Leitbild und Masterplan

Kurzanalyse
Durch die Lage fern der städtischen Siedlungsgebiete und der großräumigen Verkehrsnetze hat die in großen Teilen sehr natürliche Landschaft mit einzigartigen Ausflugszielen eine hohe Bedeutung für die Naherholung im Ballungsraum Stuttgart. Viele Qualitäten und Potenziale des Schwäbischen Waldes könnten noch stärker zur touristisch-wirtschaftlichen Belebung dieses strukturschwachen Raumes beitragen, aber bislang sind sie nur eingeschränkt erlebbar und deshalb auch wenig im öffentlichen Bewusstsein verankert. Das liegt zum einen daran, dass das Gebiet nur schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, zum anderen an den wenig oder gar nicht aufeinander abgestimmten Vermarktungsstrategien.

Gemeinsam mit dem Landkreis Rems-Murr beantragten die fünf Städte und Gemeinden Alfdorf, Großerlach, Kaisersbach, Murrhardt und Welzheim im Juli 2006 beim Verband Region Stuttgart die Förderung eines Landschaftsparks Limes. Den Masterplan erarbeitete zwischen 2007 und 2008 das Büro Prof. Schmid, Treiber, Partner aus Leonberg, im Bereich Tourismusentwicklung mit Unterstützung des Büros Futour aus Waldstetten.

Ziele, Themen- und Handlungsfelder
Die Analyse des Landschaftsraumes ergab drei übergreifende Kernthemen: Natur und Landschaft, Kultur und Geschichte sowie Freizeit und Tourismus. Im nächsten Schritt wurden für die einzelnen Naturräume jeweils eigene Leitziele und Handlungsfelder sowie räumlich-thematische Projekt-Pakete definiert: Landschaft, Weltkulturerbe Limes, Kulturbuckel und Spielplatz der Natur – Naturerlebnis für Kinder und Familien.

Im Fokus stehen weniger ökologische oder landschaftsgestalterische Eingriffe als vielmehr Projekte, die die vorhandenen Naturraum- und Freizeitangebote profilieren und die touristische Infrastruktur und öffentliche Erreichbarkeit verbessern, um möglichst viele Zielgruppen anzusprechen. Interessant ist dabei besonders der Tagestourismus. Ein Augenmerk liegt dabei auf der Inszenierung und Erlebbarkeit des Limes als einzigartigem Kulturgut. Ergänzend sollen die vorhandenen landschaftlichen, kulturellen und touristischen Potenziale mit einer einheitlichen Vermarktungsstrategie beworben werden.

Anders als in den vorangegangenen Masterplänen wurde von den Planern für die touristische Profilierung eine spezialisierte Beratungsagentur hinzugezogen. Das geplante interkommunale Tourismus- und Marketingkonzept wurde jedoch nicht umgesetzt.