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Verband Region Stuttgart

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Verband Region Stuttgart arbeitet weiter am Ausbau von Naherholungsangeboten

Bürgerbeteiligung bestätigt: Wunsch nach Erlebnissen am Wasser macht neue Naherholungskonzeption zum Wegbereiter für die Bundesgartenschaupläne (BUGA) 2043.

Wie kann die Lebensqualität in der Region Stuttgart durch attraktive Freiräume weiter gesteigert werden? Dieser Frage widmet sich die „Naherholungskonzeption Region Stuttgart“, die gestern im Planungsausschuss des Verbands Region Stuttgart (VRS) vorgestellt wurde. Das Papier dient als strategischer Kompass, um die vielfältigen Landschaften der Region – von den Weinbergen bis zu den Flussläufen – noch besser für die Menschen erschließbar zu machen.

Ergebnis eines intensiven Dialogs

Die Konzeption ist das Resultat eines zweijährigen Erarbeitungsprozesses (2023–2025). Dabei spielten die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger eine zentrale Rolle: Über eine interaktive Karte gingen rund 800 Hinweise zu Lieblingsplätzen und Verbesserungswünschen ein. 

Der Bericht identifiziert acht Kernbereiche, in denen die Region Stuttgart künftig Akzente setzen will, unter anderem:

Regionales Freizeitwegenetz: Lückenschlüsse und bessere Beschilderung für Wanderer und Radfahrer.
Alltagslandschaften: Aufwertung von Siedlungsrändern für die „schnelle Erholung“ zwischendurch.
Wassererlebnisse: Mehr Zugänge zu Bächen und Flüssen sowie die Attraktivierung von Uferzonen.
Kulturlandschaft & Natur: Schutz und Inszenierung prägender Landschaften wie Streuobstwiesen und Wälder.
Topografie: Nutzung der Höhenunterschiede für Aussichtspunkte und Sportangebote wie Mountainbiking.

„Die Wünsche der Menschen zum Thema Wasser zeigen uns schwarz auf weiß, dass unsere Pläne für die BUGA 2043 voll ins Schwarze treffen“, betonte Dr. Alexander Lahl, Regionaldirektor des Verbands Region Stuttgart. „Die Naherholungskonzeption und die Vision der BUGA greifen hier wie Zahnräder ineinander. Unser gemeinsames Ziel ist es, das verborgene Potenzial des Neckars zu entfalten und ihn als blau-grüne Lebensader der Region für die Menschen direkt erlebbar zu machen“, so Lahl.

Im Rahmen der Sitzung wurde auch über die digitale Informationsstrategie berichtet. Der Verband setzt hierbei auf eine neu entwickelte webbasierte Freizeitkarte des Landschaftsparks. Diese bietet den Vorteil eines niedrigschwelligen Zugangs ohne Download-Hürden. Auf Basis von persönlichen Empfehlungen aus den Kommunen soll die Karte laufend fortgeschrieben werden. 

Die Naherholungskonzeption stärkt den „Landschaftspark Region Stuttgart“ als bewährtes Instrument. Sie verknüpft Erholungsaspekte eng mit Themen wie Klimaschutz, dem Erhalt der Biodiversität und einer klimafreundlichen Erreichbarkeit durch den ÖPNV. Damit schafft der Verband die planerische Grundlage, um die Region auch in Zukunft als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort zu positionieren.

STIMMEN DER FRAKTIONEN

CDU/ÖDPRoland Schmid erklärte: „Die Konzeption bringt unser Anliegen voran, die Naherholung und die grüne Infrastruktur zu stärken.“ Ihm gefalle vor allem die Umsetzungsorientierung. „Nur wenn man die Kommunen dazu bringt, einzusteigen, kann man etwas Gutes ernten.“ Um die regionale Idee zwischen Kommunen und Städten zu generieren, solle die Region nicht nur durch Straßen und Wege verbunden sein.  Während der Schwerpunkt in den Kommunen liege, sei es deswegen wichtig, die Leitplanken so zu setzen, dass sich die Region in den Projekten widerspiegelt.   
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN„Wir können uns als Region auf die Schulter klopfen“, sagte Ingrid Grischtschenko. Sie sehe vor Ort, was die gute Zusammenarbeit mit und in den Kommunen bewirke. „Im Vergleich mit anderen Regionen ist es einmalig, dass wir den Landschaftspark als gesetzliche Pflichtaufgabe haben. Damit können wir Freiräume so planen, dass es eine Struktur wird.“ Die digitale Freizeitkarte sei ein guter Grundstock und mache den Leuten sichtbar, was die Region macht. Eine App brauche es nicht. 
FREIE WÄHLERThomas Bernlöhr begrüßte den Brückenschlag über verschiedene Disziplinen in der Naherholungskonzeption. Er wandte jedoch ein: „Der Landschaftspark fängt an, sich leer zu laufen. Die ganz großen neuen Elemente sehen wir im neuen Plan noch nicht, aber das kann sich noch entwickeln.“ Er bedauerte, dass man als Region keine Instandhaltung der Projekte fördern könne. Denn diese komme für die Kommunen zuerst.  
AFDBei der Beteiligung hätten viele Bürgerinnen und Bürger sich auf die Fortschreibung des Regionalplans bezogen, so Dr. Ursula Fink. „Jetzt hat man wichtige Gebiete für Windkraft verplant und jetzt kommt man mit der Naherholungskonzeption“, sei ihrer Ansicht nach der Tenor gewesen. Vorschläge, die eigens als Konkurrenz zu Windkraftstandorten eingebracht wurden, könnten nach Streichung von Vorranggebieten daher auch wieder wegfallen.
SPDLaut Andrea Schwarz müsse man darüber nachdenken, wie Naherholung innerhalb von Siedlungen geschaffen werden könne. Man brauche Wohnbauflächen, also gebe es Diskussionsbedarf. „Die Konzeption ist aber eine gute Handreichung für die Kommunen, wo sie einen Beitrag leisten können“, betonte Schwarz. Die Freizeitkarte sei noch etwas dünn, aber eben auch auf Wachstum angelegt.
FDPKai Buschmann lobte die Struktur inklusive der Kategorien und Handlungsfelder. „Unsere Erwartung war nicht Mordsinnovation, sondern Ordnung.“ Der Begriff der „Alltagslandschaft“, während Landschaft für viele Berufstätige „Wochenendlandschaft“ sei, habe etwas ausgelöst. „Ich finde es gut, dass man sich in der Konzeption darüber Gedanken gemacht hat.“
DIE LINKE.SÖS.PIRATENJohanna Rech freute sich, dass „ganz viele Nutzergruppen angesprochen werden, ob junge Menschen mit dem grünen Klassenzimmer oder Jugendliche mit Sportangeboten.“ Wichtig sei eine gute ÖPNV-Anbindung an die Naherholungsgebiete. Rech konstatierte: „Es ist gut zu sehen, dass vielen Menschen gleichzeitig Naturverträglichkeit und Naherholung wichtig ist.“  

Pressemitteilung als PDF-Download

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