern auszustatten. Im ersten Schritt sollen die Strecken zwischen Feuerbach im Nordwesten, Bad Cannstatt, Sommerrain und Untertürkheim im Nordosten, Goldberg im Südwesten sowie Filderstadt-Bernhausen im Südosten digital ausgerüstet werden. Bis 2030 soll das gesamte Stuttgarter S-Bahn-Netz folgen, einschließlich der Strecken, auf denen auch Fern-, Regional- und Güterzüge fahren.

Dank des Pilotprojekts „Digitaler Knoten Stuttgart“ kommen bei Stuttgart 21 ein Digitales Stellwerk statt der ursprünglich vorgesehenen konventionellen Stellwerke zum Einsatz. Eine weitere Änderung: Anstelle der ursprünglich geplanten punktförmigen Zugbeeinflussung wird modernste digitale Leit- und Sicherungstechnik eingebaut (ETCS Level 2).

Der Stuttgart-21-Lenkungskreis begrüßt dieses Vorhaben und hat heute beschlossen, die Festlegungen zur Leit- und Sicherungstechnik für das Projekt Stuttgart 21 gemäß des Finanzierungsvertrags vom 2. April 2009 entsprechend anzupassen.

Demnach soll der bisher im Stuttgart-21-Finanzierungsvertrag für die Leit- und Sicherungstechnik veranschlagte Betrag in Höhe von 160,5 Millionen Euro nun als pauschaler Kostenanteil für die Digitalisierung verwendet werden. Alle darüberhinausgehenden Kosten hierfür sollen Bund und Deutsche Bahn auf Basis einer zu schließenden Finanzierungsvereinbarung übernehmen, da die im Rahmen des Pilotprojekts „Digitaler Knoten Stuttgart“ geplante Ausrüstung über den ursprünglich vereinbarten Projektumfang hinausgeht.

Der Digitale Knoten Stuttgart ist Teil des Starterpakets der Digitalen Schiene Deutschland. Diesem Starterpaket gehören auch die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main und der transeuropäische Korridor „Skandinavien-Mittelmeer“ an. Die Finanzierung der Infrastrukturmaßnahmen ist im Bundesaushalt und bei der Deutschen Bahn bis 2024 verankert.

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news-951 Thu, 23 Apr 2020 09:00:44 +0200 Region Stuttgart will leistungsfähige S-Bahn während der Bauphase der Gäubahnanbindung presse/artikel/aktuell/region-stuttgart-will-leistungsfaehige-s-bahn-waehrend-der-bauphase-der-gaeubahnanbindung/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=4f34977c86e62999a11b9cd2688272b2 Im Rahmen der Anhörung zur zweiten Planänderung des Planfeststellungsabschnitts (PFA) 1.3b des Bauprojektes Stuttgart 21 hat der regionale Verkehrsausschuss seine Forderung bekräftigt, für die Fahrgäste der Gäubahn auch in der Zeit zwischen Inbetriebnahme von Stuttgart 21 und der erst späteren Anbindung der Gäubahn an den Flughafen die erforderlichen Kapazitäten bereitzustellen. In dieser Zeit ist die Gäubahn mit den Zügen von Horb und Singen nicht mehr direkt an den Stuttgarter Hauptbahnhof angebunden. Die Fahrgäste in die Stuttgarter Innenstadt müssen dann in Böblingen oder Stuttgart/Vaihingen vom Fern- oder Regionalzug auf die S-Bahn umsteigen.

Die S-Bahn ist für diesen Fall gut gerüstet. Zum einen setzt der Verband Region Stuttgart schon sukzessive die Ausweitung des durchgehenden 15-Minuten-Takts auf der S-Bahn um. Zum anderen beschloss der Ausschuss am Mittwoch, die DB Netz AG umgehend mit den Planungen dafür zu beauftragen, dass mit Inbetriebnahme von Stuttgart 21 vier zusätzliche Züge pro Stunde aus dem Nordnetz bis Vaihingen und zwei davon weiter bis nach Böblingen geführt werden können. Der Verkehrsausschuss fordert in seiner Stellungnahme zum PFA 1.3 b mit Nachdruck, dass diese Kapazitäten spätestens mit der Inbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofs zur Verfügung stehen, denn dann kann auf der S-Bahn-Stammstrecke mit dem digitalen Zugbeeinflussungssystem ETCS gefahren werden. ETCS ermöglicht eine dichtere Zugfolge und somit mehr Verkehre auf der vorhandenen Infrastruktur.

Für die Gäubahnführung zum Flughafen läuft derzeit die Anhörung zur zweiten Planänderung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den PFA 1.3b. Diese Planänderung war notwendig, da die bis zum Jahr 2030 geplanten S-Bahn- und Landesverkehre auf der Bahnstrecke zwischen Böblingen und Stuttgart/Vaihingen die bisherigen Annahmen übersteigen. Mit den höheren Zugzahlen war auch der Lärm- und Erschütterungsschutz zu überprüfen.

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news-950 Thu, 23 Apr 2020 08:56:45 +0200 Region beschließt Investitionsoffensive in S-Bahninfrastruktur S-Bahn nach Nürtingen, Durchbindung von weiteren Linien aus dem Nordast bis Vaihingen/Böblingen/Ehningen, 15-Minuten-Takt auf der S60 Böblingen-Renningen und S62 als ergänzendes Angebot auf der S6 beschlossen. presse/artikel/aktuell/region-beschliesst-investitionsoffensive-in-s-bahninfrastruktur/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=a0a1ff21457bae29a44dfba2a6acd623 Der regionale Verkehrsausschuss hat in seiner gestrigen Sitzung eine Infrastrukturoffensive für die S-Bahn beschlossen, die diverse Angebotsverbesserung mit sich bringe. Die Geschäftsstelle des Verbands Region Stuttgart wurde bereits Mitte März beauftragt entsprechende Verträge mit DB Netz AG und der DB Station&Service AG abschließen. Die ersten Ausschreibungen für Verbesserungen in Feuerbach und Vaihingen beginnen bereits im Frühsommer.

Konkret geht es bei der Infrastrukturoffensive um sechs Maßnahmen. So soll es auf der S6 eine zusätzlichen Verdichterlinie (S62) mindestens zwischen Leonberg und Feuerbach geben. Diese hätte entlastende Wirkungen auf die S6 und könnte zusätzlich neue Fahrgastpotenziale erschließen. Im Störungsfall gebe es zudem den Vorteil, dass bei Sperrung der Stammstrecke mehr S-Bahnen nach Feuerbach mit Verknüpfung zur Stadtbahn geführt werden könnten. Hierzu sind Umbaumaßnahmen an Gleis 130 im Bahnhof Feuerbach erforderlich.

Die Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart sind vom Bund als bundesweites Pilotprojekt für die Ausstattung mit dem digitalen Zugsicherungssystem ETCS L2 ausgewählt. Mit der Inbetriebnahme dieser neuen Technik könnten vier zusätzliche Züge pro Stunde von der Schwabstraße aus weiter nach Stuttgart-Vaihingen und zwei davon stündlich bis Böblingen und in einer weiteren Stufe dann bis Ehningen fahren. Neben der Ausstattung mit ETCS werden dafür weitere Anpassungen an der Infrastruktur erforderlich, die der Ausschuss auf den Weg bringen möchte.

Auch in Wendlingen, Oberboihingen und Nürtingen sind für die Weiterführung der S-Bahn von Plochingen bis nach Nürtingen Arbeiten an der Infrastruktur erforderlich. Nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 wird sich mit der
S-Bahn nach Nürtingen unter Einbeziehung des Regionalverkehrs erstmals ein Ringschluss ins Neckartal ergeben. Vom Flughafen ergäbe sich dann die Möglichkeit, mit dem Regionalverkehr nach Nürtingen und mit der S-Bahn weiter nach Plochingen zu fahren. Der S-Bahn-Halt in Nürtingen bringt auch für Oberboihingen eine deutliche Verbesserung der Anbindung an den öffentlichen Schienenpersonennahverkehr.

Durch infrastrukturelle Anpassungen soll der 15-Minuten-Takt auf die S60 ausgeweitet werden. So bedarf es im Abschnitt zwischen Magstadt und Renningen-Süd zusätzlicher Signale sowie Anpassungen an den Lärmschutzwänden und dem Stellwerk. Im Bahnhof Sindelfingen ist für die S-Bahn ein Kreuzungsgleis mit einer zweiten Bahnsteigkante notwendig. Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen lässt sich in einer ersten Stufe ein 15-Minuten-Takt zwischen Sindelfingen und Renningen auf der S60 realisieren. Für die Weiterführung bis Böblingen sind weitere Anpassungen im Bahnhof Böblingen erforderlich.

Im Bahnhof Bad Cannstatt soll der Bahnsteig an Gleis 1 nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 auf eine Bahnsteighöhe von 96 cm erhöht werden, um barrierefreies Ein- und Aussteigen zu ermöglichen.

Der bereits Anfang 2019 beschlossene Kauf von neuen S-Bahn-Zügen erfordert auch weitere Abstellplätze für diese Fahrzeuge. Dafür sollen in Kornwestheim, Stuttgart-Vaihingen, Schorndorf, Bietigheim-Bissingen, Nürtingen und Esslingen insgesamt weitere 49 Abstellmöglichkeiten für S-Bahn-Triebzüge hergerichtet werden.

Finanzierung

Für die Umsetzung dieser Maßnahmen hat das Verkehrsministerium Baden-Württemberg eine Förderung aus dem neuen Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz   (LGVFG) in Aussicht gestellt. Der Fördersatz soll 75 Prozent betragen. Darüber hinaus würden die Planungskosten mit einem pauschalen Betrag in Höhe von 10 Prozent der Baukosten gefördert.

Um Synergien nutzen zu können und aus eisenbahnbetrieblichen und bautechnischen Zwängen heraus, sollen einige Maßnahmen gemeinsam mit dem Projekt Stuttgart 21 umgesetzt werden. Hierfür ist eine Vorfinanzierungszusage mit Ausfallgarantie durch den Verband Region Stuttgart erforderlich. Diese wird nach derzeitigem Kenntnisstand ein Volumen von maximal bis zu 35 Millionen Euro haben. Für die Finanzierung des regionalen Anteils wird die zweckgebundene Rücklage „Schienenknoten Stuttgart“ eingesetzt. Insgesamt hat der Ausschuss der Unterzeichnung einer Planungsvereinbarung sowie möglicher Ausfallgarantien bis zu 35 Millionen Euro zugestimmt. Nach Vorliegen der Förderzusage des Landes reduzieren sich diese Beträge um die Höhe der Landesförderung.

 

Diskussion

Rainer Ganske (CDU/ÖDP) freute sich außerordentlich dieses Paket auf den Weg bringen zu können. Er bedankte sich ausdrücklich beim Land Baden-Württemberg für die Zusage der Förderung. „Die Förderung ermöglicht uns, für einen vergleichsweise attraktiven Betrag, eine deutliche Investition in die Zukunft“, konstatierte Ganske. Laut Michael Lateier (Grüne) könne man an dem beschlossenen Paket sehen, dass der Verband Region Stuttgart und das Land Baden-Württemberg sehr viel tun, um den ÖPNV auszubauen. Für ihn wäre es Irrsinn zu warten, wenn man jetzt die positiven Synergien nutzen könne. Bernhard Meier (Freie Wähler) befürwortete das Paket, sah aber die Zeit gekommen Bilanz zu ziehen. „Wir haben einen massiven Einbruch in den kommunalen Finanzen, weshalb wir uns bei neuen ausgabewirksamen Maßnahmen enthalten sollten“, so sein Appell. Für Thomas Leipnitz (SPD) müsse es vorangehen, da die Region mit der Beschaffung von 58 zusätzlichen S-Bahnen und dem Beschluss zu ETCS in Vorleistung gegangen sei. „Einziger Wehrmutstropfen ist, dass die Barrierefreiheit am Bahnhof Böblingen zurückgebaut wird“, bedauerte Leipnitz. Laut Holger Dorn (AfD) müsse man jetzt die Gunst der Stunde nutzen. Er warnte allerdings vor einem potenziellen Mehrkostenrisiko. Gabriele Heise (FDP) war dafür Bilanz zu ziehen und inne zu halten, aber nicht hier und heute. Wolfgang Hoepfner (DIE LINKE/PIRAT) appelliert jetzt zukunftsorientiert zu handeln und zu entscheiden, da ein attraktiver ÖPNV ein wichtiger Standortfaktor sei.

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news-949 Thu, 23 Apr 2020 08:52:08 +0200 Bericht zum S-Bahnverkehr während der Corona-Pandemie vorgestellt Die Corona-Pandemie hat Anpassungen des S-Bahnverkehrs notwendig gemacht. Ab 11. Mai verkehrt die S-Bahn wieder im normalen Takt. Region beauftragt Modell zum Ausgleich der wirtschaftlichen Auswirkungen. presse/artikel/aktuell/bericht-zum-s-bahnverkehr-waehrend-der-corona-pandemie-vorgestellt/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=919a522f43ffefe7fb0ccbc3d6c817bd Die coronabedingte Sitzungspause der Ausschüsse und Regionalversammlung ist beendet. So tagte am Mittwoch, den 22. April als erstes der Verkehrsausschuss im Hospitalhof unter Einhaltung des empfohlenen Mindestabstands. Als erstes beschäftigte sich das Gremium mit den Auswirkungen der Pandemie auf den S-Bahnverkehr in der Region. Um während der Pandemie ein verlässliches Grundangebot dauerhaft zu gewährleisten, wurde in Abstimmung zwischen dem Bundesministerium für Verkehr, den Verkehrsministern der Länder und der Deutschen Bahn AG ein gemeinschaftliches Vorgehen verabredet.

Auswirkungen auf den Fahrplan

Ein stabiler S-Bahnverkehr, der die um 80% gesunkene Fahrgastnachfrage verlässlich bewältigen kann, war das Ziel bei der Anpassung des Fahrplanangebots auf einen Halbstundentakt ab 24. März. Wo es möglich war, wurde mit der maximalen Kapazität von drei Triebwagen gefahren. Maßgabe war es, auch bei einem erhöhten Krankenstand des Betriebspersonals, über viele Wochen ein stabiles Angebot bieten zu können. Aufgrund der konsequenten Beobachtung der betrieblichen Situation konnten ergänzende Maßnahmen ergriffen werden. So wurde die S60, die bisher in Renningen endetet nach Leonberg verlängert und auf der S4 eine verbesserte Langzugverbindung angeboten.

Weitere Verbesserungen des stabilen Grundangebots werden seit dem 20. April durch ein zusätzliches Plus-Modul erreicht. Dieses ergänzt auf der S1, S3 und S4 den halbstündigen Grundtakt in der Hauptverkehrszeit um Zwischentakte mit Vollzügen. Die S2 wird durch die Maßnahmen auf der S3 ergänzt. Die S5 wird durch den Schienenpersonennahverkehr des Landes ergänzt. Für die S60 wird geprüft, ob eine oberirdische Weiterführung der Zwischentakte am Stuttgarter Hauptbahnhof möglich ist. Seit dem 20. April werden mehr als 80 Prozent des Gesamtverkehrs gefahren.

Im Vorfeld der Sitzung hatte die SPD per Dringlichkeitsantrag die Ausweitung des 15-Minutentakts in der Hauptverkehrszeit auf allen Linien gefordert. Zudem sollte auch Fahrgästen ohne 1. Klasse-Ticket der Zugang zur ersten Klasse gewährt werden. Das Gremium lehnte dies mehrheitlich ab. Der Antrag der Grünen, die Werbemaßnahmen zum Tragen eines Mundschutzes zu intensivieren, wurde mehrheitlich befürwortet. Ebenfalls auf Antrag der Grünen wurde die Geschäftsstelle mehrheitlich beauftragt, Gespräche mit den Tarifpartnern aufzunehmen, um Anreize zu schaffen die Kunden in Abonnements zu halten.

Unabhängig davon waren der Verband Region Stuttgart und S-Bahn Stuttgart in ständiger Abstimmung, um weitere Verbesserungen zu erarbeiten und einen stabilen Fahrplan zu bieten. So wurde beschlossen die S-Bahn ab 11. Mai wieder im gewohnten Takt verkehren zu lassen, inklusive der Flughafenfrühanbindung. Einzig der Nachtverkehr bleibt weiterhin ausgesetzt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Situation weiterhin stabil bleibt und sich die positive Entwicklung fortsetzt.

Wirtschaftliche Auswirkungen auf die S-Bahn

Bedingt durch gesunkene Fahrgelderlöse, Unsicherheiten über die Auszahlung der vereinbarten Zuschüsse für die verkehrsvertraglichen Leistungen und die Anwendung der Strafzahlungsregelungen entstehen bei der S-Bahn finanzielle Folgen. Der Regionalversammlung war die langfristige finanzielle Absicherung des S-Bahnverkehrs in der Region stets ein zentrales Anliegen. Daher hat die Geschäftsstelle des Verbands die Zahlung der bisherigen Abschläge für den Verkehrsvertrag unter Vorbehalt weiterhin vorgesehen. Analog zu den anderen Aufgabenträgers für den Schienenpersonennahverkehr in Deutschland soll ein Modell entwickelt werden, um die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie abzumildern. 

Diskussion

Rainer Ganske (CDU/ÖDP) befürwortete die ergriffenen Maßnahmen, insbesondere in Bezug auf das stabile Grundangebot. „Es ist wichtiger zu wissen, dass eine S-Bahn kommt, als eine Stunde vergeblich zu warten“, betonte Ganske. Wenn das öffentliche Leben wieder hochgefahren werde, so müsse auch das Angebot angepasst werden. Zudem befürwortete er das Vorgehen, das finanzielle Risiko solidarisch mit der S-Bahn zu tragen. Dies sei nicht selbstverständlich und zeige: „Wir stehen in Krisenzeiten zusammen.“ Für Prof. Dr. André Reichel (Grüne) war das Vorgehen zur Angebotsanpassung nachvollziehbar. Erfreulich sei, dass man nun eine klare Perspektive habe, wie man das Angebot wieder normalisieren könne. Er bat die Geschäftsstelle sich gemeinsam mit den Partnern im VVS Gedanken zu machen, wie man die Menschen im ÖPNV halten könne. Er habe aktuell die Sorge, dass die Menschen verstärkt wieder auf das Auto ausweichen. „Es wäre fatal, wenn die positive Fahrgastentwicklung einbrechen würde.“ Frank Buß (Freie Wähler) betonte: „Es gab keine Blaupause für die aktuelle Situation.“ Daher sei die Anpassung zur Sicherung des Angebots richtig gewesen. Er appellierte, gemeinsam mit dem Land einheitliche Lösungen zu suchen. Vor Geschenken an Abonnementkunden warnte Buß, da man damit zum einen den Druck auf die Bundespolitik senken würde, zum anderen die Kommunen zusätzlich belaste.

Für Harald Raß (SPD) müssten derzeit alle ihren Beitrag leisten, daher sei es wichtig sich auf allen Seiten zu bewegen. Man dürfe nicht nur den Verkehrsunternehmen Entgegenkommen signalisieren, sondern auch den Abonnementkunden gegenüber. „Die Abonnementkunden sind das Rückgrat der Verkehrsfinanzierung“, betonte Raß. Holger Dorn (AfD) stellte alle Maßnahmen unter den Vorbehalt der Bezahlbarkeit und Machbarkeit, dies gelte insbesondere für Anreize für Abonnementkunden. „Es ist eine Leistung erbracht worden und ein Gegenwert für die Fahrgäste vorhanden“, konstatierte Dorn. Armin Serwani (FDP) warnte vor einem Alleingang des VVS im Bezug auf die Abonnements. „Alle Verbünde in Baden-Württemberg, ja in ganz Deutschland, müssen sich abstimmen“, appellierte Serwani. Laut Wolfgang Hoepfner (DIE LINKE/PIRAT) sei ein Verlust der Abonnementkunden langfristig finanziell schwerer zu verkraften als Anreize, daher appellierte er eindringlich dafür.

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news-948 Thu, 16 Apr 2020 13:33:03 +0200 Regionale Gremien tagen ab 22. April wieder Sitzungen der regionalen Gremien finden unter Einhaltung des Mindestabstands statt. presse/artikel/aktuell/regionale-gremien-tagen-ab-22-april-wieder/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=20abbd13b7962480c859515e80bcaeb8 Die coronabedingte Sitzungspause der Ausschüsse ist beendet und die regionalen Gremien nehmen ab dem 22. April die Präsenzsitzungen wieder auf. Getagt wird öffentlich, in voller Besetzung und unter Einhaltung des Mindestabstands.

Den Anfang macht der Verkehrsausschuss am 22. April um 15:00 Uhr im Stuttgarter Hospitalhof. Die für Mittwoch, den 29.04.2020 vorgesehene öffentliche Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung wird mit dem regulären Termin am 13.5.2020 um 15:00 Uhr zusammengelegt.

Die Termine für die Sitzungen sind:

  • Mittwoch, 22.04.2020 – 15:00 Uhr, öffentliche Sitzung des Verkehrsausschusses Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart
  • Mittwoch, 06.05.2020 - 15:30 Uhr, öffentliche Sitzung des Planungsausschusses
  • Mittwoch, 13.05.2020 - 15:00 Uhr, öffentliche Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung
  • Mittwoch, 20.05.2020 - 15:00 Uhr, öffentliche Sitzung des Verkehrsausschusses

Alle Sitzungen finden in entsprechend großen Räumen außerhalb der Geschäftsstelle statt. Sobald die Örtlichkeiten feststehen, sind sie unter https://www.region-stuttgart.org/termine zu finden.  

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news-947 Wed, 15 Apr 2020 18:57:02 +0200 S-Bahn Stuttgart weitet Grundangebot deutlich aus S-Bahn fährt auf den Linien S1, S3 und S4 während der Hauptverkehrszeit im 15-Minuten-Takt. Zeitraum zwischen 10 Uhr und 15 Uhr wird weiterhin im stabilen Halbstundentakt mit Langzügen gefahren. presse/artikel/aktuell/s-bahn-stuttgart-weitet-grundangebot-deutlich-aus/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=96d86232fb2c569939147e91bcf76c30 STUTTGART: Seit dem 24. März gilt im Netz der S-Bahn Stuttgart ein stabiles Grundangebot im Halbstundentakt mit Langzügen. Der Verband Region Stuttgart hat in Absprache mit der S-Bahn Stuttgart aufgrund der aktualisierten Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus‘ entschieden, das S-Bahn Angebot zu erhöhen.

Ab 20. April gilt das stabile Grundangebot mit einem sogenannten Plus-Modul. Dieses ergänzt den halbstündigen Grundtakt in der Hauptverkehrszeit um Zwischentakte mit Vollzügen. Der Grundtakt wird weiterhin mit Langzügen mit drei Triebwagen gefahren. Konkret fahren in der Hauptverkehrszeit von Montag bis Freitag zwischen etwa 6 Uhr und 10 Uhr sowie zwischen etwa 15 Uhr und 19 Uhr sowohl die S1 im Abschnitt Plochingen–Böblingen/Herrenberg, die S3 im Abschnitt Backnang–Stuttgart-Vaihingen als auch die S4 im Abschnitt Marbach (Neckar)–Stuttgart-Schwabstraße im 15-Minuten-Takt. Die S2 wird ab Waiblingen durch die Maßnahmen auf der S3 ergänzt. Die S5 wird durch den Schienenpersonennahverkehr des Landes ergänzt. Ausschlaggebend für die Anpassung auf den Linie S1, S2 und S3 war das Fahrgastaufkommen der letzten drei Wochen. Durch die Angebotsanpassung werden ab 20. April etwa 80 Prozent des Gesamtverkehrs gefahren. Alle Angebotsergänzungen sind rechtzeitig in den Onlinemedien abrufbar.

Seit dem 7. April verkehrt die S60 bis nach Leonberg. Dieses Angebot bleibt bestehen, wohingegen es vorerst weiterhin keinen Nachtverkehr und Flughafenfrühanbindung geben wird. Die Regionalbahnen auf der Teckbahn zwischen Kirchheim (Teck) und Oberlenningen fahren weiter im gewohnten Takt, ebenso der regionale Expressbus RELEX. Die Regionalbahnen auf der Schusterbahn zwischen Stuttgart-Untertürkheim und Kornwestheim entfallen weiterhin.

Das Angebot wurde am 24. März reduziert, um ein verlässliches Grundangebot auch bei nicht auszuschließenden coronabedingten Personalengpässen zu gewährleisten. Mit der Verbesserung des Angebots wollen der Verband und die S-Bahn weitere Kapazitäten in der Hauptverkehrszeit schaffen. „Durch die derzeit stabile Situation ist es nun möglich ein ausgeweitetes, verlässliches Angebot zu bieten. Wir bedanken uns bei der S-Bahn Stuttgart, dass sie in dieser schwierigen Situation alles tut, um dieses erweiterte Angebot zu ermöglichen“, betont Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart, ergänzt. „Zusammen mit dem Verband Region Stuttgart werden wir die Situation weiter beobachten und auf Basis der sich weiter entwickelnden Lage in den kommenden Wochen über weitere Verbesserungen auf der Schiene entscheiden.“

Der Verband Region Stuttgart bestellt den S-Bahn-Verkehr bei der DB Regio AG, gibt vor, in welchem Takt die S-Bahn fährt und kümmert sich um die Finanzierung des S-Bahn-Verkehrs in der Region Stuttgart. Aufgrund der äußerst dynamischen Entwicklungen ist der Verband in einem dauerhaften Informationsaustausch mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Informationsmöglichkeiten zu Reiseverbindungen

Das stabile Grundangebot ist in den elektronischen Fahrplanmedien verfügbar. Die Deutsche Bahn empfiehlt Fahrgästen, sich mit Echtzeitinformationen in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/Reiseauskunft über die aktuellen Reiseverbindungen zu informieren. Informationen gibt es auch beim Kundendialog DB Regio Baden-Württemberg unter der Rufnummer 0711 2092-7087 (montags bis freitags, 7 bis 20 Uhr). Für aktuelle Fahrtempfehlungen einschließlich Ticketkauf gibt es zudem die Mobility Stuttgart App.

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news-946 Fri, 03 Apr 2020 11:44:45 +0200 S-Bahn verbessert Angebot auf der S60 S60 ab kommenden Dienstag bis Leonberg verlängert. Besserer Anschluss für umliegende Gemeinden an das Mittelzentrum. presse/artikel/aktuell/s-bahn-verbessert-angebot-auf-der-s60/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=f1b967fe03c11ff6bea34d8cf9a9c26e Korrektur für Abfahrtszeit Renningen - Gemeinsame Presse- und Fahrgast-Information des Verbands Region Stuttgart und der Deutschen Bahn vom 03.04.2020

STUTTGART: Der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart beobachten seit der Anpassung des Fahrplans zum stabilen Grundangebot im Halbstundentakt aufmerksam das Fahrgastaufkommen, um bei Bedarf gemeinsam nachzusteuern. Nachdem auf der S4 im Abschnitt Marbach – Schwabstraße bereits nachgebessert wurde, hat sich auf der S60 konkreter Bedarf ergeben, worauf die Verantwortlichen reagieren.

Ab Dienstag, 7. April, pendelt die S60 statt wie bisher nur zwischen Böblingen und Renningen von Montag bis Samstag bis Leonberg. Dadurch verbessert sich für umliegende Gemeinden die Anbindung an Leonberg als Mittelzentrum. Zusätzlich ergeben sich in Leonberg am Bahnhof Anschlüsse an lokale und regionale Busverbindungen. Um das Wenden der Züge in Leonberg zu ermöglichen, fahren die Züge der S60 zwischen Renningen und Leonberg fünf Minuten vor der üblichen Taktzeit (Renningen ab zur Minute .21 und .51) und in der Gegenrichtung zwischen Leonberg und Renningen vier Minuten nach der üblichen Taktzeit (Leonberg ab zur Minute .02 und .32).

Der Verband Region Stuttgart bestellt den S-Bahn-Verkehr bei der DB Regio AG, gibt vor in welchem Takt die S-Bahn fährt und kümmert sich um die Finanzierung des S-Bahn-Verkehrs in der Region Stuttgart. Aufgrund der äußerst dynamischen Entwicklungen ist der Verband in einem dauerhaften Informationsaustausch mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen. So werden derzeit unterschiedliche Szenarien für die Zeit nach den Kontaktbeschränkungen erarbeitet, die bis zu den Osterferien gelten.

Seit 24. März bieten der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart den Fahrgästen ein stabiles Grundangebot im 30-Minuten-Takt. Um den Fahrgästen ausreichend Kapazitäten zu ermöglichen, verkehren auf allen Linien weitgehend Langzüge mit drei Triebwagen. Das stabile Grundangebot sorgt dafür, dass der Betrieb möglichst lang und zuverlässig aufrechterhalten werden kann. Bei dauerhaftem Fortbestehen des ursprünglichen Takts kann dies nicht gewährleistet werden.

Aufgrund des allgemeinen Ansteckungsrisikos werden die Fahrgäste um umsichtiges Verhalten im öffentlichen Personennahverkehr gebeten. Risikogruppen gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sollten unnötige Fahrten vermeiden. Zudem wird empfohlen, sich auf die gesamte Zuglänge zu verteilen und wenn möglich Stoßzeiten zu umgehen.

Informationsmöglichkeiten zu Reiseverbindungen

Das stabile Grundangebot ist in den elektronischen Fahrplanmedien verfügbar. Die Deutsche Bahn empfiehlt Fahrgästen, sich mit Echtzeitinformationen in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/Reiseauskunft über die aktuellen Reiseverbindungen zu informieren. Informationen gibt es auch beim Kundendialog DB Regio Baden-Württemberg unter der Rufnummer 0711 2092-7087 (montags bis freitags, 7 bis 20 Uhr). Für aktuelle Fahrtempfehlungen einschließlich Ticketkauf gibt es zudem die Mobility Stuttgart App.

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news-945 Tue, 31 Mar 2020 13:06:45 +0200 Erster Umlaufbeschluss des regionalen Verkehrsausschusses: Region begrüßt Mittelaufstockung und -verteilung des Landes für umweltfreundlichen Verkehr Region auch in Krisenzeiten handlungsfähig. Forderung, Verband Region Stuttgart explizit als antragsberechtigten Zuwendungsempfänger in die Verwaltungsvorschrift aufzunehmen. presse/artikel/aktuell/erster-umlaufbeschluss-des-regionalen-verkehrsausschusses-region-begruesst-mittelaufstockung-und-ver/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=285da68fdf207805c784c3ea308ef0bc Zum 1. Januar 2020 ist die Novelle des LGVFG (Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) in Kraft getreten, die eine Erhöhung der Fördermittel von bisher 165 auf 320 Millionen pro Jahr vorsieht. Landesweit ist hieraus jährlich mit ca. 192 Millionen Euro für den Umweltverbund, bestehend aus ÖPNV, Rad-Fußverkehr und P+R, zu rechnen. Dies machte die Überarbeitung der dazugehörigen Verwaltungsvorschrift (VwV) nötig, zu der sich der regionale Verkehrsausschuss nun positioniert hat. Aufgrund der Corona-Prävention wurde der Beschluss erstmalig in der Verbandsgeschichte per Umlauf gefasst. „Das Umlaufverfahren konnte erfolgreich durchgeführt werden. Zum Ende der Abstimmungsfrist sind ausschließlich Zustimmungen und zwei Enthaltungen zum Beschlussvorschlag eingegangen. Das zeigt, dass wir auch in Krisenzeiten handlungsfähig sind.“ erklärte der Verbandsvorsitzende Thomas S. Bopp.

Inhaltlich ging es bei dem Beschluss um eine Stellungnahme des Verbandes zur Verwaltungsvorschrift zum Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes. Auf deren Basis erhält der Verband Region Stuttgart Fördergelder für Verkehrsmaßnahmen in der Region Stuttgart. Die VwV gestaltet insbesondere die neu aufgenommenen Fördertatbestände des LGVFG aus und regelt, inwieweit Planungskosten förderfähig sind. Zudem bedürfen der erhöhte Fördersatz klimafreundlicher Maßnahmen und eine Nachbewilligung bei erheblichen Kostensteigerungen einer Konkretisierung durch die Verwaltungsvorschrift. Im Allgemeinen Teil (A) definiert die Vorschrift unter anderem die Ziele der Förderung, die Zuwendungsempfänger und die Zuwendungsvoraussetzungen. Die darin enthaltenen Regelungen werden seitens des Verbands Region Stuttgart weitestgehend befürwortet. Der Verband Region Stuttgart muss aber nach einhelliger Auffassung des Verkehrsausschusses in der Neufassung der VwV-LGVFG ausdrücklich als antragsberechtigter Zuwendungsempfänger aufgenommen werden, um rechtssicher selbstständig oder in Zusammenarbeit mit Kommunen Maßnahmen zur intermodalen Verknüpfung von Verkehrsträgern (P+R, B+R, multimodale Knoten) umzusetzen.

Im Besonderen Teil (B) trifft die Vorschrift jeweils Regelungen zum Förderverfahren, der Programmaufstellung, der Antragsstellung und Bewilligung bis hin zur Verwendungsprüfung der Fördermittel. Hier legt die Region besonderes Augenmerk darauf, dass bestimmte Maßnahmen unter den Begriff Umbau subsummiert werden. Konkret geht es um Maßnahmen zur Elektrifizierung, Beschleunigung, Leistungssteigerung, Optimierung der Leit- und Sicherungstechnik und des Zugfunks, Einführung des teilautomatisierten Fahrens, den Bau von Betriebsleitzentralen und Anlagen zur Steuerung der Reisendeninformation sowie die Einführung von Maßnahmen zur Fahrgastlenkung.

Stimmen aus den Fraktionen

Rainer Ganske (CDU/ÖDP) begrüßte die vorgesehenen Regelungen, teilte jedoch die Auffassung der Geschäftsstelle, dass in einzelnen Punkten noch konkretisiert und nachgearbeitet werden muss. „Um den gestiegenen Anforderungen, aber auch dem wachsenden Mobilitätsbedürfnis der Bevölkerung und der Unternehmen gerecht zu werden, stehen wir vor großen weiteren Herausforderungen und Maßnahmen, die seitens des Verbands nicht allein gestemmt werden können,“ betonte Ganske. Die CDU/ÖDP-Fraktion habe Mobilität gesamthaft und als durchgängige Mobilitätskette im Blick. So plädierte Ganske dringend dafür, Fördermöglichkeiten nicht nur für E-Mobilität, sondern technikoffen zu formulieren. Dringend notwendig sei auch die Aufnahme der Möglichkeit des Baus von P+R-Parkhäusern. „Gerade im Ballungsraum Region Stuttgart kann man nicht auf reine, flächenverbrauchende P+R-Anlagen setzen.“

Laut Michael Lateier (Grüne) beinhalte die Verwaltungsvorschrift viele positive Aspekte für den Verband wie auch für die Umwelt. Im Einzelnen führt er aus, dass sie den Planungen des Verbandes sehr entgegen komme, da sie klimafreundliche Mobilitätsformen stärke, die Attraktivität des ÖPNV steigere und ausbaue sowie die regionalen Mobilitätspunkte und B+R-Anlagen mit bis zu 75% fördere. Die Stellungnahme der Verwaltung des Verbandes beinhalte noch einige Feinheiten, die im weiteren Verfahren sicherlich berücksichtigt werden könnten. Insgesamt sieht Lateier den Verband gut aufgestellt, um in den anlaufenden Vergabeverfahren nach der neuen Verwaltungsvorschrift erfolgreich zu sein. „Jetzt gilt es, die anstehenden Herausforderungen bei der S-Bahn, aber insbesondere auch im Bereich B+R mit neuem Elan anzugehen,“ so Lateier.

Auch die Freien Wähler begrüßten die Änderung der Verwaltungsvorschrift. „Zur Durchführung des LGVFG ist die Konkretisierung unerlässlich und Voraussetzung, die Verkehrswende auch in den Kommunen auch praktisch zu bewältigen“, betonte Bernhard Maier. „Wir gehen davon aus, dass auch der Verband Region Stuttgart Zuwendungsempfänger ist, zur Klarstellung ist eine Aufnahme des Verbands als Aufgabenträger und Zuwendungsempfänger erforderlich.“

Für Thomas Leipnitz (SPD) verberge sich hinter der LGVFG „die Möglichkeit für den Verband Region Stuttgart, zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs anzustoßen und mit finanzieller Unterstützung des Landes auch umzusetzen. Dazu zählen nicht zuletzt auch Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit.“ Und gerade in diesem Bereich besteht nach Ansicht der SPD noch großer Nachholbedarf.

Patricia Schäfer (AfD) begrüßte den Ansatz der VwV-LGVFG, brachte zeitgleich Einwände zu „grün-zeitgeistigen“ Aspekten im Hinblick auf die Realisierbarkeit und Transparenz. Wichtig sei, dass die jeweiligen Fördergrenzen sinnvoll angepasst werden könnten, um kleinere Investitionen einzubeziehen. „Oftmals ist das Zusammenspiel mehrerer kleinerer Infrastrukturmaßnahmen besonders wirkungsvoll“, führte Schäfer aus. 

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Vorlage VA-04920 
Anlage VA-04920A001
 

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news-944 Thu, 19 Mar 2020 13:58:20 +0100 S-Bahn Stuttgart verkehrt ab 24. März im Halbstundentakt presse/artikel/aktuell/s-bahn-stuttgart-verkehrt-ab-24-maerz-im-halbstundentakt/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=dec94febbe08533dffa7b6126e9961d1 S-Bahn fährt ein stabiles Grundangebot im 30-Minuten-Takt. Die Züge verkehren weitgehend als Langzüge mit maximaler Zuglänge. Nachtverkehr an Wochenenden wird ausgesetzt.

Der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart bieten allen Fahrgästen, die in systemrelevanten Bereichen arbeiten und in den kommenden Wochen auf einen verlässlichen ÖPNV angewiesen sind, ab Dienstag, 24. März 2020, ein stabiles Grundangebot. Bis einschließlich Montag, 23. März 2020, fährt die S-Bahn das vollumfängliche Angebot.

Ab Betriebsbeginn am Dienstag, 24. März 2020, fährt die S-Bahn auf allen Linien im Halbstundentakt. Die Linie S60 fährt dabei ausschließlich im Abschnitt zwischen Böblingen und Renningen. Um den Fahrgästen ausreichend Kapazitäten zu ermöglichen, verkehren auf allen Linien weitgehend Langzüge mit drei Triebwagen. Auf den Streckenabschnitten der Linie S4 zwischen Marbach (Neckar) und Backnang sowie auf der Linie S60, wo dies betrieblich aufgrund der vorhandenen Bahnsteiglängen nicht möglich ist, fahren entweder Vollzüge mit zwei Triebwagen (S4) oder ein Pendel mit einem Kurzzug (S60). Die tägliche Flughafenfrühverbindung entfällt. Die Regionalbahnen auf der Teckbahn zwischen Kirchheim (Teck) und Oberlenningen fahren weiter im gewohnten Umfang. Die Regionalbahnen auf der Schusterbahn zwischen Stuttgart-Untertürkheim und Kornwestheim entfallen. Sonntags gilt allgemein der reguläre Fahrplan ohne Einschränkungen.

Der Nachtverkehr an den Wochenenden, für den es aufgrund der Einschnitte im öffentlichen Leben derzeit keine Nachfrage mehr gibt, wird bereits ab 20. März ausgesetzt. Der regionale Expressbus RELEX verkehrt weiterhin im gewohnten Takt. Die Fahrplananpassungen sind mit der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) abgestimmt und dem Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) gegenüber kommuniziert.

Mit dem reduzierten Fahrplan und dem Einsatz der Langzüge reagieren die Verantwortlichen auf die veränderten Rahmenbedingungen „Unser Ziel ist es, allen Fahrgästen in der Region, die weiterhin auf die S-Bahn angewiesen sind, unter den gegebenen Umständen einen stabilen Fahrplan zu ermöglichen“, betont Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart ergänzt: „Mit dem stabilen Grundangebot schaffen wir für die kommenden Wochen so lang es geht, zunächst bis zum Ende der Osterschulferien, Verlässlichkeit.“

Der Verband Region Stuttgart bestellt den S-Bahn-Verkehr bei der DB Regio AG, gibt vor in welchem Takt die S-Bahn fährt und kümmert sich um die Finanzierung des S-Bahn-Verkehrs in der Region Stuttgart. Aufgrund der äußerst dynamischen Entwicklungen ist der Verband in einem dauerhaften Informationsaustausch mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Informationsmöglichkeiten zu Reiseverbindungen

Das stabile Grundangebot ist in den elektronischen Fahrplanmedien am Dienstag verfügbar. Die Deutsche Bahn empfiehlt Fahrgästen, sich mit Echtzeitinformationen in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/Reiseauskunft über die aktuellen Reiseverbindungen zu informieren. Informationen gibt es auch beim Kundendialog DB Regio Baden-Württemberg unter der Rufnummer 0711 2092-7087 (montags bis freitags, 7 bis 20 Uhr). Für aktuelle Fahrtempfehlungen einschließlich Ticketkauf gibt es zudem die Mobility Stuttgart App.

Gemeinsame Gemeinsame Presse- und Fahrgast-Information des Verbands Region Stuttgart und der Deutschen Bahn vom 19.03.2020

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news-943 Mon, 16 Mar 2020 09:46:09 +0100 Region sagt alle Gremiensitzungen bis nach Ostern ab presse/artikel/aktuell/region-sagt-alle-gremiensitzungen-bis-nach-ostern-ab/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=23f512945c06bb78381c6bb07afd375a „Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.“ Mit diesen Worten hat der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart Thomas S. Bopp nach Rücksprache mit den Fraktionsvorsitzenden sämtliche Gremiensitzungen der Regionalversammlung bis zum Ende der Osterferien abgesagt.

Dies betrifft insbesondere den Verkehrsausschuss am 18.03.2020, den Planungsausschuss am 25.03.2020 und die für den 01.04.2020 terminierte Regionalversammlung.

„Die Geschäftsstelle des Verbands Region Stuttgart bleibt bis auf Weiteres regulär erreichbar“, betont Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. Individuelle Home-Office Regelungen ermöglichen es, den Dienstbetrieb vorerst aufrechtzuerhalten.

