Ergebnisse der Bürgerumfrage 2018

Der Verband Region Stuttgart führte zusammen mit der Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld GmbH (FGW) im Juni 2018 nach fünf Jahren eine zweite telefonische Bürgerumfrage durch, an der 1.309 Haushalten teilnahmen. Um eine gute Vergleichbarkeit und fundierte Hinweise zu den Veränderungen in den vergangenen fünf Jahren zu erhalten, wurde der Fragebogen weitgehend beibehalten. Dabei werden die wichtigsten Aufgabenfelder des Verbands Region Stuttgart sowie regionale Themen untersucht. Unter anderem wird die Lebensqualität und die Verbundenheit mit der Region, die Zufriedenheit mit einzelnen Lebensbereichen, die ÖPNV-Nutzung, die Themen Windkraft und Regionalplanung sowie die Kompetenzen der Region abgefragt. Aus aktuellem Anlass wurden Fragen zu den Themen Luftqualität, Wohnungsmarkt und Internetversorgung neu in die Befragung aufgenommen.

Um Unterschiede innerhalb der Region abbilden zu können, wurden Raumkategorien definiert. Die Ergebnisse können dadurch sowohl nach drei Gemeindegrößenkategorien (Stadt Stuttgart, Gemeinden über 20.000 Einwohnern, Gemeinden unter 20.000 Einwohnern), als auch nach drei funktionalen Raumkategorien anhand der Bahnerschließung unterschieden werden (Kernraum = Gemeinden am Stuttgarter Stadtbahnnetz, erweiterter Kernraum = Gemeinden am S-Bahnnetz außerhalb des Kernraumes, Großraum = Gemeinden außerhalb des S-Bahnnetzes).

Wie beurteilen Sie die Lebensqualität in der Region Stuttgart, wie sieht es hinsichtlich der Zufriedenheit mit dem ÖPNV oder dem Wohnungsmarkt aus, wie wird die Bebauung freier Flächen eingeschätzt? Zu diesen und vielen weiteren Themen gab es einen umfangreichen Fragebogen (s. Anlage 2 bei den Sitzungsunterlagen), der den Interviews zugrunde lag.

Die zweite regionale Bürgerumfrage zeigt, dass die Themenfelder Straßenverkehr/ÖPNV, Luftqualität und bezahlbarer Wohnraum deutlich als "regionale Problemfelder" identifiziert werden. Als hilfreiche Maßnahme zur Verbesserung der Luftqualität in der Region werden von den Befragten vor allem Verbesserungen beim ÖPNV gesehen, einschränkende Maßnahmen wie zum Beispiel Fahrverbote werden mehrheitlich abgelehnt. 86 % der Befragten bringen zum Ausdruck, dass es schwer oder sehr schwer ist, ein bezahlbare Wohnung am Wohnort zu finden. Zwar nahm bei der Frage nach der regionalen Zusammenarbeit der Wunsch nach mehr gemeinsamer, regionaler Regelung bei den Themen Verkehr (um 9 Prozentpunkte) auf 65 % und Flächenplanung (um 6 Prozentpunkte) auf 47 % zu. Gleichzeitig besteht jedoch bei allen dazu abgefragten Bereichen, also Wohn- und Gewerbegebiete sowie Straßen und Bahnstrecken eine mehrheitliche Ablehnung, freie Flächen hierfür zu bebauen.

Alle Materialien zur Umfrage und ihren Ergebnissen finden Sie bei den Sitzungsunterlagen,

den ausführlichen Tabellenband mit allen Ergebnissen als PDF-Download

und den Flyer mit dem Gesamt-Überblick ebenfalls als PDF-Download.