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Verband Region Stuttgart

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Verband und Partner nehmen den Stromnetzausbau in der Region Stuttgart in den Blick

Mit einem „Memorandum of Understanding“ hat der Verband Region Stuttgart mit diversen Partnern eine Absichtserklärung unterzeichnet, die Planungs- und Genehmigungsprozesse beschleunigen soll.

Für einen resilienten und lebenswerten Wirtschaftsstandort wie die Region Stuttgart ist die Energiewende unerlässlich: Die Industrie benötigt enorme Mengen an Energie für ansässige Unternehmen, Betriebe oder Produktion. Klimaziele müssen erreicht, schädliche CO2-Emmissionen reduziert werden. Auch die 2,8 Millionen Menschen in der Region Stuttgart sind auf eine zukunftsfähige und bezahlbare Energieversorgung angewiesen. Mit einem „Memorandum of Understanding“ hat sich der Verband Region Stuttgart gemeinsam mit Partnern aus Politik, Netzbetreibern, Stadtwerken und Energieagenturen schriftlich dazu bekannt, ins Handeln zu kommen. Es ist ein erster Schritt, um die Zukunft der Energieversorgung in der Region Stuttgart transparent und zuverlässig zu koordinieren und zu planen. Durch gemeinsame Konzepte und Task Forces aus Fachleuten soll der Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Transformation des Energiesystems als regionale Gemeinschaftsleistung gelingen. Die Initiative Energie.Region.Stuttgart wurde gemeinsam vom Verband Region Stuttgart und der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) entwickelt.

Das sind die Ziele

  • Schwerpunkt ist die Ertüchtigung der Stromnetz-Infrastruktur und der damit verbundene Stromnetzausbau: Das regionale Stromnetz gehört zwar zu den sichersten der Welt – doch die Anforderungen daran haben sich vervielfacht, bspw. durch steigende Elektrifizierung, Rechenzentren mit hohem Verbrauch, E-Ladeinfrastruktur etc. 
  • Flächenbereitstellung und -sicherung für die Netzinfrastruktur, zum Beispiel für Umspannwerke und Energiespeicher, regionalplanerisch gesicherte Flächen für Wind- und Solarenergie sollen effizient genutzt werden
  • Vereinfachte und schnellere Planungs-, Genehmigungs- und Realisierungsprozesse
  • Transparente Kommunikation des Transformationsprozesses sowie eine aktive Beteiligung der Öffentlichkeit für gesellschaftliche Akzeptanz 

Bei allen Zielen spielt der regionale, kommunenübergreifende Gedanke die zentrale Rolle für eine einheitliche Umsetzung der Maßnahmen vor Ort in den Städten und Gemeinden. 

„Wenn wir auch in Zukunft von einer starken Wirtschaft in der Region profitieren wollen, benötigen wir die entsprechende Infrastruktur“, sagt Dr. Alexander Lahl, Regionaldirektor Verband Region Stuttgart. „Hierzu gehört auch eine Stromversorgung, die gesamtheitlich gedacht wird und in Zeiten von Energiewende und globalen Krisen Nachfrage und Angebot zusammenführt. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir dafür sorgen, dass hierfür nötige Planungs- und Genehmigungsprozesse schnell ablaufen. Nur so kann die Region, auch autark von weltweiten Engpässen, ein attraktiver Standort bleiben.“ 

„Unsere Unternehmen und die Menschen vor Ort brauchen ein zuverlässiges und modernes Stromnetz. Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien speisen viele verschiedene lokale Anlagen ein. Das stärkt die Wertschöpfung vor Ort, stellt aber auch neue Anforderungen an die Verteilernetze. Jetzt gilt es, dass wir unser Netz fit machen für die Zukunft – und das schnell. Deshalb setze ich mich für die Beschleunigung von Planfeststellungsverfahren ein“, sagt Susanne Bay, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Stuttgart, anlässlich der Unterzeichnung.

„Wir sind eine wirtschaftsstarke und innovative Region“, so der Böblinger Landrat Roland Bernhard. „Als solche sind wir darauf angewiesen, ausreichende Kapazitäten im Bereich der Stromnetze zu haben, denn das ist ein wichtiger Standortfaktor für Landkreise und Kommunen. Ansiedelungen dürfen nicht an nicht ausreichender Stromkapazität scheitern.“ Die Transformation der Wirtschaft sei in vollem Gang, so der Landrat weiter. „Wir investieren bewusst in Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Gründungsförderung; der Ausbau des Stromnetzes ist hierfür ein unverzichtbarer Baustein.“

„Mit der heutigen Unterzeichnung des Memorandums of Understanding rufen wir die Initiative Energie.Region.Stuttgart ins Leben und setzen ein wichtiges Zeichen für die Zukunft“, so der Esslinger Landrat Marcel Musolf. „Als Landkreis Esslingen sind wir aktiv mit an Bord und tragen unseren Teil dazu bei, dass Verwaltungen, Netzbetreiber, Kommunen und Energieakteure die Ertüchtigung und den Ausbau der Stromnetzinfrastruktur, die Flächenbereitstellung und beschleunigte Genehmigungsverfahren in der Region gemeinsam vorantreiben. Ein zügiger und bedarfsgerechter Ausbau der Stromnetze ist eine zentrale Herausforderung beim Hochlauf der Elektrifizierung in Industrie und Gewerbe. Nur mit einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur kann die wirtschaftliche Transformation in der Region gelingen.“

Starke Infrastruktur, starke Region

Durch die Initiative wird der Grundstein für die Ansiedlung neuer und den Erhalt bestehender Unternehmen in der Region garantiert. So stellt sich die Wirtschaftsstruktur neu und zukunftsfähig auf, sichert zugleich Arbeitsplätze und schafft neue sogenannte „Green Jobs“ in der Energiewirtschaft. Damit bleibt die Region Stuttgart ein lebenswerter Standort.


Unterzeichnende sind: Dr. Alexander Lahl, Regionaldirektor des Verbands Region Stuttgart, Roland Bernhard, Landrat Kreis Böblingen, Marcel Musolf, Landrat Kreis Esslingen, sowie Vertretende des Regierungspräsidiums Stuttgart, der Landkreise Rems-Murr-Kreis, Göppingen, Ludwigsburg, der Landeshauptstadt Stuttgart, der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, der Netzbetreiber Netze BW GmbH, der Syna GmbH und der TransnetBW GmbH, der Energieagentur des Landkreises Böblingen und des Landkreises Ludwigsburg, der Klimaschutzagentur des Landkreises Esslingen gGmbH, der Klimaschutzagentur des Landkreises Göppingen gGmbH, der Stadtwerke Fellbach GmbH, der Stadtwerke Böblingen GmbH & Co. KG, der Stadtwerke Stuttgart GmbH, der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH, der Stadtwerke Esslingen am Neckar GmbH & Co. KG, der Klimaschutzagentur des Landkreises gGmbH, dem Energieberatungszentrum Stuttgart e.V. und der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH.

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