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news-942 Thu, 12 Mar 2020 08:48:56 +0100 Arbeit der Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V. vorgestellt presse/artikel/aktuell/arbeit-der-hochschul-und-wissenschaftsregion-stuttgart-ev-vorgestellt/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=1618b5c678d64940675bb3a3dc1fc0b5 Hochschul- und Wissenschaftsregion e.V. Stuttgart engagiert sich seit neun Jahren in der Region. Zusammenschluss der Hochschulen und Austausch mit regionalen Akteuren wichtige Voraussetzung für eine leistungsfähige Wissenschafts- und Wirtschaftsregion. 

Prof. Dr. Joachim Weber, Rektor der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart, stellte in der heutigen Sitzung des regionalen Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung die Arbeit der Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V. vor.

Die Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V. bündelt die Aktivitäten ihrer Mitglieder insbesondere in denjenigen Bereichen, in denen durch Vernetzung Synergien geschaffen und Ressourcen eingespart werden können. Der Verein fördert Wissenschaft und Lehre sowie Bildung und Weiterbildung in der Region Stuttgart, unterstützt die Vernetzung zwischen Universitäten, Hochschulen, Akademien, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, verbessert den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und sorgt für eine verbesserte Wahrnehmung des Hochschul- und Wissenschaftsstandorts Region Stuttgart, sowohl innerhalb der Region, aber auch national. So vertritt die Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V. 75.000 Studierende und hat 23 Mitglieder: Hierzu zählen staatliche, kirchliche und private Hochschulen der Region Stuttgart, vier Hochschulstädte (Stuttgart, Ludwigsburg, Esslingen und Göppingen), das Studierendenwerk Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS).

Während sich die Aktivitäten des Vereins in den Anfangsjahren vor allem auf das Standort- und Hochschulmarketing fokussierten, wurde 2019 eine Weiterentwicklung der Strategie beschlossen und fünf Schwerpunktthemen identifiziert. Neben dem Querschnittsthema Hochschulmarketing und Außenwahrnehmung wird der Fokus verstärkt auf Studierende, Unternehmen mit Schwerpunkt kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie die Politik gelegt. Um den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen, engagiert sich der Verein aktiv in regionalen Projekten wie der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27).

Als konkretes Musterbeispiel der Zusammenarbeit nannte Prof. Dr. Weber Konzepte für ein betriebliches Mobilitätsmanagement. Im Wettbewerb „Emissionsfreier Campus“ wurden diese vom Land Baden-Württemberg prämiert.

Die Hochschul- und Wissenschaftsregion e.V. ist für die Region Stuttgart daher ein wichtiger Partner und Voraussetzung für eine leistungsfähige Wissenschafts- und Wirtschaftsregion

Diskussion

„Kooperation und Vernetzung sind wichtig und machen Sinn“, konstatierte Elisabeth Schick-Ebert (CDU/ÖDP). Ein gutes Beispiel für das Zusammenwachsen ist für sie die IBA’27.  Sie wünschte sich jedoch, dass man künftig weitere Partner gewinne und auch die großen Forschungseinrichtungen in der Region einbinde. Michael Lateier (Grüne) setzte den Bericht in Relation zur Gründungszeit der Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V. „Mit dem Budget kann man keine großen Sprünge machen, aber wir haben uns bei der Gründung dennoch mehr erhofft“, betonte er. „Das vergangene Jahrzehnt ist ein verlorenes Jahrzehnt.“ Dr. Jürgen Zieger (SPD) teilte die Skepsis. Man habe sich die Arbeit des Vereins projektbezogener und intensiver vorgestellt. Er wünschte sich konzentriertere Aktionen und mehr öffentliche Wahrnehmung. Hartfrid Wolff (FDP) wollte lieber nach vorne anstatt zurückblicken. So schlug Wolff unter anderem vor, die Kooperationen auch über die Region hinaus auszuweiten. Peter Rauscher (DIE LINKE/PIRAT) konnte die Kritik seiner Vorredner nicht nachvollziehen zumal der Verein eine wichtige Rolle bei der Gründung der IBA’27 gespielt habe.

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news-941 Fri, 06 Mar 2020 16:35:48 +0100 Thomas Bopp zum Vorsitzenden der Regionalverbände in Baden-Württemberg wiedergewählt presse/artikel/aktuell/thomas-bopp-zum-vorsitzenden-der-regionalverbaende-in-baden-wuerttemberg-wiedergewaehlt/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=c90fcf88b70d403142cfab03d57d2ecd Die zwölf Regionalverbände Baden-Württembergs haben ihren bisherigen Vorsitzenden Thomas S. Bopp am Donnerstag einstimmig im Amt bestätigt. Der Stuttgarter Architekt ist Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart. Anlässlich seiner Wahl betonte Bopp, dass die regionale Sicht bei der Lösung vieler Themen immer wichtiger werde. So seien einzelne Städte und Gemeinden bei der Bereitstellung von Wohnraum, der Bewältigung des Technologiewandels in der Wirtschaft, der Mobilitätswende, Antworten zum Klimawandel und bei der Beschleunigung von Infrastrukturmaßnahmen zunehmend überfordert, so Bopp. Es bedürfe deshalb der Stärkung der regionalen Zusammenarbeit, zugeschnitten auf die jeweiligen Besonderheiten der zwölf Regionen in Baden-Württemberg. Dieser Aufgabe möchte sich Bopp in den nächsten Jahren verstärkt widmen.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde ebenfalls einstimmig der Vorsitzende des Regionalverbands Neckar-Alb, Eugen Höschele, gewählt.

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news-940 Fri, 06 Mar 2020 15:37:05 +0100 Strecken für das Brezel Race 2020 in Stuttgart und Region stehen fest presse/artikel/aktuell/strecken-fuer-das-brezel-race-2020-in-stuttgart-und-region-stehen-fest/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=cb586b157521a26946ab12a6b92ae69d Gemeinsame Pressemitteilung
Direkt vor der Haustüre – die Termine für die beiden Radsporthighlights Deutsche Straßenradmeisterschaften und Brezel Race 2020 in Stuttgart und Region rücken näher. Für das Breitensport-Rennen Brezel Race sind jetzt die Strecken fix – neben der Landeshauptstadt Stuttgart sind auch die Landkreise Ludwigsburg und Böblingen dabei. Alle Radsportfans können sich kurz vor dem Start der Tour de France auf einen weiteren Top-Event im Rahmen der Deutschen Straßenradmeisterschaften freuen, an dem rund 180 Elite Radrennfahrer und über 3000 ambitionierte Rennradsportler erwartet werden.

Stuttgart – 6. März 2020: Für das Brezel Race 2020 in Stuttgart und Region stehen jetzt alle drei Strecken – Sunday Morning Cycling, Brezel Race kurz und Brezel Race lang – fest. Bike Feeling gibt es nicht nur in den Hauptaustragungsorten Stuttgart, Korntal-Münchingen, Hemmingen-und Ditzingen, sondern entlang der Strecken in der Region Stuttgart. Die Landeshauptstadt und der Verband Region Stuttgart setzen mit den Deutschen Straßenradmeisterschaften (RAD-DM 2020) und dem neuen Jedermann-/Jedefrau-Rennen „Brezel Race Stuttgart & Region“ ein starkes Zeichen für den Spitzen- und den Breitensport. Bei diesen Radsport-Events können alle Rennrad-Fans den Spaß am Radfahren und die tolle Profi-Atmosphäre der Deutschen Straßenradmeisterschaften direkt an der Strecke genießen. Viele Streckenabschnitte des Brezel Race verlaufen auf der exakt gleichen Route wie die RAD-DM 2020 der Männer Elite.

„Beim Brezel Race können die Amateure wie die Profis auf gesperrten Straßen ihr Rennen fahren. Am Ende werden die Hobby-Radler mit einer rasanten Abfahrt nach Stuttgart und der Fahrt durch das Ziel der Elite auf der Theodor-Heuss-Straße belohnt. Dort empfängt ein begeistertes Publikum die Brezel Racer“, sagt Dr. Martin Schairer, der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart. Die Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart Dr. Nicola Schelling führt aus: „Die Hobby-Rennradler können sehr abwechslungsreiche Landschaften in der Region Stuttgart erfahren. Diesmal führt die Runde von Stuttgart durch das Neckartal, Stroh- und Heckengäu sowie den Glemswald, durch Flusstäler, hügelige Felder mit Weitblick und Schatten spendende Wälder. Es kamen nun Gebiete zum Zug, die wir bei der Jedermann Tour 2018 nicht berücksichtigen konnten. Das freut uns besonders.“ Für Matthias Klopfer, Vorsitzender der SportRegion Stuttgart, steht fest: „Die Strecken haben es in sich und sind landschaftlich sehr reizvoll. Die Teilnahme lohnt sich auf jeden Fall!“

Mit der großen Unterstützung aller Kommunen entlang der Strecken der Radrennen stehen nun alle Einzelstrecken des Brezel Race am Sonntag, 21. Juni 2020, fest. Die in der pulsierenden Region Stuttgart aufwendige Streckenplanung ist erfolgreich abgeschlossen. „Wir freuen uns, dass sogar einige Bürgermeister der Kommunen beim Brezel Race mitradeln werden“, so Streckenplaner und Veranstalter Albrecht Röder von FREUNDE Eventagentur. Röder unterstreicht: „Auch wenn die Strecken gesperrt sind, herrscht für die Renn-Teilnehmer das Rechtsfahrgebot. Aufmerksames Fahren hat oberste Priorität für die Sicherheit der Renn-Teilnehmer.“

Brezel Race-Strecken im Detail

Das Brezel Race kurz startet um 7:30 Uhr auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Um 8:30 Uhr folgt der Start für das Brezel Race lang und gegen 8:45 Uhr gehen die Hobby-Radler des Sunday Morning Cycling auf ihre Strecke.

Nach Durchfahrt des Startbogens geht es in neutralisierter Fahrt die ersten 16 km bis nach Remseck am Neckar. Neutralisiert heißt, alle fahren ohne Zeitmessung in einer großen Gruppe, polizeibegleitet und auf für die Brezel Racer gesperrten Straßen. Das erste Highlight folgt schon nach wenigen Kurven, die Fahrt auf der gesperrten B14, der Konrad-Adenauer-Straße/Willy-Brandt-Straße durch den Schwanenplatztunnel in Richtung Bad Cannstatt. Weiter geht’s entlang des Neckars und des Max-Eyth-Sees über Stuttgart-Hofen, um einige Kilometer später auf der anderen Neckarseite nach Remseck im Landkreis Ludwigsburg zu gelangen. Dann erfolgt ein kurzer Stopp am Haus des Bürgers in Remseck. Dort nehmen die Rennen Brezel Race kurz und lang bei der Fahrt über die Zeitmessmatte ihren „scharfen“ Start. An dieser Stelle beenden auch die Begleitpersonen, die nach dem Motto „kiss & ride“ dabei waren, ihre Fahrt und genießen in Remseck einen Kaffee mit Butterbrezel.

Für die Rennradler geht es auf breiten Straßen bis nach Kornwestheim, vorbei an S-Stammheim nach Möglingen. Dort sind im alten Ortskern erstmals die technischen Fähigkeiten der Radler gefordert. Hinter Möglingen geht’s weiter auf klassischen Radrouten und den Radwegen des Langen Feldes. Bei km 37 entern die Brezel Racer die Strecken der Deutschen Radmeisterschaften der Profis, die ca. zwei Stunden nach den ersten Hobbyradlern auf der exakt gleichen Strecke durch Korntal-Münchingen, Hemmingen, Hirschlanden und Ditzingen um Meisterehren fahren. In Ditzingen sind die Hobby-Radler von 8:50 bis 11:00 Uhr, die Elite folgt von 11:15 bis 13:30 Uhr. Am Bahnhof Ditzingen ist die einzige Verpflegungszone des Jedermann-/Jedefrau-Rennens eingerichtet.

Direkt hinter der Verpflegungszone passieren die Brezel Racer die Streckentrennung. Die kurze Strecke biegt links ab weiter durch Ditzingen, nach Gerlingen, S-Giebel, S-Wolfsbusch zu einem weiteren Stuttgarter Klassiker, der Bergheimer Steige. Exakt 500 m Höhe misst die „Passhöhe“ am Schloss Solitude, bevor es auf der kurzen Strecke nach 58 km wieder hinunter in den Talkessel geht. Beim Schloss Solitude treffen sich wieder beide Streckenführungen Brezel Race kurz und Brezel Race lang für den weiteren Verlauf und die jeweils restlichen 16 km bis zum Ziel in Stuttgart.

Die lange Brezel Race Strecke biegt nach der Verpflegungszone in Ditzingen in den Landkreis Böblingen ab. Vorbei an Leonberg-Höfingen – mit kurzen knackigen Anstiegen über Rutesheim und Weissach-Flacht. Danach folgt ein 10 %iger Anstieg beim Abstecher in den Enzkreis, die Strecke führt durch Malmsheim und durch Renningen. Im letzten Drittel der langen Strecke fahren die Radler durch Leonberg-Warmbronn, es geht hinunter ans Glemseck und wieder hinauf im Krummbachtal bis zur Schillerhöhe in Gerlingen. Durch Schloss Solitude erreichen dann die Brezel Racer lang nach 95 Kilometern die oben erwähnte Streckenzusammenführung auf dem Weg zum Ziel. Eine rasante Abfahrt nach S-Botnang und S-Feuerbach belohnt zunächst für alle bisherigen Mühen. Doch dann heißt es, alle Kraft sammeln und die letzten Körner mobilisieren: über eine Länge von 950 m mit über 10 % Steigung geht’s in der Grünewaldstraße nochmals auf die Stuttgarter Höhenrandlage hinauf zum Killesberg. Die letzten 1000 m führen in der Stuttgarter Innenstadt über die gesperrte Kriegsbergstraße, Kronenstraße und Friedrichstraße. Die Theo im Blick, erreichen die Brezel Racer hoffentlich alle freudestrahlend den Zielstrich der RAD-DM 2020. Nach dem Ziel warten Erfrischungen und jede Menge Gelegenheiten zum Fachsimpeln auf der EXPO im hansgrohe- Fandorf, in der Shimano E-Bike Challenge und weitere Attraktionen rund um den Zielbereich Theodor-Heuss-Straße.

Der Brezelkörble-Radtreff in der Region

Wer sich schon mal einen Vorgeschmack auf die Strecken des Brezel Race bekommen möchte: Am Sonntag, 29. März 2020 startet der erste Brezelkörble-Radtreff, der jeweils am letzten Sonntag des Monats April und Mai wiederholt wird. Die beste Gelegenheit, mit anderen Rennradlern die Strecke zu testen. Im März fährt der Brezelkörble-Radtreff auf dem Abschnitt Remseck bis Schloss Solitude auf der kurzen Brezel-Race-Strecke. Die Test-Ausfahrt beträgt 60 km, Abfahrt ist an allen Terminen um 10:30 Uhr am Kleinen Schloßplatz an der Theodor-Heuss-Straße. Einfach dabei sein und sich wie ein Profi fühlen! Mehr Infos gibt es unter: www.brezelrace.de

Helfer gesucht – für die Deutschen Straßenradmeisterschaften und Brezel Race 2020 in Stuttgart und Region!

Jetzt Teil der Deutschen Straßenradmeisterschaften und des Brezel Race 2020 in Stuttgart und Region werden – und sich als Streckenposten registrieren! Wir freuen uns insbesondere über Gruppenanmeldungen, die einen bestimmten Abschnitt betreuen. Gesucht werden Streckenposten mit einem Mindestalter von 18 Jahren. Zu den Aufgaben zählen die Freihaltung der Rennstrecke von Verkehrsteilnehmern, Passanten und Zuschauern sowie das Überwachen der Sperrmaßnahmen. Und: Die Teilnehmer freuen sich über jede Art der Anfeuerung. Außerdem gibt es eine Aufwandsentschädigung (10 € je Person und je Stunde), die nach dem Einsatz ausgezahlt wird. Von der einzigartigen Stimmung an der Strecke anstecken lassen – und bei den Radsporthighlights in Stuttgart und Region dabei sein!  Bei Interesse bitte die Angaben Gruppenname, Anzahl der Helfer der Gruppe, Ansprechpartner mit Vornamen, Namen, kompletter Adresse, E-Mail-Adresse, Handynummer an info@brezelrace.de schicken. Wir werden uns zeitnah melden.

Hintergrund/Vorschau

Die Deutschen Straßenradmeisterschaften finden vom 19. bis 21. Juni 2020 statt. In diesem Rahmen feiert das „Brezel Race Stuttgart & Region“ am Sonntag, 21. Juni 2020, seine Premiere. Veranstalter der Deutschen Straßenradmeisterschaften ist der BDR und Ausrichter die FREUNDE Eventagentur. Der Gesamtevent ist ein von Landeshauptstadt Stuttgart und Verband Region Stuttgart gefördertes Gemeinschaftsvorhaben. Die Streckenplanung und Organisation für beide Rennen verantwortet der regionale Veranstalter FREUNDE Eventagentur aus Sindelfingen-Maichingen. Die Gesamtkommunikation zum neuen Jedermann-/Jedefrau-Rennen sowie zu den Deutschen Straßenradmeisterschaften 2020 begleitet das Stuttgarter Agenturtandem SANSHINE Communications und WortFreunde Kommunikation. Das „Brezel Race Stuttgart & Region“ soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden und sich in der Region langfristig etablieren. Auch das Finale der Schlussetappe der Deutschland Tour 2021 wird von der Landeshauptstadt und dem Verband Region Stuttgart gemeinsam gefördert. Teil des Finales ist die Jedermann Tour mit Start und Ziel in Stuttgart und zwei Strecken durch die Region.

Pressekontakt/Gesamtkommunikation

WortFreunde Kommunikation GmbH
Dr. Linda Mayer, Hermannstr. 5, 70178 Stuttgart
Tel.: 0711 50 53 06-38, E-Mail: mayer@wortfreun.de
Internet: https://www.wortfreun.de

Veranstalter

FREUNDE Eventagentur GmbH           
Albrecht Röder, Friedensstraße 11, 71069 Sindelfingen
Tel.: 07031 632 03-80, E-Mail: info@freunde-eventagentur.de
Internet: https://www.freunde-eventagentur.de

Die Pressemitteilung zum PDF-Download.

Die Streckengrafik kann zur Berichterstattung kostenfrei verwendet werden mit dem Nachweis: @ Freunde Eventagentur

Die gpx-Tracks für die Strecken Brezel Race kurz und Brezel Race lang stehen unter www.brezelrace.de bereit.

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news-939 Thu, 20 Feb 2020 15:16:44 +0100 Durchgängiger Viertelstundentakt bei der S-Bahn Zum Fahrplanwechsel im Dezember tagsüber durchgängig einheitlicher und attraktiver Takt. Zusätzliche Fahrten zur Entlastung der S6 geplant. Baubedingte Fahrplaneinschränkungen bei der S3 und S4. presse/artikel/aktuell/durchgaengiger-viertelstundentakt-bei-der-s-bahn/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=bf680b67ae0b5fe100610c6ad0c9de02 Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 wird die letzte Lücke des Viertelstundentakts bei der S-Bahn geschlossen. Die S-Bahn verkehrt dann montags bis freitags von ca. 6:00 Uhr bis 20:30 Uhr durchgehend im einheitlichen und attraktiven Takt. Ermöglicht hat dies die Regionalversammlung mit ihrem Beschluss vom September 2016, der eine stufenweise Einführung vorgesehen hat. Für die Fahrgäste bedeutet dies eine Angebotsqualität, die einer U- oder Stadtbahn nahekommt. Zudem ist beabsichtigt, die stark ausgelastete S6 zwischen Weil der Stadt und Stuttgart-Feuerbach in der Hauptverkehrszeit durch zusätzliche Fahrten zu entlasten. Bis zur Wiederinbetriebnahme des Gleises 130 in Stuttgart-Feuerbach würde diese temporär in Stuttgart Zuffenhausen enden. Derzeit laufen hierfür Untersuchungen unter welchen Prämissen diese Zielsetzung umsetzbar ist.

In den Ferien müssen die Fahrgäste dieses Jahr bei der S3 (Backnang – Stuttgart – Flughafen Messe) und der S4 (Stuttgart – Marbach am Neckar – Backnang) mit Einschränkungen rechnen. Zwischen Winnenden und Neustadt-Hohenacker müssen in den Pfingstferien Gleisarbeiten durchgeführt werden, sodass der Abschnitt vom 8. bis 13. Juni 2020 gesperrt wird. Die S3 verkehrt dann von Waiblingen über Stuttgart zum Flughafen/Messe, sowie zwischen Backnang und Winnenden. In den Sommerferien muss die Strecke der S4 zwischen Kirchberg (Murr) und Burgstall (Murr) aufgrund der Erneuerung der Eisenbahnüberführung komplett gesperrt werden.

Die S4 verkehrt dann nur Stuttgart und Kirchberg (Murr). Zwischen Kirchberg (Murr), Burgstall (Murr) und Backnang verkehren Ersatzbusse. Der regionale Verkehrsausschuss hat in Bezug auf die S4 zwischen Marbach und Backnang die Prüfung des Bedarfs und der Machbarkeit von Verkehrsverbesserungen beschlossen, beispielsweise Taktverdichtungen in den Abendstunden. Die Termine für regelmäßige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten werden sich 2020 voraussichtlich reduzieren, da durch die Stammstreckensperrung 2021 keine zusätzlichen Instandhaltungszeitfenster nötig werden.

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news-938 Thu, 20 Feb 2020 15:11:33 +0100 Pünktlichkeitswerte und Fahrgastbewertung der S-Bahn für 2019 vorgestellt 2019 erneuter Fahrgastrekord. Beurteilung der Sicherheit und Sauberkeit weiterhin positiv. Pünktlichkeit und Fahrgastinformation bleiben verbesserungswürdig. presse/artikel/aktuell/puenktlichkeitswerte-und-fahrgastbewertung-der-s-bahn-fuer-2019-vorgestellt/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=8da9fbd0a5b7a0f27a5b4aba20bf6fb1  Die S-Bahn in der Region Stuttgart hat in ihrer 40-jährigen Geschichte noch nie so viele Menschen befördert wie im Jahr 2019. An Werktagen nutzten rund 435.000 Personen die S-Bahn. Betrachtet auf das Jahr sind es fast 132,5 Millionen Personen, was einem Zuwachs von über 1,5 Millionen Fahrgästen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Ergebnis wurde heute im Zuge des Berichts zur S-Bahnqualität dem regionalen Verkehrsausschuss präsentiert. Neben steigenden Fahrgastzahlen wurden unterschiedliche Aspekte der Qualitätsbewertung thematisiert. Während sich die Sicherheit und Sauberkeit der S-Bahn im Vergleich zum Vorjahr verbessert haben (Fahrgastnote 2,0 und 2,3) hält sich die Fahrgastinformation konstant bei der Schulnote 2,5. Bei der Pünktlichkeit besteht Verbesserungsbedarf.

Entwicklung der Pünktlichkeit

Die Gesamtpünktlichkeitswerte bei Verspätungen unter sechs Minuten sind im Vergleich zum Vorjahr von 96,1 Prozent auf 95,3 Prozent zurückgegangen. Somit waren von 100 S-Bahnen weniger als fünf Züge mehr als sechs Minuten verspätet. In der Hauptverkehrszeit waren es 2018 noch 93,8 Prozent, im Jahr 2019 ist der Wert auf 92,9 Prozent gesunken. Betrachtet man Verspätungen unter drei Minuten so liegt der Pünktlichkeitswert bei 84,4 Prozent (2018 - 86,8 Prozent). In der Hauptverkehrszeit waren 75,8 Prozent der Züge weniger als drei Minuten verspätet, während es 2018 noch 78,4 Prozent waren.

Die Hintergründe hierfür sind vielfältig. Insbesondere die Kapazität der Infrastruktur und der deutlich gestiegene Mischverkehr im Schienenknoten Stuttgart sind wesentlicher Knackpunkt. Rund 60 Prozent der Verspätungsminuten sind auf Zugfolgeverspätungen und somit auf die Unpünktlichkeit von anderen Zügen zurückzuführen. Obwohl die S-Bahn das pünktlichste Eisenbahnverkehrsunternehmen im Schienenknoten Stuttgart ist, wird sie häufig durch andere Züge aus ihrer eigenen Trasse verdrängt.

Dispositionsvereinbarungen für bestimmte Abschnitte mit allen beteiligten Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen könnten hier Abhilfe schaffen, weshalb der Verband Region Stuttgart mit DB Regio und weiteren Beteiligten bereits daran arbeitet.

Perspektivische Verbesserungen

Eine signifikante Verbesserung der Pünktlichkeit ist mit Einführung des Zugbeeinflussungssystem (ETCS European Train Control System) zu erwarten.  Stuttgart wird die erste Metropolregion, in der das für den Hochgeschwindigkeitsverkehr entwickelte System eingesetzt und erprobt wird. Für die Fahrgäste wird es ab Dezember durch den ganztägigen Viertelstundentakt weitere Verbesserungen geben. Ende 2021 werden mit der Auslieferung weiterer 58 Züge zusätzliche Kapazitäten in der Hauptverkehrszeit und für weitere Verkehre entstehen.

Sicherheit, Sauberkeit und Fahrgastinformation

Positive Entwicklungen sind in Bezug auf die Sicherheit und Sauberkeit der S-Bahn festzustellen, die sich in der Fahrgastbewertung leicht verbessert haben
(Fahrgastnote 2,0 und 2,3). Die Fahrgastinformation im Regelfall bewerten die Fahrgäste wie im Vorjahr mit der Schulnote 2,5. Für die kommenden Jahre ist zunehmend mit Baumaßnahmen zu rechnen, weshalb der Verband Region Stuttgart von DB Regio fordert, auf die Fahrgastinformation – insbesondere auch bei Störungsfällen - ein besonderes Augenmerk zu legen. „Um den Ansprüchen der Kunden an die Fahrgastinformation gerecht zu werden, wird die DB allein in der Region Stuttgart rund 25 Millionen Euro investieren“, erklärte Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn Stuttgart.

Die S-Bahn in der Region Stuttgart bleibt noch immer pünktlicher als vergleichbare S-Bahnnetze im süddeutschen Raum, liegt aber unter den vereinbarten Zielvorgaben des Verbands Region Stuttgart und der DB Regio. Für die DB Regio resultieren aus der Unpünktlichkeit Strafzahlungen in Höhe von 1,17 Mio. Euro. Bei der Ermittlung der Strafzahlungen fließen unterschiedliche Qualitätskriterien ein, die sich mitunter – wie bspw. die Funktionsfähigkeit der Fahrkartenautomaten – erheblich verbessert haben.

Diskussion

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge sah Rainer Ganske (CDU/ÖDP) den Bericht zur S-Bahnqualität. Einerseits würden die jahrelang geforderten Investitionen in die Infrastruktur kommen, andererseits verursachten die resultierenden Baustellen Verschlechterungen der Pünktlichkeit. „Durch die Einführung von ETCS, Angebots- und Taktausweitungen sehen wir aber Licht am Ende des Tunnels“, konstatierte Ganske, und betonte den Antrag seiner Fraktion den 15-Minuten-Takt auf das Wochenende auszuweiten. Michael Lateier (Grüne) bemängelte die Kommunikation im Störungsfall, wo nicht nur die DB, sondern auch der VVS nachbessern müssten. Die Fahrgastzuwächse seien „erfreulich, gewollt und gemusst“, weshalb aber die Infrastruktur weiter verbessert werden müsste. „Das wird eine große Herausforderung für die Zukunft“, betonte Lateier. „Wir sehen, dass die DB sich Mühe gibt und diese Mühe tragen wir gemeinsam“, resümierte Bernhard Maier (Freie Wähler). Deswegen nehme man alle Mittel in die Hand, um die S-Bahn vor allem durch Angebote zu verbessern.

„Mit dieser Bilanz werden wir das Image der S-Bahn nicht verbessern“, konstatierte Jasmina Hostert (SPD). Sie hoffe aber, dass durch die Einführung des 15-Minuten-Takts und zusätzliche Züge die Qualität insgesamt verbessert werde.

Holger Dorn (AfD) lobte, dass die Aspekte, die in der alleinigen Verantwortung der DB lägen verbessert werden konnten, dennoch bleibe die Bilanz durchwachsen.

Hans Dieter Scherer (FDP) betonte, dass die gesetzten Ziele nur durch eine zweite Stammstrecke erreicht werden könnten. Langfristig käme man um diese nicht herum. Michael Knödler (DIE LINKE/PIRAT) bezeichnete das zurückliegende Jahr mit den vielen Baustellen als „Katastrophenjahr“.

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news-937 Thu, 06 Feb 2020 08:26:14 +0100 Welcome Service Region Stuttgart: Über 17.000 Beratungen für Menschen aus 147 Ländern Welcome Service Region Stuttgart stellt Bilanz seiner Arbeit vor. Service wird sowohl von Einzelpersonen als auch Unternehmen in Anspruch genommen. presse/artikel/aktuell/welcome-service-region-stuttgart-ueber-17000-beratungen-fuer-menschen-aus-147-laendern/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=09b5b46074e3b02a32aada20570b65b7 Die Aktivitäten des Welcome Services Region Stuttgart sind am Mittwoch, 5. Februar 2020, vor den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung vorgestellt worden. Zwischen 2014 und 2019 wurden insgesamt 7.419 internationale Fachkräfte im Welcome Center Stuttgart sowie in der regionalen Sprechstunde beraten. Dazu gehören Fachkräfte aus dem Ausland mit Hochschulabschluss, beruflicher Erfahrung oder Ausbildung sowie Studierende. Insgesamt wurden 17.655 Beratungen durchgeführt.

Die Fachkräfte kamen aus 147 Ländern. Die meisten stammten aus Italien, Indien, Kroatien, Syrien und Spanien. Hauptberufsgruppen waren Ingenieure, Betriebswirte, Gesundheits- und Krankenpfleger, Architekten, Informatiker und Ärzte. Neben Einzelpersonen nutzten auch rund 300 kleine und mittlere Unternehmen aus der Region Stuttgart das Beratungsangebot des Welcome Service. Ihr Beratungsanfragen fokussierten sich auf die Bereiche Rekrutierung, Beschäftigung und Integration internationaler Fachkräfte. Um auf seine Angebote aufmerksam zu machen und sie weiterzuentwickeln, arbeitet der Welcome Service eng mit Partnern, wie der Agentur für Arbeit, der IHK Region Stuttgart, der Handwerkskammer Region Stuttgart, dem Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V. oder dem spanischen Generalkonsulat Stuttgart und ACLI Baden-Württemberg zusammen.

„Mit dem Beschluss zur Gründung des Welcome Service Region Stuttgart, hat die Regionalversammlung einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit geleistet“, betonte Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH. Der Welcome Service Region Stuttgart trägt mit Informationen rund um das Ankommen, Arbeitssuche, Deutschlernen und Ausbildung zur Integration von Neubürgerinnen und -bürger bei.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt dabei auf der Information und Vernetzung zur Integration in den Arbeitsmarkt. Gemeinsam mit Partnern bietet der Welcome Service Region Stuttgart für einzelne Zuwanderergruppen auch Veranstaltungen zum Ankommen und zum Leben und Arbeiten in der Region Stuttgart.

Der Welcome Service Region Stuttgart ist ein Angebot der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) in Zusammenarbeit mit der Fachkräfteallianz Region Stuttgart. Unterstützt wird das Beratungszentrum mit Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Zentrales Angebot des Welcome Service Region Stuttgart ist das Welcome Center Stuttgart, das die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart gemeinsam mit der Stadt Stuttgart betreibt.

Stimmen aus den Fraktionen

Andreas Koch (CDU/ÖDP) lobte die Arbeit des Welcome Services, da Migration sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich notwendig sei. Als Beispiel hierfür führte er den Mangel an Pflegekräften an. „Eine globalisierte Gesellschaft muss den Blick über Grenzen hinaus richten.“  Für Dr. Cleo Becker (Grüne) zeigt der Welcome Service, dass Menschen hier willkommen sind. „Diversität ist in der Region willkommen und zuhause“, betonte sie. Gerd Maisch (Freie Wähler) hob hervor, dass für die Arbeit des Welcome Services die Vernetzung mit Behörden und Landratsämter sehr wichtig sei. Hier bot er Unterstützung an. Jasmina Hostert (SPD) lobte die Arbeit und Funktion des Welcome Services: „Wenn man in der Arbeit integriert ist, dann klappt es auch in anderen Bereichen. Stephan Köthe (AfD) erbat für die Zukunft zusätzliche Zahlen zur Entwicklung des Beratungsangebots und seiner Nachfrage. Hartfrid Wolff (FDP) bezeichnete den Welcome Service als „Leuchtturm für eine offene Gesellschaft.“ Peter Rauscher (DIE LINKE/PIRAT) warb für verstärkte Kooperationen mit den kommunalen Volkshochschulen, da sich die Angebote gut ergänzen.

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news-936 Tue, 04 Feb 2020 14:15:06 +0100 Stuttgart und die Region Stuttgart richten Finale der Deutschland Tour 2021 aus Gemeinsame Pressemitteilung des Verbands Region Stuttgart, der Stadt Stuttgart und der Gesellschaft zur Förderung des Radsports vom 04. Februar 2020 presse/artikel/aktuell/stuttgart-und-die-region-stuttgart-richten-finale-der-deutschland-tour-2021-aus/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=31e9c1400422c8e20d248e102cf6ac81 Baden-Württemberg wird im August des nächsten Jahres wieder zur Radsport-Hochburg. Nachdem die Landeshauptstadt Stuttgart und die Region Stuttgart bereits Gastgeber für den Schlusstag der Premierenausgabe der neuen Deutschland Tour waren, feiert Deutschlands größtes Radsportfestival 2021 erneut sein großes Finale im Südwesten. Neben den Profis der Deutschland Tour werden auch 3.000 Hobbyradsportler zur Jedermann Tour mit Start und Ziel in Stuttgart erwartet.

Wenn am 23. August der Gesamtsieger der diesjährigen Deutschland Tour in Nürnberg gekürt wird, steht die Schlüsselübergabe fest. Nachfolger der Frankenmetropole werden die baden-württembergische Landeshauptstadt und die Region Stuttgart. Für die deutschen Profis und viele Hobbyradsportler wird der August 2021 zum Wiedersehen auf bekannten Straßen. Sie können ihre Erinnerungen von der Deutschland Tour 2018 bereits bei den Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr auffrischen, die vom 19. bis zum 21. Juni in Stuttgart und der Region Stuttgart ausgetragen werden. Teil der Rad-DM 2020 ist auch das „Brezel Race“, ein Jedermannrennen für ambitionierte Breitensportlerinnen und Breitensportler.

Die Rückkehr in den Südwesten war ein klarer Wunsch der Fans, die sich nach der Premiere 2018 eine Zugabe der Deutschland Tour gewünscht haben. Ein begeistertes Publikum hat damals den deutschen Etappensieger Nils Politt auf der Theodor-Heuss-Straße gefeiert. „Wir freuen uns auf die Rückkehr nach Stuttgart und in die Region. Die großartigen Bilder von 2018 sind uns noch in sehr guter Erinnerung. Stuttgart war der krönende Abschluss einer gelungenen Premiere der neuen Deutschland Tour. Hier wurde mit großem Enthusiasmus das Fahrrad gefeiert“, sagt Claude Rach, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des Radsports, dem Veranstalter der Deutschland Tour.

„Dieser Tag hat bei allen Beteiligten Eindruck hinterlassen. Das Finale der Deutschland Tour war in Stuttgart und der Region der Startschuss für die Umsetzung einer Radsportstrategie inklusive Deutscher Meisterschaft 2020, jährlichem Jedermannrennen und unserem Wiedersehen im nächsten Jahr. Es sind genau diese nachhaltigen Effekte, die wir mit der Deutschland Tour auslösen wollen. Das ist ein gutes Beispiel für die Förderung des Radsports in Deutschland, die wir uns auf die Fahne geschrieben haben“, so Rach weiter.

„Drei Jahre nach ihrem ersten großen Finale in Stuttgart kehrt die neue Deutschland Tour nach Hause zurück“, sagt Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart. „Herzstück der Veranstaltung ist für uns die Jedermann Tour. So haben die Stuttgarterinnen und Stuttgarter 2021 schon zum dritten Mal Gelegenheit, sich bei einem Jedermannrennen in den Sattel zu schwingen. Auch in den Folgejahren soll mit dem Brezel Race kontinuierlich ein Jedermannrennen stattfinden“, so Schairer weiter. „Ermöglicht wird diese nachhaltige Förderung des Radsports in Breite und Spitze durch die gute Zusammenarbeit mit dem Verband Region Stuttgart“, ergänzt der Sportbürgermeister.

Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling bekräftigte: „Wir freuen uns sehr über den Zuschlag für die Deutschland Tour 2021. Bereits die Schlussetappe 2018 war ein großer Gewinn für die Region Stuttgart. Das Radsportevent beeindruckte bundesweit tausende Zuschauer wie auch Mitfahrer und vermittelte die Schönheiten unserer Region auf ideale Weise. Das möchten wir weiterführen und fördern deshalb gerne die kommenden beiden sportlichen Großveranstaltungen mit ihren Jedermannrennen. Das ist beste Werbung fürs Radfahren in unserer schönen Region.“

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Video-Trailer

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news-935 Thu, 30 Jan 2020 10:50:09 +0100 Über eine Million Euro für Landschaftsparkprojekte Anträge aus 18 Städten und Gemeinden eingereicht – 16 kommen in den Genuss einer Kofinanzierung. Rund die Hälfte der Projekte interkommunal. presse/artikel/aktuell/ueber-eine-million-euro-fuer-landschaftsparkprojekte/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=b1a46af27d504db50d6d3ac616e82b4d Landschaft nicht nur schützen, sondern auch aufwerten und gestalten: Dies ist die Grundidee des Landschaftsparks Region Stuttgart. Deswegen unterstützt der Verband Region Stuttgart Städte und Gemeinden in der Region mit einem jährlichen Kofinanzierungsprogramm. In seiner heutigen Sitzung ist der regionale Planungsausschuss die Empfehlung der Jury gefolgt und hat die Förderung von 16 Projekten mit insgesamt 1.232.700 Euro beschlossen. Das förderfähige Gesamtvolumen der Projekte umfasste 6.011.111 Euro. Erbeten wurden Kofinanzierungsmittel in Höhe von 1.294.753 Euro, wovon 1.232.700 Euro bewilligt wurden. Insgesamt gingen 18 Projektanträge ein, wovon 16 goutiert wurden. Anders als in den Vorjahren gab es in dieser Vergaberunde deutliche räumliche und thematische Schwerpunkte. So konzentrieren sich die Projekte räumlich auf den Kreis Ludwigsburg und insbesondere die Steillagen im Mittleren Neckartal und auf das Obere Filstal. Das Thema Sport und Bewegung, insbesondere für Jugendliche, spielt im Bottwartal eine Rolle. Ökologische Aspekte stehen bei Projekten in Stuttgart und Waiblingen im Vordergrund. „Wir freuen uns sehr, dass es sich bei rund der Hälfte der Projekte um interkommunale Projekte handelt“, betonte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling.

Die höchste Kofinanzierung geht an das Projekt „Naturoase Auwiesen“ der Stadt Stuttgart. 450.000 Euro sollen die Anlage eines mit dem Neckar verbundenen Feuchtbiotops mit Naturerlebnis für Menschen im Bereich der Stauhaltung Hofen unterstützen. Das Projekt verknüpft auf besondere Weise ökologische Aufwertung, Umweltbildung und Naherholung heißt es in der Projektbeurteilung des Verbands. Es ist das fünfte Projekt zur Stärkung der Erlebbarkeit des Neckars der Stadt Stuttgart, das mit regionalen Mitteln kofinanziert wird. Die zweithöchste Förderung in Höhe von 185.000 Euro geht nach Bietigheim-Bissingen. Eine 1984 angelegte Aufenthaltsfläche soll für Erholungssuchende entlang der Enz, insbesondere für Radfahrer, Kanuten und Wanderer attraktiv gestaltet werden. Einladende Rastplätze mit drehbaren Sonnenliegen, ein Aussichtsbalkon sowie ein Spiel- und Aufenthaltsbereich sollen die Erlebbarkeit der Enz verbessern.  115.600 Euro gehen nach Wiesensteig für die Umwandlung eines Spielplatzes in einen multifunktionalen Lebensraum an der Fils. Dazu gehören ein neuer Spielbereich unter dem Motto Leben am und im Bach, sowie flache Uferböschungen in kombinierter Nutzung als Retentionsraum. Im Haushalt 2020 wurden 1,5 Millionen Euro für die Kofinanzierung von Landschaftsparkprojekten eingestellt, die nicht in vollem Umfang vergeben wurden. Durch günstiger abgerechnete beziehungsweise aufgegebene Projekte stehen in diesem Jahr zusätzlich rund 500.000 Euro zur Verfügung. Die Geschäftsstelle schlug vor, diese Mittel in das nächste Jahr zu übertragen beziehungsweise für geeignete und den Zielen des Landschaftspark entsprechende Sonderprojekte, die sich möglicherweise im Laufe des Jahres entwickeln, vorzuhalten. Der Planungsausschuss hat dies befürwortet.

