Limes bei Welzheim

Landschaftsbild

Das Landschaftsbild einer Region wird im Wesentlichen bestimmt durch Relief, Gewässernetz, Bodenbedeckung und Besiedlung. Art und Dichte der Besiedlung wiederum lässt sich auf die Beschaffenheit der Topographie, der Erdkruste, den Aufbau und die Eigenschaften von Böden, das Klima sowie historische Entwicklung zurückführen. Eine Bewertung des Landschaftsbildes erfolgt in Hinblick auf Eigenart, Vielfalt und Schönheit einer Landschaft.

Für die Region Stuttgart liegt eine flächendeckende Landschaftsbildbewertung vor. Die Daten für die Bewertung wurden mittels einer computergestützte Auswertung über ein Geographisches Informationssystem erhoben, welche über eine klassische Bildbewertung durch Befragung von Personen ergänzt wurde.Die Analyse lieferte Ergebnisse zu den drei Aspekten Eigenart, Vielfalt und Schönheit. Um die Darstellung der Ergebnisse übersichtlich zu gestalten, sind die drei Einzelaspekte in einer Gesamtkarte zur Landschafts­bildqualität zusammengefasst. Eine Klassifizierung in fünf Wertstufen bewirkt eine weitere Vereinfachung in der Darstellung. Das Maß der Glättung wird dabei dem regionalplanerischen Maßstab gerecht.

Der Albtrauf sticht durch sein deutlich ausgeprägtes Relief und dem ganz unterschiedlichen Bewuchs (Streuobstwiesen, Wachholderheiden, Buchenwälder) an den Hängen mit einer sehr hohe Landschaftsbildqualität hervor. Die ländlich geprägten Gebiete im Osten der Region sowie die Naturparks Schönbuch, Schwäbisch-Fränkischer Wald und Stromberg/Heuchelberg weisen ebenfalls eine hohe Landschaftsbildqualität auf. Von mittlerer Qualität sind die stärker landwirtschaftlich geprägten Bereiche der Gäulandschaften aber auch das Albvorland zwischen Kirchheim/Teck und Göppingen. Das Neckarbecken sowie Bereiche um Böblingen/Sindelfingen haben eine geringere bis teilweise sehr geringe Landschaftsbildqualität.