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Verband Region Stuttgart

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Zukunftskonvent Region Stuttgart – Sechs Missionen, ein Ziel

Mit der Auftaktveranstaltung des Zukunftskonvent Region Stuttgart haben der Verband Region Stuttgart und sieben Partnerorganisationen den Startschuss gegeben, um mit führenden Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam Lösungen für die Zukunft der Region Stuttgart zu entwickeln.

Die Region Stuttgart steht vor großen Herausforderungen der Transformation: Von wirtschaftlichem Strukturwandel und Konjunktureinbruch über geopolitische Risiken bis hin zu demografischem Wandel und Fachkräftesicherung. Zwar weist die Region ein enormes Potenzial auf, die Umsetzung ihrer Stärken in die tatsächliche Wertschöpfung und Wirtschaftswachstum hat in den letzten Jahren jedoch deutlich an Dynamik verloren. Mit der Durchführung eines Zukunftskonvents wird nun ein Dialogprozess gestartet, um die entscheidenden Akteurinnen und Akteure enger zusammenzubringen und mehr gemeinsame Lösungen zu forcieren. Zur Auftaktveranstaltung am Montag, 15. Juni, kamen über 100 geladene Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in Stuttgart zusammen. 

Bei diesem Auftakt ging es weniger darum, Lösungen parat zu haben, sondern zunächst gemeinsam eine klare Haltung zu entwickeln, welche derzeit die dringendsten Herausforderungen sind, die innerhalb der Region auch beeinflussbar sind. Ziel ist es, bestehende Aktivitäten, Netzwerke, Plattformen und Initiativen einzubeziehen und sinnvoll zu ergänzen, ohne Doppelstrukturen entstehen zu lassen.  

Input aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft

Neben dem Fokus auf Dialog und Netzwerken standen drei Keynote-Speaker im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung: 

Für Prof. Dr. Alexander Brem, an der Universität Stuttgart Direktor und Prorektor für Transfer und Internationales liegt die Problematik vor allem im Bereich Transfer: „Wir forschen auf Spitzenniveau, allerdings müssen wir stärker vorantreiben, dass Ideen, die hier entwickelt wurden, auch in der Region aufgegriffen werden und in einem Produkt aufgehen.“ Gleichzeitig gelte es selbstbewusster voranzuschreiten: „Viele Dinge, von denen es heißt, die sollten wir hier haben,  gibt es schon direkt nebenan – nur weiß es keiner. Es braucht eine Kultur der Offenheit und Kooperation, die uns aus der Komfortzone führt.“

 „Wir sind jetzt eindeutig an dem Zeitpunkt, an dem wir aufwachen müssen“, sagt Adrian Thoma von der NXTGN Management GmbH. „Gleichzeitig dürfen wir den Kopf nicht in den Sand stecken, denn wir haben die industrielle Basis, die wissenschaftliche Exzellenz und theoretisch auch das Kapital. Was aktuell fehlt, ist die Kraft, die das zusammenbringt.“ Hierfür sei eine Start-up-Strategie mit verbindlichen Zahlen und Zielen dringend nötig.

„Es braucht wirtschaftliches Fundament, langen Atem und den Mut ins Risiko zu gehen“, fasst Alexander Wehrle, Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart die Basis für die nächsten Schritte zusammen. Als Beispiel für stärkere Kooperationen in der Region nannte er den Weg des VfB in einer sportlich schwierigen Phase die großen Player, Daimler und Porsche, gemeinsam gewonnen zu haben, um den VfB Stuttgart wieder nach oben zu führen. 

 

  • Wie geht es weiter: Sechs Missionen 

Sechs Missionen für die Zukunft der Region bildeten die Diskussionsgrundlage für Austausch und Netzwerken bei der Auftaktveranstaltung. 

 

  • Mission 1: Transformation beschleunigen – Zukunft gestalten

Wir treiben den industriellen Wandel aktiv voran und übersetzen Innovation schneller in Wertschöpfung.

 

  • Mission 2: Innovation und Gründergeist mobilisieren – Resilienz aufbauen

Wir forcieren Zukunftstechnologien und ermöglichen neuen Ideen und etablierten Wirtschaftszweigen optimale Entwicklungsmöglichkeiten.

 

  • Mission 3: Digitalisierung durchsetzen – Wettbewerbsfähigkeit stärken

Wir nutzen digitale Technologien konsequent, um Produktivität, Innovation und Resilienz zu steigern.

 

  • Mission 4: Standortqualität stärken – Entwicklung ermöglichen

Wir sichern Flächen, modernisieren Infrastruktur und schaffen die Voraussetzungen für Wachstum und Lebensqualität.

 

  • Mission 5: Offenheit leben – internationale Stärke ausbauen

Wir gewinnen Talente aus aller Welt und gestalten Integration als Standortvorteil.

 

  • Mission 6: Fachkräfte sichern – Potenziale heben

Wir mobilisieren alle verfügbaren Talente, qualifizieren gezielt nach und machen die Region zum Magneten für Fachkräfte.

 

Tiefgehende Herausforderungen lassen sich nicht an einem Abend lösen. Nach der gelungenen Auftaktveranstaltung des Zukunftskonvent am 15. Juni gilt es nun, sämtliche Diskussionen, Anregungen und Inputs zu sammeln und auszuwerten, um möglichst zügig die nächsten Schritte einzuleiten. Ein wichtiger Bestandteil und die Grundlage des weiteren Prozesses sind zudem die Handlungsempfehlungen aus dem Strukturbericht für die Region Stuttgart, der im zweijährigen Rhythmus erscheint. Bislang sind neben dem Verband Region Stuttgart die Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart, die Handwerkskammer Region Stuttgart, die IG Metall Region Stuttgart, die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V., die BioRegio STERN und die Messe Stuttgart Teil des Zukunftskonvents-Netzwerks. Diese Partner bilden jedoch nur den Anfang: Künftig sollen weitere Partnerinnen und Partner für das Netzwerk gewonnen werden.

Weitere Informationen zum Zukunftskonvent und den Hintergründen findet man unter https://zukunftskonvent.region-stuttgart.org.

Pressemitteilung als PDF-Download

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