Roland Schmid (CDU/ÖDP) zeigte sich erfreut über die sehr gute Projektauswahl. „Das zeigt, dass das Förderprogramm sehr sinnvoll ist und gute Entwicklungen auslöst.“ Ebenfalls erfreulich sei, dass für alle Bevölkerungsgruppen etwas dabei war sowie für die Sinne. „Das ist gut angelegtes Geld“, resümierte Schmid. Dorothee Kraus-Prause (Grüne) betonte, dass es sich bei der vorgestellten Projektauswahl um eine gute Mischung zwischen Einzelmaßnahmen und Großprojekten handle. Sie lobte die resultierende ansprechende ökologische Aufwertung. Dadurch sei es besonders leicht gewesen eine Entscheidung zu treffen. „Wir freuen uns auf die Projekte!“ Peter Aichinger (Freie Wähler) hob hervor, dass die thematischen Schwerpunkte auf Verbesserungen für den Radverkehr und Steillage lag. Dies mache die Projekte zu einem „weiteren Mosaikstein zur Stärkung des Landschaftsparks Region Stuttgart.“ Regina Traub (SPD) lobte die breitgefächerten Projekte, die sowohl tolle Sachen für Kinder böten, als auch ökologisch wertvoll seien. Für Joachim Hülscher (AfD) war neben der Bandbreite erfreulich, dass die Kofinanzierungsmittel in der aktuellen Förderrunde ausgereicht haben. Kai Buschmanns (FDP) Freude über die Projekte wurde ein wenig getrübt, da nicht alle Landkreise Projekte eingereicht haben. Christoph Ozasek (DIE LINKE/PIRAT) bat offensivere Werbung für die Kofinanzierung zu machen, damit im kommenden Jahr alle Mittel abfließen.

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news-934 Mon, 27 Jan 2020 10:06:26 +0100 Unterstützung für Stuttgarter Staatstheater aus Programm „Modellregion für nachhaltige Mobilität“ Kofinanzierung für eine nachhaltige betriebliche Mobilitätsstrategie presse/artikel/aktuell/unterstuetzung-fuer-stuttgarter-staatstheater-aus-programm-modellregion-fuer-nachhaltige-mobilitaet/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=ac6ddd29b79e743e7e9f150bd81cf41b Die Staatstheater Stuttgart haben eine betriebliche Mobilitätsstrategie erarbeitet und setzen diese nun sukzessive um. Sie zielt darauf ab, den Fuhrpark von Verbrennungsantrieben auf Elektroantrieb umzustellen, zusätzliche Lasten-Pedelecs anzuschaffen, um sie für Kleintransporte einzusetzen, Dienstfahrten vermehrt vom Auto auf den öffentlichen Personennahverkehr und das Fahrrad zu verlagern sowie bei der Belegschaft noch stärkere Anreize für die Nutzung des Jobtickets zu setzen. Die Ladeinfrastruktur wird ausgebaut und es sollen noch mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden. Zur Umsetzung des Projekts hatten sich die Staatstheater Stuttgart um Kofinanzierungsmittel des Verbands Region Stuttgart aus dem Programm „Modellregion für nachhaltige Mobilität“ beworben. Dieser Antrag wurde mit Mitteln in Höhe von 59.750 Euro bewilligt. Das Kofinanzierungsrogramm wurde 2012 ins Leben gerufen und hat ein Gesamtvolumen von 7,5 Millionen Euro. Seither wurden mit regionaler Unterstützung 24 Projekte von Kommunen, Unternehmen oder Organisationen erfolgreich umgesetzt. Thomas S. Bopp, Verbandsvorsitzender des Verbands Region Stuttgart, betonte bei der Vorstellung der kofinanzierten Fahrzeuge der Staatstheater: „Wir hoffen, dass dieses Projekt in der Region und darüber hinaus Nachahmer findet, denn es zeigt, wie einfach es für Theaterhäuser, aber auch andere Institutionen sein kann, einen Beitrag zur Reduzierung von Schadstoffen und Lärm zu leisten.“

Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant: „Die Staatstheater Stuttgart haben aufgrund ihrer Verortung im Herzen des Kulturquartiers, der baulichen Situation im Stadtzentrum und der verkehrlichen Realität schon vor zwei Jahren begonnen, ein nachhaltiges Mobilitätskonzept zu entwickeln. Dies wird nun Schritt für Schritt umgesetzt. Der Verband der Region Stuttgart hat mit dem Programm „Modellregion für nachhaltige Mobilität“ und dem Prinzip der Kofinanzierung ein sehr kluges, da systemisches, Instrument geschaffen. Wir haben uns mit unseren Mobilitätserfordernissen dort sofort wiedergefunden und uns beworben. Ich danke dem Verband der Region Stuttgart sehr, dass wir bei der Förderung berücksichtigt worden sind. Das ist ein guter Beginn, unseren gesamten Fuhrpark Schritt für Schritt auf Nachhaltigkeit umzustellen.“

Die Staatstheater Stuttgart haben 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und stellen die Bühnendekorationen und Kostüme für jede Neuproduktion im Ballett, in der Oper und im Schauspiel in eigenen Werkstätten her. Zwischen dem Probenzentrum im Nord am Löwentor, dem Zentrallager an der Alten Zuckerfabrik in Bad Cannstatt und den  zentral im Oberen Schlossgarten gelegenen Spielstätten Opernhaus und Schauspielhaus sowie dem Kammertheater im Gebäude der Neuen Staatsgalerie gibt es ganz unterschiedliche Transporterfordernisse. Hendriks weiter: „Mit der Neukonzeption können wir die aktuellen Transporterfordernisse nun nachhaltig und klimafreundlich erfüllen. Dazu gehört auch die Einrichtung der notwendigen Ladeinfrastruktur. Außerdem möchten wir noch mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewegen, für den Weg zur Arbeit und nach Hause auf das Fahrrad umzusteigen oder sich für das günstige Jobticket zu entscheiden. Ein Lasten-Pedelec, das wir bereits vor drei Jahren selbst finanziert haben, hat sich so gut bewährt, dass wir zwei weitere im Frühjahr aus Mitteln der Projektförderung anschaffen werden.“

Pressebilder vom Vor-Ort-Termin zum Download: https://cloud.staatstheater-stuttgart.de/public/download-shares/zUVno3ZukFosfkSC5v9jp4fjZxn13Gum

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news-933 Wed, 22 Jan 2020 19:24:45 +0100 Zunehmender Verkehr in der Region Stuttgart Aktualisiertes Verkehrsmodell prognostiziert weiteren Anstieg des werktäglichen Verkehrs bis 2030 auf Straße und Schiene. presse/artikel/aktuell/zunehmender-verkehr-in-der-region-stuttgart/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=cd892e4fb625c14e97c14cae82fd6c29 Die Mobilität in der Region Stuttgart wird bis 2030 weiter ansteigen. Das ist das Ergebnis aus der Auswertung des fortgeschriebenen Verkehrsmodells des Verbands Region Stuttgart, das im heutigen Verkehrsausschuss diskutiert wurde. Mit Hilfe des Verkehrsmodells wird die die Verkehrsentwicklung in der Region analysiert und prognostiziert. Im bisherigen Modell waren Prognosewerte für das Jahr 2025 hinterlegt. Die zeitliche Entwicklung hat eine Erweiterung des Prognosehorizonts bis 2030 erforderlich gemacht. Zudem wurden einige Aktualisierungen vorgenommen, um die Veränderungen bei den Verkehrsangeboten, dem VVS-Tarif und den Einwohnerzahlen zu berücksichtigen. Im Auftrag des Landes wurden zudem weitere Anpassungen am Verkehrsmodell vorgenommen. Hierzu zählen beispielsweise die im letzten Jahr beschlossene CO2-Bepreisung aus dem Klimaschutzprogramm des Bundes, die im Zuge des Luftreinhalteplans für die Stadt Stuttgart festgelegten Geschwindigkeitsbeschränkungen und das Parkraummanagement der Landeshauptstadt Stuttgart. Auch die Busverkehre in den Landkreisen wurden aktualisiert und angepasst. Im Vergleich zum Jahr 2010 ergibt sich im fortgeschriebenen Modell ein Anstieg der werktäglichen Verkehrsleistung (Binnenverkehr in der Region Stuttgart) um 7,4 Millionen Personenkilometer (Pkm) auf 66,1 Millionen Pkm. Dies entspricht einer Steigerung um 13 Prozent. Der motorisierte Individualverkehr nimmt dabei um 2 Prozent zu (0,8 Millionen Pkm). Der öffentlichen Personennahverkehr steigert sich um 6,6 Millionen Pkm, was einer Zunahme von 65 Prozent entspricht.

Die Verkehrsleistung des Schienenpersonennahverkehrs (Regionalverkehr und S-Bahn) steigt in diesem Basisszenario um 104 Prozent. Somit wird 2030 – ohne weitere ergänzende Maßnahmen – das Ziel einer Verdoppelung der Verkehrsleistung in diesem Bereich erreicht. Die Verkehrsmittelwahl (Modal Split) in Bezug auf die Verkehrsleistung steigt somit zugunsten des öffentlichen Personennahverkehrs von 18,0 auf 25,8 Prozent, der motorisierte Individualverkehr (MIV, inkl. Pkw-Mitfahrer) sinkt von 82,0 auf 74,2 Prozent. Betrachtet man den Fahrgastanstieg im öffentlichen Verkehr etwas detaillierter so wird deutlich, dass ein Großteil des Anstiegs auf den – mit Stuttgart 21 deutlich verbesserten – Regionalverkehr entfällt. Auch die S-Bahn profitiert von der steigenden Nachfrage. So werden 2030 werktäglich ohne zusätzliche Ausbaumaßnahmen rund 30.000 Fahrgäste mehr vorhergesagt. Die stärkste Belastung wird im Abschnitt Hauptbahnhof und Mittnachtstraße erwartet, über den künftig alle S-Bahnen verkehren. Die Auswertung zeigt auch, dass die bereits beschlossenen Maßnahmen die Bereiche entlasten, an denen zukünftig eine hohe Auslastung zu erwarten ist. Unterstellt man, dass bis 2030 weitere Angebotsverbesserungen bei der S-Bahn umgesetzt werden, so ist mit einem noch größeren Fahrgastanstieg zu rechnen, hauptsächlich in den Außenbereichen. Insgesamt werden dann 65.000 Fahrgäste mehr als 2010 erwartet.

Rainer Ganske (CDU/ÖDP) bewertete die Auswertungen positiv: „Das sind Werte, die wir uns gewünscht haben. Man sieht, dass die Anstrengungen, die wir als Region unternommen haben, greifen.“ Allerdings sei die angepeilte Verdopplung des Verkehrs nicht nur mit zusätzlichen Angeboten zu erreichen, sondern nur mit Restriktionen und Maßnahmen wie Parkraummanagement. Ganske stellte außerdem fest, dass der wesentliche Zuwachs aus dem Regionalverkehr komme, der durch S 21 erreicht werde. Engpässe seien nicht im Tiefbahnhof, sondern woanders im Netz. Prof. Dr. André Reichel (Bündnis 90/Die Grünen) resümierte: „Die Verkehrswende findet statt, die Prognosewerte sind dafür ein deutliches Zeichen.“ Der bisherige eingeschlagenen Weg sei richtig und man müsse ihn weitergehen. Daher solle man bereits jetzt überlegen, wie es mit Zusatzverkehren weitergehen kann. Er nannte diesbezüglich Kapazitätsausweitungen bei der S-Bahn, Verstärkerlinien, einen möglichen10-Minuten-Takt, die Panoramastrecke und die Schusterbahn. Bernhard Maier (Freie Wähler) sagte: „Die Verdoppelung der Fahrleistungen bis 2030, ist ein politisches Ziel des Bundes, hinter dem sich alle politischen Kräfte finden. Als Regionalversammlung wollen wir dieses Ziel erreichen.“ Das Bedürfnis der Bevölkerung, mobil zu sein, werde allerdings weiter steigen. Nur mit erheblichen Mitteln von Bund und Land könne der Ausbau gestemmt werden. „Dennoch wird es uns dadurch bestenfalls gelingen, den Verkehrszuwachs im ÖPNV aufzufangen. Auch 2030 wird der Autoverkehr die Mobilität dominieren.“ Für Thomas Leipnitz (SPD) war es eine „gute Entscheidung, das Verkehrsmodell fortzuschreiben.“ Er begrüßte den möglichen Anstieg des ÖPNV-Anteils im gesamten Verkehrsmix durch die jetzt zugrunde gelegten Maßnahmen, man bewege sich inzwischen „in einer ganz anderen Liga“. Dies sei zurückzuführen auf verkehrliche Maßnahmen seitens der Region und auf Maßnahmen anderer Partner, aber auch wesentlich auf den Bau von Stuttgart 21. Patricia Schäfer (AfD) betonte, dass die Schnittstellen zwischen dem MIV und dem ÖPNV besonders wichtig seien. Vor allem an ihrer Durchlässigkeit müsse gearbeitet werden, beispielsweise durch erweiterte Park-and-Ride-Angebot. Insgesamt sei die Region auf einem guten Weg. Armin Serwani (FDP) lobte die Studie als „Fahrplan für die nächsten Jahre“. Bei allen Anstrengungen werde der ÖPNV dennoch an seine Grenze kommen: „Man wird auch weiterhin Straßen brauchen“. Der FDP-Fraktion fehlten zudem Überlegungen für eine zweite Stammstrecke. Wolfgang Hoepfner (DIE LINKE/PIRAT) monierte, dass die Fortschreibung keine Verkehrsstromanalyse enthalte. Ohne die genauen Wegeverbindungen, könne man nicht sehen, wo die Nachfrage besonders dicht sei und keine zielgerichtete Planung machen. „Bis 2030 ist eine absolute Verringerung des MIV möglich, wenn wir alle Anstrengungen darauf ausrichten.“ Wichtig sei die Stärkung der Tangenten, Stichwort „Schusterbahn“.

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news-932 Wed, 22 Jan 2020 19:21:59 +0100 Region beschließt Verlängerung der S6 bis Calw Rahmenbedingungen und regionale Finanzierung der ersten S-Bahn über die Regionsgrenze beschlossen. Zunächst Kombination aus Hermann-Hesse-Bahn und Zusatz-S-Bahn zwischen Feuerbach und Weil der Stadt geplant. Perspektivisch umsteigefreier S-Bahnverkehr zwischen Calw und Stuttgart. presse/artikel/aktuell/region-beschliesst-verlaengerung-der-s6-bis-calw/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=55629fec5102ea80b3f14077c4697b0c Die S6 wird die erste S-Bahn, die über die Regionsgrenze hinaus verkehrt – das hat der regionale Verkehrsausschuss in seiner heutigen Sitzung einstimmig beschlossen. In Vorberatungen mit dem Landkreis Calw und dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg wurden die Rahmenbedingungen und Finanzierung festgelegt, die nun zur Umsetzung kommen können. Schon lange haben die beteiligten Gremien und Vertreter eine Schienenverbindung in den Landkreis Calw diskutiert. Neue Randbedingungen haben nun zu einem zustimmungsfähigen Konzept geführt, das gemeinsam umgesetzt werden kann. So soll in der Vorstufe die Hermann-Hesse-Bahn reaktiviert und eine Zusatz-S-Bahn zwischen Weil der Stadt und Zuffenhausen eingeführt werden, bevor die S6 nach Calw verlängert wird. Hierzu beigetragen haben unterschiedliche Aspekte. So bedarf die S6 einer Entlastung, im Abschnitt zwischen Weil der Stadt und Zuffenhausen, da die S-Bahn dort derzeit das einzige Schienenangebot ist. Eine Zusatz-S-Bahn in der Hauptverkehrszeit könnte die Entlastung ganz ohne Infrastrukturausbau bringen. Diese würde nicht an allen Haltestellen auf der Strecke halten und hätte daher eine etwas kürzere Reisezeit. Das im Ausschuss vorgestellte Konzept sieht vor, dass die Zusatz-S-Bahn im Abschnitt zwischen Renningen und Weil der Stadt Vorrang vor der Hermann-Hesse-Bahn erhält. Letztere endet in der Hauptverkehrszeit bereits in Weil der Stadt. Der Einsatz der Hermann-Hesse-Bahn auf dem Abschnitt zwischen Calw und Weil der Stadt erfordert für Reisende bis nach Stuttgart einen Umstieg auf die Zusatz-S-Bahn, weshalb dieses Konzept nur bis zur durchgängigen Verlängerung der S6 bis Calw zum Tragen kommt. Hierfür ist noch die Elektrifizierung des Abschnitts zwischen Calw und Weil der Stadt nötig.

Die vorgesehene Neuregelung des Bundesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes begünstigt dieses Konzept zusätzlich, denn es ermöglicht eine Förderung von bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Für den Bau und Betrieb der beiden Ausbaustufen sollen die regionalen Finanzierungsgrundsätze gelten. So wird die Zusatz-S-Bahn in den bestehenden Verkehrsvertrag aufgenommen und bedarf für ihren Betrieb innerhalb der Region keiner zusätzlichen Finanzierungsregelungen. Mit dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg und dem Landkreis Calw soll eine Vereinbarung über die weitere Finanzierung geschlossen werden. Der Verband Region Stuttgart bleibt bei der grenzüberschreitenden S-Bahn der Besteller, sodass er weiterhin die vollumfängliche Zuständigkeit hat. Der regionale Verkehrssauschuss hat in seiner heutigen Sitzung die Umsetzung des Ausbaus sowie die Vorbereitung einer Kooperationsvereinbarung mit dem Land und dem Landkreis Calw beschlossen.

Rainer Ganske (CDU/ÖDP) zeigte sich erleichtert: „Was lange währt, wird endlich gut. Es macht Sinn, eine durchgehende und umsteigefreie Verbindung ins Oberzentrum Stuttgart anzubieten.“ Er plädierte dafür, die S-Bahn-Lösung „schnellstmöglich“ umzusetzen. Das Ergebnis befriede nun das strittige Thema und sei insofern gut für die Fahrgäste und die Bevölkerung vor Ort. Dr. Stefan Belz (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnete die Lösung als “großen Schritt“. Es sei gut, dass „der Knoten aufgelöst“ sei. Dr. Belz betonte, dass die Vorstufe jedoch nur ein „erster Baustein“ sein könne, Ziel sei eine rasche umsteigefreie Verbindung in den Landkreis Calw. Mit dem zusätzlichen Angebot nehme die Region ihre Verantwortung wahr, den ÖPNV weiter voranzubringen. Für Bernhard Maier (Freie Wähler) ist die vereinbarte Priorität für die S-Bahn unter anderem Ergebnis eines interfraktionellen Antrags aus der Regionalversammlung. Er kritisierte jedoch, den Bahnhof Renningen nur für eine Übergangsphase wegen des Halts der Hermann-Hesse-Bahn in der Nebenverkehrszeit umzubauen. Zudem forderte er, die Strecke „bereits jetzt S-Bahn-kompatibel zu bauen“. Für Thomas Leipnitz (SPD) ist es erfreulich, dass nun eine S-Bahn-Lösung kommt und das Projekt bald Fahrt aufnimmt. Weiter: „Das nützt den Fahrgästen und den Menschen an der Strecke.“ Auch er appellierte an den Landkreis Calw, seine Zusagen einzuhalten. Joachim Hülscher (AfD) zweifelt den raschen Fortgang des Vorhabens an: „Nach den jahrelangen Verhandlungen gehe ich nicht davon aus, dass das Projekt jetzt schnell umgesetzt wird.“ Hans Dieter Scheerer (FDP) sagte: „Wir sind ein ganz großes Stück weiter.“ Doch auch er hält den Umbau des Renninger Bahnhofs für falsch. Wolfgang Hoepfner (DIE LINKE/PIRAT) bedauerte die jahrelangen Verzögerungen. Auch kritisierte er das „Nadelöhr“ zwischen Weil der Stadt und Renningen, das leistungsfähige Nahverkehrsangebote verhindere.

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news-931 Wed, 22 Jan 2020 19:18:10 +0100 Stammstreckensperrungen in den Sommerferien Voraussichtliche sechswöchige Sperrung in den Sommerferien von 2021 bis 2023. Instandhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen auf der Stammstrecke der S-Bahn Stuttgart nötig. Abstimmungen über Ersatzverkehre laufen noch. presse/artikel/aktuell/stammstreckensperrungen-in-den-sommerferien/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=ab5d84557c5977ec75ebd79c73bfa0c7 In den Jahren 2021, 2022 und 2023 muss die Stammstrecke voraussichtlich zwischen Hauptbahnhof (tief) und Stuttgart-Vaihingen für jeweils sechs Wochen gesperrt werden. In dieser Zeit werden sicherheitstechnische Anlagen sowie die technisch-betriebliche Ausstattung nachgerüstet beziehungsweise erneuert, Gleise und Weichen ausgetauscht und alle Haltestellen renoviert. Die S-Bahnen aus Richtung Feuerbach beziehungsweise Bad Cannstatt werden ersatzweise am Hauptbahnhof oben verkehren. Der Bahnhof Vaihingen selbst kann für die Zeit der Stammstreckensperrung in Betrieb bleiben. Der Verkehr aus dem Süden könnte daher ohne Zwischenhalte über die sogenannte Panoramabahn von Vaihingen direkt zum Hauptbahnhof fahren. Die Aufnahmekapazität des Hauptbahnhofs ist für diese weiteren Verkehre begrenzt, da sie vom Fern- und Regionalverkehr bereits stark genutzt werden. Daher ist mit Einschränkungen bei allen Verkehren zu rechnen.

Derzeit finden noch Abstimmungen über ein verkehrlich tragbares Ersatzkonzept statt. Der Verband Region Stuttgart wird sich dafür einsetzen, dass sich die enorme Fahrgastnachfrage bei der S-Bahn auch im Ersatzkonzept widerspiegelt. Im regionalen Verkehrsausschuss wurde die Sperrung, ihre Konsequenzen und die Anforderungen an ein Ersatzkonzept diskutiert. Begrüßt wurde mehrheitlich, dass die über 40 Jahre alte, zwischenzeitlich störanfällige Infrastruktur umfassend saniert werde. Ebenfalls als gut befunden wurde der Zeitpunkt in den Sommerferien. Die Bahn müsse darauf achten, dass die Einschränkungen, mit besonderem Augenmerk auf ausreichende Fahrten mit Halt am Stuttgarter Hauptbahnhof, so gering wie möglich ausfallen. Dabei sei die Einbeziehung der Kapazitäten der Stuttgarter Straßenbahnen und eine weitreichende Planung mit Bus-Ersatzverkehren zentral.

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news-930 Wed, 18 Dec 2019 17:11:45 +0100 Region lässt Konflikt zwischen Rohstoffsicherung und Landschaftsschutz in Marbach klären Regierungspräsidium wird um Klärung der Befreiungslage hinsichtlich der Landschaftsschutzgebietsverordnung gebeten. Entscheidung über Änderung des Regionalplans erst nach Klärung. presse/artikel/aktuell/region-laesst-konflikt-zwischen-rohstoffsicherung-und-landschaftsschutz-in-marbach-klaeren/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=94f00029da2e85dcd1b02713b3fae4d3 Der Verband Region Stuttgart ist gemäß Landesentwicklungsplan (LEP) für die Sicherung abbauwürdiger Rohstoffvorkommen zuständig. Dafür weist er im Regionalplan Gebiete für den Abbau oberflächennaher Rohstoffe und zur Sicherung von Rohstoffen aus. Ziel ist es, so den Bedarf an mineralischen Rohstoffen, also Gestein und Sand, für 40 Jahre zu decken. Aufgrund der anhaltenden Baukonjunktur und der damit verbundenen Nachfrage nach Baustoffen sollen auch in der Region Stuttgart entsprechende Abbaumöglichkeiten genutzt werden, um weite Transportwege zu vermeiden. Anlass für die heutige Befassung des Planungsausschusses mit dieser Fragestellung ist der Wunsch eines Unternehmens, den Steinbruch auf Gemarkung Marbach – Rielingshausen zu erweitern. Um eine solche Erweiterung in größtmöglichem Abstand zur Wohnbebauung realisieren zu können, sollen Teile der geplanten Abbaufläche in ein Landschaftsschutzgebiet verlagert werden. Für einen solche Eingriff in bestehendes Schutzgebiet muss jedoch eine Befreiung erteilt werden – das dafür zuständige Regierungspräsidium wurde mit breiter Mehrheit gebeten, eine solche Befreiungsmöglichkeit für einen Eingriff von rd. 7.000 qm zu prüfen.

Nach der Entscheidung des Regierungspräsidiums kann nach rechtlichen und technischen Erfordernissen eine mögliche Erweiterungsfläche abgegrenzt werden. Ob für diese Flächen die notwendige Änderung des Regionalplanes eingeleitet wird, beschließt der regionale Planungsausschuss voraussichtlich im kommenden Jahr. Sollte ein solches ergebnisoffenes Planungsverfahren eröffnet werden, so findet es mit einer breit angelegten Information und Beteiligung der Öffentlichkeit, der Kommunen und der sogenannten Träger öffentlicher Belange statt. Erst wenn alle relevanten Belange zusammengestellt sind kann die dafür zuständige Regionalversammlung über die Änderung des Regionalplanes entscheiden.

Für die eigentliche Erweiterung des Steinbruchs bleibt auch nach diesem Planungsverfahren eine eigenständige Genehmigung nach den Maßgaben des Bundesimmissionsschutzgesetztes erforderlich.

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news-929 Wed, 11 Dec 2019 18:31:48 +0100 Region verabschiedet Haushalt 2020 presse/artikel/aktuell/region-verabschiedet-haushalt-2020/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=f900fa4cf437f8668740f82a2bb6626b Der Haushalt 2020 des Verbands Region Stuttgart ist beschlossen. In der heutigen Regionalversammlung stimmten die Fraktionen von CDU/ÖDP, Bündnis90/Die Grünen, Freien Wählern, SPD, AfD und FDP für den Etat. Die Linke/Pirat stimmte dagegen. Der Budgetentwurf, den Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling Ende September eingebracht hatte, hatte ein Gesamtvolumen von 442 Millionen Euro. Durch die Anträge der Fraktionen kommen weitere rund 500.000 Euro hinzu. Über 90 Prozent entfallen auf den Verkehrsetat, der stets den größten Posten ausmacht. Die Verkehrsumlage für die VVS-Landkreise und die Stadt Stuttgart steigt auf 61,6 Millionen Euro (55,7 Millionen Euro im Jahr 2019). Die Verbandsumlage bleibt wie im Vorjahr bei 23,4 Millionen Euro. Sie wird von den 179 Städten und Gemeinden der Region Stuttgart aufgebracht.

Weitere Verbesserungen im ÖPNV sind ein besonderes Anliegen der Regionalversammlung. Das schlägt sich auch im Haushalt mit Ausgaben für den ÖPNV insgesamt in Höhe von 411 Mio. Euro nieder. Darin enthalten sind unter anderem die Ausweitung des 15-Minuten-Takts, die Förderung von Park & Ride (855.000 Euro) sowie eine regionale Mobilitätsplattform, die eine nachhaltige Verflüssigung des Verkehrs durch intelligente Steuerung verspricht (2 Mio. Euro). Den Hauptposten bildet die Vorfinanzierung für die Einführung des neuen digitalen Steuerungssystems European Train Control System (ETCS) zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der S-Bahn-Infrastruktur (64,5 Mio. Euro). Die Regionalversammlung hatte zudem im Januar 2019 beschlossen, 58 neue S-Bahn- Fahrzeuge in Kooperation mit der DB Regio zu beschaffen. Der Finanzierungsanteil für das Jahr 2020 beläuft sich dafür auf 42,48 Mio. Euro. Für den Ausbau der S2 nach Neuhausen sind im kommenden Jahr 2 Mio. Euro veranschlagt.

Änderungen zum Haushaltsentwurf

Zum Etatentwurf der Regionaldirektorin haben die Fraktionen und Gruppen 99 Anträge gestellt. Daraus ergeben sich vor allem folgende Änderungen: Für Verbesserungen und attraktivitätssteigernden Maßnahmen bei RegioRadStuttgart stehen zusätzliche 150.000 Euro bereit. Die Region will damit das Fahrradfahren unter anderem mit verbesserten Ausleihmethoden und 30 Freiminuten für Pedelecs fördern. Zusätzliche 80.000 Euro sind für die Unterstützung nachhaltiger Mobilität in der Fläche vorgesehen. Weitere 50.000 Euro sollen als Zuschuss den Bau von Toilettenanlagen an S-Bahn-Stationen unterstützen. Um erfolgsversprechende Zukunftstechnologien für die Region und für den Export zu identifizieren und voranzutreiben, stehen zusätzliche 119.000 Euro bereit. Nicht haushaltsrelevant, aber dennoch bedeutend ist die beschlossene interfraktionelle Arbeitsgruppe „Wirtschaft im Wandel“, deren Großthemen sich der Digitalisierung und dem Strukturwandel in der regionalen Wirtschaft widmen. Die Regionalversammlung hat auch zwei neue regionale Preise beschlossen, für die insgesamt 27.500 Euro bereitstehen: 12.500 Euro für den Trickstar Nature Award im Rahmen des alljährlichen Trickfilmfestivals und 15.000 Euro für einen Nachhaltigkeitspreis an Schulen. Weitere 50.000 Euro sind eingestellt, falls man sich nach weiteren Vorberatungen für ein Konzept zur zeitversetzten oder live-Dokumentation der Regionalversammlung entscheidet. Der mit dem Haushaltsentwurf eingebrachte Vorschlag einer Ausstellung über die Region Stuttgart wurde aufgegriffen und vorbehaltlich bis zur Konzeptpräsentation angenommen.

 

CDU/ÖDP: „Allen Verkehrsmitteln eine gute Zukunftschance geben“

Dr. Frank Nopper sagte: „Die Versöhnung von Ökonomie und Ökologie, die Verbindung der verschiedenen Verkehrsmittel und die Transformation zu einem umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Automobilantrieb sind die Schicksalsfragen für unsere Region.“ Die CDU/ÖDP-Fraktion will daher starke Anreize schaffen für die Zukunft aller Verkehrsmittel: dem transformierten Automobil, dem tarifreformierten und verbesserten ÖPNV und dem elektromobilen Fahrrad. Dr. Nopper weiter: „Wir sind weltweit die führende Automobilregion und wir sollten alles dafür tun, dass es so bleibt.“ Die Region solle deren Innovations- und Transformationsprozess konstruktiv flankieren. Vor allem an der Peripherie und im ländlichen Raum brauche man das Automobil „in neuer Aufstellung“ auch in Zukunft. Dr. Nopper betonte: „Herz des ÖPNV in der Region war und ist die S-Bahn und sie es muss noch stärker werden.“ Hierzu nannte er mehr Pünktlichkeit, höhere Kapazitäten der Zulaufstrecken, den Ausbau der S2 nach Neuhausen, eine Express-S-Bahn-Linie S 62, die Ausweitung des 15-Minuten-Taktes, die Umsetzung des digitalen Zugsteuerungssystems ETCS und damit mittel- und langfristig auch den 10-Minuten-Takt. Angesichts notwendiger Investitionen hält die Fraktion CDU/ÖDP eine Erhöhung der VVS-Tarife ab April 2020 um 1,9 Prozent für „angemessen“. Dr. Nopper appellierte für mehr klimafreundlichen Wohnungsbau im Umfeld von S-Bahn-Stationen sowie dafür, den Unternehmen mehr großflächige Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten – „für eilige Fälle“ auch mit einem regionalen Vorhaltestandort.

Bündnis 90/Die Grünen: „Herausforderungen angenommen – Licht und Schatten bei VVS-Tarif“

Laut Prof. Dr. André Reichel trägt der Haushalt eine „klare grüne Handschrift.“ Es sei den Grünen wichtig gewesen, „sich dem menschengemachten Klimawandel und der Digitalisierung der Wirtschaft und der Arbeitswelt“ als den größten Herausforderungen zu stellen. Reichel weiter: „Nach dem schwierigen Start dieser Regionalversammlung war es wichtig, Signale der Einheit zu senden und die Weichen für zukünftige gemeinsame Projekte zu stellen.“ Dies sei mit der breiten Mehrheit für den von den Grünen initiierten interfraktionellen Antrag „Wirtschaft im Wandel“ gelungen. Zu begrüßen sei außerdem die Offensive im Bereich nachhaltiger Mobilitätsdienstleistungen, die Angebote wie Carsharing oder Rufbussysteme nicht mehr nur in der Landeshauptstadt, sondern überall in der Region vorsehen. Kritisch äußerte sich Prof. Dr. Reichel beim ÖPNV-Ausbau: „Was weiterhin zu langsam geht, ist die Nutzung existierender Tangentialstrecken, der Panoramastrecke und der Schusterbahn.“ Speziell die Panoramastrecke sei die einfachste und kostengünstigste Realisierung einer zweiten Stammstrecke in Stuttgart. Als vertane Chance sieht er die voraussichtliche Erhöhung der Fahrpreise bei der Verkehrsverbund Stuttgart GmbH (VVS): „Ich verstehe durchaus die Sorge zusätzlicher Dauerbelastungen der kommunalen Haushalte, aber bei diesen geringen Größenordnungen ist es mir völlig unverständlich, dieses deutliche und die Tarifreform verstärkende Signal nicht zu setzen“, so Reichel.

Freie Wähler: „Verbindung zu den Kommunen nicht verlieren“

Bernhard Maier sagte: „Wir haben gerade erst im Januar den ersten Schritt in eine mehrjährige Investitionsphase für den ÖPNV-Ausbau getan.“ Seine Fraktion stehe hinter diesem langfristigen Investitionspaket. Maier verwies jedoch auf die Grenzen kommunaler Haushalte. Die finanziellen Belastungen für die neuen S-Bahnfahrzeuge, ETCS und die Tarifreform würden erst beginnen. Angesichts der Ausgabefreudigkeit des Gremiums dürfe es keinen Automatismus für die Erhöhung von Verkehrs- und Verbandsumlage geben. Es gelte, sich auf die Kernaufgaben zurückbesinnen: wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen sowie die Verkehrsprobleme zu lösen, und zwar über Qualität, nicht über Tarifsubventionierung. Außerdem müsse Straßenbau, wie im Regionalverkehrsplan vorgesehen, umgesetzt werden: „Das Auto und der Güterverkehr werden weiterhin 80 Prozent ausmachen. Und sie werden nicht auf dem Radweg stattfinden.“

SPD: Unterstützung für zukunftsorientierten Wohnungsbau

„Wir von der SPD-Fraktion freuen uns, dass unsere Anträge aus dem Planungsbereich zur ,Leipzig Chartaʻ und zum ,Aktionsprogramm Wohnenʻ breite Unterstützung gefunden haben“, sagte Jasmina Hostert. Ziel ist es dabei, die „Schaffung von Wohnraum voranzutreiben, aber auch, eine nachhaltige, integrierte Stadtentwicklung zu fördern, bei der benachteiligte Stadtquartiere einbezogen werden.“ Bei der Fortschreibung der Leipzig Charta solle der Verband eine gesamthafte Betrachtung von Stadt, Umland und Metropolregion auf EU-Ebene verstärkt voranbringen. Im Verkehrsbereich komme es leider nicht zu einer tariflichen Nullrunde, so Hostert. Dies sei sehr ärgerlich. „Mit einer Fahrpreiserhöhung arbeiten wir nun konträr zum Ziel der Tarifreform, die Fahrgastzahlen zu steigern.“ Bezüglich der Barrierefreiheit im ÖPNV seien außerdem weitere Verzögerungen nicht mehr hinnehmbar.

AfD: Zukunftstechnologien in der Region fördern

„Die Region befindet sich längst in einem unaufhaltsamen, tiefgreifenden Strukturwandel“, konstatierte Stephan Wunsch. „Der Verband muss den Strukturwandel im Rahmen seiner Möglichkeiten konstruktiv mitgestalten.“ Die Automobilindustrie betreffend, sei „Technologieoffenheit der richtige Weg“. Die Region müsse daher Forschung und Entwicklung von Zukunftstechnologien „aktiv unterstützen“. Um Abwanderung von Schlüsselindustrien zu vermeiden, sei es wichtig, dass die notwendigen Gewerbeflächen in der Region „frist- und bedarfsgerecht“ zur Verfügung gestellt würden. Im Bezug zur S-Bahn sagte Wunsch: „Die Hauptachsen auszubauen, bleibt Daueraufgabe des Verbands“. Doch die S-Bahnen bedienten die Transportbedürfnisse gerade in der Fläche bei weitem nicht gut genug. Dort bleibe der motorisierte Individualverkehr nach wie vor „zentral“.

FDP: „Durch die Region muss ein ,Roggʻ gehen“

Kai Buschmann betonte, dass die 442 Millionen des Rekord-Haushalts auch erst von Unternehmen und Beschäftigten erwirtschaftet müssten und entsprechende politische Rahmenbedingungen dafür bräuchten. Dabei bezog er sich auf Erhebungen der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, nach denen der jährliche Gewerbeflächenbedarf nicht mehr gedeckt sei. Der FDP gehe es um „schwäbische Sparsamkeit, die darauf beruhe, nur für Dinge Geld auszugeben, die sich lohnen, weil sie sich bezahlt machen.“ Hier zeigte sich Buschmann enttäuscht, dass der Vorschlag einer Anschubfinanzierung für eine regionsweite Veranstaltung „Innovationen gegen den Klimawandel“ keine Resonanz fand. Ansonsten seien zentrale Anliegen seiner Fraktion im Haushaltspaket berücksichtigt, darunter Zielvereinbarungen zu Bauland mit Kommunen.

Die Linke/Pirat: „Haushalt des letzten Jahrhunderts“

Die Fraktion Die Linke/Pirat lehnt den Haushalt als nicht zukunftsweisend ab. „Die Regionalversammlung handelt, als ob es keine Klimakrise gebe“, sagte Peter Rauscher. Er kritisierte, dass der Antrag seiner Fraktion, vorsorgendes Klima-Risikomanagement im Regionalplan zu verankern, keine Mehrheit gefunden hat. Außerdem werde die Reaktivierung der Schusterbahn trotz nachweislichen verkehrlichen Nutzens auf die lange Bank geschoben und insgesamt nicht genug für den Umbau des bestehenden Systems hin zu weniger Auto- und mehr Schienenverkehr getan. „So geht Verkehrswende nicht“, so Rauscher. Ein weiteres „Menetekel“ sehe die Fraktion zudem im zu hohen Flächenverbrauch.

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news-928 Fri, 06 Dec 2019 13:14:29 +0100 Anmeldestart des Jedermann-/ Jedefrau-Rennen 2020 in Stuttgart und Region In gut sechs Monaten fällt der Startschuss für das Breitensport-Rennen Brezel Race 2020 in Stuttgart und Region, das im Rahmen der Deutschen Straßenradmeisterschaften stattfindet. Bei der Premiere am 21. Juni im kommenden Jahr werden über 3000 ambitionierte Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer erwartet. presse/artikel/aktuell/anmeldestart-des-jedermann-jedefrau-rennen-2020-in-stuttgart-und-region/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=9a760c91c1ebdb26f2a8c914ba1df0e4 Pünktlich zum Nikolaustag können sich die Radsportbegeisterten offiziell zur Teilnahme am Brezel Race Stuttgart & Region anmelden. Das Jedermann-/Jedefrau-Rennen findet im Rahmen der Deutschen Straßenradmeisterschaften 2020 statt, die in Stuttgart und Region an drei Tagen – vom Freitag, 19. Juni, bis Sonntag, 21. Juni 2020, ausgetragen werden. Die Landeshauptstadt und der Verband Region Stuttgart setzen mit dem „Brezel Race Stuttgart & Region“ ein neues Zeichen für ambitionierte Breitenradsportler.

Ab Freitag, den 6. Dezember 2019, ist die Online-Anmeldung unter www.brezelrace.de freigeschaltet. Beim Brezel Race am Sonntag, 21. Juni 2020, können alle Rennrad-Fans den Spaß am Radfahren und die tolle Profi-Atmosphäre der Deutschen Straßenradmeisterschaften genießen. Mehrere Streckenlängen stehen zur Wahl: Zu Beginn der Touren können die Teilnehmer verschiedener Strecken einen Teil gemeinsam radeln. Auf dem ersten Streckenabschnitt über 16 km vom Stuttgarter Schlossplatz bis Remseck fahren alle Teilnehmer ohne Zeitmessung. Dieser Abschnitt, auch Sunday Morning Cycling genannt, kann gemeinsam mit Partnern und Familie geradelt werden, bis es dann für die Fahrer des Brezel Race zum scharfen Start mit Zeitmessung übergeht. Wer will, kann nach einem kurzem Halt in Remseck wieder individuell zurück auf ausgeschilderten Routen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Stuttgart zum Zielbereich auf der Theodor-Heuss-Straße fahren.

Mit zwei Strecken den Profis auf der Spur

Das Brezel Race bietet mit seinen Strecken über 74 km und 111 Kilometern ein facettenreiches Streckenprofil. Nach dem Aufwärmen beim Sunday Morning Cycling fahren die Brezel Racer auf der kurzen Distanz durch den Landkreis Ludwigsburg, vorbei am Schloß Solitude und über den Höhenrand Stuttgarts rund 900 Höhenmeter und 74 km Strecke (16 + 58 km). Die lange Runde führt die Brezel-Radler durch den Landkreis Ludwigsburg, den Landkreis Böblingen, vorbei am Schloß Solitude und über den Höhenrand Stuttgarts zum Ziel – auf insgesamt 111 km (16 + 95 km) mit rund 1450 Höhenmetern. Für beide Strecken gibt es ein spannendes Auf und Ab, viele Streckenabschnitte sind gleich wie beim Rennen der DM Männer Elite, bevor es auf der Zielgeraden über den gleichen Zielstrich der Elite Radler geht!

Frühbucher-Vorteile und Profi-Service beim Brezel Race

Das Brezel Race bietet ein Rundum-Sorglos-Paket für ambitionierte Hobbyradler. Für beide Strecken – Brezel Race kurz und lang – gilt derselbe Einstiegspreis von 57,90 Euro für die ersten 1000 Anmeldungen. Im Preis enthalten ist ein hochwertiges Brezel-Race-Trikot von Bioracer, dem Ausstatter der Deutschen Rad-Nationalmannschaft. Dazu kommen professionelle Verpflegung und Materialservice beim Rennen. Für die Radsportbegeisterten sind die Straßen komplett für den Autoverkehr gesperrt, so dass die Jedermänner und -frauen das Erlebnis genießen können. Zusätzlich zum Wettbewerb bietet der Radsportgroßevent ein interessantes Rahmenprogramm. Im Zielbereich Theodor-Heuss-Straße sind eine Fahrrad-Expo und viele Mitmachangebote für die ganze Familie geplant. Für Vereine und Betriebssportgruppen gibt es besondere Angebote. Mehr Details zu Leistungen, Preisen und Strecken unter: www.brezelrace.de 

Hintergrund

Die Deutschen Straßenmeisterschaften finden vom 19. bis 21. Juni 2020 statt. In diesem Rahmen feiert das „Brezel Race Stuttgart & Region“ am Sonntag, 21. Juni 2020, seine Premiere. Veranstalter der Deutschen Straßenmeisterschaften ist der BDR und Ausrichter die FREUNDE Eventagentur. Der Gesamtevent ist ein von Landeshauptstadt Stuttgart und Verband Region Stuttgart gefördertes Gemeinschaftsvorhaben. Die Streckenplanung und Organisation für beide Rennen verantwortet der regionale Veranstalter FREUNDE Eventagentur aus Sindelfingen-Maichingen. Die Gesamtkommunikation zum neuen Jedermann-/Jedefrau-Rennen sowie zu den Deutschen Straßenmeisterschaften 2020 begleitet das Stuttgarter Agenturtandem SANSHINE Communications und WortFreunde Kommunikation. Das „Brezel Race Stuttgart & Region“ soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden und sich in der Region langfristig etablieren.

