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Verband Region Stuttgart

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Auch 2026 Einschränkungen im Bahnverkehr zur Sanierung und Instandsetzung der Infrastruktur

Verband Region Stuttgart fordert realistische und transparente Baustellenkoordinierung. Verlängerung der S62 bis Feuerbach wird gut angenommen.

Im Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart wurde in der gestrigen Sitzung über die Lage des Schienenverkehrs in der Region diskutiert. Auch in diesem Jahr stehen zahlreiche Baumaßnahmen an. Ein Großteil der Maßnahmen hängt nicht unmittelbar mit Stuttgart 21 zusammen, ist aber dennoch notwendig um die Schieneninfrastruktur in der Region Stuttgart zu verbessern. 

Baubedingte Einschränkungen 2026

Zu den nicht unmittelbar mit Stuttgart 21 zusammenhängenden Baumaßnahmen gehören beispielsweise die Vorbereitungen zum Bau des Pfaffensteigtunnels, die im ersten Halbjahr zu häufigen halbseitigen Nachtsperrungen zwischen Stuttgart-Rohr und Böblingen führen.  Hinzu kommen Einschränkungen der Gelsinutzung im Bereich Feuerbach zwischen dem 11. und 
23. Mai, die mit Instandhaltungsmaßnahmen im Pragtunnel zusammenhängen. Die Sperrung der Stammstrecke ist vom 20. Juli bis 11. September 2026 mit einer Länge von acht Wochen vorgesehen. Zudem befindet sich eine zusätzliche zweiwöchige Sperrung der Wendeschleife Schwabstraße in der Diskussion, was zu Einschränkungen bei S4, S5 und S6/60 führen würde. Der Verband Region Stuttgart setzt sich dafür ein, diese Maßnahme in die ohnehin vorgesehene Stammstreckensperrung im Sommer zu integrieren.

Im Zusammenhang mit Stuttgart 21 hat die DB InfraGo zugesagt, nach gründlicher Analyse bis Mitte 2026 einen neuen Zeitplan für die Inbetriebnahme vorzulegen. Um die Einschränkungen für die Fahrgäste nach Möglichkeit zu reduzieren, fordert der Verband Region Stuttgart ein Konzept für die Inbetriebnahme von Stuttgart 21, das die Gesamtbaustellensituation realistisch und transparent darstellt und die Baumaßnahmen sinnvoll koordiniert. Insbesondere müssen die kurzfristigen Verlängerungen von Sperrungen wieder von der Regel zur Ausnahme werden. Es ist erforderlich, dass Baustellenfahrpläne verlässlich geplant und nicht mehr nur grob abgeschätzt werden. Dies führte bislang nicht selten zu einer gravierend schlechten Pünktlichkeit.

Jahresfahrplan der S-Bahn

Nach der Inbetriebnahme des Bahnsteigs 1a in Stuttgart-Feuerbach wurde die Linie S62 ab September dorthin verlängert. Das Angebot ist bereits sehr gut nachgefragt, jedoch sind weitere angebotsseitige Maßnahmen erst mit Inbetriebnahme von Stuttgart 21 und einer Beruhigung des Baustellengeschehens möglich. Der Grundfahrplan der S-Bahn Stuttgart wird daher im Fahrplanjahr 2026 unverändert weitergeführt. 

Inbetriebnahme der Herrmann-Hesse-Bahn

Die Hermann-Hesse-Bahn läuft ab dem 31. Januar 2026 in einem Vorlaufbetrieb zwischen Calw und Weil der Stadt. Der Betrieb erfolgt zunächst im Stundentakt zwischen 5:30 Uhr und 18:30 Uhr. Der Grund für den anfänglichen Stundentakt sind Auflagen zur Langsamfahrt (30 km/h) zur Eingewöhnung der Fledermäuse in den Tunnels der Strecke. Der frühe Betriebsschluss ist Restarbeiten an der Strecke geschuldet.  Ab April 2026 ist eine Beschleunigung der Züge und somit ein Halbstundentakt geplant. Ab Sommer 2026 ist der vollwertige Betrieb geplant. Fahrten mit der Hermann-Hesse-Bahn sind im VVS-Tarif möglich. 

STIMMEN DER FRAKTIONEN

CDU/ÖDPHartmut Holzwarth stellte fest, dass es wenig neue Informationen gebe – vieles sei bereits bekannt. Die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 bleibe offen, man hoffe aber auf ein tragfähiges Gesamtkonzept. „Die Verzögerung sollte genutzt werden, um es am Ende besser zu machen“, so Holzwarth. Sein Appell: „Keine kurzfristigen Vor- oder Überziehungen, sondern verlässliche Planung.“ Besonders kritisch sehe man die Belastungen im Bereich des Rems-Murr-Kreises dort sei es bereits vor Weihnachten unzumutbar gewesen. Für Februar, März, Mai und August stünden weitere Sperrungen an. Hier brauche es eine Feinjustierung, „damit ein Grundservice überhaupt noch angeboten werden kann.“ In diesem Jahr feiere man 150 Jahre Murrbahn, doch angesichts der aktuellen Lage komme keine Feierlaune auf.
Bündnis 90/Die GrünenPhilipp Buchholz zeigte sich angesichts der nahenden Belastungen ernüchtert. Bei der S-Bahn sehe man derzeit keine Verbesserungen oder echten Veränderungen, lediglich bei der Hermann-Hesse-Bahn. Besonders kritisch bewertete er die diesjährige Stammstreckensperrung: Acht Wochen ohne einen fertiggestellten Bahnhof seien „sehr viel“. Auch die Situation im Rems-Murr-Kreis sei unverständlich. Noch 2023 habe die DB InfraGO mitgeteilt, dass es dort keine längeren Sperrungen geben werde – nun sei das Gegenteil der Fall. Buchholz forderte: „Nehmen Sie unsere Frustration mit zur DB!“ 
Freie WählerRainer Gessler fand deutliche Worte für die derzeitige Lage: „Das einzig Positive ist der Bahnsteig 1a in Feuerbach – dann hört es auch schon auf.“ Die aktuellen Baustellen seien für die Fahrgäste mit zahlreichen negativen Aspekten verbunden. Die Situation bezeichnete er als „grausam“. Seine Hoffnung: „Dass es irgendwann Licht am Ende des Tunnels gibt.“
SPDThomas Leipnitz betonte, dass die Situation für die Fahrgäste schlecht und unbefriedigend sei – und dies auf absehbare Zeit auch so bleiben werde. Umso wichtiger sei es, dass die Deutsche Bahn endlich ihre Perspektive ändere: „Unsere Forderung bleibt klar – die DB muss anfangen, von den Fahrgästen her zu denken und sie endlich in den Mittelpunkt ihres Handelns zu stellen.“
FDPMit Blick auf geplante Bauverzögerungen äußerte Gabriele Heise Unverständnis: „Besonders einschnürend sind die anstehenden Sperrungen – ich sehe nicht, warum sie so lange dauern müssen.“ Heise warnte vor zusätzlichen Belastungen, etwa durch die Sperrung der Wendeschleife im Sommer: „Dann sind wir die gesamten Sommermonate in der Sperrung.“ 

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