Die Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart hat in ihrer Sitzung vom Mittwoch entschieden, dass die Region und die Stuttgarter Straßenbahnen AG den Ticketvertrieb für die S-Bahn Stuttgart künftig gemeinsam organisieren. Dies soll mit Start des neuen S-Bahn-Vertrags im Jahr 2034 umgesetzt werden. Ziel ist es, einen leistungsfähigen und kundenorientierten Vertrieb sicherzustellen und Synergien zwischen S-Bahn und der SSB zu nutzen. Hintergrund ist, dass der ab 2034 geltende S-Bahn-Vertrag als Bruttovertrag ausgestaltet werden soll. Damit liegt die Verantwortung für die Fahrgeldeinnahmen künftig beim Verband. Ein leistungsfähiger Vertrieb soll dazu beitragen, Fahrgäste zu gewinnen und die Einnahmen zu sichern.
Aufgaben Zwischen VRS und SSb aufgeteilt
Der Verband soll unter anderem Standorte und Finanzierung für Ticketautomaten sowie Räumlichkeiten für Kundenzentren bereitstellen. Die SSB übernimmt den Betrieb der Kundenzentren, die Betreuung der Automaten, den Abo-Vertrieb, den Kundenservice und das Marketing zur Fahrgastgewinnung. Die Vertriebsqualität wird zudem regelmäßig überprüft, um den hohen bestehenden Standard in der Region langfristig zu sichern.
Die vorhandenen Kundenzentren und Video-Kundenzentren sollen grundsätzlich mit ihren bisherigen Öffnungszeiten erhalten bleiben. Zusätzlich werden Verbesserungen umgesetzt: Die Verkaufsstelle am Flughafen wird aufgrund der wachsenden Bedeutung des Flughafens als Mobilitätsdrehscheibe mit Fernverkehrsanbindung zu einem vollwertigen Kundenzentrum aufgewertet.
Weitere Schritte
Die Umsetzung der Kooperation setzt die Schaffung der notwendigen organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen voraus. Der Vertrag tritt vollständig in Kraft, sobald im Rahmen des Vergabeverfahrens eine Einigung zwischen dem Verband Region Stuttgart, der SSB und dem künftigen S-Bahn-Betreiber über die abschließenden Vertriebsregelungen erzielt ist.