Die Pressemitteilung der Projektpartner mit weiteren Infos für die Redaktionen als Download

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news-927 Mon, 02 Dec 2019 19:02:00 +0100 Region positioniert sich zur VVS-Tarifdiskussion Verkehrsausschuss diskutiert moderate Tariferhöhung um 1,9 Prozent. VVS-Vorschlag bestimmte Tickets von der Anpassung auszunehmen befürwortet. presse/artikel/aktuell/region-positioniert-sich-zur-vvs-tarifdiskussion/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=9c5244e25eb29c01b21c4b1c88ae29c7 Der Verband Region hat sich als Gesellschafter im VVS und Besteller der S-Bahn Stuttgart in der heutigen Sitzung des Verkehrsausschusses mit dem VVS-Tarif 2020 beschäftigt. Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und die Landeshauptstadt Stuttgart sind bereit, die Kosten für eine weitere Nullrunde mitzutragen. Der Nullrunde müssen als weitere Finanzierungspartner auch die Verbundlandkreise zustimmen. Deren Gremien haben noch nicht abschließend darüber beraten, es deutet sich jedoch eine ablehnende Haltung an. Einer der Hauptgründe liegt in den heute bereits hohen finanziellen Investitionen in den ÖPNV – vor allem im Busverkehr – durch die Landkreise.

Für diesen Fall hat der VVS für seine morgige Gesellschafterversammlung einen Vorschlag für eine moderate Tariferhöhung um 1,9 Prozent erarbeitet. Dieser sieht vor, bestimmte Tickets von der Tarifsteigerung auszunehmen. Hierbei handelt es sich um die Zeittickets des Ausbildungsverkehrs, die von der Tarifreform nicht unmittelbar profitiert haben. Konkret betrifft es das Scool-Abo, Ausbildungs-Abo, StudiTicket und das 14-Uhr-JuniorTicket. Die Preise für Einzel- und 4erTickets für Kinder sollen ebenfalls unangetastet bleiben. Das TagesTickets soll weiterhin unverändert das günstigste Tagesticket aller deutschen Großstädte bleiben. Das Gesamtvolumen von 1,9 Prozent will man durch eine maßvolle Anpassung bei Tickets im Gelegenheitsverkehr, im Berufsverkehr und bei den Senioren erreichen. Die Tarifanpassung hat ein Volumen von 10,6 Millionen Euro und erfordert zur Deckung des Defizits zusätzliche Fahrgastzuwächse. Der regionale Verkehrsausschuss hat sich in seiner heutigen Sitzung für den Vorschlag ausgesprochen.

Für Rainer Ganske (CDU/ÖDP) zeigt die aktuelle Entwicklung, dass die Höhe des Tarifs zum Umsteigen anrege, aber leider nicht der entscheidende Faktor sei. Angebot, Takt, Pünktlichkeit und Qualität seien ebenso bedeutend. „Wenn man an diesen Stellschrauben drehen will, dann braucht man finanzielle Mittel.“
Er kritisierte, dass das Land im Zuge der Tarifreform Angebote mache, sich aber nach einer gewissen Zeit zurückziehe und die Landkreise dies kompensieren müssten. In anderen Regionen würde das Land hingegen dauerhaft fördern. Die moderate Tariferhöhung sei ein gangbarer Weg. „Zu suggerieren, dass es einen guten ÖPNV zum Nulltarif gibt, ist unehrlich.“ Die vorgeschlagene Tarifstruktur sei für ihn ausgewogen und biete die Chance zu korrigieren, was bei der Reform auf der Strecke geblieben ist. Prof. Dr. André Reichel (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnete die Tarifreform als „großes, kraftvolles Signal für die Verkehrswende.“ Er habe Sorge, dass es durch eine Erhöhung geschwächt werde. Zudem betonte er, dass das Land sich nur bei einer Nullrunde beteiligen würde, deren Kosten für die Landkreise überschaubar wären. Diese hätten es in den Händen das Signal der Reform zu verstärken. „Wer sagt, wir können uns das nicht leisten, argumentiert an den Tatsachen vorbei.“ Eine moderate Erhöhung ist für ihn das „Mindeste.“ Für die Zukunft habe er die Hoffnung, dass man die Kräfte sammle, um den Tarif weiterzuentwickeln, damit das Signal der Reform nicht weiter geschwächt würde. Bernhard Maier (Freie Wähler) betonte, dass alle dasselbe Ziel hätten, mehr Fahrgäste. Dies könne man aber durch den Tarif alleine nicht erreichen. Es bedürfe auch Qualitätsverbesserungen. Diese seien schon beschlossen, deren finanzielle Auswirkungen in den kommunalen Kassen aber noch nicht angekommen. „Mit einer Nullrunde und zusätzlichen Kosten für die Landkreise und Kommunen nehmen wir die Kraft aus den kommunalen Kassen.“ Durch eine moderate Erhöhung verliere man keine Fahrgäste, könne aber die Kommunen entlasten. „Wir sollten solidarisch mit den Kreisen sein.“ Für Harald Raß (SPD) stellte sich die Frage, wer die Finanzierung übernehme, die Fahrgäste oder die Steuerzahler. Früher hätten die Fahrgäste 50 Prozent der Kosten finanziert, seit einigen Jahren liege deren Anteil bei 60 Prozent. Mit der Nullrunde böte sich die Chance dies zu reduzieren. „Es wäre nur anständig, wenn wir wieder auf einen vertretbaren Anteil der Fahrgeldeinnahmen an der Gesamtfinanzieren zurückgehen.“ Laut Patricia Schäfer (AfD) sei eine Nullrunde nicht zielführend. „Zukunftsfähigkeit gibt es nicht zum Nulltarif.“ Die Nullrunde sei für sie eine versteckte Steuerfinanzierung. Sie möchte eine Bugwelle verhindern, die man sonst zu einem späteren Zeitpunkt mit einer eklatanten Tariferhöhung abfangen müsste. Darüber hinaus brauche man die Mittel für Verbesserungen der Infrastruktur, denn diese führten laut Schäfer zu wirklichen Fahrgaststeigerungen. Armin Serwani (FDP) stellte fest, dass es seit dem 1.1.2018 keine Tariferhöhung gegeben habe, sondern durch die Reform eine deutliche Tarifsenkung stattgefunden habe. „Wir brauchen viel Geld, um zu erreichen, dass der ÖPNV noch attraktiver wird.“ Daher stimme die FDP in der Region wie auch im Stuttgarter Gemeinderat gegen die Nullrunde. Wolfgang Hoepfner (DIE LINKE/PIRAT) betonte, dass viel Menschen die Kosten des Autos drastisch unterschätzten, während man dazu neige die Kosten des ÖPNV zu überschätzen. Daher sei eine Nullrunde ein wichtiges Signal für den ÖPNV.

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news-926 Fri, 29 Nov 2019 15:36:00 +0100 Region unterstützt Kommunen bei der Ausweisung von Gewerbegebieten Kaum noch Raum zum Wirtschaften vorhanden. Erstmalig regionale Kofinanzierung zur Aktivierung von Gewerbeflächen in Donzdorf und Ostfildern. presse/artikel/aktuell/region-unterstuetzt-kommunen-bei-der-ausweisung-von-gewerbegebieten/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=543f99485f912b8b2af4c5d73ca93001 In der Region Stuttgart fehlt es weiterhin an Gewerbeflächen, das ist das Fazit des Berichts zur Gewerbeflächenentwicklung, der im heutigen Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung vorgestellt wurde. Der durchschnittliche jährliche Bedarf an neuen Gewerbeflächen von 100 Hektar werde nicht mehr gedeckt, so Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS). Der aktuelle Monitoringbericht macht deutlich, dass auch die kurzfristig marktreifen Gewerbeflächen in der Region Stuttgart nicht mehr ausreichen. Zuschnitt der Flächen, räumliche Verteilung oder rechtlich erlaubte Nutzung entsprechen zudem nicht immer der Nachfrage, was die Situation zusätzlich verschärft. Im Bericht wird dringend empfohlen, kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen, um die perspektivisch baureifen Gewerbeflächen in der Region an den Markt zu bringen. Anhand einer Kommunenbefragung wurden Angebot und Nachfrage von Gewerbeflächen für die Jahre 2017 bis 2018 erfasst. Jährlich wurden in der Region Stuttgart durchschnittlich ca. 160 Hektar Gewerbegrundstücke angefragt. Rund ein Drittel davon konnte auf bereits bestehenden Flächen realisiert werden. Die größte Nachfrage bestand im Landkreis Böblingen, gefolgt vom Landkreis Ludwigsburg und dem Stadtkreis Stuttgart. Über die Hälfte der Anfragen kamen aus der Industrie.

Insgesamt gibt es ein regionales Potenzial aus marktreifen und noch nicht marktreifen Gewerbeflächen von 1.030 Hektar. Davon sind 200 Hektar voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Jahre verfügbar. Rund 400 Hektar sind in den nächsten zwei bis fünf Jahren baureif, weitere 440 Hektar können frühesten in fünf Jahren umgesetzt werden. Die im Regionalplan ausgewiesenen Regionalen Gewerbeschwerpunkte beinhalten etwa die Hälfte des gesamten Flächenpotenzials der Region. Allerdings sind lediglich 12 Prozent davon innerhalb der nächsten zwei Jahre verfügbar. Auch bei den insgesamt 125 Hektar Brachfläche sind nur 42 Hektar in den kommenden zwei Jahren marktreif.

Kofinanzierung zur Aktivierung von Gewerbeflächen in Donzdorf und Ostfildern

Um die Bereitstellung von Gewerbeflächen anzukurbeln vergibt der Verband Region Stuttgart dieses Jahr erstmalig eine Kofinanzierung für die Umsetzung regional bedeutsamer Gewerbe- und Industrieflächen. Das gemeinsame Programm von Verband und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart unterstützt kommunale Maßnahmen, insbesondere, wenn sie bereits in Flächennutzungsplänen vorgesehen sind oder im Bestand umstrukturiert werden können. Grundlegende Voraussetzung ist neben der regionalen Bedeutsamkeit des Projekts, dass dadurch signifikante Entwicklungshemmnisse beseitigt werden können oder die Umstrukturierung im Bestand unterstützt wird. Innerhalb von fünf Jahren stehen dafür drei Millionen Euro Kofinanzierungsmittel zur Verfügung.

Für die erste Wettbewerbsrunde wurden fünf Projektanträge eingereicht. Der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung hat am heutigen Freitag beschlossen, den Anträgen zur Umsetzung von Gewerbeflächen-Projekten in Donzdorf und Ostfildern stattzugeben. Das Projekt „Gewerbepark Lautertal“ in Donzdorf wird mit einer Summe von 105.000 Euro unterstützt. Die Mittel ermöglichen es, notwendige archäologische Ausgrabungen voranzutreiben, die der Erschließung vorangehen müssen. In Ostfildern wird die Marktreifmachung des Gewerbegebiets „Unter dem Plieninger Weg“ mit 600.000 Euro unterstützt. Mit Hilfe der Region können zwei Hochspannungsleitungen in die Erde verlegt werden, was die Vergrößerung des Gewerbegebiets um drei Hektar ermöglicht.

Für Andres Koch (CDU/ÖDP) liefert der Bericht einen wichtigen Überblick. Es sei kein Geheimnis, dass die Nachfrage das Angebot übersteige. Wenn sich jedoch die Chance bietet neue Unternehmen anzusiedeln, dann sollte man sie ergreifen. Voraussetzung dafür seien aber qualitative und quantitativ verfügbare Flächen. Die Region ist hier schon tätig geworden und hat sowohl regionale Vorhaltestandorte in der Planung, als auch das Kofinanzierungsprogramm beschlossen. „Wir haben bereits die Maßnahmen ergriffen, die wir ergreifen können.“ Dorothee Kraus-Prause (Grüne) lobte, dass im Betrachtungszeitraum Brachen und mindergenutzte Flächen zunehmend genutzt wurden. Der Monitoringbericht sei für sie ein Lenkungsinstrument, um zu erreichen, dass Brachen verstärkt auf den Markt kommen. Sie betonte, dass man sich in Zukunft auch mit der Weiterverwendung von Flächen beschäftigen müsse, die durch Neubauten und Umzüge von Unternehmen freiwürden. Gerd Maisch (Freie Wähler) sah den Bericht als zutreffende Beschreibung der Situation, die man täglich in den Rathäusern der Region erlebe. Er betonte, dass jede Kommune froh sei, wenn Brachen genutzt werden könnten. Dies sei aber aufgrund von Finanzierungsproblemen und anderen Rahmenbedingungen nicht immer möglich. Harald Raß (SPD) betonte, dass aus einem früheren Bericht das aktuelle Kofinanzierungsprogramm hervorgegangen sei. Deswegen bliebe der Bericht alle zwei Jahre notwendig und die Erkenntnisse verstärkt in die Kommunen getragen werden sollten. Hartfrid Wolff (FDP) betonte, dass, wenn man die Arbeitsplätze in der Region halte wolle, man auch Flächen benötigt. Die FDP hält es für wichtig sich beim Land stark zu machen, um mit entsprechenden Regelungen und Förderprogrammen die Flächenbereitstellung zu erleichtern. Peter Rauscher (DIE LINKE/PIRAT) ging auf die Methodik der kommunalen Abfrage ein. Diese führe zu zweifelhaften und nicht gesicherten Aussagen.

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news-925 Fri, 29 Nov 2019 15:32:00 +0100 Über eine Million für Modellprojekte Region unterstützt Kommunen mit Kofinanzierungsprogrammen aus den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und nachhaltige Mobilität. Sieben beispielgebende und regionale übertragbare Projekte ausgewählt. presse/artikel/aktuell/ueber-eine-million-fuer-modellprojekte/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=ebafa9b22c387cf354fee45ef02ee04b Innovative Projekte aus den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und nachhaltige Mobilität unterstützt der Verband Region Stuttgart jährlich mit seinen Kofinanzierungsprogrammen. In der heutigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung wurden die diesjährigen Projekte beschlossen. Mit dem Kofinanzierungsprogramm „Wirtschaft und Tourismus“ fördert der Verband Region Stuttgart seit 2014 interkommunale, beispielgebende und übertragbare Projekte mit bis zu 350.000 Euro jährlich. Auf Basis eines Wettbewerbsverfahrens werden jeweils bis zu 50 Prozent der Projektkosten übernommen. Als Fokusthema hat sich in der Förderrunde 2019 die Digitalisierung herauskristallisiert – nur ein Projekt verfolgt keinen digitalen Ansatz. Die höchste Förderung erhält die Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH. Mit insgesamt 110.000 Euro unterstützt die Region den Aufbau einer Online-Buchungsplattform für Touren und Führungen. Weitere 97.500 Euro gehen an den Tourismusverein Remstal-Route e.V. Damit will man das touristische Portfolio um Firmenkunden erweitern und eine interkommunale touristische Firmenkundenbetreuung aufbauen. „Online Handel(n)“ ist der Titel des Digitalisierungsprojekts der Städte Esslingen und Plochingen, das die digitale Sichtbarkeit des innerstädtischen Einzelhandels erhöhen möchte. Dies soll unter anderem durch Schulungen, kommunalen Onlineschaufenstern und einem Digital-Labor in einem leerstehenden Ladenlokal gelingen. Für dieses Projekt stellt der Verband Region Stuttgart 63.250 Euro bereit. Der Landkreis Ludwigsburg kommt in den Genuss von Fördermitteln in Höhe von 40.000 Euro für die Entwicklung einer Steillagen-App. Diese soll Besucher durch Weinberge führen und Informationen zu terrassierten Steillagen, zur touristischen Infrastruktur und zu regionalen Produkten liefern.

Neben Modellprojekten aus dem Bereich Wirtschaft und Tourismus haben auch innovative Mobilitätsvorhaben in der Region die Chance auf eine Konfinanzierung. Das regionale Programm Modellregion für Nachhaltige Mobilität, welches der Verband in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftförderung Region Stuttgart GmbH umsetzt, stellt hierfür aktuell bis zu 780.000 Euro zur Verfügung. Damit sollen innovative Mobilitätprojekte erprobt und und umgesetzt werden. Eingereicht wurden drei Projekte, die allesamt in den Genuss einer Kofinzierung kommen. 484.188 Euro gehen in den Landkreis Göppingen, der damit ein flächendeckendes free-floating E-Carsharing aufbaut. Es soll vor allem im ländlich geprägten Raum des Landkreises den ÖPNV unterstützen. Die Mittel werden sowohl für das Leasing von Elektroautos, als auch für den Aufbau von Landeinfrastruktur eingesetzt. Für den Aufbau eines überbetrieblichen Mobilitätsmanagements am Gewerbestandort Weststadt in Ludwigsburg werden 47.000 Euro bereitgestellt. Ziel des Vorhabens ist der Aufbau eines umfassenden Maßnahmenprogramms zur Erreichbarkeit des Standorts für alle Zielgruppen. Dabei sollen alle Verkehrsträger eingebunden werden. Gleichzeitig möchte man die Aufenthaltsqualität verbessern sowie den Parksuchverkehr reduzieren.

Die restlichen Mittel in Höhe von bis zu 250.000 Euro könnten auf einen automatisierten Linienbus in Waiblingen/Ameisenbühl entfallen. Als Ergänzung zum ÖPNV soll das HESS Areal mit zwei autonom fahrenden Minibussen bedient werden. Mit dem Land Baden-Württemberg laufen aktuell Gespräche über eine Förderung und Beteiligung. In Abhängigkeit deren Ergebnisse beteiligt sich die Region Stuttgart ebenfalls an diesem innovativen Modellprojekt.

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news-924 Wed, 06 Nov 2019 18:29:00 +0100 Regionaler Expressbus RELEX bis Ende 2024 verlängert Verkehrssauschuss beschließt Vertragsverlängerung mit Schlienz-Tours bis zum Fahrplanwechsel 2024. Künftige Taktverbesserungen und eine neue Linie in den Landkreis Göppingen sollen geprüft werden. presse/artikel/aktuell/regionaler-expressbus-relex-bis-ende-2024-verlaengert/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=82dec005612e376e7c305475c532a5ec Seit Ende 2016 ergänzt der regionale Expressbus RELEX das S-Bahnnetz in der Region Stuttgart. In der heutigen Sitzung hat sich der regionale Verkehrsausschuss mit dessen Evaluation und Weiterentwicklung befasst. Der Expressbus RELEX bietet durch Querverbindungen ein attraktives Angebot für die Menschen in der Region. Das haben die ermittelten Fahrgastzahlen ergeben. Betrachten wurden Schulwochen der Monate Januar, April und Mai 2019 auf den Linien X10 (Kirchheim/Teck – Flughafen/Messe), X20 (Waiblingen – Esslingen) und X60 (Leonberg – Flughafen/Messe). Die Evaluation hat einen kontinuierlichen Anstieg der Fahrgastzahlen in den letzten drei Jahren ergeben. Pro Schultag nutzten 2017 1569 Fahrgäste den RELEX. Zwei Jahre später waren es mit 2220 rund 650 Fahrgäste mehr. Besonders gut genutzt werden die zusätzlichen Fahrten nach Ausdehnung des Halbstundentaktes am frühen Abend. Schwächer nachgefragt werden die Fahrten nach 22 Uhr und die Wochenendverkehre, da hier die wichtigste Fahrgastgruppe der Pendler fehlt.

Auch die räumlichen Schwerpunkte der Nachfrage sind auf den Linien konstant. Der bedeutsamste Abschnitt auf der X10 ist der Bereich Kirchheim / Wendlingen – Denkendorf, auf der X20 der Abschnitt Waiblingen – Stetten und auf der X60 der Abschnitt Leonberg – Universität. Nachfrageschwächster Abschnitt aller Linien ist der Bereich Universität – Flughafen auf der X60. Eine Kürzung der X60 nur bis zur Universität bietet jedoch betrieblich kaum Vorteile.

Aufgrund der positiven Entwicklung hat der regionale Verkehrsausschuss heute beschlossen, den RELEX-Vertrag mit Schlienz-Tours bis 2024 zu verlängern. Im Zuge der Evaluation hat sich der Verkehrsausschuss auch mit Angebotsverbesserungen befasst. Ganztägige Ausweitungen des Halbstundentaktes an Wochenwerktagen führen aufgrund der langen Linienverläufe zu einem erheblichen Anstieg des Betriebsaufwandes, der nur mit zusätzlichen Fördermitteln zu stemmen wäre. Rentable Potenziale für eine Taktausdehnung zeigen sich aber vor allem um die Mittagszeit. Neben Taktverbesserungen stehen auch zusätzliche Linien im Raum. So begrüßt der Verkehrsausschuss die Überlegungen der Geschäftsstelle für einen RELEX im Landkreis Göppingen.

Als einziger Busverkehr im VVS ermöglicht der RELEX eine Fahrradmitnahme an sieben Tagen in der Woche einschließlich der Hauptverkehrszeit. Die eingesetzten Busse zeichnen sich durch einen hohen Komfort aus. Dazu zählen neben Polstersitzen mit verstellbarer Rückenlehne auch kostenfreies WLAN, Gepäckablagen, Klapptische und USB-Ladesteckdosen. Der Mehrzweckbereich ermöglicht die gesicherte Unterbringung von zwei Rollstühlen.

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news-923 Wed, 06 Nov 2019 18:23:00 +0100 Region diskutiert Entwicklung des VVS-Tarifs Einnahmendefizit bei gestiegener Fahrgastzahlen - Region diskutiert Nullrundenvorschlag presse/artikel/aktuell/region-diskutiert-entwicklung-des-vvs-tarifs/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=342504470b0b63ea829a817cb99165e0 Wie geht es mit dem VVS-Tarif 2020 und darüber hinaus weiter? Diese Frage wurde in der heutigen Sitzung des regionalen Verkehrsausschuss kontrovers diskutiert. Hintergrund der Diskussion war der Bericht über die Entwicklung der Fahrgastzahlen und Einnahmen seit der Reform im April dieses Jahres sowie die Finanzierungsüberlegungen des Landes, der Landeshauptstadt Stuttgart und der Landkreise.

Der Bericht über die Entwicklung der Fahrgastzahlen und Einnahmen fokussierte sich auf den Zeitraum zwischen April und August 2019. Er kommt zu dem Schluss, dass trotz des Fahrgastzuwachses Mindereinnahmen entstanden sind. Während es bundesweit einen Fahrgastzuwachs von 0,1% gab, konnte im VVS-Gebiet ein deutlich höherer Zuwachs von 3,6% erreicht werden. Dem gegenüber stehen gesunkene Einnahmen in Höhe von 7,7%. Die Gründe dafür liegen in deutlich günstigeren Tarifen als vor der Reform und der ausgebliebenen Tariferhöhung 2019. Im Zuge der Reform hatten sich das Land, die Landeshauptstadt Stuttgart und die VVS-Landkreise bereiterklärt, Mindereinahmen bis zu einem Höchstbetrag von 42,1 Millionen Euro pro Jahr zu übernehmen. Unter der Annahme, dass sich die Fahrgastzahlen weiterhin positiv entwickeln, müssten die Einnahmen 2020 um etwa 2% erhöht werden, um einen darüberhinausgehenden Finanzierungsbedarf zu vermeiden. Am Dienstag verkündeten das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und die Landeshauptstadt Stuttgart, dass sie bereit wären die Kosten für eine weitere Nullrunde unter Beteiligung der Landkreise mitzutragen. Der Vorschlag erfordert die Beratung in den Gremien der Landkreise und der Stadt Stuttgart, die noch aussteht. Der Verband Region Stuttgart als Gesellschafter im VVS und Besteller der S-Bahn in der Region hat sich in der heutigen Sitzung des Verkehrsausschusses mit der Thematik befasst.

Rainer Ganske (CDU/ÖDP) nahm den Fahrgastzuwachs zur Kenntnis, hatte sich aber mehr erhofft. So gab es in der Vergangenheit auch ohne Tarifreform ähnliche Fahrgastzuwächse. „Der Umstieg vom motorisierten Individualverkehr bedarf attraktive Tarife und attraktive Angebote.“ Er appellierte daher, die Maßnahmen in die Infrastruktur und das Angebot nicht zurückzustellen und konsequent den bisherigen Weg weiterzugehen. Zwar klinge die Nullrunde gut, aber „jede Überlegung muss nachhaltig sein und dazu zählt auch, dass sie in Zukunft finanziert werden kann.“ Ganske befürchtete, dass der Großteil der Kosten an den Landkreisen und Kommunen hängen bleiben wird, da das Land beabsichtigt sich nach fünf Jahren aus der Finanzierung herauszuziehen. Fritz Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen) sah für die Tarifentwicklung zwei Optionen: entweder eine Nullrunde oder eine Tariferhöhung um 1,9%, die einen Fahrgastgastzuwachs mit unterstellt. „Die Nullrunde verstärkt die Botschaft der Reform“, konstatierte Fritz Kuhn. Die Gremien in den Landkreisen und der Stuttgarter Gemeinderat müssten nun entscheiden, ob sie die Nullrunde wollen. Hier würde der Modus der Reform beibehalten und der Konsens aller sei nötig. „Wenn nur einer nicht mitmacht, dann gibt es keine Nullrunde“. Jeder, der hierzu eine Entscheidung trifft, müsse sich aber die Frage stellen, ob er dennoch in die Infrastruktur investieren wird, denn beides müsse passieren. Bernhard Maier (Freie Wähler) fand den Aufwand und den Ertrag der Reform nicht zufriedenstellend. Er gab zu bedenken, dass bei Ausbleiben einer Tariferhöhung eine „Bugwelle“ aufgebaut werde, die die Kommunen tragen müssten. Das Angebot des Landes bezeichnete es als „süßes Gift der Versuchung“. „Wenn das Land so ein Angebot macht, muss es auch dauerhaft mitfinanzieren, sonst stehen die Kommunen mit der Bugwelle allein da.“ Für Harald Raß (SPD) tragen aktuell nicht die Kommunen, sondern die Fahrgäste den Großteil der Kosten. Sie hätten in der Vergangenheit rund 60% der Kosten finanziert. Das Angebot des Landes ist für ihn „bescheiden und hätte höher ausfallen können.“ Seit Monaten geistere die Idee der 100 prozentigen Fahrgaststeigerung umher. Diese Idee habe das Land aufgebracht und müsse daher auch mehr zahlen. Die AfD und seine Sprecherin Patricia Schäfer positionierten sich klar gegen eine Nullrunde. Diese müsste durch Steuergelder finanziert werden. Hier sei aber aufgrund des Strukturwandels mit einem Rückgang zu rechnen. Daher solle man das Geld besser in Infrastrukturmaßnahmen zur Angebotsverbesserung investieren. Armin Serwani (FDP) betonte: „Wenn es einen Nullrunde gibt, dann muss das Angebot und die Qualität aber gesichert werden.“ Er appellierte an den Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn sich beim Land für einen höheren Zuschuss einzusetzen. Für Michael Knödler (DIE LINKE/PIRAT) kommt die Nullrunde nur 2020 in Frage. Langfristig bedürfe es einer anderen Finanzierung. Ihm schweben eine Nahverkehrsabgabe, Betten- oder Arbeitgeberabgabe vor.

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news-922 Mon, 04 Nov 2019 15:16:06 +0100 Deutsche Straßenradmeisterschaft und Jedermann-/Jedefrau-Rennen 2020 in Stuttgart und Region Drei Tage hochklassiger Rad-Rennsport in Stuttgart und Region mit den Deutschen Straßenradmeisterschaften 2020 und dem Breitensport-Radrennen Brezel Race presse/artikel/aktuell/deutsche-strassenradmeisterschaft-und-jedermann-jedefrau-rennen-2020-in-stuttgart-und-region/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=50d5d92edeaefe07b6de5bfebdee9732 Die Landeshauptstadt Stuttgart und die Region Stuttgart haben sich für einen Radsport-Großevent stark gemacht: Die Deutschen Straßenradmeisterschaften 2020 finden in Stuttgart & Region an drei Tagen statt. Von Freitag, 19. Juni, bis Sonntag, 21. Juni 2020 werden die Titel im Einzelzeitfahren Frauen Elite, Männer U23 und Männer Elite sowie im Straßenrennen Männer und Frauen Elite vergeben.

„2020 ist ein starkes Jahr für den Radsport in Stuttgart. Die Deutschen Meisterschaften im Straßenradsport und das Brezel Race begeistern alle Rennrad-Fans. Die Stuttgarterinnen und Stuttgarter werden entlang des Herdwegs und am Ziel auf der Theodor-Heuss-Straße ein großes Radsportfestival feiern“, sagt Dr. Martin Schairer, der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart. „Im November ist Stuttgart Gastgeber für die UCI Hallenradsport-Weltmeisterschaften“, ergänzt der Sportbürgermeister. „Neben dem gemeinsamen Engagement für den Straßenradsport mit dem Verband Region Stuttgart in den Jahren 2020 und 2021 bringt die Landeshauptstadt auch mit der Downhill-Strecke und der BMX-Supercross-Strecke den Radsport voran“, so Schairer weiter. Die Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart Dr. Nicola Schelling führt aus: „Eine große Besonderheit ist die ausgesprochen regionale Ausrichtung der Rennen mit Veranstaltungsorten und Streckenkommunen in mehreren Kreisen – ein eindrucksvolles Beispiel für die gute Zusammenarbeit in unserer Region.“ BDR-Präsident Rudolf Scharping betont: „Der Bund Deutscher Radfahrer ist sicher, dass die Sportstadt Stuttgart zusammen mit den beteiligten Kommunen ein großartiger Ausrichter der Deutschen Straßenmeisterschaft 2020 sein wird, die angesichts der Olympischen Sommerspiele in Tokio eine zusätzliche Bedeutung hat. Wir werden in Stuttgart und in der Region nicht nur die Protagonisten der eine Woche später beginnenden Tour de France erleben, sondern die Landeshauptstadt Baden-Württembergs wird auch ein weiterer Indikator für die Olympia-Qualifikation für die Radsport-Wettbewerbe der Spiele in Tokio sein, die auf einem ähnlich anspruchsvollen Kurs ausgetragen werden.“ Er stellt heraus: „Der Tour-Vierte Emanuel Buchmann und Maximilian Schachmann sind zwei mögliche Kandidaten, die das Publikum in Stuttgart live erleben kann. Die Straßenmeisterschaft der Elite in Stuttgart und der Region ist auch deshalb eine der wichtigsten Veranstaltungen des Bundes Deutscher Radfahrer im kommenden Jahr.“

Das Rennen in Stuttgart steht ganz unter olympischen Vorzeichen eine Woche vor dem Start der Tour de France. Das Pressegespräch rund um die drei Tage Spitzensport war hochkarätig besetzt: Es beteiligten sich daran der Stuttgarter Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, die Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart, Dr. Nicola Schelling, BDR-Präsident Rudolf Scharping, Vorstandsmitglied der SportRegion Stuttgart und Bürgermeister von Korntal-Münchingen, Dr. Joachim Wolf, der Geschäftsführer FREUNDE Eventagentur Albrecht Röder sowie die aktiven Radsportler Maximilian Schachmann und Pascal Ackermann, Deutsche Meister 2019 und 2018, Team BORA-hansgrohe, und Lisa Fischer vom Team Stuttgart. Der Bürgermeister von Gäufelden Benjamin Schmid, der Oberbürgermeister von Filderstadt Christoph Traub, der Ditzinger Oberbürgermeister Michael Makurath und der Hemminger Bürgermeister Thomas Schäfer nahmen ebenfalls teil und präsentierten als regionale Vertreter ihre jeweiligen Austragungsorte.

Im Fokus stand die gemeinsame Vorstellung des Radsport-Großevents, die geplanten Strecken, die Organisation und die Rahmendaten. Eingeführt wurden die neuen Logos der Deutschen Straßenmeisterschaften 2020 und des Brezel Race Stuttgart & Region. Jeder Austragungsort zeigte zudem sein eigenes „Composite-Logo“, das zukünftig im Rahmen der Vermarktung eingesetzt werden soll. Zugleich setzen die Landeshauptstadt und der Verband Region Stutttgart ein weiteres Zeichen für ambitionierte Breitenradsportler mit dem „Brezel Race Stuttgart & Region“. Das neue Jedermann-/Jedefrau-Rennen feiert im Rahmen der Deutschen Straßenradmeisterschaften im kommenden Jahr seine Premiere. In der Region Stuttgart können sich Radsportbegeisterte auf dieses neue Rennen im Rennkalender freuen. Der Anmeldestart ist ab Anfang Dezember freigeschaltet. Für Vereine und Betriebssportgruppen gibt es dann besondere Angebote. Mehr Infos zum Brezel Race unter: www.brezelrace.de

Hintergrund

Die Deutschen Straßenmeisterschaften finden von (19. bis 21. Juni 2020) statt. In diesem Rahmen wird auch das „Brezel Race Stuttgart & Region“ erstmalig am Sonntag, 21. Juni 2020 im Rahmen veranstaltet. Der Veranstalter der Deutschen Straßenmeisterschaften ist der Bund Deutscher Radfahrer und der Ausrichter die FREUNDE Eventagentur. Der Gesamtevent ist ein von Landeshauptstadt Stuttgart und Verband Region Stuttgart gefördertes Gemeinschaftsvorhaben. Für 2021 bewerben sich Stadt und Region aktuell um das Finale der Schlussetappe der Deutschland Tour. Die Streckenplanung für beide Rennen verantwortet und führt der regionale Veranstalter FREUNDE Eventagentur (Sindelfingen-Maichingen) durch. Die Gesamtkommunikation zum neuen Jedermann-/Jedefrau-Rennen sowie zu den Deutschen Straßenmeisterschaften 2020 begleitet das Stuttgarter Agenturtandem SANSHINE Communications und WortFreunde Kommunikation. Das neue Radrennen „Brezel Race Stuttgart & Region“ soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden und sich in der Region langfristig etablieren.

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Weitere Materialien zur Deutschen Straßenradsportmeisterschaft 2020 und dem Brezel Race 2020 können per wetransfer.com unter dem folgenden Link heruntergeladen werden: https://we.tl/t-4tvTizNImD

 

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news-920 Wed, 23 Oct 2019 18:28:00 +0200 Verkehrsverbesserungen und Klimafreundlichkeit dominieren Haushaltsberatungen Fraktionen bringen 99 Anträge in die Regionalversammlung ein. Aussprache zum Haushaltsentwurf. presse/artikel/aktuell/verkehrsverbesserungen-und-klimafreundlichkeit-dominieren-haushaltsberatungen/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=b4393e85ed5dac728b37812e628f307c 99 Anträge haben die Fraktionen der Regionalversammlung heute zu den Beratungen zum Haushalt 2020 des Verbands Region Stuttgart gestellt. Der Budgetentwurf, den Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling Ende September eingebracht hatte, hat ein Gesamtvolumen von 442 Millionen Euro. Wie der Entwurf konzentrieren sich die Anträge vor allem auf den Verkehrsbereich. Ihren Schwerpunkt bilden Verkehrsverbesserungen, klimafreundliche Mobilität und weitere Klimaschutzmaßnahmen.

S-Bahn-Angebot ausweiten
Nach Ansicht der CDU/ÖDP soll die S-Bahn durch eine Expressbahn durch das Heckengäu, die Anbindung von Schwieberdingen an das Schienennetz und eine Offensive für Zulaufstrecken verbessert werden. Die Grünen fordern, einen durchgängigen S-Bahn-Nachtverkehr, die S-Bahn-Verlängerung nach Vaihingen/Enz, sowie die Einrichtung weiterer Tangentialen und Taktverdichtungen zu prüfen. Barrierefreiheit, die Dauernutzung der Panoramabahn und der Ausbau der Schusterbahn zur S-Bahn finden sich in Anträgen der SPD. Die AfD beantragt Maßnahmen zur Beschleunigung von mitverantworteten Baumaßnahmen für Verkehrsinfrastruktur. Zudem möchte sie über mögliche Maßnahmen zur Steigerung der Pünktlichkeit der S-Bahn und die Reparaturdauer von Aufzügen informiert werden. Anträge der FDP haben die Sicherheit in der S-Bahn im Blick. Diese soll durch ein „sicheres Abteil“ und Bahnsteigtüren verbessert werden. Während die Liberalen erneut die Prüfung einer zweiten Stammstrecke fordern, möchte die Fraktion DIE LINKE/PIRAT die Stammstrecke durch eine Panorama-Express-S-Bahn zwischen Zuffenhausen und Stuttgart-Vaihingen und durch die Reaktivierung der Schusterbahn entlasten.

Attraktive Verkehrstarife
Bündnis 90/Die Grünen fordern für Schüler, Auszubildende, Studierende, Senioren und Menschen im staatlichen Hilfssystem ein 365-Euro-Ticket. Dies fordern auch die SPD und DIE LINKE/PIRAT, während die Freien Wähler beantragen, die Preise für das ScoolAbo, AzubiAbo und StudiTicket künftig nicht zu erhöhen. Die VVS-Tarife 2020 für alle stabil halten und dafür Pönalen einsetzen, ist Vorschlag der Grünen.

RegioRad und Radverkehr verbessern
Für das RegioRad fordert die CDU/ÖDP-Fraktion verbesserte Ausleihmodalitäten für Firmen und Gruppen, Freiminuten für Pedelec-Nutzer und eine bessere Koordination der Radwegeplanung in der Region. Bündnis 90/Die Grünen möchten ein Förderprogramm für mehr Stationen und das Angebot. Mehr „Drive für RegioRad“ wünschen sich die Freien Wähler und möchten prüfen lassen, ob es sinnvoll ist die Koordination künftig beim Verband anzusiedeln.

Mobilitätswende und neue Technologien vorantreiben
CDU/ÖDP, Grüne und Freie Wähler beantragen gemeinsam „den wirtschaftlichen Wandel im Hinblick auf die Digitalisierung und den Klimawandel zu gestalten“ und die „Region nachhaltig zu entwickeln“. Dafür sollen eine Strategie entwickelt und mögliche Ansatzpunkte gesucht werden. Die CDU/ÖDP fordert die Wirtschaftsförderung auf, Zukunftstechnologien zu identifizieren und zu untersuchen, in welchem Umfang Brennstoffzellen für die Transformation der Automobilindustrie von Bedeutung sein könnten. Die Grünen fordern eine Strategie zur flächenmäßigen Verbreitung von nachhaltigen Mobilitätsdienstleistungen sowie Ökostrom für die S-Bahn. Den Freien Wähler ist es ein Anliegen, Innovationen in der Region zu halten und sie zur Wasserstoffregion auszubauen. Die Wasserstofftechnologie möchte die SPD ebenfalls voranbringen und fordert ein Förderprogramm zum Ausbau der Ladeinfrastruktur sowohl für Wasserstoff- als auch Elektromobilität. Im Prozess und bei der Umsetzung des Zukunftspakts Mobilität Region Stuttgart, der vom Land initiiert wurde, legen die Freien Wähler Wert auf die Wahrung der regionalen Selbstverwaltung.

Landschaftspark und Klima
Die Aufnahme von Klimathemen in die Landschaftsparkförderung ist ein fraktionsübergreifendes Anliegen. Der Fokus der CDU/ÖDP, der Grünen und der FDP liegt dabei auf der Förderung klimagerechter Gestaltung und Bewaldung im Zuge von Landschaftsparkprojekten. DIE LINKE/PIRAT möchte Klimathemen durch ein vorsorgendes Klimarisikomanagement im Regionalplan verankern.

CDU/ÖDP: Zukunftsfähigkeit der Region sichern
Rainer Ganske und die CDU/ÖDP-Fraktion identifizieren drei drängende Themen, auf die sie ihre Anträge fokussieren: Sicherung der Mobilität und Vereinbarkeit mit dem Klima, verantwortungsvoller Umgang mit der Landschaft bei gleichzeitiger Notwendigkeit von Gewerbe- und Wohnflächen und veränderte Entwicklungen und Anforderungen an die Wirtschaft. Mit der S-Bahn, dem Rückgrat des ÖPNV in der Region, könne man trotz vieler beschlossener Maßnahmen nicht zufrieden sein. “Die fehlende Pünktlichkeit und die mangelnde Zuverlässigkeit sind das Eine, die Engstellen, die unseren Ausbau begrenzen, das Andere.“ Da die Kapazitäten des Zulaufs nicht ausreichen, könne die Gäubahn nicht im gewünschten Takt fahren und der Nordzulauf würde zunehmend zum Problem. Mit der geforderten „Offensive Zulaufstrecken“ wolle man hier ansetzen. Die Potenziale der S-Bahn solle man auch für die städtebauliche Entwicklung nutzen und entlang der Linien verdichteten Wohnungsbau untersuchen lassen. Laut Ganske trage die Zusammenarbeit der CDU mit der ÖDP bereits Früchte. Dies sehe man an den Anträgen zum Radverkehr und an der „Idee, Parkplätze zu Überdachen und verstärkt für Photovoltaikanlagen zu nutzen.“ Den Transformationsprozess in der Automobilindustrie möchte die CDU/ÖDP mit einem Fachkongress begleiten. „Lassen Sie uns gemeinsam und nach Möglichkeit im breiten Konsens um die besten Ideen und Lösungen für unsere Region ringen“, appellierte Ganske.

