Unter dem Titel „Bürgergartenschau 2029 – Vaihingen ENZückt“ findet in der Stadt Vaihingen an der Enz eine Gartenschau statt. In diesem Zusammenhang sollen diverse Projekte realisiert werden. Für deren Umsetzung stellt der Verband Region Stuttgart ein Sonderbudget von maximal 400.000 Euro bereit. Das Geld stammt aus nicht mehr gebundenen Investitionsmitteln aus dem Budget des „Landschaftsparks Region Stuttgart“. Der Planungsausschuss hat am Mittwoch dem Vorschlag der „Landschaftspark“-Jury zur Vergabe der Kofinanzierungsmittel zugestimmt. Das sind die drei Projekte, die im Rahmen der Gartenschau 2029 gefördert werden:
- Aussichtskanzel Häcker-Areal: Ein zentraler Ort der Gartenschau ist das brachliegende Gelände der ehemaligen Hautleimfabrik Häcker. Während der Gartenschau wird das Areal als Veranstaltungs- und Aufenthaltsbereich mit Kultur, Gastronomie und Ausstellungen genutzt. Langfristig soll ein gemischt genutztes Stadtquartier entstehen. Ein Erlebnisweg zur Industriegeschichte des Areals führt zu einer Aussichtskanzel, die eine weite Aussicht auf die Stadtkulisse und Enz bietet.
- Sitzstufenanlage Flößerei: Im Bereich des Häcker-Areals entsteht eine Sitzstufenanlage, die sich an der Uferlinie orientiert und beim Verweilen einen schönen Blick auf die Flusslandschaft bietet. Gleichzeitig greift sie mit Informations- und Kunstobjekten das Thema Flößerei auf und macht diesen Teil der Stadtgeschichte erlebbar.
- Themenspielplatz Gerberei: Die Köpfwiesen mit ihrer besonderen Lage zwischen Enz und Altstadt werden neu erlebbar gemacht, in Teilen bleibt die bestehende Nutzung als Bürgergärten erhalten. Ein Themenspielplatz mit je einem Erlebnisbereich für Klein- und Schulkinder übersetzt historische Maschinen und Arbeitsabläufe der Gerberei in individuelle Spielelemente. So wird Ortgeschichte spielerisch erlebbar.
Das Konzept basiert auf drei Leitideen: dem Blauen Band, der Enzpromenade und Orten zum Verweilen und Erholen. Das Blaue Band rückt die Enz in den Mittelpunkt und verbindet sie stärker mit der Stadt. Die Enzpromenade vernetzt die verschiedenen Aufenthalts- und Freibereiche entlang des Flusses.
Gartenschauen – Motoren für Stadt- und Freiraumentwicklung: Gartenschauen sind längst mehr als blühende Schaufenster des Gartenbaus. Sie entwickeln sich zu Motoren der Stadt- und Freiraumentwicklung und -erneuerung. Wo früher temporäre Ausstellungen standen, entstehen heute dauerhafte Grünachsen, renaturierte Flussufer, neue Freizeit- und Begegnungsräume. Brachflächen werden aktiviert, Verkehrswege neu gedacht, Klimaresilienz durch Entsiegelung und Regenwassermanagement gestärkt. Gleichzeitig kurbeln Gartenschauen Investitionen an, fördern nachhaltige Mobilität und setzen Impulse für soziale Integration.