Förderprogramm RegioRadStuttgart „Zwei für eine“

Mit dem aktuellen Förderprogramm RegioRadStuttgart „Zwei für eine“ unterstützt der Verband Region Stuttgart den Ausbau von RegioRadStuttgart. Mit dem Ansatz „ergänzen, verdichten, erweitern“ wird der Bau von weiteren Gegen- und neuen Stationen in den einzelnen Kommunen mit bis zu 50.000 Euro gefördert.

Eckpunkte des Förderprogramms 

Für das Jahr 2020 stehen 50.000 Euro Fördermittel zur Verfügung, für 2021 bis 2023 jährlich 150.000 Euro. Fördermittel beantragen können Kommunen, Landkreise sowie mehrheitlich im öffentlichen Besitz befindliche Unternehmen und Organisationen Ein interkommunaler Zusammenschluss ist in begründeten Fällen möglich, wenn z. B. eine Angebotslücke geschlossen wird oder insbesondere bei kleineren Kommunen eine innerörtliche Gegenstation nicht zielführend ist.

  • Kommunen, die bisher noch keine RRS-Station haben, bekommen bei der Errichtung einer Station durch die Kommune eine weitere Station im Rahmen der regionalen Fördermaßnahme finanziert. Diese zweite Ergänzungsstation wird einmalig mit max. 50.000 Euro bezuschusst.
     
  • Eine Kommune mit einer bereits bestehenden RRS-Station bekommt für die Errichtung einer zweiten Station eine Bezuschussung von 50 % (max. 25.000 Euro) für diese neue (zweite) RRS-Station, die restlichen Kosten müssen von der Kommune getragen werden.
     
  • Kommunen, in denen es bereits mehrere Stationen gibt, bekommen eine neue Station von der Region mit max. 50.000 Euro bezuschusst, wenn sie eine weitere RRS-Station in Eigenregie errichten.

Förderrunden 2020 und 2021 sind eröffnet

Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden. Bewerbungsschluss ist

  • der 31. August 2020 für das laufenden Förderjahr 2020,
  • der 30. November 2020 für das Folgejahr 2021.

Die Unterlagen zum Förderprogramm wie Förderrichtlinien und Antragsunterlagen finden Sie in der linken Spalte zum Herunterladen.

Nachhaltig und flexibel unterwegs

Bereits zwischen 2012 und 2015 wurden mit regionalen Kofinanzierungsmitteln aus dem Programm „Modellregion für nachhaltige Mobilität" in 13 Kommunen der Region Stuttgart 14 Pedelec-Verleihstationen an Bahnhaltepunkten kofinanziert. Ziel war es, für Pendler ein nachhaltiges, flexibles Mobilitätsangebot für „die letzte Meile" bereitzustellen sowie Freizeitradler und Touristen mit einem attraktiven Tagesangebot anzusprechen. Als wesentlicher Grund für eine damals verhaltene Nachfrage in der Praxis erwies sich, dass es zu wenige Gegen- bzw. Rückgabestationen gab, was die gerade für Gelegenheitsnutzer und Pendler attraktive Oneway-Ausleihe erschwerte.

Im Mai 2018 startete auf Initiative der Landeshauptstadt Stuttgart das interkommunale und regionsweite Fahrrad- und Pedelecverleihsystem RegioRadStuttgart (RRS). Die bis dahin in Region und Stadt Stuttgart unterschiedlichen Systeme wurden zusammengeführt. Seither können Fahrräder und Pedelecs überall entliehen und überall zurückgegeben werden.

Tragende Idee von RegioRadStuttgart ist es, ein regionsweites, möglichst lückenloses Verleihsystem sowohl entlang der Haltepunkte des öffentlichen Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) als auch in der breiten Fläche anzubieten. Mit einem solchen dichten Netz von Stationen sollen Pendler, Kurzstreckenfahrer und (touristische) Freizeitradler gleichermaßen angesprochen werden. Unter der Federführung der Landeshauptstadt Stuttgart fand seither ein kontinuierlicher Ausbau statt, sodass es derzeit rund 175 RRS-Stationen in über 40 Kommunen in der Region Stuttgart gibt, weitere sind bereits in Planung. Mit über 100 Stationen befindet sich innerhalb von Stuttgart das dichteste Netz. Insgesamt bietet das RegioRadStuttgart aktuell über 694 Fahrräder und 426 Pedelecs.