Grüne: Lokale Antworten auf globale Fragen
Für Prof. Dr. André Reichel und seine Fraktion ist „die größte Herausforderung der menschengemachte Klimawandel und seine ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen.“ Für die Grünen gelte schon immer der doppelte Ansatz: „global denken und global handeln, aber auch lokale Lösungen auf globale Fragen finden.“ Deswegen halten sie es für unerlässlich, den Regionalplan kritisch zu betrachten und über planerische Konsequenzen für die Zukunft zu diskutieren. Den größten Beitrag, den der Verband beim Klimaschutz leisten könne, sei beim Verkehr. Hier sehen die Grünen drei Schwerpunkte: Verkehrsinfrastruktur und -angebot, VVS-Tarife und neue Mobilitätsdienstleistungen. Der gemeinsame Antrag mit der CDU/ÖDP und den Freien Wählern, unter der Überschrift „Transformation in Richtung Nachhaltigkeit“ sei ein starkes Signal, „dass wir hier in der Region Stuttgart aus einer Position der Stärke heraus den wirtschaftlichen Wandel gestalten und unsere Region nachhaltig entwickeln“, so Reichel. Der Verband solle dafür eine interfraktionelle Arbeitsgruppe „Wirtschaft im Wandel“ einrichten, die diesen Transformationsprozess demokratisch begleitet. Gemeinsam mit CDU/ÖDP, Freien Wählern und SPD fordern die Grünen die komplementäre Finanzierung einer regionalen Kulturmanagers. „Wir Grünen wollen mit den hier gestellten Anträgen dem Verband und dieser Region eine klare Richtung für die nächsten Jahre geben.“

Freie Wähler: „Grenze der kommunalen Leistungsfähigkeit erreicht“
Gerd Maisch plädierte für eine Kommunikationsinitiative in den Kommunen für die Ausweisung dringend benötigter Wohn- und Gewerbegebiete. „Oftmals wurden wir von anderen Fraktionen kritisiert, heute ist der Katzenjammer groß über die Wohnungsnot und über fehlende Gewerbeflächen in unserer Region“, so Maisch. Gerade innovative Betriebe, die für Transformationsprozesse der Wirtschaft und damit für den Erhalt der Arbeitsplätze so wichtig sind, bräuchten die Flächen. Mit Sorge sieht Maisch die hohe finanzielle Belastung der Kommunen durch die beschlossenen Infrastruktur- und Tarifmaßnahmen. „Angesichts neuer Diskussionen um weitere Verbesserungsmaßnahmen sehen wir die Grenze der kommunalen Leistungsfähigkeit erreicht“, betonte Maisch. Bei der Mobilität sieht er die Hauptlast weiterhin beim Individualverkehr. Deshalb beantrage seine Fraktion einen Sachstandsbericht zum Nordostring.

SPD: „Veränderungen gestalten, nicht nur hinnehmen“
Die SPD und ihr Fraktionsvorsitzender sehen in ihren Anträgen Ansätze, um Veränderungen zu gestalten. Zentrales Handlungsfeld für die SPD wird die Verkehrswende bleiben. „Deshalb wollen wir, dass die Planungen für das „Nordkreuz“, T-Spange und die P- Option zügig oder wie es manchmal auch heißt: zeitnah vorangetrieben werden.“ Um den Veränderungen in der Wirtschaft zu begegnen, soll eine Informations- und Kommunikationsplattform entwickelt werden, die den Austausch und die interkommunale Zusammenarbeit zu Projekten der Wirtschaftsförderung unterstützt. Für die Region wird es nach Meinung der SPD entscheidend sein, Wohnraum zu tragbaren Belastungen für Bewohner, Umwelt und Infrastruktur zu schaffen. Daher soll aufbauend auf dem Aktionsprogramm Wohnen über weitere Schritte und Vorhaben berichtet werden.

AfD: Rahmenbedingungen für erfolgreiche Wirtschaft schaffen
Joachim Hülscher und die AfD möchten den wirtschaftlichen Ein- und Umbruch durch Investitionen in ein leistungsfähiges Glasfasernetz abfedern. „Das ist eine schnelle und wirksame Förderung unseres Mittelstands und unserer Spitzenindustrie.“ Ein gutes Verkehrsnetz, ausreichend Wohnraum und eine intakte Natur und Erholungsmöglichkeiten seien für eine erfolgreiche Wirtschaft ebenfalls nötig. Daher fordert die AfD, dass die S-Bahn pünktlicher und leistungsfähiger wird, „sonst kann die Ausweitung des 15-Minuten-Takts zum Flop werden.“ Darüber hinaus möchten sie Straßenausbau bzw. -neubau unter Abwägung aller ökonomischen und ökologischen Aspekte vorantreiben.

FDP: „Sparsamkeit heißt, Geld zum richtigen Zeitpunkt in Projekte investieren“
Für Kai Buschmann und die FDP ist jetzt die Zeit „in der Investieren vor Lamentieren geht“, weshalb man Milliardeninvestitionen in eine zweite Stammstrecke tätigen sollte. Die Geschichte der S2 und anderer Projekte, habe gezeigt, dass man die S-Bahn „sofort und bis ins Neckartal“ durchplanen und bauen muss. „So günstig bekommen wir die Finanzierung nie wieder hin.“ Mit der Erweiterung des Landschaftsparks zum Klimapark könne man zudem innovative Ideen auf kommunaler Ebene initiieren und unterstützen. „Das heißt realen Klimaschutz betreiben, nicht nur Forderungen aufstellen.“

DIE LINKE/PIRAT: „Autofreie Städte schaffen, produktive Quartiere gestalten“
Christoph Ozasek und die Fraktion DIE LINKE/PIRAT sehen die Notwendigkeit eines präventiven Strukturwandels, um die Stabilität und Wertschöpfung in der Region zu sichern. „Nur mit einem vorsorgenden Klima-Risikomanagement kann die Region in enger Abstimmung mit den Kommunen Anpassungsstrategien entwickeln, um gesunde Lebensverhältnisse im Sinne eines Generationenvertrags zu erhalten.“ Der Schlüssel dazu sei die strategische Fortschreibung des Regionalplans hin zu intelligenter Dichte, Klima-Resilienz und Bodenschutz. Fairness ist für die Fraktion zentral, deswegen fordert sie die Prüfung der Tariftreue bei Busunternehmen in regionaler Aufgabenträgerschaft.

Der weitere Zeitplan
Die inhaltliche Diskussion über die Anträge findet öffentlich in den Ausschüssen statt: am Mittwoch, am 20. und 22. November im Verkehrsausschuss und abschließend am Mittwoch, den 27. November im Wirtschaftsausschuss. Die Regionalversammlung soll den Haushalt 2020 des Verbands Region Stuttgart am Mittwoch, 11. Dezember beschließen.

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news-921 Wed, 23 Oct 2019 16:00:00 +0200 „Brezel Race“ – das neue Radsporthighlight im Süden Stuttgart und Region starten mit eigenem Radrennen bei Deutschen Straßenradmeisterschaften 2020 presse/artikel/aktuell/brezel-race-das-neue-radsporthighlight-im-sueden/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=d4983e532e6a3fffa4fe9ccc2dc79cdf Gemeinsame Pressemitteilung Landeshauptstadt Stuttgart und Verband Region Stuttgart

Die Landeshauptstadt Stuttgart und die Region Stuttgart setzen ein starkes Zeichen für ambitionierte Breitenradsportler mit einem neuen Radrennen: dem „Brezel Race Stuttgart & Region“. Mit der Marke „Brezel Race Stuttgart & Region“ soll ein neues Jedermann-/Jedefrau-Rennen eingeführt werden, das zum ersten Mal im Rahmen der Deutschen Straßenradmeisterschaften im kommenden Jahr stattfinden wird. Im Rahmen der Deutschen Straßenradmeisterschaften in Stuttgart und in der Region Stuttgart am Wochenende vom 19. bis 21. Juni 2020 findet ein großes Festival rund um das Fahrrad statt. Für ambitionierte Breitenradsportler ist am Sonntag, 21. Juni 2020, das „Brezel Race“, ein Jedermann-/Jedefrau-Radrennen durch die Region Stuttgart geplant. Dazu wurde ein neuer Webauftritt geschaffen, der unter www.brezelrace.de ab sofort online ist. 2020 startet das Stuttgarter Radrennen für Jedermann und Jedefrau. In der Region Stuttgart können sich Radsportbegeisterte auf dieses neue Rennen im Rennkalender freuen. Der Anmeldestart ist ab Anfang Dezember freigeschaltet. Für Vereine und Betriebssportgruppen gibt es dann besondere Angebote.

Der Stuttgarter Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, sagt: „Mit dem ‚Brezel Race‘ fördern wir nachhaltig den Straßenradsport in Stuttgart. Wir wollen das Rennen langfristig etablieren und bei der Premiere im kommenden Jahr über 4000 ambitionierte Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer in den Sattel bringen.“ Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling vom Verband Region Stuttgart begrüßt das Vorhaben: „Uns war wichtig, dass das Jedermann-Rennen jetzt durch Teile der Region führt, die im letzten Jahr nicht zum Zuge kamen. Erneut erwarten wir viel Spannung und Emotionalität auf der Strecke. Das stärkt das regionale Wir-Gefühl bei den vielen Teilnehmenden und Zuschauern – über Sport gelingt dies einfach auf ideale Weise.“ Matthias Klopfer, Vorsitzender SportRegion Stuttgart, ergänzt: „An das Jedermann-Rennen anlässlich der Deutschland-Tour 2018 erinnere ich mich sehr gerne zurück. Die Region Stuttgart ist eine Radsport-Region. Was mir beim ‚Brezel Race‘ besonders gefällt, ist der interkommunale Aspekt des Rennens, dessen Strecke durch mehrere Kommunen und Landkreise führt.“

Für das „Brezel Race“ haben sich die Streckenplaner der FREUNDE Eventagentur ein besonderes Konzept überlegt: mit drei Streckenlängen und der Möglichkeit, dass zu Beginn der Touren die Teilnehmer verschiedener Strecken einen Teil gemeinsam radeln können. Das „Brezel Race“ bietet mit seinen Strecken über 78 und 116 Kilometern ein facettenreiches Streckenprofil. Egal ob Einsteiger oder erfahrener Racer, die Kurse durch die Region mit Ziel in Stuttgart bieten anspruchsvolle Anstiege und schöne Abfahrten. Zusätzlich erhalten die Jedermann-/Jedefrau-Teilnehmer die Möglichkeit, den Start mit Partner oder Familie zu erleben. Auf dem ersten Streckenabschnitt über 16 Kilometer vom Schlossplatz Stuttgart bis nach Remseck am Neckar fahren alle Teilnehmer ohne Zeitmessung. Dieser Abschnitt, auch „Sunday Morning Cycling“ genannt, kann gemeinsam geradelt werden, bis es für die Fahrer des „Brezel Race“ zum scharfen Start mit Zeitmessung übergeht. Albrecht Röder, Streckenplaner und Geschäftsführer der FREUNDE Eventagentur, will, dass das Rennen Lokalkolorit ausstrahlt: „Wir Kinder der Region Stuttgart wachsen mit der Kraft der Brezel auf – diese Kraft hat mich selbst auf dem Rad bis ins Nationaltrikot gebracht.“ Der passionierte Brezelfan ergänzt: „Und wer immer noch nicht weiß, was ‚brezeln’ mit dem Rad heißt, spürt das spätestens beim Start auf dem Schlossplatz Stuttgart, beim ständigen Auf und Ab in der Region und bei der erlösenden Zieleinfahrt auf der ‚Theo‘.“ Es geht also über den gleichen Zielstrich wie die Elite bei den Deutschen Straßenradmeisterschaften 2020.

„Brezel Race Stuttgart & Region“ im Überblick

„Brezel Race“ – 3 Strecken – 16 km gemeinsam radeln

Sonntag, 21. Juni 2020: Start/Ziel in Stuttgart Schlossplatz; Strecke durch die Region alle ohne Zeitmessung bis Remseck am Neckar

  • Strecke 1: Sunday Morning Cycling: 16 km, Mindestgeschwindigkeit 18 km/h; Kaffeepause in Remseck am Neckar, individuell zurück; Gesamtstrecke 32 km
  • Strecke 2: „Brezel Race“ kurz: 78 km (16 + 62 km); „mirnix dirnix ronderbrezelt“, Mindestgeschwindigkeit 23 km/h
  • Strecke 3: „Brezel Race“ lang: 116 km (16 + 100 km) – „da musch an Honderter brezla kenna“; Mindestgeschwindigkeit 25 km/h; Strecken 2 und 3 mit rund 40 bis 50 km auf der Elite-Strecke der Rad-DM 2020

Das neue Radrennen „Brezel Race Stuttgart & Region“ soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden und sich in der Region langfristig etablieren.

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news-919 Wed, 16 Oct 2019 18:40:22 +0200 Kommunen nutzen mehrheitlich beschleunigtes Verfahren zur Baulandausweisung Verband Region Stuttgart sieht Präzisierungsbedarf beim Paragraf 13b Baugesetzbuch – Planungsausschuss diskutiert Ergebnisse bisheriger Anwendung presse/artikel/aktuell/kommunen-nutzen-mehrheitlich-beschleunigtes-verfahren-zur-baulandausweisung/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=f9f92f2195054a5e149fcbee64f5d581 Seit Mai 2017 gilt, befristet bis Ende 2019, der Paragraf 13b Baugesetzbuch. Die Gesetznovellierung ermöglicht die Aufstellung von Bebauungsplänen im beschleunigten Verfahren und soll als Instrument dienen, um zügiger Wohnungsneubau zu ermöglichen und somit die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern. Sie eröffnet die Möglichkeit, Bauflächen ohne formale Umweltprüfung und ohne Anwendung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung zu entwickeln, sofern die Flächen an bereits bestehende Gebiete angrenzen und nach den Bestimmungen der Baunutzungsverordnung eine Grundfläche von maximal 10.000 Quadratmeter überbaut werden darf. Durch bestimmte Faktoren bei der Berechnung der bebauten Fläche können in der Praxis damit Baugebiete von bis zu drei Hektar entstehen.

Im heutigen Planungsausschuss wurde ein Zwischenbericht über die Auswirkungen des Paragrafen 13b in der Region präsentiert. Ebenso diskutierte der Ausschuss künftig wünschenswerte Nachbesserungen bei der Weiterschreibung des Gesetzes. Demnach hat der Verband Region Stuttgart im Zeitraum von Mai 2017 bis Juli 2019 insgesamt 71 Stellungnahmen zu Bebauungsplänen, die unter Anwendung dieses beschleunigten Verfahrens aufgestellt wurden, abgegeben. Dies entspricht rund 69 Hektar Wohnbauland für bis zu 2.200 Wohneinheiten. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum gab es neun Bebauungspläne im regulären Verfahren. Um die Vergleichbarkeit der Planungen zu gewährleisten, wurden dabei nur die Pläne im Regelverfahren mit weniger als drei Hektar berücksichtigt. Der Großteil der nach 13b ausgewiesenen Flächen liegt in den im Regionalplan dafür vorgesehenen Siedlungsbereichen. Die regionalplanerisch vorgegebene Wohndichte wurde bei 72 Prozent der Bebauungspläne eingehalten. In den abweichenden Fällen wird die Mindestwohndichte in der gesamtstädtischen Betrachtung erreicht. Lediglich bei fünf 13b-Bebauungsplänen wurden regionalplanerische Bedenken mit der Maßgabe zurückgestellt, dass künftige Wohnbauflächenausweisungen mit ausgleichend höherer Dichte erfolgen müssen.

Derzeit ist noch unklar, wie es mit dem Paragrafen 13b ab 2020 weitergeht. Als Fazit der bisherigen Erfahrungen in der Planungspraxis erachtet die Geschäftsstelle des Verbands Region Stuttgart Präzisierungen des Gesetzes als notwendig, auch wenn die größere Flexibilität für die Kommunen aus raumordnerischer Sicht grundsätzlich positiv bewertet wird. Zum einen bestehe das Risiko, dass langfristige Planungsperspektiven geschwächt würden, sollten die beschleunigt ausgewiesenen Baugebiete nicht mit dem gesamtstädtischen Flächennutzungsplan (FNP) abgeglichen sein. Zum anderen wäre eine stringentere Kopplung an Regionen mit tatsächlich nahgewiesenem Wohnraummangel so wie die Festlegung geeigneter baulicher Dichtewerte zu begrüßen.

Stimmen aus den Fraktionen
Roland Schmid (CDU/ÖDP) stellte fest: „Auf die Region bezogen ist der Erfolg überschaubar.“ Ein großer Entlastungsangriff auf den Wohnungsmarkt sei 13b nicht. „Wenn man den Paragrafen beibehält, muss mehr Steuerung stattfinden.“ Ein vereinfachtes Verfahren sei nur zu rechtfertigen, wenn es entscheidend die Erreichung der Ziele unterstützt. Nach Dorothee Kraus-Prause (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) entstehe angesichts vieler Eigenheimsiedlungen nicht, „das, was wir eigentlich wollen, nämlich verdichtetes und preiswertes Wohnen.“ Vielmehr führe der Paragraf zu Schnellschüssen, die eine langfristige Strategie für Stadtentwicklung nicht gewährleisten. „Die ökologische Bilanz wird ohne Ausgleichsmaßnahmen schlechter“, so Kraus-Prause. Wilfried Dölker (Freie Wähler) dagegen betonte, dass „13b ein wirksames Instrument“ sei, um die Wohnungsnot zu mildern. Man müsse fairerweise betrachten, dass angesichts der Hindernisse kaum Gemeinderäte bereit seien, große Baugebiete zu entwickeln. „Mit 13b haben Gemeinden die Chance, zu bauen, wenn an anderer Stelle blockiert wurde.“ Regina Traub sagte für die SPD-Fraktion, auf dessen Antrag hin die Anwendung des Paragrafen 13b thematisiert wurde: „Kritisch ist, wenn die Flächen mit 13b nicht aus dem FNP heraus entwickelt werden müssen.“ Kommunen hätten so ohne entsprechende Voruntersuchungen einen ungeschorenen Zugriff auf landwirtschaftliche Flächen. Laut Joachim Hülscher (AfD) hat „13b hat Vorteile und Lösungen an mancher Stelle gebracht, sollte aber ohne eine konsequente Umsetzung des FNP nicht weiterverwendet werden.“ Der Paragraf müsse ein engeres Korsett erhalten. Doch, ob dann noch die Ziele erreicht würden, sei fraglich.  Kai Buschmann (FDP) fokussierte sich auf die Chancen: „2200 Wohneinheiten für rund 5.500 Menschen werden entstehen. Das sollten wir nicht kleinreden.“ Seit dem ersten Bericht 2018 hätten sich die Dichtewerte und die FNP-Konformität verbessert. Für Christoph Ozasek (DIE LINKE/PIRAT) entsteht durch 13b „im Wesentlichen Wohneigentum und damit Wohnraum für privilegierte Schichten.“ Übergeordnete Ziele wie Umwelt- und Klimaschutz würden unterlaufen. Der Paragraf müsse aus dem Baugesetzbuch verschwinden.

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news-917 Mon, 07 Oct 2019 08:54:00 +0200 Region Stuttgart beteiligt sich an Planung für Halt der Panoramabahn am Nordbahnhof Verband Region Stuttgart zahlt bis zu 250.000 Euro für Planung bis zur Genehmigungsreife – neuer Halt auch als Ausweichoption für S-Bahn in Störungsfall presse/artikel/aktuell/region-stuttgart-beteiligt-sich-an-planung-fuer-halt-der-panoramabahn-am-nordbahnhof/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=5cbc776b7211b26ca7d9545976b2e29d Die Zeit drängt, um die Panoramabahn auch nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 für den Eisenbahnverkehr zu nutzen. Denn etwa ein halbes Jahr vor Fertigstellung des neuen Bahnknotens soll die Strecke für die Inbetriebnahme der neuen S-Bahn-Station Mittnachtstraße vom Stuttgarter Hauptbahnhof abgehängt werden. Ab dem Nordbahnhof möchte man die Strecke jedoch erhalten, auch, damit die S-Bahn sie im Störungsfall mitnutzen kann. Die Region hat nun ihrerseits den Weg frei gemacht, um zügig in die Planungen für einen Halt am Nordbahnhof einzusteigen. Dafür beschloss der regionale Verkehrsausschuss einstimmig eine Beteiligung des Verbands Region Stuttgart zu einem Drittel an den Kosten bis zur Genehmigungsplanung. Gleiche Anteile entfallen ebenso auf das Land Baden-Württemberg sowie die Stadt Stuttgart. Für diese erste Stufe der Planungsarbeiten werden derzeit 750.000 Euro veranschlagt, für jeden Projektpartner also bis zu 250.000 Euro. Die Partner gehen davon aus, dass die Umsetzung des Bauvorhabens vom Land im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetztes, kurz GVFG, gefördert wird.

Damit die Strecke der Panoramabahn auch im Störungsfall Ausweichmöglichkeiten für die S-Bahn bietet, sollen die vorhandenen Gleisanbindungen berücksichtigt werden. Bereits in einer Studie über die Perspektiven der S-Bahn Stuttgart hat der Verband Region Stuttgart 2017 Varianten für einen Halt der Panoramabahn am Nordbahnhof für einen Weiterbetrieb vorgestellt. Ihn am Löwentor zu realisieren, war seinerzeit das Plädoyer des regionalen Verkehrsausschusses. Dort bietet er optimale Möglichkeiten zum Umstieg auf die S-Bahn und Stadtbahn. Der neue Halt soll barrierefrei zugänglich sein. Mit einer Bahnsteiglänge von 210 Meter, einer Breite von mindestens 3 Meter und einer Höhe von 76 Zentimeter sind die technischen Voraussetzungen dafür gegeben, dass auch die S-Bahn die Station nutzen kann. Seitens des Landes gibt es Überlegungen, den neuen Haltepunkt mit einer Zugverbindung zu bedienen: Dafür könnte eine bereits geplante Regionalverkehrslinie aus Richtung Herrenberg und Böblingen über den zukünftigen Regionalbahnhof Stuttgart-Vaihingen hinaus verlängert werden.

Stimmen aus der Regionalversammlung

Das Projekt sei ein Ausdruck der guten Zusammenarbeit, die über Jahre gelebt wurde, sagte Rainer Ganske (CDU/ÖDP). Jedoch dürfe der jetzige Beschluss einer regionalen Planungsbeteiligung keine Vorfestlegung sein über die weitere Finanzierung des Bauvorhabens in der Zukunft. Dr. Stefan Belz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zeigte sich erfreut, weil das Kappen der Gäubahn gleichzeitig mit dem Ausbau der Autobahn A 81 stattfindet. Daher sei es „sinnvoll, für die signifikante Zulaufstrecke aus dem Süden nach Stuttgart einen Interimsbahnhof einzurichten.“ Für Michael Makurath (SPD) ist es wichtig, rasch voranzukommen: „Es ist höchste Eisenbahn geboten.“ Auch Holger Dorn (AfD) lobte das Vorhaben. Sein Fazit: „Es ist eine gute Sache.“

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news-916 Wed, 02 Oct 2019 19:00:00 +0200 Region erarbeitet Vorschlag für S-Bahn nach Calw Verlängerung der S-Bahn als langfristige Lösung - Verhandlungsgrundlage für Ausgestaltung der Hermann-Hesse-Bahn presse/artikel/aktuell/region-erarbeitet-vorschlag-fuer-s-bahn-nach-calw/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=c2c76e081feb0c82c2f914449bfe088c Der Verband Region Stuttgart wird ein Eckpunktepapier für eine S-Bahn-Verlängerung bis Calw ausarbeiten. Das beschloss der regionale Verkehrsausschuss am Mittwoch einstimmig. Damit möchte der Verband dem Landkreis Calw einen Vorschlag für eine langfristige Lösung unterbreiten, der als Grundlage für die weitere Diskussion mit den Projektpartnern über die Hermann-Hesse-Bahn dient: So soll die Hermann-Hesse-Bahn in einer ersten Stufe bis Weil der Stadt fahren und in einer zweiten Stufe durch eine S-Bahn-Verbindung nach Calw abgelöst werden. Der Ausschuss folgte damit einem interfraktionellen Antrag der Fraktionen CDU/ÖDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Freie Wähler, SPD und der FDP. Mit der Verlängerung der S-Bahn-Linie von Stuttgart nach Calw wäre der Landkreis Calw zukünftig umsteigefrei und umweltfreundlich in Richtung Stuttgart angebunden. Nach Sindelfingen und Böblingen benötigten die Fahrgäste dann nur einen einfachen Umstieg.

Unabhängig von der Verlängerung nach Calw sollen die bereits beschlossenen Verstärker-S-Bahnen zwischen Feuerbach und Weil der Stadt rasch realisiert werden. Mit ihnen wird das Fahrtenangebot weiter verdichtet und so die Bedienung in den Spitzenverkehrszeiten verbessert. Das Vorhaben sieht der Verband Region Stuttgart gefährdet, falls auf dem teilweise eingleisigen Abschnitt zwischen Weil-der-Stadt und Renningen ebenfalls die Hermann-Hesse-Bahn verkehrt. Dr. Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, signalisierte im Verkehrsausschuss erneut, dass auch eine Hermann-Hesse-Bahn bis Weil-der-Stadt als Vorlaufbetrieb förderfähig sein kann, sofern langfristig eine durchgehende S-Bahn-Linie bis Calw vertraglich vereinbart wird und das Gesamtvorhaben wirtschaftlich ist.

Das Eckpunktepapier soll in die Kooperationsvereinbarung des Verbands Region Stuttgart mit dem Landkreis Calw und dem Land Baden-Württemberg einfließen. Eine solche ist erforderlich, da der Verband für die S-Bahn in der Region Stuttgart zuständig ist. Er kann dabei keine Kosten für Maßnahmen außerhalb des Regionsgebietes übernehmen. Auch der Landkreis Böblingen soll entsprechend seines Gebietsanteils nach den geltenden Kriterien bei S-Bahn-Erweiterungen in der Region Stuttgart mitzahlen.

Stimmen aus der Regionalversammlung

Helmut Noë (CDU/ÖDP) fordert, dass das Land Baden-Württemberg von der Bedingung Abstand nehmen soll, die Hermann-Hesse-Bahn bis Renningen zu führen. Gleichzeitig sollte das „wichtige Ziel“ weiterverfolgt werden, eine Sprinter-S-Bahn einzurichten, welche auch die Fahrgäste aus dem Landkreis Calw aufnehmen kann. Mit der Erarbeitung eines Eckpunktepapiers sei man „einen entscheidenden Schritt weiter“. Michael Lateier (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) hält es für wichtig, die Raumschaft Calw an den Raum Stuttgart anzubinden. Er bat darum, dies nun zügig voranzubringen und „prioritär zu behandeln“. Bernhard Maier (Freie Wähler) stellte fest, dass sich das Ziel des Landkreises Calw, am Planfeststellungsbeschluss für den Bahnhof Renningen festzuhalten, und der Beschluss des Verbands Region Stuttgart, eine Taktverdichtung auf der überlasteten S6 herbeizuführen, widersprechen. Er appellierte an das Land, eine „vernünftige Lösung“ zu vermitteln. Seit Jahren sei er der Auffassung, dass eine S-Bahn nach Calw die zukunftsfähigste Lösung sei. Auch Jasmina Hostert (SPD) plädierte an alle Beteiligten, „aus der Konfrontation herauszukommen und eine gute Lösung zu suchen“. Deshalb sei die Erarbeitung eines Eckpunktepapiers ebenso wichtig wie auch die Taktverdichtung auf der S 6. Holger Dorn (AfD) sagte: „Die Widersprüche sollten prinzipiell auflösbar sein.“ Man solle aber im Auge behalten, dass Pendler aus dem Landkreis Calw zum Daimler nach Böblingen und Sindelfingen mit einer Hermann-Hesse-Bahn bis Weil-der-Stadt einen zusätzlichen Umstieg hätten. Hans Dieter Scheerer (FDP) appellierte an die Vernunft. Es müsse nun „zeitnah und schnellst möglichst“ weitergearbeitet werden. Das Land solle nun „alle Beteiligten an einen Runden Tisch bringen“. Wolfgang Hoepfner (DIE LINKE/PIRAT) meinte: „Die Menschen in den Landkreisen Böblingen und Calw haben für den Streit kein Verständnis, sie wollen einen guten ÖPNV“. Die S6 dürfe jedoch keinen Schaden nehmen.

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news-918 Wed, 02 Oct 2019 19:00:00 +0200 15-Minuten-Takt bei der S-Bahn wird ausgeweitet Ab 15. Dezember 2019 gibt es den 15-Minuten-Takt bei der S1-S6 auch zwischen 12 und 15 Uhr. Insbesondere Schüler und Nachmittagsfahrgäste profitieren von der Taktverbesserung. presse/artikel/aktuell/15-minuten-takt-bei-der-s-bahn-wird-ausgeweitet/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=4c64a8f2ff952879c0d7f7c2c5816ec1 Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember gibt es gute Nachrichten für alle, die um die Mittagszeit unterwegs sind. Bisher verkehrten die S-Bahnen der S1 bis S6 von 6 bis 12 Uhr und ab 15 bis 20:30 Uhr im dichteren Takt. Zum Jahresende wird der 15-Minuten-Takt auf die Zeit zwischen 12 und 15 Uhr ausgeweitet. Grundlage der Verbesserungen ist ein Beschluss der Regionalversammlung, die im September 2016 votierte, den Viertelstundentakt stufenweise umzusetzen. 2017 und 2018 gab es bereits zwei Erweiterungsstufen, die nächste Stufe folgt in einem Jahr. Zum Dezember 2020 wird die Lücke zwischen 10 und 12 Uhr geschlossen. Fortan wird zwischen 6 und 20:30 Uhr durchgehend auf den besagten Linien im 15-Minuten-Takt gefahren. Damit reagiert der Verband Region Stuttgart auch auf die Ergebnisse seiner Bürgerbefragung aus dem Jahr 2018. Diese hatte ergeben, dass die Bürgerinnen und Bürger einen höheren Takt in allen Raumkategorien wünschen. Die jetzt vorgesehene Fahrplanänderung ist ein Sprung in der Angebotsqualität. „Von Montag bis Freitag werden künftig zwei Drittel aller S-Bahnfahrgäste im 15 Minuten-Takt unterwegs sein“, betonte Dr. Jürgen Wurmthaler, Leitender Direktor für Wirtschaft und Infrastruktur beim Verband Region Stuttgart.

An den Planungen für Taktausweitungen auf weiteren Strecken wird gearbeitet. Am 22.05.2019 hat der Verkehrsausschuss die planerische Vertiefung für den 15-Minuten-Takt auf der S60 zwischen Böblingen und Renningen (- Stuttgart) beschlossen. Ebenso wird die S-Bahn-Anbindung von Nürtingen weiterverfolgt, womit auch eine Erweiterung des 15-Minuten-Taktes auf der S1 zwischen Plochingen und Wendlingen verbunden wäre. Beide Maßnahmen werden aber wohl nicht vor 2025 realisiert werden können.

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news-915 Thu, 26 Sep 2019 11:12:44 +0200 Mobilität verbessern und regionale Arbeit kommunizieren Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling legt den Haushaltsentwurf 2020 vor – Gesamtvolumen 442 Millionen Euro presse/artikel/aktuell/mobilitaet-verbessern-und-regionale-arbeit-kommunizieren/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=e6954d26e25e97b474f4b08901cf4c21 „Der Strukturwandel findet unaufhaltsam in der Region statt. Wir müssen jetzt mehr denn je die Zukunft gestalten und die Weichen so stellen, dass wir dem Strukturwandel mit all seinen Herausforderungen und Chancen einen stabilen Rahmen für eine positive Entwicklung geben.“ Das ist das erklärte Ziel des regionalen Haushaltsentwurfs, den Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling in der heutigen Regionalversammlung vorgestellt hat. Die Schwerpunkte des Budgetentwurfs liegen auf der Umsetzung der bereits beschlossenen Verbesserungen im ÖPNV, der Verbesserung des Verkehrsflusses und der Mobilität und der Ausweisung von Wohnbau- und Gewerbeflächen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Schaffung von Verständnis und Akzeptanz für die regionale Perspektive.

Größter Posten: Mehr als 410 Mio. Euro für Verkehrshaushalt

Das Haushaltsvolumen beträgt insgesamt 442 Mio. Euro, das sind 94,6 Mio. Euro mehr als im Jahr 2019. Die Verbandsumlage sinkt um 0,8 % auf 23,20 Mio. Euro, die Umlage ÖPNV steigt um 10,1 Prozent auf 61,28 Mio. Euro. Insgesamt steigen die Umlagen damit um 6,9 Prozent auf 84,48 Mio. Euro. Wie in den Vorjahren entfallen die meisten Ausgaben und Einnahmen auf den Verkehrsbereich. So stehen den geplanten Ausgaben in Höhe von knapp 411 Mio. Euro erwartete Erträge aus Fahrgeldeinnahmen (136 Mio. Euro), Regionalisierungsmitteln (94 Mio. Euro) und Landeszuschüssen (54 Mio. Euro) sowie der Verkehrsumlage (61 Mio. Euro) gegenüber. Die Verkehrs- und Verbandsumlagen steigen um 5,4 Mio. Euro auf 84,48 Mio. Euro. Insgesamt sind Kreditaufnahmen in Höhe von 65,52 Mio. Euro für das kommende Jahr geplant. Tilgungen erfolgen in Höhe von 4,1 Mio. Euro. Der Schuldenstand erhöht sich auf 106,4 Euro. Hauptgrund für den Schuldenanstieg sind Verbesserungen bei der S-Bahn.

 Verbesserungen bei Verkehr und Mobilität

Für die Einführung des neuen digitalen Steuerungssystems ECTS zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der S-Bahn-Infrastruktur sind 64,5 Mio. Euro durch Kreditaufnahme vorgesehen. Sie dient der Vorfinanzierung, wobei eine Tilgung durch die DB Regio ab 2026 erfolgt. Die Regionalversammlung hat zudem beschlossen, 58 neue S-Bahn Fahrzeuge in Kooperation mit der DB Regio zu beschaffen. Dafür sind Mittel in Höhe von 42,48 Mio. Euro geplant. Das Land leistet hierzu einen spürbaren Beitrag. Eine weitere Angebotsverbesserung bei der S-Bahn soll der Ausbau der S2 nach Neuhausen bringen. Für die Umsetzung und Organisation sind im kommenden Jahr 2 Mio. Euro veranschlagt. Die insgesamt 411 Mio. Euro beinhalten zudem die Ausweitung des 15-Minuten-Takts, die Förderung von Park & Ride (855.000 Euro), sowie eine regionale Mobilitätsplattform, die eine nachhaltige Verflüssigung des Verkehrs durch intelligente Steuerung verspricht (2 Mio. Euro).

Wirtschaft, Wohnen und Gewerbe

„Kern unserer Arbeit ist die Umsetzung der regionalplanerischen Möglichkeiten zur Bereitstellung von neuen Wohngebieten und Gewerbeflächen. Aber nur Kommunen können Bauland schaffen. An der Umsetzung vor Ort mangelt es noch, deshalb ist es wichtig, dass die Region konkrete Unterstützung anbietet“, so Schelling. Deswegen hat die Regionalversammlung bereits beschlossen, im Zuge des Aktionsprogramms Wohnen und Gewerbe insgesamt 3 Mio. Euro von 2019 bis 2023 einzusetzen. Sie sollen kommunale Aktivierungsmaßnahmen von Gewerbeflächen mitfinanzieren. Im Haushalt 2020 schlägt sich dies mit 600.000 Euro nieder. Hinzu kommen Zuweisungen für die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (800.000 Euro, davon 354.000 Euro über WRS) und die Gigabit-Region (238.000 Euro über WRS). Die Zuweisungen an die Wirtschaftsförderungen Region Stuttgart GmbH (WRS) steigen auf knapp 9,5 Mio. Euro. Davon fließt ein wesentlicher Bestandteil (600.000 Euro) in die Entwicklung eines regionalen Gewerbevorhaltungsgebiets.

 Grüne Infrastruktur und Windkraft

Einen Meilenstein für die Förderung der grünen Infrastruktur in der Region bildete 2019 die vom Verband Region Stuttgart initiierte Remstal-Gartenschau. Auch im kommenden Jahr möchte der Verband Region Stuttgart Landschaftsparkprojekte mit 1,5 Mio. Euro fördern. Der neue Windatlas des Landes macht eine neue regionale Gesamtbetrachtung erforderlich, die sich dann in der entsprechenden Änderung des Regionalplans des Verbands Region Stuttgart niederschlägt.

Modellregion 5G und Digitalisierung

Die Digitalisierung ist Herausforderung, Chance und oft Lösung zugleich, insbesondere für die Wirtschaft. „Die Entwicklung als Modellregion 5G gehört zu den wesentlichen Voraussetzungen, um unseren Unternehmen einen heimischen Markt für die Anwendungen des autonomen Fahrens zu gewährleisten und Smart-City-Anwendungen bei uns in der Region zu implementieren“, so Schelling. Deswegen appellierte sie an die Gigabit-Region und die Telekom, die Region schnell und flächendeckend mit dem entsprechenden Sendemastennetz sowie mit einer entsprechende Unterbodeninfrastruktur leistungsstarker Glasfaser auszustatten. Im Zuge der Digitalisierung und des Einsatzes neuer Technologien kommen künftig auch automatische Fahrgastzählsysteme in der Region zum Einsatz. Dafür sind 600.000 Euro veranschlagt.

Akzeptanz und Verständnis für regionale Arbeit

„Es ist für uns essenziell, dass regionale Anliegen, Überlegungen und Planungen so verständlich gemacht werden, dass unsere Partner die Umsetzung vollziehen können - also auch dafür die erforderlichen Mehrheiten finden“, konstatierte die Regionaldirektorin. Eine öffentliche Ausstellung über die Region Stuttgart soll 2020 dabei helfen. Darin werden die Aufgaben einer nachhaltigen und integrierten Raumentwicklung sowie regionalpolitische Steuerungsansätze veranschaulicht und in den öffentlichen Diskurs eingespeist. Ziel ist es, Verständnis für überörtliche Zusammenhänge und Akzeptanz für regional bedeutsame Maßnahmen zu erzeugen - sowohl bei lokalen politischen Gremien als auch bei den Bürgerinnen und Bürgern.

Neben der Ausstellung soll der Relaunch der Internetseite für mehr Verständnis und Akzeptanz sorgen. Ab 2021 sollen Informationen über die Verbandsarbeit und Sitzungen der Regionalversammlung einfacher, ansprechender, allgemeinverständlicher und barrierearm abrufbar sein. Mit sichtbaren Ergebnissen wird 2021 gerechnet. Die gemeinsame Bewerbung mit der Landeshauptstadt Stuttgart um die Austragung der Deutschen Radmeisterschaften 2020 und um die erneute Schlussetappe der Deutschland Tour 2021 mit Ziel in Stuttgart sollen ebenfalls dazu beitragen, die Bekanntheit der Verbandsarbeit und der Region zu verbessern. Die damit verbunden finanzielle Beteiligung in Höhe von 312.500 Euro hat die Regionalversammlung bereits im Sommer beschlossen.

Zeitplan der Haushaltsberatungen

Die Fraktionen und Gruppen bringen ihre Anträge zum Haushaltsentwurf in die Regionalversammlung am Mittwoch, 25. Oktober ein. Danach finden die Beratungen in den Ausschüssen statt: am 13. November im Planungsausschuss, am Mittwoch, 20. November im Verkehrsausschuss und abschließend am Mittwoch, 27. November im Wirtschaftsausschuss. Die Regionalversammlung soll den Haushalt 2020 des Verbands Region Stuttgart am Mittwoch, 11. Dezember beschließen.

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news-913 Wed, 25 Sep 2019 18:21:46 +0200 S-Bahn-Verlängerung nach Neuhausen mit angepasster Planung beschlossen Regionalversammlung stimmt Verlängerung der S2 mit gestiegenen Kosten zu. Gesamtkosten auf 209 Millionen Euro prognostiziert. Inbetriebnahme für 2026 avisiert. presse/artikel/aktuell/s-bahn-verlaengerung-nach-neuhausen-mit-angepasster-planung-beschlossen/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=90c0f0a1ccbf7a55ed64699ce8947cc3 Die Inbetriebnahme der S-Bahnverlängerung von Filderstadt-Bernhausen nach Neuhausen auf den Fildern wird aufgrund notwendiger Umplanungen, um vier Jahre auf Mitte 2026 verschoben werden. Die Kosten steigen von bisher 125 auf voraussichtlich 209 Millionen Euro. Ein Großteil davon ist verursacht durch steigende Preise in der Baubranche. Eine neue Nutzen-Kosten-Untersuchung bestätigte die Wirtschaftlichkeit des Projekts. Nachdem der regionale Verkehrsausschuss im Juli auch mit geänderten Rahmenbedingungen für die Weiterführung des Projekts gestimmt hatte, ist die Regionalversammlung heute seiner Empfehlung gefolgt. Die Regionalversammlung sprach sich einstimmig für die Umsetzung des Projekts aus. Dafür nimmt der Verband Region Stuttgart 53,2 Millionen Euro in die Hand. 

Hauptgrund für die Verzögerung ist ein Planänderungsverfahren. Eine Vielzahl an Einwänden und Stellungnahmen aus dem seit 2017 laufenden Planfeststellungsverfahren führten zu Änderungen. Berücksichtigt wurde auch die Option, später einen Viertelstundentakt auf der Strecke fahren zu können. Hierfür gelten verschärfte Anforderungen beim Lärmschutz. Weitere Änderungen beziehen sich vor allem auf aktuelle Anforderungen im Brand-, Umwelt-, Arten- und Hochwasserschutz sowie auf neue Pläne für den Bahnhofvorplatz in Neuhausen. Darüber hinaus kommen freiwillige lärmreduzierende Maßnahmen. Dies und die stark angestiegenen Preise in der Baubranche führen zu erhöhten Gesamtkosten. Darüber hinaus enthält die neue Kalkulation die noch zu erwartenden konjunkturbedingten Baukostensteigerungen bis zur Fertigstellung 2026. Gerade letzteres macht einen wesentlichen Teil der gesamten Kostenerhöhung aus. Damit soll der Förderantrag auf Bundes- und Landesmittel (GFVG-Förderung), der nach dem Erörterungstermin gestellt wird, alle heute bereits absehbaren Kosten enthalten. Alles in allem wird ein Anwachsen der Projektkosten um 84 Millionen Euro auf insgesamt 209 Millionen Euro prognostiziert. Damit steigt der Finanzierungsanteil für die Region von 27,8 Millionen auf bis zu 53,2 Millionen Euro.

