Auf dem Weg zur Faitrade-Region

Viele Produkte, die wir täglich konsumieren, werden in den Anbauländern mit einer Entlohnung unter dem Existenzminimum oder mit Kinderarbeit ohne jegliche Aussicht der jungen Menschen auf Schulbesuch produziert. Schokolade und Bananen sind nur einige Beispiele. Doch es geht auch anders, das zeigt die Kampagne des Vereins TransFair e.V. in Köln. Im Juli 2021 hat die Regionalversammlung daher beschlossen, sich an der Kampagne zu beteiligen: Die Region Stuttgart soll eine „Fairtrade-Region“ werden.

Mit einer eigens eingerichteten Steuerungsgruppe aus regionalen Organisationen und Initiativen macht sich die Region auf den Weg, die Zertifizierung des Vereins „TransFair“ zu erhalten. Sie koordiniert den Weg hin zur zertifizierten Fairtrade-Region und begleitet dann den weiteren Prozess mit Impulsen und Ideen. Zudem soll sie soll das Thema in die gesellschaftliche Breite tragen und die Aktivitäten vor Ort koordinieren. Die Steuerungsgruppe hat im November 2021 zum ersten Mal getagt. Sie besteht aus Mitgliedern unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche, die über umfassende Netzwerke in die Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft verfügen: Vertreterinnen und Vertretern des Verbands Region Stuttgart, der Eine-Welt-Initiative, der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, der Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH, der IHK Region Stuttgart, des Dialogforums der Kirchen, der JugendRegion Stuttgart, der Vereine Kultur- und SportRegion Stuttgart sowie Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart wirken mit.

Die Steuerungsgruppe ist eine Voraussetzung für die Bewerbung. Ein weiteres Erfordernis ist es, bei den laufenden Geschäften des Verbands Region Stuttgart Fairtrade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel zu verwenden. Zudem müssen Handel und Gastronomie in der Region eine Mindestanzahl an Produkten aus fairem Handel anbieten. Dasselbe gilt für den Einsatz der Produkte in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchengemeinden. Ergänzend sind Bildungsaktivitäten und Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen. All diese Kriterien sind durch die Gegebenheiten vor Ort in den Fairtrade-Kommunen der Region größtenteils erfüllt. Es wird erwartet, dass mit den Kommunen, die bereits im Zertifizierungsprozess sind, den Erfordernissen bald gänzlich entsprochen werden kann. Die Zertifizierung muss alle zwei Jahre erneuert werden.

Weltweit sind über 2.000 Kommunen in mehr als 36 Ländern als Fairtrade-Towns ausgezeichnet. In der Region Stuttgart sind es derzeit 31 Kommunen, fünf befinden sich im Zertifizierungsprozess. Mit der Zertifizierung möchte die Region Stuttgart Vorreiter im Südwesten werden: Fünf Fairtrade-Regionen gibt es in Deutschland bisher, in Baden-Württemberg jedoch bislang noch keine.

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