Die Landeshauptstadt Stuttgart, die Städte Ludwigsburg und Esslingen am Neckar sowie der Verband Region Stuttgart haben sich auf den Weg gemacht, eine interkommunale Bundesgartenschau 2043 in der Region durchzuführen. Der erste große Schritt ist hierzu eine Machbarkeitsstudie. Mit Köber Landschaftsarchitektur, asp Architekten GmbH, Geitz und Partner GbR sowie Agency Apero GbR wurde nun ein Planungsteam für diese Studie ausgewählt. Diese Planungsbüros konnten die Fachjury überzeugen und sich in einem zweiphasigen Pitchverfahren gegen vier weitere Bewerber-Teams mit Expertise in Stadtentwicklung, Landschaftsarchitektur, Ökologie, Wasserwirtschaft und Beteiligungsverfahren durchsetzen.
Ziel ist eine Gesamtkonzeption
Ziel der Machbarkeitsstudie ist die Entwicklung einer schlüssigen Gesamtkonzeption für eine BUGA, die eine verbindende Idee formuliert und zugleich die unterschiedlichen räumlichen Teilbereiche konkretisiert und weiterentwickelt.
Mit Köber Landschaftsarchitektur, asp Architekten GmbH, Geitz und Partner GbR sowie Agency Apero GbR hat ein interdisziplinäres Team aus Freiraum- und Stadtplanung, Gewässerökologie und Partizipation ein überzeugendes Konzept vorgelegt, das die komplexen Anforderungen schlüssig und integriert zusammenführt. Die Machbarkeitsstudie für eine BUGA ist weniger ein fertiger Plan als vielmehr der Auftakt eines langfristigen Prozesses: ein Impulsgeber, der über 17 Jahre hinweg die richtigen Fragen stellt, um Schritt für Schritt eine tragfähige Idee zu entwickeln. In einer Zeitspanne voller Ungewissheiten über gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen liegt die Stärke dieses Prozesses im iterativen Dialog – gemeinsam mit Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Bürgerschaft sowie der Kommunal- und Regionalpolitik Antworten zu finden und Entwicklungspotenziale zu heben.
Beteiligte Sehen viele Möglichkeiten
Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister Stuttgart: „Eine BUGA 2043 in regionaler Dimension eröffnet ganz neue Perspektiven für den urbanen Raum und die Landschaft am mittleren Neckar. Was das Grüne U bei der Internationale Gartenbauausstellung 1993 Stuttgart war, soll das Blaue Band entlang des Neckars im Jahr 2043 werden. Die Aufwertung des Neckarufers und seines Umfeldes ist seit Jahren eine große Vision, ist ein langgehegter Traum vieler. Das Gewinnerteam hat nun die Aufgabe, aufzuzeigen, wie diese Vision Wirklichkeit werden kann.“
Matthias Klopfer, Oberbürgermeister Esslingen am Neckar: „Für Esslingen bietet die BUGA 2043 die große Chance, den Neckarraum und unsere Stadt ganzheitlich weiterzuentwickeln. Neben dem Neckar als verbindendem Element wollen wir unsere prägende Kulturlandschaft stärken, neue Grünverbindungen schaffen und Barrieren überwinden. So entstehen mehr Lebensqualität, klimaresiliente Strukturen und eine stärkere Vernetzung von Stadt und Region entlang des Neckars. Mit dem Gewinnerteam wird deutlich, welches Entwicklungspotenzial die BUGA für den Neckarraum bietet und welche Impulse sich für die nachhaltige Weiterentwicklung unserer Städte und der Region ergeben.“
Dr. Matthias Knecht, Oberbürgermeister Ludwigsburg: „Die BUGA 2043 ist für Ludwigsburg eine historische Chance und markiert den Aufbruch in ein neues Kapitel: Der Neckar wird als prägendes Element weiterentwickelt und seine Landschaftsräume zu einem zusammenhängenden Erlebnisraum qualifiziert. So entstehen neue Qualitäten für Wirtschaft, Wohnen, Arbeiten, Natur und Tourismus sowie zukunftsfähige Strukturen und neue Synergien für die Stadt Ludwigsburg und die gesamte Region. Für eine Planungsperspektive von rund 17 Jahren braucht es einen ausgereiften und zugleich flexiblen Planungsprozess, den das Gewinnerteam schlüssig aufgezeigt hat.“
Dr. Alexander Lahl, Regionaldirektor Verband Region Stuttgart: „Noch ist die BUGA 2043 eine Zukunftsvision auf dem Weg zur Realisierung. Sie bündelt zentrale Themen wie klimaresiliente Stadt- und Freiraumentwicklung, ökologische Aufwertung, wirtschaftliche Impulse, touristische Wertschöpfung und soziale Teilhabe. Gemeinsam haben wir nun die Möglichkeit, unsere Region in den kommenden 17 Jahren so zu gestalten, dass alle Generationen davon profitieren. Im engen regionalen Schulterschluss bringt der Verband seine Kompetenz in konzeptioneller Planung und strategischer Entwicklung sowie seine Erfahrung in der überkommunalen Koordination und Steuerung ein. Die vorgestellte Idee zeigt, wie im engen Dialog ein räumlich-gestalterischer Mehrwert für die Bevölkerung der Region Stuttgart entstehen kann.“
Dr. Achim Schloemer, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG): „Wir halten die interkommunale Bundesgartenschau für sehr vielversprechend, da sie den Neckar als verbindendes Element in den Fokus des Interesses rückt, ihn erlebbar macht und damit die gesamte Region in ihrer Lebensqualität aufgewertet wird. Dieses große Transformationsprojekt kann nur mit dem Instrument BUGA gelingen. Wir freuen uns, dass mit dem Planungsteam Köber Landwirtschaftsarchitektur, asp Architekten GmbH, Geitz und Partner GbR sowie Agency Apero GbR ein erfahrenes und kreatives Planungsteam die Machbarkeitsstudie erarbeiten wird.“