Der Verband Region Stuttgart ist Aufgabenträger der S-Bahn und treibt ihren Ausbau in der Region voran. Die S2-Verlängerung nach Neuhausen auf den Fildern ist ein partnerschaftliches Projekt der Region, des Landkreises Esslingen, Filderstadt, der Gemeinde Neuhausen und der SSB. Letztere plant und baut das Infrastrukturvorhaben. Diese Projektpartner müssen der Kostenerhöhung für ihre Anteile ebenfalls zustimmen.

Die zukünftige S-Bahn-Verbindung nach Neuhausen ist eng verbunden mit der Verlängerung der Stadtbahnlinie der U5 von Leinfelden/Bahnhof bis Leinfelden Markomannenstraße sowie der U6 von Fasanenhof bis Flughafen/Messe. Über diese Maßnahmen sind auch die Landeshauptstadt Stuttgart sowie die Stadt Leinfelden-Echterdingen eingebunden. Eine aktuelle Wirtschaftlichkeitsuntersuchung für die S2-Verlängerung, ermittelt im Verbund mit dem Ausbauvorhaben der U6, ergab, dass der volkswirtschaftliche Nutzen auch mit den Planänderungen noch immer knapp über den Kosten liegt. Dies ist eine Voraussetzung für die Förderung mit öffentlichen Geldern.

Stimmen aus der Regionalversammlung

Andreas Koch (CDU/ÖDP) verwies darauf, dass man mit dem heutigen Beschluss die drei Themen aufgreife, die die Bevölkerung in der Region am meisten bewege: „der Straßenverkehr, der öffentliche Nahverkehr und die Luftqualität.“ Mit der Weiterführung des S2-Projekts schaffe man „die Voraussetzung dafür, dass ein Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr erst möglich wird.“ Dies sei allerdings nur ein erster Schritt, dem weitere folgen müssten. „Erst wenn eine attraktive Verbindung von Flughafen und Messe auch ins Neckartal besteht, wird sich eine spürbare Entlastung des Straßennetzes ergeben.“ Die gestiegenen Kosten bezeichnete Koch als „recht dicke Kröte“, die man schlucken müsse. „Jedes Jahr Verzögerung kostet den Steuerzahler Millionen, die sicherlich besser eingesetzt werden können.“ In Bezug auf den Nutzen-Kosten-Indikator betonte er: „In Zeiten, in denen unsere Städte in Staus ersticken, Luftschadstoffe zu flächendeckenden Fahrverboten führen und der ÖPNV an der Kapazitätsgrenze ist, muss der Nutzen eines Schienenbauprojekts neu definiert werden.“

Professor Dr. André Reichel (Bündnis90/Die Grünen) verwies darauf, dass die S-Bahn nach Neuhausen nicht nur lange versprochen, sondern als Schienenverbindung auch unersetzlich für die bessere ÖPNV-Erschließung der Fildern sei. Die Fildern seien der vielleicht „dynamischste Teilraum der Region“, während sie gleichzeitig großen Siedlungsdruck und die wenigsten Schienenverbindungen hätten. Er betonte: „Es dauert heute alles länger und die Kosten am Bau steigen stärker als in der Vergangenheit.“ Deswegen würden die Grünen in den „sauren Kostenapfel“ beißen und dem Zuschussvertrag selbstverständlich zustimmen. Reichel kritisierte die einseitige Verkehrspolitik zugunsten des Autos und der Straße in der Vergangenheit, die früher bereits bestehende Schienenverbindungen auf die Fildern zerstört habe. Der Zuschussvertrag sei ein „deutliches Signal für das Weiterführen der Verkehrswende und für die Schaffung klimafreundlicher Alternativen der Mobilität.“

Die Weiterführung der S2 nach Neuhausen bedarf aus Sicht von Frank Buss (Freie Wähler) „der Akzeptanz der Menschen auf den Fildern, die zurecht die Unterstützung des Verbands Region Stuttgart erwarten.“ Seine Fraktion erwarte vom Bund, dass er das Regelwerk der Standardisierten Bewertungen als Grundlage für Verkehrsprojekte auch an die Lebenswirklichkeiten eines Ballungsraums anpasse. Die gestiegenen Kosten seien den Bürgerinnen und Bürgern dennoch schwer zu vermitteln. Er appellierte: „wenn wir in Deutschland, im Land der Ingenieure und Techniker, nicht schnell Wege finden, um wichtige Infrastrukturprojekte in vernünftiger Zeit zu realisieren, werden wir bei wichtigen politischen Zielen – Umwelt- und Klimaschutz, Verkehrswende, Energiewende – scheitern.“

Michael Makurath (SPD) sagte: „Es sind nun mindestens zwei Jahrzehnte, in denen wir uns einig sind, dass die Verlängerung der S2 auf die Fildern kommen soll.“ Deswegen stimme die SPD dem Zuschussvertrag zu. „Das Projekt wird dringend benötigt.“ Dennoch verfolge die Fraktion die Kostensteigerungen und die Verlängerung der Projektzeit mit großer Sorge. Der Kosten-Nutzen-Index liege trotz optimierter Planung schon jetzt knapp über 1. Von weiteren Kosten sei auszugehen. Makurath plädierte jedoch für einen „Greta-Effekt“ bei der Bewertung von Infrastrukturprojekten. Diese seien gerade im Ballungsraum teurer und langwieriger, aber zwingend notwendig. „In der Regel haben sie positivere Ergebnisse als prognostiziert.“

Stephan Wunsch (AfD) betonte, dass motorisierter Individualverkehr durch vernetzte Mobilitätskonzepte nicht komplett substituiert werden könne. Wie bisher werde auch künftig die Mehrheit der Bürger die Flexibilität und den Komfort des Individualverkehrs vorziehen. „Die Freiheit jedes Einzelnen, sich für ein Verkehrsmittel zu entscheiden, darf in einem freien Land und einer Marktwirtschaft durch staatsdirigistische Eingriffe nicht ausgehebelt werden.“ Nicht nur Schienenprojekte, sondern ebenso Straßenausbauten und -neubauten müssten, natürlich unter sorgfältiger Abwägung aller ökonomischen und ökologischen Aspekte, zügig vorangetrieben werden.

Als neu gewählter Regionalrat zeigte sich Hans-Dieter Scheerer (FDP) „geschockt“ von der Gelassenheit, mit der eine Kostenexplosion von 93 Millionen Euro hingenommen werde. Er erinnerte daran, dass die FDP bereits 2014 aufgrund der damaligen Kostensteigerungen zusätzliche Expertise, etwa in Form eines Controllers, gefordert habe und die Kompetenz der SSB in Frage gestellt habe. „Die FDP stimmt nur mit Bauchschmerzen zu.“

Für Wolfgang Höpfner (DIE LINKE/PIRAT) ist die Streckenverlängerung nach Neuhausen nur dann sinnvoll, wenn sie mit weitergehenden Planungen einer Verlängerung ins Neckartal verbunden ist. „Gemeinsam mit der Reaktivierung weiterer Tangentialverbindungen wie der Panoramabahn und der Schusterbahn, ist es ein notwendiger Schritt, um die Leistungsfähigkeit des Schienennetzes entscheidend steigern zu können.“

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news-914 Mon, 23 Sep 2019 15:00:00 +0200 Neue Mobilitätsdienstleistungen treiben Strukturwandel voran Strukturbericht Region Stuttgart 2019 veröffentlicht Gemeinsame Presseinformation der Herausgeber IG Metall Region Stuttgart, Handwerkskammer Region Stuttgart, IHK Region Stuttgart und Verband Region Stuttgart presse/artikel/aktuell/neue-mobilitaetsdienstleistungen-treiben-strukturwandel-voran/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=e1602c12f303e2e031c7ba359758f8f5 Das Angebot an neuen Mobilitätsdienstleistungen sowie die Trends Elektromobilität und Autonomes Fahren treiben den Strukturwandel der Automobilindustrie in der Region Stuttgart weiter voran. Weitere Herausforderungen für das bestehende Automotive Cluster ergeben sich durch ein verändertes Konsumentenverhalten („Nutzen statt besitzen"), wachsende Verkehrsströme, eine strengere Umweltgesetzgebung sowie Änderungen beim Carsharing- und Personenbeförderungsgesetz, die neue Mobilitätsangebote entstehen lassen. Dies zeigt der neue Strukturbericht Region Stuttgart 2019, der heute veröffentlicht wird.

Weiterhin zeigt der Bericht, dass sich einzelne Dienstleistungsbereiche in unterschiedlicher Dynamik entwickeln. Bereiche wie der Betrieb von Parkhäusern, Bahnhöfen, Verkehrswegen sowie das Angebot an Autovermietungen wachsen dabei überdurchschnittlich schnell. Themen wie Carsharing werden zunehmend bekannter. Dies schlägt sich jedoch noch nicht in einem wirtschaftlich messbaren Effekt nieder. Allgemein ist eine Zunahme der angemeldeten Kundinnen und Kunden nicht mit einem Zuwachs an tatsächlichen Nutzerinnen und Nutzer gleichzusetzen. Neben Stuttgart zählen die Regionen rund um Karlsruhe, Freiburg und Heidelberg zu den Ballungszentren mit dem am bundesweit ausgeprägtesten Angebot an Carsharing.

Hinsichtlich der allgemeinen Beschäftigungsentwicklung zeigt der Bericht unverändert positive Tendenzen für die Region Stuttgart. Im Jahr 2018 erreichte die Beschäftigung mit 1,26 Millionen Erwerbstätigen ein Allzeithoch, wobei der größte Beschäftigungsanteil und auch das stärkste Beschäftigungswachstum auf den Bereich der unternehmens- und personenbezogenen Dienstleistungen entfielen. Bei steigender Wertschöpfung und Produktivität sind im Verarbeitenden Gewerbe ebenfalls Beschäftigungszuwächse zu verzeichnen. Bei der Qualifikationsstruktur der Beschäftigten verschiebt sich der Trend weiterhin zu akademischen Abschlüssen. Profitierten Frauen in den vergangenen Jahren stärker vom Beschäftigungsaufbau als Männer, verteilte sich dieser Zuwachs zuletzt gleichmäßig auf beide Geschlechter.

Herausforderungen und weitere Ausdifferenzierung des Marktes

Spürbare Veränderungen im öffentlichen Personennahverkehr in der Region Stuttgart ergeben sich laut Strukturbericht durch neue Mobilitätsbedürfnisse und Regulierungsvorschriften sowie strengere klimapolitische Vorgaben. Zentrale Herausforderungen in der Region sind die begrenzten Kapazitäten von Stadt- und S-Bahnen, die Schaffung zusätzlicher Verkehrsangebote auch außerhalb der Kernstadt sowie eine bessere Verknüpfung der einzelnen Angebote an den Schnittstellen der alltäglichen Mobilität. Neue Sharing-Modelle, wie Fahrräder, Motorroller und Tretroller, und flexible Angebote wie Mitfahrgelegenheiten, führen zu einer weiteren Ausdifferenzierung des Marktes.

Die Auswirkungen des technologischen Strukturwandels auf den Arbeitsmarkt sind hierbei noch unklar. Einerseits rechnen die Autoren des Strukturberichts mit steigenden Fahrgastzahlen und somit einer wachsenden Nachfrage nach Fachkräften wie Fahrzeugführer/-innen und Servicekräften im Bereich der (technischen) Instandhaltung, andererseits werden in der Region schon jetzt autonom fahrende Busse getestet. Derartige Entwicklungen können den Personalbedarf wiederum reduzieren.

Hintergrund: Strukturbericht Region Stuttgart

Der Strukturbericht wird seit mehr als 20 Jahren in einer bundesweit einmaligen Kooperation von Verband Region Stuttgart, Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart, Handwerkskammer Region Stuttgart und IG Metall Region Stuttgart herausgegeben. Im zweijährigen Turnus untersuchen die beiden Forschungsinstitute IAW Tübingen und IMU Institut Stuttgart im Auftrag der Herausgeber aktuelle Entwicklungen und die Strukturen von Wirtschaft und Beschäftigung in der Region Stuttgart sowie ihren Landkreisen.

Der Strukturbericht 2019 über Wirtschaft und Beschäftigung in der Region Stuttgart und ein Foliensatz mit den entsprechenden Grafiken stehen im Internet auf der Seite des Verbands Region Stuttgart zum Download bereit: www.region-stuttgart.org/strukturbericht

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Ansprechpartnerin für die Redaktionen:
Anke Seifert Telefon 0711 2005-1322
anke.seifert(at)stuttgart.ihk.de 

 

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news-911 Thu, 19 Sep 2019 16:28:38 +0200 Region Stuttgart feiert 25. Jubiläum Prominente und Weggefährten haben gestern Abend im Stadtpalais Stuttgart den 25. Geburtstag der Region Stuttgart gefeiert und die Verdienste des Verbands Region Stuttgart gewürdigt. Der Animationsfilm „Region Stuttgart – Kräfte bündeln“ wurde erstmals gezeigt. presse/artikel/aktuell/region-stuttgart-feiert-25-jubilaeum/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=29d4d580f955373df1ba89604900b6e2 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Kommunen und regionalen Einrichtungen haben am gestrigen Abend, dem 18. September 2019, gemeinsam mit dem Verband Region Stuttgart und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) im Stadtpalais Stuttgart das 25-jährige Bestehen der Region Stuttgart gefeiert. Dabei haben Wegbegleiter nicht nur an Vergangenes erinnert, sondern auch die Verdienste der Region gewürdigt, deren besonderes Merkmal die direkt gewählte Regionalversammlung ist. Der Animationsfilm „Region Stuttgart – Kräfte bündeln“ feierte gestern Abend Premiere. Der Film stellt im Stil eines Pop-up-Buches regionale Einrichtungen vor. Durch den Film führt die liebenswerte Figur „Regionaut“.

Eröffnet wurde der Abend von Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling: „Der Verband Region Stuttgart hat sich seit seinem Bestehen deutlich als politische Organisation und guter Mitstreiter etabliert. Gemeinsam mit Partnern haben wir Großartiges auf den Weg gebracht, zum Beispiel die Remstal Gartenschau oder die Gigabit Region Stuttgart.“ Thomas S. Bopp, der frischgewählte Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart, ergänzte: „Ein weiteres besonderes Zukunftsthema der Verbandsarbeit wird die Internationale Bauausstellung 2027 Stadtregion Stuttgart sein. Sie wird Antworten auf Fragen des zukunftsweisenden Wohnungsbaus in gemischten Quartieren in Verbindung mit nachhaltiger Mobilität liefern, die weit in die Zukunft Bestand haben werden.“

Rückblick mit Ministerpräsident a.D. Prof. Erwin Teufel und Unternehmer Hans-Peter Stihl
Die beiden Gründerväter, Prof. Erwin Teufel und Hans-Peter Stihl, ließen das Publikum an ihren Erinnerungen an die Ursprünge im Jahr 1994 teilhaben. Der damalige Ministerpräsident Prof. Erwin Teufel war maßgeblich an der Gründung des Verbands Region Stuttgart beteiligt. „Die Region Stuttgart ermöglicht es ihren Mitgliedern, Dinge, die notwendig sind, aber über die Kraft Einzelner hinausgehen, anzupacken“, betonte Teufel. Unternehmer Hans-Peter Stihl war 1994 Präsident der regionalen Industrie- und Handelskammer und einer der nachdrücklichsten Befürworter der Gründung des Verbands Region Stuttgart: „Die Region Stuttgart ist im Lauf der Zeit gut zusammengewachsen. Das ist auch ein Verdienst von Herrn Teufel. Für die Zukunft würde ich mich freuen, wenn die Region mehr Kompetenzen erhielte.“

Festrede von Landtagspräsidentin Muhterem Aras – Erfolg durch Vielfalt
Muhterem Aras, die Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg, widmete sich in ihrer Festrede einem Charakteristikum der Region Stuttgart – dem Erfolg durch Vielfalt: „Die Region Stuttgart lässt sich nicht in ein Schema pressen und ist auch nicht Summe ihrer Einzelteile. Die gelebte Vielfalt verbreitert das Fundament, auf dem die Region fußt.“ Zur Bedeutung der Region Stuttgart ergänzte Aras: „Das vertrauensvolle Miteinander ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor in ihrer 25-jährigen Geschichte.“

Talkrunde: Was zeichnet die Region Stuttgart aus?
IHK-Präsidentin Marjoke Breuning, der Intendant der Württembergischen Staatstheater Marc-Oliver Hendriks, Schauspielerin Astrid Fünderich, Entertainer Michael Gaedt und Doktorand Marcel Schliebs diskutierten über die Besonderheiten der Region Stuttgart und über ihre Visionen und Wünsche für die Zukunft. Fünderich betonte, wie freundlich sie nach ihrem Umzug in der Region aufgenommen worden sei. Breuning ergänzte, dass die Attraktivität des Lebensortes Region Stuttgart auch der starken Wirtschaft zu verdanken sei. Die herausragende Kulturlandschaft in der Region sei laut Hendricks elementar für das weitere Prosperieren. Der jüngste Talkgast Marcel Schliebs verdeutlichte die Chancen, die die Region gerade jungen Menschen biete: „Ich habe hier schon als Kind kulturelle Vielfalt erleben dürfen.“ Entertainer Gaedt nutzte die Gunst der Stunde und sprach der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart ein Kompliment aus: „Mein größter Respekt, dass Sie diese Arbeit machen.“

Premiere des Animationsfilms „Region Stuttgart – Kräfte bündeln“
In Zusammenarbeit mit der Film- und Medienfestival gGmbH und dem Stuttgarter Trickfilmstudio M.A.R.K. 13 hat die WRS aus Anlass des 25-Jahr-Jubiläums der Region Stuttgart einen Animationsfilm herausgebracht, der die regionalen Einrichtungen und die organisatorische Struktur der Region auf unterhaltsame Art vorstellt. „Der Film ‚Region Stuttgart – Kräfte bündeln‘ zeigt die Vielfalt der regionalen Einrichtungen“, betont Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der WRS. „An seiner Entstehung waren ausschließlich regionale Künstler und Produzenten beteiligt.“ Durch den Film führt der Regionaut, ein kleiner smarter Roboter, der die Arbeit der verschiedenen Einrichtungen präsentiert. Unter anderem werden im Film der Verband Region Stuttgart, die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die Jugendregion Stuttgart, die SportRegion Stuttgart, die Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH, die KulturRegion Stuttgart, die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH und das Dialogforum der Kirchen vorgestellt. Begleitend zum Film konnten die Besucherinnen und Besucher des gestrigen Abends auch einen Button mit dem Regionauten und dem Slogan „Region Stuttgart – einfach ansteckend“ mitnehmen und weiterverschenken.

Druckfähige Fotos können bei der WRS angefragt oder direkt heruntergeladen werden unter https://wrs.region-stuttgart.de/aktuell/pressemitteilungen.html

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news-910 Wed, 18 Sep 2019 18:05:00 +0200 Thomas S. Bopp bleibt Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart CDU/ÖDP stellen neuen Verbandsvorsitzenden. Seine Stellvertreter sind Ingrid Grischtschenko (Grüne) und Rainer Gessler (Freie Wähler). presse/artikel/aktuell/thomas-s-bopp-bleibt-vorsitzender-des-verbands-region-stuttgart/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=7e99823fff184357395223cbbdf39f90 Thomas S. Bopp wurde heute zum vierten Mal zum Vorsitzenden des Verbands Region Stuttgart gewählt. Die am 26. Mai gewählte Regionalversammlung kam heute erstmalig zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen und hat denn 66-jährigen CDU-Politiker wiedergewählt. Die Grünen hatten bereits frühzeitig nach der Regionalwahl Prof. Dr. André Reichel nominiert. Am Montag gab auch Thomas S. Bopp seine Kandidatur bekannt. Bei der Wahl konnte Bopp dann die Mehrheit überzeugen und holte 51 der insgesamt 85 gültigen Stimmen. 34 Stimmen entfielen auf Prof. Reichel.

Neu im Amt der stellvertretenden Vorsitzenden ist Ingrid Grischtschenko (Grüne). Sie erhielt 56 Stimmen. Zweiter Stellvertreter ist Rainer Gessler (Freie Wähler) mit 73 Stimmen.

Bei seiner Vorstellung lobte Thomas S. Bopp die bisherige Arbeit der Regionalversammlung. Diese habe kompetent den gesetzlichen Auftrag erfüllt und frühzeitig die richtigen Weichen gestellt. „Der Ruf nach regionalen Konzepten und Lösungen wird immer lauter“, stellte er fest. Damit einher ginge auch der Ruf nach mehr regionalen Kompetenzen. Bisher habe man hier den Weg beschritten, freiwillige Aufgaben zu übernehmen, wo man regionalen Handlungsbedarf erkannte. Als Beispiele nannte er die Remstal Gartenschau, die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart und die Gigabit-Region. „Wenn wir uns hier in der Regionalversammlung einig sind, welche Themen für die Region von besonderer Relevanz sind, dann kommen wir auch ohne zusätzliche Kompetenzen voran.“ So hätte die Regionalversammlung mit den Beschlüssen zur Einführung der digitalen Schienentechnik ETCS ein neues Zeitalter für den ÖPNV eingeleitet. „Wir sind aber noch lange nicht am Ziel.“ Mit seinen Kontakten wolle er sich künftig einbringen und sich auch gegenüber dem Land für eine gute Zusammenarbeit „massiv einsetzen.“

Prof. Reichel legte in seiner Bewerbung den Fokus auf die nachhaltige Transformation der Region und die Wahrung ihrer Selbstständigkeit im Institutionsgefüge. „Teil eines Transformationsprozesses in Richtung einer Nachhaltigkeitsregion Stuttgart ist die Neuerfindung der Mobilität, also der Urkompetenz der Wirtschaft vor Ort. Hier sehe ich auch eine spannende und fruchtbare Verbindung von aktivem Klimaschutz und der Nutzung der Chancen durch Digitalisierung.“

Die Gestaltung eines nachhaltigen Mobilitätssystems gelinge dann am besten, wenn alle Verkehrsträger miteinander vernetzt sind. Es ginge nicht um die Konkurrenz zwischen Auto oder Bus und Bahn, sondern um die technische und institutionelle Gestaltung der Übergänge vom einen zum anderen.

Zwei neue Stellvertreter

Neu im Amt der stellvertretenden Vorsitzenden ist die 61-jährige Ingrid Grischtschenko (Grüne), die 56 Stimmen für sich gewinnen konnte. Ihr Ziel sei es, „das Ergebnis der Regionalwahl in der dreiköpfigen Struktur des Verbandsvorsitzes abzubilden.“ Der 60jährige Bauingenieur aus Ludwigsburg Rainer Gessler (freie Wähler) kandidierte als zweiter Vorsitzender. Gessler, der von 2009 bis 2014 bereits zweiter Stellvertreter war, möchte vor allem die Sichtweise der Kommunen einbringen und beruft sich auf seine Erfahrung als Kreis- und Gemeinrat. Er erhielt 73 Stimmen.

Anlässlich des diesjährigen 25. Jubiläums des Verbands Region Stuttgart hielt Thomas Strobl, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration eine Ansprache. Er bat die Regionalversammlung, „auch in Zukunft die Chancen und Potenziale der Region zu erkennen, Herausforderungen anzunehmen und Lösungen umzusetzen.“ Er freue sich auf die Impulse der Region.

Der sechsten Regionalversammlung, die nach der Wahl vom 26. Mai heute erstmals tagte, gehören 88 Mitglieder an. Gewählt wurden 30 Regionalrätinnen und 58 Regionalräte von zehn Parteien sowie Wählervereinigungen. Der ehrenamtliche Vorsitzende wird von der Regionalversammlung für fünf Jahre gewählt. Er bildet zusammen mit der hauptamtlichen Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling die Doppelspitze des Verbands Region Stuttgart.

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news-912 Fri, 13 Sep 2019 16:00:00 +0200 Metropolregionen beraten europäische Leitlinien der Stadt- und Raumentwicklung Konferenz der europäischen Metropolregionen thematisiert zukunftsgerechte Infrastruktur in Wachstumsräumen – Debatte zur EU-Politik der „Urban Agenda“, „territorialen Agenda“ und „Leipzig Charta“ presse/artikel/aktuell/metropolregionen-beraten-europaeische-leitlinien-der-stadt-und-raumentwicklung/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=1f30870ea59af85c337537eac7a59c23 Nachhaltige Mobilität, Stadt-Umland-Beziehungen, Digitalisierung oder grüne Ausgleichsflächen – es sind ähnliche Herausforderungen, vor denen wirtschaftsstarke Ballungsräume in Europa stehen. Über 100 Vertreter von 35 Metropolregionen aus 19 Nationen berieten sich am Donnerstag und Freitag auf einer Konferenz des EU-Netzwerks METREX (The Network of European Metropolitan Regions and Areas) zur zukünftigen Ausrichtung der europäischen Stadt- und Raumentwicklungspolitik und über eine zeitgemäße Infrastruktur für wachsende Metropolregionen. Eingeladen hatte der Verband Region Stuttgart. Die METREX-Präsidentin und Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling verdeutlichte, dass die Belange der Metropolregionen auf europäischer Ebene ein großes Gewicht innehaben müssen. Sie seien die Motoren für Wachstum und Innovation sowie „zentrale Säulen der EU“.

Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 soll die zukünftige europäische Stadt- und Raumentwicklungspolitik mit der „Urban Agenda“, der „Leipzig Charta“ und der „territorialen Agenda“ aktualisiert werden. Zur Fortschreibung der „Urban Agenda“ mahnte der polnische Vorsitzende der Urban Intergroup im Europäischen Parlament, Jan Olbrycht, an, in der nächsten Phase von Absichtserklärungen hin zu verbindlichen Vorgaben zu kommen. Den bisherigen vielschichtigen Prozess mit zahlreichen Akteuren müsse man nun nützen für die nächste Stufe. Jetzt brauche man jedoch einen rechtlichen Rahmen für die praktische Umsetzung mit klaren Verantwortlichkeiten und den nötigen finanziellen Mitteln. Die „Leipzig Charta“ und die „territoriale Agenda“ für eine nachhaltige Stadt- und Raumentwicklungspolitik wurden diskutiert mit verantwortlichen Akteuren für die Fortschreibung der europäischen Leitlinien, Dr. Rupert Kawka vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Christian Huttenloher vom Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung und Prof. Silke Weidner von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.

Insgesamt forderten die Teilnehmer die EU auf, ein starkes Engagement für ihre Städte zu zeigen. Das soll sie in die Lage versetzen, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Dr. Nicola Schelling bekräftigte die Position von METREX, dass man durch die zunehmende Mobilität und die Verflechtungen der Zentren mit ihrer Peripherie die „StadtRegionen“ als einen zusammenhängenden funktionalen Raum in den Blick nehmen müsse. Auch Vertreter anderer Metropolregionen plädierten dafür, den bisherigen Fokus auf einzelne Städte auszuweiten auf die eng verbundenen Umlandregion. Viele Referenten betonten die Bedeutung der Metropolregionen für die Zukunft Europas als Motoren für wirtschaftliches Wachstum, Wohlstand und Innovationen, aber auch ihre Schlüsselrolle für ökologische Nachhaltigkeit und das gesellschaftliche Zusammenleben. Denn fast zwei Drittel des europäischen Bruttosozialprodukts wird in Metropolregionen erwirtschaftet. Diese übernehmen dabei zentrale Funktionen für das großräumige Umland: Arbeitsplätze und Einrichtungen der Bildung, Kultur, Medizin und Verwaltung sind meist dort angesiedelt. Dabei müssen sie auch Antworten finden auf ihre speziellen Problemstellungen wie Mobilität, Umweltverschmutzung, Fragen von Sicherheit, sozialer Integration oder bezahlbarer Wohnraum. Die Metropolregionen beabsichtigen, ihre Anliegen auch weiterhin in den laufenden Prozess der Leitlinien-Aktualisierungen einzubringen.

Anschaulich wurde am ersten Konferenztag dargestellt, wie man aktuelle Herausforderungen für die Infrastruktur der Ballungsräume angehen kann. Die Teilnehmer der Konferenz nahmen nicht nur die Erfahrungen, sondern auch die Begeisterung mit, welche die Verantwortlichen für Leuchtturmprojekte aus der Region Stuttgart weitergaben: über die Remstal Gartenschau 2019 zur Entwicklung einer grünen Infrastruktur, die Gigabit Region Stuttgart für den flächendeckenden Breitbandausbau, das Living Lab Ludwigsburg als Beispiel für Smart Cities sowie über das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm mit Stuttgart 21 für die Neugestaltung eines ganzen Bahnknotens. Ergänzt wurde das Spektrum der unterschiedlichen Herangehensweisen bei Infrastrukturvorhaben von METREX-Partnerregionen aus dem Ausland. Ein Blick in die USA verdeutlichte zudem, welche Auswirkungen allein eine einzige Unternehmensentscheidung für eine ganze Region haben kann. Die Region Northern Virginia als Partnerregion der Region Stuttgart zeigte, wie die Ansiedlung des zweiten Amazon-Hauptquartiers in Arlington vorbereitet wurde und welche Herausforderungen sich mit den etwa 25.000 neuen Arbeitsplätzen ergeben.

45 europäische Metropolregionen und Ballungsräume haben sich in METREX für einen Austausch über Raumplanung und Regionalentwicklung sowie für eine Interessenvertretung der Metropolregionen zusammengeschlossen. Zwei Mal jährlich werden aktuelle Themen und Handlungsansätze auf einer Konferenz behandelt. Der Verband Region Stuttgart ist seit 18 Jahren in dem europäischen Netzwerk aktiv.

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news-909 Wed, 24 Jul 2019 17:47:24 +0200 Vorfreude auf Straßenradsport-Großevents Regionalversammlung beschließt Mitfinanzierung der Deutschen Straßen-Radmeisterschaften 2020, der Schlussetappe Deutschland Tour 2021 sowie Jedermann-Rennen presse/artikel/aktuell/vorfreude-auf-strassenradsport-grossevents/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=bbd60eb3c9d582046bd5adf85e75a829 Die Vorfreude auf die nächsten Radsport-Großereignisse in Stuttgart und der Region schwang in den Reden in der Regionalversammlung am Mittwoch deutlich mit. Konkret geht es um die Austragung von Jedermann-Rennen in den nächsten beiden Jahren, die Deutschen Straßen-Radmeisterschaften vom 19. bis 21. Juni 2020, deren Austragung in Stuttgart und Region vom Veranstalter Bund Deutscher Radfahrer und dem Ausrichter Freunde Eventagentur zugesichert ist, sowie um die Bewerbung für die Schlussetappe der Deutschland Tour 2021. Mit ihrer Entscheidung für eine Mitfinanzierung der Gemeinschaftsvorhaben von Landeshauptstadt Stuttgart und Region Stuttgart bestätigten die Regionalrätinnen und Regionalräte das positive Votum des Wirtschaftsausschusses vom Mai – die regionale CDU-Fraktion hatte ein weiteres Engagement für den Spitzenstraßenradsport und für begleitende Jedermann-Rennen beantragt. Auch in den nächsten zwei Jahren sollen Jedermann-Rennen mit Start und Ziel in Stuttgart und einer Streckenführung durch die Region wesentliche Elemente der Elite-Veranstaltungen sein. Mit weiteren Aktivitäten soll zudem für das Radfahren als nachhaltige Mobilitätsform im Alltag geworben werden. Der Stuttgarter Verwaltungsausschuss hat den Vorhaben schon im Mai zugestimmt.

Der regionale Anteil beträgt für die Deutschen Straßen-Radmeisterschaften 150.000 Euro von insgesamt 450.000 Euro, für die Deutschland Tour ist die Region bereit, 162.500 Euro von insgesamt 650.000 Euro zu zahlen. Damit möchte man an die erfolgreiche Austragung des Finales der Deutschland Tour im letzten Jahr durch die Region mit Zieleinlauf auf der Stuttgarter Theodor-Heuss-Straße anknüpfen. Vorgeschaltet war ein Jedermann-Rennen mit über 3.000 begeisterten Radsportlerinnen und Radsportler.

Stimmen aus der Regionalversammlung
Monica Wüllner (CDU) befürwortete die Entscheidung die Radsportveranstaltungen in die Region zu holen, da ihre Fraktion 2016 auch den Antrag gestellt hatte eine Etappe der Deutschland Tour 2018 in die Region zu holen. Millionen Menschen hätten das Spektakel auf der ganzen Welt verfolgt und beeindruckende Bilder der Region gesehen. „Nach dem ersten Schritt folgt nun der zweite und der dritte und wir kommen unserem ursprünglichen Ziel, die Region Stuttgart als Sport-Region zu verankern, wieder ein Stück näher.“ Sie appellierte: „Lassen Sie uns diese Begeisterung für die Region nutzen und mit Sportveranstaltungen für sie werben.“ Die Menschen in der Region hätten schon mehrfach bewiesen, dass sie ein hervorragendes Sportpublikum sind.
Cleo Becker (Bündnis 90/Die Grünen) betonte, „dass es hierbei nicht nur um den Spitzensport, sondern eben auch um ´jedermann´ und ´jedefrau´ geht. Radfahren sei nicht nur gesund, sondern auch ein umweltfreundliches alternatives Fortbewegungs- und Transportmittel. „Wir wollen mehr Menschen dazu motivieren umzusteigen – auf den ÖPNV und natürlich auch auf das Fahrrad. Die Begeisterung für Radrennen soll sich übertragen auf die Begeisterung für das eigene Fahrradfahren.“ Sie appellierte die Zweiradmobilität verstärkt auch als Wirtschaftsfaktor in den Blick zu nehmen – speziell die Elektrifizierung. „Denken wir nicht immer vom Auto abwärts, denken wir einmal vom Fahrrad aufwärts!“
Für Harald Raß (SPD) eröffneten solche Radsport-Großveranstaltungen die Möglichkeit, die Region aus einer anderen Perspektive zu erleben, nicht nur was die Fernsehübertragungen betreffe. Zudem sei der Radsport, bei allen Höhen und Tiefen faszinierend und ziehe die Menschen an die Strecken, um bei einem eigentlich nur sehr kurzzeitigen Teil des Geschehens dabei zu sein. „Keine randalierenden Fans, keine Bengalos, keine Schiedsrichterbeleidigungen – auch das gehört zum Radsport.“ Im Grunde würde jeder Fahrer mit ordentlichem Beifalle versorgt, was für Raß nicht ganz unwesentliche Gründe waren dem Beschlussvorschlag zuzustimmen.
Andreas Hesky (Freie Wähler) und seine Fraktion betonte, dass dieses sportliche Event sowohl den Radsport als auch die Region in ein gutes Licht gerückt hätte. Daher wäre es schade, wenn man die gewonnenen Erfahrungen nicht nutzen würde. Zudem sei die Regionalversammlung gut beraten den Sport auf Ebene der Kommunen zu belassen. Am Zielpunkt Stuttgart wollten er und seine Fraktion festhalten. „Stuttgart braucht das Umland und das Umland braucht Stuttgart. Gemeinsam sind wir die Region.“
Für Christoph Ozasek (Die Linke) ist in einer klimaneutralen neuen Mobilitätskultur das Fahrrad unersetzlich. “Mit der Bewerbung um die Deutsche Radmeisterschaften und die Deutschland Tour verbinden wir die Chance, die Region Stuttgart als Fahrradregion neu aufzustellen und dieses positive Image nachhaltig zu entwickeln.
Gudrun Wilhelm (FDP) warb dafür den Breitensport nicht zu vergessen, denn „aus der Breite kommt im Sport die Spitze.“ Ihre Fraktion forderte zudem ein Konzept, mit dem die beschlossenen Radsport-Veranstaltungsreihe durch Veranstaltungen in der Breite unterfüttern werden könnte.
Stephan Schwarz (AfD) forderte: „Dabei sein muss die dicke Überschrift für Radsportgroßveranstaltungen lauten. Ein Radrennen der Bürger für die Bürger.“

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news-908 Wed, 24 Jul 2019 17:41:13 +0200 Regionalräte mit Ehrennadel verabschiedet Ende der fünften Amtszeit der Regionalversammlung. 30 Regionalräte mit Ehrennadel für politisches Engagement ausgezeichnet. presse/artikel/aktuell/regionalraete-mit-ehrennadel-verabschiedet/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=7504f7a5db6cc029351363738239cefd Ehre wem Ehre gebührt: Mit diesem Motto endete die fünfte Amtszeit der Regionalversammlung. Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verband Region Stuttgart, zeichnete insgesamt 30 Regionalräte und ihr politisches Engagement für die Region aus. Erstmalig wurde ihr Einsatz mit der Ehrennadel der Region Stuttgart gewürdigt. „Die 30 heute ausscheidenden Mitglieder können stolz darauf sein an diesen Erfolgen mitgewirkt zu haben und wir wollen Sie daher gebührend verabschieden“, so Bopp während der Verabschiedung.

Die Ehrennadel in Gold, Silber und Bronze, richtet sich nach der Dauer der Zugehörigkeit zur Regionalversammlung und der Bereitschaft zur Übernahme wichtiger Zusatzfunktionen. Insgesamt zwölf Räte, darunter drei Frauen, erhielten die Ehrennadel in Bronze für ihre fünfjährige Zugehörigkeit zur Regionalversammlung und Ausschuss-  tätigkeit. Elf weitere Regionalräte wurden mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.  Neun von Ihnen haben zehn Jahre die regionale Politik in Ausschüssen und der Regionalversammlung gestaltet, zwei waren sogar 15 Jahre dabei. „Die Vielfalt der Persönlichkeiten, die aus allen Bereichen der Gesellschaft in die Regionalversammlung gewählt werden - und in Ihrem Fall nun leider ausscheiden -  zeigt, dass die Regionalversammlung selbst schon eine breite Bürgerbeteiligung darstellt“, betonte der Verbandsvorsitzende Thomas S. Bopp in seiner Rede. Die Ehrennadel in Gold wurde insgesamt sieben Mal, davon an drei Frauen überreicht. Unter den mit Gold ausgezeichneten waren auch Andrea Matt-Heidecker (SPD) und Ulrich Deuschle (Innovative Politik/Republikaner), die seit der ersten Amtsperiode in der Regionalversammlung vertreten waren. Nach 25 Jahren sind sie nicht mehr zur Regionalwahl angetreten. Die Regionalversammlung wurde am 26. Mai 2019 neu gewählt. Am 18. September 2019 wird die sie erstmals tagen. Ihr gehören künftig 88 Personen an, davon 38 Frauen und 50 Männer.

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news-907 Wed, 17 Jul 2019 18:53:00 +0200 S-Bahn-Verlängerung nach Neuhausen: Fortsetzung mit angepasster Planung Verlängerung der S2 soll 2026 in Betrieb gehen – Vorhaben nach wie vor wirtschaftlich – Gesamtkosten auf 209 Millionen prognostiziert - Verkehrsausschuss votiert klar für die Umsetzung presse/artikel/aktuell/s-bahn-verlaengerung-nach-neuhausen-fortsetzung-mit-angepasster-planung/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=016bdcf47e458981347f0940516640a8 Große Infrastruktur-Vorhaben bedürfen regelmäßig der Überprüfung von Rahmenbedingungen sowie Anpassungen an neue Gegebenheiten. Das gilt auch für die aktuellen Pläne der S-Bahn-Verlängerung von Filderstadt-Bernhausen nach Neuhausen auf den Fildern. Diese haben der technische Vorstand Thomas Moser sowie der Leiter des Stabsbereiches Planung Dr. Volker Christiani der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) am Mittwoch im regionalen Verkehrsausschuss vorgestellt. Demnach muss die Inbetriebnahme um vier Jahre auf Mitte 2026 verschoben werden. Die Kosten steigen von bisher 125 auf voraussichtlich 209 Millionen Euro. Ein Großteil davon ist verursacht durch steigende Preise in der Baubranche. Eine neue Nutzen-Kosten-Untersuchung bestätigte die Wirtschaftlichkeit des Projekts. Der Verkehrsausschuss sprach sich einstimmig für die Umsetzung des Projekts aus. Im Herbst soll die Regionalversammlung über den Zuschussvertrag zum Bau der S2-Verlängerung entscheiden. 

Hauptgrund für die Verzögerung ist ein Planänderungsverfahren. Eine Vielzahl an Einwänden und Stellungnahmen aus dem seit 2017 laufenden Planfeststellungsverfahren führten zu Änderungen. Neu berücksichtigt ist die Option, später auch einen Viertelstundentakt auf der Strecke fahren zu können. Hierfür gelten verschärfte Anforderungen beim Lärmschutz. Die Unterlagen mussten daher erneut öffentlich ausgelegt werden. Der Erörterungstermin soll im Herbst stattfinden, der Planfeststellungsbeschluss wird im Laufe des nächsten Jahres erwartet. Weitere Änderungen beziehen sich vor allem auf aktuelle Anforderungen im Brandschutz, im Umwelt-, Arten- und Hochwasserschutz sowie auf neue Pläne für den Bahnhofvorplatz in Neuhausen. Darüber hinaus werden auf freiwilliger Basis Unterschottermatten verlegt. Sie reduzieren den Lärm noch weiter.

