Beteiligungsverfahren zur Regionalplanänderung für „Strategischen Regionalen Vorhaltestandort Hungerberg“ pausiert

Die Entwicklung eines „Strategischen Regionalen Vorhaltestandorts“ soll der kurzfristigen Breitstellung von Flächen für größere Vorhaben dienen. Insbesondere vor dem Hintergrund der laufenden Veränderungen im Bereich der Automobilindustrie werden solche Flächen benötigt, sind aber in der Region Stuttgart kaum verfügbar. Vorgesehen ist daher die gemeinsame Entwicklung eines Interkommunalen Gewerbegebietes unter Beteiligung der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Der dafür vorgesehene Standort verfügt über eine gute verkehrliche Anbindung an die A 8, liegt in ausreichender Entfernung zu bestehender Wohnbebauung und weist keine erkennbaren naturschutzfachlichen Realisierungshemmnisse auf. Für eine entsprechende planerische Steuerung ist allerdings die Änderung des Regionalplanes eine zentrale Voraussetzung.

Die Regionalversammlung hatte in ihrer Sitzung am 28. April 2021 den Planentwurf für die Anhörung von Öffent­lichkeit und Trägern öffentlicher Belange beschlossen und die Geschäftsstelle mit der Durchführung der entsprechenden Verfahren beauftragt. Die Unterlagen dafür wurden zusammengestellt, die Maßnahmen zum Start des Verfahrens eingeleitet. Vor der erforderlichen öffentlichen Ankündigung der Offenlage durch den Verband zeichnete sich jedoch die Initiative gegen eine Gewerbeentwicklung an dem Standort auf Gemarkung Dettingen unter Teck ab. Der Planungsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat am Mittwoch einstimmig entschieden, die Beteiligung von Bevölkerung und Trägern öffentlicher Belange im Rahmen der Änderung des Regionalplans zunächst nicht weiterzuführen. Das Gremium will das Ergebnis des Bürgerentscheids in Dettingen unter Teck am 26. September 2021 abwarten.

 

Änderung des Regionalplans - Vier neue Gewerbegebiete im Norden der Region

In der Regionalversammlung am 22. Juli 2015 wurde die Entscheidung gefällt, dass vier Standorte als Ersatz für den Gewerbeschwerpunkt Pleidelsheim/Murr in den Regionalplan aufgenommen werden sollen:

- Ingersheim (angrenzend an das Gewerbegebiet „Gröninger Weg“, rund 15 Hektar)
- Schwieberdingen (zwischen Schnellbahntrasse und dem Gewerbegebiet Schwieberdingen, rund 23 Hektar)
- Korntal-Münchingen (zwischen A81 und B10, rund 19 Hektar)
- Bietigheim-Bissingen (westl. des Gewerbegebiets Tamm Nord, südl. der Ludwigsburger Straße, rund 17 Hektar)

Nach Einleitung des Teiländerungsverfahrens am 22.07.2012 lief zu diesen vier Standorten ein Beteiligungsverfahren für Verbände, Städte und Gemeinden. Auch Bürgerinnen und Bürger konnten sich äußern. Der Verband Region Stuttgart hatte außerdem Informationsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger angeboten.  

Die Änderung des Regionalplans wurde am 01.08.2016 genehmigt und trat mit der Bekanntmachung am 19.08.2016 in Kraft. Zum Download:

Geänderter Text des Regionalplans

Umweltbericht

Alle Detail-Informationen zu den einzelnen Gebieten wie Steckbriefe und die entsprechenden Ausschnitte aus der Raumnutzungskarte erhalten Sie über einen KLICK auf den jeweiligen Punkt:

Unterlagen zum Satzungsbeschluss am 22.07.2015

(PDF-Download)

1: Sitzungsvorlage zur Vorberatung im Planungsausschuss am 22.04.2015

2: Entwurf des Satzungsbeschlusses

3: Entwurf des Plansatzes und den Änderungen der Raumnutzungskarte

4: Zusammenfassende Umwelterklärung

5: Monitoring gemäß SUP-Richtlinie

6: Umweltbericht

7: Stellungnahmen und Abwägung

8: Darstellung der Methodik

 

Unterlagen zum Beteiligungsverfahren 2014

1. Entwurf des Plansatzes (PDF-Download)

2. Änderungen in der Raumnutzungskarte

2.a Geplante Standorte (Ausschnitte aus der Raumnutzungskarte)

Bietigheim-Bissingen
Großbottwar
Ingersheim
Korntal-Münchingen
Schwieberdingen

2.b Zurückgenommener Standort

Pleidelsheim

3. Umweltbericht

3.a Textteil (PDF-Download)

3.b Einzelprüfungsbögen

Bietigheim-Bissingen 
Großbottwar 
Ingersheim 
Korntal-Münchingen 
Schwieberdingen