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S-Bahn verzeichnet 2025 leichten Fahrgastzuwachs trotz umfangreicher Baustellen

105,8 Millionen Fahrgäste nutzten die S-Bahn Stuttgart – Plus von 1,7 Prozent gegenüber 2024. Die S1 bleibt die mit Abstand am stärksten nachgefragte Linie im Netz. Nutzung der 1. Klasse leicht gesunken.

 

Die S-Bahn Stuttgart hat im Jahr 2025 trotz weiterhin sehr anspruchsvoller Rahmenbedingungen einen leichten Anstieg der Fahrgastzahlen verzeichnet. Insgesamt nutzten rund 105,8 Millionen Fahrgäste die S-Bahn, was einem Zuwachs von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das zeigt die aktuelle Auswertung zur Fahrgastentwicklung, die gestern im Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart diskutiert wurde. 

Auch im Jahr 2025 war der Betrieb der S-Bahn maßgeblich von zahlreichen Bau- und Infrastrukturmaßnahmen geprägt. Neben den Arbeiten im Zusammenhang mit Stuttgart 21 und dem Digitalen Knoten Stuttgart führten auch Instandhaltungsmaßnahmen sowie Projekte zur Verbesserung der Barrierefreiheit zu Einschränkungen im Angebot. Zeitweise reduzierte Takte, Streckensperrungen, Haltausfälle und Ersatzverkehre waren für viele Fahrgäste deutlich spürbar.  

Fahrgastzahlen 

Die Auswertungen zeigen zugleich, dass die Fahrgastnachfrage insgesamt noch nicht wieder das Niveau der Vor-Corona-Zeit erreicht hat (-20,4% im Vgl. zu 2019). Gleichzeitig ist in einzelnen Tagesrandzeiten sowie auf bestimmten Streckenabschnitten wieder eine spürbare Zunahme zu verzeichnen. Eine differenzierte Betrachtung nach Linien macht dabei deutliche Unterschiede sichtbar: Während einzelne Linien im Jahr 2025 Zuwächse verzeichneten, liegen die Fahrgastzahlen insgesamt weiterhin unter dem Niveau des Jahres 2019. Besonders stabil entwickelte sich die Linie S4, die nur vergleichsweise gering vom Vor-Corona-Niveau abweicht (-7,6%). Demgegenüber weist die S3 weiterhin den stärksten Rückgang auf (-36,8%). Die S1 bleibt die mit Abstand am stärksten nachgefragte Linie im S-Bahn-Netz. Insbesondere in den Hauptverkehrszeiten kam es hier erneut zu sehr hohen Auslastungen auf einzelnen Streckenabschnitten. Durch Angebotsausweitungen, den vermehrten Einsatz von Langzügen sowie die Wiederaufnahme des ganztägigen Viertelstundentakts konnten im Jahr 2025 zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden, sodass nur vereinzelte Züge mit einer Sitzplatzauslastung von über 100% unterwegs waren. 

1. Klasse und WLAN

Im Jahr 2025 lag die Auslastung der 1.-Klasse-Sitzplätze an einem durchschnittlichen Werktag bei rund 2,9 Prozent und damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt wurden rund 63.000 1. Klasse-Tickets verkauft (2024 – 66.000 Tickets). Dies entspricht einem Umsatz von ca. 760.000 Euro (2024 – 653.000 Euro). Dabei entfiel der überwiegende Anteil auf Zuschläge zu Zeitkarten, während die Nachfrage nach Einzelticket-Zuschlägen weiter rückläufig war. Das kostenlose WLAN-Angebot wurde 2025 erneut verstärkt in Anspruch genommen. Anhand der eingeloggten Geräte lässt sich erkennen, dass mehr als ein Drittel der Fahrgäste das Angebot genutzt hat.

STIMMEN DER FRAKTIONEN

CDU/ÖDP

Hartmut Holzwarth stellte fest, dass die Fahrgastzahlen trotz des Deutschlandtickets weiterhin unter dem Vor-Pandemie-Niveau stagnierten. Strukturelle Attraktivität und Zuverlässigkeit ließen nach wie vor zu wünschen übrig. „Wir erleben jedes Jahr einen Ausnahmezustand – und dabei geraten die Fahrgastinteressen zu oft ins Hintertreffen.“ Komfortelemente wie WLAN seien dabei nachrangig – „Pünktlichkeit und Verlässlichkeit gehen vor.“ Erst mit Stuttgart 21 und dem Digitalen Knoten Stuttgart (DKS) verbinde sich die Hoffnung auf echte Verbesserungen. Die Rückgewinnung der Kundinnen und Kunden sei essenziell. Die S-Bahn werde bis mindestens 2028 angeschlagen bleiben. Deshalb müssten Stabilität, Baustellenmanagement und Schienenersatzverkehr deutlich verbessert und die Digitalisierung konsequent vorangetrieben werden. „Die S-Bahn befindet sich auf einer Durststrecke“, so Holzwarth. Seine Hoffnung sei, dass nach Abschluss der Baumaßnahmen Vertrauen zurückgewonnen, die Qualität spürbar gesteigert und die Fahrgastzahlen wieder wachsen würden.

Bündnis 90/Die Grünen

Philipp Buchholz stellte fest, dass die Fahrgastzahlen weiterhin nicht das Niveau vor Corona und vor der Stammstreckensperrung erreichten. Es zeige sich erneut, dass Fahrgäste während längerer Sperrungen die S-Bahn meiden. Mit Blick auf die anstehenden Maßnahmen fragte er: „Was passiert dieses Jahr im Sommer?“ Wenn man darauf keine überzeugenden Antworten geben könne, kratze das an der Legitimität des Gremiums.  Die S-Bahn sei Teil der Daseinsvorsorge – deshalb dürfe man Verkehre nicht einfach abbestellen. „Das übernimmt im Zweifel schon die DB selbst“, so Buchholz kritisch.

Freie Wähler

Frank Buß bezeichnete die Performance der S-Bahn und des gesamten ÖPNV in der Region Stuttgart als schlecht. Zwar gebe es leichte Zuwächse bei den Fahrgastzahlen, doch diese zeigten vor allem, „welches Potenzial eigentlich vorhanden wäre, wenn wir endlich mehr Betriebsstabilität hätten“. Mit einer verlässlicheren Leistung würden sich die Kosten auf mehr Fahrgäste verteilen – dann müsse man möglicherweise auch weniger über Tariferhöhungen sprechen.

SPD

Dr. Tobias Brenner erklärte, dass angesichts der Vielzahl an überlagernden Problemen oft ein Gefühl der Ohnmacht bleibe. „Was wir im Moment überhaupt noch tun können, ist, die Auswirkungen – etwa durch einen funktionierenden Ersatzverkehr – so gut wie möglich abzumildern.“

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