Mit diesen zusätzlichen Maßnahmen erhöhen sich auch die Gesamtkosten des Infrastruktur-Projekts. Ebenfalls müssen die mittlerweile stark angestiegenen Preise in der Baubranche einkalkuliert werden. Darüber hinaus enthält die neue Kalkulation die noch zu erwartenden konjunkturbedingten Baukostensteigerungen bis zur Fertigstellung 2026. Gerade letzteres macht einen wesentlichen Teil der gesamten Kostenerhöhung aus. Damit soll der Förderantrag auf Bundes- und Landesmittel (GFVG-Förderung), der nach dem Erörterungstermin gestellt wird, alle heute bereits absehbaren Kosten enthalten. Alles in allem wird ein Anwachsen der Projektkosten um 84 Millionen Euro auf insgesamt 209 Millionen Euro prognostiziert. Damit steigt der Finanzierungsanteil für die Region von 27,8 Millionen auf bis zu 53,2 Millionen Euro. Der Verband Region Stuttgart ist Aufgabenträger der S-Bahn und treibt ihren Ausbau in der Region voran. Die S2-Verlängerung nach Neuhausen auf den Fildern ist ein partnerschaftliches Projekt der Region, des Landkreises Esslingen, Filderstadt, der Gemeinde Neuhausen und der SSB. Letztere plant und baut das Infrastrukturvorhaben. Diese Projektpartner müssen der Kostenerhöhung für ihre Anteile ebenfalls zustimmen.

Die zukünftige S-Bahn-Verbindung nach Neuhausen ist eng verbunden mit der Verlängerung der Stadtbahnlinie der U5 von Leinfelden/Bahnhof bis Leinfelden Markomannenstraße sowie der U6 von Fasanenhof bis Flughafen/Messe. Über diese Maßnahmen sind auch die Landeshauptstadt Stuttgart sowie die Stadt Leinfelden-Echterdingen eingebunden. Eine aktuelle Wirtschaftlichkeitsuntersuchung für die S2-Verlängerung, ermittelt im Verbund mit dem Ausbauvorhaben der U6, ergab, dass der volkswirtschaftliche Nutzen auch mit den Planänderungen noch immer knapp über den Kosten liegt. Dies ist eine Voraussetzung für die Förderung mit öffentlichen Geldern.

Große Einigkeit für S2-Bahn-Verlängerung
Trotz seiner Zustimmung für die Umsetzung merkte Rainer Ganske (CDU) im Hinblick auf die Projektverzögerung an: „Wir sind enttäuscht. Die ursprüngliche Zielsetzung war, 2019 bereits abzurechnen.“ Auch wenn er die Verteuerung bedauere, so sei es nötig, Projekte sauber durchzurechnen: „Wir wollen auch nicht, dass es nach hinten raus teurer wird.“ Kritisch hinterfragte er in der Kalkulation insbesondere die Steigerung der Baunebenkosten. Prof. Dr. André Reichel (Bündnis 90/Die Grünen) unterstrich: „Der Schritt muss gegangen werden, insbesondere wegen der Verkehrssituation auf den Fildern.“ Auch für die beteiligten Kommunen seien die Mehrkosten aber ein „harter Brocken“. Gleichzeitig zeige es, wie hoch komplex große Projekte der Schieneninfrastruktur seien. Das neue Zeitfenster bezeichnete Dr. Reichel als „unerfreulich“. Harald Raß (SPD) nannte die Umsetzung des Projektes „alternativlos“. Deshalb habe die Politik nun eine Grundsatzentscheidung zu treffen, auch wenn man „wenig Einfluss auf die Geschehnisse vor Ort“ habe. Die Zeitverzögerung und die Kostensteigerung seien „nicht ganz trivial“. Frank Buß (Freie Wähler) sagte:“ Die Filder sind eines der Kraftzentren in der Region Stuttgart, das sieht man auch am Verkehr.“ Deshalb sei das Projekt „zwingend“. An den Bund gerichtet, kritisierte Buß die langen Projektzeiten in Deutschland, die für eine Verkehrswende zur Erreichung der Klimaschutz-Ziele hinderlich seien. Für Christoph Ozasek (Die Linke) ist die Kostenentwicklung in der Baubranche ein „Ausdruck von Wachstumsstress“. Grundsätzlich müsse man die Nutzen-Kosten-Bewertungen von Infrastrukturvorhaben überarbeiten und insbesondere Umweltfaktoren berücksichtigen. Gudrun Wilhelm (FDP) mahnte eine schnelle Umsetzung an. Ihre Fraktion hofft, dass der neue Zeitplan eingehalten werden kann. Dr. Burghard Korneffel (Innovative Politik) bemängelte bürokratische Hindernisse in Deutschland für Großprojekte im Vergleich mit anderen Ländern.

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news-906 Wed, 17 Jul 2019 18:49:00 +0200 Konkretisierung für das Redesign bei der S-Bahn Weiterhin ein hoher Komfortstandard mit 1. Klasse presse/artikel/aktuell/konkretisierung-fuer-das-redesign-bei-der-s-bahn/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=9bc28bda14eb61f2647fd37cc6fc4762 Im Verkehrsausschuss wurde beschlossen, dass die 1. Klasse beim Redesign der S-Bahnen weiterhin erhalten bleiben soll. Aktuell werden in einer S-Bahn mindestens 16 Sitzplätze in der 1. Klasse angeboten. In so genannten Langzügen mit der maximal möglichen Zuglänge sind es 48 Sitzplätze. Die Abschaffung der 1. Klasse wurde zur Diskussion gestellt, da hiermit die Sitzplatzkapazitäten um bis zu 10 Prozent hätten gesteigert werden können. Auf der anderen Seite wäre damit Raum verloren gegangen, der beispielsweise ein ruhiges Arbeiten für Berufspendler ermöglicht.
 

Mit dem Votum für den Erhalt der 1. Klasse hat sich der Verkehrsausschuss mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, den bisherigen hohen Komfortstandart durch die 1. Klasse auch mit dem Redesign weiter anzubieten. Ein technisches und optisches Redesign aller insgesamt 215 S-Bahn-Fahrzeuge (60 Modelle der Reihe 423 und 155 Modelle der Reihe 430) wurde im Zuge der Verlängerung des Verkehrsvertrags mit der DB Regio im Februar vereinbart. Mit dem Redesign sind folgende Zielmaßgaben verbunden: die Optimierung des Ein- und Ausstiegsverhaltens der Fahrgäste, die Verbesserung der Fahrgastinformation, die Erhöhung der Aufenthaltsqualität im Fahrzeug, die Einrichtung eines automatischen Fahrgastzählsystems zur Erfassung von Fahrgastzahlen in einzelnen S-Bahnen sowie die Neugestaltung des Außendesigns. In allen S-Bahnen wird WLAN verfügbar sein. Eine abschließende Beratung über das Redesign soll im Herbst 2019 erfolgen. Die Maßnahmen werden von DB Regio im Zeitraum von Januar 2023 bis 2027 umgesetzt.

Helmut Noe (CDU) betonte: „Der mögliche Wegfall der Plätze in der 1. Klasse bringt keinen nennenswerten Vorteil.“ Daher solle die 1. Klasse weiterhin angeboten werden. Regina Wagner (CDU) ergänzte, dass man den Menschen das Recht zugestehen solle, für eine höhere Qualität auch mehr zu bezahlen. Eva Mannhardt (Grüne) fand die „Debatte überhöht“. Eine Umnutzung der Räume als Mehrzweckabteil sei ein interessanteres Thema, jedoch nicht darstellbar. Gleichzeitig würde durch eine Abschaffung der 1. Klasse nur wenig zusätzliche Kapazität geschaffen. Harald Raß (SPD) plädierte für eine Abschaffung der 1. Klasse als nicht mehr zeitgemäß. „Die Auslastung der 1. Klasse liegt in der Hauptverkehrszeit nur bei 36 Prozent.“ Der Aufwand zur Abschaffung der 1. Klasse sei überschaubar, um dafür das Platzpotenzial zu nutzen. Bernhard Maier (Freie Wähler) sagte, dass die S-Bahn in der 2. Klasse in der Hauptverkehrszeit kein Vergnügen sei. Allerdings solle man respektieren, dass Menschen bereit sind, mehr zu zahlen, um sich dieser Situation nicht auszusetzen. Christoph Ozasek (Die Linke) begrüßte, dass das Thema infolge des Antrags seiner Fraktion diskutiert werde. „Es ist eine Frage der Vernunft, die zusätzlichen Platzkapazitäten zu ermöglichen.“ Es sei politisch falsch, Luft statt Menschen zu transportieren. Armin Serwani (FDP) sprach sich dafür aus, die knapp 700.000 Euro Einnahmen der 1. Klasse beizubehalten. „Wir müssten sonst einen kompletten Wegfall dieser Fahrgäste und ihren Umstieg aufs Auto befürchten.“ Dr. Burghard Korneffel (Innovative Politik) befand, dass die 1. Klasse heutzutage für ein öffentliches Verkehrsmittel fehl am Platz sei.

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news-905 Wed, 03 Jul 2019 18:27:00 +0200 Region unterstützt Entwicklung neuer Ideen zur Lieferlogistik Netzwerk bestehend aus Region, Kommunen, Kammern, Logistikunternehmen, Häfen und Wissenschaft soll dauerhaft etabliert werden. 50.000 Euro für Modellprojekte zur optimierten Lieferlogistik beschlossen. presse/artikel/aktuell/region-unterstuetzt-entwicklung-neuer-ideen-zur-lieferlogistik/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=0eb2e9ccb27dd1316b493fcc2c55b1b6 Der Lieferverkehr in den Städten wird zunehmend zur Herausforderung für den allgemeinen Verkehr, Anwohner, Dienstleister und das Klima. Aus diesem Grund haben sich der Verband Region Stuttgart und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH mit Lösungsansätzen beschäftigt. Im heutigen Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung wurden aktuelle Herausforderungen und Handlungsfelder präsentiert. Der Ausschuss beschloss die Förderung der Vernetzung mit dem Ziel, nachhaltige Modellprojekte für die Region zu erproben.

Von Juni 2016 bis Mai 2019 war die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH als einer von dreizehn kommunalen und regionalen Partnern am EU-Projekt SULPiTER beteiligt. SULPiTER untersuchte städtische Wirtschaftsverkehre und Handlungsfelder zu dessen umweltfreundlicher Optimierung. Ziel des Projekts war auch, die vorhandenen regionalen Akteure zusammenzuführen und das Wissen für die Verwaltungen nutzbar zu machen. Mit dem heutigen Beschluss des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung wird die bisherige Arbeit fortgesetzt. So beschloss der Ausschuss, den im Projekt entstanden Arbeitskreis Regionaler Güterverkehr als dauerhaftes Netzwerk zu etablieren. Neben dem Austausch der relevanten Akteure ist das Ziel vor allem, Kommunen zu gewinnen, um modellhafte Umsetzungsprojekte zur urbanen Logistik in der Region zu entwickeln, zu begleiten und finanziell zu unterstützen. “Es gibt viele Projektideen, es fehlen jedoch Umsetzungsprojekte und Partner aus dem kommunalen Bereich. Das soll mit dem heutigen Beschluss und einem Budget von 50.000 Euro vorangetrieben werden. Zudem soll der Arbeitskreis als Plattform für Best Practice Maßnahmen dienen. Mikrodepot-Konzepte, Packstationen und Zustellanlagen oder Anlieferungs- und Parkierungsmodelle sind potenzielle Maßnahmen, die in diesem Zusammenhang erprobt werden könnten. Modellhafte Projekte zur urbanen Logistik sollen zudem in den IBA27-Quartieren Berücksichtigung finden.

Für Andreas Koch (CDU) steht es außer Zweifel, dass man auf diesem Gebiet etwas tun und Lieferlogistik besser organisieren muss. Seiner Meinung nach gibt es aber weitere Probleme. „Wenn immer mehr geliefert wird, gibt es auch immer mehr Verpackungen. Hier brauchen wir kreative Lösungen, um die Müllproblematik zu verbessern“. Zudem fordere die CDU seit 1999 die Etablierung von Güterverkehrszentren. Sabine Kober (Grüne) will das Thema weitertransportieren und sieht es als wichtige Aufgabe, Lösungsansätze im Rahmen der IBA27 mitzudenken und in die Projekte aufzunehmen. Sie ist gespannt und hofft auf baldige umgesetzte Projekte. Für Andrea Klöber (SPD) ist die Optimierung der Lieferlogistik eine große Frage der Stadtplanung. Zudem müsse man auch die „Verödung“ der Innenstädte durch den Versandhandel mitberücksichtigen. Laut Gerd Maisch (Freie Wähler) kann man die Augen vor der Lieferlogistik nicht verschließen. „Der stationäre Einzelhandel kämpft“, weshalb er sich schwertue, den Versandhandel mit Steuermittel zu unterstützen. Peter Rauscher (Linke) betonte, dass auch der stationäre Einzelhandel Lieferlogistik benötige. Seiner Meinung nach müsse man Nahversorgung verstärkt über Genossenschaftsläden sicherstellen. Albrecht Braun (FDP) zeigte sich erfreut, dass ein Prozess in Gang komme, da seine Fraktion schon in Vergangenheit das Thema Logistik als Zukunftsthema identifiziert habe.

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news-904 Wed, 03 Jul 2019 18:20:00 +0200 Bericht zu Unternehmensgründungen vorgestellt Region Stuttgart verfügt über breite Unterstützungskultur für Gründer. Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH seit Jahren ein führender Akteur der Gründerszene. presse/artikel/aktuell/bericht-zu-unternehmensgruendungen-vorgestellt/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=920d839fdabcf9002f2c0ff4215ba994 Die Region Stuttgart verfügt über eine lebendige und dynamische Gründerszene mit einem Schwerpunkt auf Software, industrieorientierten Dienstleistungen und digitalen Geschäftsmodellen. Dies geht aus einem Bericht des Geschäftsführers der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS), Dr. Walter Rogg, vor dem regionalen Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung hervor. Die Merkmale eines guten regionalen Startup-Ökosystems seien in der Region Stuttgart in hohem Maße gegeben. Dazu zählen eine unternehmerfreundliche Kultur, gründungsfreundliche Hochschulen und Forschungseinrichtungen, technisch gut ausgestattete Gründerzentren und Zugang zu Wagniskapital.

In der Region Stuttgart könnten Gründer auf eine breite Unterstützungsstruktur zurückgreifen und seien Teil einer vielfältigen und vernetzten Startup-Community. Ständig kämen neue Akteure mit neuen Ansätzen dazu. Dies sorge für Dynamik, führe teilweise aber zu Unübersichtlichkeit und Ineffizienz bei den Angeboten. „Wir sehen daher eine unserer Aufgaben darin, neue Initiativen und neue Akteure zu unterstützen und sie in das vorhandene regionale Startup-Ökosystem einzubinden, um unnötige Redundanzen abzubauen und Kräfte zu bündeln“, erklärte Dr. Rogg. Mit zahlreichen Projekten und Initiativen wie PUSH (Partnernetz für Unternehmensgründungen aus Stuttgarter Hochschulen), den Business Angels Region Stuttgart und dem Webportal startup-region-stuttgart.de sei die regionale Wirtschaftsförderung seit Jahren ein führender Akteur der Gründerszene und arbeite eng mit Hochschulen, Landeseinrichtungen, Unternehmen und Privatinitiativen zusammen. Zudem beteilige sie sich an Aktivitäten von Partnern wie dem M.Tech Accelerator im Stuttgarter Wizemann-Areal und unterstütze über EU-Projekte die frühzeitige internationale Vernetzung junger Firmen.

Laut der bundesweiten Studie „Deutscher Startup Monitor“ gehört Stuttgart zusammen mit Karlsruhe zu den fünf Gründungs-Hotspots in Deutschland, neben Berlin, Rhein-Ruhr, Hamburg und München. Die in der Studie befragten Gründer erwarten von der Politik vor allem den Abbau von bürokratischen Hürden, eine bessere Unterstützung bei der Kapitalbeschaffung und den flächendeckenden Ausbau eines Gigabit-Netzes. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes hat sich die Anzahl der Neugründungen in Baden-Württemberg und der Region Stuttgart in den vergangenen Jahren verringert. Auch bundesweit ist die Gründungsneigung zurückgegangen.

Elisabeth Schick-Ebert (CDU) zeigte sich „entsetzt“ angesichts des Berichts. „Wir sind eine der wirtschaftsstärksten Regionen, hinken aber bei den Neugründungen hinterher“, stellte sie fest. Hier müsse man einen Zahn zulegen, schließlich schaffe man heute die Voraussetzungen für die Zukunft der Menschen in der Region. Sie appellierte: „Wir müssen die Ärmel hochkrempeln, um attraktiver für Gründer zu werden.“ Auch Michael Lateier (Grüne) sah Verbesserungspotenzial. Es sei erfreulich, dass Gründern viele Dienstleistungen angeboten werden, der Service sei aber unübersichtlich und käme nicht immer dort an, wo er gebraucht werde. Das Thema müsse in den aktuellen Strategieprozess der Wirtschaftsförderungen Berücksichtigung finden und stärker in den Fokus rücken. Jürgen Kessing (SPD) gab zu bedenken, dass man auch betrachten müsse, wie lange sich Start-ups halten würden. Sein Eindruck sei, dass diese eher kurzlebig seien. Daher freue es ihn, dass man in der Region viele gute und beständige Unternehmen habe. Peter Rauscher (Linke) betonte: „Wo Wirtschaft gut funktioniert, gibt es wenige Start-ups, da die Menschen in bestehenden Unternehmen ihre Ideen umsetzen und erfolgreich sein können.“ Albrecht Braun (FDP) zeigte sich erfreut, dass die Wirtschaftsförderung den „Schuss“ gehört habe und sich für die Zukunft besser aufstellen wolle. Stephan Schwarz (AfD), sah in der aktuellen sehr schleppenden Bundespolitik eine Gefahr für Start-ups.

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news-903 Thu, 27 Jun 2019 09:20:07 +0200 S-Bahnstationen in Mettingen und Maubach werden als nächste barrierefrei Regionaler Verkehrsausschuss beschließt Finanzierungsvereinbarung für weitere Planungen. Weiterer Ausbau der Barrierefreiheit in der Region in Vorbereitung. presse/artikel/aktuell/s-bahnstationen-in-mettingen-und-maubach-werden-als-naechste-barrierefrei/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=876b61a7e6b1c7af5f2343eb1c9f9820 Barrierefreie Ein- und Ausstiege in die S-Bahnen der Region sind schon lange im Fokus des Verband Region Stuttgart. Für Feuerbach, Ludwigsburg, Rommelshausen, Mettingen, Esslingen (Neckar) und Maubach hat der regionale Verkehrsausschuss bereits Grundsatzbeschlüsse für die Herstellung der Barrierefreiheit gefasst. Während in Feuerbach und Rommelshausen die Maßnahmen bereits laufen, bedurfte es für Mettingen und Maubach noch einer Finanzierungsvereinbarung, die heute beschlossen wurde.

An der Station Esslingen/Mettingen ist vorgesehen am Bahnsteig Gleis 3/4 eine stufenfreie Einstiegsmöglichkeit zu schaffen, sowie ein taktiles Leitsystem für Sehbehinderte Menschen umzusetzen. Selbiges gilt auch für die Bahnsteige an den Gleise 1 und 2 in Maubach. Die Kosten für die Vorplanung betragen 340T€, die der Verband vollständig übernimmt. Für den Umbau der Bahnsteige in Esslingen (heute 17.000 Ein-, Aus- und Umsteiger) und Ludwigsburg (heute fast 35.000 Ein-, Aus- und Umsteiger) will der Verkehrsausschuss prüfen lassen, ob mit dem Fahrplan von Stuttgart 21 die S-Bahnsteige vollständig barrierefrei aufgehöht werden können, weil dort keine anderen Züge mehr halten müssen. In der heutigen Sitzung hat der Verkehrsausschuss zudem beschlossen, mit Stetten-Beinstein und Leonberg die Planung fortzusetzen. Für den Betrieb und die Wartung der Bahnhöfe und Haltepunkte ist die DB Station&Service AG zuständig. Diese könnte nach den Worten von Michael Groh, Leiter Regionalbereich Südwest, bis 2030 weitere zehn Bahnhöfe barrierefrei ausbauen, sofern Mittel aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (L-GVFG) und ergänzend vom Verband Region Stuttgart bereitstehen.  Die verbleibenden, betrieblich umsetzbaren Stationen könnten laut der DB Station&Service AG bis 2040 barrierefrei werden. Auswahl und Reihenfolge der Bahnhöfe ergeben sich aus einer gemeinsamen Priorisierung. Grundlage dieser sind hauptsächlich die Anzahl der Fahrgäste und der Kurvenradius am Bahnsteig.

Helmut Noe (CDU) bemängelte die lange Dauer von der Beschlussfassung bis zur Umsetzung der Maßnahmen. Eine Bahnsteigerhöhung sei kein „Hexenwerk“. Er forderte von der DB Station&Service AG mehr Ehrgeiz und appellierte „eine Lösung im Sinne der Nutzer zu suchen.“ Zudem forderte er, die Bahnsteige in Esslingen und Ludwigsburg nicht nur partiell, sondern durchgängig zu erhöhen. Beide Bahnhöfe seien für den S-Bahnverkehr bedeutend, dies würden auch die Nutzerzahlen zeigen. DB Netz und das Land blockierten aus seiner Sicht das Vorhaben. Eva Mannhardt (Grüne) hatte den Eindruck, dass die Barrierefreiheit bei der Bahn generell nicht im Fokus sei. Für sie dauerten die Maßnahmen viel zu lange, „schließlich sind es keine Bahnhöfe, die gebaut werden.“ Sie gab zu bedenken, dass die Menschen immer älter werden, mit Gepäck und Kinderwägen unterwegs seien und Barrierefreiheit nicht nur für Menschen mit Handicap wichtig sei. Harald Raß (SPD) forderte eine Verschärfung des Beschlusses, sodass zehn weitere Stationen bis 2025 und die verbleibenden Bahnsteige bis 2035 realisiert werden müssen. Zudem solle mit der Planung für die Bahnsteige in Stetten/Beinstein und Leonberg sofort begonnen werden. Dies wurde einstimmig angenommen. Für Rainer Gessler (Freie Wähler) seien die zeitlichen Planungen ein Armutszeugnis, das für Empörung sorge. Wolfgang Hoepfner (Die Linke) forderte eine ganzheitliche Betrachtung. Es könne nicht sein, dass man barrierefrei einsteigt und am Ziel noch immer Barrieren seien. Gudrun Wilhelm (FDP) bemängelte, dass man Millionen in die Stärkung des ÖPNV investiere, die mangelnde Barrierefreiheit aber eine „never ending story“ sei.

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news-902 Thu, 27 Jun 2019 09:01:55 +0200 Fahrkartenkauf und Beratung in der Region künftig per Video-Reisezentrum Video- Reisezentren an 22 Stationen zur persönlichen und kompetenten Beratung beschlossen. Kunden genießen künftig erweiterte Servicezeiten in Verbindung mit zusätzlichen Informationsangeboten. presse/artikel/aktuell/fahrkartenkauf-und-beratung-in-der-region-kuenftig-per-video-reisezentrum/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=b338ada686047ca83b6e7061f97cd3c5 In seiner heutigen Sitzung hat der Verkehrsausschuss des Verband Region Stuttgart die Einführung von sogenannten Video-Reisezentren beschlossen. Hierbei handelt es sich um Verkaufsstellen, die eine persönliche und kompetente Beratung per Video anbieten mit erheblicher Ausweitung der aktuellen Servicezeiten und Informationsangebote. Diese erstrecken sich künftig unter der Woche von 6:00 bis 19:30 Uhr und am Wochenende von 8:00 bis18:00 Uhr.
 

Zunächst soll in einer Pilotphase ab Anfang 2020 in Böblingen, Leonberg, Ludwigsburg, Waiblingen, Korntal und Marbach der Verkauf umgestellt werden. Während es sich bei den ersten vier Standorten um sogenannte Hybridstandorte mit Video- und lokalem Reisezentrum handelt, werden Korntal und Marbach als vollständig video-basierte Standorte umgesetzt. Beratung und Verkauf erfolgen hier ausschließlich über das Video-Reisezentrum. An beiden Standorten begleiten Mitarbeiter der Deutschen Bahn die Kunden bei der Nutzung des neuen Formats. Sollte die Pilotphase auf positive Resonanz seitens der Nutzer stoßen, erfolgt eine endgültige Umsetzung. In diesem Fall würden ab Mitte 2020 weitere zehn Standorte in Hybridstandorte umgewandelt. Diese sind in Backnang, Esslingen, Kornwestheim, Plochingen und Schorndorf. In Fellbach, Kirchheim an der Teck, Stuttgart- Universität, Stuttgart-Zuffenhausen und Winnenden werden die bisherigen Verkaufsstellen durch Video-Reisezentren ersetzt. Vor der Vereinbarung mit der Bahn zur Einführung der Video-Reisezentren wurde die Geschäftsstelle beauftragt Informationsgespräche mit den betroffenen Kommunen zu führen.

Mit den neuen Vertriebswegen reagiert der Verband Region Stuttgart auf die Digitalisierung, veränderte Ansprüche und das veränderte Kaufverhalten der Kunden. So gewinnt der Fahrkartenverkauf über das Internet und mobilen Endgeräten zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig ist die Beratung mit umfassenden Servicezeiten ein wichtiger Baustein für die Gestaltung eines attraktiven, nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilitätsangebots. Diese werden durch die Video- Reisezentren deutlich verbessert. Nicht nur aufgrund längerer Servicezeiten, sondern auch durch bessere Verfügbarkeiten, da Pausen- und Krankheitszeiten nicht so stark durchschlagen. Bei der Auswahl der Standorte wurden zudem die regionalen Mobilitätspunkte in das Konzept integriert. Regionale Mobilitätspunkte sind moderne Mobilitätsdrehscheiben an ausgewählten Bahnhaltestellen, die eine optimale Verknüpfung zwischen dem eigenen Auto oder dem Fahrrad oder Bahn und Bussen bieten. Mobilitätsberatung, Sharing- und Serviceangebote für Pkw, Fahrräder und Pedelecs runden das Portfolio als weitere wesentliche Elemente ab.

Rainer Ganske (CDU) konstatierte: „Veränderungen stoßen nicht immer und bei allen auf positive Resonanz.“ Er appellierte aber sich darauf einzulassen. Für die CDU seien Video-Reisezentren eine andere, moderne Vertriebsart mit einem breiten Spektrum an Servicezeiten. Zudem gäbe es weiterhin eine persönliche Beratung. Er bat darum mit den Kommunen die Gründe und die Möglichkeiten für die Umstellung zu kommunizieren, sonst gäbe es nur Widerstand. Eva Mannhardt (Grüne) bedauerte die Schließung der Verkaufsstelle in Korntal, diese aus ihrer Sicht gut frequentiert sei. Sie sehe aber in Video-Reisezentren einen guten Kompromiss mit Ansprechpartnern aus Fleisch und Blut und keinen Computern. Es sei ein „Gewinn, wenn es funktioniert.“ Davon sei sie nicht überzeugt, aufgrund der Erfahrungen mit Vandalismus und Fahrstuhlausfällen. Aufgrund von formalen und inhaltlichen Defiziten der Sitzungsvorlage lehnte Harald Raß (SPD) den Beschlussvorschlag ab. Er und seine Fraktion könnten erst zustimmen, wenn Gespräche mit den Kommunen stattgefunden hätten. Den Grundsatzbeschluss für neue Vertriebswege habe man vor 15 Monaten gefasst, sodass keine zeitliche Dringlichkeit bestünde. Auch Rainer Gessler (Freie Wähler) bemängelte die fehlende Abstimmung mit den Kommunen. „Die Digitalisierung kommt, keine Frage, aber man sollte sie den Menschen nicht überstülpen.“ Ingo Mörl (Die Linke) begrüßte die Testphase, da die Möglichkeit bestünde, dass die Kunden die Video-Reisezentren nicht im erhofften Ausmaß annehmen. Gudrun Wilhelm (FDP) begrüßte die Digitalisierung, aber nur in Abstimmung mit den Menschen.

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Weitere Informationen rund um die Video-Reisezentren finden Sie hier:
https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/vrz-3233904
https://www.deutschebahn.com/pr-stuttgart-de/aktuell/presseinformationen/184-pm_fuenf_jahre_videoreisezentrum-3246922

 

 

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news-901 Wed, 26 Jun 2019 11:34:19 +0200 Amtliches Ergebnis der Regionalwahl steht fest 88 Regionalrätinnen und –räte gewählt – Wahlbeteiligung bei 64,52 Prozent presse/artikel/aktuell/amtliches-ergebnis-der-regionalwahl-steht-fest-1/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=8346f1950121d3e89cedf0622affc961 Jetzt ist es amtlich: Die neue Regionalversammlung, die erstmals am Mittwoch, 18. September zusammenkommt, wird 88 Mitglieder haben. Der Verbandswahlausschuss hat heute das Ergebnis der Regionalwahl vom 26. Mai festgestellt. Im Vergleich zum vorläufigen Ergebnis der Wahlnacht haben sich nur geringfügige Änderungen ergeben, die keinen Einfluss auf das Endergebnis haben. Gewählt wurden 30 Regionalrätinnen und 58 Regionalräte von zehn Parteien sowie Wählervereinigungen. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,52 Prozent und war rund zehn Prozent höher als 2014. Das Durchschnittsalter der ehrenamtlichen Politikerinnen und Politiker liegt unverändert bei 53 Jahren. Dabei ist das jüngste Mitglied 20 und das älteste 76 Jahre alt. In der neuen Regionalversammlung werden acht amtierende Oberbürgermeister und sechs Bürgermeister vertreten sein.

Zum ersten Mal seit Verbandsgründung sind die Grünen stärkste Kraft. Sie holten 24,28 Prozent der Stimmen (+7,16 Prozentpunkte im Vergleich zu 2014) und liegen damit knapp vor der CDU, die 24,15 Prozent (-10,81 Prozentpunkte) holte. Diese deutliche Verbesserung gegenüber 2014 bedeutet für die Grünen künftig 22 Sitze und somit einen Sitz mehr als die CDU. Die Freien Wähler lösen die SPD als drittstärkste Kraft ab und bekommen mit 14,04 Prozent (-0,87 Prozentpunkte) zwölf Sitze. Die SPD holte 12,45 Prozent der Stimmen (-4,66 Prozentpunkte) und hat künftig elf Sitze in der Regionalversammlung. Fünftstärkste Kraft ist die AfD mit einem deutlichen Stimmenzuwachs auf 9,15 Prozent (+5,51 Prozentpunkte) und 8 Sitzen. Die FDP holte 7,42 Prozent der Stimmen und verbesserte sich um 3,42 Prozent gegenüber 2014. Somit hat die FDP 7 Sitze und ist die sechststärkste Kraft. Weitere vier Sitze entfallen auf die Linke, die sich mit 4,35 Prozent (+0,28 Prozentpunkte) minimal verbessert hat. Die letzten drei Sitze entfallen auf die ÖDP (2,07 Prozentpunkte/+0,61/ zwei Sitze) und die Piraten (1,35 Prozentpunkte/+0,24/1 Sitz).

Erstmals tagt die neue Regionalversammlung am 18. September und wählt dann auch ihre Vorsitzende oder ihren Vorsitzenden.

Detaillierte Informationen zu den Wahlergebnissen gibt es unter
www.region-stuttgart.org/regionalwahl            

 

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news-900 Wed, 22 May 2019 18:41:06 +0200 Ausweitung des 15-Minuten-Takts bei der S-Bahn 15-Minuten-Takt im Außenbereich mit infrastrukturellen Anpassungen weitestgehend möglich. Beschlüsse zur prioritären Taktverbesserung auf der S60 und S1 gefasst. Untersuchung der Weiterführung der S-Bahn nach Nürtingen beschlossen. presse/artikel/aktuell/ausweitung-des-15-minuten-takts-bei-der-s-bahn/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=c9f3a740a74ae8273f8368f5f41ec517 Das S-Bahn Angebot kontinuierlich verbessern und ausbauen: das ist das erklärte Ziel des Verband Region Stuttgart. Die Ausweitung des 15-Minuten-Takts an Werktagen zwischen 6 und 20 Uhr hat die Regionalversammlung bereits beschlossen. Sie wird sukzessive bis Ende 2020 umgesetzt. Wie sich eine solche Taktverdichtung auch dort umsetzen lässt, wo heute noch kein viertelstündliches Angebot existiert, wurde auf Antrag aller Fraktionen und Gruppierungen in Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht. In seiner heutigen Sitzung hat sich der regionale Verkehrsausschuss mit den Ergebnissen befasst. Stefan Tritschler, der die Untersuchung vorstellte, attestierte den Ausschussmitgliedern eine hervorragende Arbeit. Die besten Maßnahmen zur Kapazitätsverbesserung seien schon beschlossen. Hierzu zählen insbesondere die Beschaffung weiterer Züge und die vollständige Langzugbindung in der Hauptverkehrszeit. Zusätzliche Angebotsverbesserungen könne man nur mit teilweise erheblichen Maßnahmen an der Infrastruktur erreichen. In diesem Zusammenhang wurde die Schusterbahn ebenfalls untersucht.

S 60 Böblingen – Renningen
Zur Einführung eines 15-Minuten-Takts auf der S60 Böblingen – Renningen bedarf es einiger infrastruktureller Anpassungen. In Bezug auf die verkehrlichen Wirkungen zeigt sich aber, dass der 15-Minuten-Takt auf der S60 gute Effekte erzielt. Diese sind bei einer Betrachtung von Böblingen nach Renningen doppelt so hoch wie bei einer Betrachtung von Sindelfingen nach Renningen. Täglich könnten durch die Taktverbesserung bis zu 7.800 zusätzliche Fahrgäste gewonnen werden. Aufgrund dieser vielversprechenden Zahlen soll die Planung weiter vertieft werden. Dabei wird die Wirtschaftlichkeit einer solchen Maßnahme mitbetrachtet. Im Rahmen der Untersuchung wurde auch die Idee entwickelt ein weiteres Gleis über Böblingen hinaus bis nach Hulb oder Ehningen zu bauen.

S1 Plochingen – Kirchheim/Teck
Die Ausweitung des 15-Minuten-Takts nach Kirchheim lässt sich nur mit aufwendigen Infrastrukturmaßnahmen sinnvoll umzusetzen. Andernfalls hätte massive Beeinträchtigungen im Individualverkehr in Wendlingen. Daher empfiehlt das Gutachten die Weiterführung der heute in Plochingen endenden S-Bahn-Linie nach Nürtingen. Dadurch entsteht ein neues S-Bahn-Angebot im Halbstundentakt auf diesem Abschnitt. Unter Berücksichtigung der mit S21 geplanten Regionalverkehre von Nürtingen in Richtung Flughafen ergibt sich durch einen kurzen Umstieg in Nürtingen ein Ringschluss ins Neckartal. Auch für Oberboihingen ergibt sich durch einen S-Bahn-Halt nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 eine deutliche Verbesserung der Anbindung an den öffentlichen Schienenpersonennahverkehr. Parallel dazu wird erwogen den Fahrplan der Expressbuslinie Kirchheim/T – Flughafen (X10) so anzupassen, dass dieser quasi ein viertelstündliches Angebot zwischen Wendlingen und Kirchheim/T sicherstellt.  So könnte auch in diesem Abschnitt ein attraktives viertelstündliches Angebot entstehen, weshalb der Verkehrsausschuss diese Planung konkretisieren möchte.

S4 Marbach – Backnang
Die Ausweitung des 15-Minuten-Takts von Marbach nach Backnang ist aufgrund der anspruchsvollen Topografie und der langen nur eingleisigen Strecke sehr aufwendig. Das Gutachten hat drei unterschiedliche Varianten untersucht, die alle Infrastrukturinvestitionen im dreistelligen Millionenbereich erfordern. Es werden zwar teilweise interessante verkehrliche Wirkungen erzielt, diese stehen aber in keinem Verhältnis zu den erforderlichen Investitionen.

Schusterbahn
Bei der Ausweitung des Angebots auf der Schusterbahn wurden zwölf Varianten betrachtet. Unter anderem die Ausweitung des Angebots auf den ganzen Tag, die Ausdehnung des halbstündlichen Angebots nach Inbetriebnahme von Suttgart 21 in Richtung Esslingen und Plochingen sowie eine mögliche Ausweitung in Richtung Bietigheim. Insgesamt werden erhebliche Infrastrukturaufwendungen, insbesondere für die Weiterführung in Richtung Ludwigsburg erforderlich. Die besten verkehrlichen Wirkungen werden allerdings nicht auf der Schusterbahn selbst erzielt, sondern auf dem Abschnitt der S1 zwischen Plochingen und Untertürkheim. Die Schusterbahn profitiert vor allem auch durch Umverteilungseffekten der Fahrgäste.

S2 Vaihingen und Flughafen
In einer früheren Untersuchung wurde die Einführung des 15-Minuten-Takts der S2 zwischen Vaihingen und Flughafen mit möglicher Weiterführung nach Filderstadt/Neuhausen betrachtet. Erste Abstimmungen hierzu laufen. Im Rahmen des Planänderungsverfahrens für die S-Bahn Verlängerung nach Neuhausen werden diese Mehrverkehre bereits vorausschauend mitbetrachtet.

Stimmen aus dem Verkehrsausschuss
Rainer Ganske (CDU) betonte, dass es angesichts des langen Planungs- und Realisierungszeitraums richtig sei, frühzeitig Beschlüsse zu fassen. Dies habe die Regionalversammlung in der Vergangenheit immer gemacht und wolle es weiterhin tun. Für die CDU sei die Umsetzung aller vorgestellten Maßnahmen sinnhaft, auch ein 30-Minuten-Takt der Schusterbahn. Deren Bewertung sei zwar ernüchternd, bringe aber Verlagerungen der Fahrgäste von anderen Linien, die in der Hauptverkehrszeit bereits stark ausgelastet seien. Daher forderte er hier von den Mitgliedern des Verkehrsausschusses „eine mutige Entscheidung“. Die Ausweitung des 15-Minuten-Takts der S4 Marbach-Backnang könne man aufgrund der Kosten aktuell nicht weiterverfolgen. Für ihn sei das Thema aber „nur aufgeschoben, nicht aufgehoben“.
Für Eva Mannhardt (Grüne) handelte es sich bei dem Tagesordnungspunkt um die Themen, die die Region nachhaltig beschäftigen würden: dem Ausbau der S-Bahn und die Schaffung weiterer Kapazitäten. Sie erachtete es als sinnvoll, zuerst die niedrig hängenden Früchte zu ernten und die einfachen und günstigen Maßnahmen umzusetzen. Unter dem Aspekt der Kapazitätsausweitung dürfe man keine Maßnahme außer Acht lassen, weshalb sie eine Weiterplanung der Schusterbahn befürwortete.
Harald Raß (SPD) sah die Ausweitung des 15-Minuten-Takts als logische Folge bereits gefasster Beschlüsse. „Ohne die bereits beschlossene Beschaffung weiterer Fahrzeuge braucht man sich über Taktverbesserungen nicht unterhalten“. Die Weiterführung der S-Bahn nach Nürtingen sei für ihn nicht zwingend nötig, da Nürtingen schon jetzt nicht schlecht angeschlossen sei.
Für Bernhard Maier (Freie Wähler) ist die vorgestellte Untersuchung eine naheliegende Vertiefung bereits beschlossener Maßnahmen. Aber nur die Maßnahme auf der S60 und die Verlängerung der S-Bahn nach Nürtingen seien seiner Meinung nach gesetzt. „Alles andere ist bis 2025 nicht in Sichtweite“.
Wolfgang Hoepfner (Die Linke) erachtete es als sinnvoll, die Überlegungen zur Schusterbahn weiterzuverfolgen. Auch wenn man keinen direkten Fahrgastzuwachs erreiche, könnte man durch Fahrgastverlagerungen einen indirekten Zuwachs auf anderen Linien erreichen.
Armin Serwani (FDP) wollte am liebsten einen 15-Minuten-Takt auf allen Linien. Er sehe aber ein, dass sich dies aufgrund der teilweise sehr hohen Investitionen nicht umsetzen lasse.

Der Verkehrsausschuss hat ergänzend zur Weiterverfolgung der Planungen auf der S60 und S1 eine vertiefende Bewertung der Kapazitätsausweitung auf der Schusterbahn beschlossen. Zudem wurde auf Antrag der CDU entschieden, die Weiterführung der S60 bis nach Ehningen weiter zu planen.

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news-899 Wed, 22 May 2019 18:29:00 +0200 Erneuter Fahrgastrekord bei der S-Bahn Fahrgastzahlen in den letzten 10 Jahren um 30 Prozent gestiegen. Untersuchung zur besseren Verteilung der Pendlerströme geplant. presse/artikel/aktuell/erneuter-fahrgastrekord-bei-der-s-bahn/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=3dcb9da613caaaec92819bf08ffd1f87 Über 131 Millionen Reisende in der Region Stuttgart haben letztes Jahr die S-Bahn genutzt und somit erneut einen Rekord aufgestellt. Das ist die Kernbotschaft des Berichts zur Fahrgastentwicklung und Kapazität, der in der heutigen Sitzung des regionalen Verkehrsausschusses präsentiert wurde.

Die hohe Nachfrage wirkt sich auch auf die Kapazitäten der S-Bahn aus. Bei werktäglich rund 840 Zugfahrten sind vor allem im nachfragestärksten Zeitraum zwischen 7 und 8 Uhr alle Züge auf den Strecken nach Stuttgart sehr gut besetzt. Zwischen 8 und 9 Uhr müssen nur wenige Fahrgäste stehen, obwohl auch hier die Nachfrage deutlich gestiegen ist. Um dem wachsenden Verkehrsbedürfnis gerecht zu werden, sind Kapazitätserweiterungen und eine bessere Verteilung der Pendlerströme geplant. Bei letzterem soll eine Studie helfen, die ermittelt welche Potenziale bestehen und welche konkreten Maßnahmen die Pendlerströme entzerren. Die Steigerung der Kapazitäten ist u.a. durch den Einsatz zusätzlicher S-Bahn-Fahrzeuge bei den bestehenden Verkehrsleistungen möglich. Im Zuge des Redesigns der S-Bahn werden auch die künftige Sitzplatzgestaltung und die Aufteilung in die erste und zweite Klasse thematisiert.

