Sicherung und Abbau von Rohstoffen in der Region Stuttgart

Von Muschelkalk, der für die Produktion von Schotter, Kies und Sand oder – seltener – als Naturwerkstein verwendet wird, über Ziegeleirohstoffe, hier vor allem Ton, bis zu hin zu Sanden verfügt die Region Stuttgart über recht großflächige Vorkommen mineralischer Rohstoffe. Der Verband Region Stuttgart ist gemäß Landesentwicklungsplan für die Sicherung dieser Rohstoffvorkommen zuständig.  Wichtige Rohstoffvorkommen sind im Regionalplan als Gebiete zum Abbau bzw. für die Sicherung oberflächennaher Rohstoffe festgeschrieben, hier darf nichts stattfinden, was den Abbau unmöglich macht. Innerhalb dieser Gebiete liegen aktive Abbaustätten, d. h. Steinbrüche, in denen vor allem Muschelkalk abgebaut wird. Dabei ist jede der aktiven Gewinnungsstätten wichtig für die Rohstoffversorgung der Region bzw. ihrer Teilräume, da sie aufwändige und emissionsreiche Rohstofftransporte von außerhalb der Region geringhalten. Da der Rückfluss von Material für Recycling begrenzt ist, ist die Region weiterhin auf die Gewinnung mineralischer Rohstoffe angewiesen.  Bestehende Abbaustandorte sollen gemäß Landesentwicklungsplan erst vollständig abgebaut werden, bevor neue Vorkommen erschlossen werden. Um bestehende Abbaustellen über die im Regionalplan festgelegten Gebiete hinaus erweitern zu können, müssen die betreffenden Flächen im Regionalplan angepasst werden. In diesem Sinne wurde nun mit einem Beschluss der Regionalversammlung am 28.07.2021 ein Planänderungsverfahren eingeleitet.

Aktuell läuft die Phase der frühzeitigen Unterrichtung der Träger öffentlicher Belange zu diesem Planungsverfahren. Es handelt sich noch nicht um das eigentliche Beteiligungsverfahren, das zu einem späteren Zeitpunkt stattfindet. Informationen zum geplanten Änderungsverfahren finden Sie hier:

Die räumliche Lage der Bereiche kann der folgenden Übersichtskarte entnommen werden (Ausschnitte aus der Raumnutzungskarte des Regionalplans):

Ausschnitte aus der Raumnutzungskarte des Regionalplans

Weitere Informationen:

Sitzungsvorlage der Regionalversammlung vom 28.07.2021

Das Beteiligungsverfahren gemäß § 9 Abs. 2 Raumordnungsgesetz (ROG) bzw. § 12 Abs. 2 und 3 Landesplanungsgesetz (LplG) wird derzeit vorbereitet. Auf der Grundlage des konkreten Planentwurfs können dann die Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeit Stellung zu den Planungen nehmen. Hierzu erfolgt zu gegebener Zeit eine gesonderte Bekanntmachung und Beteiligung.