Die Regionalversammlung hat die hierfür erforderlichen Beschlüsse bereits gefasst und die Beschaffung von 58 weiteren S-Bahn-Fahrzeugen beschlossen. Dadurch kann – abhängig von den infrastrukturellen Voraussetzungen – u.a. eine vollständige Langzugbildung für alle Fahrten während der Hauptverkehrszeit ermöglicht werden.

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news-898 Wed, 15 May 2019 18:01:52 +0200 Region erleben auf der Remstal Gartenschau Tag der Region Stuttgart am 23. Juni in Schorndorf – Entdecker-Touren der Kultur- und SportRegion Stuttgart von Mai bis September presse/artikel/aktuell/region-erleben-auf-der-remstal-gartenschau/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=8ff8a38a9f65844e4f87a25926bcf5b1 Der Verband Region Stuttgart bringt als Initiator der Remstal Gartenschau 2019 die ganze Region ins Remstal. Vor Ort können die Besucher der Remstal Gartenschau die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit erleben und die vielfältige Arbeit der regionalen Organisationen kennenlernen. Dabei kommen Unterhaltung, Spaß und Bewegung nicht zu kurz. Das ganztägige Programm setzt sich aus unterschiedlichen Programmpunkten zusammen, die sich mit vielfältigen Angeboten an Jung und Alt wenden.

Die KulturRegion Stuttgart präsentiert sich mit einem etwas anderen Frisörsalon: Dort kann man in einem umgebauten Bauwagen „Geschichten unter der Haube“ anhören. Der mobile Pop-up-Salon macht zudem bis Ende Oktober Halt in rund 25 Kommunen in der Region. Begleitend zur Gartenschau hat sich die SportRegion Stuttgart für dieses Jahr mit ihrem Jahresmotto 2019 „Sport in der Natur“ einen passenden Rahmen gesetzt. Am Tag der Region gestaltet sie mit der Sportgemeinschaft Schorndorf einen ganzen Tag voller Sport und Spiele im Sportpark Rems.  

Ziel des Tags der Region ist das Augenmerk der Gartenschaubesucher auf die Region zu lenken, sie erlebbar zu machen und die Menschen aus der Region ins Remstal zu holen. Der Verband Region Stuttgart gab mit dem Landschaftspark Rems den Impuls für die Gartenschau, ist Mitgesellschafter und fördert viele Investitionen in die „grünen Infrastruktur“ im Zusammenhang mit der Gartenschau.

Über den „Tag der Region“ hinaus haben die Sport- und KulturRegion Stuttgart attraktive Touren zur Gartenschau ausgearbeitet. Den Anstoß zu dieser Kooperation gab ein Antrag der regionalen CDU-Fraktion. Vom Mai bis September bieten die beiden Vereine „bewegende“ Rad-Entdeckertouren zu kulturellen Highlights durch die Region an. An zwölf Samstagen führen die Ausflüge zu Skulpturenpfaden, Aussichtspunkten, Naturkunstwerken, Gärten oder anderen Sehenswürdigkeiten. Sie starten jeweils in der Kommune, in der gerade die Highlight-Woche der Gartenschau ist. Jede Tour verbindet zwei Städte oder Gemeinden im Remstal mit einer weiteren Kommune aus der Region Stuttgart, die nicht im Remstal liegt. Sie wird jeweils von zwei ortskundigen Tourguides aus den jeweiligen Startkommunen begleitet, für eine professionelle Routenführung sorgt der Württembergische Radsportverband. Anmelden kann man sich bei der Remstal Gartenschau, unter www.kulturregion-stuttgart.de, www.sportregion-stuttgart.de sowie www.radhelden.club/remstalgartenschau. Die Touren gibt es auch zu gewinnen. Am 23. Juni beim Tag der Region werden sie gemeinsam mit einem VVS-Tagesticket und anderen attraktiven Preisen als „Entdecker-Sets“ verlost.

Programm Tag der Region

Markt und Kulturbühne - Marktplatz und Innenstadt Schorndorf
Auf dem Markt der Region in der Schorndorfer Altstadt können die Besucher von 11:00 bis 19:00 Uhr kulinarische Leckerbissen, Kunsthandwerk und eine regionale Ausstellung erleben. Auf der Kulturbühne auf dem Marktplatz Schorndorf sorgen regionale Bands von 14:00 bis 17:00 Uhr für Stimmung, bevor um 18:00 Uhr der Kabarettist Christoph Sonntag ein exklusives Programm präsentiert.

Regionales Sportfest - Sportpark Rems
Im Sportpark Rems gibt es von 11:00 bis 17:00 Uhr Sportangebote zum Mitmachen. Um 14:30 Uhr wird auf der Sportpark-Bühne der neue Remstal-Radweg eröffnet und mit der Sterne-Urkunde des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) Baden-Württemberg ausgezeichnet. Im Anschluss um 15:00 Uhr findet, moderiert von Daniel Räuchle, ein Gespräch mit Spitzensportlern aus der Region statt.

Radsternfahrt
Wer schon morgens aktiv sein möchte, kann den Remstal-Radweg bei einer Radsternfahrt nach Schorndorf miteinweihen. Bei der Ankunft zur Mittagszeit im Sportpark Rems ist für leibliches Wohl gesorgt.

Kirchliche Impulse, Schorndorf Stadtkirche und Marktplatz
Unter dem Motto „Kirche in der Region – gemeinsam unterwegs für ein gutes Leben“ bieten die Schorndorfer Stadtkirchen und das Dialogforum der Kirchen um 10:00 Uhr einen musikalischen Gottesdienst in der Stadtkirche Schorndorf. Um 19:30 Uhr gibt die Reihe „Stadtkirche am Abend“ unterstützt vom Dialogforum positive Impulse, um „Mit Phantasie und Gemeinsinn gegen Alternativlosigkeit“ zu wirken.

RELEX-Bus-Sonderfahrten
Zwischen Murrhardt und Schorndorf sowie Kirchheim unter Teck und Schorndorf fährt am Tag der Region der RELEX. Für den Transfer zwischen der Innenstadt und dem Sportpark Rems sind zusätzlich regelmäßige Shuttles eingerichtet.

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Weitere Informationen zum "Tag der Region" unter www.region-stuttgart.org/tdr

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news-897 Wed, 15 May 2019 17:53:44 +0200 Weg frei für großen Radsport in Stuttgart und Region presse/artikel/aktuell/weg-frei-fuer-grossen-radsport-in-stuttgart-und-region/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=717082e341a1762433f5a9ab82abfb4b Es ist eine gute Nachricht für Rennradfans: Die Deutschen Radmeisterschaften 2020 sollen in Stuttgart und der Region stattfinden. Auch um die Schlussetappe der Deutschland Tour in 2021 werden sich die Landeshauptstadt und der Verband Region Stuttgart gemeinsam bewerben. Dafür hat die Politik nun das Startsignal gegeben: Der Stuttgarter Verwaltungsausschuss hat dem Vorhaben am 8. Mai zugestimmt, heute hat auch der regionale Wirtschaftsausschuss dem Vorgehen ohne Gegenstimme zugestimmt. Damit wird in den kommenden zwei Jahren eine Kooperation im Radsport fortgesetzt, die bereits 2018 viele tausend Zuschauer zur Schlussetappe der Deutschland Tour nach Stuttgart lockte. Bei den Radsportveranstaltungen in 2020 und 2021 wird auch das Jedermann-Rennen mit Start und Ziel in Stuttgart und Streckenführung durch die Region wieder ein zentrales Element sein. Das erfolgreiche Jedermann-Rennen der Deutschland Tour begeisterte 2018 rund 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

„Mit dem positiven Votum der Ausschüsse für die Austragung der Deutschen Radmeisterschaften und für die Bewerbung um die Deutschland Tour Schlussetappe in 2021 stärken Region und Stadt nachhaltig ihre Kooperation im Sport“, sagte Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport der Landeshauptstadt. „Herzstück der beiden Veranstaltungen ist jeweils das Jedermann-Rennen mit Start und Ziel in Stuttgart. Ziel ist, hier 5.000 bis 7.000 ambitionierte Radsportlerinnen und Radsportler an den Start zu bringen“, erklärt der Sportbürgermeister.

„Die Stimmung und Resonanz letztes Jahr waren beeindruckend“, so Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart. „Das war eine gelungene Kooperation mit allen Streckenkommunen – umso besser, wenn sie nun fortgesetzt wird.“ Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling sagte: „Die Deutschland Tour 2018 war ein voller Erfolg. Auch von den weiteren Radevents erwarten wir viel positive Aufmerksamkeit für die Region Stuttgart.“

Mit den Entscheidungen des Verwaltungsausschusses des Gemeinderats der Landeshauptstadt und des Wirtschaftsausschusses des Verbands Region Stuttgart gilt die Austragung der Deutschen Radmeisterschaften 2020 am Wochenende vom 21. bis 23. Juni in der Region Stuttgart als gesichert. Denn Stadt und Region haben vom Veranstalter im Falle ihrer Zustimmung bereits grünes Licht erhalten. Am Freitag wird das Einzelzeitfahren der Männer, Frauen und der U23 mit Start und Ziel in der Region ausgetragen, samstags wird das Frauen-Rennen ebenfalls in der Region stattfinden und sonntags tritt die deutsche Rennradelite der Männer gegeneinander an – mit Start in der Region und Endspurt in Stuttgart. Am Sonntag findet auch das Jedermann-Rennen mit Start und Ziel in Stuttgart sowie Streckenführung durch die Region statt. Für die Organisation erhält der Veranstalter, die FREUNDE Eventagentur als Vertragspartner des Bunds Deutscher Radfahrer (BDR), einen Zuschuss von insgesamt 450.000 Euro, davon zwei Drittel von der Stadt Stuttgart und ein Drittel vom Verband Region Stuttgart. Die Austragungsorte in der Region sowie der Streckenverlauf des Jedermann-Rennens sind noch offen. Mehrere Mitgliedskommunen der SportRegion Stuttgart haben hierfür bereits ihr Interesse signalisiert.

Sollte die Schlussetappe der Deutschland Tour 2021, wie in 2018, wieder durch die Region nach Stuttgart führen, sind Stadt und Region bereit, dem Veranstalter, der Gesellschaft zur Förderung des Radsports (GFR), hierfür einen Zuschuss von 650.000 Euro zu gewähren. Davon soll die Stadt drei Viertel und die Region das restliche Viertel übernehmen. Die GFR ist eine hundertprozentige Tochter des Tour de France- Veranstalters Amaury Sport Organisation (A.S.O.).

Die gemeinsame Presseinformation mit der Landeshauptstadt Stuttgart als PDF-Download

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news-896 Fri, 03 May 2019 15:00:36 +0200 Zweites Gleis der Wendlinger Kurve eröffnet die Option für den Ausbau der S-Bahn vom Flughafen in Richtung Kirchheim Zumeldung zur Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg: Region befürwortet Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für das zweite Gleis der Wendlinger Kurve presse/artikel/aktuell/zweites-gleis-der-wendlinger-kurve-eroeffnet-die-option-fuer-den-ausbau-der-s-bahn-vom-flughafen-in-ri/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=d0e224f86fb60f91b7d6a12c1ac3b325 Der baden-württembergische Landesverkehrsminister Winfried Hermann (MdL) und der Vorstand für Infrastruktur der Deutschen Bahn AG, Ronald Pofalla, haben heute den Finanzierungsvertrag für das zweite Gleis der Wendlinger Kurve unterzeichnet. Damit entsteht an der Schnittstelle zwischen der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm und der Neckartalbahn in Richtung Reutlingen/Tübingen die sogenannte Große Wendlinger Kurve.

„Die Große Wendlinger Kurve ist schon lange im Regionalplan verankert und Ziel der Regionalplanung“, betonte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. Durch die konkrete Ausführung werden einerseits Planungsüberlegungen des Verband Region Stuttgart einer S-Bahn-Verlängerung vom Flughafen in Richtung Kirchheim baulich offengehalten. Und - aufgrund der entstehenden Zweigleisigkeit verbessert und flexibilisiert sich das Angebot in Richtung Nürtingen: Im Falle einer S-Bahnverlängerung nach Nürtingen könnten die S-Bahnfahrgäste dann in die Metropolexpresszüge umsteigen. Der Verband Region Stuttgart, zuständig für den S-Bahn-Verkehr in der Region, gibt vor, in welchem Takt die S-Bahn rollt und kümmert sich um die Finanzierung. In dieser Funktion verfolgt er das Ziel, das Angebot in der Region kontinuierlich zu verbessern und zu steigern. Daher wurde bereits im Januar von der Regionalversammlung eine finanzielle Beteiligung des Verbands am Ausbau der Großen Wendlinger Kurve in der Höhe von maximal 12,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Voraussetzung hierfür sei aber eine gleichwertige Beteiligung der Region Neckar-Alb.  In derselben Sitzung wurde zudem die Beschaffung von 58 weiteren S-Bahn-Zügen sowie die finanzielle Beteiligung an der Digitalisierung des Schienenknotens beschlossen. Das Land beteiligt sich mit einer Kofinanzierung der Fahrzeuge und durch die Erhöhung der Regionalisierungsmittel um 0,8 Prozent an dieser Investition für die Zukunft.

Mit Hilfe von ETCS, einem europaweit standardisierten, digitalen Zugbeeinflussungssystem soll die Digitalisierung der Schiene gelingen. ETCS ermöglicht höherer Geschwindigkeiten und eine kürzere Zugfolge bei der S-Bahn. Daraus ergeben sich zeitliche Puffer, die für den Abbau von Verspätungen im bestehenden Fahrplan oder auch für längere Haltezeiten genutzt werden können – alternativ auch für bis zu 20 Prozent mehr Kapazität mit zusätzlichen S-Bahn-Fahrten.

Die Presseinformation als PDF-Download
Die Presseinformation des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg als PDF-Download

 

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news-895 Wed, 10 Apr 2019 18:31:18 +0200 Bericht zur S-Bahnqualität 2018 vorgestellt Fahrgastzahlen der S-Bahn steigen 2018 weiter. Beurteilung der Sicherheit und Sauberkeit übertrifft Zielwert. Zugpünktlichkeit bleibt verbesserungswürdig. presse/artikel/aktuell/bericht-zur-s-bahnqualitaet-2018-vorgestellt/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=9de9e49ecbdea858fe9ce1020e245b0a Immer mehr Menschen in der Region Stuttgart steigen auf die S-Bahn um.  So nutzen täglich über 430.000 Personen die S-Bahn. Betrachtet auf das Jahr sind es über 131 Millionen Personen, was einem Anstieg von rund 30 Prozent in zehn Jahren entspricht. Dieses Ergebnis wurde heute im Zuge des Berichts zur S-Bahnqualität dem regionalen Verkehrsausschuss präsentiert. Neben steigenden Fahrgastzahlen gab es Veränderungen in der Qualitätsbewertung. Während sich die Sicherheit und Sauberkeit der S-Bahn kontinuierlich verbessert (Fahrgastnote 2,1 und 2,4), gibt es bei den Pünktlichkeitswerten weiterhin Nachholbedarf.

Die Gesamtpünktlichkeitswerte bei Verspätungen unter sechs Minuten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 96,7 Prozent auf 96,1 Prozent reduziert. Der Pünktlichkeitswert bei Verspätungen unter drei Minuten sank von 88,2 Prozent im Jahr 2017 auf 86,8 Prozent. In der Hauptverkehrszeit lag 2017 der Anteil der Verspätungen unter drei Minuten bei 79,3 Prozent, 2018 waren es 78,4 Prozent. Bei der Verspätung unter sechs Minuten ist in der Hauptverkehrszeit der Wert von 94,5 Prozent auf 93,8 Prozent gesunken. Diese Werte sind zwar besser als die vergleichbarer S-Bahnnetze im süddeutschen Raum, liegen aber unter den vereinbarten Zielvorgaben des Verband Region Stuttgart und der DB Regio. Für die DB Regio resultieren daraus Strafzahlungen in Höhe von 1,29 Millionen Euro. „Wir fordern von allen Beteiligten weiter Verantwortung zu übernehmen und mit hoher Intensität an Verbesserungen weiterzuarbeiten“, appellierte daher Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling.

Die Gründe für die Verspätungen sind vielfältig. Bei der Betrachtung der Pünktlichkeit müsse man laut Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn Stuttgart, die Rahmenbedingungen am Schienenknoten Stuttgart berücksichtigen. „Die Qualität der S-Bahn Stuttgart wird bestimmt durch die Limitierung der Stammstrecke, die Mischverkehre und die eingleisigen Streckenabschnitte im Netz“, so Dr. Rothenstein. Durch Verkehrszuwächse und Verspätungen von außen, die sich insbesondere in eingleisigen Abschnitten bemerkbar machen, kam es 2018 zu einem Anstieg der Verspätungen.

Im Zusammenhang mit der Verschlechterung der Pünktlichkeit appellierte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling ein besonderes Augenmerk auf die Fahrgastinformation zu legen, da auch in Zukunft mit zahlreichen größeren Baustellen zu rechnen sei.

Neben Beeinträchtigungen durch Baustellen ist die Hälfte alle Verspätungsminuten auf die Zugfolge zurückzuführen. Diese wirken sich aus, wenn eine S-Bahn wegen Vorrang anderer Züge aus ihrer eigenen Trasse verdrängt wird. Zudem ist die aktuelle Signaltechnik auf der Stammstrecke der S-Bahn mit 24 Zügen die Stunde ausgeschöpft. Deswegen, und um dem wachsenden Mobilitätsbedarf in der Region gerecht zu werden, ist eine Umrüstung auf das digitale Zugbeeinflussungssystem ETCS (European Train Control System) unumgänglich. Die Regionalversammlung hat die notwendigen Weichen dafür bereits gestellt. Neben der Umrüstung der Infrastruktur auf ETCS ist die Beschaffung von 58 weiteren S-Bahn-Zügen seit Anfang dieses Jahres beschlossen. Damit kann die Betriebsleistung der S-Bahn um jährlich 1 Million Zugkilometer erhöht und die Pünktlichkeit spürbar verbessert werden.

Rainer Ganske (CDU) lobte den offenen und selbstkritischen Bericht von Dr. Dirk Rothenstein. Es sei eindrucksvoll wie sich die S-Bahn entwickelt habe. Zudem sei erfreulich wie sich die Bewertung des Sicherheitsgefühls weiterhin verbessert habe. „Wir haben investiert und unsere Hausaufgaben gemacht“, resümierte er „nun müssen anderen ihre Hausaufgaben machen.“ Es sei nicht akzeptabel wie die Kommunikation im Störungsfall verlaufe und ein „Unding“, wenn die Fahrgäste am Bahnsteig stünden und nicht wüssten was Sache sei. „Regeln Sie die Fahrgastinformation nicht nur bei der S-Bahn, sondern im gesamten DB-Konzern!“, forderte Ganske. Darüber hinaus kritisierte er das
P+R-Konzept der Bahn, welches im Gegenzug zum regionalen Konzept gewinnorientiert sei. Aus seiner Sicht „zockt es die Nutzer ab und ist für das Ziel, Menschen zum Umsteigen auf den ÖPNV zu bewegen, kontraproduktiv.“

Auch Eva Mannhardt (Grüne) kritisierte die Informationspolitik der Bahn. „Die Auskünfte im Störungsfall auf der Anzeigentafel und der App stimmen nicht überein“, stellte sie fest. Dies sei insbesondere angesichts der Zunahme der Störfälle nicht akzeptabel. „Service muss in allen Bereichen großgeschrieben werden“. Einen Lösungsansatz bot Eva Mannhardt ebenfalls an. Sie regte an, den Service der S-Bahnhelfer auch auf die Abendstunden auszuweiten. Diese leiten die Fahrgäste, helfen bei der Fahrgastverteilung innerhalb der Züge und tragen somit zur Pünktlichkeit bei. Eine weitere Maßnahme zur Verkürzung der Ein- und Ausstiegszeiten und somit Erhöhung der Pünktlichkeit könnte auch die Verbesserung der Barrierefreiheit sein.

Harald Raß (SPD) wünschte sich eine detailliertere Vorstellung der Störungsursachen. Zudem kritisierte er den mangelnden Informationsgehalt der Fahrgastinformationen. „Wenn der Zug mitten auf der Strecke stehen bleibt, kann man sich denken, dass es ein außerplanmäßiger Halt ist und die Fahrt fortgesetzt wird, sobald die Strecke frei ist.“ Außerdem stellte er die Hierarchie der Züge in Frage. Die S-Bahn müsse immer warten, wenn ein ICE käme, hierzu sollten Alternativen gesucht werden.

Für Bernhard Maier (Freie Wähler) wurde deutlich, dass man sich auf allen Seiten um Verbesserungen bemühe. Er erwartete in naher Zukunft jedoch „keine Wunder“. „Durch die Inbetriebnahme von S21 wird mit einer Entlastung der S-Bahn um 20 Prozent gerechnet“, stellte er fest. ETCS würde ebenfalls bei der Pünktlichkeit und der Ausweitung des Angebots helfen. Diese Maßnahmen würden jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Laut Ingo Mörl (Die Linke) hänge die Attraktivität des ÖPNV von drei Faktoren ab: dem Angebot, einem übersichtlichen Tarifsystem und der Zuverlässigkeit. „In Puncto Angebot und Tarifsystem haben wir unsere Hausaufgaben gemacht.“ Bei der Zuverlässigkeit appellierte er an die Bahn „Erfüllen Sie Ihre Verträge!“

Gudrun Wilhelm (FDP) bekräftigte die Forderung der FDP nach einem „sicheren Wagon“. Sie sei überzeugt, dass das Sicherheitsgefühl stark zwischen den Geschlechtern und nach Uhrzeit variiere. Zudem stellte sie fest: „Die S-Bahn ist in der Hauptverkehrszeit pünktlicher als das Auto.“

Dr. Burghard Korneffel (Innovative Politik) betonte, die S-Bahn stünde im regionalen ÖPNV an erster Stelle. Sie müsse eigenständig werden und ihre eigene Strecke festlegen, damit kein Mischverkehr mehr stattfinde.

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news-894 Wed, 10 Apr 2019 18:27:53 +0200 Region bekräftigt Bedenken zum Luftreinhalteplan Verlängerung des Busfahrstreifens am Neckartor und streckenbezogene Fahrverbote weiterhin abgelehnt. Verlagerung des Verkehrs auf andere Strecken und unabsehbare Folgen für das Verkehrsgeschehen befürchtet. presse/artikel/aktuell/region-bekraeftigt-bedenken-zum-luftreinhalteplan/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=ae98253b1a1ae2045ce9a75fe8959efc Der Verkehrsausschuss der Region Stuttgart hat in seiner heutigen Sitzung erneut Bedenken gegen den Lufteihalteplan für die Stadt Stuttgart geäußert. In der Stellungnahme vom Oktober 2018, die sich unter anderem auf die Verlängerung des Busfahrstreifens am Neckartor (Willy-Brandt-Straße bis Kreuzung am Neckartor/Heilmannstraße) bezog, wurden weitere Untersuchungen gefordert, die auch das aktuelle Gutachten nicht zufriedenstellend liefert.

So konnte beispielsweise die Frage, wie die im Gutachten als Voraussetzung für die Verlängerung des Busfahrstreifens unterstellte Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs bis Anfang Juni erreicht werden soll, nicht zufriedenstellend beantwortet werden. Zudem müssten vor der Realisierung der Busspur wie im Gutachten selbst gefordert eine Erhebung aktueller Verkehrszahlen und eine erneute Prüfung der Situation erfolgen. Aus Sicht der Region ist bei Einrichtung eines Busfahrstreifens mit massiven Rückstaubildungen und nicht absehbaren Folgen für den Kern der Region zurechnen.

Auch ein temporäres streckenbezogenes Verkehrsverbot für Dieselfahrzeuge unterhalb der Abgasnorm 6 auf der B14 zwischen der ADAC-Kreuzung und der Kreuzung Am Neckartor/Heilmannstraße ist nicht zustimmungsfähig. Hauptgrund ist die Verkehrsverdrängung auf dafür ungeeignete Straßen. Dadurch käme es mutmaßlich zu einer Zunahme der Streckenlänge mit Überschreitung des NO2-Jahresmittelgrenzwertes und gleichzeitig sehr geringer Reduzierung der NO2-Belastung am Neckartor. Darüber hinaus gibt es noch keine Informationen wie ein streckenbezogenes Fahrverbot ohne erhebliche Störungen des fließenden Verkehrs überwacht werden kann.

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news-893 Thu, 04 Apr 2019 08:49:06 +0200 Glasfaserausbau in der Region Stuttgart auf gutem Weg Bisher beteiligen sich 173 von 179 Städten und Gemeinden am regionalen Kooperationsprogramm mit der Telekom. Am 24. Mai soll der Kooperationsrahmenvertrag zwischen der Deutschen Telekom und der Gigabit Region Stuttgart GmbH symbolisch unterzeichnet werden. presse/artikel/aktuell/glasfaserausbau-in-der-region-stuttgart-auf-gutem-weg/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=227f408450446804c3848ab06e9718c1 Das geplante regionale Kooperationsprogramm zum flächendeckenden Glasfaserausbau in der Region Stuttgart stößt auf großes Interesse bei den Kommunen. Bisher haben 173 der 179 Städte und Gemeinden in der Region entsprechende Gremienbeschlüsse gefasst und sind den fünf Zweckverbänden der Landkreise beigetreten. Dies berichtete der Breitbandbeauftragte der Region Hans-Jürgen Bahde am Mittwoch der Regionalversammlung. „Anfängliche Bedenken von Kommunen mit im Glasfaserausbau aktiven Stadtwerken sind größtenteils ausgeräumt. Wir sind mit allen Kommunen, die noch fehlen, im Gespräch und optimistisch, dass wir auch die übrigen Städte von den Vorteilen des Programms überzeugen können“, erklärte Bahde.

Der regionale Ansatz sieht einen kooperativen Ausbau in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom vor. Ein entsprechender Kooperationsrahmenvertrag sei jetzt erfolgreich verhandelt und werde am 24. Mai offiziell unterzeichnet. Ziel ist es, die Region Stuttgart bis zum Jahr 2030 flächendeckend mit Glasfaser bin ins Haus zu versorgen – Privathaushalte ebenso wie Unternehmen. Dabei müsse sichergestellt sein, dass die Netze für Drittanbieter offen sein müssen. Derzeit ist die Region Stuttgart laut Bahdes Bericht im Vergleich mit anderen deutschen Ballungsräumen unterdurchschnittlich mit schnellem Internet versorgt. Dagegen habe sich erfreulicherweise die Versorgung mit Breitbandinternet über 50 Mbit pro Sekunde in den vergangenen eineinhalb Jahren von 77 Prozent auf 88 Prozent verbessert. „Wir wollen überholen ohne einzuholen“, sagte Bahde, „und nicht in Kupfer, sondern in Glas investieren“. Im Rahmen des Programms werden von der Telekom und den Kommunen rund 1,6 Milliarden Euro investiert.

„Die Gigabit Region Stuttgart nimmt langsam Fahrt auf!“ betonte Andreas Koch (CDU). Leider liege die Betonung auf „langsam“. Gespräche habe es in der Vergangenheit viele gegeben, nun müsse ein Knopf an die Sache gemacht werden und die Kräfte auf den konkreten Netzausbau konzentriert werden. Mit der Deutschen Telekom habe man einen leistungsfähigen Partner gefunden, der schnell und kraftvoll die Gigabit Region Stuttgart begleite. Darüber hinaus lobte Koch die Arbeit des regionalen Breitbandbeauftragten und begrüßte, dass ein besonderes Augenmerk auf die Schulen gelegt würde, die bis 2025 komplett angeschlossen sein sollen. „Hier werden die Forscher der Zukunft ausgebildet und das funktioniert nicht mit Methoden der Vergangenheit.“ Er und seine Fraktion setzten darauf, dass bei der Telekom die angekündigte neue Zeitrechnung im Umgang mit Kommunen, Stadtwerken und Endkunden jetzt begonnen habe.

Auch Michael Lateier (Grüne), lobte die Arbeit des Breitbandbeauftragten. Aus seiner Sicht sei es ein „Meisterstück“, dass sich nur eine Kommune gegen den Beitritt entschieden habe, wenngleich noch einige wenige fehlten. „Nun folgt der mühevollere Weg der kleinen Ausbauschritte, der besonders für die Kommunen turbulent wird“, so Lateier. Denn nun ginge es um die Frage, wann welche Cluster angebunden werden. Insofern bat er die Servicegesellschaft nicht nur die vertraglichen Gespräche konstruktiv zu begleiten, sondern für ein Höchstmaß an Transparenz einzutreten. Aus Sicht der Grünen hinge der weitere Erfolg maßgeblich von den Fragen ab, wie sich die Kosten für den Anschluss gestalten und wie gut es gelinge die Open-Access-Zusage, also den freien Zugang für andere Marktteilnehmer, umzusetzen. Bei Konflikten müsse die Breitband-Service Gesellschaft eine ansprechbare Lösungsstelle sein.

Dr. Jürgen Zieger (SPD) nutzte seine Redezeit für eine politische Bewertung der aktuellen Situation. „Die meisten großen Kreisstädte und die SPD-Fraktion sind mit der Faust in der Tasche der Kooperation beigetreten“, betonte er. Die Kommunen müssten nun das Markt- und Politikversagen der Vergangenheit bezahlen. Aus dem einstigen Wirtschaftswunderland sei ein „Glasfaserentwicklungsland“ geworden. Er forderte deswegen finanzielle Unterstützung von Bund und Land, denn die finanzielle Beteiligung der Kommunen sei aus seiner Sicht noch nicht festgelegt. Zudem unterstrich er: „Breitbandausbau ist keine originäre Aufgabe der Kommunen.“

Für Andreas Hesky (Freie Wähler) ist die Kooperation mit der Telekom ein sinnvoller Rahmen, „der mit Inhalt und Leben gefüllt werden muss.“ Für die Freien Wähler sei dabei insbesondere die durchgängige Begleitung der Kommunen und deren Gestaltungsmöglichkeiten wichtig. Essenziell sei auch, dass die Verträge Klauseln enthielten, was passiere, wenn die Beteiligten sich nicht an ihre Verpflichtungen hielten. Sonst wäre sie nicht nur ein „stumpfes Schwert, sondern eines gänzlich ohne Klinge“. Zudem wies Hesky auf potenzielle Wettbewerbsvorteile der Telekom hin und bat den Breitbandbeauftragten sich für ein ausgewogenes Verhältnis einzusetzen.

Sebastian Lucke (Die Linke) sah im „Privatisierungswahn“ der Vergangenheit den Grund dafür, dass „die Region Stuttgart bis dato ein Entwicklungsland in Sachen digitaler Infrastruktur“ sei. Die Linke befürchte, dass die Telekom im Zuge des Breitbandausbaus in der Region Stuttgart ihre Vormachtstellung ausnutzen könnte und so ein Angebotsmonopol in der Region entstünde. Daher der Appell: „Egal ob ÖPNV oder Breitband: Infrastruktur gehört in die öffentliche Hand.“

Auch Albrecht Braun (FDP) sah in der aktuellen Entwicklung keinen Grund zur Freude. Zwar sei man beim Breitbandausbau weitergekommen, aber noch nicht da, wo man hinmöchte. Die geplante symbolische Unterzeichnung sei nichts „Handfestes, nichts Greifbares, nichts Rechtsgültiges.“ Aus Sicht der FDP müsse die nächste Regionalversammlung das Thema Breitbandausbau zur Chefsache machen, um den Druck auf angemessener Höhe zu halten.

Stephan Schwarz von der AfD hoffte, dass die Telekom aus ihren Fehlern der Vergangenheit gelernt habe, da sie mitverantwortlich am „Schneckentempo“ beim Ausbau der Glasfaserinfrastruktur sei. Man müsse wieder zum Innovationsmotor werden, statt Nachzügler sein.

Ulrich Deuschle (Innovative Politik) äußerte Bedenken, dass kleine Gemeinden beim Ausbau vernachlässigt würden. Deswegen sei es gut, dass es kommunalspezifische Regelungen gäbe und kleine Kommunen Hilfe von der Breitband-Service Gesellschaft bekämen.

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news-892 Thu, 04 Apr 2019 08:41:37 +0200 Region lenkt Augenmerk auf Belange von Verdichtungsräumen Auch starke Räume stärken – Infrastruktur an Wachstum anpassen – mehr Akzeptanz für Baugebiete und einfachere Planungsverfahren presse/artikel/aktuell/region-lenkt-augenmerk-auf-belange-von-verdichtungsraeumen/?noMobile=%2525252Fproc%2525252Fself%2525252Fenviron&cHash=d69f3e20f513c2c565cf8c818213028f Die Regionalversammlung hat am Mittwoch die besonderen Belange der hoch verdichteten Region Stuttgart diskutiert. Bei einer differenzierten Grundsatzdebatte wurden die Leistungen von Metropolen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die Problemlagen von Verdichtungsräumen deutlich. Mehrheitlich wurde beschlossen, die Interessen des Standortes Region Stuttgart zum einen in die Netzwerkarbeit des Verbands auf nationaler und internationaler Ebene einzubringen. Zum anderen ging ein Appell an das Land, sich auch für die Belange der Verdichtungsräume einzusetzen, wenn auf Bundesebene demnächst die Vorschläge der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ unter Vorsitz des Bundesinnenministeriums beraten werden. Absehbar liegt das Hauptaugenmerk der Kommission dabei eher auf der Förderung strukturschwacher Räume im ländlichen Raum. Jedoch dürfe man dabei die wirtschaftsstärkeren Räume nicht aus dem Blick verlieren, fordert der Verband Region Stuttgart. Denn trotz einer guten finanziellen Ausstattung liegen die Hemmnisse hier oft in schwierigen Rahmenbedingungen für ein notwendige Entwicklungen und angemessenes Wachstum.

Für eine umfassende Beurteilung „gleichwertiger Lebensverhältnisse“ müsse man auch die Beeinträchtigungen der Bevölkerung in strukturstarken Räumen im Blick haben: Zuwanderung, Wohnraumknappheit und hohe Mieten, dadurch eine Verdrängung finanzschwächerer Bevölkerungsgruppen aus zentralen Lagen, Mangel an Gewerbeflächen, überlastete Straßen, Busse und Bahnen und weniger Grünflächen für die Naherholung sind nur einige Beispiele. Gleichzeitig schwindet die Akzeptanz für neue Bauvorhaben, die den Wohnungsmarkt entspannen oder die Mobilität verbessern könnten. Hohe Dichte und hohe Wirtschaftskraft prägen die Region Stuttgart: Auf 10 Prozent der Fläche Baden-Württembergs werden in der Region Stuttgart 30 Prozent der landesweiten Wirtschaftsleistung erbracht. Auch für viele Einpendler aus anderen Teilen des Landes stellt die Region Stuttgart Arbeitsplätze und Infrastruktur bereit.

Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling führte aus: „Unsere selbstverständliche Solidarbereitschaft für strukturschwache Räume steht nicht zur Debatte. Aber damit die ‚Zugpferde‘ nicht lahmen, brauchen wir von Seiten des Bundes und Landes mehr Unterstützung, vor allem, was die instrumentellen, rechtlichen und verfahrenstechnischen Rahmenbedingungen für Maßnahmen angeht. Es geht um unsere Zukunftsfähigkeit. Der gelegentlich geäußerte Hinweis, dass sich ‚die Starken selbst helfen könnten‘, geht am Problem vorbei, wenn Geld allein aufgrund der genannten Hemmnisse nicht in konkrete Projekte umgesetzt werden kann. Die Wirtschaftsleistung der Region Stuttgart wie auch vieler anderer Verdichtungsräume ist ein Motor für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Dort wird nicht zuletzt auch Geld verdient, das die Förderung strukturschwacher Räume in ganz Deutschland mitfinanziert. Doch die Rahmenbedingungen, damit der Standort weiterhin international attraktiv ist, müssen gesichert sein. Die Maßstäbe für einen Vergleich mit anderen Räumen setzt der globale Wettbewerb, denn bereits heute konzentrieren sich rund zwei Drittel der Wertschöpfung und 85 Prozent der Innovationen weltweit auf nur 40 Metropolen. So muss die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur mit der wirtschaftlichen Entwicklung Schritt halten, sei es im Verkehr oder für Datenaustausch und Kommunikation. Auch der Strukturwandel der Digitalisierung hin zur Industrie 4.0. erfordert unterstützende Angebote für viele Unternehmen. Und die ansässige Bevölkerung sowie die von der Wirtschaft dringend benötigten Fachkräfte von auswärts brauchen Wohnraum. Dies erfordere unter anderem beschleunigte Planungsverfahren und Erleichterungen im Baurecht für die Kommunen, mahnt die Region an. Das gilt nicht nur für das Zentrum der Region, sondern für alle Teilräume. Denn Weltmarktführer und innovative Unternehmen mit hoher Wertschöpfung gibt es an vielen Stellen der Region Stuttgart. Wichtig sei auch, mit einem begleitenden Ausbau der Infrastruktur eine Akzeptanz von neuen Bauprojekten vor Ort herzustellen.

Stimmen aus der Regionalversammlung
Isabel Kling (CDU) stellte fest: „Wer in der Region Stuttgart lebt, lebt in einer erfolgreichen Region.“ Doch der Wohlstand sei nicht vom Himmel gefallen. „Wir sind in vielem Vorreiter, aber genau das darf uns jetzt nicht zum Nachteil werden. Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land heißen für uns nicht gleiche Angebote.“ Der Ansatz müsse sein, dass sich Ballungszentren und ländliche Räume harmonisch miteinander entwickeln. Es dürfe nicht passieren, dass die großen Städte bei den geplanten Aktivitäten des Bundes vergessen werden. Unternehmen bräuchten qualifiziertes Personal und diese benötigten ebenso wie die bereits ansässige Bevölkerung bezahlbaren Wohnraum. Dafür dürfe man den Kommunen nicht noch mehr Bürokratie und Auflagen aufbürden. Auch die Mobilität sei zentrales Thema für die Zukunftsfähigkeit unserer Region. Fahrverbote seien nicht hilfreich, dagegen befürwortete sie neue Antriebsformen auf der Straße und die Digitalisierung der Schiene. „Stadt und Land, Hand in Hand – davon müssen auch wir profitieren“.

Dorothee Kraus-Prause (Grüne) sagte: „Die klassischen Zuordnungen vom unterentwickelten ländlichen Raum und den Städten, in denen es sich gut leben lässt, sind nicht mehr passgenau.“ Bereits heute litten viele Bewohnerinnen und Bewohner der Städte unter ‚Dichtestress‘, das führe zu einer schwindenden Akzeptanz im Blick auf weiteres Wachstum, so Kraus-Prause. „Wir müssen umsteuern, wenn wir unsere Städte zukunftstauglich machen wollen. Wir stehen für ein Wachstum an Qualität.“ Ein Wachstum im Sinne des ‚weiter so‘ sei daher keine Lösung. Es brauche neue Strategien für klimaneutrale, ressourcenschonende und lebenswerte Städte.

Regina Traub (SPD) äußerte Verständnis für die Förderung strukturschwächerer Regionen. Jedoch sollen Entwicklungsziele bei der digitalen Infrastruktur, bei Mobilität, sozialer Daseinsvorsorge, Bildung, Kultur, Barrierefreiheit und Teilhabe auch für den Ballungsraum gelten.  „Es geht darum, dass die Metropolen wettbewerbsfähig bleiben. Gerade hier wird das erwirtschaftet, was dann für eine ‚Angleichung der Lebensverhältnisse‘ herangezogen werden kann.“ Die Steuerung der Siedlungs- und Freiraumentwicklung des Verbands Region Stuttgart, die verkehrliche Erschließung des regionalen Gesamtraums sowie die Arbeit der regionalen Wirtschaftsförderung befand sie „vorbildlich“.

Wilfried Wallbrecht (Freie Wähler) führte aus, dass seit Beginn der Strukturförderung die Verdichtungsräume dichter und größer, dagegen die ländlichen Räume leerer geworden seien. Er appellierte an die Bundeskommission, eine differenzierte Gesamtschau einzunehmen und nicht nur die Unterschiede in Infrastruktur, Versorgung oder ÖPNV zu bewerten. „Wirklich strukturschwache Räume soll man nicht mit viel Geld künstlich am Leben halten“. Ländliche Räume in der Region Stuttgart seien selten strukturschwach, erfüllten aber wichtige Funktionen für die gesamte Region. Mit der Intensivierung des internationalen Wettbewerbs müssten überholte Entwicklungsstrategien auf den Prüfstand. „Geld kann nur einmal ausgegeben werden.“

Für Christoph Ozasek (die Linke) ist Wohnungsnot die neue soziale Frage. Explodierende Mieten und Gentrifizierungsprozesse gefährdeten den sozialen Zusammenhalt. Grundsätzlich richtig seien verdichtete und flächensparende Bauweisen. Er forderte eine nachhaltige Bau- und klimafreundliche Mobilitätskultur. Da im hierzu die Antworten im Beschlussvorschlag fehlten, stimmte die Fraktion Linke dagegen.

Kai Buschmann (FDP) meinte, einen ‚Reich-Arm-Gegensatz aufzumachen‘, spiele den radikalen Kräften in die Karten. „Vielleicht wäre die ein oder andere Strukturmaßnahem anderwärts hilfreich, um den ‚Dichtestress‘ zu senken.“ Für Verbesserungen sorge eine landesweit bessere Verteilung der finanziellen Mittel oder die Ausweisung von neuen Wohnbauflächen. Für wichtige Infrastrukturvorhaben in der Region fehle es hier an Durchsetzungsstärke oder politischem Willen. Die FDP enthielt sich.

Für Stephan Schwarz (AfD) ist die Definition „gleichwertiger Lebensverhältnisse“ subjektiv. Zudem sei es wichtig, weiterhin Zukunftstechnologie in der Region Stuttgart anzusiedeln.

Ulrich Deuschle (Innovative Politik) nannte die „Gleichwertigen Lebensverhältnisse“ als eine der „Lebenslügen der Republik.“ Klar sei zudem, dass die Region Bündnisse mit anderen Ballungsräumen schmieden müsse.

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